• #1

Hängt seine Impotenz mit der Ex-Frau zusammen?

Hallo zusammen,
ich habe folgendes Problem: Ich (47) bin seit vier Monaten mit meinem Partner (52) zusammen. Allgemein läuft es sehr gut zwischen uns. Ich fühle mich aufrichtig geliebt und genieße sein wertschätzendes Verhalten mir gegenüber sehr. Nur im Bett will es irgendwie nicht funktionieren. Ich spüre zwar, dass er erregt ist; nur kann er seine Erektion nicht lange halten. Daher kam es bis jetzt auch nie zum Geschlechtsverkehr. Er bemüht sich zwar sehr, mich auf andere Art zu befriedigen, doch ist das für mich nicht so erfüllend und auf Dauer auch nicht das, was ich will. Nun frage ich mich natürlich, woran es liegen könnte. Mein Aussehen ist tageslichttauglich. Ich bin schlank und werde von Dritten stets als attraktiv beschrieben. Mein Partner sucht tagsüber auch oft meine Nähe, nimmt mich offensichtlich gerne in den Arm und berührt mich liebevoll und zärtlich. Er sagt auch glaubhaft, dass er mich für gutaussehend hält. Also, daran scheint es nicht zu liegen.
Nun habe ich immer öfter die Befürchtung, dass es mit der Ex-Frau zusammen hängen könnte. Er war mit dieser Frau über 30 Jahre liiert bis sie sich für einen anderen getrennt hat. Das ist nun aber auch schon knapp zwei Jahre her. Er hat ihr aber wohl noch lange hinterhergetrauert und gehofft, dass sie wiederkommt. Zwar sagt er, dass sich dieses Wunschdenken geändert habe, seitdem er mich kennengelernt habe und er mich aus tiefsten Herzen lieben würde (und daran habe ich auch keine Zweifel), aber dennoch denke ich manchmal, dass sein Unterbewusstsein ihn vielleicht doch körperlich blockiert, weil man 30 Jahre nicht einfach so abschütteln kann. Auf meine Nachfrage sagte er, dass er vor ein paar Jahren das Problem auch bei seiner Frau gehabt habe. Es sich aber alles wieder nach einer Zeit - auch ohne Tabletten - eingespielt habe. Er meint, es liege daran, dass er sich nach so einer langen Zeit erst wieder auf eine neue Frau "einstellen" müsse und er auch das Bedürfnis habe, alles richtig machen zu wollen.

Was meint Ihr, hat er gefühlsmäßig vielleicht doch noch nicht mit der Ex abgeschlossen und macht sich vielleicht nur selber etwas vor?
 
  • #2
Er meint, es liege daran, dass er sich nach so einer langen Zeit erst wieder auf eine neue Frau "einstellen" müsse und er auch das Bedürfnis habe, alles richtig machen zu wollen.

Genau das ist der Grund und mehr nicht in meinen Augen. Impotenz am Anfang einer Beziehung ist meistens keine wirkliche Impotenz, sondern schlicht die Schwierigkeit sich einem neuen Menschen zu öffnen und dann der Kettenreaktions-Druck der durch das nicht Fuktionieren ensteht.
Klar ist es etwas schwierig das als Frau zu verstehen, da euer Körper anders funktioniert als unserer, aber ich denke er sagt da die Wahrheit. Das hat schlicht nix mit dir oder seiner Exfrau zu tuen. Sich einem neuen Menschen zu öffnen ist nicht immer leicht, besonders wenn man nie wirklich die Partner gewechselt hat.

