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  • #1

Hat eine Beziehung für Frauen einen höheren Stellenwert?

wenn ich hier so lese stammen viele Beiträge von Frauen. In vielen davon wird geschildert was eine Frau so machen kann damit Beziehung aufrecht erhalten bleibt. Auch in den Fällen wo Frau vom Partner schlecht behandelt betrogen und (oder) demütigt wird.
Ein Mann würde sich das Gleiche oft nicht bieten lassen.
Was bewegt Frauen dazu es auszuhalten und an der Beziehung zu halten?
Danke im voraus für eure Antworten.
 
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  • #2
Was bewegt Frauen dazu es auszuhalten und an der Beziehung zu halten?

Existenzangst, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor einem Statusverlust, Abhängigkeit (z.B. sexuell), Angst vor Gewalt beim Verlassen der Beziehung, Helfersyndrom, ein geringes Selbstwertgefühl oder Rücksicht auf vorhandene Kinder sind nur einige Dinge, die mir spontan einfallen. Such' Dir was aus.

Ich denke ansonsten aber nicht, daß eine Beziehung für Frauen einen höheren Stellenwert hat.

m, 34
 
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  • #3
Das hängt vom Alter ab. etwa ab 50 klammern die Männer:)
 
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  • #4
Ein Mann würde sich das Gleiche oft nicht bieten lassen.

Ich finde ganz interessant, dass Frauen wohl wirklich "leidensfähiger" sind, aber trotzdem die meisten Ehescheidungen von Frauen ausgehen. Das kann ich mir nicht so richtig erklären. In meinem Bekanntenkreis rumort es im Moment in mehreren Beziehungen. Ich weiß es durchweg von den Frauen und sie ziehen tatsächlich nicht so schnell die Konsequenzen, weil sie nicht allein sein wollen oder sich nicht in der Lage fühlen, finanziell auf eigenen Füßen zu stehen.

m, 46
 
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  • #5
Frauen lieben anders. Nicht umsonst gibt es den Spruch, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steht. Die Kunst liegt darin ihm das Gefühl zu geben, dass er der Starke ist. Ich behaupte (auch wenn ihr mich dafür zerreist), dass die Beziehung für einen Mann den höheren Stellenwert hat.

Ein Frau kämpft um den Mann, den sie liebt. Aber sie lässt ihn gehen, wenn der weitere Kampf sinnfrei wird. Den Liebeskummer nimmt sie in kauf, denn alles andere wird zu schmerzhaft. Eine Frau die eine Beziehung um jeden Preis aufrecht erhält, hat manchmal keine Wahl. Der Preis dafür ist Resignation, die oft in einer Depression endet. Es gibt aber auch Frauen, denen es sch...egal ist, wie sie behandelt werden, Hauptsache nach außen stimmt der schöne Schein und er liefert die Kohle für ein angenehmes Leben.

Ein Mann würde sich das Gleiche oft nicht bieten lassen.
Dieser These möchte ich widersprechen, auch sie erliegt dem schönen Schein nach außen. Es gibt Männer, die ohne ihre Partnerin hilflos wären. Sie lassen es sich gefallen, nicht wahrgenommen und geliebt zu werden. Aus Frust und Rache für diese respektlose Behandlung gehen sie mit Vergnügen fremd. Sie genießen die Illusion, dass es trotz ihrer Unentschlossenheit Frauen gibt, die sie begehren. Das ist das Trauerspiel das Foren füllt, jede Woche kommt mindestens eine Version einer unglücklichen Affäre als neues Thema. Sie müssen sich durch Lügen eine kleine Nische des Glücks erschaffen. Das ist (der trügerische) Motor, der ihre Lebensqualität ausmacht. Ich habe einem solchen Mann vergeben, dass er mich vera... hat. Denn für mich hat Beziehung einen hohen Stellenwert. Ich liebe monogam und erwarte von meinem Partner, dass sein Stellenwert der Beziehung sich für mich auf Augenhöhe befindet. Ich halte nie mehr aus und gehe, wenn das Bauchgefühl Alarm schlägt.

w50+
 
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  • #6
Existenzangst, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor einem Statusverlust, Abhängigkeit (z.B. sexuell), Angst vor Gewalt beim Verlassen der Beziehung, Helfersyndrom, ein geringes Selbstwertgefühl oder Rücksicht auf vorhandene Kinder sind nur einige Dinge, die mir spontan einfallen. Such' Dir was aus.

