• #1

Haben Männer Angst vor vermeintlich erfolgreichen Frauen?

Hallo,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dieser Frage. Bei meiner Partnersuche treffe ich häufig auf Männer, die entweder nicht damit umgehen können, dass ich beruflich erfolgreich bin und über ein entsprechendes Einkommen verfüge oder aber ich treffe auf solche, die eine starke Frau zum Anlehnen suchen, die ihnen selbst Orientierung gibt.
Es ist schon verzwickt, denn ich suche einen Partner auf Augenhöhe - in jedweder Hinsicht. Meine Erfahrung zeigt mir, dass zu große Unterschiede bei den Einkommensverhältnissen schnell zu Problemen führen - sei es bei der Urlaubsplanung, bei gemeinsamen Aktivitäten, wie Essen gehen o.ä. Interessanter Weise ziehe ich sehr häufig den Typ Mann an, der zu mir aufschaut aber mir überhaupt nicht gewachsen ist.
An die Männer: Sind erfolgreiche Frauen für Euch angsteinflößend?
An die Frauen: Teilt ihr dieses Problem, wie sind Eure Erfahrungen?
Freue mich auf Eure Kommentare.
 
  • #2
Dieser Beitrag erscheint hier regelmäßig.

Nein, eine erfolgreiche Frau löst keine Ängste bei einem ebenso erfolgreichen Mann aus, gleich und gleich gesellt sich.

Allerdings auch bei weniger erfolgreich, weniger attraktiv oder will sagen Durchschnitt.

Sobald jemand schreibt, eine erfolgreiche und obendrein attraktive Frau ist mir too much, gehört er genau in die Kategorie der weniger erfolgreichen und obendrein unattraktiven.

Im meinem Umfeld haben Karrierefrauen auch nur Karrieremänner, oder sie haben Männer, welche beruflich keine Top-Positionen erreicht haben, aber mit ihren "Frauen" keine Probleme haben, weder finanziell noch mental, im Gegenteil sie unterstützen sie.

Die Frage was ist beruflich erfolgreich überhaupt?
Man kann z.B. die berufliche Karriere einer Angela Merkel nicht mit der einer Leiterin der Putzkolonne eines Kaufhauses gleichsetzen, obwohl beide Frauen irgendwie "Karriere" machten.
Nicht jede Büroleiterin oder Ass.ärztin auf Abruf ist eine Karrierefrau.

Manche Frauen bezeichnen sich so, sind aber ewig im Angestellenverhältnis und "Befehlsempfänger", Männer genauso.

Karriere ist für mich an der Position zu stehen, wo keine berufliche Hierarchie mehr darüber ist.

Tchja, da kann es bei der Partnersuche einsam werden, dennoch schreckt der Beruf am wenigsten ab, auch wenn er als Grund herhalten soll, es liegt immer an der Persönlichkeit desjenigen, an sonst nichts.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Ich hätte wahrscheinlich kein Problem damit. Ist die Frau beruflich erfolgreicher als ich, dann würde ich mich in meinen beruflichen Ambitionen zurücknehmen, sie mehr unterstützen und mich mehr um gemeinsame Dinge kümmern, als sie das könnte.

Wichtig wäre mir nur, dass sie mich trotzdem als Mann ernst nimmt und nicht als Versager sieht. Ich kenne mehrere Beziehungen, wo das hervorragend funktioniert, die Männer ein paar Jahre älter sind als die Frauen und beide das, im gleichen Ausmaß, genießen.

Ob das, was Du meinst, etwas mit Angst zu tun hat, kann ich Dir nicht schlüssig beantworten. Jedenfalls stößt es mich ab, wenn Frau ihr "erfolgreich sein" wie einen Pokal vor sich herträgt und stets betont, wie stark sie ist und wie wichtig es ihr sei, als starke Frau anerkannt zu werden.

Ich suche nie eine "nur starke Frau", sondern eine, die stark ist und mich will, die genauso bereit ist, sich mir anzupassen, wie ich bereit bin, es bei ihr zu tun. Fehlt ihr Herzlichkeit, Zugänglichkeit, Vertrauen, Beziehungswille usw. kommt sie für mich kaum in Frage. Egal, wie gut sie ist.

Überhaupt nicht verstehe ich, warum sich eine Frau als stark ansieht, wenn sie beruflich erfolgreich ist. Was ist da besonderes daran. Warum soll es gerade bei Frauen so besonders sein.

Ich will sie sehr wohl, die starken Frauen. Andere haben bei mir eh keine Chance.
 
  • #4
Es ist schon verzwickt, denn ich suche einen Partner auf Augenhöhe - in jedweder Hinsicht.

