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  • #1

Halte Tochter von meinem Freund aus Angst fern. Hilfe!

Hallo.
Ich weiß gerade nicht wie ich anfangen soll also fange ich bei mir an. Ich(35) bin eine AE mit drei Kindern, geschieden seit 6 Jahren. Meine älteste Tochter ist 14.
Ich wurde in meiner Kindheit mehrere Jahre von meinem Onkel missbraucht. Vor sieben Jahren von einem Bekannten vergewaltigt und mein ex hat auch seinen Sex geholt wann er wollte.
Nach langer Therapie bin ich wieder auf eine Beziehung eingegangen.
Funktionierte prima. Sind jetzt 2 Jahre zusammen. Er weiß alles und ist sehr rücksichtsvoll und lieb.
Jetzt hab ich aber ein Problem das ich immer auf meine Tochter aufpasse. Sie ist schon sehr reif entwickelt.
Ich achte immer drauf wie er sie ansieht und das er keinen Körper Kontakt zu ihr hat.
Ich hab oft Alpträume das er sie anfasst und habe Panik.
Ich weiß aber das er das nicht tun würde. Er weiß von meinen Ängsten nichts und merkte bisher nichts das ich sie von ihm fernhalte.
Nur so kann es nicht weiter gehen. Ich selbst kann mit ihm Sex haben wie ich will ohne Panik und angst oder Erinnerung.
Aber die Angst um meine Tochter macht mich fertig.
Und das ist nicht nur bei ihm so sondern jeden Mann der in ihre Nähe kommt.
Ich weiß nicht mehr weiter wie ich das abstellen kann.
Ich denke manchmal darüber nach die Beziehung zu beenden nur um sie zu schützen.
Weiß jemand Rat ?
 
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  • #2
Da hilft wohl nur ein offenes Gespräch mit der Tochter unter Anleitung eines geschulten Psychologen. Ich habe meine Tochter damals rechtzeitig aufgeklärt und sie stark gemacht, dass sie lernt Nein zu sagen und versuchte Übergriffe sofort zu stoppen und sofort zu melden.

Der neue Mann sollte in das Gespräch mit involviert werden, warum das Gespräch mit der Tochter stattfinden wird.

Bitte bitte nicht eigene Erfahrungen bzw. nicht in der Lage sein können, Nein und Stop zu sagen auf die Tochter zu übertragen.

Also holt euch alle prof. Hilfe, dann könnt ihr das alles gut in den Griff bekommen.

w
 
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  • #3
Rat?!
Hm, ich denke du solltest deine Tochter einweihen.
Wenn du nicht alleine mit ihr reden willst, suche einen guten jugenpsychologen.
Erkläre ihr dann aber, das es wichtig ist für dich und du dir unsicher warst ob du es schaffst ihr das alleine zu sagen.
Mit 14 hat ein Teenager schon von Missbrauch gehört, sie sollte es wissen um deine Ängste einordnen zu können und um zu wissen, das du ihr glauben wirst, wenn sie sich von jemanden belästigt fühlt.
Der Psychologe kann ihr sagen, wie sie sich verhalten soll, wenn ihr etwas seltsam vorkommt, mit einem Mann.
Du schaffst das!
 
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  • #4
1) Wenn Du Deinem Freund sagen konntest was mit Dir passiert ist - warum kannst ihm dann nicht sagen was mit Deinen Ängsten bzgl. Deiner Tochter ist ?

2) Deine Ängste würd ich erst ihm kommunizieren und dann Deiner Tochter. Dir wird sich eh irgendwann jemand suchen, um Sex zu haben - sie ist alt genug dafür. Es ist ihr Körper. Verhindern kannst es nicht, aber Du kannst ihr sagen, was fakt ist.

3) Ich glaub nicht, daß Du da professionelle Hilfe brauchst - das schaffst selber. Der Gang zum Seelenklempner macht die Dinge nur noch schlimmer. Aber es schadet nicht, wenn die Kleine lernt, sich selber zu verteidigen und klar "Nein" zu sagen. Das kann frau üben, es gibt auch Selbstverteidigungskurse etc.
 
