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  • #1

Haben sich die Frauen mit der sog.Emanzipation mehr geschadet als Nutzen daraus gezogen?

Seien wir ehrlich.Die heutige Frau soll beruflich erfolgreich, perfekte Mutter, dem Mann Kumpel und gleichzeitig im Bett Trapezkünstlerin sein, immer gut drauf, nie müde, selbsterhaltend,schlechter bezahlt als der Mann bei gleicher Leistung,eben eine eierlegende., milchgebende Wolllustsau sein. Ich bin weiblich,attraktiv, selbsterhaltend,Sehne mich jedoch zurück in die Zeit, als Mann noch Gentleman war.Auch das gibt's heute nicht mehr, denn in den Mantel kommt Frau ja auch alleine rein......und was dazukommt.Scheidungen gibt's Heide mehr denn je, von den Burns outswill ich gar nicht reden. Bin seit 5 Jahren komplett solo und werde das auch bleiben
 
  • #2
Welches Problem willst du eigentlich genau diskutieren? Die Titelfrage? Oder willst du dich über die Mehrfachbelastung beklagen? Oder dass Männer heute angeblich nicht mehr Gentlemen sind? Für mich sind das höchstens schwach zusammenhängende Fragen.

Die Emanzipation ist insgesamt anders gelaufen, als die Protagonisten sich das in ihren frühen Jahren gedacht haben. Die gesellschaftliche und berufliche (Nahezu-) Gleichstellung wurde damit bezahlt, dass Beziehungen nicht mehr so ohne weiteres zustandekommen, weil die typischen und traditionellen weiblichen Attribute im Bewusstsein von Männern nicht mehr so deutlich wahrgenommen werden. Das ist auch der Grund dafür, dass Männer heute weniger Gentlemen sind als früher. Auch früher war ein Mann kein Gentleman gegenüber einem "Mann mit Titten", um es mal übertrieben und volksnah auszudrücken.

Was die Mehrfachbelastung angeht, so wird von Frauen nicht mehr erwartet als von Männern auch. Auch wir unterliegen einer solchen Belastung. Von uns erwartet man noch viel mehr beruflichen Erfolg. Bei EP stehen beispielsweise bestimmte Berufe wesentlich besser im Kurs als andere. Dafür erwartet man etwas weniger Einsatz von uns in der Erzieherrolle. Tja, und letztlich erwartet man von uns zwar keine Trapezkünstlerqualitäten im Bett, aber ein handelsüblicher Tiger sollte es dann schon sehr.

Ich meine, wir sollten uns weniger von den Ansprüchen anderer abhängig machen, sondern unser Handeln daran ausrichten, wie es objektiv sinnvoll ist. Ich übe eine Tätigkeit aus, weil sie mir gefällt und weil sie mir Spaß macht, aber nicht weil irgendjemand wie etwa eine Frau diesen Anspruch an mich stellt. Und ich würde mich auch nicht von den Ansprüchen anderer zu sehr treiben lassen.
 
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  • #3
Also ich genieße an der Emanzipation, dass ich für gleiche Leistung in meinem derzeitigen Job mindestens genauso gut bezahlt werde, wie meine Kollegen (eher besser) und ich lasse mir liebend gerne in den Mantel helfen und die Autotür aufhalten. Es gibt solche männlichen Exemplare durchaus.

Trotz Emanzipation gelten noch andere Regeln, z.B. Kommunkationsregeln und Knigge. Manche Männer haben Spaß dran, die auszuleben, auch wenn die Kollegin oder Partnerin gleich viel verdient. Man darf sich dafür auch freuen und bedanken. Von Forderungen halte ich wenig.

Wenn wir zum Grillen eingeladen sind, dann mache in der Regel ich den mitzubringenden Kuchen und nicht er. Er bringt das Auto in die Werkstatt und verhandelt mit dem Handwerker den Preis, der Erfahrungswert sagt, dass Männer in Werkstätten noch nicht wirklich emanzipiert sind.

Mein Leben besteht aus einem Teil Gleichberechtigung und einem Teil "Workarounds". Ins Mittelalter wollte ich deswegen ganz sicher nicht zurück.Ich sehe vielmehr, dass die den Männern zugedachte Rolle des Ernährers diesen ebenso zu schaffen macht.

w/48
 
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  • #4
Das gebe ich #1 Recht: das, was Du da alles ansprichst, hat nur begrenzt was direkt miteinander zu tun. Freu dich doch erst mal, dass die Frauen, die heute um die 60 sind, das in Deutschland begonnen haben, was wir jetzt die Emanzipation nennen. Ohne all das wärst du vermutlich auch attraktiv - aber könntest dich vermutlich kaum selbst ernähren, hättest nur wenig berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, würdest auf den Mann warten, der dich heiratet. Dir dafür eine Zeitlang in den Mantel hilft. Irgendwann wäre eure Beziehung vielleicht kaputt, aber wegen der Leute und wegen der fehlenden finanziellen Absicherung könntest du dich leider nicht trennen und müsstest ein Leben hinter der gutbürgerlichen Fassade führen. Ist das wirklich eine wünschenswerte Alternative?

Was bedauerst du eigentlich wirklich? Im Kern doch, dass du nicht den Partner derzeit findest, den du dir wünschst. Und daraus machst du eine Generalabrechnung mit allem möglichen. Sei doch lieber offen. Höfliche Männer gibt es durchaus nicht zu knapp. Aber vielleicht machen das nicht alle daran fest, Dir in den Mantel zu helfen?

w, 54
 
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  • #5
Fragen einer lesenden Frau:
Wieso glauben Männer heute noch, ein Gentleman sein zu müssen? Frauen sind keine Kleinkinder mehr und können sich ihren Mantel allein anziehen!
Wieso erwartet man - laut dir - von den Männern noch viel mehr beruflichen Erfolg? Wer sagt das denn? Wir schreiben das Jahr 2010!
Wieso erwartet man etwas weniger Einsatz von euch in der Erzieherrolle? Wer sagt das denn? Wollt ihr keine Windeln wechseln, Gute-Nacht-Geschichten lesen und die Kinder von der Schule abholen?
Soll eine Frau wirklich immer volles Programm bei Schönheit, Sex und Saubermachen liefern, und ihr kritisiert nur?
Wieso bekommen die Frauen immer noch nicht gleichen Lohn oder gleiches Gehalt für gleiche Arbeit?
Warum gibt es prozentual gesehen immer noch wesentlich weniger Frauen als Männer in den Chefetagen?
Heutzutage bestehen in Deutschland mehr Mädchen als Jungen das Abitur, liebe Männer! Warum lasst ihr sie nicht an Lohn, Gleichberechtigung und freier Entfaltung teilnehmen?
Wovor habt ihr Angst?
Und ihr Frauen - nehmt selber das Zepter (= Ausbildung, Selbstbewusstsein, Unabhängigkeit etc.) in die Hand, und lasst euch von den Männern nicht diktieren, wie ihr zu leben habt!

