G

Gast

  • #1

Hängt alles am Vorhandensein einer Partnerschaft?

Folgende unangenehme These möchte ich hier in den Raum stellen: Alles steht und fällt mit einer Partnerschaft.
Wer allein ist, wird nicht emotional unterstützt und nicht körperlich berührt, hat keinen Sex und auch weniger freundschaftliche Sozialkontakte (Pärchenaktivitäten fallen weg). Auch das Geld ist knapp, denn Miete und Nebenkosten, Instandhaltung eines Autos etc. werden nicht geteilt und es schiesst auch kein zweites Elternpaar hier und da mal etwas zu. Zuschläge für Verheiratete etc. entfallen. Wochenenden und Feiertage sind nicht schön, sondern im Gegenteil schlimmer als reguläre Tage, und Geschenke, Aufmerksamkeiten und Liebesbeweise zu Festtagen gibt es ohnehin keine.
So ist mein Leben. In Phasen, als ich einen Partner hatte, was alles oben Beschriebene da und schön. Natürlich wird jetzt wieder kommen: Sex geht auch mit ONS; aufs Geld darf es dir nicht ankommen; mach was alleine; hänge dein Glück nicht an das Aussen; sei aus dir heraus glücklich. Aber das ist nicht dasselbe. Es ist nur mühsamst durchgehaltenes Warten und ich bin jeden Tag aufs Neue unendlich traurig und fassungslos, dass andere, verpartnerte Frauen glücklich sein dürfen und ich seit Jahren nicht. Dass jemand anderer derart über mein Lebensglück entscheidet (er will mit mir leben/ er will nicht), schüchtert mich in Beziehungsversuchen unheimlich ein. Denn es hängt ja, siehe oben: alles daran, dass ich jemanden überzeuge. Dabei ist es mir mittlerweile weniger wichtig, wer es ist, als dass es endlich wieder so weit sein möge.
Ich würde ehrlich gern wissen, ob andere hier das auch so empfinden wie ich.
 
  • #3
Hä?
Nein, das ist völliger Unsinn. Wenn Dir all das widerfährt hast Du vorher ein paar Dinge falsch gemacht.

Wer allein ist, wird nicht emotional unterstützt und nicht körperlich berührt
Freunde, Familie ha man ja dennoch. Hatte nie Probleme in Singlezeiten emotional zu verkümmern
Sex, ok hatte ich nur mit mir selbst aber auch kein allzu grosses Verlangen danach (hatte ja keine Hormonausschüttung)

finanziell, ok ist etwas knapper aber doch nicht Existenzbedrohend, oder?

Das Problem bei einer solchen Einstellung ist dass Du von einem Partner erwartest dass er Dich glücklich macht. Das kannst Du aber nur selbst schaffen. Ein anderer wird an diesem Anspruch immer scheitern.

Nur wer alleine gut klarkommt kann eine PArtnerschaft ausfüllend gestalten.
 
G

Gast

  • #4
Liebe FS,

ich bin Single-Mama, schon seit Jahren ohne Partner, aber bei mir ist weder das Geld knapp, noch fühle ich mich unglücklich. Ich habe einen ganz normalen Job, ein Auto brauche ich in der Grossstadt nicht und Eltern, die mich finan. unterstützen habe ich auch nicht und der Kindesunterhalt ist normal und geht komplett fürs Kind drauf.

Ich bin aber jemand der gut hinter die Fassade schauen kann und sehe, dass viele angeblich ach so glückliche Frauen, die einen Mann, ein dickes Auto usw. haben, nicht viel glücklicher sind als ich, sondern oft im Gegenteil, oft unglücklicher sind.

Solange du denkst, dass nur ein Mann, Geld, Autos eine Frau glücklich machen können, hast du eine wichtige Lebensregel nicht verstanden. Glücklich kannst du dich nämlich nur alleine machen. Solange du das nicht kannst, klappt es weder mit den Männern noch mit anderen angelich so wichtigen Dingen im Leben.

w 49
 
G

Gast

  • #5
Wenn ich ganz ehrlich bin, mir geht es in Singlezeiten meist besser als in solchen mit Partner. Ich hätte trotzdem gerne wieder einen Mann in meinem Leben, aber nicht um jeden Preis.
 
G

Gast

  • #6
Du sehnst dich nach einer Partnerschaft, aber du siehst nur ihre positiven Seiten. Dabei ist eine funktionierende Beziehung nach der Hormonflut vor allem auch harte Arbeit. Sie bedeutet Auseinandersetzung und Kompromisse einzugehen. Von außen betrachtet wirkt es oft, als würden Paare auf rosaroten Wolken schweben. Aber wer hinter die Kulissen schaut, weiß: Viele Menschen sind nur mit einem Menschen zusammen, um nicht allein zu sein. Viele Menschen sind unglücklich in ihrer Beziehung, aber trennen sich aus wirtschaftlichen Gründen nicht. Viele Menschen in Partnerschaften haben weniger Sex als Singles. Viele Menschen mit Partner sehnen sich insgeheim nach DEINEM Singlestatus, um so wunderbar frei und unabhängig wie du zu sein - weil das Gras auf der anderen Seite halt immer grüner ist.

