G

Gast

  • #1

Hat jemand schon mal einen Heiratsantrag abgelehnt?

Mir ist es wirklich peinlich und ich weiß auch nicht, was in mir vorgeht... mein Freund und ich sind seit 3 Jahren zusammen und es läuft eigentlich ganz gut. Es hat in meinen Augen nichts gefehlt und die Beziehung lief echt gut. Nun hat er mir am Wochenende einen Heiratsantrag gemacht - ich war total überfahren und hätte nicht damit gerechnet und habe ihn abgelehnt. Eine genaue Begründung hab ich eigentlich nicht - vielleicht war ich einfach nur überrumpelt. Wir haben uns nicht getrennt, aber irgendwie ist nun ein Knacks entstanden und ich weiß nicht, was ich tun soll... ich will ihn nicht verlieren
 
G

Gast

  • #2
Dann sag ihm das. Sag ihm, daß du noch nicht bereit bist dafür und das es nicht daran liegt, daß du ihn nicht heiraten willst, sondern daß du jetzt noch nicht heiraten willst. Zumindest klingt das so für mich, wenn ich deinen Text da lese.
 
G

Gast

  • #3
Warum nicht einfach eine kleine Bedenkzeit erbitten? Einfach sagen, dass Du Dich überrumpelt fühlst und darüber nachdenken möchtest. Männer können schliesslich keine Gedanken lesen.

Ich an seiner Stelle wär jetzt sicher ganz übel enttäuscht, aber das hilft Dir nicht weiter... Also mal sehen...
Viel Zeit bleibt wohl nicht, aber vor irgendwelchen panischen Rettungsaktionen komm erstmal mit Dir selbst ins Reine und mach Dir klar, was Du willst: Heiraten oder nicht.
Und dann setz Dich hin und rede mit ihm. Irgendwie. Wie Du es machst, musst Du entscheiden, da nur Du ihn kennst. Aber auch bei Männern kommt man mit Reden weiter, und zumindest wenn ich an seiner Stelle wäre, würde es auch sofort akzeptieren, wenn Du sagst, dass es Dir einfach zu schnell ging.
 
F

Finnley

  • #4
Sag ihm, dass Du ihn nicht verlieren willst. So, dass er Dir das abnehmen kann.

Ich schliesse mich #2 an - auch ich wäre an seiner Stelle sehr enttäuscht, weil ich mich richtig was getraut hätte und es fehlgeschlagen ist. Wenn Du willst, dass sein Schmerz nicht zu Verbitterung wird, solltest Du ihm in nächster Zeit sehr viel Aufmerksamkeit und Liebe schenken.
 
G

Gast

  • #5
Harter Schlag, würde mich _(Mann) das Treffen, wäre eine Trennung Gedanklich schon vollzogen. Vielleicht kannst du durch schnelles Handeln noch was retten, eine Vertrauensknicks wird aber eine Zeitlang schon bestehen. Mir würden spontan viele eher negative Dinge (sie liebt mich nicht, einen anderen mehr, möchte keine Zukunft mit mir und sieht mich nur als Lückenfüller/Lebensabschnittspartner, ...) im Zusammenhang mit dem Warum einfallen. Eine reine Ablehnung ohne Grund ist schon ziemlich gemein und wird bei vielen Streiterein später bestimmt wieder aufgekocht.
 
  • #6
Üble Situation! Wie hast Du denn abgelehnt? In dem Moment hättest Du wohl so sensibel wie irgend möglich reagieren müssen, jetzt ist das Kind erstmal in den Brunnen gefallen, fürchte ich. Männer reagieren auf so etwas extrem empfindlich, und irgendwie sogar zu recht, denn so eine Frage erfordert erstaunlich viel Mumm und Sicherheit.

Du solltest Dir jetzt erst einmal wirklich klar darüber werden, ob Du Dir ein ganzes Leben mit ihm vorstellen könntest oder nicht. Kaum einer will sich in einer intakten Beziehung trennen, selbst wenn es vielleicht nicht für immer ist. Aber bei so einer Gelegenheit muß man einfach Bilanz ziehen und nicht nur die letzten drei Jahre, sondern auch die folgenden 30 Jahre bedenken: Will man das wirklich? Werde Dir wirklich komplett klar darüber, ob Du "nur überrumpelt" oder im Inneren einfach nicht willig warst!

Falls Du ihn aufrichtig liebst und ein dauerhaftes gemeinsames Leben vorstellen könntest, solltest Du ihm dringend Deine Liebe und Zuneigung versichern und das auch wirklich deutlich sagen und klarmachen, daß Du ihn willst, nur überrumpelt warst und halt an Heirat noch gar nicht gedacht hattest. Vielleicht ist es so noch zu retten. Dass sein Ego zu recht geknickt ist, kann man ihn nicht verdenken. Nach so einer Frage kommt bei negativer Antwort oft eine Trennung. Das muß man schon verdammt diplomatisch lösen und das ist zugegebenermaße verdammt schwierig in so einer unvorbereiteten Situation.
 
