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Gast

  • #31
einen Seitensrpung zu verzeihen ist eigentlich gut für Leute, die selbst mal hin und wieder eine Affäre haben, dann kann man beim Auffliegen darauf verweisen, dass der Partner ja auch schon fremdgegangen ist.
Seitensprünge werden so gut wie nie rauskommen, dann müssen schon Zufälle " unglücklich verlaufen.
 
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Gast

  • #32
Ja ich hab schon mal einen Seitensprung verziehen und ich würde auch unter der Premisse das es nur um Sex und nicht um Liebe geht nochmal verzeihen..

Vorrausgesetzt ich liebe die Frau und es war ein einmaliger Ausrutscher..

Wer jetzt wieder kommt mit "aber wenn sie dich auch liebt würde sie sowas doch gar nicht machen" möchte ich vorweg sagen hat kaum Lebenserfahrung und Reife..

Sex hat nichts mit Liebe zu tun.. Man kann an einem Menschen soviele Dinge mögen, schätzen und lieben das ein ausrutscher nicht das positive einer Beziehung aufwiegt..

Dannach zu sagen..ich könnte ihr jetzt wieder vertrauen ist ebenso absolut unreif..

Sex ist medizinisch nichts anderes als eine Bedürfnisbefriedigung..man misst Sex viel zu viel Bedeutung zu.

ich möchte aber ganz klar sagen das das nicht heisst das ich einen Seitensprung deswegen nicht legitimiere. Ich gebe eine subjektive Meinung dazu ab.

Wenn ich meiner Partnerin in 1000 Dingen immer vertrauen konnte und einmal eben nicht dann ist sie deswegen trotdem noch vertrauenswürdig genug..

Wer einmal zu spät zur Arbeit kommt ist deswegen auch kein unpünktlicher Mensch..
 
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  • #33
Ich würde es gerne verzeihen, falls es mal dazu käme. Ob ich es schaffen würde, weiß ich allerdings nicht.
Eine grundlegend gute Beziehung, die in bestimmten Phasen des Lebens mal in Schieflage gerät und dann evtl. einen Seitensprung nach sich zieht, würde ich deshalb nicht einfach hinschmeißen. Vielmehr würde ich mich auch mal selbstkritisch fragen, ob ich nicht Anteil an der Situation habe.
 
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Gast

  • #34
Ich bin ein sehr toleranter Mensch,.... aber ....
Ich habe einen Freund an AIDS verloren und auch damit ist für mich Fremdgehen spielen mit dem Leben des Partners. Und wenn die Wahrscheinlichkeit im 0,-Bereich liegt, so etwas darf man nicht tun. Russisch Roulette, nur halt mit dem Leben eines anderen.
Fremdgehen ist ein riesiger Vertrauensbruch.
Nicht umsonst versuchen fast alle Fremdgeher(innen), ihr Tun zu verheimlichen.
Dann kommt die (systematische) Lüge gleich noch dazu - damit wird Verzeihen und Wieder-Vertrauen-Lernen gleich doppelt schwierig (oder unmöglich).
Der Gipfel (im negativen Sinne) aber ist der ungeschützte Fremdgang, der verheimlicht wird und der in der Folge den (geliebten? - liebenden) Partner im Unwissen lässt und ganz erheblichen Gesundheitsrisiken aussetzt. DAS gehtüberhaupt nicht und spätestens hier würde auch ich nicht mehr von einem (einmaligen?) Fehltritt, sondern von einem gravierenden Charakterdefekt ausgehen. Das kann nur das Ende bedeuten.

Ich habe einmal eine Frau kennen gelernt, die - wie ich später lernte - das mit ihrem früheren Ehemann gemacht hatte. (Sie sagte überdies, sie habe "es" nicht bereuen können. Und es war nicht ihre einzige Auffälligkeit in dieser Richtung, sie hatte auch früher - vor ihrer Ehe - bereits ungeschützten Sex mit ziemlich vielen verschiedenen Männern - inklusive ONS, was ich kaum "besser" einschätze.) Ich habe (vor allem) deshalb die Beziehung mit ihr beendet. [NB. Es stellte sich heraus, dass sie eine sog. Cluster-B-Persönlichkeitsstörung hatte; gesicherte Diagnose...]

Ich kann aus eigener Erfahrung beitragen, dass auch ein guter Freund von mir HIV-infiziert ist. Er hat sich das Virus im Skiurlaub bei einem ONS geholt. Na ja,selbst schuld, könnteman sagen. Es zeigt aber, dass das Risiko zwar gering sein mag (von Hepatitis, Lues, Herpes und anderen Nettigkeiten einmal abstrahiert, die 1. wahrscheinlicher als HIV übertragen werden und gegen die 2. auch Kondome keinen zuverlässigen Schutz bieten), aber eben doch sehr real ist.

Es ist denkwürdig genug, wenn Menschen mit ihrer eigenen Gesundheit (eventuell ihrem Leben) russisches Roulette spielen. Nicht hinnehmbar ist es, wenn sie ihren Lebenspartner / ihre Lebenspartner ohne deren Wissen in solche Konstellationen hineinziehen.

Kurzum: das geht gar nicht, egal, aus welcher Perspektive ich es betrachte. Einzige Ausnahme könnte (!! - habe das gottlob nicht erleben müssen und hoffe, dass es auch so bleiben wird) der sofort gebeichtete einmalige Fehltritt sein, der in einer langjährigen sonst guten Beziehung passiert ist und gemeinsam aufgearbeitet wird - und aus dem sichtbare Konsequenzen (Reue, vertrauensbildende Masssnahmen, nachvollziehbares Vermeiden von Risikosituationen!) gezogen werden.

m (49)
 
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