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  • #5
Dem Rat der anderen Gäste kann ich mich nur anschließen.. Aber ich finde, du solltest deine Tochter und deinen Freund nur über deine Ängste im Allgemeinen, jedoch nicht um die im Besonderen bezüglich deines Freundes einweihen. Das könnte die Beziehung zu deinem Freund und zu deiner Tochter gefährden. Deine Tochter kann lernen sich selbst zu schützen, ohne dass ihr Angst gemacht wird und dein Freund kann mit diesem Wissen noch aufmerksamer für deine und ihre Belange werden.Vetrau ihm und mach dich und eure Beziehung nicht kaputt!
w/47
 
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  • #6
Ich würde ZUERST mit einem Psychologen sprechen, bevor du mit deinem Freund oder gar noch mit deiner Tochter sprichst.
Ich stelle mir vor, wie ich als Freund reagieren würde, wenn mir meine Lebensgefährtin eröffnet, sie habe Angst, dass ich mich an ihrer Tochter vergreife. Da würden bei mir sämtliche Alarmglocken schrillen, wenn ich mit einem derart massiven Misstrauen konfrontiert wäre. Und wäre in der nächsten Stunde eine Wolke, um nicht Gefahr zu laufen, irgendwann fälschlicherweise des Missbrauches bezichtigt zu werden.
Dito: Das Gespräch mit deiner Tochter. Willst du ihr tatsächlich sagen, dass du Angst hast, dein Freund könne sich an ihr vergreifen? Was gibst du ihr mit, was denkt sie, wenn sie künftig Kontakt zu deinem Freund hat? Das Mädchen ist 14 (in dem Alter ist es nebstbei zu spät, ihr beizubringen, Nein! zu sagen, das hättest du ihr früher sagen müssen).
Ich habe eine ähnliche Biographie wie du, aber jeden Mann prinzipiell unter Generalverdacht zu stellen, ist meines Erachtens einer nicht aufgearbeiteten Causa gezollt, auch wenn dein Intimleben entspannt ist.

w, 47
 
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  • #7
Es ist allgemeinhin sehr sehr schlecht, wenn Mütter ihre sämlichen Ängste auf die Töchter abwälzen und dadurch von jeder möglichen und nicht-möglichen Gefahr zurückziehen. Zum Großteil von Gefahren, die sowieso nicht existieren! Das schädigt das Kind und hemmt sie in ihrer eigenen Entwicklung und macht sie nämlich genau zu dem, was sie nicht werden soll: ein änglichstes, verschüchtertes Kind, das vor allem Angst hat! Und du verscherzt es dir mit deiner gesamten Umwelt, wenn du gegen jeden schlechtes Gedankengut hegst!

Schick dein Kind lieber in einen anständigen Selbstverteidigungskurs/Kampfverein, kläre sie auf, erzieh sie zu einer starken, offenen, lautstarken, nicht-verklemmten Persönlichkeit. Angst vor Männern ist nämlich nicht normal! Angst vor Männern macht zu Opfern! Außerdem könntest du massiv ihre eigene spätere Sexualität damit schädigen und einhemmen.

Du wirst das alles nicht alleine richten können, denn scheinbar bist du selber ein Mensch, der durch sein Verhalten und seine scheue Art immer wieder in sexuelle Verhängnisse gerät! Es ist nämlich nicht normal, als Frau mehrfach Opfer von sexuellen Gewalttaten zu werden! Das wird nur eine gestimmte Sorte Frau, das haben Fachmänner schon längst herausgefunden.

Deine Tochter von jedem Mann zurückziehen, ist sowieso verkehrt. Und mit 14 ist man nicht frühreif, die meisten machen da schon ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Mädchen interessieren sich in dem Alter lääängst für andere Jungs. Also nix da frühreif! Wähle deinen Missbrauch nicht auf dein Kind ab. Sie ist ein unbefangener freier Mensch, der sich extra belastet werden sollte mit Muttis Überüberüberängsten. Also gehe vorsichtig mit dem Thema um. Alles womit du deine Tochter extrem belehrst und weinerlich versucht Angst und Vorsicht vor Männern zu schüren, wird ganz gewaltig nach hinten los gehen. Deine Tochter wird ein gestörtes Verhältnis zu Männern entwickeln. Mütter können da - wie man immer wieder auch hier im Forum als Paradebeispiel schön sieht - sehr viel Schaden mit ihrem Weltbild anrichten.

