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  • #1

Hat jemand Erfahrung mit "burn out" ?

Ich fange an, Selbstzweifel zu haben und stelle einige Symptome eines burn out an mir fest. Psychotherapie - nein danke. Das ist nichts für mich. Wer hat Erfahrungen mit anderen Hilfsmittel zum Stressabbau und Entspannung, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen aufzubauen. Auch gerade, wenn einem zunehmend das Single sein belastet. w/39
 
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  • #2
1. Aus der Zeit als ich keinen Sport machte, fett dick und träge war, die Erinnerung daran, daß ich mal an eine Therapie dachte. Ich hab es versucht, doch kostete es mich mehr Energie, als ich hatte und als mir die Therapie brachte. So ließ ich es bleiben.

2. Ich war zu dieser Zeit extrem rational, kopflastig und überhaupt nicht emotional, der Kopf regierte, ich war durch die Unausgeglichenheit auch unsicher.

3. Die Lehre aus meiner Lebenskrise war, daß ich in allen Bereichen was tun mußte: Job, Freunde, soziale Kontakte, Gesundheit, Aussehen, Auftreten, Ort, an dem ich lebe, Singledasein, Sexlosigkeit, und und und.

4. Die Punkte 2 und 3 hab ich durch viel Sport weitgehend aufgeräumt, doch habe ich momentan immer noch wenig Freunde und lebe sexlos aber ich habe es geschafft, mein Leben so zu definieren, daß es trotzdem gut ist, wie es ist. Ich bin viel weiter als ich es mir damals in der Krise hätte vorstellen können: Beruflich, gesundheitlich, sportlich, mit den Ländern, die ich bereist habe - ohne Therapie.

5. Du behauptest pauschal "burn out" Streßabbau Entspannung, Selbstbewußtsein fehle, Singledasein belaste.

A) Meine Lehre aus der Krise ist: Die wichtigste Anerkennung ist die, die man sich selber gibt. Sonst leidest nur weil Dich niemand liebt und Du machst Dich abhängig von der Anerkennung durch andere. Wenn Du die nicht hast, frißt es Dich auf.

B) Aber: lieber keine Beziehung als eine mit dem Falschen oder eine Beziehung, bei der das Eingehen der Beziehung bereits der erste Kompromiß ist.

C) Streßabbau und Entspannung - Sport bringt das.

D) Wie beschreibst Du Deine Bereiche einzeln: Job, Familie, Gesundheit, soziale Kontakte, Partner, Freunde, Gesundheit, Geld, Reisen & Kulturen ... In welchen Bereichen gehts Dir gut und in welchen hast Streß ?

Weil: Meine Erkenntnis aus meiner Leidenszeit (in der ich Baustelle in allen Bereichen hatte) ist, daß es besser ist, an allen Bereichen zu bauen, weil es Dich dann nicht so hart trifft wie wenn Du nur einen Bereich hast und der wegbricht.

Beispiel:

aa) Mann M ist workaholic und ihn interessiert sonst nichts. Er verliert die Stelle.

bb) Mann M führt ein ausgeglichenes Leben mit vielen Freunden, sozialen Kontakten, Netzwerken, lebt Gesund, verwirklicht sich auch durch Sport. Er verliert seine Stelle, hat aber die Kraft, schnell eine neue zu finden, weil er Ausgeglichenheit ausstrahlt.

Kann es sein, daß es irgendwo an da hakt bei Dir ?

7E2176FE - m, 39
 
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Ulrike

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  • #3
"Psychotherapie - nein danke. Das ist nichts für mich."

Warum nicht? Angst vor gesellschaftlicher Ächtung? Schon mal probiert?
 
