• #61
Unterm Strich bekommt man gesagt dass man seine Bedürfnisse unterdrücken soll und dass ja alles nur am fehlenden Selbstbewusstsein liegt. Und oft liest man hier das Gleiche.
Willst du die alleinige und völlige Verantwortung dafür tragen, dass dein Partner glücklich ist ? Immer, für immer und absolut ?
Hallo Blair,

ich frage dich bewusst so plakativ. Nein, die meisten Menschen hier schreiben, dass nicht Mr.X für ihr Glück zuständig ist, sondern sie selbst. Ihren Wunsch nach einem Mann will ihr niemand ausreden. Diesen Mann mit einer solchen Verantwortung zu erschlagen schon. Stell dir vor, du hast einen Mann an deiner Seite, der nur mit dir geniessen kann, glücklich sein kann. Das erdrückt dich doch irgendwann. Immer nur aneinander kleben ....
Ich persönlich freue mich, wenn mir V von etwas erzählt, das sie ganz toll gefunden hat. Egal was. Shoppen mit Schwester oder Tochter oder Freundinnen, ein Eichhörnchen, das sie beobachten konnte, einem Musiktitel, der ihr gefallen hat, einem Erfolgserlebnis .....
Warum ? Sie teilt ihre Freude dann mit mir. Ihre Augen leuchten, ihr Lächeln ist strahlend ......
Das kann Lea aber nicht. Sie sollte es aber lernen. Also soll sie sich ruhig einen Mann wünschen. Auch Ausschau halten. Aber auch dafür sorgen, dass sie Glücksmomente alleine oder mit Freunden hat. Damit sie ihm dann auch Glücksmomente schenken kann.

So zumindest lese ich die meisten Beiträge hier.
Gruss vom Tom
 
  • #62
Es ist typisch menschliche Arroganz, zu meinen, man würde über solchen Instinkten stehen.
Das teile ich zwar; mache aber gerade in diesem Punkt ein deutlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen aus.

Der Instinkt lässt uns Männer entsprechend unserem Trieb mit Frauen und Männern Sex haben (wollen), um die entsprechende Lustgefühle zu bekommen und Verliebtheit fühle wir genauso, aber dann ist plötzlich Schluss.

Bei den Frauen wie z.B. bei @Lea25 habe ich das Gefühl, dass sie zwar Sex und Nähe auch, aber instinktiv dies als Programmierung in Richtung einer festen Bindung und Familie ausleben wollen.

Männer können zwar auch darauf hin erzogen sein, Familie zu haben, aber ihr Trieb richtet sich nicht so sehr darauf. Das fühle ich auch (obwohl ich Familie ja habe).

Ursprünglich kam das bei beiden Geschlechtern auf's Selbe hinaus;
Es bildeten sich automatisch feste Bindungen und Familien.

Durch Verhütung und heutige Lebensweise entsteht aber ein großer Unterschied (gottseidank) zwischen Männern und Frauen:
Plötzlich wird eine Geschlecht stärker Opfer seiner natürlichen Instinkte, weil das Eine nicht automatisch das Andere ist.

Indirekt hat @Lea25 's Problem genau hiermit zu tun, sie will eine feste Bindungen (mit den zugehörigen Verliebsheitsgefühlen, die ihr die erhofften Glücksgefühle bringen) um dann den einprogrammierten Weg weiter gehen. Sie will ihr natürliches biologisches Programm einfach abspielen. Das verspricht ihr Glücksgefühle.

Das wollen wir Männer von Instinkt her eben nicht in gleicher Weise.
 
  • #63
Bloß nicht zu deutlich sagen dass man sich einen Freundin wünscht, dann ist man bedürftig und gleich unten durch.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein anderer Aspekt hier auch ist, dass wenn der Mann das so durchblicken lässt, er von Frauen manipuliert werden könnte. Aber das wäre dann vermutlich eher in Richtung PU-Techniken.