Pardon! Ich sehe es mit meiner skandinavischen Sozialisation etwas "von außen". Ich wundere mich oft über die Geschlechterrollen im heutigen Deutschland. Wie im Mittelalter manchmal!
 
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  • #6
Welche Alternative?

Zurück zum Biedermeider? Oder in die 50er?

Informiere Dich mal über die Situation der Frauen damals und dann diskutieren wir!
 
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  • #7
Frauen und Männer sind ja mental total unterschiedlich - da kann es keine echte Gleichstellung geben. Ich bin mit der Emanzipation aufgewachsen und fand sie damals nur natürlich.

Die Emanzipation ist m.E. nicht so fair, wie sie hätte sein können. Frauen haben heute einen Mix aus alten Privilegien und neuen Ansprüchen - den Handlungsspielraum, den sie damit gewonnen haben, haben die Männer verloren.

Mir drängt sich der Eindruck auf, dass einige Frauen mit dem neuen Spielraum nicht umgehen können und andere ihn missbrauchen. Als Mann fühl ich mich deshalb verunsichert.

Ich lasse mir von einer Frau nämlich auch gern eine Tür aufhalten oder mich einladen. Das kommt aber dennoch nicht gut an und reicht hier für einen fetten Thread. Eine vollendete Emanzipation sieht anders aus.
(m)
 

hanjo58

Gesperrt
  • #8
Die Emanzipationsbewegung hat Frauen meiner Auffassung nach weitgehend erst auf Augenhöhe mit Männern gebracht. Diese haben anschließend weitere Jahr(hundert)e gebraucht, um zu erkennen, wie wertvoll diese Situation auch für ihre Partnerschaftsambitionen sein kann. Ich habe noch keine Frau meiner Interessenlage angetroffen, die sich lieber als Adams Rippenstück sähe. Übrigens habe ich auch schon Alice Schwarzer in den Mantel geholfen, ohne dass die sich damit diskriminiert gefühlt hätte.
Daran, dass du lieber solo bleibst, werde hingegen wohl auch ich nichts ändern können, zumal ich nicht dazu neige, männliches Talent zu überschätzen.
 
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  • #9
Die feministische Idee gab den Frauen das Gefühl, alles zu können und zu wollen. Genommen hat sie ihnen aber die innere Ruhe. Die Töchtergeneration der Frauenbewegung setzt ihre Ansprüche an sich selbst gnadenlos hoch an. Für andere Formen von Leistung als beruflichen Erfolg ist kaum Platz. Wenn Frauen in der westlichen Welt im Verlauf der vergangenen 40 Jahre etwas gelernt haben, dann, wie man mit dem Status quo unzufrieden ist.

In einer zweite Welle des Feminismus wurden ehrgeizige, hoch gebildete Frauen artikuliert, die Eliteuniversitäten besuchten und beruflichen Erfolg als Gipfel der Leistungen und Fähigkeiten überhaupt betrachteten. Für andere Formen von Leistung wurde kaum Platz eingeräumt, etwa die Pflege betagter Eltern, beziehungspflegendes Wirken als Mitglied einer Gemeinschaft oder sich um die Erziehung der eigenen Kinder zu kümmern. Gleichzeitig wurden völlig normale zwischenmenschliche Grundformen der Höflichkeit abgeschafft wie gegenseitige Rücksichtsnahme und respektvollen Umgang miteinander. Kein Mann wäre je auf die Idee gekommen, eine Frau könnte sich nicht selbst in den Mantel helfen. Es waren die Frauen selbst, die sich als unmündig einstuften, wenn sie sich helfen liessen - eine Geste der Höflichkeit wurde kaltblütig zur einer Geste des Angriffs auf die Persönlichkeit der Frau degradiert. Wie tief muss die Selbstbehautung solcher Frauen sein, die selbst harmlose Umgangsformen als Kriegserklärung auffassten!

Die Neudefinition des Feminismus als „nach immer mehr streben“ erfüllt die Anforderungen des Konsumkapitalismus und der postindustriellen Arbeitsmoral perfekt. Es ist nicht unbedingt ein Sieg für die Frauen – oder Männer –, dass berufstätige Frauen 40 Jahre später genauso erschöpft sind, wie es berufstätige Männer es von jeher waren. Der Feminismus hat sicher den Weg bereitet, dass die Bildungschancen gleich sind und dass die Berufschancen ausgeweitet wurden. Richtig verstandene Emanzipation gibt den Frauen aber auch die Freiheit der Wahlmöglichkeit: niemand ist gezwungen, alles gleichzeitig machen zu müssen. Man kann sein Leben genauso gut in Abschnitte einteilen und diese priorisieren, indem man sich eine Zeitlang um die Familie kümmert, bevor man sich danach wieder vermehrt den beruflichen Zielen widmet. Es ist auch durchaus eine Bereicherung des eigenen Lebens, wenn man sich um andere kümmert und nicht ausschliesslich egoistische Ziele verfolgt, die nur allzu oft ohnehin lediglich konsumgetrieben sind und keine eigentliche Befriedigung bieten.

Eine wirklich emanziperte Frau erkennt heute ihre Möglichkeiten und Chancen (die ihr tatsächlich auch geboten werden), um ein erfülltes Leben nach ihren eigenen Wünschen zu führen, das aber auch Ruhe und Gelassenheit beinhaltet und sich nicht daran misst, dass sie Gebote der Höflichkeit und des Respektes in den Wind schlägt.
 
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  • #10
Ich sehe es genau andersherum. Die Emanzipation war dringend notwendig und zum Glück hat sie auch stattgefunden.

