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  • #31
Die Fragestellerin bleibt hoffentlich bei ihrer kompromisslosen Einstellung, sonst endet sie doch noch als Hausmütterchen![...]
Zwischen Hausmütterchen und knallharter Karrierefrau, die ihre Familie vor vollendete Tatsachen stellt, gibt es viele andere Möglichkeiten. Ich weiß nicht, warum es unter Frauen so unglaublich verpönt ist, einem Mann gegenüber kompromissbereit zu sein. Umgekehrt ist das zumindest in meiner Generation (mit Ausnahme einiger weniger seltsamer Gestalten) eine Selbsverständlichkeit.

meine beruflich sehr erfolgreiche Mutter hat auch stets erwartet, dass sich Mann und Kind mit ihrem Lebenskonzept arrangieren - und das mit Erfolg.
Und was hat im Gegenzug dein Vater von deiner Mutter einfach erwartet, ohne sie zu fragen? Wie kann es ein Vorbild sein, wenn ein Partner der ganzen Familie das Lebenskonzept aufoktroyiert? Hätte das ein Mann gemacht, dann würde er als reaktionär beschimpft.


Liebevolle und tolerante emanzipierte Männer gibt es durchaus - die suche dauert vielleicht etwas länger, lohnt sich aber garantiert!
Ich verstehe auch nicht, warum ein Mann emanzipiert ist, wenn er sich ohne Wenn und Aber den Forderungen einer Frau fügt, eine Frau dagegen emanzipiert ist, wenn sie Forderungen an den Mann stellt, im Gegenzug aber nicht bereit ist, Forderungen zu erfüllen. So etwas ist für mich nicht Emanzipation, das ist Egoismus.

Übertragen auf die Situation der FS lautet mein Fazit folgendermaßen: Sie ist nicht kompromissbereit in beruflichen Dingen und hat die familiäre Rollenverteilung dadurch im Vorfeld bereits festgelegt. Mag sein, dass sie einen Mann findet, der einen entsprechenden Lebensentwurf hat (was unwahrscheinlicher ist als umgekehrt bei einer Frau) und alles ist gut. Vielleicht findet sie aber auch keinen. Dann sollte sie aber nicht die Männer dafür verantwortlich machen, sondern ihre pesönlichen Anforderungen. Schließlich kann jeder Mann selbst entscheiden, ob er diese erfüllen will oder nicht.

m,30
 
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  • #32
arbeite jedoch als Flugbegleiterin. Ich bin ca. 10-15 Tage im Monat zu hause. ... Würde euch das abschrecken?
Abschrecken? Ich bin sicher, daß es Männer gibt, die das für eine traumhafte Konstellation halten, weil die ständige Anwesenheit einer Frau sie in ihrem Leben so stark beeinträchtigt, daß sie lieber ganz auf Beziehung verzichten, obwohl sie durchaus gerne eine hätten. Ich bin auch so jemand, der es halt hinnimmt, kein eigenes Leben mehr zu haben, weil es nicht anders geht, weil es keine Frau gibt, die einem freiheitsliebenden Mann diesen seinen Freiraum auch zugesteht.

Die Frau mehrere Tage am Stück beschäftigt wissen eröffnet Möglichkeiten für Unternehmungen, Hobbys, berufliche Aktivitäten u.v.m., auf die man(n) normalerweise verzichten muß, wenn man in einer festen Partnerschaft lebt.

Ich zum Beispiel arbeite freiberuflich zuhause und fühle mich schrecklich eingeschränkt, vor allem bei Aufgaben, die volle Konzentration mit Open End erfordern. Open End gibt es aber nicht, da in spätestens 6 Stunden die Frau wieder auf der Matte steht und mich mit ihrem üblichen "dauert das noch lange, was du da machst" unter Druck setzt.

Wie das mit Familie aussähe? Nun, 15 Tage die Kinder beschäftigt wissen wäre ein ausreichend großes Fenster für Open End Arbeiten. In der Zeit dazwischen wäre es, während ich all die weniger kritischen Dinge erledige, an mir, die Kinder zu betreuen. Jeder könnte uneingeschränkt seinen Beruf ausüben, und man hätte trotzdem eine erfüllte Partnerschaft samt Familie.

Du siehst, es geht. Familie und Freude am Beruf müssen sich nicht zwangsläufig ausschließen.
 