Was du machen kannst ist ihm das Gefühl geben, dass es nicht schlimm ist und alles dran setzen, dass er kein Gefühl des Druckes empfindet. Wenn du Unzufriedenheit zeigst, wird es nur schlimmer, weil dann zusätzlich zum "Problem des Öffnens" auch noch die Leistungserwartung im Raum steht. Gibst du ihm das Gefühl dass es eine Lapalie ist, wird er sich einfacher öffnen können.

m35
 
  • #3
Du kannst die klügste und perfekteste Frau der ganzen Welt sein, wenn du ihn sexuell nicht ansprichst kannst du alles knicken. Wenn du ihn geflasht hättest, dann würden wir hier nix von dir lesen. Ich vermute du bist für ihn die tolle Freundin, aber du bist nicht die FRAU wobei bei ihm alle Sicherungen durchknallen. Auch das er sich erst auf eine neue einstellen muss, halte ich für Quatsch. Wer bist du denn, das er als Mann sich erst an dich gewöhnen muss. Nee, schieß den mal in den Wind. Wenn du sexuell gut versorgt sein möchtest, solltest du nochmal auf die Pirsch gehen....
 
  • #4
Ich spüre zwar, dass er erregt ist; nur kann er seine Erektion nicht lange halten. Daher kam es bis jetzt auch nie zum Geschlechtsverkehr.

Wie sieht es denn mit seinem Pornokonsum aus? Viel Pornokonsum kann abstumpfen. Ich habe das bei mir sehr deutlich gemerkt. Habe dann einen Monat Entzug gemacht, dann ging es wieder deutlich besser. Empfohlen sind aber eher drei Monate und das jedes Jahr oder zumindest alle zwei Jahre. Er kann sich da bei der "No Fap" Community mal schlau machen. Der Effekt nach nur einem Monat Entzug verpufft leider recht schnell.

Hat er einen speziellen Fetisch? Es kann auch daran liegen dass er einen hat, sich aber nicht traut den zu offenbaren / auszuleben.
 
  • #5
Auch das er sich erst auf eine neue einstellen muss, halte ich für Quatsch. Wer bist du denn, das er als Mann sich erst an dich gewöhnen muss. Nee, schieß den mal in den Wind. Wenn du sexuell gut versorgt sein möchtest, solltest du nochmal auf die Pirsch gehen....

Ich geh mal stark davon aus, dass du eine Frau bist oder? Männliche Potenz hat meistens nicht mit der Person gegenüber zutuen, sondern ist primär Kopfsache. Hat er innerlich eine Blockade kann die tollste und attraktivste Frau der Welt vor ihm stehen und es würde nicht gehen. Oder noch schlimmer es steht die attraktivste und schönste Frau der Welt vor ihm und es klappt genau deswegen nicht^^. Leistungsdruck und Probleme sich zu öffnen ist ein reines Kopfding.
Wie gesagt meiner Meinung nach hat er schlicht Probleme sich zu öffnen.

An die FS, am einfachsten findest du heraus in dem du ihn dezent fragst ob er auch Probleme hat sich selber zu befriedigen. Hat er da keine Probleme, liegt es nur an dem was ich geschrieben habe. Dass er dich nicht attraktiv findet denke ich jetzt nicht, dann würdet ihr auch nicht daten.

m35
 
  • #6
Ich als Frau masse mir nicht an, zu behaupten = Männer können immer wenn Frau gefällt.

Erlebt habe ich nur: kann nicht bei Stress und wenn er zu lange Hand angelegt hatte.
Dazu: wenn's dann nicht geklappt hat, kommt die Angst vorm Versagen hinzu, auf das ihm genau das passiert.

Warum Frau entscheidet, dass er deshalb noch an seiner Frau hängt, erschließt sich mir nicht.

Ich als Frau, hätte dann ja wohl umgekehrt Probleme mit Feuchtigkeit.
Was täte ich....handeln?!
Arzt, Creme, Tabletten....

Fällt Mann bei Problemen mit Männlichkeit wohl schwerer.
 
