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  • #1

Hat jemand Erfahrung mit der Samenbank?

Als "Anleger" oder "Kreditnehmer" gleichermaßen... Meines Wissens ist die rechtliche Lage (Anonymität des Spenders) immer noch fragwürdig? Ich hatte mal erwogen, als Nebenjob "einzuzahlen". Einerseits ist die Vorstellung, dass x Kinder von mir herumlaufen, ohne dass ich dafür Jahrzehnte lang zahlen muss, ja ganz verlockend (biologischer Auftrag erfüllt). Andererseits hätte ich es aber auch traurig gefunden, um Nachfahren zu wissen, mit denen aber nicht Kontakt treten zu können. Wäre das nicht zumindest für pushy Karrierefrauen, die partout keinen Mann "auf Augenhöhe" oder darüber finden können, DIE Lösung? Wunschkriterien des "Zuchtmannes" können optimal gefiltert werden. Neeein, mein Erbgut läßt sich dort nicht beziehen. Ist unverkäuflich! Hier noch ein wenig Ironie: Bad Banker dürfte es bei der Samenbank kaum geben, oder? ;-) Schutzschirm kontraproduktiv sozusagen.
 
  • #2
Die rechtliche Lage für Samenspender ist in Deutschland derart ungünstig, dass man davon nur abraten kann. Ich kann auch nicht nachvollziehen, was für einen Mann an einer Samenspende attraktiv sein könnte -- ungeahnte finanzielle und emotionale Risiken.

http://de.wikipedia.org/wiki/Samenspende#Donogene_bzw._heterologe_Insemination
 
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  • #3
@#1:
Ich schätze einmal, die meistens Männer finden gut daran, dass sie ihre Gene weiter verbreiten und sich relativ häufiger fortpflanzen können. Ganz Fertige wollen die Kohle einstecken.
 
  • #4
Ohne Quatsch - ich habe darüber nachgedacht ...

Mary - the real
 
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  • #5
In der ZDF-Sendung 37° ging es mal um das Thema, ist über die Mediathek im Internet abrufbar. Da wird - sofern ich mich noch richtig erinnere - erwähnt, dass die so gezeugten Kinder sobald sie 18 werden das Recht auf die Kontaktdaten des Vaters haben, er also uU dann zur (emotionalen) Rechenschaft gezogen wird.
Ich finde Samenspende gut, wenn es Familien hilft Kinder zu bekommen, wenn der Mann zeugungsunfähig ist. Alleinstehenden auf diese Weise zu Nachwuchs zu verhelfen finde ich höchst fragwürdig, da fehlt einfach von vornherein der Vater. Den Antrieb der Frauen, die sich das vorstellen können, ist wohl reiner Egoismus, nicht mehr allein sein zu wollen...
Antrieb vieler junger Männer zur Spende ist wohl in vielen Fällen einfach das Geld.
 
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  • #6
# 4 Sozusagen Samenbank ./. Einsamkeit?

Aber klar doch spielt der Gedanke der Einsamkeitsbewältigung (im Alter) bei dem Wunsch der Elternschaft eine Rolle! ;-)

# Mary: Nee, dafür bist Du doch viel zu schade. Obwohl: Ich frage mich gerade, ob Du nun (siehe Deine Anfrage zum Fremdbild) so bist, wie Du Dich gibst?

Das ließe sich ja ggf. im RealLife herausfinden! WIE "mollig" bist Du denn und in welcher Ecke der Nation kämpfst Du den Kampf gegen die Pfunde?

Du schreibst hier ja zu allen möglichen Zeiten. Nicht, dass das EP-Forum so eine Art Wohnzimmer-Ersatz für Dich ist?
 
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  • #7
@ 5

Inwiefern fragst Du Dich, ob ich so bin wie ich mich gebe?? (wäre nett, wenn Du das unter meinem anderen Thread schreiben würdest mit einem Verweis auf hier ... wer bist Du?)