"Verzwickt" finde ich das überhaupt nicht, sondern einfach erklärbar:
Du stellst Dein Einkommen sehr stark in den Vordergrund (worüber reden wir, sechs- oder siebenstelliges Jahreseinkommen?) daher beschränke ich mich mal allein darauf.

Auf finanzieller Augenhöhe sind adäquate Männer auch nicht an jeder Ecke zu finden - und diese sind zudem von der holden Weiblichkeit sehr begehrt.

Damit reduzierst Du den Kreis der potentiellen Partner erheblich und hast dann noch mit starker Konkurrenz zu kämpfen. Daß in "beruflich erfolgreichen" Kreisen auch nicht immer das Vermögen einer Frau (haben sie selber) als auschlaggebendes Kriterium an erster Stelle steht, sondern eher andere Ansprüche zu finden sind, muß ich sicher nicht erwähnen - kannst Du da auch mithalten?

Ich befürchte, mit Deinen Anforderungen wirst Du es zumindest genauso schwer haben, wie der Ü50-Mann der ausschliesslich "20 Jahre jünger und attraktiv" sucht - dem ich aber mit einem hohen Einkommen dann aber doch noch mehr Chancen einräume.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #5
Hallo Sabine-Anne,

für mich klingt es so, als ob die Männer, die Du erwähnst, nicht wirklich Deinem Anspruch an "Augenhöhe" entsprechen. Wer nicht damit umgehen kann, dass Du beruflich erfolgreich bist, ist es vermutlich selbst eher nicht, wer eine "starke Frau zum Anlehnen" sucht, ist es sicher nicht.

Klare Antwort auf die "Frage an die Männer": Ja. Eine Frau, die beruflich deutlich erfolgreicher als ich, wäre nie etwas für mich gewesen und ist es auch heute noch nicht.

Die meisten Frauen scheinen das aber ähnlich zu sehen, denn als ich vor einer Weile eine Frage zum Thema "Augenhöhe" gestellt habe, habe ich genau das gleich mehrfach um die Ohren gehauen bekommen. Neben der Tatsache, dass ich natürlich, für viele Frauen hier sofort erkennbar, charakterlich völlig ungeeignet bin. Als Mann habe ich danach nur "Anspruch" auf eine Frau, die "updaten" möchte, mal sehr pauschal formuliert.

Ich denke, diese Denkweise ist in vielen Köpfen noch drin und ich kenne auch in meinem Umfeld wenige Partnerschaften, die ein Gefälle "Frau-Mann" aufweisen.

Vielleicht definieren manche Männer aber auch "Augenhöhe" anders als Du? Für Dich scheint das Einkommen ein wesentliches Kriterium zu sein, Du schreibst aber auch von "jedweder Hinsicht".
Vielleicht tust Du Dich, wenn ich das aus meiner rein persönlichen Perspektive anmerken darf, auch etwas schwer, weil die Konstellation "Leitender Angestellte" mit entsprechendem Einkommen und "Realschulabschluss" bei Männer eher selten sein dürfte und Du von daher natürlich das Feld einschränkst, wenn Du Dich bei der "formalen Bildung" aus Gründen der "Augenhöhe" auf Männer mit mittlerem Schulabschluss und ohne Studium einschränkst und da keine nicht vorhandene "Augenhöhe" akzeptieren kannst. Ich hatte dieses "Problem" auch schon mit ein paar Frauen, die z. B. mit FH-Abschluss explizit Wert auf "Augenhöhe" legten, die ich nicht erfüllen kann.

An Deiner Stelle würde ich mich grundsätzlich nach beruflich gleich erfolgreichen oder erfolgreicheren Männern umschauen, die werden sich leichter tun. Allerdings wird da natürlich die "Luft dünn", weil immer mehr Frauen beruflich erfolgreich sind und die Auswahl an entsprechenden Männern sich nicht so stark vergrößert hat. Die Zahl der beruflich erfolgreichen Singlefrauen ist sicher größer als die der Singlemänner, die sich mit dem "Downdaten" leichter tun.
 
  • #6
Hallo,

ich persönlich finde es sehr anziehend und attraktiv, wenn Frau erfolgreich ist, hätte damit kein Problem und schon gar nicht Angst. Wohl aber die meisten Männer, weil es halt ein geprägtes Rollenbild ist, dass Frau zum Mann aufschaut und nicht umgekehrt.
Das Beste ist, beide sind erfolgreich, Frau schaut zum Mann hoch, ohne jedoch unterwürfig zu sein...In dieser Rolle fühlt sich Frau am wohlsten ( ja, ich kann das als Mann beurteilen :))
Aber frag dich auch: wieso ziehe ich immer wieder denselben Typ Mann an? Vllt. willst du ja auch unbewusst über dem Mann stehen....Setz bei dir an, dann lernst du auch andere Männer kennen, Männer mit einem gesunden Selbstwertgefühl und erst recht keine "Anlehner und Orientierungslosen"
 