Ihr gehört beide in eine Therapie, nämlich damit du deine Tochter nicht verstörst und der Therapeut dich ein bisschen aufklären und Ängste nehmen kann. Ganz schlecht ist es, gegen seinen eigenen Lebenspartner Verdacht zu hegen. Du bist gerade dabei eure Beziehung kaputt zu treten. Dir fehlt allgemein Urvertrauen zu deinem Partner. Man hält normalerweise als Frau auch in erster Linie ein bisschen mehr zu seinem Partner und klettet nicht auf Teufel komm raus am eigenen Kind, um ihm jeden einzelnen Lebensschritt zu erklären, und den eigenen Partner damit gleichzeitig als Randmonster zu behandeln!
 
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  • #8
Vielen Dank für die antworten. Ich bin jetzt immer noch durcheinander da so viele verschiedene Meinungen da sind.
Ich hab meinen freund nichts erzählt weil ich die Beziehung nicht gefährden will. Was soll er davon denken und er würde sich dabei mit Sicherheit unsicher fühlen und ich möchte auch nicht das die beiden sich dann unwohl fühlen und sich dann aus dem weg gehen.
Das meine Tochter irgendwann sex haben wird ist mir klar und damit habe ich auch kein Problem. Aufgeklärt ist sie und nein sagen kann sie. Das habe ich allen drei beigebracht.
Das Problem bin ich mit meinem denken und Ängsten.
Ich weiss nicht warum ich so eine angst habe.
Aber ich war auch aufgeklärt damals und trotzdem hat mein Onkel mich beeinflusdt bedroht und mir angst gemacht und deswegen sagte ich meinen Eltern nichts. Zu ihm sagte ich oft genug nein.
Ich hab einfach Angst das sie das gleiche erlebt und davor will ich sie schützen.
Obwohl ich weiß das er nichts machen würde.
Villeicht sollte ich wirklich erstmal einen psychologen fragen.
Verarbeitet habe ich das aber nicht vergessen. Es sitzt auch zu tief.
Das einzige womit ich nicht klar komme ist wenn ein älterer Mann mich anfasst. Allein schon Hände schütteln ekelt mich.
Wahrscheinlich sollte ich nochmal eine Therapie machen.
Gruß
Die FS
 
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  • #9
Ich stelle mir vor, wie ich als Freund reagieren würde, wenn mir meine Lebensgefährtin eröffnet, sie habe Angst, dass ich mich an ihrer Tochter vergreife. Da würden bei mir sämtliche Alarmglocken schrillen, wenn ich mit einem derart massiven Misstrauen konfrontiert wäre. Und wäre in der nächsten Stunde eine Wolke, um nicht Gefahr zu laufen, irgendwann fälschlicherweise des Missbrauches bezichtigt zu werden.

Eben! Würde meine Partnerin mir so etwas offenbaren, ich wäre sofort weg! Wer weiß, was da noch auf mich einprasselt! Aber ehrlich gesagt wäre ich auch niemals mit so einer Frau wie der Fragestellerin zusammen. Es macht sich schon ziemlich zeitig bemerkbar, wenn die Mutter so derart angstbesessen ist und gegen alles Misstrauen hegt - vor allem ja gegen mich. Das ist schwer zu ertragen. Das ist schon als Kind schwer zu ertragen, die Mutter immer beruhigen zu müssen, um mal eigene Schritte in Richtung anderes Geschlecht gehen zu dürfen. Aber als Partner kann man sich so etwas nicht geben.
Ich glaube, die Fragestellerin sieht mit ihrer ehemaligen Opferrolle sowieso jeden Mann als Eindringling neben ihrem Tochter-Mutter-Verhältnis. Also käme mir so etwas gar nichts in Haus. Die Fs gehört weiterhin in Therapie und sollte den nächsten Schritt mit ihrem Therapeuten besprechen.