Naja, habe Phasen hinter mir, in denen ich mich schon nach dem Sinn des Lebens frage und dabei schon so Gedanken wie "ein Kind liebt einen - wenigstens solange es klein ist" hatte. Mir ist klar, daß das der falsche Ansatz ist und als Grund fatal wäre - sogar eher für mich denn für das Kind!
Grundsätzlich habe ich eigentlich gute Voraussetzungen für Nachwuchs. Um ihm eine gute Ausbildung und gerechte Förderung zukommen zu lassen würde ich schuften ohne Ende. Leider nur fehlt genau das, was ich eigentlich für das Wichtigste halte - ein Vater. Ohne Mann finde ich ist man keine Familie, nur weil man ein Kind hat. Ein geschütztes Umfeld, männliche und weibliche Vertrauenspersonen, Urvertrauen, Gemeinschaft leben, respektvoll jemandes eigenständige Entwicklung erleben zu dürfen, Familie eben (mit allen Vor- und Nachteilen) - ohne einen Menschen, der gerne Vater sein möchte, will ich das eigentlich nicht und ich hoffe, ich bleibe dabei. Ein Kind hat ein Recht auf beide Eltern (von Extremsituationen mal abgesehen). So gesehen sehr egoistisch aber ich denke auch und gerade im Sinne von Kindern, oder? Noch will ich, daß ein Mann mit mir Kinder möchte und sie großwerden sehen und erleben möchte. Richtige Wunschkinder aus Liebe, bei denen man gespannt ist, von wem sie welche Eigenschaft, die Augen oder Nase ein Grübchen oder welche Angewohnheiten sie haben - keine Unfälle!
Und dann so eine Schwangerschaft und Geburt mitmachen - nee, ohne einen Hammer von einem Mann an meiner Seite geh ich das wohl nicht an (auch wenn ich es packen würde und ihn auch - nach entsprechender Verletzung - sicher konsequent verlassen könnte und auch würde).

Ok, Fakten:
20 kg zu viel (sind zuviel - auch wenn es "kompakt" auf meine Proportionen verteilt ist, groß bin ich nicht gerade)
und Süddeutschland

Du paßt gut auf :) Ändere gerade mein Leben komplett, fange eigentlich erst privat zu leben an und ja - versuche die Zeit zu nutzen. Bin sehr spät auf dieses Forum gestoßen und merke, daß ich schleunigst einiges kapieren, abhaken bzw. mich besser "dran gewöhnen" und manches einfach wissen bzw. mir vorstellen können sollte, wenn ich nicht jemand Nettes durch maßlose Naivität und sonstige Fehler, die in meinem Alter vielen unglaubwürdig scheinen, vergraulen möchte.

Mary - the real
 
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  • #8
ich würde NIE ein Kind haben, von einem absolut unbekannten Mann.

Was soll ich später meinem Kind sagen? ... naja, dein Papa war der Nummer 345643.... mehr weiß ich nicht!!!

Außerdem denke ich mir, da viele Frauen mit diesem Samen
schwanger werden, konnten sie die Kinder später als Erwachsene kennenlernen, ohne zu wissen, dass sie Geschwister sind!! INZEST! Der Spender selbst wird sehr wohl später Kinder haben..... nein, ich finde, man sollte akzeptieren, wenn es unmöglich ist, ein kind zu haben und nicht skrupellos egal wie kinder bekommen.....
 
  • #9
@ 7

Ja, genau, den Inzest-Gedanke hatte ich auch.

Na dann mal Achtung Männer - will eine Frau unbedingt ein Kind und nicht zur Samenbank, bekommt sie es auch so hin, wenn sie sich erst mal einen Mann angeguckt hat ...

Mary - the real
 
  • #10
@#8: Der Inzestgedanke spielt statistisch keine signifikante Rolle. Da wäre die Chance, dass sich Kuckuckskinder (Halbgeschwister) treffen, schon wesentlich größer, nicht nur weil es erheblich mehr Kuckuckskinder als Samenspenden gibt, sondern insbesondere weil Kuckuckskinder häufig aus dem sozialen Umfeld der Familie gezeugt wurden.

Ich finde den Gedanken, ein Kind eines Unbekannten auszutragen auch höchst widerlich. Mit mir auf keinen Fall!
 
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Berliner30

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  • #11
Hier mein Senf: es gibt in Berlin meines Wissens nach eine große Stelle, die einmal in der Woche für 1-2 Stunden geöffnet für neue Bewerber ist. Erstmal muß deine Gütequalität ermittelt werden und nur wenige kommen da durch (nein ich war noch nicht da!) ... ich habe da mehrere Berichte gesehen und Artikel gelesen ... war sehr spannend ... Frauen können wohl wie in einem sehr ausführlichen Katalog (Größe, Haarfarbe, Krankheiten, Aussehen, ... also viel mehr als jeder Online-PV-Dienst bieten kann) den Samenspender aussuchen und ein besonders hübscher Mann hat dadurch bisher über 10`000 Kinder gemacht ... man schätzt, das es in wenigen Jahrzenten eine unglaublich hohe Zahl an Verwandten geben wird ... bei 6+ Mrd. Menschen zwar nicht so schlimm (Genetische Vielfalt), aber schon eine erschreckende Vorstellung.
Ich denke ein guter Job ist viel schöner und sicherer, wenngleich die Vorstellung mit den vielen Kindern in manchen Augenblicken sicherlich für manch einen auch angenehm sein könnte.
 
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