• #61
Irgendjemand hat weiter oben geschrieben, dass Männer die intelligenten oder bildungsstarken Frauen nicht mögen würden. Das halte ich für eine Mär. Viele Männer, die selber gerne denken, möchten gerade solche Frauen. Ich kann mich gut an meine zweite Freundin erinnern: Sie sah wirklich gut aus, war ein sehr lieber Mensch, aber leider nicht sonderlich intelligent und Bildung war auch nicht sehr viel vorhanden. Das wurde schon nach recht kurzer Zeit langweilig und hat dann auch nicht gehalten. Eine für mich ganz frühe Erfahrung. Die meisten meiner Freunde haben auch nicht unbedingt eine dumme Freundin, manche aber schon. Es kommt immer darauf an, was man im anderen sucht.

Wenn ich mir aber die Ursprungsbeschreibung von Annabell anschaue, klingt das für mich äußerst anstrengend. Ich meine, die Frage, ob Männer "charakterstarke" oder mit anderen schwierige Eigenschaften umschreiben, dass sie anstrengend im Alltag sind, hat der durchschnittliche Mann sicherlich keine Angst davor. Das ist falsch. Er meidet diese Frauen, weil es sehr häufig nur eine Kaskade von nervenden Verantwortlichkeiten bedeutet, endlosen Diskussionen um Nichtigkeiten und Aktivitäten, die das Leben zur Hölle werden lässt. Ein einigermaßen schlauer Mann tut sich das schlicht nicht an. Außer die Frau hat irgendetwas, was man explizit sucht.

Ich finde sowieso die Formulierung "alle Männer" oder "alle Frauen" komplett fehlgeleitet. Obwohl Männer und Frauen für sich gesehen unterschiedlich ggü. dem anderen Geschlecht handeln, so ist es doch Tatsache, dass es extrem große Unterschiede im eigenen Geschlecht gibt. Das heißt für Annabell und zukünftige Damen, die wiederholt nachfragen, ob Männer für einem gewissen Typus Frauen Angst haben: Ja, es gibt Männer, die das haben. Es gibt andersherum Männer, die das nicht haben. Such dir die geeignete Gruppe für dich aus, dann ist alles gut. Wenn Du es nicht machst, selber schuld. Der Fehler/Erfolg liegt bei dir.
 
  • #62
Irgendjemand hat weiter oben geschrieben, dass Männer die intelligenten oder bildungsstarken Frauen nicht mögen würden. Das halte ich für eine Mär.

Ich auch. Das Problem hier ist die "Willensstärke" und diverse andere Kleinigkeiten, die auf eine Frau hindeuten, die immer Recht haben möchte. Bildung ist kein Problem, solange ich mindestens ebenbürtig bin, aber downdaten wird ja sowieso kaum eine Frau.
 
  • #63
Du vermengst beliebig Eigenschaften von Softies und Kerlen zu dem Bild deines Wunschmanns.

Diese widersprüchlichen Wünsche kommen deiner Beziehungsangst entgegen, denn so einen Mann gibt es nicht und daher stellt sich für dich keine Beziehungsfrage.

Selbstverständlich gibt es das. Selten. Sehr selten.

Da ich das wusste, war mir auch ziemlich klar, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit alleine bleiben würde. War ok für mich, viel besser als der falsche Partner.

Es kam anders, inzwischen bin ich aus Überzeugung und sehr gerne verheiratet mit dem absoluten Goldstück. Wobei er sich ganz klar und sehr schnell für mich entschieden hat, obwohl ich zwar charmant, aber eine Kratzbürste bin und dies auch nicht versteckt habe.

Es hat mich immer wieder erstaunt, dass viele präsentable Nicht-Weichei-Männer dieses ziemlich verrückte Frauenzimmer mit Haaren auf den Zähnen gut fanden. Weshalb der eine weibliche Stacheligel akzeptiert wird und der andere nicht, kann ich nicht beantworten. Bleibt wohl nur, cool zu bleiben und zu warten bis der Richtige um die Ecke kommt?
 
  • #64
Wenn ich Dich lese, sehe ich mich, wie ich vor ein paar Jahren war.
Die Vorredner, die dazu raten, weicher zu werden, die eigene Schwäche akzeptieren, lernen Hilfe anzunehmen, statt stets stark zu sein und selbst nur zu geben, genau DAS isses für Frauen, wie Dich und mich.

Ich vermute mal, innen drin, in Deiner Seele, bist Du femininer und zarter als sämtliche Frauen vom Typ Tussi da draussen zusammen.
Männer LIEBEN das. Unsere Zartheit. Empfindsamkeit. Wie weich wir uns anfühlen. Auch das Anschmiegsame, rosafarbene einer Frauenseele.


Zeige davon mehr. Es ist egal, was Du trägst, wie dick oder dünn Du bist - es geht um diese Weichheit.