Partnerschaft bedeutet niemals automatisch GLÜCK.
 
G

Gast

  • #7
Überhaupt nicht.Erst wenn ich anders denke und mein Leben recht zufrieden allein im Griff habe, dann werde ich ein Partner sein, der auf eigenen Füssen gut steht.Und souverän mit sich , der Welt, den Problemen, die sich stellen zurecht kommt.Dann werde ich ein Partner auf Augenhöhe , sonst ein Anhängsel.
w52
 
G

Gast

  • #8
also ganz so extrem ist es nu auch nicht. verstehe das aber mit dem emotionalen und koerperlichen ding. die ganze ons ***** mach ich nciht mehr, da nur mist dabei rauskommt.

allerdings mit der emotionalen unterstuetztung - ja es ist manchmal etwas einsam vor allem abends oder der typische paerchensonntag. andererseits sind freunde fast wichtiger. Ich habe mich vor etwa 1 Jahr aus einer 4 Jahre langen beziehung verabschiedet - ich hab in der zeit nicht viel mit meinen freunden unternommen, aber ich habe durch meine freunde ueberhaupt meine wohnung bekommen. es hat keine rolle gespielt, dass ich ein paar jahre etwas ausgeklinkt war.
 
G

Gast

  • #9
Kalle hat bereits angesprochen , ich gehe seinen Weg weiter: Um Andere zu lieben, musst du dich erstmal selber lieben und dein Seelenheil nicht von anderen Menschen abhängig machen !

Du scheinst keinen seelischen erfüllten Beruf und keine bewusstseinserweiternden oder ausgleichenden Hobbies zu haben. DAS sind die Grundstöcke für ein erfülltes Leben ! Eine ernste Beziehung findet man nicht an jeder Straßenecke und man sollte nicht voraussetzen, daß nur durch Sie ein Leben erst an Wert gewinnt . Partnerschaft wie auch Sex ergänzen das Ich, aber erstellen es nicht ! Fang bitte mehr mit dir selber an und mache was aus deiner individuellen Existenz ! Single zu sein, hat doch den riesigen Vorteil, unabhängig zu und frei zu sein ! Ich würde diesen Zustand an deiner Stelle wesentlich vorteilhafter sehen !

m,28
 
G

Gast

  • #10
Ja, man kann schon mal mit solchen trüben Gedanken Karrussel fahren.
Leider hat es nur eine Konsequenz: es zieht es noch mehr runter. Wenn Du also zum miesepetrigen Mauerblümchen mutieren willst, plane eine Frustwochenende, an dem Du tatenlos im Jogginganzug mit fettigen Haaren auf der Couch liegst und Dich bemitleidest. Lege traurige Musik ein und sei für niemanden erreichbar.

Vielleicht kommt die Lebenslust wieder, sobald Du Dich selbst nicht mehr erträgst.

Besser ist, all das auszublenden, sich Gutes zu tun, Dinge zu unternehmen, die Spass und gute Laune bringen und einfach guter Hoffnung zu bleiben, dass es irgendwann schon wieder klappen wird. Sag´ Dir, jeden Tag was Du für einen liebenswürdige Person bist und zeige Dich von Deiner besten Seite. Dann wirst Du sicher finden und gefunden werden.


Viel Glück, für welche Variante auch immer Du Dich entscheidest :)
 
G

Gast

  • #11
Hallo FS
Ich empfinde genau so wie du. Dein Text trifft in vielen Punkten mit meinen Empfinden zu. Allerdings ist mir das Geld und der Sex egal, mich quält vorallem diese ewige Einsamkeit. Ich denke viele die immer ihre schönen Sprüche klopfen sind einfach noch nie wirklich über eine längere Zeit alleine gewesen und können gar nicht nachvollziehen wie stark das Selbstvertrauen und damit auch andere soziale Kontakte schrumpfen können in einer solchen Phase.
 
  • #12
Wer allein ist, wird nicht emotional unterstützt und nicht körperlich berührt, hat keinen Sex und auch weniger freundschaftliche Sozialkontakte (Pärchenaktivitäten fallen weg). Auch das Geld ist knapp, denn Miete und Nebenkosten, Instandhaltung eines Autos etc. werden nicht geteilt und es schiesst auch kein zweites Elternpaar hier und da mal etwas zu. Zuschläge für Verheiratete etc. entfallen. Wochenenden und Feiertage sind nicht schön, sondern im Gegenteil schlimmer als reguläre Tage, und Geschenke, Aufmerksamkeiten und Liebesbeweise zu Festtagen gibt es ohnehin keine.
Sag mal, Du liest dieses Forum schon überblicksweise?