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  • #4
Guten Abend
Eine Ebene ist sicherlich auch die Ernährung und hier kann heute eine ausgewogene vegetarische Diät sehr hilfreich sein. Auch wenn diese Aussage nun vielleicht bei vielen wieder einen Aufschrei auslöst, ist es besser, das einmal an sich selbst zu überprüfen und dann zu entscheiden.
Daneben sind natürlich ausreichende Ruhephasen bzw. ein guter Ausgelich zwischen Leben und Arbeiten wichtig.
m/39
 
E

excuse-me

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  • #5
Sei froh über diese Krise. Es zeigt, dass du etwas ändern musst:
Nimm dir Zeit für dich - hör in dich rein - wer bin ich, was will ich.
Gibt es etwas, was ich meine zu brauchen, erreichen zu wollen, was eigentlich gar nicht wichtig ist.
Gibt es etwas, jemanden, von dem ich mich trennen sollte. Soll ich Ansprüche an mich zurückschrauben - immer mehr arbeiten, immer höher auf der Karriereleiter, mehr verdienen - brauche ich das wirklich, ist es mir das wert, deswegen immer weniger Zeit für mein eigentliches Leben zu haben. Kann ich mit weniger zufrieden sein.

Das ist ein Prozess - du änderst dich/es nicht von heute auf morgen - bei mir hat es zwei Jahre gedauert. Ich sehe heute viele Dinge entspannter - ich brauche/muss/will vieles nicht mehr.
Ich bin glücklicher und zufriedener mit dem, was ich habe und was nun mal so ist, wie es ist - kann täglich kleine Glücksmomente sehen und genießen. Und Mr. Right, der kommt schon noch :)))
Es bedeutet zu reifen. Das geschieht nicht einfach so nebenbei. Horch in dich rein und nehme dich und alles was um dich herum ist unter die Lupe - werde dir darüber klar, was dir wirklich WICHTIG ist.
 
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  • #6
ja, ich habe damit erfahrung und ich habe mich für eine therapie entschieden, die mir sehr geholfen hat. ich gehe damit auch offen um und alle in meinem umfeld wissen davon.

ich habe angefangen zu laufen, habe yoga gemacht und mich mit bachblüten beschäftigt. all das zusammen hat mir geholfen meine "krise" und den burn-out zu überwinden.

man sollte das single dasein nicht negativ sehen, es hat auch seine positiven seiten :).
 
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  • #7
Gebe "4" und "5" recht.
Du musst dir über einige Dinge selbst klar werden. Finde raus, wer oder was dich glücklich macht. Finde heraus, wo die Ursachen deines "burn outs" sind und versuch diese aus der Welt zu schaffen. Sport ist übrigens wirklich ein gutes Mittel, jedoch steht nicht jeder drauf.
.....aber es ist überhaupt nicht schlimm, sich an einen Therapeuten zu wenden. Zu einer Therapie zu gehen, heisst nicht, dass man "krank" ist. Manchmal helfen nur einfach externe oder auch professionelle "Zuhörer" mehr als gute Freunde oder du selbst. Achte nur darauf, dass du bei der Therapie bzw. beim Therapeuten ein gutes Gefühl hast. Leider ist nicht jeder Therapeut ein guter Therapeut.
Dein "burn out" ist irgendwo hergekommen. Finde es heraus! Dann bist du schon mal einen Schritt weiter. Viel Glück!
 
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  • #8
finde die erste Antwort treffend.
Baustelle wohin du guckst.
Hatte ich auch, habe ich auch immer noch genug - aber es gibt große Fortschritte. Am wichtigsten für mich war, dass ich das Glück hatte, jemanden zu finden, mit dem ich regelmäßig richtig lachen konnte. Virtuell, verheirateter Mann, der es auch bleiben wollte, aber es war einfach für uns beide immer sehr witzig, sehr entspannend und auch kraft schaffend.
Ich glaube, es ist ziemlich egal, WAS man verändert, hauptsache DASS man IRGENDWAS verändert. Und sei es, dass man sich einen Hund anschafft, oder eben sport macht.
Man muss irgendwas finden, was:
- einen aus der Isolation zieht
- Spaß macht
- regelmäßig stattfindet.