Was nützt mir ein "Gentleman", der mir in den Mantel hilft, der aber gleichzeitig verlangt, dass ich meinen Beruf aufgebe und das Heimchen am Herd spiele? Auf solche Kleinigkeiten kann ich gerne verzichten. Am Rande bemerkt: Es gibt trotz Emanzipation sehr viele höfliche Männer, die der Frau die Tür aufhalten etc. Jedenfalls erlebe ich das so.

Wenn du dir die alte Zeit zurückwünschst, dürftest du keine Schwierigkeiten haben, noch einen Mann vom alten Schlag zu finden. Es gibt auch unter den jüngeren Männern genügend, die nach der klassichen Rollenaufteilung (Frau ist Hausfrau und Mutter, Mann verdient das Geld) leben möchten.

Darüber hinaus sehe ich die Zunahme von Scheidungen nicht als Zeichen dafür, dass heutzutage die Beziehungen schlechter sind als früher, vor der Emanzipation. Früher ist man halt zusammen geblieben, auch wenn die Ehe schlecht war. Die Frau war in der Regel vom Mann finanziell abhängig und ist halt bei ihm geblieben. Was hätte sie auch sonst tun sollen.

W39
 
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  • #11
ob frauen unter ihrer fehlenden oder unterlassenen emanzipation leiden, liegt an ihnen ganz persönlich selber.
ich habe einen guten job, meine emanzipation und anerkennung muss ich mir "allein unter männern" bei jedem neuen job aber neu erarbeiten. das ist anstrengend und manchmal nervt die genderproblematik natürlich.
natürlich findet die beruflich erforderliche straffe gangart und durchsetzungsfähigkeit gegenüber männern auch in meinem privatleben eingang, man entwickelt sich ja mit dem einfluss seiner umwelt.
ich selber komme mir im vergleich mit anderen frauen daher manchmal weniger weiblich vor, meine umwelt empfindet das zu meiner überraschung doch meist ganz anders. wenn ich auf kongressen bin, werde ich von männern immer sehr zuvorkommend behandelt. und ich kann nicht sagen, dass es keine "Gentlemen" mehr gibt oder dass mir meine berufliche rolle die chance vorenthält, von männern entsprechend behandelt zu werden. manchmal mag es natürlich sein, dass das interesse der männer ein etwas anderes "gelegenheitsmäßiges" ist, das mich aber noch nie interessiert hat. ein klarer , unmißverständlicher hinweis von mir reicht da eigentlich immer.

das verhalten von männern mir gegenüben liegt vielleicht aber auch daran, dass ich zu den frauen in führungspositionen gehöre, die immer konservativ, aber sehr weiblich gekleidet sind. und ich bin keinesfalls die schönste frau und auch nicht mehr die jüngste. meine berufliche und fachliche stärke braucht kein männeroutfit, ich kann mich auch in rock und highheels sehr gut, vielleicht sogar besser, durchsetzen.
 
  • #12
Emanzipation hat leider drei Grundausrichtungen: Einerseits das gerechtfertigte Streben nach GLEICHBERECHTIGUNG in gesellschaftlichen und rechtlichen Dingen, andererseits das überaus dumpfe Kämpfen für GLEICHHEIT von zwei Geschlechtern, die offensichtlich ungleich sind, und die damit verbundene Ablehnung von ROLLENVERHALTEN, das biologisch angeboren, notwendig und emotional wünschenswert ist. Dadurch, dass alle drei Aspekte immer wieder vermengt wurden, teils aus Dummheit, teils aus politischer, feministischer Agitation heraus, hat Emanzipation einen viel schlechteren Ruf, als sie eigentlich in Bezug auf die reine Gleichberechtigung verdient hätte.

Als wertkonservative, naturwissenschaftlich geprägte Frau empfinde ich es als schrecklich, dass Emanzipation und Feminismus sich so eng überlappen, wo das eine mit dem anderen doch inhaltlich gar nichts zu tun hat. Es war dumm gegen Rollenverhalten, gegen Höflichkeitsrituale, gegen Mutterschaft, gegen Partnerschaft in Hingabe und Liebe anzukämpfen. Mann und Frau ergeben als zwei diskrete Geschlechter nur dann Sinn, wenn sie sich synergistisch ergänzen, wenn sie also unterschiedliche Fähigkeiten, Begabungen, Vorlieben einbringen und nutzbringend für beide einsetzen, wenn ein Paar zusammen mehr ist als die bloße Summe von Mann und Frau. Genau das ist in guten Partnerschaften auch der Fall -- zwanghafte Gleichheit, die Effeminierung von Männern, die Maskulinisierung von Frauen, all das steht einem natürlichen, gesunden und konstruktiven Miteinander der Geschlechter, echten familiären Partnerschaften, einfach nur im Wege.

Allerdings muss man auch so fair sein zu sagen, dass viele der aktuellen Probleme nicht einzig auf Emanzipation und Feminismus, sondern eben auch auf die zunehmend geforderte Flexibilität und Mobilität im Arbeitsmarkt, die Globalisierung, Technisierung und Qualifizierung zurückzuführen sind. Nichtsdestotrotz hat die Emanzipation einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass es immer mehr zerrüttete Familien, immer weniger Kinder aus intakten Familien gibt und Partnerschaften zunehmend volatiler und unzufriedener werden. Fakt ist aus meiner Sicht, dass man eben nicht alles gleichzeitig haben kann im Leben: Perfekte Partnerschaft, tolles Familienleben, umfangreiche Freizeitgestaltung, erfolgreiche Karriere. Wie immer im Leben muss man Prioritäten setzen, und zwar nach persönlichen Präferenzen und Lebenszielen. Solange politische Agitation den Frauen versucht einzureden, dass alles gleichzeitig schaffbar ist, solange wird eben quasi gar nichts erreicht: Weder stabile Partnerschaft, noch tolles Familienleben und auch keine erfolgreiche Karriere. Nicht alles erreichen zu können, ist kein Problem, sondern naturgegeben. Auf welchem Gebiet kann man schon alles erreichen? "Jack of all trades, master of none"?
 
  • #13
@#4: Hetzschriften wie Deine führen doch gerade zum Geschlechterkampf und -krampf.