Manche Männer sind sehr grob. Sie fühlen sich nicht. Deshalb behandeln einen manche so..na... "stumpf". Das kann sehr weh tun. Beim Einsteigen in.die S-Bahn hat mir einer in.meinem Alter, erst seinen Rucksack an die Wange geschleudert, dann mit seinen Arbeiterschuhen.auf den Fuß getreten und mich in.der Tür beim Einsteigen an.den Tür-Rahmen gequetscht. Als ich ihn angeschrien hab und (ich hatte RIESENkräfte in dem Moment) und zurückgerempelt habe, hieß es "Hysterische Tussi".

Das kann im übertragenen Sinne, bezogen.auf Gefühle zeigen, wertschätzende Kommunikation in der Partnerschaft auch passieren.

Ich hab sehr große Angst davor, mich einem Mann zu öffnen und der benimmt sich dann, wie die Axt im Walde.


Dennoch - wenn der andere bereit ist auch sein.Herz zu öffnen, ist das wunderschön.
Es lohnt sich, das Risiko einzugehen.

Und ein paar Männer mit Herz gibts ja. Haben ja nichtvalle einen Betonklumpen statt dessen.


Meine bisher größte Liebe habe ich in dem Moment getroffen, als ich begann, endlich weicher zu werden. Ich begann es zu geniessen, wie sie mir die Tür aufhalten und plötzlich ganz Gentleman sind. Das passiert automatisch, wenn die Frau in sich den.Schalter umlegt auf "weich, zart, voll Gefühl".

Vorher war ich eher so.eine, die hemdsärmelig dem.Mann die Tür aufhielt, und einen auf dicke Hose gemacht hat. In.den Bewegungen und auch intellektuell. Ich war auf Konfrontation.aus.

Du GUTEN Männer möchten aber eine Frau nicht bekämpfen. Das möchten nur Männer, die ein.ungelöstes Muttertjema oder sonstige Psychoproblemchen haben.Die guten Männer möchten eine Frau lieben.

Das geht nur, wenn wir sie auch lassen, es Ihnen gestatten.

Qi Gong hat das mit dem.Weichsein in Fluß gebracht bei mir. Du.kannst auch Feldenkrais ausprobieren. Oder Lomi-Lomi Massage. Alles, dass Fühlen und Genuß unterstützt ist gut.

Liebe Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #65
Und das beweisen auch zig Filme, wo aus einer ungeliebten Emanze die liebenswerte Frau hervorkommt , weil sie der Typ näher kennen lernt und sich von ihrem „harten Kern“ nicht beeindrucken lässt bzw. sich und sie nicht zu ernst nimmt.
Das sind aber nicht die Typen, auf die die FS zu stehen scheint, wenn sie "gute Männer" in Händen von "schlechten Frauen" sieht. Die haben ja keine Lust darauf, die Emanze zu erlösen. Von den Softies könnte sie ja welche haben, denke ich mal, also es ist nicht so, dass keiner auf sie stünde. Es sind immer nur die Falschen.

Weshalb der eine weibliche Stacheligel akzeptiert wird und der andere nicht, kann ich nicht beantworten.
Ich tippe drauf, dass es Dein Charme war, den Du erwähnt hast, und dass Du nicht auf einen Männertyp standst, den Du für die männliche Ausgabe in stärker von Dir selbst hieltest.
Kratzbürstig sind ja auch die zickigen Frauen, für die sich Männer richtig ins Zeug legen. Ich glaube, es liegt eben daran, was als weiblich empfunden wird. Die "weibliche Zicke" ist anziehend, die Frau, die mit Männern konkurriert, ist es nicht bzw. nur für Männer, die mit ihrer Männlichkeit ein Problem haben und wie "Softies" rüberkommen.
 
  • #66
Ich vermute mal, innen drin, in Deiner Seele, bist Du femininer und zarter als sämtliche Frauen vom Typ Tussi da draussen zusammen.
Männer LIEBEN das. Unsere Zartheit. Empfindsamkeit. Wie weich wir uns anfühlen. Auch das Anschmiegsame, rosafarbene einer Frauenseele.

@Libertybelle: dein Post hat mich im postiven Sinne vom Hocker gehauen. Ja tatsächlich bin ich sehr emotional/gefühlvoll und sensibel. Mich berühren romantische Liebesfilme und schöne Musik und ich bin die Frau die oft zu Tränen gerührt ist. Es ist auch nicht so einfach für mich diese Verletzlichkeit zu zeigen, insbesondere gegenüber Männern.
Und danke für deine Tipps. Ich wollte mit Qi-Gong sowieso schon anfangen oder mit Yoga. Von dir fühle ich mich so richtig verstanden.

Was ich auch wirklich bei mir sehe. Ich gebe tatsächlich viel, auch in Beziehungen bin ich die, die viel Liebe und Zärtlichkeit braucht und diese gern gibt. Und mit dem Türe aufhalten. Ja ich habe mich wiedererkannt. Ich mache das manchmal auch bei Männern- vorpreschen und Tür aufhalten, anstatt sich wie eine Dame aufzuführen ;)
 
  • #67
Oder Lomi-Lomi Massage. Alles, dass Fühlen und Genuß unterstützt ist gut.