Falls nicht, fasse ich aus all den permanent laufenden Beziehungsthemen für Dich zusammen und füge es in Deine Textschablone ein:

Wer in Beziehung ist, wird nicht emotional unterstützt und nicht körperlich berührt, hat keinen Sex und auch weniger freundschaftliche Sozialkontakte (Pärchenaktivitäten sind langweilig, weil sie sich bloß noch um den Nachwuchs drehen, als Single ging man noch raus ins Leben). Auch das Geld ist knapp, denn einer ist immer verschuldet/unterhaltspflichtig/arbeitslos/in Ausbildung/Minimalverdiener, so dass Miete und Nebenkosten am anderen hängenbleiben, Instandhaltung eines Autos etc. werden nicht geteilt, weil einer perfekt ohne Auto überleben kann und will; und es werden auch noch die Elternpaare finanziell oder durch Arbeitsleistung unterstützt. Für Kredite bürgen beide Verheirateten. Wochenenden und Feiertage sind nicht schön, sondern im Gegenteil schlimmer als reguläre Tage, weil einer der Partner immer mit Kumpels, Hobbies, nächtelangem Feiern oder Sport beschäftigt ist.
Und Geschenke, Aufmerksamkeiten und Liebesbeweise zu Festtagen gibt es ohnehin keine, weil einer der Partner immer zu unkreativ oder einfühlungsarm ist. Und die Festtage müssen soundso im starren traditionellen Kreise einer störenden und spießigen Restfamilie verbracht werden, zu der man gar nicht hinwill.

Merkst was?

Jeder Lebensabschnitt ist so, wie man ihn sich gestaltet - und Grund zum Unzufriedensein wird man immer finden. Man muss nur arg genug auf die jeweils negativen Seiten der Medaille fokussieren. ;-)
 
G

Gast

  • #13
Ganz im Gegenteil. Ich (m, 45) bin inzwischen froh, dass ich keine Partnerin gefunden und daher auch keine Familie am Hals habe. Meine berufliche Belastung hat sich in den letzten Jahren extrem gesteigert, so dass ich in meiner Freizeit absolute Ruhe benötige. Ich meide in meiner Freizeit inzwischen jegliche sozialen Kontakte ganz bewusst, weil ich anders nicht mehr abschalten könnte. Ich bin Stadtkämmerer einer großen deutschen Stadt und habe mindestens 12 Stunden am Tag einen kaum noch akzeptablen Trubel um mich herum. Wochenendarbeit ist in meinem Job selbstverständlich.
Als leitender Beamter (B 7) verdiene ich sehr gut und denke, dass ich mit 52 (dann läuft meine Amtszeit regulär aus) auch in den Ruhestand gehen kann. Das wäre nicht möglich, wenn ich eine Familie hätte. Der Wunsch nach Sex und nach einem Partner lässt mit zunehmendem Lebensalter nach; inzwischen vermisse ich diesbezüglich nichts mehr.
 
G

Gast

  • #14
" In Phasen, als ich einen Partner hatte, was alles oben Beschriebene da und schön. "

Warum waren das nur "Phasen"? Waren es immer die Partner, die sich von dir getrennt haben, und wenn ja, aus welchen Gründen?

"Dass jemand anderer derart über mein Lebensglück entscheidet"

Wer so wenig Bewusstsein über seine eigene Person hat, ist eigentlich gar nicht in der Lage, eine Partnerschaft zu führen, zumindest bestimmt keine erwachsene Partnerschaft.

" ist es mir mittlerweile weniger wichtig, wer es ist,.."

Das klingt nun endgültig nach Selbstaufgabe. Offenbar hat Partnerschaft für dich einen so hohen Stellenwert, dass deine Person und deine eigenen Interessen und Fähigkeiten hinter dem Wunsch nach Partnerschaft völlig untergehen. Es klingt fast so, als ob du dich als Individuum überhaupt nicht mehr wahrnimmst. Aus miener Sicht ist das eine dringendst behandlungsbedürftige Persönlichkeitsstörung, denn das Risiko, dass du mit dieser Einstellung auf Menschen triffst, die dich - emotional, sexuell, vielleicht auch finanziell - ausnutzen, ist extrem hoch.
 
G

Gast

  • #15
Zuwendung, sowie Liebesbeweise und Geschenke an Feiertagen bekommt man doch von Familie und Freunden. Sex kann man ausser bei ONS auch durch eine rein auf Sex Basierende Beziehung (friends with benefits oder Affaire oder sowas) bekommen. mache ich in meiner singlezeit immer so. Seine Freizeit kann man auch wunderbar alleine Gestalten. Ich habe in Singlezeiten auch immer viel mehr soziale Kontakte, da ich mehr Zeit dafuer habe und allgemein mehr auf Leute zugehe als in einer Partnerschaft.