"Wieso bekommen die Frauen immer noch nicht gleichen Lohn oder gleiches Gehalt für gleiche Arbeit?" -- Sachlich unzutreffend, im öffentlichen Dienst, in allen Tarifverträgen und der gesamten Großindustrie ist das einfach nicht der Fall. Gemessen an Berufsjahren, Berufserfahrung und Qualifikation erhalten Frauen heutzutage gleichhohe Gehälter. Höre auf, uralte Klassenkampfparolen wiederzugeben, die jeder Realität entbehren.

"Warum gibt es prozentual gesehen immer noch wesentlich weniger Frauen als Männer in den Chefetagen?" -- Weil Frauen seltener WOLLEN! Ja, Du hast richtig gelesen! Ganz viele Frauen wollen einfach nicht unbedingt Chef sein, sondern lieber den Job machen, den sie beherrschen, den sie lieben oder der kompatibel mit ihrer Familie ist. Solche Prioritäten DARF man als Frau wählen, genau das ist die erkämpfte Freiheit, die wir haben. Ich kenne mehr als genug Beispiele, in denen Frauen bei Beförderungen nicht übergangen wurden, sondern abgelehnt haben, zum Beispiel weil sie nicht weit umziehen wollten, keine 60-Stunden-Woche wollten, nicht ihre Abteilung verlieren wollten, in der sie sich wohl und kompetent fühlen. Männer sind da eher gierig und handeln eher nach "man wird solange befördert, bis man dem Job nicht mehr gewachsen ist", sie sind eher scharf auf Macht und Befehlsgewalt, selbst wenn die Tätigkeit sie weniger anspricht. Statistisch ist es so, wie Du schreibst, aber es entspricht eben dem Naturell der Geschlechter.

Deine Hetzschrift spaltet die Geschlechter, statt sie zu vereinen. Einer Partnerin, die derartig feministischen Kram von sich gibt, will mit Sicherheit kein ernstzunehmender Mann an seiner Seite haben.

Die Geschlechter sind nicht gleich. Nutzen wir unsere Stärken, anstatt zu versuchen, gleichzumachen, was gar nicht gleich ist und gar nicht gleich sein will.
 
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  • #14
Ad # 9:

Frederika, ich gebe dir ja Recht in den aller meisten Argumenten. Besonders wichtig ist es auch meiner Meinung nach, die wunderschönen unterschiedlichen Seiten der beiden Geschlechter zu lieben udn positiven Nutzen daraus zu ziehen. Wie auch in anderen Bereichen im Leben ist konstruktive Zusammenarbeit wichtig!
Natürlich sind Männlein und Weiblein unterschiedlich, und man soll sich dieser Unterschiede bewusst sein und diese konstruktiv und liebevoll benutzen und ausleben.
Mit meinem skandinavischen Hintergrund vergleiche ich gerne. In Skandinavien ist Mutterschaft durchaus mit Karriere und Selbstverwirklichung vereinbar. Meine drei Kinder haben in ihrer Entwicklung nicht darunter gelitten, dass sie bei Tagesmüttern, in Freizeitheimen u.a., wo sie liebevoll und qualifiziert betreut wurden, mit Gleichaltrigen gespielt und soziales Verhalten gelernt haben. Gelitten haben weder meine noch andere Kinder und Jugendliche. Skandinavische Jugendliche sind im Allgemeinen selbstständige, selbstbewusste Menschen. Junge Frauen dort sind attraktiv, gebildet (er als die Männer) und wissen, wo sie stehen. In Skandinavien sind die Frauen weiter. Schau dir Politikerrinnen wie Helle Thorning-Schmidt, Gry H. Brundtland, Mona Salin und viele andere an! Es sind hochgebildete, intelligente, attraktive Frauen, die ihren Wert kennen und ausleben, auf passende Weise, ohne damit zu prahlen. Sie ruhen in sich! Sie haben oft tolle Partner, und sie realisieren eine echte Partnerschaft mit Respekt.
Natürlich lebt jedes Land anders, die Traditionen sind unterschiedlich. Dazu könnte viel hinzugefügt werden, aber das ist nicht das Thema hier..
Selbstverständlich sollen Mann und Frau sich synergetisch ergänzen. Aber immer wieder sehe und erlebe ich die Kämpfe, die zwischen Mann und Frau eine echte gleichberechtigte Patnerschaft verhindern.
Ich will NIE Geschlechter spalten, sondern zur Zusammenarbeit auffordern.
 
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  • #15
Ich bin auch emanziert erzogen worden und stehe meine Frau... Ich merke aber, dass es sehr schwierig ist, in Partnerschaften zu überleben... Männer sind Weicheier. Ich vermisse den Gentleman auch sehr und frage mich, ob Mann und Frau überhaupt noch miteinander können? Die Geschlechter sind sowieso schon unterschiedlich, aber wenn ein Mann jetzt noch eine selbstbewusste Frau neben sich hat, das verschreckt ihn doch nur noch mehr.
Ich habe leider schon mehrmals erlebt, dass sich die Männer von mir getrennt haben, sobald ich als emanzipierte, selbstbewusste Frau aufgetreten bin. Anfangs, in der Verliebtheitsphase, habe ich geschwelgt, nahezu alles gemacht, was ER sagte. Als diese Phase um war, war ich auch den Mann ganz schnell los. Und das ist mir nicht 1x passiert, sondern eigentlich immer. Und ich bin keine, die ihren Mann tyrannisiert, sondern nur ihren Weg geht. -so wie ich erzogen wurde.

Also ich kann die Frage der FS sehr gut verstehen und wünsche mir nichts mehr, als dass Männer endlich akzeptieren, dass wir Frauen auch Rechte haben.
 
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  • #16
Das Problem an der Emanzipation in Deutschland: sie ist auf halbem Wege stehen geblieben ist und nicht -wie in den skandinavischen Ländern- zu einem für BEIDE Geschlechter erfolgreichen Ziel gebracht worden.

Wir haben immer mehr sehr gut ausgebildete Frauen, die wirtschaftlich für sich selbst einstehen können, junge Paare betrachten eine gerechte Aufteilung der Hausarbeit mittlerweile als selbstverständlich, es gilt nicht mehr als unweiblich, wenn eine Frau ihre Karriere zielstrebig verfolgt - Friede, Freude, Eierkuchen!