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Gast

  • #7
Hey, Frauen sind doch immer scharf auf Heiratsanträge und wenn man sich schon mal durchringt, also wie #5 das nennt "Mumm hat", und dann einen Korb bekommt, würde ich wahrscheinlich noch nachfragen, warum. Könnte ja Gründe geben. Aber ansonsten wäre die Sache für mich erledigt. Ist doch super beleidigend und enttäuschend. Und mal ehrlich, wenn du ihn nicht willst, ist es vielleicht auch das Beste? Vielleicht bist du nur noch aus Bequemlichkeit mit ihm zusammen?
 
G

Gast

  • #8
Für mich ist nicht nachvollziehbar, weshalb Du abgelehnt hast.
Welcher Mann macht heute schon freiwillig gerne einen Heiratsantrag und will die Frau um ihrer selbst willen heiraten. Ich beneide Dich.
Er wäre nie auf die Idee gekommen, einen Antrag zu machen, wenn er sich bewußt gewesen wäre, daß Du/Ihr in einer unschlüssigen Phase bist/seid. Er muß also davon ausgegangen sein, daß alles i.O. ist und Du Dich sogar freust.
Ohne wirklich triftigen Grund wäre ich an seiner Stelle bitter enttäuscht - zumal Ihr schon 3 Jahre zusammen seid.
Wenn Du also nicht überglücklich warst, muß es einen Grund haben und Du bist Dir doch nicht so sicher, ob Du mit ihm den Rest Deines Lebens verbringen willst. Ich fände es ziemlich feige von Dir, ihm das nicht irgendwie mitzuteilen - zumindest daß er weiß, daß für Dich eine engere Bindung noch in weiter Ferne liegt. Hätte er Bescheid gewußt, hätte er sich und Dich nie in dieses Schlamassel gebracht.
Er hat sich zu einem Enschluß sein komplettes Leben betreffend durchgerungen und wird so abgeschmettert - echt heftig.
Überdenke mal, wie gut die Beziehung wirklich ist und sei ehrlich zu Dir.
Manchmal ist es so, daß man es vielleicht nicht genau begründen kann, aber daß man sich nicht angekommen fühlt. Dann hab aber auch den Mut und stell das klar. Wenn Du auf Kosten von Dir handelst oder weil es für Dich bequemer ist, dann mach das - aber bitte nicht, wenn es andere betrifft.
Entweder Du machst Dir Gedanken und trennst Dich oder Du mußt Dir wirklich was einfallen lassen, um ihn wirklich zu überzeugen.
 
G

Gast

  • #9
ich kann mich gerade sehr gut in deinen freund hineinversetzen.

gestern habe ich meinem freund nen antrag gemacht. jeder hat mich ermutigt, wie modern das sei, als frau dem mann nen antrag zu machen. bei uns ist eigentlich alles wunderbar, wir haben ein kind, planen für bald das zweite, alles ist bestens. und in den letzen monaten haben wir sehr viel vom heiraten geredet. ich war mir also super siche und war mega aufgeregt und es hat mich gestern sehr viel mut gekostet, das zu machen. und was habe ich davon? ein nein... ein irgendwann aber eigentlich grundsätzlich lieber nicht... na toll.... herzlichen dank auch! ich fühle mich sehr gekränkt und echt zum deppen gemacht. so iele leute haben mit mir auf diesen abend gefiebert.... sogar seine eltern haben mir gut zu geredet.... jetzt werde ich allen sagen, ich hab mich nicht getraut zu fragen, ist alle male besser als die peinliche wahrheit....
 
G

Gast

  • #10
Das ist wirklich sehr bitter, kann ich verstehen. Allerdings mit dem nicht getraut - ich weiß nicht, ob du damit wirklich besser fährst. Denkst du nicht, dass sie dir dann alle weiter zureden werden? Ja, vielleicht sogar deinen Freund bedrängen werden, die Zeichen zu geben? Ich glaube nicht, dass du das Thema jetzt einfach so unter den Tisch fallen lassen kannst, wenn alle eingeweiht sind.

Vielleicht lieber diplomatisch: Es passt jetzt noch nicht richtig oder so sagen. Würde zumindest verhindern, dass dir alle versuchen Mut zu machen.
 
  • #11
@#8: Na Mann, Frauen machen niemals einen Antrag -- das ist nicht modern, sondern einfach nur beschissen-emanzipiert und absolut entgegen der männlichen Seele.

