• #61
Es ist bekannt...
Haben diese Männer noch Lust auf Sex oder nicht?
Gibt es folgende Situationen? ...? ...?
Hallo Matrjoshka, meine Beziehung vor gut sechs Jahren ist daran gescheitert, dass ich im Bett keine Erektion bekommen konnte und meine Freundin hat mich damals deswegen verlassen. Was war passiert? Ich wollte sie wie ein Mann eine Frau nur wollen kann... doch die ersten gemeinsamen Nächte verliefen anders als Situationen, die Du beschreibst: Ich wollte Sex und sie nicht! Sprich, ich lag mit Dauererektionen mit ihr im Bett und wir haben nur gekuschelt. Irgendwann hat es bei mir nachgelassen (vielleicht zieht sich "unbefriedigte Lust" zurück, ich weiß es nicht). Sie hat später die Initiative im Bett ergriffen, aber da war ich zu aufgeregt und konnte keine Erektion bekommen. Nach der Trennung ging bei mir gar nichts, nicht mal morgendliche Erektionen, vielleicht war ich depressiv. Ich war etwa zwei Monate lang schlapp, tote Hose.
Hier fiel ja die Frage, warum gehen die Männer nicht zum Arzt... Angenommen, der Arzt verschreibt einem ein "Potenzmittel" - wann soll denn dieses Mittel eingenommen werden? Wann will die sogenannte Freundin Lust auf Sex? Man muss die Einnahme mit der Freundin abstimmen - ist das realistisch?
Ich bin nicht zum Arzt gegangen, ich habe mich nach und nach erholt, und bin zu Frauen gegangen, die sexuelle Dienste für Geld anbieten. Und ich habe mit vielen dieser Frauen Sex gehabt... ja, es hat mir am Anfang Überwindung gekostet, aber wenn man verlassen wurde, ist das irgendwie egal.
Trotzdem ist nach der Trennung alles anders. Das Problem ist nicht die Angst, im Bett noch mal im zu versagen. Ich behaupte mal, diese Angst gibt es nicht. Es ist eher die Angst, wenn man mal nicht funktioniert, deswegen verlassen zu werden. Das ist einer der Gründe, warum ich bis heute alleine bin.
 
  • #62
Alex, vor langen Jahren ging es mir auch mal so. Eine Frau meinte, mich lange, sehr lange, zu lange hinhalten zu müssen. Als sie dann endlich wollte, war es mir vergangen und nichts ging mehr. Das hat aber mit Impotenz wenig bis gar nichts zu tun, auch wenn diese Frau das wahrscheinlich auch so berichten würde. Die ganzen Details sind für die Öffentlichkeit unwichtig. Ich schreibe Dir das nur, damit Du nicht auf ungute Gedanken kommst. Potenz fängt im Kopf an, was eben für etliche Männer auch bedeuten kann, dass es mit der nicht wirklich passenden Frau schlichtweg nicht "geht". Aus der Beratungspraxis sind mir zahlreiche ähnlich gelagerte Fälle bekannt, auch solche, in denen vergleichsweise unerfahrene oder egoistische Frauen "Erwartungen" erkennen ließen und damit Leistungsdruck schufen. Dergleichen hat mit "Liebe" genau gar nichts zu tun.
 
  • #63
Solche Männer masturbieren heimlich, meist auf Pornos und wenn dann der Realsex vor der Türe steht, sind sie unfähige Anfänger

Das ist doch Unsinn. Ich kenne keinen Mann, der keine Pornos guckt und kann mir nicht vorstellen, dass es einen gibt, der nicht mastubiert.

Deswegen bekommt man davon noch lange keine Erektionsstörungen und blind wird man davon auch nicht.

Ist doch völlig normal ? Nicht normal finde ich es, als Frau in Pornodarstellern oder Masturbation Konkurrenz zu sehen...

Hingegen könnte ich mir gut vorstellen, dass ein Mann Erektionsstörungenen bekommt, wenn seine Freundin eine Einstellung wie die deine an den Tag legt, mit der sie versucht, für völlig normale Dinge ein schlechtes Gewissen einzureden und ihm damit sinnlos Druck macht.
 