G

Gast

Gast
  • #7
Hallo Sabine Anne,

da ist was dran, auch wenn es verbal oft geleugnet wird und man sich "politisch korrekt" äussert (Frauen wären dem Mann doch gleichgestellt, hätten die gleichen Chancen, starke Frauen würden doch gut ankommen...). Ganz so ist es nicht.
Meine Erfahrung als Frau ist ganz klar: wir leben - auch in D - noch in einer unterschwellig archaischen Welt.
Beobachte mal das männliche und dann das weibliche Verhalten in z.B einem Fitnessstudio. Männer gehn da oft mit aufgeblähter Brust gaaanz langsam und insb. "raumausfüllend" durch die Gänge, Frauen verhalten sich da anders. Habe das Gestern erst wieder festgestellt, ist wie im Tierreich (Gorillas:)!
Am Arbeitsplatz ähnlich. Frauen mit gleicher oder sogar höherer Position erleben oftmals, dass der Kollege mal ganz freundlich- väterlich ankommt um "mir Mädel mal das Ganze gaaanz sachlich zu erklären, damit ich Mädel das dann auch verstehe". Zeige ich einem Kollegen dann freundlich, dass ich technisch und sachlich auf Augenhöhe bin, ist mancher Mann pikiert (ich kann nicht verallgemeinern, aber bei mind. 50 % dürfte das noch "so drin sein").
Wir sind ja auch die reste Generation (ich bin 45) wo Gleichstelllung überhaut zum Thema wurde.
Männer fühlen sich bei einer Frau wo ein leichtes Gefälle nach unten ist einfach sicherer. Sie fürchten weniger die Demontage ihres empfindlichen männlichenSelbswertgefühles.
 
  • #8
Nein, ich habe schon erfolgreiche Frauen gedatet. Was halt störte war die Tatsache, daß wir unsere Verabredungen um die Arbeitszeiten herum planen mussten. Die "alles dreht sich um mich-Attitüde" kann man auf der Arbeit gerne haben, aber privat muss ich das nicht mitmachen. Es wird nur allzugerne von Frauenseite von männlicher "Angst" gesprochen, wenn die berufliche engagierte Frau eine Erklärung braucht, warum sie im Privatleben scheitert. Der Grund muss
beim Mann liegen, alles andere würde die Ich-Bezogenheit stören.

Die Männer mit Geld orientieren sich eher in Richtung jünger, schlanker und mehr Freizeit, weil Geld als Merkmal bei einer Frau zweitrangig ist. Ob meine Freundin
nun Karriere macht oder nicht, ist mir egal.
 
  • #9
Hallo Sabine-Anne,
ich denke für viele Männer ist es eine schwierige Situation aus der erlenten Rolle des Beschützers und Ernährers heraus zu kommen. Wenn man(n) seinen gesellschaftlichen Wert über beruflichen Erfolg und Einkommen definiert und die attraktive Frau an "seiner" Seite Teil seines Erfolges ist, immer mit der Angst Sie zu verlieren, wenn der Erfolg nachlässt! Was ist Erfolg, was ist Augehöhe? Erfolg ist für mich sein Leben zu meistern und mit sich grundsätzlich im reinen zu sein. Augenhöhe heisst wir bewegen uns im gleichen intellektuellen Rahmen, wobei es durchaus Dominanz im ein oder anderen Themenbereich gibt. Finde ich aber gut weil man sich so prima ergänzen kann. Ich find beruflich erfolgreiche Frauen toll, in der Regel mussten Sie für das erreichte deutlich mehr investieren wie ein Mann.
[
Meine Erfahrung zeigt mir, dass zu große Unterschiede bei den Einkommensverhältnissen schnell zu Problemen führen - sei es bei der Urlaubsplanung, bei gemeinsamen Aktivitäten, wie Essen gehen o.ä..
Wie sieht das denn umgekehrt aus? Ich gehe mit einer Frau, die mir finanziell unterlegen ist zum Essen. Wie ist da die Erwartungshaltung der Frau? Oder lass uns mal fürne Woche nach Biarritz fahren? Wie ist da die Erwartungshaltung?
Alles nicht so einfach wenn nicht alle die erlenten Muster verlassen, gilt auch für Frauen. Eine selbstbewußte Frau kann selbstbewusst sagen "Ich lad Dich ein" solang nicht hinterher kommt "sonst werd ich in diesem Lokal nie essen gehen können."
Und ein selbstbewußter Mann kann sagen "Vielen Dank Liebling, Du bist sehr großzügig" ohne das Gefühl zu haben ausgehalten zu werden
Und "Was sagen die Leute nur dazu", wem das wichtig ist, der/die spielt dann doch intellektuell nicht in der ersten Liga :)
Also Sabine- Anne, such Deinen Mann nach dem Bankkonto aus, oder such Dir einen Mann, der zu Dir passt. Mit etwas Glück passt beides.
Viel Glück auf Deinem Weg
M 52
 
G

Gast

Gast
  • #10
So wie du schreibst, mangelt es nicht an Männern, die dich so annehmen würden, sondern du lehnst wohl die entsprechenden Männer ab, die an dir Interesse haben.