Das einzige was stimmt ist die Sache mit dem Geld. Es aergert mich auch immer wieder das ich die Kosten fuer eine Wohnung nicht teilen kann wenn ich nicht in einer WG wohnen moechte.

W 28
 
G

Gast

  • #16
Hallo FS
Ich empfinde genau so wie du. Dein Text trifft in vielen Punkten mit meinen Empfinden zu. Allerdings ist mir das Geld und der Sex egal, mich quält vorallem diese ewige Einsamkeit. Ich denke viele die immer ihre schönen Sprüche klopfen sind einfach noch nie wirklich über eine längere Zeit alleine gewesen und können gar nicht nachvollziehen wie stark das Selbstvertrauen und damit auch andere soziale Kontakte schrumpfen können in einer solchen Phase.
Das trifft leider überhaupt nicht zu. Ich bin auch schon lange Zeit alleine gewesen, und mein Selbstvertrauen war auch schon im Keller, insbesondere in der Zeit nach der Trennung. Aber nach einiger Zeit habe ich mich wieder gefunden und wurde mir wieder dessen bewusst, wofür ich lebe, wer ich bin. Und niemals würde ich zu solch einem Satz kommen:

Dabei ist es mir mittlerweile weniger wichtig, wer es ist, als dass es endlich wieder so weit sein möge.
Im Gegenteil, es gibt nur wenige Beziehungen, die ich haben wollte. Der Anblick vieler Pärchen erweckt in mir Abschreckung. Was ich mir wünsche, sind Menschen, die mich verstehen. Die gibt es, mehr, und weniger. Aber was ist denn bitte, "irgendeine Beziehung haben"? Wenn es so schlimm ist, dann trefft euch doch mit irgendwem und mit irgendeinem wird es klappen. Ich könnte mit keinem Mann Sex haben, den ich nur aus Einsamkeit wählte.

Ich bin auf Einstellungen wie die der FS nicht gut zu sprechen, egal, ob ich mich in einer Single- oder Pärchenphase befinde (und ich war schon sehr einsam!). Frauen, die so denken, sind die ersten, die nur noch mit ihrem Freund zu tun haben, wenn es denn mal wieder so weit ist. Warum trefft ihr euch denn nicht mit anderen Singles und habt Spaß? Versucht ihr es überhaupt Oder wollt ihr leiden?

Trotz Einsamkeit oder Trauer liegen mir Gedanken wie die der FS absolut fern. Natürlich braucht man Menschen, aber man braucht nicht das Gebäude Beziehung. Und wenn ich dann etwas von finanziellen Vorteilen lese, dann weiß ich gar nicht mehr was ich sagen soll...
 
G

Gast

  • #17
Liebe FS,
ich finde es traurig wie du denkst. Du scheinst ein extrem depressiver Mensch zu sein. Fakt ist, dass du mit so einer Einstellung niemals den Partner finden wirst, den du dir wünscht. Jeder möchte von seinem Partner geliebt werden. Doch das geht nur, wenn man sich selbst liebt und keine leere Hülle ist, die darauf wartet gefüllt zu werden. Du musst als erstes bei dir selbst anfangen. Such dir ein schönes Hobby oder versuche beruflich mehr aus dir zu machen, wenn du finanziell nicht so gut aufgestellt bist.
Aber scheinbar verbringst du lieber deine Zeit damit in Selbstmitleid zu baden.
Du solltest endlich dein Leben in die Hand nehmen und genießen, anstatt wie eine hilflose Klette auf Erlösung zu warten.
 
G

Gast

  • #18
Liebe Fs,

ich verstehe dich total. Ich empfinde mittlerweile ähnlich. 2 Jahre habe ich jetzt nur schlechte Erfahrungen mit der Frauenwelt gemacht. Die Sehnsucht nach einer Partnerschaft mit einer Frau wächst von Tag zu Tag. Aber auch das Denken nur mit einer Partnerschaft glücklich im Leben sein zu können.

Alles Liebe,

m
 
G

Gast

  • #19
Mir (m23) geht es durchaus ähnlich wie FS. Mit dem Geld gibt es allerdings keine Probleme, noch nie und wird auch nie. Ich bin immer überrascht, dass das ein solches Hindernis für andere ist. Geld macht nicht ansatzweise glücklich, nicht den Hauch davon....

Das Problem geht meistens auf falsche Erwartungshaltungen zurück. Wenn du den Traumprinz suchst der dich täglich mit Liebesbeweisen überschüttet, dann suchst du vergeblich. Es gibt nichts furchtbareres als solche Pärchen.