Ich hatte mich kürzlich mit einem Bekannten über den Hype mit tantrischen Methoden unterhalten. Gut die Lomi Lomi Massage ist nicht tantrisch aber hat wie viele tantrischen Methoden auch etwas mit Zärtlichkeit und Nähe zu tun.

Offensichtlich gibt es heute einen großen Bedarf an unerfüllter Nähe und Zärtlichkeit, der inzwischen vielseitig kommerziell bedient wird.

Stellt sich die Frage warum holen sich die Menschen dies nicht in Partnerschaften? Oder sind die Kunden solcher Angebote insgesamt SIngles?

Ich denke nicht, dass es sich um ein reines Wellness-Thema handelt. Nähe und Zärtlichkeit benötigt der Mensch, auch der Mann (selbst wenn er es nicht erkennt), noch dringender als Sex. Wobei Sex ja nur die leidenschaftliche Ausprägung/Weiterentwicklung von Nähe und Zärtlichkeit ist.

Ich denke vor allem die Suche nach Nähe und Zärtlichkeit motiviert unsere Suche nach Partnern. Beides ist keine rein körperliche sondern auch eine hoch emotionale Angelegenheit, die stärker als ihre Ausprägung Sex Verbindung schafft. Ach ja die Schmetterlinge sind auch am Rand dabei aber nicht zwingend im Mittelpunkt ;)
 
  • #68
Oder sind die Kunden solcher Angebote insgesamt SIngles?
Nicht wirklich aber die Mehrheit ist entweder Single oder besch.... seinen Partner/in.
Hab mich damit mal kurz befasst, habe die Werbung dazu gelesen der einzelnen Anbieter. Nähe, Entspannung und Körpergefühl.
Es hat mich schon sehr interessiert. Bis zu dem Punkt als ich mich selbst ertappte und bermerkte. Das wenn ich da hingehen würde das aus nur einem Grund machen würde. Nämlich mir bei einer entspannenden Massage auch noch einen Runterholen zu lassen.
Daraufhin habe ich mich dagegen entschieden und habe es nie versucht.
Für mich Weich verkaufte Prostitution. Jeder wie er mag aber Nähe und Körpergefühl möchte ich wenn nicht nur nach Termin empfinden dürfen. Dann habe ich lieber etwas Geduld und warte was das Leben noch so alles an Überraschungen für mich bereit hält.
m47
 
  • #69
Ja tatsächlich bin ich sehr emotional/gefühlvoll und sensibel. Mich berühren romantische Liebesfilme und schöne Musik und ich bin die Frau die oft zu Tränen gerührt ist

Schön zu hören. Ich bin als Frau genauso wie du und ich kann sinnliche Paartänze, Bachata, Kizomba etc. sehr empfehlen. Frau in ihrer gefühlvollen, weiblichen Energie und selbstbewusste, führende Männer, die genau wissen wie sie mit einer femininen Frau richtig umgehen. Leider ist dieser begehrte Typus Mann außerhalb der Tanzfläche in der heutigen Zeit wirklich eher schwer zu finden...
 
  • #70
Man kann auch zur Thai Massage gehen und sich von Kopf bis Fuss durchkneten lassen das muss kein Sex Erlebenis sein. Ich habe das einmal geschenkt bekommen und es war toll. Über den Körper erreicht man Ebenen, die sich sonst nicht erreichen lassen, auch nicht durch Gespräche.
Eine professionelle Massaage ist Gold wert, es werden Hormone ausgeschüttet etc.
 
  • #71
Ich an Deiner Stelle Annabelle würde mir einen von den Softies schnappen. Wenn sie Dir optisch zusagen und sonst bildungstechnisch und jobmäßig gut aufgestellt sind dann könnte frau aus denen noch was machen.

Schon 100 Mal gesehen wie frau aus einem zuvor unscheinbaren Typ einen tollen Partner hervorzaubert wenn sie ihm seine Zuneigung signalisiert und ihn ermuntert.

Männer ändern sich sobald sie mit einer Frau zusammen sind und da gibt es 2 Möglichkeiten: 1. eine kluge Mutter läßt den Sohn los, damit er sein Leben leben kann 2. der Mann kapiert, daß ihm der Sex mit der Frau wichtiger ist als Kuchenessen bei Mutti und reißt sich los vom Elternhaus.

Der Ingenieur klingt für mich auch wie ein Softie und ich wette, der ist auch eher tolpatschig und seine Freundin zickt rum, weil er ihr womöglich zu unbeholfen daherkommt also ist alles eine Frage der Perspektive. Meiner Erfahrung nach mit den Naturwissenschaflter wäre das sogar eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit.
 
  • #72
Schön zu hören. Ich bin als Frau genauso wie du und ich kann sinnliche Paartänze, Bachata, Kizomba etc. sehr empfehlen. Frau in ihrer gefühlvollen, weiblichen Energie und selbstbewusste, führende Männer, die genau wissen wie sie mit einer femininen Frau richtig umgehen.

@Happiness30 : danke für den Tipp. Ich tanze gerne und wollte auch mit Tango Argentino anfangen. Ist das nicht auch eher sinnlich?
Ich mag solche Dinge sehr gerne. Kizomba/Bachata habe ich noch nicht ausprobiert, aber Salsa. Tanzen macht einfach nur Spass!
 