  • #7
Liebe FS,
eine anfängliche Impotenz, so wie Raiden sie beschreibt, habe ich auch schon mitbekommen. Das spielt sich in der Regel mit der Zeit wirklich ein. Psychologisierende Gedanken von Deiner Seite helfen da aber nicht weiter. Frage ihn, ob er zum Urologen gehen mag, wenn es Dich wirklich stört und Du nicht warten willst. Viagra und co helfen, wenn die Erregung da ist, aber der Penis nicht ausreichend versteift (so hört es sich nach Deinen Schilderungen an). Nach einigen positiven Erfahrungen können manche Männer dann auch wieder ohne Pille. Ich wünsche Euch alles Gute.
 
  • #8
Hallo, liebe FS, ich wollte eigentlich zu dem Thema Impotenz nicht wirklich was schreiben, aber nachdem das jetzt doch öfters auftaucht, hier meine Erfahrung: Mein Mann und ich waren 40 und 41 Jahre jung, als wir aufeinandertrafen und es war klar, das ist etwas Festes. Jeder zog die entsprechenden Konsequenzen und wir waren superverliebt und inhalierten quasi den Partner. Hatten den tollsten, innigsten Sex, den ich jemals hatte und ich konnte das ganz gut beurteilen und was war? Für fast zwei Monate war es ihm unmöglich, eine Erektion zu bekommen. Das, liebe @Madita8, lag zu 100% nicht daran, dass ich ihm nicht gefiel, er war schlicht und ergreifen zu nervös. Es war für ihn wohl ein unheimlicher Druck, auch hinter ihm lag eine sehr lange Ehe, früh geschlossen und ich war die erste neue Partnerin. Wir haben es beide locker „ignoriert“ und irgendwann war alles mehr als schön. Jeder Mensch ist anders und reagiert auf Situationen anders, mach‘ Dich frei von dem Klischee, der Mann könne immer, wenn die Frau nur g... genug ist für ihn. Dummes Zeug, genau so blöd wie die gängigen Vorurteile, die über Frauen verbreitet werden, Stichwort Kopfschmerzen;)) Genieße die Zeit mit ihm und stelle nicht alles in Frage!
 
  • #9
Die Probleme sind m.M.n. eher körperlicher Art, er soll zum Facharzt gehen, sich durchchecken lassen und sich - falls notwendig und nützlich - die passenden Medis geben lassen. Und wenn der Arzt gut ist und draufkommt, dass es doch psychisch bedingt ist, verpasst er ihm ein Placebo!

Mich irritiert an Deinem Post jedoch folgendes:
Zwar sagt er, dass sich dieses Wunschdenken geändert habe, seitdem er mich kennengelernt habe und er mich aus tiefsten Herzen lieben würde (und daran habe ich auch keine Zweifel)
Solltest Du aber! Nach vier (4!) Monaten liebt man niemanden aus tiefstem Herzen, das ist - pardon - b.s. Er sagt, was Du hören möchtest. Und deshalb nimmst Du ihm es auch ab.
ErwinM, 49
 
  • #10
Was meint Ihr, hat er gefühlsmäßig vielleicht doch noch nicht mit der Ex abgeschlossen und macht sich vielleicht nur selber etwas vor?

Liebe FS, denke vielleicht einfach an das Naheliegende - er ist über 50 und da klappt bei sehr vielen Männern die Erektion entweder hin und wieder nicht oder auch dauerhaft.
Oft bedingt durch die gängigen Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, zu hohen Cholesterinspiegel ... Überlege dir, ob von diesen Faktoren etwas zutreffen könnte und falls ja, besprich mit ihm, ob und wie er in Behandlung ist / gehen wird. Wenn die Grunderkrankungen behandelt werden, funktioniert auch oft das Stehvermögen wieder.
Wobei ich mich nach vier Monaten noch nicht dafür zuständig gefühlt habe, meinen Partner ein bisschen zu schubsen, obwohl wir da auch schon "Nägel mit Köpfen" gemacht hatten, was die Beziehung anging.

@ErwinM: Mein Partner war in der Hinsicht auch sehr schnell und wollte mich nach vier Monaten von sich aus nicht mehr hergeben. Manche sind eben schnell entschlossen, wenn sie einem passenden Menschen begegnen ...
 