  • #64
Das ist doch Unsinn. Ich kenne keinen Mann, der keine Pornos guckt und kann mir nicht vorstellen, dass es einen gibt, der nicht mastubiert.
Da gebe ich dir völlig Recht. Das ist Unsinn. Auch wenn ich auf Pornos wenig Lust habe, da ich als Teenager reichlich davon konsumiert habe, wenn sich die Gelegenheit ergab. Wir hatten noch kein Internet oder Smartphones.
Und errektionsstörungen bekommt man davon auch nicht soviel ich weiß. Ok, wenn sich jemand Quasi davon ernährt, kann das sicher mit der Zeit Kraftraubend sein, aber im Normalfall......
 
  • #65
Ist doch völlig normal ? Nicht normal finde ich es, als Frau in Pornodarstellern oder Masturbation Konkurrenz zu sehen...

Hingegen könnte ich mir gut vorstellen, dass ein Mann Erektionsstörungenen bekommt, wenn seine Freundin eine Einstellung wie die deine an den Tag legt, mit der sie versucht, für völlig normale Dinge ein schlechtes Gewissen einzureden und ihm damit sinnlos Druck macht.

Das stimmt nicht.

Was ein Mensch (w/m) sexuell erregend findet, kann man sich antrainieren.
Wenn ein Mann sich über 100 Pornofilmchen antrainiert, beim Anschauen von künstlichen Körpern bei einer bestimmten Praktik und einer besonderen Handbewegung zum sexuellen Höhepunkt zu kommen, dann funktioniert für ihn Sex in dieser Kombination.

Bei anderen Kombinationen von Handbewegungen und visuellen Reizen kann es für ihn dann schwieriger werden, den Höhepunkt zu erreichen.
 
  • #67
Vielleicht ist es bei triebgesteuerten Männern so, dass sie, bei Erektionsproblemen, keine Lust auf Sex haben.

Generell würde ich diese Unlust jedoch nicht auf Erektionsprobleme zurückführen, aber da kann jeder nur für sich sprechen.

Alles andere wäre reine Mutmaßung.

Schon in jungen Jahren musste ich mich auf eine Frau einstellen- und sie fühlen können, damit es zur Erektion kam.

Da waren auch mal drei Anläufe nötig und doch hatte ich Lust auf Sex.

Statt mich auf Erektionsprobleme zu berufen, sagte ich dann, dass er seinen eigenen Kopf hat.

Die Partnerin hatte eher ein Problem damit und so kamen dann die Selbstzweifel bei ihr.

Diese konnte ich aber immer gut beseitigen.

Es kommt auf die Einstellung zum Sex an und für mich hat Sex nichts mit Geschlechtsverkehr zu tun.

Vermutlich liegt es daran, dass ich nicht triebgesteuert bin und dass ich es liebe, meine Partnerin (sofern vorhanden), ihren Körper und ihre Reaktionen zu genießen.

Gibt es etwas Schöneres, als dieses Verlangen zu spüren?

Es kann auch schön sein, auf den eigenen Höhepunkt zu verzichten, denn dann hält dieses Kribbeln- und Verlangen an.

Mir ist es aber auch oft passiert, dass ich, ohne Erektion einen Höhepunkt erreichte.

Für mich ist die Erektion zweitrangig, aber die Frau muss damit umgehen können.
 
  • #68
Ich glaube, dass kein direkter Zusammenhang zwischen Erektionsproblemen und mangelnder Lust besteht.
Es kann auch genau umgekehrt sein: innere Ablehnung führt zu körperlicher Dysfunktion. Erst recht, wenn die Frau die Sache dann noch weiter in die falsche Richtung eskaliert. Etwa, indem sie ihm rät, sich gesünder zu ernähren oder mehr Sport zu treiben, und es ihr überhaupt nicht in den Sinn kommt, daß der vorausgehende Streit bzw. der noch schwelende Groll dem Mann die Lust auf sie verdorben hat. Und wenn dann erst einmal das „mal sehen, ob er heute kann” Gesicht Einzug ins Schlafzimmer gehalten hat, ist eigentlich Hopfen und Malz verloren.
 
  • #69
Generell ist es doch gut, wenn die Partnerin Vorschläge unterbreitet, das zeugt doch von Interesse.