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  • #33
Wie das mit Familie aussähe? Nun, 15 Tage die Kinder beschäftigt wissen wäre ein ausreichend großes Fenster für Open End Arbeiten. In der Zeit dazwischen wäre es, während ich all die weniger kritischen Dinge erledige, an mir, die Kinder zu betreuen. Jeder könnte uneingeschränkt seinen Beruf ausüben, und man hätte trotzdem eine erfüllte Partnerschaft samt Familie. ... Du siehst, es geht.
Schlimmer Denkfehler. Es geht nicht, und du kannst nicht in Ruhe arbeiten, weil:
+ ca. 20 Tage (+/-) pro Monat ist die Frau weg, du hast die Kinder, und keine Ruhe
+ ca. 10 Tage (+/-) pro Monat ist die Fau da, fordert Beachtung, Familienleben, Zweisamkeit, und du hast auch keine Ruhe
 
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  • #34
Es gibt auch untermonatige Teilzeit für Flugbegleiter.Also 1-2 Flüge im Monat.Oder die Regelung einen Monat fliegen-einen Monat frei.Oder mehrere Monate frei am Stück.Mehr als familienfreundlich.Warum sonst haben so viele Stewardessen Familie?Hätte diese Frage ein Pilot gestellt,wäre diese Diskussion wohl nicht so abgedriftet.Wirklich schlimm,welche Abgründe sich hier auftun!
 
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  • #35
Soll ich mal als Probe hier eine Frage als Mann mit akadmeischen Titel stellen, der über Jahre mühselig Jura studiert hat, dann des Geldes weges sich entscheidet Aerobiktrainer auf Schiffsreisen zu sein und fragen, ob es Frauen abschreckt, dass ich eine Familie gründen will aber nur vorhabe 10 bis max 20 Tage im Monat zu Hause zu sein?

Na da bin ich mal auf die antworten gespannt der Frauen. Und alle Frauen die das nicht mögen, werden dann von den Männern als un-emanzipiert tituliert und ich werde in meiner Kompromisslisgkeit bekräftigt, ich soll ja nicht zum Pantoffelhelden mutieren, schlimm schlimm schlimm ...

Im übrigens, auf eine Frau die das obige Szenario nicht abschreckt, hätte ich überhaupt kein Bock.
 
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  • #36
Stewardess ist doch ein schöner Beruf. Man kommt viel rum, lernt die Welt kennen und die FS fühlt sich sehr wohl ... w, 30
Ja, das scheint alles ganz toll zu sein, nur wie wird der Beruf gesehen? Stewardessen sind meist sehr gut aussehend, Top-Figur, viele studiert, sehr gute Sprachkenntnisse, aber sie arbeiten fachfremd bei vergleichsweise schlechter Bezahlung. Und dennoch herrscht ein Riesen-Andrang auf die Stellen, vor allem von heiratswilligen jungen Frauen. Der Mittelgang wird zum Laufsteg, und das Flugzeug zum Heiratsmarkt. Nichts ist einfacher wie als Geschäftsreisender Telefonnummern von Stewardessen einzusammeln, und die meisten sind auf der Suche nach einem (Ehe-)Mann und einem Leben im Luxus, Tussis eben. Ist ein potentieller Kandidat gefunden, werden die Frauen schnell schwanger - und das Fliegen ist ab sofort mit der Schwangerschaft wegen der Höhenstrahlung tabu. - Und welcher Mann schickt seine Frau später wieder zum Arbeiten und Fleischbeschau zurück? Wohl kaum einer.

Die FS mag da anders sein, und anders denken. <- mod >Die Mär vom schönen Beruf "mit Menschen" und "mit Reisen" glaubt niemand, zumindest kein Mensch der öfters fliegt. Die tatsächlichen Gründe für das jobben als Stewardessen sind andere.
 
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  • #37
Ehrliche Antwort - also wenn du nichtmal bereit wärst für eine gewisse Übergangszeit deinen Job zugunsten der Familie ruhen zu lassen, dann wärst du nicht die richtige Frau für mich.

Für mich gehört es als "gefühlte" Normalität einfach dazu das eine Frau und Mutter das auch möchte. Teilt sie diese Ansicht nicht sind unsere Wertvorstellungen in dem Bereich einfach zu verschieden.

Aber es gibt ja auch Männer mit anderen Ansichten.
 
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  • #38
Mich, Mann, 36, selbständig, studiert, würde das NICHT abschrecken. Ich kann mir vorstellen, länger kürzer zu treten und auch (kleine) Kinder zu erziehen.
Das mag vielleicht selten sein, aber dass ich der einzige Mann bin, der so empfindet/denkt, glaube ich nicht!
 