  • #11
Ich als Frau kann.es natürlich nicht beurteilen .
Aber von außen habe ich es auch bei anbahnenden Beziehungen / Partnerschaften erlebt, dass es nicht so recht klappte.
Druck, Versagensängste, u.ä.

Exakt, was er sagt -
Er meint, es liege daran, dass er sich nach so einer langen Zeit erst wieder auf eine neue Frau "einstellen" müsse und er auch das Bedürfnis habe, alles richtig machen zu wollen.
Und was Dir nun schon einige Männer bestätigten.

Es hat nichts mit Dir zu tun.
Du kannst nur eines, den Druck heraus nehmen, keine Debatten und ein Problem daraus machen - sondern

Genieße die Zeit mit ihm und stelle nicht alles in Frage!

Wir Frauen brauchen auch unsere Zeit, wir ignorieren es nur oft und wundern uns hinterher, warum es keinen Spaß machte...

Menschen sind keine Maschinen.

W,49
 
  • #13
Ich war mit meinem Ex-Freund 4 Jahre zusammen. Er ist 52 Jahre gewesen.....beim Kennenlernen.
Es war vom ersten Moment eine sehr große Anziehungskraft und Leidenschaft zwischen uns.
Eigenartig für mich war, dass er nicht vollständig steif wurde, das kannte ich so noch nicht. Er meinte auch, er muss sich erst auf eine neue Frau einstellen.....dann meinte er gleich am Anfang....vielleicht bin ich ja impotent.
Da hab ich schon schlucken müssen, aber ich dachte mir...es wird schon besser werden. Also ich muss sagen, toll wurde es nie, er war anscheinend zufrieden und meinte ich bin super im Bett.
Für mich war es nicht so befriedigend, aber da ich ihn sehr liebte, war der Sex jetzt nicht das Wichtigste für mich.
Die Leidenschaft war immer da und ich hätte diese Art von Sex in Kauf genommen, weil die Liebe da war. Gescheitert ist es leider an seiner Persönlichkeitsstörung.
 
  • #14
Ich finde es wirklich klasse, dass hier fast nur Frauen geantwortet haben, wo doch die Frauen sicher nicht so viel über Impotenz zu sagen haben wie eigentlich die Männer. Aber welcher Mann gibt schon gerne zu solche Probleme zu haben??
Zum ersten ist er sicher nicht "Impotent", er hat lediglich Erektionsstörungen, was im Alter von ü50 keine Seltenheit ist. Wie die Frauen die Wechseljahre, so hat der Mann die Andropause.
Klar hat Chaplin noch im stolzen Alter von über 70 Kinder gezeugt, aber das ist eher die Ausnahme.
Deshalb sollte dein Partner erst einmal die Ursachen seiner "Unpässlichkeit" herausfinden, und das kann er am besten beim Uro-oder Andrologen. Wenn dieser ihm bescheinigt dass er gesund ist, und ein psychisches Problem hat, sollte er zu Hilfsmitteln greifen, um seine Kopfblockaden und Versagensängste abzubauen. Es muss nicht direkt Viagra sein, er kann zB. auch die rot19 nehmen, da hat er keine Nebenwirkungen. Ist dann der Knoten erst mal geplatzt, sind die Probleme meist wie weggeblasen.
 
  • #15
Hatte ich auch mit meinem Ex, ich glaube, so richtig geklappt hat es erst nach 4-5 Monaten. Da war er dann schon beim Arzt deswegen, hatte wohl auch ein paar Helferlein-Pillen schon daheim, Penisringe gekauft und probiert usw... Irgendwann klappte es dann einfach plötzlich immer und blieb dann auch so. Allerdings war er damals noch jünger als Deiner, mit 52 würde ich dann auch nochmal das Alter dazu rechnen...und eben weiter ausprobieren...
 