Dass an der Ernährung was dran ist, glaube ich auch. Das Gläschen Wein am Abend jedenfalls macht ziemlich depressiv, sollte man weglassen. zuviel Fleisch macht aggressiv. Sollte frau essen. :)
Und für die Schoko-Freaks: Esst nur ab 85%. Macht glücklich und du brauchst nicht viel.
 
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  • #9
#5

egal ob männlich oder weiblich hat das richtige Rezept!
 
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  • #10
Ich stand ebenfalls kurz vor dem Burn-out und habe im Job die Notbremse gezogen: Sabbatical. Dann Veränderung pur, neuer Traumjob, neue Branche, genau das was ich eigentlich immer wollte. Ein hartern Weg so eine Neuorientierung, aber da muss man wohl viel Geduld aufbringen (Danke, Excuse-me). Außerdem habe ich mir zwei Katzen besorgt, die mich tatsächlich ausfüllen und glücklich machen, da nicht berechnend wie viele Zeitgenossen, sondern einfach nur liebevoll und zärtlich. Ein erster Schritt. Ich denke großer Liebeskummer oder ständiger Stress im Job sowie zuwenig Struktur im Alltag begünstigen einen Burn-out. Bin der Ansicht, da kommt man auch wieder selber 'raus, ohne Pillen vom Doc. ;-) Ist vielleicht einfach ein neuer Lebensabschnitt, bei mir die 40, die sich ankündigt! Alles Gute & Mut zum Umkehrschwung. (w/39)
 
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  • #11
Ich kann Dir nur raten, Dich in therapeutische Behandlung zu begeben. Das was #1 schreibt, halte ich für bedenklich.
 
M

Mary47

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  • #12
Liebe Fragestellerin,

ich habe Erfahrung damit.

Wenn du keinen Weg vorher (also vor dem Knall) da heraus findest, dann wirst du dir nachher nicht aussuchen können, ob du eine Therapie machst oder nicht, das ist sicher.

Was genau dir hilft hängt davon ab, was deine Ursachen sind.

Die Ratschläge von den Erfahrenen hier kann man m.E. nicht einfach so jedem überstülpen. Als ob ein Mensch, der ausgebrannt ist und kurz davor ist, an die Wand zu knallen, Zeit hätte Yoga zu machen oder zu joggen oder sich ohne fremde Hilfe entspannen könnte oder als ob allein eine Ernährungsumstellung Abhilfe schafften würde ... Gerade weil ein Burnout gefährdeter Mensch das alles nicht kann, ist er da, wo er ist.

Mir ist es gelungen, 5 vor 12 die Notbremse zu ziehen. Ich spürte förmlich, wie spät es war. Der Einstieg in die Umkehr erfolgte über ein Buch, welches ich sehr empfehlen kann:
Auftanken statt Ausbrennen: Elf effektive Strategien gegen den Burnout, Andrea Baumgartl
(nicht nacherzählt, sondern selbst erlebt, das ist der Unterschied zu anderen Autoren)

Ich kann dir versprechen: z.B. nur das Buch alleine zu lesen ist nur ein Minischritt, nämlich der, zu erkennen, wo deine Ursachen liegen könnten und wie tief du schon drin steckst.

Ich habe danach 8 Monate täglich intensiv an mir gearbeitet und mir am Anfang Hilfestellung (mittels hoch professionellem Coaching) gegönnt.
Wäre ich heute noch mal an dieser Stelle würde ich mich zusätzlich mit Homöopathie unterstützen und die sehr viel intensivere Psychotherapie wählen. Damals hatte ich jedoch "keine Zeit" zum Arzt zu gehen.

Mit Sport fange ich gerade jetzt erst wieder an, 1 Jahr nach der Umkehr. Das ist zwar ein Witz im Vergleich zu vor 10 Jahren, wo ich 4-5 Mal die Woche sportlich extrem aktiv war, aber es ist ein Anfang.