Es ist ja ein Unterschied, ob man sagt "ich wünsche mir einen Partner" oder "ich MUSS unbedingt einen Partner haben, egal welchen, sonst ist mein Leben nicht komplett" oder "alle anderen finden irgendwen, ich muss das auch tun, sonst falle ich aus dem Rahmen".
Ich würde sagen, diese Ratgeber zielen eher darauf ab, dass man nicht bedürftig sein sollte, weil man dann Partnerkriegen zu seinem Ein und Alles macht, aber durchaus zu seinem Bedürfnis stehen sollte, einen Partner haben zu wollen, weil man eben nicht super glücklich ist als Single. Aber ich weiß nicht, was Du so gelesen hast.

Bei Lea hatte ich in den anderen Threads von ihr das Gefühl, dass sie sich extrem verbiegt dafür, einen Mann zu halten. Das ist das Ungesunde, und das macht man, wenn man needy ist bzgl. Partnerschaft. Und genau das ist mE auch gemeint, wenn einer sagt "werde allein glücklich". Denn das schließt aus, dass man sich total verdreht, bloß um nicht allein zu sein.

Ich bin dieses seit Jahren in sämtlichen Ratgebern kursierenden Gefasel von wegen "Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest" einfach nur sowas von leid. Nein, es ist NICHT egal wen man heiratet und an dir und an millionen anderen Menschen sieht man, dass die Rechnung "unternimm viel mit Freunden und alles wird gut" eben NICHT aufgeht.
Ich habe dieses Buch nie gelesen und fand den Titel auch immer merkwürdig. Aber man kann ihn interpretieren: Wenn du dich selbst liebst, findest du auch automatisch den Richtigen (also dann ist es egal, wen du heiratest, es wird der Richtige sein und du nicht unglücklich in deiner Beziehung). Aber keine Ahnung, wie die Autorin es meinte.
Wie Du schon schreibst: Es ist NICHT egal, wen man heiratet. Deswegen sollte man auch allein sein können, wenn der Richtige eben noch nicht dabei war, statt sich zu verbiegen, bloß weil man den Punkt "Partnerschaft haben" so dringen abhaken will. Letzteres ist was anderes als das drucklose "ich wünsche mir eine Partnerschaft", denn ja, Singlesein und Freundehaben ist eben nicht wie Partnerschaft haben.
 
  • #64
Ich finde es erschreckend und traurig, dass du dich so sehr "anstrengst", um glücklich zu sein. Als wenn du durchs Leben hetzen würdest, immer auf der Suche nach irgendwelchen Glückszuständen.

Dazu gab es übrigens letztens eine langen Bericht in einem großen deutschen Nachrichtenmagazin, Fazit: Tu, was du willst, und nicht das, von dem du denkst, dass es dich vielleicht glücklich machen könnte. Klingt widersprüchlich, aber wenn du den Artikel liest, weißt du was gemeint ist.

Außerdem heißt es ja, dass Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, zufriedener und erfüllter durchs Leben gehen. Hast du darüber schon mal nachgedacht? Und mal für eine Weile das Wort "Glück" aus deinem Sprachschatz zu streichen und - eine Nummer kleiner - nach Zufriedenheit zu streben? Dankbarkeit für das, was man hat, soll da auch sehr helfen ;-).

Zu seinen Bedürfnissen nach Partnerschaft zu stehen und sich trotzdem nicht dem Nächstbesten an den Hals zu werfen ist nicht einfach. Vielleicht findest du auch erst in einigen Jahren einen geeigneten Partner, wenn es zu spät für Kinder ist, da wärest du nicht die Einzige, und das Leben geht trotzdem weiter.

Ich finde das Geschreibsel man solle alleine glücklich sein, völlig unverständlich. Und ich glaub das auch niemandem. Ich sehe da eher Frust oder die Vermeidung von negativen Erlebnissen, an denen man eigentlich selber schuld war oder ist. Am Ende gewinnt der im Ring, der wieder aufgestanden ist. Wer liegen bleibt hat verloren.