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  • #39
Liebe FS

- Akadamikerin die es nicht mehr sein will
- Stewardess die es langfristig bleiben will
- Für VAE Tätig, dessen Flughafenhub nicht in Deutschland ist, eine Auslandgesellschaft
- Will Familie aber nicht so wirklich Zeit mit Ihr verbrignen
- Will Partner aber nicht so wirklich Zeit mit Ihm verbringen

Alles nicht sooo schlimm, zusätzlich können Sie dafür nichts, Sie haben vermutlich das "Beste" hingekriegt und halten an Ihre "Ideal"vorstellung fest.

Aber, die Reaktionen der meisten Männer haben Sie gelesen. Von den Ermutigungen oder Zuspruch der Frauen im Forum oder Ihrer Freundinnen können Sie sich nichts kaufen.

Auch "Ihr" potentieller Mann mag im esten Schritt nichts "abschreckendes" finden und das eventuell auch für gut heissen, da auch in Sie verliebt. Sie wollen mit diesen Mann aber eine Familie grüden, das braucht Zeit, da verfliegt die Verliebtheit. Dieser Mann hat einen Onkel, eine Mutter, die auf den einen oder anderen Punkt - z.B. VAE Hub ausserhalb Deutschland - hinweisen werden an dem Er gar nicht gedacht hat. Und, sind Sie sicher, dass ein Mann der das alles so "bedingungslos" (Ihnen zu liebe) akzeptiert, für Sie in 10 Jahren auch noch genau so interessant ist, wie die Männer die Sie weltweit kennenlernen? Sind Sie sich sicher das Sie es in 10 Jahren immer so toll finden durch die Welt zu fliegen? Die Flughäfenhotels sind erstaunlich gleich, die Highlights im 1 Tage Umkreis der Airports begrenzt. Sie können heute Privat mit wenig Geld durch die Welt reisen - mit voller Freizeit.

Ich vermute mal, es gibt auch noch einige andere Aufälligkeiten bei Ihnen. Noch haben Sie alle Karten in der Hand: Jung, guten Job, vermutlich hübsch da Stewardess, vermutlich intelligent da Studiert und und und Die "Leistungsgesellschaft" erfordert vollen Einsatz, den haben Sie erbracht. Was Sie jetzt benötigen sind Kompromisse auslöten und Prioritäten setzen. Überdenken Sie Ihre halt noch mal. So wie es ist wirds m.E. schwierig.
 
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  • #40
Die tatsächlichen Gründe für das jobben als Stewardessen sind andere.
Ach, was? Für mich steht fest: eine Frau, die ihren Beruf mit Freude ausübt (und das trifft hier offensichtlich zu, auch wenn andere Frauen "andere Gründe" haben), ist mir - selbst wenn ich bei ihr die Hälfte meiner Abende allein zubringen muß - tausendmal lieber als eine, die jeden Abend angenervt nach Hause kommt und ihre jobbedingt schlechte Laune an mir ausläßt.
 
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  • #41
Ich vermute mal, es gibt auch noch einige andere Aufälligkeiten bei Ihnen. Noch haben Sie alle Karten in der Hand: Jung, guten Job, vermutlich hübsch da Stewardess, vermutlich intelligent da Studiert und und und Die "Leistungsgesellschaft" erfordert vollen Einsatz, den haben Sie erbracht. Was Sie jetzt benötigen sind Kompromisse auslöten und Prioritäten setzen. Überdenken Sie Ihre halt noch mal. So wie es ist wirds m.E. schwierig.
<Mod. Chat entfernt.>

Auch wenn es auf viele anders wirken mag, ist mir eine Familie schon wichtig. Ich will Zeit mit meinen Kindern und dem Partner verbringen, aber ich bin der Meinung dass es nicht so sehr auf die Quantität ankommt. Ich denke es gibt wenige Jobs wo man im Monat 10-15 ganze Tage komplett frei hat. Außerdem bin ich durchaus kompromissfähig. Bis auf die Stand-by Dienste habe ich einen relativ flexiblen Flugplan. Ich kann Flüge leicht mit Kollegen tauschen und Flüge mit kurzen Aufenthalten requesten.

Aber meinen Job aufgeben oder Teilzeit arbeiten mag ich nicht, da bin ich schon kompromisslos. Ich möchte einfach finanziell auf eigenen Füßen stehen und nicht von meinem Partner abhängig sein. Außerdem gibt es für mich außerhalb der Familie auch noch ein Leben. Als nur-Hausfrau würde mir die Decke auf den Kopf fallen.

die FS
 
  • #42
Aber meinen Job aufgeben oder Teilzeit arbeiten mag ich nicht, da bin ich schon kompromisslos. Ich möchte einfach finanziell auf eigenen Füßen stehen und nicht von meinem Partner abhängig sein. Außerdem gibt es für mich außerhalb der Familie auch noch ein Leben. Als nur-Hausfrau würde mir die Decke auf den Kopf fallen.
Das Problem ist aber eben das der Mann dann zwangsweise Teilzeit arbeiten müsste denn in der Zeit in der du nicht da bist muss sich nun mal auch jemand um die Kinder kümmern. Und sehr viele Männer würden halt mit Sicherheit nicht Teilzeit arbeiten wenn du selbst nicht dazu bereit bist.
 