  • #16
Ich fühle mich aufrichtig geliebt und genieße sein wertschätzendes Verhalten mir gegenüber sehr.
Genau das ist der Punkt. Du kennst doch sicher den schönen Satz „für die Welt bist du irgend jemand, aber für irgend jemand(en) bist du die Welt”? Es ist diesem Mann wahrscheinlich so wichtig, auf Dich einzugehen, daß er seine eigenen Triebe dabei schlicht vergißt oder verdrängt.
hat er gefühlsmäßig vielleicht doch noch nicht mit der Ex abgeschlossen und macht sich vielleicht nur selber etwas vor?
Wohl kaum. Am ehesten kann ich mir vorstellen, daß er auf Signale konditioniert ist, die Du nicht gibst. Ziehst Du ihn zum Beispiel aus, oder wartest Du, bis er das selbst tut? Wenn letzteres, könnte er unsicher sein, ob Du den vollumfänglichen Akt wirklich willst. Und damit schließt sich der Kreis zur Wertschätzung: er möchte nicht, daß Du es nur ihm zuliebe tust, denn dafür bedeutest Du ihm zu viel. Deshalb mein Tipp: werde etwas aktiver und zeige ihm, daß es Dir gefällt, wenn er zunehmend erregt wird.
 
  • #17
Das ist doch eigentlich ganz einfach @Sirella, wenn sich ein Mensch für mich entscheidet und mit mir eine Beziehung eingehen möchte, dann gehe ich mal einfach davon aus, dass dieser mich auch attraktiv und begehrenswert findet! Es wäre so schön und wünschenswert, wenn wir Frauen einfach mal damit aufhören würden, alles auf uns zu beziehen, wenn etwas nicht funktioniert! Bei einer jüngeren Frau kann ich es noch nachvollziehen, aber irgendwann sollte das Selbstbewusstsein groß genug sein, um nicht immer die Schuld bei sich zu suchen. Und Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass 5-10kg gutem Sex im Wege stehen? Obwohl, es gab da ja neulich so eine Frage ... aber das konnte ich nicht so ganz ernstnehmen;)) Im Zweifel hilft halt reden, wie so oft.
 
  • #18
Ich habe auch als Frau sofort an das Alter gedacht. Das sind m.E. einfach Einschränkungen, die ab einem gewissen Alter dazugehören, mit denen zumindest zu rechnen ist. Vielleicht wird es besser, vielleicht kann ein Arzt helfen, aber ich denke, ich an Stelle der FS würde versuchen, Geduld zu haben und nicht zu drängen, schon gar nicht Viagra vorschlagen auf Kosten der Gesundheit, auch wenn es mit einer richtigen Erektion einfach viel mehr Spaß macht. Aber wie @Lionne69 sagt, wir sind keine Maschinen, andere Parameter sind doch wichtiger. Ihr seid halt keine 25 mehr, dafür habt ihr andere Tugenden als die rein körperlichen.

w35
 
  • #19
Ich bin für Viagra oder Ähnliches, das funktioniert, löst die Blockade im Kopf und hilft beiden Partnern. Muss ja nicht zur Dauerlösung werden nur bis das Selbstbewusstsein wieder gestärkt ist. Über 50 und ohne Sex fände ich schwierig auch ohne Penetration.
 
  • #20
Ich bin für Viagra oder Ähnliches, das funktioniert, löst die Blockade im Kopf und hilft beiden Partnern.
Das ist glaube ich Unsinn. Soviel ich weiß, kann mit viagra eine bessere Durchblutung im Penis erreicht werden. Es löst keine Blockaden im Kopf. Das ist dann höchstens der Placebo Effekt den du hast. Weiterhin, warum sollte Ich viagra schlucken, wenn es nur eine kopfsache ist, dass der Jogi nicht so funktioniert wie ich es will? Dann muss ich doch am Kopf was machen und nicht an der Pumpe ! Ich hoffe echt ich brauche das Zeug niemals.

M48
 
  • #21
Ist das so? Wann soll denn dann Frau unterscheiden können, wann es nur Stress und wann es die Kilos zu viel oder mangelnde Attraktivität ist?