Dafür kann ich inzwischen prima nein sagen, ziehe mir Dutzende von Helferschuhen nicht mehr an, habe ein wesentlich besseres Zeitmanagement und kann problemlos und mit Freude meditieren. Ich habe mein soziales Umfeld wieder in Ordnung gebracht (Freundschaftspflege) und gehe jeden Tag mit meinem Hund spazieren. Wörter, wie Stress konnte ich aus meinem Wortschatz verbannen. Das Leben ist einfach wieder schön. Der Weg dahin war nicht einfach. Unter anderem ist meine Ehe dabei drauf gegangen.

Aber was #4 excuse-me sagt, trifft den Nagel auf den Kopf, Krise=Chance
>Sei froh über diese Krise. Es zeigt, dass du etwas ändern musst:
>Nimm dir Zeit für dich - hör in dich rein - wer bin ich, was will ich.
Heute sehe ich, was daran alles gut war und bin dankbar, weil sich meine Leben grundlegend und ausschließlich positiv verändert hat.

Überlege nicht lange, fang an, mach einfach einen ersten Schritt, egal welcher das ist.

Gruß
Mary
 
V

VirginiaWoolf

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  • #13
Ich bestätige und ergänze bisheriges:
Vielleicht schaffst Du es allein aus dieser Krise, vielleicht 1-2
Woche(n) in einem Kurbad (sind i.d.R. nicht ganz so teuer wie die sogenannten
Wellness-Hotels).
Doch wenn nicht:

Wie Ulrike "Angst vor gesellschaftlicher Ächtung?" solltest Du nicht haben, wenn Du
professionelle Hilfe in Anspruch nimmst. Wirst vermutlich lange Wartezeit auf
einen Termin haben, womit Du siehst, Du bist nicht allen.

Burn Out UND / ODER Depression(en) haben oft gleiche Symptome,
Du nennst Stressabbau, Entspannung, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen aufbauen,
es könnte als "UND" sein. Du musst aus Deiner Situation heraus, Dich frei reden.
Das beste ist m. E. ein Psychologe (Arzt) oder Therapeut, damit.
Geistiger Stressabbau, Entspannung, Erhöhen der Leistungsfähigkeit geht mit Autogenem Training
nach J.H. Schultz;
Zusätzlich zum Sport: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson.
Beides erfordert erst einmal Anleitung, ist nicht einfach, sich darauf einzulassen,
daher (ärztliche, therapeutische) Anleitung. Nimm Dir die Zeit
Bei mir funktioniert es. Da ich weiß, wie es geht, genügen mir jetzt entsprechende
CD mit angenehmer Stimme, Musik

Nur Beispiele, nur Empfehlungen, die für mich / bei mir funktionieren,
das musst Du selbsst ausprobieren, "an"lesen, selbst hineinhören

www.amazon.de/
Progressive-Muskelentspannung-nach-Jacobson-Stein/dp/B00005QHWE/ref=sr_1_10?ie=UTF8&s=music&qid=1253052258&sr=1-10

arnd stein harmonie Vol. 1-4
www.amazon.de/
Harmonie-Vol-Kompositionen-Entspannen-Wohlfühlen/dp/B000024ZYQ/ref=pd_sim_m_1

Lass Dich von dem Zusammenschnitt verschiedener Musikstücke nicht irritieren, entscheidend
ist der Rhythmus, der den Herzschlag beeinflussen soll

http://www.amazon.de/
Autogenes-Training-Einf%C3%BChrung-Grundstufe-Schultz/dp/3939306029/ref=pd_sim_b_2

Bei Literatur empfehle ich Klaus Thomas (Autor bzw. Herausgeber) und Schüler von J.H. Schultz,
so nah wie möglich am "Original" bleiben, weil der mrkt von solcher Literatur
überschwemmt ist.