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  • #43
Das Problem ist aber eben das der Mann dann zwangsweise Teilzeit arbeiten müsste denn in der Zeit in der du nicht da bist muss sich nun mal auch jemand um die Kinder kümmern. Und sehr viele Männer würden halt mit Sicherheit nicht Teilzeit arbeiten wenn du selbst nicht dazu bereit bist.
es gibt: Aupairs, Tagemütter, Kitas, Nannies etc.

ich erwarte nicht dass der Mann Teilzeit arbeitet, es gibt wie gesagt andere Möglichkeiten die Kinderbetreuung zu organisieren. Aber er kann es gerne machen wenn er möchte. Ich lasse ihm die Wahl.

<Mod. Dies ist ein Beitrag der FS. Bitte geben Sie sich zu erkennen, damit die Forumsteilnehmer ihren Beitrag zuordnen können.>
 
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  • #44
das hängt von der zielgruppe ab

Wenn die FS auf alphamännchen aus der business class gepolt ist, wird das nicht funktionieren.
Die wahrscheinlichkeit, dass so ein mann eine familie auf den schultern einer servicekraft aufbaut und selber zurücksteckt is praktisch null

Ein beta softie könnte hier die lösung sein.
Wie ein anderer teilnehmer allerdings schon treffend anmerkte: er muss damit rechnen, durch einen alpha ersetzt zu werden. "Wegheiraten", habe ich mir sagen lassen, ist ein großes problem im personalbereich an flughäfen.

M29
 
  • #45
Ich bin wirklich schockiert, wie hier viele Männer denken.
Ich finde es total normal, dass man auch als Frau seinen Job liebt bzw. gerne arbeitet, und schlicht nicht weniger arbeiten möchte, egal ob mit oder ohne Kinder. Dass Männer eine Familie gründen und Vollzeit arbeiten können, soll dagegen selbstverständlich sein.

Ich selbst möchte keine Kinder, aber wohl einen lieben Partner, der stolz auf eine beruflich erfolgreiche Frau ist und ihn genau so genießt wie seinen eigenen. Männer, die Frauen nur danach auswählen, dass sie während seiner Abwesenheit Nest und Kinder hüten, finde ich einfach nur spießig.

Liebe FS, bleib deinen Idealen treu und suche dir einen modernen Mann. Nach den Kommentaren hier zu urteilen, scheinen die Möglichkeiten, ihn über den Job zu finden, ja gar nicht schlecht zu sein.
 
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  • #46
Flugzeuggänge sind weder Laufstege noch Sprungbretter in den Hafen der Ehe.
Gute Stewardessen üben ihren Beruf mit Leidenschaft aus.
Das wird auch der Grund sein,warum Mann eine Fliegerin selten davon überzeugen kann,den Job komplett aufzugeben.Dafür ist dieser Beruf einfach viel zu schön.
Sicherlich werden wir ausgewählt,weil wir ein ansprechendes Erscheinungsbild haben.
Viele von uns haben studiert.
Wir sind belastbar.
Alle parkettsicher.
Ein "running gag" ist doch eher,dass geschäftsreisende Alphas die hübschen Stewardessen anflirten und dann die berühmt berüchtigte Visitenkarte zustecken.
Das passiert nicht!
Es ist ein ganz normaler Job,der die Schubladengemüter offenbar sehr erhitzt!
Stewardessen werden dafür bezahlt einfach bezaubernd und freundlich zu sein.
Und man(n) glaubt es kaum-auch Stewardessen führen ein glückliches Familien- und Privatleben!
 
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  • #47
"Ann31 Ich bin wirklich schockiert, wie hier viele Männer denken. ...Dass Männer eine Familie gründen und Vollzeit arbeiten können, soll dagegen selbstverständlich sein....
Liebe FS, bleib deinen Idealen treu und suche dir einen modernen Mann."

- Welcher der Männer hier hat behauptet, dass es selbstverständlich ist für einen Mann eine Familie Gründen zu wollen und dann aber nur 10 bis max. 15 Tage im Monat zu Hause sein will?

