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Gast

  • #1

Habt Ihr schon einmal eine selbst ausgesprochene Trennung bereut?

Primär geht diese Frage an die Männer. Mal angenommen, Du hast Dich getrennt, weil es immer wieder zu Konflikten zwischen Deiner Partnerin und Deiner Familie kam, die die Beziehung extrem belastet haben. Ohne diese familiären Differenzen wärst Du aber mit Deiner Partnerin noch zusammen. Hast Du Deinen Trennungsentschluss dann irgendwann bereut? Und wenn ja, wie hast Du Dich verhalten? Bist Du über Deinen Schatten gesprungen, um einen Neuanfang zu wagen? Oder hat Dein „Stolz“ Dich daran gehindert? Vielleicht hast Du aber auch erst gar nicht um eine zweite Chance gebeten, weil Du Angst vor wiederkehrenden Problemen hattest.

Mal abgesehen davon, warum Du Deine Partnerin verlassen hast, die Trennung zudem sehr unschön verlief, Du aber irgendwann gemerkt hast, dass es ein Fehler von Dir war, die Beziehung aufzugeben. Wann sind Dir solche Gedanken zuerst gekommen, nach Monaten, nach Jahren, während einer neuen Beziehung? Und hast Du es dann Deiner Ex-Partnerin gestanden und wenn nicht, warum nicht?
 
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Gast

  • #2
ja :)

zeitlich schon nach zwei wochen. saß zwischen den stuehlen saß und im nachhinein gemerkt, die falsche wahl gemacht zu haben. gesagt hab ich ihr das nie, weil sie selbst dann nach ein paar monaten in einer neuen beziehung war und dadurch der kontakt abbrach
 
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Gast

  • #3
Ja, ich verliess die Frau, in die ich mich verliebt hatte und mit der ich fünf Monate zusammen war, in einer beruflichen Krise, die ich ihr nicht anvertrauen wollte. Eigentlich hatte ich aber noch Gefühle für meine vorherige Partnerin, um die ich mich etwas später auch wieder bemühte. Die Liebe zu der Frau, von der ich mich getrennt hatte, hörte aber nicht auf. Meine vorherige Partnerin ging wieder eine Beziehung zu mir ein, wir schafften es aber nicht, diese wieder lebendig zu machen, vor allem, weil ich die andere Frau nicht vergessen konnte. Ich konnte diesen schwierigen Zustand über Monate nicht klären, also nicht offen sein, in einer Mischung aus Feigheit gegenüber und Verbundenheit mit beiden. Die Frau, die ich verlassen hatte, sagte mir zum Abschied, ich solle nie mehr Kontakt aufnehmen, und beantwortete auch keinen meiner dennoch geschriebenen Briefe. Nun hätte ich sie gern zurück, werde aber wohl keinen (schnellen) Erfolg mit diesem Bemühen haben.

m/44
 
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Gast

  • #4
Klar trifft man manchmal die falsche Entscheidung und trennt sich. Ich finde das aber nicht so schlimm, wenn man danach wieder zu einer anderen Erkenntnis kommt. Oft entscheidet man in der Wut falsch, weil man emotional getrennt ist in dem Moment.
Es ist Stärke, wenn man das im Nachhinein erkennt und dann wieder auf den Anderen zugeht.
Gefühle wechseln in solchen Momenten. Bereuen ist menschlich und wenn man sich gerne hat, sollte man nicht stur eine Trennung durchziehen. Manchmal braucht man eine emotional Trennung und sie tut gut, um sich zu besinnen und klar zu werden, was einem an dem Anderen liegt. Ich habe erlebt, dass so ein Bruch auch hilfreich sein kann. Danach kann man durchaus wieder zueinander finden und viel bewusster weitermachen.
So etwas gehört zu einer guten Beziehung, dass man etwas falsch macht und bereut.
Es kann nur Gewinn bedeuten, wenn man sowas mal erlebt und durchlebt.
Beziehungen reifen an sowas! Es ist menschlich, dass man falsch handelt. Daran sollte eine Beziehung aber nicht sofort scheitern! Durch solche Probleme muss man durch und daran wächst eine Beziehung erst!
 
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Gast

  • #5
Nein, denn man trennt sich nicht einfach so, sondern da stimmt was ganz gewaltig nicht.
 
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Gast

  • #6
Jeder kennt ja wohl den Spruch "es kommt nichts besseres nach". Man trennt sich, weil man glaubt, mit gewissen Eigenschaften des Partners nicht auf Dauer leben zu können, findet einen neuen Partner, lernt dessen Macken kennen ... und in der rückblickenden Abwägung stellt man plötzlich fest, daß man es vorher wohl doch besser getroffen hatte. Gesegnet mit dieser Erkenntnis trennt man sich auch auch vom neuen Partner und findet, da der Weg zurück inzwischen verbaut ist, einen weiteren. Und was soll ich sagen? "Same procedure as every year, Miss Sophie".

Das ganze nennt man Leben.
 
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Gast

  • #7
Ich hatte an meinen Trennungen zu knabbern, machte manche wieder rückgängig, aber wenn der Wurm erstmal drin ist, ist er drin. Dann kam die Zeit, wo ich dann froh war, dass ich mich getrennt habe. Es ist eben ein langer Prozess bei mir bis dahin es nicht mehr zu bereuen.
 