  • #73
Ehrlich gesagt möchte ich einen liebevollen, aufgeschlossenen, ehrlichen und treuen Mann. Diesem Mann sollte wie mir auch der Status/Geld unwichtig sein. Mir sind andere Werte wichtig, wie z.B Familie und Gesundheit. Bin keine Karrierefrau und suche bei allem immer den Sinn im Leben.

Mich lassen Erfolge des Mannes kalt. Für mich ist der "herzensgute" Charakter und die Ausstrahlung wichtiger und dass der Mann ähnliche Werte hat.

In meinem Umfeld gibt es einige Männer, die leider eher Softies sind und ziemlich Mutterbezogen. Diese kreisen vermehrt um mich, haben aber keine Chance, da einfach zu unmännlich. Für mich muss ein Mann Stärke haben, also man könnte emotionale Reife dazu sagen. Könnt ihr das nachvollziehen?


Ich verstehe, du suchst einen Alphamann, der alle Charaktereigenschaften eines Softies besitzt. Einen Softie willst du aber nicht. Jetzt frage dich mal, warum du schwer einen passenden Mann findest.
 
  • #74
Es hat mich immer wieder erstaunt, dass viele präsentable Nicht-Weichei-Männer dieses ziemlich verrückte Frauenzimmer mit Haaren auf den Zähnen gut fanden.
Die Frage war ja nicht, ob Männer Angst vor kratzbürstigen Frauen haben, sondern vor charakterstarken. Will heißen, es kommt auf das Motiv der Kratzbürstigkeit an.

Wenn man zum Beispiel mit Freunden zu einer Unternehmung verabredet ist und die eigene Pünktlichkeit in Gefahr ist, weil der Partner oder die Partnerin nicht in die Gänge kommt, dann kann man einander einerseits Drängelei und andererseits Trödelei an den Kopf werfen. Wer aber ist nun zu recht grätig?

Ich habe es oft so gehalten, daß ich den Vorwurf der vom Warten zermürbten Freunde auf mich genommen habe („tut mir leid, habe mich verfahren”), statt mit dem Finger auf die (damals) Liebste zu zeigen. Worte des Dankes habe ich von ihr allerdings keine gehört, und auch kein Besserung-Versprechen – es hat dann halt irgendwann nicht mehr gepaßt zwischen uns.

Diese Frau würde ich nicht als charakterstark bezeichnen. Und über mich sagte sie: na ja, wenn Du Dich als den Schuldigen darstellst, obwohl es gar nicht an Dir lag, bist Du in meinen Augen ein ziemliches Weichei.
 
  • #75
Es ist schwer zu differenzieren, aber es geht.

1.Es gibt Frauen die nunmal den aktiven Part in einer Beziehung leben. Die müssen alles machen, organisieren und den Mann zur Hilfe quasi auffordern/ dirigieren, sonst bliebe alles an ihnen hängen.
Die Männer, die das Mitspielen (wie dein Beispiel) können in durchaus hohen Positionen sein, wollen aber im Gegensatz zum Beruf, im Privatleben dominiert werden (vielleicht als Ausgleich).
Hier oft gelesen, als sich die Frauen beschwerten, der Mann bringe sich in die Beziehung nicht mit ein und/oder der Sex sei zu einseitig/ soft.

2. Es gibt Männer die gerne dominieren. Und hier wage ich es zu behaupten, es ist die Mehrheit.
Klar will jeder Mann eine hübsche, kluge, witzige, intelligente Frau… die ihm aber das letzte Wort (Macht) überlässt.
Da kann schon das Wörtchen "aber" einen Streit auslösen.
Noch öfter gelesen, als die Frauen beschrieben, wie ihnen über den Mund gefahren wurde und sie nur geschluckt haben, um keinen richtigen Streit oder tagelanges Schweigen zu provozieren.
Oder die Frau, die nicht aufmucken konnte/ durfte, als nach einer Feier alles ihr hängen blieb.
Oder die Frau, der die eigene Meinung aberkannt wurde.
Oder, oder, oder…..

3. Ganz, ganz selten anzutreffen. Beide lieben sich und reden auch in Abwesenheit vom Partner gut von einander.
Ausgeglichenes Verhältnis…. Meiner Meinung ein Einhorn unter den Beziehungen.

Ich denke aber, liebe FS, du bist Typ1 und willst aber Typ2 .
Das passt aber nicht, es sei denn, du gewinnst in der Liebeslotterie und bekommst Fall3.
 
  • #76
Liebe FS,

ich glaube, dass sich hier 2 Faktoren überlagern.

1) Du wünscht Dir sicher einen Mann auf Augenhöhe. Lesen wir Deine Selbst-Beschreibung, würde ich sagen, dass die Auswahl in dem Segment "dünn" ist..zahlenmäßig.
(Nach meiner Erfahrung haben diese Männer aber kein Problem mit Willensstärke, so lange keine (männliche) "Wettkampf"-Situation entsteht. D.h.:, als Frau eine Meinung haben und vertreten, ohne dabei seine femininen Züge zu verlieren.)