- Was ist an einem Männlichen Steward / Purser / Flugbebleiter, basiert in Doha anstatt Dubai, der auch seinen Job liebt und auch nur 10 bis max 15 Tage im Monat zu Hause sein kann und somit automatisch als potentieller Partner für die FS ausfällt denn nun genau unmodern oder unemanzipiert oder schockierend?

Die Männer hier im Forum haben der FS nur gesagt, dass unter Ihren aktuellen Vorstellungen, Ihre Partnerfindungprozess schwierig ist. Und das genau wollte Sie auch wissen. Diese schockierende Männer habe sich sogar die Mühe gemacht, der FS Alternativen und männliche Zielgruppen aufzuzeigen. Das finde ich sehr modern.
 
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  • #48
Hallo,

unabhängig der Fragestellung der FS bin ich, w Stewardess, zu tiefst erschrocken über die abfällige Meinungen zu diesem Beruf an sich! Zu den überwiegenden degradierten Äußerungen hierzu kann ich nur sagen, ihr habt mal so null komma null Ahnung was dieser Beruf so alles beinhaltet! In erster und einziger Linie sind wir für die Sicherheit an Bord zuständig. Hierzu zählt nicht nur "Flight Safety" sondern auch "Erste Hilfe". Darüber hinaus müssen wir über ein "sehr gutes psychologisches Verständnis" verfügen etc.

Woher nehmt Ihr die Meinung, wir würden diesen Job nur machen, um mal auf einem "catwalk" laufen zu können oder Visiten Karten von Männern anzunehmen nur um geheiratet zu werden. Sagt mal geht es noch?!

Gut das ich keinen von Euch in Person kenne, weil im Falle eines Falles würde ich Euch glatt sitzen lassen...

w, ü40, Stewardess aus Überzeugung
 
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  • #49
Dazu habe ich neulich eine interessante Hypothese gelesen. Was wäre in Düsseldorf schlimmer: 20.000 Menschen aus dem Dienstleistungssektor verschwinden, oder 20.000 aus dem Finanzsektor?
Viele Menschen aus dem Cash-Cow Sektor wissen ehrliche Arbeit überhaupt nicht einzuschätzen und gucken nur auf die Kontoauszüge, um einen Beruf zu bewerten. Das ist für mich der Grund, warum ich Unternehmer hochachte und Manager zum Kotzen finde. Stewardess ist eine ehrliche und anstrengende Arbeit und in persona zu jedem freundlich zu sein, den man da an Bord trifft, ist auch nicht leicht.

Zur Frage: sicher kann die FS so einen Mann finden, aber die sind wirklich sehr selten. Das Bildnis ist wohl ein Mann, der genug verdient, um die Au pair etc mitzufinanzieren, selbst mehr Zeit frei zu haben als die FS und finanziell die FS aufzufangen, sollte sie wirklich irgendwann im Beruf nicht mehr arbeiten können - und dann sonstwo bis gar nicht unterkommt. Selbst die Stewardess über mir wird anerkennen müssen, dass man nicht automatisch in den Innendienst der Fluggesellschaft versetzt wird. Gerade bei VAE und ähnlichen Südländer-Fluglinien geht es faktisch leider oft ums Aussehen und Alter, auch wenn es sich böse anhört.
 
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  • #50
Ich bin so ein "Business-Fatzke", "Frequent Traveller" bei LH und AB. Der Job der Stewardess war über Jahrzehnte in Deutschland völlig veklärt, überhöht und glorifiziert. Es wäre ja so tollm zu fliegen und ständig an anderen Orten zu sein. In den letzten Jahren hat sich das Bild des Berufes der Stewardess zum Glück deutlich relativiert und junge Frauen eifern nicht mehr diesem "Traumberuf" hinterher. Es sind einfach nur Bedienungen in der Luft, schlecht bezahlt und ständig im Stress. Ich als "Business-Fatzke", der diese jungen Frauen täglich sieht, habe sehr viel Mitleid mit ihnen, wenn sie zum 1000.mal fragen: "Was darf es bei Ihnen zu trinken sein?", "Etwas Süßes oder Salziges dazu?". Einfach traurig. Dann werden sie auch noch in Kostümchen mit hohen Schuhen und Strumpfhosen gesteckt. Sorry, ist das etwa Emanzipation? Ich finde das nicht gut, dass Frauen in der Luft sich so darstellen müssen.