Mir als Mann würde es nichts ausmachen und wenn ich bei einer Aktivität nicht mitmachen könnte, weil das Geld nicht reichen sollte, wäre es für mich sicher weniger ein Problem als für dich.
Es gibt denke ich genug Männer, die deinen Status teilen und mit denen du genug gemeinsam hast und machen kannst.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Das hat nicht unbedingt was mit dem beruflichen Erfolg zu tun. Das kann auf alle Bereiche treffen. Das Problem liegt tiefer, nämlich in dem mangelndem Selbstwertgefühl und Minderwertigkeitsgefühlen solcher Männer.

Dann kommt es noch auf den Charakter an, wie ein solcher Mann darauf reagiert.

Schlimm wird es, wenn ein solcher Mann dann versucht, einen auf irgendeine Weise zu unterdrücken, um Macht zu erlangen. Ich könnte dir da Geschichten erzählen...

Ein solcher Mann wird nicht zum unterwürfigen Opfer. Er wird immer versuchen, die Oberhand zu gewinnen. Die Frage ist nur wie...
 
  • #12
Nein, Männer haben keine Angst vor erfolgreichen Frauen, es gibt welche, die wollen solche Frauen nicht. Das ist was anderes als Angst zu haben.

Gerade in der jüngeren Generation gibt es viele die sehr gut mit einer genauso erfolgreichen Partnerin leben können. Sie wollen garkeine erfolglose Partnerin, weil ihnen das in ihrem Umfeld peinlich ist.
Darüber hinaus sind sie klug genug zu wissen, dass es keine Garantie auf einen stromlinienförmigen Lebenslauf gibt, in dem es stetig aufwärts geht. Insbesondere wenn Familie geplant ist, unterstützen diese Männer ihre Frauen stark, oft arbeiten beide Teilzeit, machen beide "nur" mittlere Karrieren, statt einer 100% und der andere garnicht.

Die Männer, die keine erfolgeiche Frau wollen
- sind so selbstunsicher in ihrer Männlichkeit, sodass sie unbedingt das hierarchische Gefälle in der Partnerschaft brauchen oder
- wollen keine Partnerschaft, in denen sie aushandeln müssen, wie die Bedingungen des Miteinanders sind. Sie wollen die Vorgaben machen.

Die Diskussionen mit Frauen, die im Beruf selber was zustande bringen können bei Meinungsverschiedenheiten im Privatleben für einen Mann unerfreulich sein. Das kenne ich von mir selber. Mich muss man richtig überzeugen, denn ich komme ja nicht leichtfertig zu irgendeiner Meinung. Ich bin auch trainiert darin, am Ball zu bleiben und bei Gegenwind nicht klein beizugeben.
Der Mann braucht bessere Argumente als meine. Manche Gespräche mit mir ähneln Vertragsverhandlungen - weiß ich.
Mich stört es bei einem Mann nicht wenn er sich so verhält, ist mit lieber als heiße Luft mit nichts dahinter. Ich lasse ihn reden, höre ihm zu, denke nach und dann kommt die Antwort.
Männer die so mit einer Frau nicht interagieren können und nicht wollen sind für mich uninteressant. Ich bin für sie im Gegenzug eine unerträgliche Nervensäge. Damit kann ich sehr gut leben und muss mir nicht einreden, dass sie vor mir Angst haben. Es wäre mir peinlich und würde mein Selbstbild schwer beschädigen, wenn jemand vor mir Angst hätte.

Wenn Du immer nur auf Männer der Kategorie 2 triffst und über 30 bist, wird es schwierig unter den verbleibenden Männern noch einen zu finden, mit dem Du eine Partnerschaft auf Augenhöhe führen kannst. Du musst ein für Dich gangbares Beziehungsmodell suchen (Affäre ohne gemeinsames Erscheinen in der Öffentlichkeit) oder verzichten.
 
G

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  • #13
Nein auch da hat sich was grundlegend geändert in den letzten Jahren. Im Zuge der Emanzipation gibt es nun für erfolgreiche Frauen, meist wie die Männer ü 40. Es ist der Typ Schönling aber pleite gerne so um die 10 Jahre jünger, der sich gegen freie Kost und Logie als Vorzeigetrophäe anbietet und auch gerne genommen wird. Selbstverständlich spielen dann rein argumentativ Äußerlichkeiten und Alter keine Rolle... Der Markt regelt eben auch hier Angebot und Nachfrage. Das ist für Männer "auf Augenhöhe" durchaus angsteinflößend.
 