Ich verstehe auch nicht, warum man nicht zugeben darf, dass man als Single weniger glücklich ist als mit Partner. Aber das ist mir zu pauschal. Ein Single, der mit sich im Reinen ist, hat meiner Meinung nach den Ring als Sieger verlassen, während viele, die in unglücklichen Beziehungen verharren, zu den ganz großen Verlieren gehören.

w 55 (kein Single, seit Jahren liiert)
 
  • #65
Ich verstehe völlig, dass man sich einen Partner wünscht.
In einer gut funktionierenden Partnerschaft gibt es Glücksmomente die es solo nicht gibt.

Allerdings haben die langfristig nichts mit der Verknalltheit am Anfang zu tun.
Wer nur diesen Hormonschub für Glück hält, der wird sich immer nach wenigen Monaten trennen.
Solche Menschen gibt es, wir lesen hier öfters davon ....Wenn auf einmal Schluss ist.
Ich zb mag den Moment wo die Hormone schweigen und spüre wieviel Zuneigung noch da ist.

Ich war in einer guten Beziehung glücklicher, dass kann schon sein...in er schlechten allerdings umso unglücklicher.

Rein auf die Partnerschaft bezogen

Aber in langjährigen Beziehungen oder solo: ich wache nicht jeden Morgen auf und triller: ich bin ja heut so glücklich

Glück empfinde ich in Momenten und die hängen nicht immer am Partner.
Es gibt...bald kommt er wieder ...den Tag wo ich den Frühling rieche.
Wenn ich Freunde treffe und wir zusammen lachen bis der Bauch weh tut.
Ich mein Brett beim Paddeln anhalte, mich setze und geniesse welch tolle Farben die untergehenden Sonne am Himmel und auf das Wasser zaubert.
Mein Sohn aus der op wach wird und vergisst 20 zu sein und fragt ob ich zu ihm ins Bett kuscheln komme.
Auch alleine an einem freien Tag in der Sauna an meinen Opa denke und den Spruch: wir haben es gut aber die armen Arbeiter.
Tolle Gewürze riechen....

All diese Momente können mich mit oder ohne Partner glücklich machen

Am schlimmsten wäre allerdings jemand an meiner Seite, der so etwas gar nicht kann und der höchstens ein: ist nicht schlecht über die Lippen bringt und eher nölt
Der würde mich nach einem Cocktail der Hormone, schnell einen Kater einbringen
 
  • #66
Ich hatte bisher den Eindruck, dass du leicht narzisstische, charismatische, sselbstbewusste, erfolgreiche unabhängige Männer angezogen hast, eben "tolle" Männer, die sich aber nicht wirklich binden wollten und mit denen du dich aufwerten konntest. Das funktioniert auf Dauer nicht, kaum ist die Droge weg, fällst du in ein Loch. Damit will ich dir nicht den Wunsch nach einer Beziehung absprechen, aber die Beziehung sollte auf einer anderen Grundlage stattfinden. Dazu musst du dich selber anders aufstellen. Das dauert aber. Google mal nach Hemschemeier z. B. Wenn du dich selber nicht wirklich gut findest und nach dem tollen im außen suchst, wirst du immer auf ähnliche Typen stoßen, die zwar außen "toll" sind aber innerlich auch irgendwo Lücken haben.
 
  • #67
Schon Gott hat gesagt "Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei!" Und wer nicht an Gottes Wort glaubt der muss doch wenigstens zugeben dass dieser Satz wohl von einem weisen Menschen geschrieben worden sein muss.
@Blair Dein ganzer Post ist schön geschrieben, ich hatte auch an dieses Zitat gedacht, schön, dass Du es der FS geschrieben hast.
Dazu kann ich nur sagen- der Mensch ist nicht umsonst mit Sexualtrieb geboren worden. Den hat er, um sich mit anderen zusammenzutun. Sollte er alleine glücklich bleiben mit seinen Freunden und seinen Hobbies, dann hätte er keinen Sexualtrieb.
Das erklärt es doch gut. Liebe FS, das meinte ich damit, dass es eine Altersfrage ist. Auch in höherem Lebensalter ist es für viele wichtig, einen Gefährten zu haben. Aber besonders in jungen Jahren sind wir dafür gemacht. Die meisten Menschen wollen sich verlieben. (Wer auch immer dafür gesorgt hat....Gott, Natur, Evolution :).
Hadere nicht mit Dir. Genieße Deine Lebenszeit mit Freunden und Familie und halt trotzdem immer die Augen offen....mindestens eins...
Ich wünsche Dir Glück! Das gehört nämlich auf jeden Fall auch dazu!
 