Ich denke ansonsten aber nicht, daß eine Beziehung für Frauen einen höheren Stellenwert hat.

m, 34

Zu all den bereits genannten Gründen kommt für mich noch Realismus dazu. Ich bin nämlich nicht der Meinung, dass Männer nicht auch großen Wert auf Beziehungen legen. Sie denken nur (fälschlicherweise), dass sie diese sowieso jederzeit haben könnten und lassen sich in jungen Jahren gern etwas Zeit damit. Gerade unter älteren Single-Männern ist mir aber auch schon viel Verzweiflung und Einsamkeit begegnet. Oft bereuen sie nachträglich sehr, ihre Partnerschaft so leichtfertig aufs Spiel gesetzt zu haben und wünschen sich inständig, das Rad der Ereignisse noch mal zurückdrehen zu können.

Außerdem gab es darunter auch sehr viele äußerst unselbstständige und lebensfremde Exemplare, die es gewohnt waren, dass Mutti (bzw. Frau) ihm alles abnimmt. Sie mögen zwar im Job die Nase vorn haben, aber im Privaten sind sie oft total abhängig und lebensuntauglich. Auch wenn sie sich in ihren Beziehungen womöglich wie Paschas und Besserwisser aufspielten, kommen sie nach einer Trennung doch meist viel weniger alleine klar als die meisten Single-Frauen. Sie würden sich dies nur nicht so leicht eingestehen wie eine Frau.

Frauen reden darüber, wenn sie unglücklich oder einsam sind. Sie suchen sich womöglich auch eher mal Rat und Hilfe, versuchen der Sache auf den Grund zu gehen und mit ihren Gefühlen ins Reine zu kommen. Deshalb trifft man sie auch häufiger in solchen Foren an.

Männer gestehen sich ungern Schwächen ein und verschweigen sie daher lieber. Sie kompensieren ihre Einsamkeit und Frustration z.B. auch häufig mit Alkohol und Drogen, aggressivem oder überheblichem Verhalten, sexueller Triebabfuhr (Pornos, Bordelle, ONS...) oder extremer Zurückgezogenheit und depressiver Verstimmung.
 
  • #7
In extremen Fällen sind diese Frauen m.E. psychisch gestört.
Und bräuchten fachliche Hilfe, z.B. Psychotherapie.
Vgl. wie ein Drogensüchtiger und Entziehungskur.

Denn sie leiden darunter, daß sie schlecht behandelt werden - kommen aber nicht davon los.
Also eine Art Hörigkeit.
Der Täter manipuliert sie, damit sie trotzdem die Beziehung beibehält.
Der Täter weiss ganz genau, wie weit er bei ihr gehen kann.

Die Opfer tun nichts dagegen, um davon los zu kommen. Und lehnen jegliche Hilfe ab.
Wie ein Drogensüchtiger, der unter seiner Sucht ggf. leidet, aber trotzdem nicht davon los kommen will.

Ich erlebte gerade so ein Paar. Live und mittendrin dabei.
Frau: Ehegattin eines Unternehmers, aber getrennt lebend.
Ihr Liebhaber = Täter fährt dabei das Strafgesetzbuch "rauf und runter"
Hausfriedensbruch, gewaltsames Eindringen in die Wohnung, tätliche Angriffe, Diebstahl
(selber miterlebt) bezeichnete er als -normal und friedlich-
Denn er hat dabei die Frau nicht geschlagen. Aber würde m.E. selbst davor nicht zurück schrecken.