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  • #14
Als Frau über 30 J. sage ich dazu, dass ich aktuell nur Paare kenne, die entweder FINANZIELL auf dem gleichen Level sind oder der Mann verdient deutlich besser- andersherum ist mir kein Fall bekannt. Zum Thema Reisen- ich würde ich Schwierigkeiten damit haben, wenn mein Partner viel mehr verdient und mit mir Fernreisen unternehmen will, die ich mir nicht leisten kann. Da muss er mir schon finanziell unter die Arme greifen oder auf meinem Niveau mitreisen.
BILDUNGSMÄSSIG habe ich oft den Eindruck, dass Single-Männer ab einem gewissen Alter nach unten heiraten, weil sie Angst haben alleine zu bleiben- dann aber in der Ehe unglücklich werden, weil das entsprechende Pendant fehlt und die Gesprächsthemen ausgehen. Natürlich lassen sie sich von der weniger gebildeten Frau umgarnen und fallen auf sie rein. Männer unter 30 J. lassen sich nur vom Aussehen blenden.
Erst in der 2. Ehe/Beziehung verlieben sie sich die inzwischen älteren Männer in Frauen, die gleichermaßen gebildet sind und ihr eigenes Geld verdienen. Die Männer wollen eben diese Versorgerrolle dann nicht mehr, da sie draus gelernt haben. Allerdinsg sind die meisten zu feige, sich dann mit allen Konsequenzen neu zu orientieren Hier häufig zu lesen.
Ich denke, dass nur junge Männer sich unterlegen fühlen, wenn die Frau mehr verdient.
 
  • #15
Eine hohe berufliche Position wird bei Frauen oft mit Eigenschaften wie Dominanz, Aggression und Härte verbunden. Unterschwellig unterstellen ihr Männer UND Frauen, dass sie nur aufgrund dieser Eigenschaften an ihre prestigeträchtige Position gekommen ist und dass sie diese auch privat nicht ablegen kann. Allerdings stehen gerade erfolgreiche Männer häufig auf Frauen, die diese Eigenschaften eben nicht aufweisen und auch beruflich nicht so weit gekommen sind. Das bedeutet nicht, dass sie eine sexy Friseuse oder Verkäuferin zur Partnerin haben wollen, die meisten legen bei der Frau durchaus Wert auf Intelligenz und Bildung in einer festen Beziehung. Aber nun mal nicht auf Karriere und hohes Einkommen. Ich kenne einige gut verdienende, erfolgreiche Männer, die bei Beratungen, Autokonzernen oder bekannten Forschungseinrichtungen arbeiten- viele haben z.B. eine hübsche und clevere, aber mäßig erfolgreiche Geisteswissenschaftlerin an ihrer Seite, die wahrscheinlich keine große Karriere machen wird. Aber offenbar ziehen viele erfolgreiche Männer solche Frauen einer Karrierefrau vor.
 
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  • #16
Genau dieses Thema hatte ich diese Woche mit einem sehr erfolgreichen Mann, der mir gesteckt hat, dass sehr sehr viele Männer (Minimum 90%) Angst vor Frauen haben. Schlichtweg weil sie Angst vor Ablehnung vor einer besondern schönen oder erfolgreichen Frau haben.

Gerade in Deutschland sind Männer sehr ängstlich vor Frauen, das macht sich dadurch bemerkbar, dass viele Männer Frauen respektlos behandeln, Distanz suchen, und versuchen ihre Moralsätze zu brechen (Sexualität/Schlampe, Beruf/verbohrte Chefin, Hausfrau/unterlegen/doof, was auch immer).

Ist übrigens ein Relikt des Christentums. Wenn man das weiß, muss man sich nicht weiter drüber aufregen...
 
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  • #17
Also ich kenne einen Mann, der solche Frauen anziehend findet und ja, er möchte zu einer Frau aufschauen und auch im Bett den devoteren Part übernehmen. Ich glaube, es gibt recht viele Männer, die so empfinden. Das mit der "Augenhöhe" wird am schwierigsten zu finden sein, vermute ich mal.
 
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  • #18
Erfolgreiche Frauen sind nicht angsteinflößend. Es kommt eher auf die Definition von Erfolg an.
Häufig überschätzen Frauen (wie Männer) aber ihren Erfolg einfach unverhältnismäßig.
Beispiel: Auch angefeuert durch die ganzen vermeintlichen Normen in der Gesellschaft glaubt jede Ärztin eben, dass sie quasi Nobelpreisträgerin ist. Dass der Dr.med. einfacher erworben wird als eine andere Promotion wird dabei galant ignoriert bzw. sich nicht eingestanden.
Das ist dann eher unsexy denn angsteinflößend.
 