2) "dümmlich" als Ursache
mag sein, dass die Beobachtung stimmt, aber ob hier ein kausaler Zusammenhang dazu besteht, dass diese Frauen am Markt weggehen wie "geschnitten Brot"...? Ich denke, dass der Typ Frau, den Du beobachtet hast, tendenziell das subtile Spiel aus Nähe und Distanz besser beherrscht.

Damit sind wir bei der Überlappung:
Frauen mit Horizont und klarem Kopf neigen dazu, relativ schnell Fakten zu schaffen, sich zu positionieren. Genau diese Transparenz erstickt die Spannung in dem eben genannten Spiel.
Der Vorteil "Eloquenz" kann hier ein Nachteil sein.
Man hört hier oft vom Jagdinstinkt der Männer. Nicht ganz verkehrt, denn wir wissen aus der Evolutionsbiologie, dass Männer sich immer bemühen mussten, um eine Frau zu "werben". Transparenz verkürzt die Werbephase, weil ja alles klar ist.
Ich bin übrigens auch kein Freund davon, als Frau Kontakt zu initiieren. Oder hast Du in der Natur schon mal ein Reh mit Flinte dem Jäger auflauern sehen?
Fühlt sich für mich nicht wirklich natürlich an...

Mein Rat: ehrliche Meinungen aus dem Umfeld einholen (von Männlein wie Weiblein) bezüglich Auftreten (weiblich attraktiv auszusehen bedeutet nicht, dass man auch weiblich wirkt)
und in der Retrospektive kritisch hinterfragen, ob zu früh oder zu viel Transparenz mit dem (potentiellen) Partner entstand (verbal, non-verbal)

Alles Gute für Dich.

Liebe Grüße Elli
 
  • #77
Und über mich sagte sie: na ja, wenn Du Dich als den Schuldigen darstellst, obwohl es gar nicht an Dir lag, bist Du in meinen Augen ein ziemliches Weichei.

Hm. In meinem Fall würde ich meinem Mann widersprechen und mitteilen, dass vor Allem ich schuld sei, weil ich getrödelt hätte oder zu lange telefoniert und das Ganze so witzig und zerknischt, dass mir auch die Freunde nicht lange böse sein könnten.

Ich bin aber manchmal auch schwer auszuhalten - so habe ich leider oft Recht bei kleinen Diskussionen über Fakten oder ich setzte mich durch bei Entscheidungen z.B. über eine Bad-Renovierung. Wenn sich dann noch heraus stellt, dass genau das Resultat erzielt wird, das wir wollten, ist das für nicht wenige Männer schwer auszuhalten.

Mein Ex konnte es gar nicht, wollte es quasi erzwingen, was katastrophal schief ging. Bei meinem jetzigen Mann ist die Sache ausgewogener, weil er auch sehr viele Kompetenzen hat und ich mich da völlig auf ihn verlassen kann.

Liebe FS, du siehst, die Balance ist nicht ganz einfach. Spürst Du, wenn Du unwillentlich mal wieder etwas durchgezogen und andere Menschen dadurch gekränkt hast? Kannst Du dann auf sie zu gehen und etwas tun oder sagen, das sie versöhnt mit Deiner Aktion oder Äußerung? Da ist dann manchmal heftig Diplomatie gefragt - und hilft auch nicht immer, leider.
 
  • #78
Solltest Du aber. Damit es nicht zu einer Konstellation kommt, in der Du Rückgrat für beide haben mußt, weil es dem Mann daran fehlt.

Das meinte ich eher, dass ich Rückgrat habe und aufrichtig/ehrlich bin. Also bei mit weiss man woran man ist. Ich bin nicht die Zicke, die wegen allem Disskutiert und immer Recht haben will-das ist auch sehr anstrengend, wenn man es bei anderen Menschen sieht.

ich wollte nur wissen, ob ein Mann dann bei einer solchen Frau irgendwie denkt, dass er dem nicht gewachsen ist. Ich habe derzeit einen Mann in meinem Umfeld, der das Gegenteil von ehrlich/integer ist und ich finde ihn dadurch sehr unattraktiv.
 
  • #79
ich wollte nur wissen, ob ein Mann dann bei einer solchen Frau irgendwie denkt, dass er dem nicht gewachsen ist.
So klar wird das kaum ein Mann wirklich denken; eher wird er ein entsprechendes Gefühl haben, der betreffenden Frau nicht so wichtig zu sein (dies korreliert ja mit dem wahrgenommenen Unterschieden zwischen Menschen) und sich deshalb denken, dass er diese "arrogante Zicke" wohl nicht braucht.
 