Er hält sein Verhalten für völlig normal.
Anscheinend auch seine kriminellen Taten, für die er sich noch vor Gericht verantworten muß.
Und dafür u.a. das Auto der Frau gestohlen, und eingesetzt hat.

Der Frau gibt er vor, daß er gerade seine dritte Entziehungskur wg. Alkohol machen würde.
Er ist aber ständig unterwegs = nicht stationär in einer Einrichtung.

Die Frau will keine Polizei einschalten, keine Strafanträge stellen - und lebt mit diesem Mann wieder zusammen, in ihrer Wohnung.

Solche Frauen wollen das so haben. Bis sie selber "kaputt" sind. Wie ein Drogensüchtiger.
Und ihr Täter sich dann ein neues Opfer sucht.

Und sowas nennen diese Frauen dann -Beziehung-
Und glauben ihren Tätern, wenn die von Liebe sprechen.
Dieser Täter weinte sogar, als die Frau sich anscheinend von ihm trennen wollte.
 
  • #8
Was bewegt Frauen dazu es auszuhalten und an der Beziehung zu halten ?
Das ist eine Art "Programmierung" aus der Evolution. Unter allen Umständen die Familie zusammen halten = höchster Stellenwert.

Das mag seine Berechtigung haben, als man noch täglich um sein überleben kämpfen mußte.
Kann aber heutzutage misbraucht werden. z.B. um die Frau und die Beziehung egoistisch auszunutzen.
 
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  • #9
Ich glaube nicht, dass eine Beziehung für Frauen einen höheren Stellenwert hat geschweige denn, dass sie mehr dafür tun. Wenn eine Frau in Not war, zum Beispiel finanzielle Probleme oder Krankheit, haben ihre Partner immer zu ihnen gehalten, umgekehrt habe ich öfters erlebt, dass ein Mann, der pleite gegangen ist, von der Frau weggeworfen worden ist. Umgekehrt haben auch viele Frauen geklammert, wenn der Mann eine Geliebte hatte, wenn der Mann sie versorgt hat und sie nicht arbeiten wollten. Es geht bei Frauen öfter um Geld als um Liebe.
 
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  • #10
Bestimmt gibt es durchschnittlich Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Ich finde, dass es nicht zu guten Ergebnissen führt, sich über soetwas Gedanken aufzubauen. Besser ist es freundschaftlicher zu denken, jedenfalls nicht irgendwelchen Gedanken nachzugehen wie z. B. "Erst beginnt es so für die eine Seite dann endet es so für die andere Seite". - Unabhängig von Mann oder Frau gibt es sicher z. B., dass ein Wertlegen auf Nähe und Harmonie damit verbunden sein kann, sich bzw. die eigene Laune von bestimmten Beziehungsideen, Zuspruch durch eine, mehreren oder gar allen Personen, Bewertungen anderer sehr oder mehr oder weniger abhängig zu machen. M48
 
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  • #11
mod: Gast#9
Ergänzung: Umgekehrt gibt es auch dies, dass man sich so sehr vor der Abhängigkeit, vor der Bewertung oder nicht zuletzt vor der Ablehnung durch eine (z. B. Partner) der mehrere oder gar alle Personen schützt, fernhält, dass es uu keiner oder keiner nahen, guten, freien Beziehung kommt. Dieses Schützen vor Ablehnung oder vor dem gewünschten Zuspruch führt typischerweise zu vorsuseilender Abgrenzung, zu vorsorglich negativen Gedanken anderen ( z. B. dem anderen Geschlecht) gegenüber und basiert auf negativen Gedanken gegen sich selbst: 'Hat der Andere, hsben die Anderen recht dsmit, mich negativ oder nicht positiv zu bewerten oder sich nicht über die Maßen für mich uu interessieren?' Oder: 'Ja, die Anderen haben recht.' Selbstbewusstsein ist, auf eigenen Füßen zu stehen, sich nicht von der Bewertung durch andere abhängig zu machen, aber auch, für helfend gemeinte Kritik anderer, für Gedanken anderer, für Bewertungen anderer grundsätzlich offen zu sein. Nur oder vorwiegend Abgrenzung zeigt, dass noch mehr Selbstbewusstsein möglich wäre.
 