Sie sollten lediglich nicht vorwurfsvoll ausgedrückt werden.

Traurig finde ich jedoch, dass eine Beziehung, an den Erektionsproblemen des Mannes, scheitert.

Ebenso traurig fände ich es, wenn er ein Problem damit hätte, dass sich ihr Körper verändert und der Busen nicht mehr jugendlich straff ist.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #70
Meine Laienhafte Vorstellung über dieses Thema ist folgende: Wenn wirklich eine Erektionsstörung vorliegt, funktioniert im Körper etwas nicht richtig oder nicht wie früher. Da sollte man doch herausfinden warum und was ist die Ursache und warum ist es so. Entweder besteht eine Hormonelle Störung vor oder der Zuckerspiegel ist zu hoch oder man hat Rückenschmerzen, Herzrhythmusstörungen und ähnliches. Es bringt doch nichts das Problem tot zu schweigen und zu Rätzeln, ob er nun wirklich nicht kann oder nur so tut als ob. Letztendlich braucht kein Mann eine Frau um eine Erektion zu bekommen oder? Das müsste eigentlich auch so funktionieren.
Hätte ich einen Mann mit Erektionsstörung, würde ich ihn zwingen zum Arzt zu gehen und sich untersuchen zu lassen. Es können wirklich ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken. Wie zum Beispiel Diabetes und die Folgen einer unbehandelten Diabeteserkrankung kann sehr schlimm sein wie zum Beispiel enorme Reizbarkeit, Vergesslichkeit und sogar Demenz usw.
 
  • #71
Traurig finde ich jedoch, dass eine Beziehung, an den Erektionsproblemen des Mannes, scheitert.

Sehe ich auch so und würde ganz sicher eine sonst liebevolle Beziehung nicht beenden und einen tollen Mann wegen sowas verlassen. Von der Penetration mache ich es nicht abhängig, ob ich körperlich glücklich bin. Mein Partner müsste sich bei mir weder ein enttäuschtes Gesicht angucken, noch würde ich ihn in Therapie schleppen bzw. schicken und was ich schon mal auf gar keinem Fall will ist, dass er sich mit irgendwelchen Pillen vergiftet oder sich sonstwie verrenken muss. Dafür ist mir die Penetration nicht wichtig genug und ich genieße alles andere viel mehr, da ich ja ohnehin nur mit jemandem körperlich werden kann, für den ich tiefe Gefühle habe. Allerdings habe ich zugegebenermaßen kein grenzenloses Selbstbewusstsein, was diesen Bereich angeht und würde das vermutlich eher so sehen, dass er mich nicht begehrt, bevor ich den Grund bei ihm suche. Ich weiß aber ehrlicherweise nicht, wie er mich davon überzeugen könnte, dass es nicht an mir liegt. Selbst wenn er sonst alles tut und wir eine sonst schöne Nähe miteinander haben. Das müsste ich dann aber auch irgendwie unterdrücken denn falls er Errektionsstörungen hat würde ihn das wiederum auch unter Druck setzen und das wäre mir eben wichtig, dass dies zu keinem Zeitpunkt passiert.
 
  • #72
Natürlich ist es sinnvoll, die gesundheitlichen Fragen zu klären!

Generell sage ich weiterhin, dass eine Erektionsstörung nichts mit sexueller Unlust zu tun hat.

Die Paare sollten ganz offen darüber sprechen und sich gegenseitig zeigen, dass sie einander begehren.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass sich die Sexualität der meisten Menschen nicht nur auf den eigentlichen Akt bezieht.
 
  • #73
Sehe ich auch so und würde ganz sicher eine sonst liebevolle Beziehung nicht beenden und einen tollen Mann wegen sowas verlassen.
Ich glaube das muss die Beziehung aber schon sehr liebevoll sein, oder Leev Kind?
Nein im Ernst ich stell mir das auch sehr schwierig vor. Ersteinmal für den Mann aber auch für die Frau welche wie du von dir selbst auch sagst, sich das erst mal auf die eigene Fahne pinselt.
Ich bin zum Glück bis heute davon verschont geblieben aber wenn es bei mir dann irgendwann soweit ist ( ich hab Angst), dann braucht mich auch keine Frau zum Arzt zu jagen wie @Toi et moi dies so schön formulierte. Ich würde alles tun was nötig und Gesundheitlich vertretbar ist um dagegen zu wirken. Sicher ist eine Frau wie du mit deiner Einstellung für jeden betroffenen Mann ein Sechser, aber auch der Mann muss dann soviel vertrauen haben und überzeugt davon sein das eine Frau so denkt wie du. Dann meine Liebe, kann das funktionieren. Man(n) hat ja noch mehr Gliedmassen als das eine.
Aber ich stelle mir das schon sehr hart vor.
m46
 