  • #19
Ist denke ich von Mann zu Mann unterschiedlich.

Ich fand schon immer intelligente, selbstbewusste Frauen sehr anziehend. Hatte mit 28 eine vierzehnjahre ältere Freundin, die auch mehr verdient hat als ich. Aber vom Intellekt her waren wir uns ebenbürtig und so hat sie mich auch wahrgenommen. Als Partner auf Augenhöhe.

Aber sicher haben es erfolgreiche Frauen bei vielen Männern schwer, da sie als "nicht-familien-kompatibel" gesehen werden. Soll heißen: Viele Männer denken mit solchen Frauen kann man keine Familie gründen.
 
  • #20
Liebe Sabine,
ich teile dieses Problem. Ich bin beruflich wohl auch jemand, die man als Karrierefrau bezeichnet und verfüge ebenfalls über ein entsprechendes Einkommen. Letztes Jahr habe ich einen Mann kennengelernt, der mir gegenüber immer geäußert hat, dass er sehr stolz darauf ist, wie weit ich es gebracht habe. Dieser Mann hatte ein etwas besseres Einkommen als ich. Seine Äußerungen waren dann noch, er suche eine Frau auf Augenhöhe. Aha, dachte ich mir - wir werden sehen ob er auch mit einer Frau auf Augenhöhe klarkommt. Bitte versteh mich nicht falsch - ich war sehr verliebt in diesen Mann und habe auch sehr viel in die Beziehung investiert. Aber letztlich musste ich (leider) den Schlussstrich ziehen und die Beziehung beenden. Er war geistig auf Augenhöhe, hatte aber keine Sozialkompetenz (zumindest mir gegenüber). Ich hab immer alles alleine machen müssen, er war nie für mich da. Bei allen anderen - und dabei ist es egal ob Familie, Freunde oder Ex-Freundinnen - da war er immer Gewehr bei Fuß und hat mit Tatkraft unterstützt wo er nur konnte. Ich sage heute zu so einer Partnerschaft: nein, danke. Da bleibe ich doch lieber allein.
 
G

Gast

Gast
  • #21
Ich muss zugeben, dass ich Dein Problem nicht verstehe...

Es ist schon verzwickt, denn ich suche einen Partner auf Augenhöhe - in jedweder Hinsicht. Meine Erfahrung zeigt mir, dass zu große Unterschiede bei den Einkommensverhältnissen schnell zu Problemen führen - sei es bei der Urlaubsplanung, bei gemeinsamen Aktivitäten, wie Essen gehen o.ä.

Du suchst einen Partner auf Augenhöhe. In deinem Posting schreibst Du aber über Mäner, die weniger verdienen und/aber mit Dir zusammen sein wollen. Also sie haben keine Angst. Die ein Problem haben, sind nicht erfolgreich und verdienen weniger - ein Problem für Dich.

Triffst Du Männer die ähnlich erfolgreich sind wie Du und wollen sie Dich? Das ist die Frage. Warum stehen solche Mäner nicht auf Dich?

Such nicht nach elementaren Hypothesen warum Du keinen passenden Mann findest. In meinem Freundeskreis haben fast alle Ihre Partner relativ früh kennengelernt, als wir noch studiert haben oder erste Schritte im Berufsleben gemacht haben. Keiner war damals "erfolgreich"...
 
G

Gast

Gast
  • #22
Meine Erfahrungen sind wie Deine. Ich sollte immer unter meinen Partnern sein, bei dem einen bildungsmäßig, beim anderen karriere- und geldmäßig. Das führte zu unschönen Szenen, obwohl der letzte mich geliebt hat und ich ihn.

Das Blöde ist, wie hier auch schon geschrieben wurde, dass Männer, die für Dich augenhöhenbezüglich in Frage kämen, die ganze Bandbreite zum "nach unten" daten haben. Beruflicher Erfolg der Frau kommt nicht so weit vorn auf der Liste der Kriterien. Bei meinem Ex war das überhaupt nicht interessant, was dazu führte, dass er meine Ambitionen nicht verstand und auch versuchte zu blockieren.

Eine selbstbewußte Frau kann selbstbewusst sagen "Ich lad Dich ein" solang nicht hinterher kommt "sonst werd ich in diesem Lokal nie essen gehen können."
Und ein selbstbewußter Mann kann sagen "Vielen Dank Liebling, Du bist sehr großzügig" ohne das Gefühl zu haben ausgehalten zu werden
Und "Was sagen die Leute nur dazu", wem das wichtig ist, der/die spielt dann doch intellektuell nicht in der ersten Liga
Möchte ich unterstreichen. Wäre mit meinen Expartnern niemals möglich gewesen.