Es ist nur mühsamst durchgehaltenes Warten und ich bin jeden Tag aufs Neue unendlich traurig und fassungslos, dass andere, verpartnerte Frauen glücklich sein dürfen und ich seit Jahren nicht.
Kenne ich zur genüge. Die Frage lässt es einen nicht mehr los: "Wieso schaffen es DIE und ich nicht?". Ich wills gar nicht aussprechen, aber auch negiert stimmt es sogar: Ich kann es nicht leugnen, dass ich eine gewissen Zufriedenheit spüre wenn sich andrer Leute Partnerschaften auflösen.

Trotz Einsamkeit oder Trauer liegen mir Gedanken wie die der FS absolut fern. Natürlich braucht man Menschen, aber man braucht nicht das Gebäude Beziehung.
Das ist aus der Sicht eines Menschen der in einer Beziehung lebt oder gelebt hat, sehr einfach. Ich sage mittlerweile auch(früher war das anders!), man braucht keinen BMW. Mittlerweile brauche ich gar kein Auto. Andere arbeiten Jahre nur um zu solch einem materiellem Gegenstand zu kommen. Du wirst es ihnen nie ausreden können. Jeder muss die Erfahrung selbst machen!

Dabei ist es mir mittlerweile weniger wichtig, wer es ist, als dass es endlich wieder so weit sein möge.
Bringt nichts. Ich habe auch jegliche Anforderungen runtergeschraubt. Bildungsstand, Attraktivität, finanzielle Situation, Herkunft...egal bringt nichts. Selbst wenn du Kost, Logis, Fahrzeug und finanzielle Nestwärme mitbringst. Es liegt nicht daran. Potentielle Partner erkennen deine Unzufriedenheit selbst noch in der nächsten Ortschaft. Ich kann dir da ein Lied davon singen. Das ist auch invariant davon ob du ein Adonis/Aphrodite mit Engelsstimme bist oder MINT studiert hast und die ganze Welt bereist. Mein Rat: Leg das alles ab, werde primitiv. Schau RTL am Nachmittag und labe dich daran, dass es anderen noch schlechter geht. Blende intellektuelle Gedanken zu Problemen auf dieser Welt (Kriege, Überbevölkerung, Menschenrechtsverletzung, Masttierhaltung, Rohstoffausbeutung, Umweltvernichtung, Staatsterrorimus) einfach aus, zur Not mit Alkohol ! Geh arbeiten mit dem Mindestmaß an Enthusiasmus und plane schon den Feierabend mit Freunden/Partnern. Und so weiter...Alle wirklich zufriedenen Menschen die ich kenne, machen es so. Nicht groß nachdenken (erst Recht nicht über die Folgen) sondern einfach machen. Die Naivität welche hier dahintersteckt macht dich und andere sogar noch attraktiver. Alles genau so erlebt. Das wird schon !
Viel Glück auf dem weiteren Weg !
 
G

Gast

  • #20
Das ist aus der Sicht eines Menschen der in einer Beziehung lebt oder gelebt hat, sehr einfach. Ich sage mittlerweile auch(früher war das anders!), man braucht keinen BMW. Mittlerweile brauche ich gar kein Auto. Andere arbeiten Jahre nur um zu solch einem materiellem Gegenstand zu kommen. Du wirst es ihnen nie ausreden können. Jeder muss die Erfahrung selbst machen!
Ich habe das so gesehen, bevor ich in Beziehungen gelebt habe und danach. Ich definiere mich nicht nur darüber. Was ist das denn eurer Meinung nach, "eine Beziehung"? Wenn es nur darum geht, nicht alleine zu sein, warum tut ihr euch dann nicht mit einem Single-Freund oder einer Single-Freundin zusammen und erlebt gemeinsam etwas? Was ist daran anders als in einer Beziehung?

Das ist es nämlich, das wissen die meisten gar nicht, die so verkrampft nach einer Beziehung suchen. Sie sind manchmal nicht einmal in der Lage, eine enge Freundschaft zu führen, brauchen direkt alles auf einmal. Das bekommt man aber auch nicht in einer Beziehung einfach so, und genau darüber solltest du oder die FS sich im Klaren sein.
 
G

Gast

  • #21
Wer allein ist, wird nicht emotional unterstützt und nicht körperlich berührt
Wer dem nicht zustimmt, ist mMn einfach ein Einzelgänger oder war einfach wirklich noch nie (lange genug) einsam.