  • #68
Liebe Lea,

ich finde die Glücksmomente und Gefühle, die Du beschreibst gut, wichtig und schön. Was mir nicht gefällt ist die Ausschließlichkeit und das Absolute Deiner Frage, als wenn es nichts anderes gibt.

Familie, Freunde und Hobbies sollen dies nicht ersetzen oder vom Fehlen dessen ablenken sondern ergänzen und bereichern. Genauso wie umgekehrt.

Glück hat viele Gesichter und basiert meiner Meinung nach sehr oft auf Zufriedenheit seltener auf Rauschzuständen.

Nun ist es (D)eine Aufgabe herauszufinden, was Dir Zufriedenheit bescheren kann. Wenn da nur ein Mann übrig bleibt, wäre das ein Armutszeugnis für Dich. Natürlich darf es gerne und sicher auch ein Mann sein.

Ich habe für mich die Einfachheit und Tiefe des Lebens wieder entdeckt, vieles entmüllt und entsorgt sowie viel Bewusstsein und ausgewählte Menschen eingelassen.

Bei meinem Projekt "nur noch Rad" bin ich bei mir und letzten Monat meinem 10Tkm angekommen. Obwohl ich dafür nun viel mehr Zeit brauche, habe ich ansonsten viel mehr Zeit und Gelegenheit für schöne Dinge und Glücksmomente gefunden.

Auch Dich auf den Weg zu schicken :)

M51
 
  • #69
Liebe Lea, Glück kommt meistens nebenbei wenn man ein sinnvoll erlebtes Leben führt. Nach dem Glück zu suchen ist nicht die Lösung. Lebe im innen nicht im außen. Mich macht Verbindung glücklich zu mir selbst, zu meinen Freunden, zu meinen Kindern. Meine Begabungen und Leidenschaften leben zu können, Schönheit zu entdecken. Und dennoch ist bei den meisten die Sehnsucht nach einem Partner da und das ist normal und gesund. Hätte ich keine Kinder wäre ich auf Partnersuche , da bin ich sicher. Eine gute Partnerschaft ist ganz wunderbar und macht viel mehr Spaß als alleine durchs Leben zu gehen. Aber ich sage mir immer es wäre doch so schade ein Leben zweiter Klasse zu führen nur weil man ohne Partner ist . Auf dem Weg dahin lebe ein erfülltes Leben. Vergiss das Wort Glück, es ist flüchtig und nur für einen Moment greifbar. Es gibt Tieferes und Beständigeres als Glück.
 
  • #70
Denn als Kind war ich nicht glücklich, als Jugendliche total unglücklich und als Erwachsene bin ich es auch nicht.
Kurze Unterbrechungen gab es wenn ich erfolgreich war, oder frisch verliebt.
Liebe Liviana, weißt du, weshalb du als Kind unglücklich warst? Was immer es auch war, ich wünsche dir, dass es auch schöne Abschnitte gab, du dich daran erinnerst und darauf aufbaust. Morgens in einem kuschligen Bett aufwachen, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und du hast frei, kennst du das? Oder es regnet, du kommst durchgefroren nach Hause, freust dich im Warmen und Trocknen zu sein, machst dir einen Tee, bemerkst, wie schön die Tasse gearbeitet ist oder der Tee duftet? Ist das Glück oder "nur" Zufriedenheit?

Paarforscher sind sich darin einig, dass schöne Liebesbeziehungen sich überwiegend durch das Gefühl der Zufriedenheit auszeichnen und ab und zu durch Glück. Das ist schon das höchste Level.

Verliebtheit ist ein sehr schöner Ausnahmezustand, aber ganz sicher nicht das Maß der Dinge. Genau wie tolle Unternehmugen mit Freunden, gemeinsames musizieren, Erfolge im Sport etc.