Jedenfalls wäre eine solche Frau nichts für mich. Aber nicht wegen des Berufes, sondern weil hier jemand schrieb, es ginge darum, GEMEINSAM für Kinder und Familie dazu sein. Mit einer Frau, die nur 10-15 Tage zu Hause ist, geht das wohl kaum. Ich als Mann erkenne schon meine Verantwortung an und bin auch bereit, etwas dazu beizutragen, aber das hat Grenzen. Diese Grenzen werden auch von den Frauen erwartet. Sie wollen zwar, dass der Mann sich engagiert, aber den Lulli, der nur zu Hause sitzt und Kinder hütet, wollen sie dann aber auch nicht. Da muss man aufpassen.
 
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  • #51
@47: Steward/ess ist ein toller Beruf und wenn er derjenigen/demjenigen gefällt, der ihn ausübt, ist doch alles wunderbar. Ich finde, Du musst dich hier nicht rechtferitgen, <Mod. Nebenthema entfernt.>

Ich glaube, so klammheimlich, suchen die meisten Männer doch nach einer Hausfrau, heutzutage natürlich eine nebenberufliche Hausfrau;-). Aber bitte keine Frau, die ihren Job liebt und so oft unterwegs ist, dass der Herr sich in die tägliche Familienorganisation einbringen, also das machen müsste, was von Frauen als ganz selbstverständlich erwartet wird.
 
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  • #52
Die hier geäußerten negativen Meinungen über Stewardessen sind in der Tat sehr verbreitet. Ob jetzt Vielflieger oder Gelegenheitsflieger, Mann oder Frau. Und ich behaupte mal, einige noch negativere Meinungen und abfällige Äußerungen (gbt es noch genügend) sind vom mod gelöscht worden.

Es ist soweit für die FS relevant, weil es Ihre Zielgruppe noch weiter einschränkt. bzw. schwiergier macht. Klar, jetzt kommt sofort das Argument, so einen Mann mit Vorurteilen will Sie ja gar nicht. Aber, wenn wir alle nur Menschen ohne Vorurteile akzeptieren würden, wären wir alle Single.

Es macht halt schon einen Unterschied zu sagen: Ich kümmer mich 15 Tage lang um unsere Kinder, weil meine Frau gerade eine Biologie Studie in Alaska durchführt / Ein Stromkraftwerk in Namibia aufbaut / Entwicklungshilfe in Peru leistet / oder halt für die VAE als Stewardess tätig ist. Dieses Meinungsbild ist spätestens seit den Billigfliegern verfestigt. Mag sein, dass Sie extrem gut ausgebildet sind und für die Sichherheit etc zuständig sind, nur jeder der mal geflogen ist erlebt halt, dass Sie faktisch was anderes tun - weil halt der Sicherheitsextremfall nicht passiert oder gar nicht sichtbar ist.

Als Kind wollte ich mal Pilot werden, jetzt bloss nicht mehr. Auch dieser Beruf hat in seinem glamour gelitten. Ausser den extrem hohen Gehältern als Captain bei den etablierten Airlines (nur ein Prozensatz der verfügbaren Jobs) ist an dem Beruf gar nichts mehr glamourös.
 
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  • #53
Hallo FS,
ich (M/ü40) arbeite im Ausland und bin über Jahre nur auf Urlaub zu hause. Für die Richtige würde ich jeden Job sausen lassen und Hausmann sein. Für mich gibt es nichts attraktiveres als eine Frau die nicht nur für Kinder, Küche, Kirche da zu seien glaubt. Und ich kann mir gut vorstellen mich mit den Kindern darauf zu freuen das Mutti am Donnerstag/ Freitag (oder so) wieder nach hause kommt und was interessantes zu erzählen hat und den Kleinen was vorliest usw. Und ich bin bei Leibe kein Softie. Und es ist ja wohl die traditionellste Rolle des Mannes als Fels in der Brandung da zu sein und Verläßlichkeit und Stärke auszustrahlen
Du siehst es geht auch abseits der eingefahrenen Familienklischees. Mußt halt ein bisschen länger suchen.

Und ich finde es absolut neben der Spur den Job oder das Lebensmodell anderer runter zu machen nur weil man selbst zu fantasielos ist mal ein bisschen links und Rechts vom traditionellen Weg zu gehen. Ich kenne ne Menge langweiliger dussliger Ingenieure und einige sehr charmante, neugierige, allseits interessierte, intelligente Verkäuferinnen und Frisörinnen.

Wenn´s geklappt hat merkt man das an der Anzahl der Mails im Postfach falls man sich nicht so bald zum Date treffen kann.
Immer locker bleiben, sag ich, immer locker bleiben.............
 