Wie immer gibt es kein Schwarz und kein Weiss. Aus männlicher Sicht kann ich Frauen nur empfehlen, den Druck rauszunehmen. Männer im fortgeschrittenen Alter brauchen mehr Zeit und mehr Stimulation. Mag sein, dass sich das umkehrt, weil bei jüngeren Menschen meist der Mann zu schnell ist. Hier gibt es eine Erektion, die er nicht halten kann. Das liegt nicht an mangelnder Attraktivität. Aus meiner Sicht sollte er dazu einen Urologen kontaktieren. Ein paar bunte Pillen und dann zeigt sich, ob es später auch wieder ohne geht, wenn der "Stress" weg ist.
 
  • #22
Liebe FS, es ist möglich, dass er viele Jahre Erektionsstörungen hatte und ich habe mir sofort gedacht, dass seine Exfrau ihn auch deswegen verlassen haben könnte, weil sie keine befriedigende Sexualität mit ihm leben konnte.

Er hat erwähnt, diese Probleme hätte er zeitweise auch mit seiner Frau gehabt und später hätte sich alles normalisiert. Das glaube ich ihm nicht so recht und ich vermute mit „sich normalisieren“ meinte er, dass es gelegentlich zum Geschlechtsakt gekommen ist. Aber offenbar sehr selten, denn warum sollte eine Ehefrau sonst ihre 30-jährige Ehe beenden, wenn er ansonsten so wertschätzend, aufmerksam und liebevoll ist? Er ist so, weil er weiss, dass wohl kaum eine Frau bei ihm bleibt, weil er sie sexuell nicht befriedigen kann. Ausser es ist eine Frau, die Geschlechtsverkehr als unangenehm emfindet und den Akt nicht mag.

Ausserdem ist er in einem Alter, wo Männer häufig mit Erektionsproblemen zu kämpfen haben und das hat nichts mit deiner Attraktivität zu tun. @Nikita09 hat Recht, wir Frauen sollten aufhören das Problem bei uns zu suchen, wenn ein Mann nicht kann.

Was mich noch interessiert ist, ob er morgens im Bett eine spontane Erektion hat? Wenn ja dann wäre das Problem eher im Kopf und nicht organisch zu suchen.

Gewiss Nervosität zu Beginn einer neuen Beziehung spielt auch eine Rolle, aber das sollte sich mit der Zeit schon gelegt haben. Ausserdem gibt es Medikamente, die sich negativ auf die Sexualität bzw. auf die Erektionsfähigleit eines Mannes auswirken, wie gewisse Psychopharmaka, Antiepileptika, manche Schmerzmittel, Medikamente gegen Hypertonie. Bluthochdruck wie auch Diabetes als Krankheiten verursachen bei Männern Erektionsprobleme.

Vielleicht hat er etwas von beidem, ohne es zu wissen, da Diabetes manchmal auch sehr spät entdeckt wird, wie auch Bluthochdruck weil er meistens unbemerkt bleibt. Beides schädigt die Blutgefässe und natürlich auch die feinen Kapillaren im Geschlechtsorgan.
 
  • #24
Leider hat @Mandoline nicht viel Ahnung von männlicher Sexualität. Das mit der Morgenlatte ist bei den meisten Männer mit 50 vorbei. Trotzdem liegt sie im Kern gar nicht so falsch. Probiert es mal morgens, da ist der Kopf noch frei, auch der Körper ist noch frisch.
Das weiss ich nicht, wie es grundsätzlich bei Männern um 50 ist aber ein Ex von mir war mit 53 sehr potent. Er hat sehr schnell und sehr leicht Erektionen bekommen, wie ein 30-jähriger, worüber ich immer gestaunt hatte. Auch noch mit 60, wie er mir erzählte (er wohnt seit langem wieder in seiner Heimat Spanien). Hatte nie geraucht und getrunken, sich relativ gesund ernährt und viel bewegt und war meistens mit dem Fahrrad oder zu Fuss unterwegs. Er ist fast nie öV gefahren. Er war schlank und kerngesund.
 