Ich denke, es ist für viele ein Grundbedürfnis, mit anderen verbunden zu sein. Zu geben und zu nehmen. Beides macht uns glücklich. Dabei spielt es nicht die entscheidende Rolle, ob es ein Partner ist oder ein guter Freund/Freundin. Manchmal treibt uns auch die Sehnsucht, macht uns unzufrieden, unruhig, vielleicht unglücklich. Das hat seinen Sinn. Egal ob es ferne Länder sind, die wir entdecken wollen/sollen oder der Wunsch eine Familie zu gründen. Die Sehnsucht sollte uns jedoch nicht dauerhaft unglücklich machen sondern stets verbunden sein mit Dankbarkeit und Demut über das, was wir haben. Dann sind wir wieder zufrieden und das ist die Basis für Liebe und Freundschaft.

Ich wünsche der FS und Liviana, Zufriedenheit zu finden und darauf aus eigener Kraft Glücksmomente aufbauen zu können. Egal ob mit Partner, Freunden oder im Ehrenamt. Ihr seid beide noch recht jung, genießt das Schöne, das ihr habt, geht mit offenen Sinnen durch die Welt, lasst euch nicht unter Druck setzen, statt dessen vom Leben überraschen.
 
  • #71
Wie schrecklich muss das Leben doch für jemanden sein, der Glück oder Zufriedenheit nur im Duo erleben kann. Traurig, echt traurig.
 
  • #72
Aus eigener Erfahrung gesprochen, befindest du dich in einer Dauerschleife aus unglücklich geendeten Beziehungsversuchen. Dein Liebeskummer begleitet dich in der Gegenwart weiter, und du erhoffst dir, den kalten Entzug zu mildern und durch neue Reize zu überlagern. Du hangelst dich auf diese Weise von Mann zu Mann, ohne dass Liebe daraus erwächst. Bei deinen früheren Beiträgen hatte ich den Eindruck, dass du zwar immer sehr gelitten hast, aber die Männer waren austauschbar. Keiner stach heraus als deine große Liebe.

Wie gibst du dich im Glücksrausch nach außen? Läßt du Mitmenschen daran teilhaben, bist also beispielsweise besonders zuvorkommend, oder ist das mehr ein innerer Prozeß, um sich selbst kreisend? Ich habe zum Beispiel alte Kontoauszüge als Beweis dafür, wieviel Geld ich in so einer Verliebtheitsphase ausgegeben habe, um der neuen Liebe zu huldigen und letzlich um mich damit noch wohler und rundum glücklicher zu fühlen.

Das kann leicht manische Züge annehmen, und es ist nichts anderes, wenn man es in einer weniger glücklichen Single-Phase auf die Spitze treibt, indem man kramphaft jede Party mitzunehmen versucht, um endlich wieder glücklich zu werden, und wenn sich am Tag danach immer noch kein Glück eingestellt hat, ruft man wieder seine Freunde zusammen und setzt noch einen drauf. Diese Rastlosigkeit und Glückssucht spiegelt zwei Seiten derselben Medaille wieder. Nur einmal strahlend und das andere Mal mit heruntergezogenen Mundwinkeln.

Dir könnte helfen, wenn du die nächste frische Beziehung erstmal sacken lässt ohne Highs, ohne "große Liebe Tam-Tam". Lass den Dingen ihren ganz natürlichen Lauf. Gleiches gilt für die Singlezeit. Dramatisiere das Alleinsein nicht und überspiele es nicht durch Aktionismus. Auch diese scheinbar weniger glückliche Zeit benötigt die richtige Balance. Es ist ein wenig wie mit Sommer und Winter. Und alles zu seiner Zeit.
 
  • #73
Was denkt ihr woran es liegt, dass ich wenn es um das glücklich sein geht, von einem Mann abhängig bin?
Weil es schön ist einen Partner zu haben aber du hast auch bestimmt in anderen Situationen etwas wie "Glück" empfunden. Oder?
Ich habe etwas wie Glück empfunden als meine Kinder geboren sind. Auch als ich mit dem Studium fertig war, war ich sehr glücklich. Es war für mich ein sehr steiniger Weg, weil ich am Anfang des Studiums die Sprache kaum verstand und als Ausländerin auch sowieso zu Exoten und Außenseiterinnen gehörte. Eine gute Freundin von mir und ich haben zusammen mit dem Studium angefangen und sind auch zusammen fertiggeworden. Als man uns die Urkunden überreichte, als wir nebeneinander standen und alle uns gratuliert haben, waren wir beide sehr glücklich. Später haben wir uns umarmt und beide vor Glück geweint.
 