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  • #12
In meinen Auge kann man dies nicht klar definieren, da jeder Mensch einen anderen Charakter und Lebenseinstellung hat. Ja es gibt sehr viele Frauen, die an einer Beziehung festhalten, die irgendwann mehr Tiefen als Höhen hat. Umgekehrt gibt es aber auch genug Männer, die dennoch an einer Beziehung festhalten (wollen), wenn es schon lange schlecht um die Beziehung steht. Denn jeder, egal ob Frau oder Mann, hat im Hinterkopf, dass es da auch sehr schöne Zeiten gab, die man zusammen durchlaufen hat und hofft, diese wieder zu erleben.

Dies passiert doch entweder aus Gewohnheit, Angst vorm allein sein, weil man seinen Partner/in immer noch liebt oder weil man hofft oder sich einredet, dass da auch wieder bessere Zeiten kommen werden. Was der Fall sein kann.
 
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  • #13
Lieber M

das Geld.
die Frage ob man noch ein Dach über dem Kopf hat.

Wenn Geld und Job und Einkommen kein Problem sind: Statusverlust.

Gebundene Frauen geniessen mehr Ansehen als ledige /allein lebende Frauen.
Ist leider mal so.
 
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  • #14
Wir brauchen uns nichts vormachen. Es ist normal, dass es auch in der Liebesbeziehung Konkurrenz- und Machtgerangel gibt, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind wie das Urlaubsziel oder der Müll.

In der Tendenz sind Männer darin geübter zu konkurrieren und sich durchzusetzen. Männer lernen von klein auf zu konkurrieren. Männer haben in der Freizeit kein Problem damit, mit ihrem besten Kumpel ernsthaften um die Wette zu laufen oder gegeneinander Squash zu spielen und danach ein gemeinsames Bier zu trinken.

Frauen sind komplett anders sozialisiert. Stellt Euch vor, 2 Freundinnen gehen gemeinsam joggen und plötzlich rennt eine davon, oder beim Squash haut eine richtig auf den Ball. Die andere Freundin wäre eher beleidigt, weil sie so angegangen wird. Früher konnten Frauen noch bei Backwettbewerben mit ihrer Kompetenz miteinander in Konkurrenz gehen, heute gibt es nurmehr GNTM oder den Bachelor. Die Frau, die in Konkurrenz geht, gilt als Zicke.

Wenn jetzt der normal konkurrierende Mann im Team auf die harmonische Frau trifft, kann es garnicht anders sein, als dass sich der Mann eher durchsetzt und sich die Frau eher zurücknimmt.

Meine Meinung.

Und ich glaube, dass das vielen Frauen eigentlich auch gut gefällt, weil sie damit weniger Entscheidungen treffen und hierfür Verantwortung übernehmen müssen.
 
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  • #15
weil es für einen Mann zu seiner Identität gehört, ganz alleine am besten klar zu kommen. Ein kleiner Junge muss sich immer mehr von seiner Mutter abgrenzen, je älter er wird, je mehr er sich als männlich empfindet und ein Mann werden will/muss. D.h. um seine Identität zu finden, muss er sich von dem weiblichen Wesen, welches er (normalerweise) am stärksten liebt und welches ihn umgekehrt (normalerweise) auch sehr liebt, irgendwie entfernen. Distanz und Liebe sind kein Widerspruch im Empfinden eines Mannes, aufgrund dieses Vorganges aus seiner frühen Kindheit.

Für eine Frau ist es ganz anders. Sie braucht sich nicht so von ihrer Mutter abzugrenzen, um sich als weibliches Wesen fühlen zu können - denn ihre Mutter ist ja logischerweise auch weiblich. Da ist mehr Bindung, emotionale Verschmelzung, sich miteinander identifizieren. Für Frauen gehört deshalb zur tiefen Liebe auf keinen Fall irgendeine Art von Distanz oder gar stärkere emotionale Abrenzung.