Diese beiden Faktoren vermisse ich am allermeisten und ich fühle mich oft wie eine Blume, die eingeht.
Wer sollte einen denn zärtlich berühren, wenn nicht der Partner? Mit meinen platonischen Freunde tausche ich keine Berührungen oder gar Zärtlichkeiten aus.
Wenn es mir mal schlecht geht, oder ich Zuwendung gebrauchen könnte, ist niemand da, der mich umarmt. Genausowenig kann ich jemandem Zuwendung schenken.
Wenn ich traurig bin, gibt es niemanden, der mich trösten und in den Arm nehmen würde (außer meine Mutter, wenn ich mit ihr sprechen würde in so einem Fall, dann ja)

Es gibt niemanden, mit dem ich gemeinsam mein Leben gestalten kann, oder Teile dessen.
Niemand meiner platonischen Freunde interessiert sich ernsthaft für meine Wünsche und Ziele im Leben, oder wie mein Tag war, wie ich mich fühle.
Wenn ich nach Hause komme, ist niemand da. Ich verbringe also schweigend meinen Alltag (zu Hause, beim Einkaufen), denn es gibt niemanden in diesen Situationen, der da ist (außer Fremde im Supermarkt). An den allermeisten Tagen (wenn ich zu Hause bin) esse ich alleine zu Abend, sehe alleine fern, kann mich dabei an niemanden anlehnen, oder sonstwas, gehe alleine schlafen, stehe alleine in der Früh wieder auf usw usw. Für belangloses Plaudern muss ich jemanden anrufen, oder mich mit jemandem treffen, zu Hause ist niemand.

Da hilft mir auch kein Hobby, denn das kann nicht den Platz eines Partners einnehmen.
Natürlich verlaufen Beziehungen nicht immer nach Idealvorstellungen. Aber kein Hobby oder sonstwas kann mir das geben, was mir ein Partner möglicherweise geben könnte. Dem Hobby kann ich auch nichts geben, was ich einem Partner geben könnte. Das sind ganz unterschiedliche Dinge..
 
G

Gast

  • #22
Wenn ich nach Hause komme, ist niemand da. Ich verbringe also schweigend meinen Alltag (zu Hause, beim Einkaufen), denn es gibt niemanden in diesen Situationen, der da ist (außer Fremde im Supermarkt). An den allermeisten Tagen (wenn ich zu Hause bin) esse ich alleine zu Abend, sehe alleine fern, kann mich dabei an niemanden anlehnen, oder sonstwas, gehe alleine schlafen, stehe alleine in der Früh wieder auf usw usw. Für belangloses Plaudern muss ich jemanden anrufen, oder mich mit jemandem treffen, zu Hause ist niemand.
Ich kenne das auch, aber all dem kann man durch anderes Abhilfe schaffen, anstatt zwanghaft eine Beziehung zu suchen. Muss man eigentlich alle seine Probleme und Mängel auf einmal lösen? Muss es DEN Retter geben, der alles auf einmal behebt?

Was ist schlimm daran, Freunde zum Plaudern anzurufen? Und wenn du zuhause alleine bist, warum tust du dich nicht mit anderen zusammen, die sich ebenfalls alleine fühlen? Ich habe mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die ähnlich sprachen wie du, sich selbst von anderen zurückziehen und wenig Interesse an ihren Freundschaften zeigen, weil sie einem Ganz-oder Gar-Nicht Denken unterliegen.

Ständig wird von den Vorteilen einer Beziehung geredet, aber das bisherige Leben angenehmer zu gestalten, wird regelrecht abgelehnt. Nein, eine Beziehung muss her. Und ob ein potentieller Beziehungskandidat diese Haltung gutheißt, wage ich zu bezweifeln. Es kommt auf jedenfall sehr fordernd und unselbstständig rüber. Einer muss her, der alles löst.

Aber was ist mit deinem Leben? Warum tust du nichts, damit du dich gut fühlst? Warum ergreifst du keine Maßnahmen gegen die abendliche Einsamkeit, wie Kochtreffs, WGs o.ä.? Mir erscheint es so, dass du es nicht willst, weil du, sobald du das eine Problem löst, wieder ein anderes findest, was auf den mangelnden Partner zurückgeht. Hauptsache alles wird mit dem mangelnden Partner erklärt.
 
G

Gast

  • #23
also meine Freunde nehmen mich in den Arm wenns mir schlecht geht und sind für mich da, merken sogar in der Regel von selbst wenn was nicht stimmt. Und warum soll man Abends alleine zu Hause bleiben wenn einen das stört? Einfach mit jemandem verabreden oder einer Sportart nachgehen. Und wenn man nicht ohne Sex auskommen will: friends woth benefits bis ein fester Partner da ist.
 
G

Gast

  • #24
Ich verstehe deinen schmerz und habe beiden parteien pro contra nur eines zu sagen:

Mir fehlt oft eine schulter zum anlehnen gerade als mentale stütze, wie sie bei glücklichen pärchen da ist.

Und oh ja freunde, das ist ein segen, ein glück und jeder, der das bestreitet ist realitätsfern oder versucht es zu beschönigen.
 