NUR endet diese Emanzipation im Gegensatz zu den skandinavischen Ländern bei den allermeisten deutschen Paaren mit dem ersten Kind. PENG. Da werden flugs die traditionellen Rollenbilder aufgenommen und die hochqualifizierte Frau findet sich als Jetzt-Mutter in der Teilzeit-Zuverdiener-Rolle mit 90% der Hausarbeit wieder. Und diese Hausfrauen- und Mutterrolle ist mitnichten angeboren und von der Natur so gewollt, sondern wird von der Gesellschaft und in Deutschland von der Politik vehement unterstützt. Die Gender-Forschung kommt immer mehr zum Schluss, dass die Gender-Unterschiede anERZOGEN und nicht anGEBOREN sind!

Problem in Deutschland ist, dass hier die Emanzipation in vielen Teilen nicht ihr ursprüngliches Ziel der Geschlechtergleichheit bewirkte. Ein voll berufstätiger, karrierebewußter Mann kann (wie bisher) ohne Abstriche im Beruf und Privatleben Vater mehrerer Kinder werden. Im Umkehrschluss wäre eine berufstätige Frau dem Mann gleichgestellt, wenn sie trotz Beruf ohne Abstriche Mutter werden kann.

Genau das kann sie nicht. Ihr wird von Gesellschaft, Politik und ihren Partnern gerade mal zugestanden, dass sie OBWOHL sie Mutter ist auch noch (etwas) berufstätig sein DARF. Das wird nur bejaht, wenn sie Mutter- und Haushaltspflichten dabei nicht vernachlässigt. Gerade in den letzten Jahren wurde aber in Deutschland (politisch motiviert!) die Mutterrolle als Ganztagsjob definiert und Mütter, die diesen Ganztagsjob ablehnen und wagen, ihre Kinder fremdbetreuen zu lassen als Rabenmütter. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass unser Staat 20 Milliarden Euro im Jahr ins Ehegattensplitting, aber nur 8 Milliarden in die Kinderbetreuung steckt.
 
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  • #17
@13

Ich habe lange in Skandinavien gelebt (mit einem skandinavischen Mann) und im Kontakt mit unterschiedlichsten Menschen eines deutlich erlebt:

Es gibt dort viele Frauen, die gerne mehr Mutter sein möchten - dies wird von der Gesellschaft aber wenig unterstützt. Viele dieser Frauen waren traurig darüber, ihre Kinder so wenig auf dem Weg ins Leben selbst begleiten zu dürfen und dies fremden, wenn auch kompeteten Menschen überlassen zu müssen.
Mein skandinavischer Mann hat die dortige Familienpolitik öfter beklagt - und in einem großen Bekanntenkreis,war er nicht der einzige.

Emanzipation heißt, wie es hier so treffend bereits geschrieben wurde: der Frau die Möglichkeit lassen, sich für das zu entscheiden, was ihr wichtig ist!

Auch Dein Tag - Hintergrundskandinavierin - hat nur 24 Stunden. Du entscheidest, wie Du sie verteilst, setzt DEINE Prioritäten. Stehen diese auf Karriere, mußt Du Deine Kinder von anderen Menschen betreuen lassen und kannst an ihrer Entwicklung eben nicht so intensiv Teil haben. Diesen Fakt kannst Du bei allen schönen Worten nicht wegdiskutieren.
Also geht offensichtlich doch nicht alles gleichzeitig ;-)

Danke für die Beiträge von Frederika und #10 - sie spiegeln genau meine Meinung wider.
 
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  • #18
Die Emanzipation hat sicher mehrheitlich genützt und nicht geschadet, da in vielen Bereichen ein Umdenken stattgefunden hat und die Frauen heute Zugang zu Gebieten haben (Bildungswesen, Politik), die ihnen früher verschlossen waren. Emancipare heisst ja auch "in die Freiheit entlassen" und man kann durchaus positiv vermerken, dass viele Einschränkungen für die Frauen weggefallen sind.

Der Feminismus als politische Bewegung hat im Grunde genommen das Ziel, Gleichberechtigung, Menschwürde, Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung der Frauen zu erreichen. Es ist durchaus ein berechtigtes Anliegen, dass die Geschlechterverhältnisse durch Ebenbürtigkeit geprägt sind.

Was in unserer Gesellschaft allerdings noch fehlt, ist die Toleranz und die Freiheit (auch oder vor allem unter Frauen), dass jede Frau entscheiden soll, was ihr persönlich wichtig ist. Es gibt überhaupt keinen Grund, diejenigen Frauen zu verurteilen, die sich für ein Familienleben entscheiden. Wenn man dies selber nicht möchte, muss man sich auch nicht mit einem Partner zuammentun, dem das wichtig ist. Es ist vollkommen unnötig, dass alle dieselben Rollen wahrnehmen. Unsere Gesellschaft wird erst dann wirklich emanzipiert sein, wenn man auch Verständnis für Rollen aufbringt, die man selber nicht ausüben möchte. Also erst dann, wenn man vorurteilsfrei akzeptieren kann, dass eine Frau ihren Lebensunterhalt als Pornodarstellerin verdient und die andere als Bankdirektorin; eine als Hausfrau und die andere als Konzernchefin.
 
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  • #19
Ich freue mich darüber, dass ich lesen kann, studieren durfte, wählen darf, allein auf die Straße gehen darf, einen Beruf ausüben kann, der mir gefällt, Entscheidungen, die mein Leben betreffen, selbst treffen darf, mich von einem Partner trennen darf, mit dem ich nicht glücklich bin, usw.
Aber! - es gibt noch viel zu tun!

Und, nicht alles was in Deutschland gerade schief läuft, hängt mit der "Emanzipation" zusammen.
 