Die Bindung an die allererste und wichtigste Bezugsperson im Leben beinhaltet für Männer bereits einen Widerspruch, einen Konflikt, der sich nie ganz auflösen lässt.

Deshalb brauchen Männer mehr als Frauen das Gefühl, auch stets völlig alleine klarzukommen, auch und vor allem emotional. Nicht immer, aber immer wieder.

So ähnlich habe ich das mal irgendwo gelesen und da es mir sehr einleuchtent erschien, konnte ich es mir sogar merken. Leider hat mir das Wissen in der praktischen Anwendung nicht viel gebracht. Die männlichen Wünsche nach emotionaler Distanz, das zeitweise Unterdrücken von Emotionen, das Nichtmelden, das alles - ist für eine Frau auch mit dem Wissen um die Theorie nicht leicht zu ertragen.

w44
 
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  • #16
Ich glaube, es gibt auch Männer, die sich von Frauen alles gefallen lassen und trotzdem die Beziehung aufrechterhalten. Meine Theorie ist, es ist immer einer der Partner, der/die den anderen mehr liebt als umgekehrt, also der Partner, der mehr an dem Partner hängt. In solchen emotional ungleichen Beziehungen passiert das sehr oft, dass ein Partner sich für den anderen aufopfert oder zumindest alles durchgehen lässt und sich der andere zu sicher fühlt und sich viel erlaubt. Ist eine bestimmte Dynamik. Wenn beide Partner sich in etwa gleich lieb haben, ist das Problem nicht vorhanden, denn dann bemühen sich beide gleichermaßen umeinander, ist aber sicher selten der Fall.
 
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  • #17
weil es für einen Mann zu seiner Identität gehört, ganz alleine am besten klar zu kommen. Ein kleiner Junge muss sich immer mehr von seiner Mutter abgrenzen, je älter er wird, je mehr er sich als männlich empfindet und ein Mann werden will/muss.

[Mod]

So ähnlich habe ich das mal irgendwo gelesen und da es mir sehr einleuchtent erschien, konnte ich es mir sogar merken. Leider hat mir das Wissen in der praktischen Anwendung nicht viel gebracht. Die männlichen Wünsche nach emotionaler Distanz, das zeitweise Unterdrücken von Emotionen, das Nichtmelden, das alles - ist für eine Frau auch mit dem Wissen um die Theorie nicht leicht zu ertragen.

w44
Das sind negative, Problematisierungsedanken und deshalb, nach meinem Verständnis, helfen solche Gedanken nicht. Du könntest vorankommen, indem Du, wenn jemand sich nicht meldet, anstatt zu abstrahieren, den betreffenden Jemand zu fragen, mit ihm zu klären, was dieser konkret nicht möchte.

Meine Antwort auf die Threadfrage ist, dass Beziehung für Teilnahme am Leben für Mann wie für Frau sinnvoll ist und es bei Unzufriedenheit Sinn macht, die eigene Entwicklung der/ in der/ während der Beziehung zu gestalten. Kommen als Lösungen irgendwelche Theorien, z. B. neue Partnerschaftsmodelle, schaut man genau hin, was in Wahrheit dahintersteckt und geht darauf ein, soviel es nicht nur vordergründig Sinn macht. Neue Theorien sind oft nur vordergründig plausibel gewesen, umso mehr, je verheißungsvoller sie großes nie dagewesenes Glück erklären wollen. Oder es sind eben Problematisierungstheorien, die nicht helfen, weil sie auf die Spur negativen Denkens führen.
 