  • #74
befindest du dich in einer Dauerschleife aus unglücklich geendeten Beziehungsversuchen.
So ähnlich wollte ich es auch gerade beschreiben.

Genauso intensiv, wie Du das „Glück“ in der Verliebtheitsphase erlebst, erlebst Du auch das „Unglück“ sobald er wieder weg ist. Du scheinst kein „zu Frieden“ mehr dazwischen zu haben, kein Gefühl der „wohligen Erde“, nur mehr Himmel und Hölle abwechselnd. Beide, die Extreme von Hoch und Tief, sind Ausnahmezustände, derer Du Dir bewusst werden solltest.

Versuch Deine Frage mal umgekehrt zu stellen: Hängt Dein Unglück vom Mann ab? Vielleicht bekommst Du dann eine andere Perspektive und ein besseres Gefühl für - Deine Gefühle.
 
  • #75
Dieses sich ausschliesslich " glücklich" und ganz fühlen während einer Verliebtheit läuft allgemein unter dem Begriff Liebessucht. Es ist also eine Sucht mit welcher man etwas kompensiert das ansonsten nicht da ist. Es ist schonmal gut dass du versuchst durch Aktivitäten mit Freunden und Bekannten etwas zu finden was dir auch Freude machen könnte. Diese scheint bis jetzt noch nicht eingetreten zu sein. Vielleicht wären andere Aktivitäten angesagt z.B. etwas wo du eigene Begabungen entwickeln und den Bezug zu inneren erfüllenden Zuständen bekommen kannst ( Kunst, Meditation, Spirituelles, Natur, Sport u.s.w.). Glückseligkeit und Hochgefühle sind nicht der allgemeine Normalzustand und daher nichts was unbedingt als konstantes Lebensgefühl angestrebt werden und sein muss. Zufriedenheit mit kleinen alltäglichen Dingen und ein gewisses ruhiges Gleichgewicht ist ja auch meistens genügend. Das heisst auch nicht dass einem dabei langweilig sein muss.
 
  • #76
Grundsätzlich nicht. Bist Du aber mit einem unmittelbar zusammen und nicht glücklich, hängt es damit zusammen. Je glücklicher Du ohne Mann bist, desto glücklicher bist Du dann mit einem - es sollte ihn aber glücklich machen, wenn Du auch ohne ihn glücklich bist
 
  • #77
Das Gefühl glücklich sein hängt absolut mit den Mann zusammen.
Ist es der richtige Mann, dann ist man glücklich und ist es nicht der richtige Mann, dann ist man nicht glücklich.
Klar, aber wenn frau klammerig ist, rennt sie auch mit "dem richtigen Mann" (der Klammrigsein toll findet) in ihr Verderben, denn sie wird sich in dieser Beziehung "auflösen" als Person. Dann muss sie es durch diese Beziehung möglichst lernen, über ihre Beziehungsverhaltensmuster nachzudenken und da hinzukommen, mit ihrer Klammrigkeit nicht noch mal so einen Mann auszuwählen und nicht noch mal in so eine Beziehung zu geraten.

Gutes gibt auch Frauen, die ohne einen Mann glücklich sind und wieder hängt dies ja nur von dem Mann ab.
Das würde ja bedeuten, dass alle Frauen "fertig ausgeprägte" Charakter haben, die beziehungstauglich sind. Aber man kann Deine Worte auch wieder andersrum interpretieren - klar hängt es vom Mann ab: Wenn er nicht die passende Macke mitbringt, die zur Macke der Frau das Gegenstück bildet, werden sie sich nicht finden. Und nicht erstmal vormachen, sie seien glücklich, bevor "ihr Mackenthema" beginnt.
 
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