G

Gast

  • #25
Ich stimme #21 zu, niemand kann das leisten, das Lebensglueck eines anderen zu bedeuten. Ueberleg es Dir doch einmal umgekehrt: Kannst Du dich damit identifizieren? Ich bin daraus gewachsen & habe beschlossen, jeden Tag zu geniessen. Mit dem Ergebnis, dass mir eine Kollegin & ihr Mann mal gesagt haben, sie haetten mich noch nie nicht laecheln sehen, als ich in ihr Garagenapartment eingezogen bin. Das ist hier in den USA irgendwie ungezwungener. Und WGs sind auch haeufiger. Und das alles als Single.... Klar, manchmal ist das schwer. Aber jeder Tag kommt nur einmal. Ich habe mir einen Beruf & ein Hobby gesucht, die mich ausfuellen. Und dabei lerne ich Leute kennen. Und wenn man Zufriedenheit ausstraht, wird man oefter angesprochen, wer will schon einen traurigen Gespraechspartner? Bzw. jemanden, der das ausstrahlt? Klar, geht nicht immer, aber man kann dran arbeiten. Period. Mir klaut wenigstens ausser meinen Hunden wenigstens kenier die Fernbedienung :) Ich gehe alleine ins Kino. Wer da meint das ist aussergewoehnlich, so what? Und dass"verpaartnerte" Frauen gluecklicher sind, dagegen spricht achon die Scheidungsrate, es ist ein Kampf mit Kompromissen ohne Ende. Darueber schon mal nachgedacht? It`s time. :)
 
G

Gast

  • #26
Liebe FS
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich glaube, im Moment nützen dir all die gut gemeinten Ratschläge meiner VorschreiberInnen nicht so viel, da sie zu kopflastig sind. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man von Freunden umarmt wird oder mit dem Partner zärtlich ist. Ich war drei Jahre "alleine" und habe genau das auch vermisst, egal, ob ich mich nun selber liebte, viel unternahm oder....Du bist einsam, traurig und Punkt. Was mich aber sehr getragen hat, war die uneingeschränkte Liebe und Verschmustheit meiner Katzen! Wäre das vielleicht eine Möglichkeit? Haustiere? Natürlich nur unter geeigneten Voraussetzungen ;-) Zusätzlich gibt es gute homöopathische Mittel, die dir helfen könnten, lass Dich doch beraten. Oder, als letzter Vorschlag, ein geführter Urlaub für Singles? Gerade über die Festtage?
Alles Liebe Dir!
 
G

Gast

  • #27
Liebe Fragestellerin,

es kommt wohl darauf an, wie beziehungs-orientiert der eigene Charakter bzw. die eigene Psyche ist. Mir ging und geht es immer genauso. Es gibt nun einmal nichts schöneres im leben als die Liebe, und nichts beeinflusst uns alle mehr. Allein dass wir existieren, verdanken wir einer Liebesbeziehung: Nämlich derjenigen unserer Eltern.

Natürlich muss man auch alleine leben können wenn es sein muss. Auch innerhalb einer Partnerschaft etwas alleine unternehmen können (das kann ich z.B. auch sehr gut, obwohl ich so großen Wert darauf lege, dass jemand zu mir gehört).

Für mich kann ich sagen, dass es mir 100%ig genauso wie Dir geht. Es ist aber klar, dass viele Menschen nciht so sehr beziehungs-orientiert gestrickt sind und die kommen ganz alleine besser klar. Oder sie können vielleicht auch einfach ihre Gefühle im allgemeinen besser kontrollieren und wenn nötig unterdrücken.

Alles Gute
W
 
G

Gast

  • #28
Selbstverständlich sind Freundschaften kein vollwertiger Ersatz für einen Partner. Zwar kann man mit ihnen über Probleme sprechen und die Freizeit sinnvoll gestalten, letztlich fehlt jedoch die Vertrautheit, die nur eine Beziehung bieten kann.

"Friends with benefits" sind auch ein zweischneidiges Schwert. Sicherlich können sie den sexuellen Druck während der Singlephasen mindern, jedoch wirkt das Modell auf mich ziemlich abgebrüht und unterkühlt. Falls ich eine Beziehung zu solch einer Frau überhaupt in Betracht zöge, könnte ich diese Sorte von Freunden keinesfalls im meinem Umfeld dulden.

Ein sehr emphatischer Mensch meinte mal zu mir, dass es wesentliche Eckpfeiler im Leben gäbe. Ihre Namen sind Beziehung, Arbeit, Familie/Freunde und Freizeitgestaltung. Bricht einer dieser Pfeiler weg oder war niemals vorhanden, so muss man den eigenen Schwerpunkt verlagern, um auf den verbleibenen Säulen die Basis für ein erfülltes Leben zu errichten.