Letztes Jahr habe ich einen Mann kennengelernt, der mir gegenüber immer geäußert hat, dass er sehr stolz darauf ist, wie weit ich es gebracht habe.
Urks, schon dieser Satz wäre für mich ein k.o.-Kriterium. Wundert mich nicht, dass das nicht funktioniert hat.
 
  • #23
Ob das, was Du meinst, etwas mit Angst zu tun hat, kann ich Dir nicht schlüssig beantworten. Jedenfalls stößt es mich ab, wenn Frau ihr "erfolgreich sein" wie einen Pokal vor sich herträgt und stets betont, wie stark sie ist und wie wichtig es ihr sei, als starke Frau anerkannt zu werden.

Wenn jemand das Erfolgreichsein wie einen Pokal vor sich her trägt, find ich das generell abstossend.
Ansonsten ist es eine Frage des gesunden Selbstwertes würde ich sagen, und hat wenig mit einer bestimmten Position des Partners zu tun.
 
G

Gast

Gast
  • #24
mit mittlerem Schulabschluss und ohne Studium einschränkst und da keine nicht vorhandene "Augenhöhe" akzeptieren kannst. Ich hatte dieses "Problem" auch schon mit ein paar Frauen, die z. B. mit FH-Abschluss explizit Wert auf "Augenhöhe" legten, die ich nicht erfüllen kann.

Das kommt darauf an, welche Männer gemeint sind.

Habe ich das richtig verstanden, dass die FS einen Realschulabschluß hat und Ars_Vivendi nicht einmal einen FH-Abschluß und beide sich hier darüber austauschen, ob
Kandidaten/innen für sie auf Augenhöhe, sprich gut genug sind?

Das habe ich doch sicher falsch verstanden. Das sprengt jetzt echt mein Vorstellungsvermögen, dass eine Frau mit Realschulabschluß hier so etwas zum Besten gibt und Ars_Vivendi uns regelmäßig hier im Forum mit seinen ausgesuchten Ratschlägen erfreut und nicht einmal einen FH-Abschluß hat?!?

Solle das so sein und im Falle, dass ich dies nicht falsch verstanden habe, möchte ich diesen beiden "elitären" Mitgliedern nahelegen einmal runterzukommen und sich klar zu machen, dass Bescheidenheit auch eine Zier ist.

Ich hatte bereits einige Jahre eine Beziehung mit einem Handwerksmeister, der im Vergleich zu mir ungebildet und ein Hungerleider war. Ich bin Akademikerin, Vermögensmillionärin und alleinige Geschäftsführerin einer größeren Firma, weiß aber genau, dass die Luft oben sehr dünn ist und ein Mann, der in meiner Bildungs- und Vermögensliga spielt, sich eine bildschöne zwanzig Jahre jüngere Frau nimmt und nicht die Frau auf Augenhöhe, das ist so!
Der Marktwert einer Frau richtet sich hauptsächlich nach Jugend und Schönheit, nicht nach Bildung und Status, das ist nur Beiwerk.

Wäre ich ein Mann, dann wäre mein Marktwert geradezu astronomisch, aber als Frau sieht das ganz anders aus, das wird die FS auch noch merken. Wenn man nicht jung und schön ist, dann kann man sich hinter Friseuse Susi anstellen oder bekommt die Loser und Goldgräber ab.

Das ist bei Männern keine Angst, sondern die haben völlig andere Suchraster als Frauen oder hat jemals jemand einen Chefarzt gesehen, der für die gleichaltrige Kollegin seine junge, schöne, aber ungebildete Frau verläßt? Nein, hat kaum jemand, das läuft nämlich anders herum, weil Männer schw...gesteuert sind auch wenn sie das ständig bestreiten.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #25
Die Diskussionen mit Frauen, die im Beruf selber was zustande bringen können bei Meinungsverschiedenheiten im Privatleben für einen Mann unerfreulich sein. ---
Der Mann braucht bessere Argumente als meine. Manche Gespräche mit mir ähneln Vertragsverhandlungen - weiß ich.

Das umschreibt die Situation gut, die ich als Mann nicht haben möchte. Mit der gerne dafür benutzten Umschreibung "Angst" hat das in der Tat wenig zu tun. Ich will schlicht keine "Vertragsverhandlungen" führen. Mag sein, dass eine Reihe von Männern das nicht stört, wie sie hier schreiben, mich würde es stören. Ich für mich möchte "Augenhöhe", aber keine Frau, die deutlich "erfolgreicher" ist. "Vertragsverhandlungen" bin ich auch beruflich eher aus dem Weg gegangen und habe Positionen, in denen es um "Ellbogen auspacken" geht, gemieden. Es gibt elegantere Wege. Warum sollte ich mir das privat dann antun? Eine Frau, die sich beruflich auf die Art "hochgekämpft" hat, um was zustande zu bringen", ist vom Typ her so, dass sie sich auch privat entsprechend verhält.