Homöopathie: Schüsslersalze (u.a. Nr. 5 Kalium phosphoricum)

Alles Gute Virginia
 
G

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  • #14
@Fragestellerin: "Burn-out" und "Selbstzweifel haben" sind nicht dasselbe. Burnout ist eine ernstzunehmende Erkrankung oder Störung, die sich darin mit ausdrückt, dass du emotional nichts mehr spürst und irgendwie auch alles egal ist. Wenn Psychotherapie nichts für dich sei, dann lass es. Aber wundere dich dann nicht, dass es dir schlechter geht. Klingt herb nach unreflektiertem Vorurteil gegenüber etwas, das du nicht kennst. Man handelt die Seele nicht so kurz ab, wie du das da oben machst. Amanda.
 
G

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  • #15
Danke für die vielen Tipps!! Ich erkenne mich so oft in Euren Aussagen wieder. Dass mir beim lesen die Tränen aufsteigen -> endlich verstanden und nicht als Nerverl abgetan.
Es stimmt - mein burn out kam schleichend u. heimlich. Gemerkt habe ich es lange nicht und zuordnen (dem Kind einen Namen geben) kann ich erst seit kurzem.
Termine einhalten wird schwerer, weil ich privat völlig kaputt bin. Die Ursache - Stressjob und Überforderung und ständig perfekt sein. Ich werde hier wohl eine Kehrtwende angehen müssen. Unter Leute gehen -> selten, kaum Freunde u. Bekannte und immer eine gewisse Scheu offen auf neue Menschen zuzugehen, aber scheu war ich schon immer. Schlechte Ernährung -> auf alle Fälle, kaum Obst und Gemüse und abends zu kaputt um zu kochen und Wochenende .... - irgendwie läuft es nicht, dabei bin ich eine excellente Köchin. Bei mir ging noch keiner hungrig vom Tisch. Ein sabbatical - ja, das habe ich mir auch schon überlegt, aber finanziell einfach nicht machbar. Gerne wäre ich (Christin) den Jakobsweg gegangen, aber soviel Urlaub bekomme ich nicht am Stück. Schlafen - unregelmäßig, weil der Schichtdienst mich so umgepohlt hat und ich halt dadurch schon mal Schlafstörungen hatte. Freunde u. Familie - oft Bekanntschaften, wenig wirkliche Freunde, werde wohl auch hier Kontakte beenden, u. die Herkunftsfamilie ist mir oft fremd. Sport - seit Mai bin ich im Fitnessclub, aber bin bisher nur 5x hingegangen - na ja, besser als nix. Krank/anfälltig bin ich seit zwei Jahren, ein Windstoss und ich liege auf der Nase. Das war früher anders. Und auch immer Magen Darm Geschichten und Gefühlsausbrüche habe ich auch, früher war ich viel geduldiger und weniger cholerisch. Temperamtentvoll ja, aber wütend - nein.
So läuft es im Moment - ein Coaching nein, danke. Diese berufenen Coaches - ich weiß nicht.
Eine Therapie muss man auch selbst zahlen u. beide Coach u. Therapeut wollen um die 150,-- Euro pro 45Min. Das ist mir zuviel.
Ich werde wohl kleine Hühnerdapperl machen müssen und irgendwo anfangen. Soweit das brain storming
 
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  • #16
Ich hab Dir meine ID (Nr. 1) ja genannt.

Anrufen melden telefonieren hilft 10 mal mehr als eine Therapie. Wenn Du wüßtest, wie mir das damals geholfen hätte.

Bitte MELDE Dich
 
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  • #17
@#8 hier #5, ich bin weiblich ;). Danke für den Zuspruch, mir hat das Rezept sehr gut geholfen :).
 
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VirginiaWoolf

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  • #18
Je nachdem wie Du krankenversichert bist, übernimmt auch die Kasse manches, vielleicht auch erst einmal den Haussarzt konsultieren.
Wenn Du es "hinschleppst", kann das auch später mal teuer werden, nur als lieber Rat.
Alles Gute
 
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  • #19
Ich rate auch zu einer Therapie, man muss nur den richtigen Therapeuten für sich selbst finden.Ich hatte Probleme mit meinem Freund und mit meiner Familie, ich freute mich auf jede Therapiestunde, war wie wenn ich mit einem guten Freund tratsche.Fühlte mich immer wunderbar danach, man muss nur lange genug gehen.
Wenn man ein ungutes Gefühl hat,anderen Therapeuten suchen. Ein Therapeut ist kein Psychiater, ich fühlte mich auch nicht wirklich krank, sondern eben beeinträchtigt, lust-und antriebslos, wenig Selbstwertgefühl. Versuchs doch mal! Alles Gute!
 