  • #20
@#13: Es freut mich, dass Du mir in meinen Argumenten zustimmst. Aber dann erkenne bitte aber auch Fragen wie in #4, die leicht als Hetzen ausgelegt werden, die Geschlechter eben spalten und nicht vereinen. Solche falschen Behauptungen klingen einfach nur feministisch (undn nicht emanzipatorisch) und sie entzweien die Geschlechter. Du siehst an meinen Antworten in #9, die Du ja akzeptierst, dass man das ganze auch anders sehen und darstellen kann. Meine Argumente bezüglich "warum weniger weibliche Chefs" und "Gehälter von Frauen" sind stichhaltig und daher muss hier auch gar nichts verändert werden.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass man nie alles im Leben haben kann. Wer gleichzeitig sprachlich, musikalisch, naturwissenschaftlich, sozial begabt ist, ist ein Wunder und eine Ausnahmeerscheinung. Und auch bei Bereichen, die man lernen kann, kann man nicht alles gleichzeitig können. Es ist in meinen Augen Quatsch anzunehmen, dass man gleichzeitig eine tolle Familie mit Kindern, eine erfüllende Partnerschaft, eine erfolgreiche Karriere und unzählige intensive Hobbys haben kann -- das mag ein Wunschtraum sein, aber er geht an der Lebenswirklichkeit weit vorbei. Im Leben muss man Prioritäten setzen, muss man auswählen und das Bevorzugte dann sehr gut machen und dafür andere eben weniger intensiv. So kann man seine eigenen Lebensziele verfolgen. Der Ansatz, "tolle Mutter, super Karriere" kann gar nicht klappen und ist reine Selbsttäuschung. Kinder brauchen eine konstante Bezugsperson und müssen Urvertrauen aufbauen. Das können sie nicht, wenn sie schon zu Krippenzeiten weggegeben und von wechselnden Personen betreut werden und auch nicht jedes Kind genießt Sozialverhalten, das leider nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen ist, sonder Hackordnung, Hänseln und Ausgrenzen auch beinhaltet.

Dein Hohelied auf Skandinavien kann ich nicht nachvollziehen. Für mich sind die Zustände dort nicht erstrebenswert, allen voran die exorbitanten Sozialabgaben und die sozialistische Umverteilung. Du hast recht, jedes Land lebt anders und ich bin froh, in Deutschland zu leben.
 
  • #21
@#15: Sorry, aber schon der Begriff "Gender-Forschung" lässt mir Schauer über den Rücken laufen. Gender-Forschung ist ein reines Politikum, bei dem genau das als Ergebnis gefunden wird, was als Weltanschauung vorne reingesteckt wird. Gender-Forschung ist Verarschung der Bevölkerung. Natürlich negiert die Gender-Forschung natürliche Geschlechtsunterschiede; das ist nichts neues. Aus naturwissenschaftlicher Sicht sind die Unterschiede der Geschlechter drastisch und die meisten sind angeboren, nicht anerzogen. Die Wahrheit verbiegen mit femistischer und ganz und gar nicht neutraler, erkenntnisoffener Gender-Forschung ist unfair.
 
  • #22
@#16: Genau so sehe ich das auch. Man muss Prioritäten setzen und ich kann mir gut vorstellen, dass ich mein Kind selbst betreuen und aufwachsen sehen möchte. Ich möchte kein Post-it-Zettel "hat heute das erste mal das Köpfchen gehoben" oder "hat heute das erste Wort gesagt" vorfinden, wenn ich abends mein Kind abhole. Sorry, dann brauche ich gar kein Kind.

Ich möchte MEINE Wertvorstellungen und Ansichten weitergeben, meine Liebe und Zuneigung spüren lassen, ich möchte die Mutter sein, der das Urvertrauen entgegengebracht wird. Wir schrecklich, wenn fremde Menschen dem eigenen Kind näher stehen. Nein, die Fremdbetreuung von Kindern ist eine brutale, menschenverachtende Fehlentwicklung falschverstandener Emanzipation.
 
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  • #23
Warum Frauen weniger oft in Chefetagen zu finden sind? Meine Meinung dazu ist nach eigener Erfahrung, dass Frauen einfach schlechter führen können als Männer.
An einem männlichen Vorgesetzten kann man sich reiben und man bekommt eher mal die Meinung gesagt, wenn etwas nicht geklappt hat. Dann hat sich die Sache aber auch erledigt.
Bei meiner Chefin musste man ständig auf der Hut sein, bloß nichts zu tun, was ihren Status als Vorgesetzte in Frage stellen könnte.
Beispiel aus eigener Erfahrung:
Das Team hat einen Termin nicht eingehalten, wohlgemerkt eine interne nicht besonders wichtige Geschichte, nichts für einen Kunden. Chefin in der Besprechung dazu, zu der sie morgens von zu Hause zu spät kommt, mit Leidensmiene: "Ach, ich bin jetzt aber frustriert, dass das nicht geklappt hat." Ja und jetzt? Wollte sie in den Arm genommen werden? Um Verzeihung gebeten werden?
Bei einem Mann hätte es wahrscheinlich eine deutliche Ansage gegeben, vll. nach dem Motto: "Habt ihr euer Hirn heute Morgen zu Hause gelassen? Nächstes Mal muss das klappen." Da weiß man eher woran man ist.
Ich hatte erst eine Chefin, mit der waren meine Erfahrungen allerdings in mancher Beziehung katastrophal. Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen, bin aber ehrlich gesagt skeptisch.
 
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  • #24
Habe heute mit meinem Sohn (26J.) über ein ähnliches Thema gechattet. Seine englische Freundin bezeichnet er als "sehr starken Charakter", aber trotzdem ist sie sehr feminin und sensibel. Sie nimmt ihr Leben voll Verantwortung in die eigene Hand und versucht, ihre Probleme auch mal im Alleingang zu meistern. Er ist total begeistert von ihr und findet Frauen mit "Versorgermentalität" und "Bedürftigkeit" extrem unattraktiv und langweilig - egal, wie hübsch und sexy sie sind. Da er selbst ein ausgeprägt eigenständiger und selbstbewusster Mann ist, kann er das mit Freude anerkennen.
Kürzlich hat ihn seine Freundin mal erzählt, worin ihr Problem mit Männern lag und, ohne jetzt auf Details einzugehen: Das Ergebnis deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen!
Nur souveräne, selbstbewusste und offene Männer ohne allzu starke narzisstische Tendenzen können mit solchen Frauen Partnerschaften eingehen, daran scheint sich in den letzten 40 Jahren wenig geändert zu haben.
 
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  • #25
Wir leiden alle unter der Emanzipation,---Frederikas Ausführungen sind garnicht so von der Hand zu weisen.Eine Frau die beruflich genau so ihren "Mann"steht,in Führungsetagen fungiert,gleich lange Arbeitszeiten-gleiches Geld hat,Hosen trägt,männlich strengen Kurzhaarschnitt,für haushaltstechnische(Kochen,Nähen,Waschen,Bügeln usw)Dinge-oftmals kaum noch Interesse und Begabung(man könnte die Liste noch verlängern)mitbringt-----aber auch meist keine sogenannten männliche Wertschöpfung übernehmen möchte-----wer wollte dies denn-----doch eindeutig das weibliche Geschlecht.
Wer die haushaltechnischen Dinge zwar vom männlichen Part gern erwartet und sich entlasten lässt,aber gleichzeitig einen kochenden,bügelnden(usw) Mann zu einem NoGo Mann degradiert.....