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  • #18
Nochmal die 14: Das ist keine negative Denke von mir. ich hatte das in einem wissenschaftlichen Artikel gelesen. also nicht erfunden.
w44
 
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  • #19
es gibt heute wissenschaftlich belegte Hinweise darauf, dass auf Grund ihrer unterschiedlichen Sozialisation Frauen tatsächlich bindungsfähiger und bindungsorientierter sind als Männer. Für Männer ist Respekt wichtiger als Zuneigung/ Liebe. Bei Frauen ist es umgekehrt. Man spricht dabei immer vom Durchschnitt. Ausnahmen bestätigen die Regel.
 
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  • #20
Auch in den Fällen wo Frau vom Partner schlecht behandelt betrogen und (oder) demütigt wird.
.... Was bewegt Frauen dazu es auszuhalten und an der Beziehung zu halten?
Danke im voraus für eure Antworten.

Selbstzweifel und Selbstkritik sind bei Frauen viel ausgeprägter als bei Männern und auch die Bereitschaft, sich zu verändern, sich anzupassen. Darauf war die frühere Mädchenerziehung ausgelegt. Ein Mädchen hatte in der regel deutlich mehr Anpassungsleistung zu bringen als ihr Bruder. Bei den ganz jungen Frauen, die meistens als Einzelkind das volle Inetresse ihrer Eltern bekommen und ego-gepusht werden, braucht sich kein Mann mehr darauf zu verlassen, dass das noch funktioniert.

Ich habe sehr lange an der Ehe festgehalten, weil mein Mann mit Vorwürfen gegen mich immer fix zur Hand war. Als er mich betrog, dachte ich, es liegt an mir, dass ich als Frau nicht attraktiv genung bin. Irgendwann gewann ich durch berufliche Erfolge Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl und fing an, seine schwachen Argumente, Fehlschlüsse und sein Verhalten zu durchleuchten und zu bewerten. da kam nichts gutes bei raus für ihn und ich habe die Scheidung eingereicht.
Frauen, die sich aus dem Berufsleben zurückziehen, haben nicht die Chance, solche persönlichkeitsstärkenden Erfahrungen zu machen und auch nicht die finanzielle Unabhäbgigkeit, zu gehen.
 
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  • #21
Meiner Erfahrung nach ist es altersabhängig. Im Familienalter sind Frauen bindungsbezogener und nehmen in einer Beziehung deutlich mehr Negatives in Kauf. Sie wollen -auch wenn es unter dem Stern einer eigentlich sehr schlechten Beziehung ist- ihren Kinderwunsch realisieren, spätestens ab 30 wohlwissend, daß ein Partnerwechsel bedeuten kann, daß der Neue keine Kinder will, oder sie hinhält. Da bekommen sie lieber mit einem nicht mehr sehr geliebten, aber langjährigen und familienwilligen Partner ihre Kinder.
Auch erhalten Frauen mit Kindern ihre schlechten Ehen oft lange Jahre noch aufrecht, weil sie den Kindern eine Scheidung nicht zumuten und als Alleinerziehende enden wollen. Dann lieber den sozial angeseheneren Status der Ehefrau behalten und den schönen Schein nach Aussen aufrecht erhalten, auch wenn es im Inneren kracht, der Mann sie betrügt, schlägt, säuft oder völlig lieblos behandelt. Männer bleiben in dieser Situation auch oft in der Ehe, allerdings weniger aus Verbundenheit mit der ungeliebten Gattin, sondern aus finanziellen und Imagegründen. Die gehen dann halt fremd und holen sich ihre Bestätigung aushäusig...

Die Fahne dreht sich dann mit dem typischen Scheidungsalter zwischen 40 und 50. Die Kinder sind groß genug, die Frauen haben wieder mehr Zeit für sich selbst, stellen Anspüche an den Ehemann und kündigen im Zweifel die lieblose Ehe, wohlwissend, daß sie nach langjähriger Ehe meist dauerhaften Unterhalt bekommen. Oder der Fremdgeher zieht zu seiner Freundin (Männer wechseln sehr oft warm aus ihren Ehen!).