Grundsätzlich ist das für mich daher eher eine Charakterfrage als eine Frage der Position. Und "beruflich erfolgreicher" definiert jeder anders, letztlich logischerweise abhängig von der eigenen Position. Bei mir geht es dann um Frauen, die z. B. in einer größeren Firma in der operativen Geschäftsführung oder einer entsprechenden Ebene sitzen, die "Ellbogenmentalität" erfordert, weniger die Ärztin mit eigener Praxis oder Chefärztin,die Personalleiterin in einem mittleren Unternehmen oder die Abteilungsleiterin in einer Bank oder Versicherung. Ich vermute aber, dass die FS ihr "beruflich erfolgreich" anders definiert als ich. Um Verdienst geht es da für mich weniger.
 
  • #26
Ich könnte mich beinahe totlachen, wenn ich das hier lese.

Stichworte: weibliche Hypergamie... und als Mann: was will ich mit einer egoistischen Karrierefrau, zumal ich weiß, dass die meisten sich ihre "Karriere" eh nur einbilden oder im politiknahen Bereich direkt oder indirekt Quotendenken zu verdanken haben?
 
G

Gast

Gast
  • #27
Daß in "beruflich erfolgreichen" Kreisen auch nicht immer das Vermögen einer Frau (haben sie selber) als auschlaggebendes Kriterium an erster Stelle steht, sondern eher andere Ansprüche zu finden sind, muß ich sicher nicht erwähnen - kannst Du da auch mithalten?

In Bezug auf Bildung kann die FS bei vielen Männern nicht mithalten (laut Profil mittlerer Schulabschluss und vermutlich eine Ausbildung hinterher). Ob es geschickt ist, "Augenhöhe" rein am Einkommen festzumachen, wage ich zu bezweifeln. Frauen definieren sich nach meiner Erfahrung auch dann schon als "beruflich erfolgreich", wenn viele Männer das noch nicht wirklich so sehen. Die beruflich erfolgreiche Frau kann als "leitende Angestelle" Abteilungsleiterin im Supermarkt sein oder sich aber im Industrieunternehmen ohne Studium "hochgekämpft" haben (mit entsprechendem Charakter?). Wer sich über sein Einkommen als "beruflich erfolgreich" definiert, sollte dann im sechsstelligen Bereich liegen. "Geldadel" ist eine eigene Kategorie, für mich gehört dann eher auch ein entsprechendes Bildungsniveau dazu, sonst mag die Frau "erfolgreich" sein, passt aber trotzdem nicht.

m, 46
 
G

Gast

Gast
  • #28
Hier wird wieder mal Erfolg mit Einkommen und Augenhöhe gleichgesetzt.

Schon toll was manche Frauen für Ansprüche habe. Aber wie hieß es schon von hundert Jahren:
Liebe vergeht - Hektar besteht.
Ein rechtzeitiger Blick ins Grundbuchamt erspart spätere Enttäuschungen.

Wehe wenn die Männer das machen würden.
 
  • #29
solange der berufliche erfolg nicht das einzige Kriterium ist mit der die Dame punkten will ist der berufliche erfolg ein nettes "Beiwerk" aber kein Auswahlkriterium.. das kannst du hier in jedem Thread nachlesen der hier über da Thema gepostet wird.
Es gab mal einen netten Artikel der Huffignton Post der schrieb das 80% der Männer sich vorstellen könnten eine finanziell erfolglosere Partnerin zu haben wenn sie anderen Kompetenzen besitzt , aber nur 17% der erfolgreichen Frauen konnten sich vorstellen einen finanziell schwächeren Partner zu haben. D.h. die Jungs haben keine Angst, sie haben die Auswahl.. und wenn der Herr sich zwischen 2 Frauen entscheiden muss wird er immer die Jüngere und besser Aussehende nehmen.. mag jetzt nicht jedem passen und es gibt sicher Ausnahmen, aber die Regel bleibt es trotzdem .
 
  • #30
Nein, Männer haben ganz bestimmt keine Angst vor erfolgreichen Frauen. Erfolg, Intelligenz und Ähnliches sind nur sehr selten überhaupt ein Kriterium bei der Partnerinnensuche.
Männer wollen eine Frau, die attraktiv und anschmiegsam ist, die Zeit für Gemeinsamkeiten hat, die nicht zu selten zu Hause ist, die es ihnen gemütlich macht und / oder etwas mit ihnen gemeinsam unternimmt, die kochen kann, die nicht zu müde zum Sex ist ...
und das kann ich ihnen nicht mal verdenken.
 
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