.....ja es sind die Züge der Gleichberechtigung und Emanzipation,aber auch der Weg des selbstständigen Einzelgängers/in----damit sollten die emanzipierten Damen dann auch umgehen können!
Irgendjemand schrieb es schon hier,daß was der Eine verliert,gewinnt der Andere-----nur komplett zu den Gewinnern ohne irgenwelche Verluste zu gehören---ist eine Erwartungshaltung die nicht funktionieren kann.
Ergänzung heißt das Zauberwort einer Partnerschaft,aber wozu braucht man sich dann---wenn jeder alles bringen und haben will/soll.
****Ich denke die Emanzipation ist(wird) übertrieben worden,jeder will das Sagen haben-total eigenständig und unabhängig-keiner will mehr die Verantwortung in der Partnerschaft/Familie auch für den Anderen mittragen----unsere menschlichen Defizite(M&W) kommen uns heute teuerer zu stehen--als früher!****
Wir haben uns zu "Allroundern" entwickeln müssen,keine absoluten Stärken,keine absoluten Schwächen,der Preis dafür-wir Menschen bleiben immer mehr allein......vereinsamen!

###Danke Emanzipation####


m48
 
  • #26
In vielen Lebensbereichen geht es noch viel zu unweiblich zu. Dies ist keine Frage der Emanzipation an sich, sondern eher eine des Verzichts auf Ressourcen-Verschwendung. Proporzgedanken sind nicht Auswuchs von Gleichmacherei, sondern von systematischer Unterdrückung übergeschlechtlicher Wertungskriterien.

Dass Frauen die besseren Politiker sind, bezweifelt niemand, der sich ernsthaft mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat. Dass wir einen Bundespräsidenten haben, der sich mit Islamgeschwätz zu profilieren versucht, statt eine Bundespräsidentin, die ,,mitten aus dem Leben" kommt, ist nicht Sachzwängen geschuldet, sondern männlicher Eitelkeit.

Eine große Vielzahl von Männern kann es schlichtweg nicht ertragen, auf jene Bereiche reduziert zu werden, in denen sie nicht deutlich schlechter abschneiden als Frauen. Der entsprechende Lernprozess, der zur Achtung weiblicher Vorzüge abseits von Optik und Bettgeschichten führt, ohne das männliche Selbstbewusstsein zu schwächen, ist allenfalls gestartet worden, aber nicht einmal in vollem Gange, geschweige denn abgeschlossen.

Um es einmal überspitzt zu formulieren: Männer können besser kochen, putzen, bügeln, Fenster putzen, Einkäufe bewältigen - allein sie lassen solche Arbeiten lieber Frauen verrichten und suchen sich stattdessen andere Eigenbeiträge in Sachen ,,gerechte partnerschaftliche Lastenverteilung".

Entsprechend qualifizierte Männer können auch nicht weniger gut Kinder erziehen als Frauen, haben also eigentlich ab dem Ende der Stillphase auch in dieser Hinsicht eigentlich keinerlei Ausreden.

Aber die Denkweisen sind ,,üblicherweise" - dieses Wort finde ich in Anlehnung an Hanjos Bemerkung in einem anderen thread sogar zum Kotzen - nicht gesellschaftsfähig.

Bei Frauen als Chefinnen mag es mitunter Zicken-Alarm gehen, im Konflikt von Männern in Führungspositionen geht es hingegen existenziell meist vollends ums Überleben.

Ich bin mir männlicher Schwächen und weiblicher Stärken bewusst wie auch umgekehrter Ausrichtungen. Ich konkurriere nicht mit Frauen - ich liebe sie. Eine partnerschaftlich, die anderen als gesellschaftliche Bestandteile auch meiner Lebensqualität.
 
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  • #27
@22
so etwas einfältiges. ist das ernsthaft eine repräsentative aussage "ich hatte mal eine chefin, die ... " und daraus leitest du allgemeingültige schlüsse ab?
na ja ...

wenn ich die masse an männlichen chefs hier aufzählen würde, die überemotional und wenig entscheidungsfreudig monatelang projekte und abteilungen an die wand haben fahren lassen ...

ich bin weiblich und Vorgesetzte. Mit mir kann Mitarbeiter sich ganz herrlich auseinandersetzen, auch mal im lauteren Ton, und eine Stunde später können wir Kaffee zusammen trinken. Meinen Status stellt man mit solchen Ausbrüchen nicht in Frage, und darum auch kein Problem. Vorne- und Hintenrum ist bei mir das gleiche. Jeder weiß, was ich von seiner/ ihrer Leistung halte. Und meine Arbeitsaufträge sind klar und eindeutig formuliert, Fehler werden umgehend korrigiert ... und zu oft sollte man sich einfach keine erlauben.

Ich persönlich kenne diese Voruteile gegenüber Frauen häufiger von weiblichen Angestellten, als von männlichen und deren Probleme mit weiblichen Chefs. Ich vermute, dahinter steckt eben auch oft die berühmte Stutenbissigkeit unter Frauen. Nach oben trauen sich weibliche Mitarbeiter dann zwar nicht zu treten, also hetzen sie auf ihrem Level untereinander.

Ich hatte auch mal eine Sekretärin, die meinte eine Diskussion darüber mit mir beginnen zu müssen, dass es normal für Sekretärin sei für einen männlichen Chef Kaffee zu kochen, denn Männer machten sowas ihrer Ansicht nach nicht selbstverständlich selber. Für eine Frau hingegen wollte sie nicht solche Tätigleiten verrichten, denn für eine Frau sei es doch normal, sich selber Kaffee zu kochen usw. Wie die Diskussion ausgegangen ist , sollte klar sein.
An solchen Beispielsituationen erkennt man, mit welchen Problemen weibliche Chefs noch nbenher herumschlagen müssen und dass es oft auch die Frauen untereinander sind, die sich im Weg stehen und damit Frauen in Führungspositionen auch noch einmal schwerer machen.
 