  • #25
Es ist schön, wie man alles auf die EX schieben kann.

Schuld ist natürlich die Ex und man ist nicht selber schuld daran. Dies kann ich hier bei fast allen Threads lesen. Es ist halt einfache zu sagen dass man schuldlos ist, wenn man schon einen anderen dafür gefunden hat.
Es geht nicht um Schuld sondern, dass ich die Frau verstehen kann, wenn sie in ihrer Ehe/Beziehung auf Sexualität nicht verzichten möchte und deswegen einen Mann, der nicht mehr kann, auch verlässt. Ein Mann ist/wird nicht impotent in einer neuen Beziehung. Er war es schon vorher und so auch hier vermutlich.

Ich selbst hatte vor Jahren ein Date mit einem, der mich fragte, ob es mich stören würde, dass er keine Erektionen hat? Seine Frau vergnügte sich mit jemand anderem und er hörte beide aus dem Garten durchs offene Fenster.
 
  • #26
Das ist doch eigentlich ganz einfach @Sirella, wenn sich ein Mensch für mich entscheidet und mit mir eine Beziehung eingehen möchte, dann gehe ich mal einfach davon aus, dass dieser mich auch attraktiv und begehrenswert findet!
So einfach ist das leider nicht. Erstmal will mann vielleicht nur mit einer Frau zusammensein. Manche wollen auch nicht alleine leben.

Hier steckt schon wieder das Vorurteil drin, dass Männer immer nur das eine wollen und Frauen das dann auch so erwarten dürften.
Dürfen sie nicht.
 
M

moobesa

Gast
  • #27
Es geht nicht um Schuld sondern, dass ich die Frau verstehen kann, wenn sie in ihrer Ehe/Beziehung auf Sexualität nicht verzichten möchte und deswegen einen Mann, der nicht mehr kann, auch verlässt.
Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Es heißt doch "in guten wie in schlechten Zeiten". Da kann ich den Mann aus einem anderen Thread verstehen, der aus "ideologischen" Gründen nicht heiraten will.
Frauen sollten sich doch freuen, wenn er nicht auf das Eine aus ist.
 
  • #28
Frauen sollten sich doch freuen, wenn er nicht auf das Eine aus ist.

Kein Sex wegen Impotenz =/= "ist nicht auf das Eine aus".

Wenn er nicht "kann", heißt das noch lange nicht, dass er auch nicht "will". Und genau dieses Missverhältnis macht letztendlich die Beziehung kaputt, wenn der Mann nicht bereit ist, Sexualität so zu leben, wie er eben kann.

Meiner kann nicht, will aber UND lebt seine Wünsche so, wie es eben geht. Und deshalb ist es mit ihm "gute Zeit".
 
  • #29
Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Es heißt doch "in guten wie in schlechten Zeiten". Da kann ich den Mann aus einem anderen Thread verstehen, der aus "ideologischen" Gründen nicht heiraten will.
Frauen sollten sich doch freuen, wenn er nicht auf das Eine aus ist.
Das ist überhaupt nicht das Problem! Gerade Männer, die impotent sind vermeiden meistens komplett die körperliche Nähe. Es gibt nicht mal Umarmungen, Küsse ganz zu schweigen sich nackt im Bett auch ohne Geschlechtsverkehr, gegenseitig etwas gutes zu tun. Dabei sind alleine Berührungen und Streicheln so wohltuend für die Seele. Babies ohne Liebkosung und körperliche Nähe (am besten Haut an Haut) können krank werden und sterben.

Eine solche Ehe ist gar keine, sondern nur eine reine kollegiale/platonische Freundschaft. Selbst Freundinnen umarmen und küssen sich, berühren sich gegenseitig viel mehr als Männer es untereinander tun.

YouTube Interview mit dem Titel „Die Heilende Macht der Berührung“ zu schauen empfehle ich allen.
 
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