  • #74
Tja. Ich (eingeschränkte Potenz in Folge einer Prostata-Entfernung) habe das (un)glück an eine Frau mit sehr ambivalenter Haltung zum Thema Sex geraten zu sein.

Sie will sich sexuell nicht mehr "ausnutzen", sprich ganz schnell Mal durch bumsen, lassen. Tatsächlich macht es mir sehr viel Spaß zu geben, sprich langes kraulen, massieren ... ohne, dass unbedingt etwas zurück kommt.

Dies entspannt mich dann wieder herum so, dass es irgendwann dann doch für eine Penetration reicht und sie dies tatsächlich auch will.
 
  • #75
Ich selbst hatte fast ein Jahr Erektionsstörung. (Ich gut über 60, meine Frau ein paar Jahre jünger.
Wir hatten mehr als 40 Jahre ein ein sehr gutes Sexualleben. Und dann diese neue Erfahrung. Meine Frau hatte beim Sex seit Beginn unsere Ehe fast immer zwei Orgasmen. Bei dem ersten habe ich sie immer klitoral zum Orgasmus gebrach, und kurz darauf sind wir beide durch Penetration gekommen. Somit haben wir einfach den zweiten Teil ausgelassen. Ich konnte damit sehr gut leben. Ich liebe meine Frau immer noch, und für mich war es wichtig, dass sie regelmäßig ihren Orgasmus bekommt.
 
  • #76
Ich bin 30Jahre und Impotent und kann sagen das ich Lust auf Sex habe. Und das obwohl mein Penis nicht richtig hart wird und ich vorzeitig ejakuliere. Habe vergeblich kondome und cremes getestet und auch tabletten vom Arzt brachten bei mir nichts. Bis ich ca. 22 jahre alt war hatte ich grundsätzlich das Gefühl meiner Partnerin nicht zu reichen. Zu wissen das sie normalen Sex hatte und ich dagegen schon nach sekunden komme. Zu Wissen das sie schon Männer hatte die teilweise untenrum mehr als doppelt so gut ausgestattet waren wie ich. Zu Wissen das sie mich kaum bis garnicht spürt. Und selbst aber genau das gegenteil sein zu wollen. Gutbestückt und Ausdauernd. Weil man denkt dass das jede will. Mit 22 Jahren habe ich dann begriffen dass das halt nicht so ist und habe angefangen mich zu akzeptieren wie ich bin. Bin offener geworden und auch meine devote seite habe ich entdeckt. Jeden Punkt den ich mal negativ oder kränkend empfunden habe, war plötzlich nur noch ein erregender Gedanke. Auch meine bi neigung habe ich entdeckt und lebe sie mittlerweile frei aus. Also jeder der solche ,,Probleme" hat sollte sich zu Herzen nehmen das das Gebiet der Erotik sehr breit gefächert ist. Erst die akzeptanz dann die selbstfindung.

Ich staune auch! Habe aber nun auch mit noch keinem ü50-Mann Sex gehabt und mit keinem, der Blutdrucksenker nimmt. Jetzt, um die 50, fangen allerdings einige Männer in meinem Umfeld an, Blutdrucksenker zu nehmen ... oh, das sind ja düstere Aussichten, sollte ich in Zukunft doch noch mal einen Partner haben! Hoffe daher, das ist nur ein Gerücht!

Einmal habe ich erlebt, dass ein Mann bei den ersten gemeinsamen Sexkontakten Probleme mit der Erektion hatte, später lief aber alles normal mit ihm. Das würde ich deshalb als normale Anlaufschwierigkeiten abbuchen und nicht als "Erektionsprobleme".


w51
 
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