Die Scheidungsmänner sind dann finanziell geschädigt, die Affaire hält nicht und sie stehen plötzlich alleine da. Mit einem eigenen Haushalt, der sie nervt, mit wenigen sozialen Kontakten (die liefen ja über die Ehefrau) und ohne regelmäßigen Sex. Viele hadern in dieser Situation und wünschen sich nach geraumer Zeit, sie hätten ihre Ehe nicht so leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Nun suchen sie sehnsüchtig eine neue, eheähnliche Beziehung, aber diesmal bitte mit getrennter Kasse und viel Sex!
Die Wahl haben sie zwischen geschiedenen Alleinerzieherinnen und meist nie verheirateteten, kinderlosen Single-Frauen. Die autarke Single-Frau will den unterhaltsverarmten Wochenend-Papi nicht, sie bleibt lieber glücklich allein, als 2.Wahl zu nehmen. Die Alleinerzieherin wartet durch ihre Kinder mit vielen Einschränkungen auf und stellt die gleichen Ansprüche, wie die Ex-Frau.

In diesem Alter bleiben deutlich mehr Frauen freiwillig ohne Partner, während Männer händringend und ohne große Ansprüche eine Partnerin suchen, weniger aus emotionalen Gründen, als um den Ehe-Komfort wieder zu bekommen, den sie so vermissen.

w, 52
 
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  • #22
Nochmal die 14: Das ist keine negative Denke von mir. ich hatte das in einem wissenschaftlichen Artikel gelesen. also nicht erfunden.
w44
Hallo liebe #14, ich möchte Dich nicht ärgern. Auch in Wissenschaft wird zum Teil mit nicht hilfreichen und auch mit negativen Gedanken operiert. Du schreibst ja selbst, dass Dir jene Analysen nicht geholfen haben. Wie sollten sie auch? Wo ist da ein Ansatz für Hilfe enthalten. Hilfreich sind Beiträge auch der Wissenschaft nur, es wenn sie eine Lösung haben. Jeder Beitrag, den ich hier schreibe, enthält z. B. immer einen konstruktiv gemeinten Lösunsvorschlag. Siehe oben.
 
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  • #23
Liebe Gemeinde,

Pauschal kann man beziehungsfixiertes Streben nicht einem Geschlecht anhängen. Denke es hängt auch mit der Lebenslage zusammen. Mit Werten. Mit Gewohnheiten. Mit dem Aushalten des Alleinseins. Die Frage der Freiwilligkeit zur Beziehung stellt sich nicht wenn du diese gegen Existenznöte benötigst, d.h. eine deutlich schlechtere Ausgangslage als freie Wahl.
 
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  • #24
Menschen, die zur totalen Symbiose und Selbstaufgabe innerhalb einer Partnerschaft neigen bzw. diese um jeden Preis anstreben gibt es meines Erachtens beiderlei Geschlechts. Es ist fraglich, ob sie dabei tatsächlich den Partner / die Partnerin (in ihrer Individualität) lieben oder ihre Liebe eher der Idee der Partnerschaft als solches gilt. Sie haben Angst vorm Alleinsein und vor sozialer Ächtung. Als Single fühlen sie sich minderwertig und von anderen missachtet. Das entspricht zwar nicht unbedingt den Tatsachen (insbesondere in unserer heutigen Zeit), aber sie denken selbst abwertend über Alleinstehende und gehen daher auch davon aus, dass andere genauso denken.