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  • #28
Meiner Meinung nach befinden wir uns noch in einer Übergangssituation, weil wir erst lernen müssen, mit der "Emanzipation" umzugehen. Theoretisch stelle ich mir Gleichberechtigung so vor, dass jeder seine Neigungen in einer Partnerschaft ausleben kann und es nicht von Bedeutung ist, welche Rolle dem Mann und welche Rolle der Frau gesellschaftlich, beruflich und soziologisch zugewiesen ist. Das bedeutet ja erst einmal für jeden einzelnen für uns, dass wir unsere persönlichen Talente und Begabungen unabhängig vom Geschlecht einbringen können.

Praktisch sieht Gleichberechtigung zur Zeit aber noch so aus, dass der Mann nach wie vor die goldene Kreditkarte liefern soll, aber gleichzeitig auch ein liebevoller Ehemann sein muss, der Zeit und Aufmerksamkeit in den Haushalt, die Beziehung und die Erziehung der Kinder stecken soll. Bei den Frauen sieht Gleichberechtigung aber auch nicht besser aus, denn sie sollen nun studiert haben und beruflich erfolgreich sein, ein ordentliches Gehalt mitbringen, gleichzeitig aber auch das wärmende Nest bieten, den Haushalt führen und auch eine liebevolle Mutter sein.

Fazit aus meiner Sicht: Anstatt zu sagen, oh, gut, jetzt kann ich schauen, was mir am meisten liegt, was ich am besten kann (unabhängig vom Geschlecht Beruf oder Hausarbeit oder Kindererziehung) und mir den passenden Partner/die passende Partnerin suchen, "müssen wir alle alles liefern".

Aber wie gesagt, meiner Meinung nach ist das der Übergangssituation geschuldet und zukünftige Generationen werden es in der Hinsicht besser haben.
 
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  • #29
<MOD: Diffamierung anderer Beiträge nicht gestattet.>

1. Frauen- und Männerbezahlung.
Auch wenn #9 hier sehr starke Worte findet und einen Beitrag dazu als Hetze bezeichnet, musst du dir doch die Fakten gefallen lassen. Dazu gibt es unendlich viele Untersuchungen, nicht nur von Gewerkschaften, sondern von vielen staatlichen Stellen, anderen Einrichtungen usw. Frauen und Männer werden in vielen Bereichen ungleiuch bezahlt, teilweise betragen die Durchschnittsgehaltsunterschiede in den Branchen bis zu 40%. Natürlich gelten Tarifverträge für beide Geschlechter gleichermaßen. Die entscheidenden Fragen sind doch aber: bekommen Frauen eine gleichwertige Arbeit wie Männer? Bekommen sie die gleichen Entwicklungschancen? Und, wenn ja: werden sie auch wirklich gleich bezahlt. Beide Fragen müssen leider häufig mit nein beantwortet werden, vor allem die erste! Wenn Frauen für die exakt selbe Tätiugkeit schlechter bezahlt werden als ein Mann, dann können sie klagen und gewinnen auch - und verlieren danach leider meistens ihren Arbeitsplatz. Diese offensichtlöiche Diskriminierung gibt es v.a. in Branchen ohne Tarifverträge und in ländlichen Regionen mit einer hohen Arbeitslosigkeit....

2. Frauen in Führungspositionen
Da ist gerade ganz aktuell eine Studie der Hamburger Uni, von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung veröffentlicht worden. Ganz wenige Schlaglichter daraus: Frauen sind im Bereich der Dienstleistungsunternehmen bei den Führungskräften inzwischen leicht in der Überzahl. Im handel ist der Frauenanteil bei Führungsjobs nur 15%, in der Industrie sind es 30%. Scheint ja eine tolle Entwicklung zu sein. ABER: Vorrangig, zu 55%, stewhen die Frauen auf der 2. Führungsebene, nur ein Drittel steht auf der ersten Führungsebene. Bei Männern ist das genau andersherum: 59% haben Job auf der ersten Ebene, 38% stehen in der zweiten Reihe.

In der Zusammenfassung heißt es: Der häufigst genannte Karrierehinderungsgrund ist "Vorurteile gegenüber Frauen in Führungspositionen. Und 49% der Führungsfrauen sagen, dass sie nicht oder nur teilweise zufrieden sind - unter anderem aufgrund schlechterer Bezahlung und einer geringeren Zahl von Mitarbeitern als ihre männlichen Kollegen.

Es gibt also nach wie vor ganz massive Widerstände gegen Frauen in Führungspositionen (von den Problemen der Frauen in vielen anderen Berufen mal ganz zu schweigen - aber wir sind ja hier bei EP!)

Mein Rat als eine Frau, die beruflich vieles erreicht hat, an andere Frauen: Lasst Euch von Steinen, die euch in den Weg gelegt werden, nicht entmutigen. Nutzt eure weiblichen Fähigkeiten, um euer Leben und euren Job zu gestalten. Und lasst euch nicht vorhalten, dass ihr eine "Emanze" seid - solche "Vorhaltungen" machen nur Männer (und Frauen), die nicht begreifen wollen, dass die Emanzipation nicht nur den einzelnen Frauen, sondern der gesamten Gesellschaft etwas bringt.

Und last but not least: Veränderungen sind anstrengend. Emanzipierte Frauen laden sich manchmal mehrfach Lasten auf. Auch, weil sie keine Partner haben, die genügend Aufgaben auf sich nehmen. Da muss man nach Ent-Lastung suchen, und sich auch selber wieder stärker in den Mittelpunkt stellen. Aber die Alternative ist doch kein Zurück zum Frauenbild unserer Großeltern, oder?

Ich habe hier übrigens nur Männer gedatet, die selbstbewusste Frauen (wenigstens im Prinzip) gut und interessant fanden. Davon gibt es auch hier bei EP nicht zu wenige!
 
  • #30
>Warum Frauen weniger oft in Chefetagen zu finden sind?

Weil sie es in jungen Jahren nie gelernt haben. Bein zeigen reicht wohl aus um den Kontrolleur in der Bahn zur Kulanz zu bringen, während ein Mann diskutieren muss um nicht zu zahlen. ;) In der Arbeitswelt zählen aber Ergebnisse und nicht Beine, daher können Männer nur das beste aus ihrer Situation machen. Und selbstbewusste und selbstsichere Frauen brauche keine Quoten.
 
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