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  • #54
Hhier noch mal #38. Ich, m44, der schon einiges erreicht hat und behauptet das Ganze mit der Fliegerei und Abwesenheit auch irgendwie zuordnen zu können, hätte genauso wie #52 eher kein Problem mit der FS und ich bin garantiert auch kein Softie.

Nur die FS sucht einen Mann in ihrer Altersgruppe 25-33. Ein 25er Mann mit zukünftigem Wunsch auf Familie will halt vielleicht auch etwas im beruflichen Leben erreichen, tut sich mit der Konstellation schwieriger, weil er selber noch nie ein "business fatzke" war, hat eventuell Ängste von der FS verlassen zu werden, wenn er zum "pantoffelheld mutiert" und und und. Das muss schon ein verdammt selbstbewusster und erfolgreicher 25er bzw. anfang 30er sein, ich war es damals garantiert nicht !

Ich bleibe dabei, in ihrer Zielgruppe mit ihren Wunschvorstellungen wird es schwierig. Zuspruch von Frauen oder Männern über 40 bringen ihr gar nichts. Es gibt sicherlich Männer und darunter auch den "richtigen" für sie, sie muss halt den einen finden.

[MOD Beitrag überarbeitet]
 
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  • #55
In den letzten Jahren hat sich das Bild des Berufes der Stewardess zum Glück deutlich relativiert und junge Frauen eifern nicht mehr diesem "Traumberuf" hinterher. Es sind einfach nur Bedienungen in der Luft, schlecht bezahlt und ständig im Stress. Ich als "Business-Fatzke", der diese jungen Frauen täglich sieht, habe sehr viel Mitleid mit ihnen, wenn sie zum 1000.mal fragen: "Was darf es bei Ihnen zu trinken sein?", "Etwas Süßes oder Salziges dazu?". Einfach traurig. Dann werden sie auch noch in Kostümchen mit hohen Schuhen und Strumpfhosen gesteckt. Sorry, ist das etwa Emanzipation? Ich finde das nicht gut, dass Frauen in der Luft sich so darstellen müssen.
Meine Güte, wenn alle so denken würden, wäre ja überhaupt niemand mehr im Dienstleistungssektor tätig! Und dass eine Stewardess um einiges besser bezahlt ist als eine normale Kellnerin, steht ja wohl außer Frage. Noch dazu hat sie es (zumindest bei teuren Fluglinien) nicht mit niveauloser Kundschaft zu tun, wie es in vielen Restaurants der Fall ist.
Und in JEDEM Job macht man ständig dasselbe bzw. fragt oft 1000mal die gleichen Sätze, das ist doch normal!
Und die Stewardessen müssen ja wohl "hübsch in Kostümchen und hohen Schuhen" daherkommen, weil gerade die männlichen Fluggäste das so wollen! Welcher Mann möchte schon von einer unattraktiven, übergewichtigen Stewardess im grauen Schlabberlook bedient werden?!
Und was weibliche-schicke Kleidung mit "zu wenig Emanzipation" zu tun haben soll, frage ich mich auch. Typisch deutsche Einstellung.
 
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  • #56
Die hier geäußerten negativen Meinungen über Stewardessen sind in der Tat sehr verbreitet. Ob jetzt Vielflieger oder Gelegenheitsflieger, Mann oder Frau. Und ich behaupte mal, einige noch negativere Meinungen und abfällige Äußerungen (gbt es noch genügend) sind vom mod gelöscht worden.
Gerade bei Frauen ist es wohl mitunter auch Neid auf die gute Optik der Stewardessen, das konnte man ja aus einigen Kommentaren hier rauslesen. Genauso wie vor allem Frauen oft über Models ablästern, die sind ja soooooo dumm und oberflächlich und können spätestens mit 40 diesen Job ja sowieso nicht mehr ausüben.
Mag sein, aber wenigstens sehen sie die Jahre zuvor um Längen besser aus, als es die frustrierten Neiderinnen je tun werden!
 