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  • #20
@ 1) Ich habe Deine Chiffree aufgerufen, leider kann ich den Kontakt zu Dir nicht herstellen. Irgendwie muss ich Dich gelöscht haben, warum weiß ich nicht, weil ich nicht weiß, wer Du bist. Scheint so als hätten wir uns verpasst.
Aber Deine Erfahrungen waren schon sehr interessant. Ich danke Dir.
Die Fragestellerin (möchte meine Chiffre hier eigentlich nicht drunterstellen, aber ganz offensichtlich kennen wir uns ein wenig, Süddeutschland, Weltstadt m. Herz, mollig, ellenlanges Profil) :)
 
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  • #21
Ich werde mir das Buch kaufen und mich auf den Weg machen. In eine gelassenere Zeit. Egal wie lange es dauert. Ich habe mir die Schüssler Salze bestellt. Kommen irgendwann diese Woche. Da das alles mineralisch ist, kann es zumindest nichts schaden. Habe eine gesunde Leber und Niere, die scheiden das überflüssige wieder aus. Bachblüten - ich hatte mal ein Buch darüber... mal sehen, ob ich es wiederfinde.
Sport - im Moment alles ein bisserl viel, aber Spaziergänge werde ich angreifen. Yoga - das habe ich schon ganz lange im Auge und ich habe eine Kollegin, die das macht. Sobald sie wieder da ist - hänge ich mich dran.
Nochmal danke für Eure Hilfe. Vielen lieben Dank. Lang und zäh wird es werden, aber ich gehe ganz langsam vorwärts und ich will es schaffen. Wie genau - keine Ahnung, aber es macht mir sehr viel Mut, dass es Andere/dass ihr es auch überwunden habt.
Meine grösste Angst besteht wohl noch darin, nein zu sagen - z.b. zur Chefin und Zusatzaufgaben innerhalb der Arbeitszeit, neben dem normalen Pensum und die "guten Freunde" emotional aufzugeben.
Aber jetzt erst ich und dann alle anderen. Ja, 40 Jahre kann zur Kehrtwende werden.
 
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  • #22
@ 19 schreib eine mail an EP wo Deine mail drinsteht. Die sollen sie mir geben. Ich melde mich dann priv.

Versprochen.

Oder Du hast mein Profil gelöscht.
 
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Ulrike

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  • #23
@ #19 Oft erscheint bei der Eingabe der Chiffre ein Leerzeichen dahinter (wenn du sie kopiert und eingefügt hast). Dieses musst du entfernen, dann gehts auch :)
 
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  • #24
Von Frau zu Frau könnt ihr euch in EP nicht anschreiben, ist das vielleicht das Problem?

Und zu deiner Antwort in #14

Beispiel Kochen: du bist Perfektionistin. (Ferndiagnose, du mögest mir verzeihen, wenn ich falsch liege) Ein idealer Typus für den Burnout.

Wenn du dich zeitweise zurückziehst (Klosterwoche, Jakobsweg ...), dann tust du nichts weiter, als dich kurzzeitig erholen und für die nächste Runde stärken.

Du musst raus aus der Ursache, das ist nicht mit "Urlaub" getan.

Du brauchst wieder Zugang zu deinen Gefühlen, zu dir selbst, zu deinen Grenzen, nur dann kannst du diese auch anderen kommunizieren, nur dann sorgst du dauerhaft gut für dich selbst. Du musst dich selbst mögen, auch wenn du mal nicht funktionierst. Du musst lernen zu delegieren, wenn du mal nicht kannst (krank bist, auf der Nase liegst). Du musst lernen, um Hilfe zu bitten - deine Freunde.