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Gast

  • #8
Nein, denn man trennt sich nicht einfach so, sondern da stimmt was ganz gewaltig nicht.
Da muss ich widersprechen! Oft wird sich zu schnell getrennt und es ist eben nicht immer so, dass da gewaltig was nicht stimmt. Viele Paare trennen sich wegen "Bullshit", den man klären und beheben kann. Am schlimmsten sind Trennungen, wo der eine ohne Vorwarnung geht, weil ich irgendwas am Verhalten vom Partner nicht gefallen hat, ohne das vorher vernünftig angesprochen zu haben und dem Anderen die Chance auf Abstellen oder Änderung gegeben hat. Es wird gleich verurteilt/unterstellt, dass der Andere das immer machen wird. Sehr unfair und auch alles andere als beziehungstauglich solche Leute.
 
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Gast

  • #9
In fast allen Faellen hat eine Trennung gute Gruende. Ich kaufe dir nicht ab, dass es nur "die Familie" und nur dieser "Konflikt" war. Bist du dir da sicher bzw. er? Das Gefuehl nach dem zurueck gibt es am Anfang oder z.B. nach einer anderen Beziehung immer in gewissen Phasen.

Fuer stabile Leute kann zurueck nach einer laengeren Auszeit (minimum(!) 3 Monate) Sinn machen, gegeben dass von beiden Seiten die Probleme aufgearbeitet wurden und man auch sorgfaeltig aufpasst, dass sich nicht alles im Kreis klaert. Das sich Menschen in gewissen Punkten aendern ist sehr schwierig - auch wenn der Wille da ist. Beispiele, wo es geklappt habt: Paar hat sich mit 16 Jahren kennengelernt mit 25 einer einmal fremgegangen, 1 Jahr Auszeit, wieder zusammen (seit 5 Jahren). Kollege hatte in seiner ersten Beziehung nach 7 Jahren Spannungen, Trennung, wieder zusammen(seit 5 Jahren). Bei allen anderen hat es nicht funktioniert, insbesondere wenn die Beziehung erst ein paar Monate alt war, sehe ich keine Chance. Vor der Trennung ueberlegen.

Fuer heiss-kalt, sehr temperamentvolle, psychisch kranke Leute ist das vielleicht ein Muss, um ueberhaupt einmal eine etwas laengere Beziehung zu haben.
 
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Gast

  • #10
In fast allen Faellen hat eine Trennung gute Gruende. Ich kaufe dir nicht ab, dass es nur "die Familie" und nur dieser "Konflikt" war. Bist du dir da sicher bzw. er? Das Gefuehl nach dem zurueck gibt es am Anfang oder z.B. nach einer anderen Beziehung immer in gewissen Phasen.

Fuer stabile Leute kann zurueck nach einer laengeren Auszeit (minimum(!) 3 Monate) Sinn machen, gegeben dass von beiden Seiten die Probleme aufgearbeitet wurden und man auch sorgfaeltig aufpasst, dass sich nicht alles im Kreis klaert. Das sich Menschen in gewissen Punkten aendern ist sehr schwierig - auch wenn der Wille da ist. Beispiele, wo es geklappt habt: Paar hat sich mit 16 Jahren kennengelernt mit 25 einer einmal fremgegangen, 1 Jahr Auszeit, wieder zusammen (seit 5 Jahren). Kollege hatte in seiner ersten Beziehung nach 7 Jahren Spannungen, Trennung, wieder zusammen(seit 5 Jahren). Bei allen anderen hat es nicht funktioniert, insbesondere wenn die Beziehung erst ein paar Monate alt war, sehe ich keine Chance. Vor der Trennung ueberlegen.

Fuer heiss-kalt, sehr temperamentvolle, psychisch kranke Leute ist das vielleicht ein Muss, um ueberhaupt einmal eine etwas laengere Beziehung zu haben.
Eben! Für stabile Leute gibt's ein Zurueck! Vor allem nach Dingen, die nicht mit Fremdgehen, Gewalt oder aehnlich schlimmen Dingen zu tun haben!
Ein normaler Streit darf keine Beziehung kaputtmachen! Oft sind es falschen Reaktionen auf Aktionen und sind im Nachhinein betrachtet nicht so schlimm, wie sie sich erst anfühlen.
Ich habe das gerade hinter mir - Stress, Streit, Trennung weil Partner verletzt durch Ueberreaktion.
Nach Auszeit doch wieder angenähert und jetzt wieder superglücklich! Alles ist moeglich, man muss es nur zulassen. Wir sind aktuell glücklicher als zuvor noch. Es waren dumme Momente und wir haben daraus gelernt und uns wiedergefunden.
 
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Gast

  • #11
Ich habe viele Paare erlebt, die sich getrennt haben, erneut einen Versuch gewagt haben, sie wieder getrennt haben und im schlimmsten Fall es nochmals versucht haben. Alle diese Beziehungen gingen früher oder später definitiv auseinander. Es gab zwar Phasen wo sich beide Mühe gaben, es "schöner denn je" war aber nach einer gewissen Zeit fielen sie wieder in ihre alten Muster zurück. Liebe ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Ich kenne ein Paar, die haben sich getrennt (Auszeit...), der Mann flog in die Karibik, verliebte sich am ersten Tag (!!) in eine andere, hatte mir ihr eine Affäre, war Hals über Kopf verknallt. Als seine Ex davon erfuhr, wollte sie ihn wieder zurück. Er ging zurück, sie gaben sich Mühe, nach einem Jahr gab es wieder die gleichen Streitereien. Die hätten sich das Jahr sparen können. Welche Frau nimmt ihren Freund zurück, der gleich am ersten Tag im Urlaub sich in eine andere verliebt? Schade um die Zeit.

w31