  • #80
Ich bin aber manchmal auch schwer auszuhalten - so habe ich leider oft Recht bei kleinen Diskussionen über Fakten oder ich setzte mich durch bei Entscheidungen z.B. über eine Bad-Renovierung. Wenn sich dann noch heraus stellt, dass genau das Resultat erzielt wird, das wir wollten, ist das für nicht wenige Männer schwer auszuhalten.
Auch das kann man(n) lernen, wenn er den Erfolg sehen kann!
Ich hatte Jahrzehnte eine Frau die gerade bei Renovierungen sehr schwer bis gar nicht auszuhalten war. Es lief Jahre lang so ab.
Renovierung die ich als Handwerksmeister "Natürlich " selbst in die Hände nehme. Was hat diese Frau mich genervt. Sie wollte Grundsätzlich jede Leiste, jedes Bild, jede was weiß ich anders montiert haben als wie ich. Es gab immer Theater bei jeder Renovierung. Wir haben uns echt gestritten. Irgendwann einmal hat mich irgendetwas gestochen. Die nächste Renovierung stand an und ich hatte schon echt Kopfkino bevor es überhaupt losging. Doch dann beschloss ich alle Ruhe der Welt zu bewahren und vereinbarte mit meiner Frau folgendes.
Sie ist die Architektin/Bauleiterin und ich "nur" der Handwerker. Sie sagt "so" ich mache es so. Sie war sehr verwundert aber willigte amüsiert ein mit den Worten, dass schaffst du eh nicht, einfach deine Klappe zu halten. Gesagt getan.
Die beste Renovierung überhaupt. Wir haben gelacht, zusammen gearbeitet und es war Mega entspannt.
Und am Ende sah es besser aus als ich es mir je hätte vorstellen können.
Sie war Kreativ und hatte das fertige Bild vorab im Kopf.
Wir haben uns nie wieder wegen einer Renovierung gestritten.

Manchmal ist es wirklich so leicht, wenn man mal die Bäume zur Seite schiebt um in den Wald zu schauen.

m47
 
  • #81
Meine Freundin beschreibt sich selbst als charakterstarke, intellektuelle, emanzipierte, junge Frau, die auf keinen Fall so werden will wie ihre Mutter.

Sie fragt mich gerne wie es auf der Arbeit war und nutzt diese Frage als Einstieg um über Alltag als Lehrerin zu erzählen. Sofern ich kurz etwas über die Härten meines Arbeitstages erzählt habe, toppt sie dies mit ihren Tageserlebnissen als Lehrerin, auch in den Ferien.

Ich erzähle eigentlich ungerne über die Wirren und Erschwernisse die bei meinen Arbeitgeber durch fast jährliche Restrukturierungen/Reorganisationen mir und meinen Kollegen bereitet werden oder darüber, dass ich mich einmal wieder (erfolgreich) auf meinen eigenen Job beworben habe.

Ich halte nichts davon, mich mit meiner Freundin hinsichtlich unseres Joballtags zu messen. Denn bekanntlich ist das Lehramt der härteste Job im ganzen Land. Meiner Meinung nach liegt dies aber auch an dem Menschentyp der diesen Beruf ergreift.

Ein anderer Grund warum ich ihr nicht gerne über meine Arbeit erzähle, ist der tatsächliche Druck den ich dort verspüre, denn ich weiß, dass sie einen Helden und keinen bedürftigen Softie will, der herum jammert, obwohl er nicht den härtesten Beruf im ganzen Land ausübt. Selbst meiner Ex konnte ich in langjähriger Ehe nichts erzählen, denn oft genug habe ich berufliche Misserfolge irgendwann als Beweis meiner Unfähigkeit auf das Brot geschmirrt bekommen bzw. während ich einer Krise entspannt entgegen gesehen habe, hat sie Panik geschoben.

Das Problem an charakterstarken Menschen ist und bleibt, dass sie in der Regel in ihrem Selbstbild aber nicht objektiv charakterstark sind. Meistens sind Menschen mit einem solchen Selbstbild besonders unreflektiert. Sie vermeiden jede Selbstreflektion mit der Begründung, dass sie authentisch sind.

Beruflich habe ich es übrigens mit fast nur charakterstarken Menschen zu tun.

Zu den charakterstarken Lehrern die mit ihren Schülern, Eltern und Kollegen nicht klar kommen. Die Schüler; Eltern und Kollegen sind charakterstark.
 
  • #82
Meistens sind Menschen mit einem solchen Selbstbild besonders unreflektiert. Sie vermeiden jede Selbstreflektion mit der Begründung, dass sie authentisch sind.

@Ejscheff: ich bin ganz und gar nicht unreflektiert. Und ein Mann kann mit mir über Probleme sprechen. Ich höre zu und fühle mit. Das gleiche erwarte ich aber auch vom Mann, dass er sich das anhört und auch Empathie mitbringt. Mein Exfreund hat nie über berufliches gesprochen und wollte seine Ruhe, sobald er zu Hause war.

Ich messe mich nicht mit Menschen, denn ich hasse dieses Konkurrenzgetue. Ich meinte mit Charakterstark eher aufrichtig/ehrlich und klar in meinen Aussagen, nicht heucheln und etwas vorspielen, sondern integer sein. Kam hier vielleicht alles auch falsch an. Ich habe eben einen Kopf und äußere meine Meinung frei und gerade heraus. Für einige, die das nicht so handhaben, mag das erschreckend sein.
 
  • #83
@Ejscheff: Mein Exfreund hat nie über berufliches gesprochen und wollte seine Ruhe, sobald er zu Hause war.