Dass Frauen oft noch verzweifelter an offensichtlich längst gescheiterten Beziehungen festhalten oder sich krampfhaft sofort nach der Trennung um eine neue bemühen, halte ich für ein Phänomen, das einerseits auf die immer noch unterschiedliche Erziehung von Mädchen und Jungen zurückzuführen ist, andererseits seine Wurzeln aber auch in der unterschiedlichen Bewertung durch die Außenwelt hat. Besonders im ländlichen Umfeld. Eine partnerlose Frau wird dort gern immer noch als "alte Jungfer" oder "hässliches Entlein" betrachtet. Man unterstellt ihr gern, mit ihr sei etwas "nicht in Ordnung", sie sei unfruchtbar, lesbisch, eine böse Emanze, habe einen Männerhass (...) und habe deshalb "keinen abgekriegt". Wenn die Frau trotz Singlelebens noch sexuell aktiv ist, wird sie auch gern als wertlose Schlampe beschimpft. Ich habe den Eindruck, dass viele Frauen schon allein deshalb in einer noch so lieblosen Partnerschaft ausharren. Sie wollen um jeden Preis nach außen hin den Status der "anständigen Frau" aufrechterhalten. Ein Scheitern der Beziehung oder Ehe ist für sie gleichbedeutend mit dem Scheitern ihrer Person als Ganzes. (Für die meisten Männer wäre das vergleichbar mit einem beruflichen oder finanziellen Scheitern.)

Ich denke aber, dass sich da was bewegt. Gerade in den großen Städten und in der jüngeren Generation beugen sich Frauen nicht mehr automatisch diesem gesellschaftlichen Druck und entscheiden sich auch mal eher zu einer Trennung oder von vorn herein fürs Singleleben. Es hat also auch viel mit Erziehung, sozialer Kontrolle und kultureller Prägung zu tun.
 
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  • #25
Die Menschen, die sich auf Grund psychiatrischer Erkrankungen oder psychischer Prägungen in solche teilweise (selbst-) zerstörerischen Abhängigkeitsmuster begeben, sind aber auch nicht selten. Mir ist nicht bekannt, ob da häufiger Frauen als Männer betroffen sind. Wenn man aber berücksichtigt, dass es gar nicht so selten psychisch gestörte Männer gibt, die ihre Partnerinnen bei Trennungsabsicht sogar bedrohen, tätlich angreifen, stalken oder schlimmstenfalls sogar ermorden, spricht das ja nicht gerade dafür, dass sie besser mit dem Ende einer Beziehung klar kommen würden als Frauen.

Ich denke also, die geschlechtsspezifischen Unterschiede haben allein etwas mit gesellschaftlichen Bedingungen, Denk- und Verhaltensmustern zu tun. Da sind es womöglich wirklich noch mehr die Frauen, die klammern. Wenn diese übertriebene Abhängigkeit aber z.B. aus Bindungsstörungen in der frühen Kindheit, einer Persönlichkeitsstörung wie Boderline, Angststörungen, Depressionen oder ähnlichem resultiert, wird sich das bei Männern und Frauen wohl vermutlich doch eher die Wage halten.
 
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  • #26
Liebe FS

in dem Artikel kamen aber wohl die Männer die unbedingt die Familie zusammenhalten wollen nicht mehr vor, oder ?

Ich traf über ElitePartner einen gepflegten und an sich rational wirkenden Herrn mittleren Alters, der war immer noch hauptsächlich an Nachrichten und Signalen aus seiner Ex-Familie interessiert, obwohl schon 5 Jahre von seiner Frau getrennt lebend und seither Wochenendvater.

Die Exfrau hat ihn in meinem Beisein geohrfeigt. Er hatte gesagt er wünscht ab sofort eine neue Regelung mit den Besuchszeiten der Kinder, andere Tage und mehr Spielraum im Monat. Er hat mir auch gebeichtet dass er zur Ex in ihr Haus fuhr als sie ihn herbestellte. Ausserdem hat er der Kinder wegen an einem der Kindergeburtstage bei ihr zu Abend gegessen und sich dabei den ganzen Abend beschimpfen lassen müssen. Ich weiss nicht was genau die sich alles zugefügt haben aber auf mich wirkt das wie wechselseitige Verstrickung in Hass, Wut, Bitterkeit und Schuldgefühle. Weil die Ex es so will zieht er nicht um ! Dabei kann er sich das grosse Haus mit Garten gar nicht leisten, denn zur Arbeit fährt er täglich 90 km einfache Strecke. Seine alten Eltern haben eine über 40jährige Ehe, daher sagt er er muss das alles aushalten auch wenn die Ehe kaputt ist.
 
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