[Mod]
 
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  • #10
In jeder größeren Stadt gibt es spezielle Beratungsstellen für das Thema "Sexueller Missbrauch". Eine gute, seriöse Anlaufstelle ist z.B. immer "Profamilia" oder andere Familienberatungsstellen, die leiten dich ggf. weiter an die passende Stelle. Ich würde dir empfehlen, erst mal alleine dort hinzugehen und dein Problem zu schildern. Dort kann man auch anonym bleiben, wenn man will und diese Berater sind eben mehr auf die Familienproblematik spezialisiert als ein "normaler" Psychotherapeut und haben auch mehr Erfahrung mit dem speziellen Thema, als ein normaler Psychotherapeut.
Es geht ja bei dir darum, einen Weg zu finden, mit deiner Angst, deine Tochter nicht beschützen zu können, umzugehen. Diese Angst bzw. Unsicherheit ist übrigens bei Frauen mit eigener Missbrauchserfahrung völlig normal und vielleicht sogar ein relativ "gesundes" Zeichen für dich, also dass du wahrnimmst, auf diesem Gebiet unsicher zu sein, denn leider ist es ein Klassiker, dass sich sexueller Missbrauch in Familien über Generationen wiederholt, weil die missbrauchten Mütter tatsächlich kein gesundes Gespür dafür entwickeln konnten, was auf diesem Gebiet normal ist und was nicht und so ihre eigene Tochter vor Missbrauch nicht schützen können.
Verstehe mich nicht falsch, dass bedeutet nicht, dass dein konkreter aktueller Lebenspartner verdächtig ist, das überhaupt nicht. Aber das wichtigste ist, und das wurde hier schon mehrfach geschrieben, die Kinder selbstbewusst zu machen, dass sie möglichst nicht manipulierbar sind. Manipulierbar sind Menschen immer dann, wenn sie aus Loyalität, aus Liebe, oder für das Glück eines anderen (im Missbrauchsfall meist der Eltern), oder weil sie auf andere Weise nicht ausreichend Zuwendung und Liebe bekommen, die eigenen Grenzen massiv missachten lassen.
Ein Kind, dass sich 100% sicher ist, die Mutter würde ihm glauben und sein Unbehagen ernstnehmen und das ausreichend gesunde Aufmerksamkeit und Liebe durch die Mutter (Eltern) bekommt, wird sich nicht einschüchtern lassen und gegen seinen Willen Dinge mit sich machen lassen. Das wird bei dir als Kind leider einfach nicht der Fall gewesen sein. Denk nochmal darüber nach!

w49
 
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  • #11
Also ein bisschen wurde ich missverstanden. Noch habe ich nichts getan und nichts gesagt. Weder freund noch Tochter wissen etwas über meine Ängste. Ich zeig es auch nicht. Meine Tochter darf mit jungs zusammen sein mit allem was dazu gehört. Ich klammer überhaupt nicht und mache ihr keine angst vor Männer. Sie redet offen über sex und jungs mit mir oder Probleme. Sie hat Privatsphäre und Freiraum für sich und unternimmt viel mit Freunden.
Es geht lediglich um meine Gedanken. Gemacht oder gesagt habe ich nichts. Bemerkt hat auch niemand was . Ich kann sowas sehr gut für mich behalten.
Meinem freund unterstell ich nichts. Ich weiss das er nichts machen würde.
Es geht um die Gedanken das ich das nicht abstellen kann.
Deswegen denke ich das ich eine Therapie brauch.

Warum mein Onkel mich angefasst hat das weiß ich nicht. Was für eine typische Frau bin ich denn das Männer mich vergewaltigen? Die Vergewaltigung war übrigens weil er betrunken war und aggressiv und mich auch mit einem Messer bedrohte.
Das hat doch nichts mit meinem Charakter zu tun.
Ich selbst bin kein Mauerblümchen die still in der ecke sitzt.
Sonst würde ich mir immer sowas gefallen lassen ohne mich zu wehren.
Das tat ich aber.

Und ich bin keine Übermutter. Ich muss nicht ständig bei meinen Kindern sein und meine Welt dreht sich nicht nur um sie. Ich hab auch noch mein leben und meine Hobbys und Unternehmungen ohne kinder.
Dazu arbeite ich vollzeit und sie sind auch mal beim Vater und haben ihre Hobbys, Freunde Freizeit.
 
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