Ich messe mich nicht mit Menschen, denn ich hasse dieses Konkurrenzgetue. Ich meinte mit Charakterstark eher aufrichtig/ehrlich und klar in meinen Aussagen, nicht heucheln und etwas vorspielen, sondern integer sein. Kam hier vielleicht alles auch falsch an. Ich habe eben einen Kopf und äußere meine Meinung frei und gerade heraus. Für einige, die das nicht so handhaben, mag das erschreckend sein.

Das Verhalten von deinem Exfreund kann ich nachvollziehen.

Berichte über Erfolge werden gerne als Prahlerei, Benefits mit Neid, gewagte Aktionen als Leichtsinn, Misserfolge als Beweis allgemeiner Unfähigkeit kommentiert. Es werden unzulässige Verbindungen zwischen beruflichen und häuslichen Verhalten geknüpft, z.B. beim Vermeiden unnötiger Aktivitäten oder Aussitzen von Problemen. Der Partner hat mehr Angst vor der Restrukturierung als der direkt Betroffene und muss beruhigt werden. Es wird nach gefragt welche Lösung jetzt für das Problem xyz gefunden wurde, welches immer noch unlösbar in der Ecke versenkt ist. Usw.

Sehr unreflektiert sind einige Hausfrauen, die den Druck durch die Mitspieler in einem Unternehmen oder einer Behörde längst vergessen haben obwohl die eine oder andere gerade wegen dieses Drucks in ihre Hausfrauenrolle freiwillig gewechselt ist. Sie können Fremdbestimmung überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn es dann darüber zum Streit kommt, ob sie oder der Arbeitgeber Vorrang hat, sind sie der Meinung, dass ihre Leistung nicht ausreichend gewürdigt wird.

Ähnliches gilt Angehörige des öffentlichen Dienstes die auf die hören Einkommen in der Wirtschaft neidisch sind, obwohl diese Einkommen meist nur in den Konzernen hoch sind und viele kleine und mittlere Betriebe weniger als der Staat zahlen. Ebenso vergessen Konzernmitarbeiter, die den Beamten ihre Unkündbarkeit neiden, dass Beamte ein geringeres Einkommen haben.

Unreflektiertheit ist der Standard. Wer seinen Misserfolg bei der Partnersuche mit der eigenen Charakterstärke begründet kann nur unreflektiert sein liebe @Annabell_32. Nur durch Selbstanalyse und Verhaltensanpassung und nicht durch Beharren auf "Ich bin super" kannst du diese Problemstellung lösen.
 
  • #84
@Ejscheff: ich bin ganz und gar nicht unreflektiert.
......
Ich habe eben einen Kopf und äußere meine Meinung frei und gerade heraus. Für einige, die das nicht so handhaben, mag das erschreckend sein.

Liebe FS, finde den Fehler. Du bist nach Deiner Selbstwahrnehmung nicht unreflektiert, aber wollen wir wetten, dass Du es oft nicht spürst, dass Deine überaus direkte Art vielleicht einen Hauch zuviel ist? Nicht jeder Mensch liebt es, wegen eines Fehlers gleich in Bausch und Bogen kritisiert zu werden.

Wir sind nicht dabei und wissen nicht, wie Du genau auftrittst. Frag doch mal Menschen, die offen zu Dir sind, wie sie Dich wahr nehmen, das könnte Dir durchaus weiter helfen.

Oder Du überlegst Dir selbst einmal, ob sich ziemlich regelmäßig Menschen nach einer solchen "freien" Äußerung Deinerseits zurück ziehen. Das muss nicht daran liegen, dass sie charakterlich völlig verrottet sind, es könnte vielleicht auch an einer Abneigung gegen Dampfwalzenkommunikation liegen. Nur mal so als Anregung....
 
  • #85
Du stellst Dich selbst aber nie in Frage und gehst auf nichts ein, was nicht in Dein Superbild von Dir passt. Das sei Dir unbenommen, aber wenn Du wirklich wissen willst, warum Du nur die falschen Männer anziehst, kommst Du nicht umhin, auch mal bei Dir zu gucken, was Du für Signale sendest und ob Du so bist, wie Du meinst nach den gängigen Definitionen der Begriffe. Auch finde ich diese ganzen Widersprüchlichkeiten total auffällig, aber Du siehst es nicht. Klar, es kann sein, dass Du falsch verstanden wirst, aber die ganzen Behauptungen Deinerseits über Dich selbst kannst Du doch für Dich mal überprüfen.
Ich finde z.B. die Charakterisierung der Frauen in Deinem Eingangsbeitrag schon drauf hindeutend, dass Du Dich vergleichst und natürlich auch konkurrieren willst, weil Du ja denkst, die hätten die guten Männer.
Oder dass es wenig einfühlsam ist, wenn man sich nicht vorstellen kann, warum ein Mann bei einer Frau bleibt, sei es nun aus emotionaler Erpressung oder weil er sich schuldig fühlen würde, wenn er ginge.