Es kommt beim Coaching oder Therapie nicht darauf an, was es kostet, sondern was es bringt und ob du es dir wert bist. Mein Coaching hat 90 Euro/Std. gekostet und war von DER Expertin persönlich. Das alleine hat mich nicht gerettet, sondern es brauchte auch meine aktive Bereitschaft etwas zu ändern.

JEDE Hilfe ist billiger, als das, was du dir antust, wenn du Argumente findest, sie dir zu verweigern. Du kannst (Lebens-)zeit nicht zurück holen. Schade um jede Minute, die du in destruktiven Gedanken, einsam, depressiv ohne Freude an der Natur, an den Menschen, den Hobbies, der Arbeit, verbringst. Es ist JEDES Geld wert, diesen Zustand zu ändern. Das wirst du später im Nachhinein ganz klar sehen.

Denk nicht drüber nach, was der perfekte, optimale und preiswerteste Schritt ist. Tu einen, irgendeinen, der dir gut tut, gleich!

Lieben Gruß
Mary
 
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  • #25
Also mal halblang, es gibt Menschen die erkennen die Symptome und, dass es fünf vor zwölf ist. Man schafft auch eine Umkehr alleine. Nicht für alles braucht man einen Psychiater/Coach. Das ist anzuerkennen. Zum Psychologen kann man immer noch gehen.
Wichtig ist Unterstützung und nicht tausende Ratschläge, was alles zu tun ist. Schließlich ist das eh im burn out schon viel zu viel. Diese Betroffenen sind fertig, die brauchen nicht noch Aufgaben und Ansprüche und eine hohe Erwartungshaltung und Versagensängste haben sie selbst.
Vielleicht läßt man sie einfach in Ruhe und gewähren und motiviert sie positiv. Egal - an was man sich im ersten Moment festhält, was einen motiviert weiter zu machen und umzustellen, es hilft. Sei es Homoöpathie oder autogenes Training oder eben Gespräche. Manchmal hilft die beste Freundin (wenn sie es noch hören kann) oder die Oma. Familie kann helfen, Offenheit auch. Aber anspruchslos.
 
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VirginiaWoolf

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  • #26
Ich habe nur empfohlen, was man tun kann, die meisten anderen auch, und die Fragestellerin hat das, glaube ich, auch so aufgefasst.
Manche schaffen die Umkehr allein, manche eben nicht.

Sie ist motiviert, etwas zu ändern, die Umstände ändern und Ursachen beseitigen, die dazu gefüht haben. (ich glaube nicht, dass sie motiviert werden muss, denn dann hätte sie die Frage nicht gestellt)
Sage mir bitte, @#24 ,as Du unter "positiv" motivieren verstehst!

Familie und Freunde können sich oft in soche Situation nicht hineinversetzten, und Sprüche wie "Das wird schon wieder!" sind leider das, was am wenigsten hilft.
Vriginia
 
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  • #27
@23: Ein wichtiger Hinweis - du bist Perfektionistin - ich war es auch! Langsam werde ich mir selbst unheimlich, weil ich es geschafft habe, es nicht mehr zu sein. Aber der Weg ist langwierig, mit vielen NEINs verbunden und hart für einen selbst wie für das Umfeld.

Danke 23, du hast mir soeben eine Erklärung für meine Umwandlung gegeben, auch wenn du sagst, Urlaub alleine reicht nicht aus, d.h. nur Kraft schöpfen zum weitermachen. Sondern es muss ein Umdenken und Andershandeln erfolgen.

Ich habe es geschafft, bin jedoch noch lange nicht fertig. Mein Auslöser war jedoch nicht selbst gewählt, es war eine schwere Krankheit. Noch heute sind Baustellen vorhanden, denen ich mir bewusst bin, auch, dass ich sie angehen möchte/muss - doch jetzt entscheide ich, wann dieser Zeitpunkt sein wird - denn momentan geht es mir richtig gut.