Wenn Dir das Fehlen einer Beziehung derart an die Nieren geht, dann solltest Du dringend versuchen, einen Ausgleich in den verbleibenden Dimensionen zu finden. Das wird vermutlich niemals vollends klappen, dennoch kann es erheblich zur Steigerung der Lebensqualität beitragen.

Beispielsweise könntest Du Sport-, Koch-, Kunst- und Fortbildungskurse besuchen um Deine Freizeit sinnvoll zu gestalten und neue Leute kennenzulernen. Darüber können wiederum neue Kontakte geknüpft werden, die letztlich auch zu einer Beziehung führen könnten. Das sollte allerdings nicht im Vordergrund stehen. Einziges Ziel ist hierbei, unabhängig von einer Partnerschaft, die eigene Lebensfreude wiederzufinden.
 
G

Gast

  • #29
Ich kenne das auch, aber all dem kann man durch anderes Abhilfe schaffen, anstatt zwanghaft eine Beziehung zu suchen.

Was ist schlimm daran, Freunde zum Plaudern anzurufen? Und wenn du zuhause alleine bist, warum tust du dich nicht mit anderen zusammen, die sich ebenfalls alleine fühlen? Ich habe mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die ähnlich sprachen wie du, sich selbst von anderen zurückziehen und wenig Interesse an ihren Freundschaften zeigen, weil sie einem Ganz-oder Gar-Nicht Denken unterliegen.

Aber was ist mit deinem Leben? Warum tust du nichts, damit du dich gut fühlst? Warum ergreifst du keine Maßnahmen gegen die abendliche Einsamkeit, wie Kochtreffs, WGs o.ä.? Mir erscheint es so, dass du es nicht willst, weil du, sobald du das eine Problem löst, wieder ein anderes findest, was auf den mangelnden Partner zurückgeht. Hauptsache alles wird mit dem mangelnden Partner erklärt.
Ich bin #20. Nein, das ist nicht wahr. Ich bin lediglich auf die Darstellung der FS eingegangen, im besonderen auf nicht vorhandene emotionale Unterstützung und körperliche Berührungen eines Partners. Dazu habe ich meine Gefühle und Ansichten genannt.

Das bedeutet noch lange nicht, dass ich zwanghaft nach einer Beziehung suche, keine Freunde oder Hobbies habe. Aber ich empfinde dieses Fehlen eben so, wie oben beschrieben. (Vor allem an Tagen, wo ich NICHTS anderweitiges unternehme - wie ich auch erwähnt habe!)
Ich rufe auch Freunde zum Plaudern an, gehe aus und treffe mich mit Menschen - ich kann auch Fremde ansprechen. Aber das alles hat mMn - wie ich geschrieben habe - nicht direkt was mit "Partner" zu tun, weil das alles diesen Platz nicht einnehmen kann, es ist nicht dasselbe.
Ein Kochtreff am Abend beschäftigt mich für ein paar Stunden und mag unterhaltsam sein, aber es ist nicht vergleichbar damit, von jemandem geliebt zu werden. Das können mir alle Kochtreffs der Welt nicht geben.

Ich erkläre keine "Probleme" mit einem fehlenden Partner, sondern nur, was ich dabei fühle. Das hat aber nichts mit den restlichen Komponenten meines Lebens zu tun, denn auf die bin ich hier nicht eingegangen, folglich weiß hier niemand über diese Bescheid. - Deshalb ist es ein Trugschluss mich jetzt als un-initiativ, depressiv, keine Freunde + Unternehmungen, etc und "auf den alles rettenden Prinz wartend" hinzustellen.
 
G

Gast

  • #30
So wie du das siehst FS kann man das natürlich auch betrachten, dann ist man aber ein sehr, sehr abhängiger/unreifer Mensch und was soll ein Partner von dir groß erwarten? Du willst aus einer Partnerschaft sehr viele Vorteile für dich ziehen und das würde jemand anderen natürlich schnell abschrecken bzw. ihn mehr belasten als unterstützen.
Ich finde nur wer auch alleine zurecht kommt und sich beweisst sollte auch das Privileg haben eine glückliche Partnerschaft zu führen. Man muss denken was man in eine Partnerschaft einbringen kann, nicht welche Vorteile man sich erwartet.
Wenn dir mittlerweile echt schon egal ist mit wem zu zusammen bist, hauptsache mit irgendjemandem dann tut mir dein zukünftiger Partner jetzt schon leid, ich hoffe du findest einen Mann mit ausgeprägtem Helfersyndrom der eine Frau braucht die er wie ein Kleinkind beschützen/versorgen/unterhalten kann.
Oder du fährst auf Urlaub in ein Dritte-Welt-Land, dort sollen einige Männer sehr froh sein wenn man sie nach Mitteleuropa bringt, mit denen kannst du dann auch dein Leben verbringen.

M28 der Unabhängigkeit und Eigenverantwortung über Alles liebt