Und wenn jemand so auftritt, dass er alle Argumente, die gegen seine Meinung sprechen, sofort wegwischt, auch mit "das kam wohl falsch an, eigentlich bin ich genau anders", dann sagt einem bald keiner mehr was, gegen das man reden würde. Einfach weil es zu anstrengend ist und doch immer auf dasselbe hinausläuft: Du hast recht, es war alles ein Missverständnis, eigentlich ist es anders.
Das ist keine Bösartigkeit, Neid, Missgunst oder sonstwas - man will bloß diese sinnlosen Diskussionen nicht mehr und lässt Dir Deine Ansichten, auch wenn man sie nicht teilt.
 
  • #86
Ich messe mich nicht mit Menschen, denn ich hasse dieses Konkurrenzgetue. Ich meinte mit Charakterstark eher aufrichtig/ehrlich und klar in meinen Aussagen, nicht heucheln und etwas vorspielen, sondern integer sein. Kam hier vielleicht alles auch falsch an. Ich habe eben einen Kopf und äußere meine Meinung frei und gerade heraus. Für einige, die das nicht so handhaben, mag das erschreckend sein.

Liebe Annabel_32, dazu gibt es einen schlichten Rat. Kritik im RL nur üben, wenn man für die Konsequenzen VERANTWORTUNG übernehmen kann und will. Normalerweise fragt man daher auch vorher, ob der oder die andere kritisiert werden will.

Sogenannte Offenheit und ungefragte Authentizität ist ansonsten per se NICHTS WERT, sondern eine ZUMUTUNG. Liebloses Plappern vor tieferem Nachdenken. Sei mit dir mal ehrlich: Im Grunde geht es dir nur darum, was du denkst, und das musst du den anderen auch noch unbedingt aufs Brot schmieren.

Kein Wunder, dass du damit viele verschreckst. Und ja, man kann absolut integer und aufrichtig und klar und stark sein, ohne dabei jemanden vor den Kopf stoßen zu müssen. Dafür gibt es Kommunikationslehrgänge. Am besten sogar bei einem ZEN-Meister (oder anderem spirituell gereiften Menschen) deiner Wahl. Die würde ich dir hier empfehlen, macht das Leben viel leichter. Und ich glaube, du solltest einfach mal im RL Menschen kennenlernen, die du als viel weiser und klüger als dich empfinden kannst. Die gibt es, keine Sorge!

LG

Noor
 
  • #87
Sogenannte Offenheit und ungefragte Authentizität ist ansonsten per se NICHTS WERT, sondern eine ZUMUTUNG.
Oh ja. Charakterstärke zeigt sich unter anderem darin, dem Mitmenschen seine eigenen Lösungansätze zuzugestehen, auch wenn man an seiner Stelle anders handeln würde. Auf deutsch: sich Sätze, die mit „du mußt” beginnen, bitte verkneifen.

Wie viele Beziehungen etwa erstickten schon an diesem einseitigen „du machst ja nichts, immer muß ich alles machen”, nur weil der Partner schlicht keine Lust mehr hatte, sich regelmäßig und vorhersehbar seine eigenen Lösungen madig machen zu lassen? Was läuft schief, wenn der eine sagt „ich muß nachher eh zum Briefkasten, dann nehme ich das Altglas zum Container mit”, und der andere antwortet „entweder du machst es gleich, oder ich mache es eben selbst”, um dann eine Minute später samt Altglas und dem Gefühl moralischen Triumphes abzurauschen, eine Stimmung auf Kellerniveau hinterlassend?

Ich finde, wer für etwas die Verantwortung übernimmt, der soll es dann auch konkret nach seinen Vorstellungen ausgestalten – es sei denn, er oder sie bittet ausdrücklich um Rat. Ich reagiere auf Einmischungen in meinen Ansatz fast immer mit einem „dann mach du es, bitte”, und ich denke, das ist der einzige Weg, wie man mit „ungefragter Authentizität” (die eher eine Charakterschwäche ist als eine Stärke) umgehen kann.
 
  • #88
Ich messe mich nicht mit Menschen, denn ich hasse dieses Konkurrenzgetue. Ich meinte mit Charakterstark eher aufrichtig/ehrlich und klar in meinen Aussagen, nicht heucheln und etwas vorspielen, sondern integer sein. Kam hier vielleicht alles auch falsch an. Ich habe eben einen Kopf und äußere meine Meinung frei und gerade heraus. Für einige, die das nicht so handhaben, mag das erschreckend sein.
Nicht erschreckend, sondern anstrengend und nervig.
Ich halte auch sehr viel von Direktheit und Ehrlichkeit, aber manchmal behält man seine Meinung oder Gedanken einfach besser für sich. Es muss nicht immer alles "frei und gerade heraus".
Damit kann man einigen Leuten sehr auf die Zehen steigen oder auch Ansichten mitteilen, von denen andere Leute nicht so begeistert sind und dass man dann hinterher nicht mehr so beliebt ist, ist ja wohl klar.. Man kann schon ehrlich, direkt, Integer etc sein, aber du klingst etwas wie ein Elefant im Porzellanladen. Hauptsache die eigene Meinung raus, egal was damit vielleicht kaputt geht
 
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