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Gast

  • #57
Ich glaube, so klammheimlich, suchen die meisten Männer doch nach einer Hausfrau, heutzutage natürlich eine nebenberufliche Hausfrau;-). Aber bitte keine Frau, die ihren Job liebt und so oft unterwegs ist, dass der Herr sich in die tägliche Familienorganisation einbringen, also das machen müsste, was von Frauen als ganz selbstverständlich erwartet wird.
Da liegt ein Denkfehler vor. Natürlich suchen Männer heutzutage eine nebenberufliche Hausfrau. Aber dem steht doch die Erwartung der Frauen an Männer gegenüber, sich hälftig an Haushalt und Kindererziehung zu beteiligen. So wie das von mir als Mann erwartet wird, erwarte ich das eben auch von meiner Partnerin. Kann sie das nicht leisten, hat sie den falschen Beruf (zumindest um für mich als Partnerin und Mutter meiner zukünftigen Kinder infrage zu kommen). Was ist daran so schwer verständlich? Die Männer erwarten in diesem Punkt nichts, was sie nicht selbst zu geben bereit sind. Gleichzeitig haben sie nicht pauschalisiert und darauf hingewiesen, dass es vermutlich schon Männer gibt, die bereit wären, sich darauf einzulassen, nur eben wenige. Was ist also daran unmodern? Das einzige unmoderne was ich hier in diesem Thread gelesen habe, waren die Äußerungen einiger Frauen, die die Männer, die nicht bereit sind, in Allem den Wünschen der FS zu entsprechen, als unemanzipiert diffamieren.
 
  • #58
Liebe#49
Ich bin so ein "Business-Fatzke", "Frequent Traveller" bei LH und AB.
So, dann mal von Vielflieger zu Vielflieger: Wie oft bist Du denn so zuhause`? Schaffst Du es Dich 12 Tage im Monat komplett Deiner Familie zu widmen? Ich geh jede Wette dass nicht! Und wieso sollte das nun etwas anderes sein als bei der FS? Ach ja, ich vergass die weiblichkeit....

Und nochmals, für jemanden der laufend mit diesen Damen zu tun hat denkst Du sehr abfällig über Sie. Find ich schon irgendwie irre, jeder Job hat seine Routinen- denk mal an Buchhalter zum Beispiel. Und das stellst Du über einen Dienstleistungsberuf der Dir das Reisen angenehmer macht!

Ich stehe nach wie vor dazu- für mich kam nur eine Frau in Frage die das was Sie tut mit Hingabe und Engagement macht. Sie kommt glücklich nach Hause und das macht das Zusammenleben schon angenehmer. Und wenn Sie nachvollziehbar mehr Spass dran hat als Flugbegleiterin zu arbeiten als Verbrecher rauszuhauen wär mir das allemal lieber.
 
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Gast

  • #59
Ich habe mich nicht abfällig geäußert, sondern den Beruf nur als das beschrieben, was er nüchtern betrachtet ist: ein harter Service-Job über den Wolken.

Natürlich mag es auch viele Jobs geben, wo es stumpfe Routinetätigkeiten gibt, allerdings habe ich einen akademischen Beruf ergriffen, um so wenig wie möglich davon machen zu müssen.

Zur Frage: Ich bin nur am Wochenende zu Hause und würde auch nicht auf das schmale Brett kommen, in der Situation eine Familie zu gründen. Da würde ich niemandem gerecht werden: weder mir noch der Familie. Ich würde in diesem Falle natürlich über einen Wechsel nachdenken. Im Beratersprech nennen wir das "Exit-Strategie". Man sucht sich dann einen gechillten 9-to-5 Job im ÖD oder als Industriebeamter im Konzern - dann klappts auch mit der Familie. Im Übrigen sind diese Beraterjobs eh nichts für die lange Dauer. Vermutlich würde ich bei meinem aktuellen Reisestress und Arbeitspensum mit 40 an einem Herzkasper abnibbeln.
 
  • #60
Ich würde in diesem Falle natürlich über einen Wechsel nachdenken. Im Beratersprech nennen wir das "Exit-Strategie". Man sucht sich dann einen gechillten 9-to-5 Job im ÖD oder als Industriebeamter im Konzern - dann klappts auch mit der Familie.
Ich verzichte an dieser Stelle darauf Deinen Job zu bewerten- nur soviel: die Flugbegleiterin schätze ich persönlich mehr.
Aber es ist schlichtweg Unsinn Familie nur mit einem Job haben zu können der einen zu Tode langweilt und ein Bore-out Syndrom auslöst. Im Gegenteil- Du kommst genervt Heim und nun soll Dir die Familie Dein Lebensglück geben. Du überfrachtest damit diese mit Erwartungen denen keiner gerecht werden kann. Für eine stabile Beziehung und Familie müssen BEIDE Eltern etwas machen was Sie ausfüllt und aus sich heraus glücklich macht. Und wenn das die Hausfrau/der Hausmann ist- solange es mit Hingabe und Freude geschieht ist alles in Butter.

Gefragt ist also der Mittelweg- und den sehe ich bei der FS gegeben. Der Job macht Freude und gleichzeitig ist Sie durchaus häufig zuhause. Wenn beide WOLLEN lässt sich damit ein gutes Familienleben organisieren.