Fragestellerin, viel Glück für dich und Durchhaltevermögen - du siehst an den vielen Postings - du bist nicht allein!!!

w/40
 
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  • #28
@25 ich verstehe unter positive Motivation: - nicht mit Ratschlägen überfordern, - den Weg begleiten, - den Mensch seine eigene Entwicklung beschreiten lassen und dabei anerkennen, - positives positiv bestätigen, Geduld haben, miteinander Dinge unternehmen, auch mal von selbst aus anrufen, manchmal einfach Zeit haben.
Mehr muss man nicht. Ich weiß, dass alle Ansprüche und Erwartungen zwar als Chancen u. Ideen gesehen werden, aber man sie nicht so umsetzen kann. Man will ja, ist aber kaputt u. müde, erschöpft und wenn dann bitte nicht allein, weil Einsamkeit und Selbstzweifel durchaus eine Rolle spielen. Ausserdem frisst einen die Arbeit meist auf und man kann mit den eigenen Stimmungsschwankungen nichts anfangen und hat auch körp. Beschwerden, Kopfschmerz, Darmprobleme etc.. Das zehrt an den Kraeften.
Das sind alles Symptome des burn out Syndroms.



Ich habe im Internet recherchiert und bin auf Tipps gestossen, die ausserhalb einer Therapie sind: Physiotherapie -> um ein Körpergefühl zu entwickeln
Massagen -> Haptik, Berührungen spüren lernen und erleben
autogenes Training, progressive Muskelrelaxanz nach Jacobsen
Yoga
Kneipp Therapie -> Wechselduschen werden empfohlen u. auch Aromen
Das sind alles erstmal passiver Therapien/Möglichkeiten, das halte ich für eine kluge Idee, aber nicht für mehr. Eine Möglichkeit sich gutes zu tun und ein gutes Gefühl zu entwickeln. Motivation für Neues. Aber das erfordert wohl auch die erste Zäsur: Zeit nehmen.
Daneben wird wie hier auch, als Möglichkeit: Homoöpathie, Ernährungsumstellung, Auszeiten (Urlaub, Wellness, Kloster, Jakobsweg) und Gestalt-, Gespraechstherapie oder Salut Genese und Stufenprogramm empfohlen. Letztlich steht da auch etwas über Sport.
Ich halte das wirklich erstmal nicht für nötig. Nötig ist für die Umkehr eine positives Gefühl und gute soziale Rückhalte. Offene Komunikation.
 
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  • #29
Ich die Fragestellerin: also ich empfinde mich zwar als fleissig u. vielleicht idealistisch, aber nicht als perfekt / Perfektionistin.
Vielleicht ist es tatsächlich auch so, dass es ein burn out Syndrom gibt, aber auch individuelle Eigenheiten oder "Problemzonen".
Ich habe die letzten Tag sehr viel nachgelesen, liege gerade mit einer Bronchitis auf der Couch, dem Internet sei dank.
Nach wie vor, werde ich es allein machen. Ich will keinen Therapeuten u. ich weiß warum. Krisen sind Chancen und je älter man wird, desto mehr schwierige Lebenswege gilt es zu beschreiten und durchzustehen. Ich werde es alleine machen. Offenheit ja, meine enge Freundin weiß Bescheid u. der Rest (na ja ich werde jetzt nicht damit hausieren gehen), wird es wohl nach u. nach mitkriegen. Auch die Familie. Der Arbeitgeber wird es sicher nicht erfahren, auch wenn es teilweise in Internetveröffentlichungen vorgeschlagen wird.
Ich danke nochmal für die Hinweise, Vorschläge u. Ideen und gut. Mein Leben wird sich ändern - wie, wielange ... keine Ahnung.
 
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  • #30
Ich habe gerade das Buch von"Baumgartl" angefangen zu lesen. Vielen Dank für die Empfehlung, aber das Buch musste ich schon aus der Hand legen, weil ich mich quasi fast auf jeder Seite wieder gefunden habe. Puhh! Hard core.
 
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