Wenn Ihr schon ein Kind habt, ist doch eh alles vorbei und man kann einfach offen miteinandner sprechen, ob man heiraten sollte oder nicht. Ein echter Antrag ist doch in so einer fortgeschrittenen Situation nicht mehr nötig. Da hast Du wirklich Probleme erzeugt, die völlig unnötig waren.

Was ich ganz besonders weit unter der Gürtellinie empfinde, ist, dass Du offensichtlich mit mehreren anderen vorher darüber gesprochen hast -- das gehört sich einfach gar nicht. Wie peinlich erst recht jetzt für alle (!) Beteiligten.

Wenn eine Frau schon das Gefühl hat, er fragt sonst nie und es müsse vorangetrieben werden, dann doch bitte lieb und nett bei ganz neutraler Situation -- und nicht als Antrag formuliert, sondern als Gespräch. Da hättest Du mal lieber vorher hier fragen sollen.

Ich rate Dir, auf jeden Fall jetzt OFFEN und LIEBEVOLL mit Deinem Freund zu besprechen, wie Ihr das nach außen verkaufen wollt. Ihr seid ein PAAR -- verdammt noch mal, verhaltet Euch auch endlich mal so! Redet miteinander, bestätigt Euch Eure Liebe und dass das Nein kein Aus ist.

Die beste Außendarstellung wäre noch zu sagen, ich habe keinen Antrag gemacht, aber wir haben endlich darüber gesprochen und sind zusammen zu dem Schluss gekommen, dass....

So wahrt Ihr wenigstens Euer Gesicht!
 
G

Gast

  • #12
@10 : Manchmal muss man(n) sich über deine ansichten echt wundern... selbst eine Monica Lierhaus hatt ihrem Mann einen Antrag gemacht! Get Real and welcome to 2011 ;)
 
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Gast

  • #13
# 8
Na dann würde ich die Familienplang nach seiner Reaktion ausrichten.
Kann man doch gut ansprechen. Du willst Dein zweites Kind lieber ehelich bekommen.
Also eben erst mal kein zweites Kind. Ist viel vernünftiger.

Er kann ohne Trauschein ganz unverbindlich wegrennen und Du bist überhaupt nicht abgesichert.
Mit Trauschein hast Du ganz andere Rechte, falls er Dich und die Kinder verlassen möchte.
Ein Mann, der bei Dir und den Kinder bleiben will, wird sich auch zur Ehe entscheiden.
Ich würde nach seiner Reaktion die gesamte Beziehung in Frage stellen.
Alles Gute
 
G

Gast

  • #14
@Frederika:
komisch: wenn der mann einen heiratsantrag ablehnt, dann ist die frau dran schuld... und wenn die frau den antrag ablehnt, so wie der ursprüngliche fall, dann ist sie auch dran schuld???
ich würde eher sagen der mann ist ein vollidiot. ich bin auch nicht dafür, dass die frau den antrag macht, aber die beiden haben ein kind und planen das zweite... schlimm genug, dass er da nicht mal selbst auf die idee kommt sie zu fragen...
und wenn sie sich dann sicher genug fühlt zu fragen und so eine antwort bekommt, dann kann man dem mann wohl echt nicht mehr helfen.
 
  • #15
komisch: wenn der mann einen heiratsantrag ablehnt, dann ist die frau dran schuld... und wenn die frau den antrag ablehnt, so wie der ursprüngliche fall, dann ist sie auch dran schuld?
Du vergleichst hier zwei völlig verschiedene Situationen und zufällig hat in beiden Fällen die Frau schuld. Ja, so ist das meines Erachtens. Warum sollte das zufällig ausgewogen sein?

Im Fall der Titelfrage ist dazu alles gesagt, was es zu sagen gibt. Sie hätte diplomatischer reagieren sollen, denn es ist klar, dass ein abgelehnter Antrag einen wahnsinnig harten Knacks gibt.

Im zweiten Fall des Damenantrags kann man nur ganz klar sagen, dass das eine beschissen-emanzipatorische Nummer ist, die einfach gar nicht geht. Punkt. Abgesehen davon sollte man als zusammenlebende Partner schon so viel voneinander wissen oder vorfühlen, dass man weiß, ob der andere prinzipiell heiraten möchte.

Letztlich gilt in beiden Fällen: Anträge aus dem heiteren Himmel sind unklug. Man muss vorfühlen und echte Sicherheit herstellen.

und wenn sie sich dann sicher genug fühlt zu fragen und so eine antwort bekommt, dann kann man dem mann wohl echt nicht mehr helfen.
Verstehe ich jetzt nicht. Er möchte nicht heiraten, was angesichts der Gesetzeslage verständlich ist. Vielleicht hat er auch noch andere Gründe. Sie hätte ihn einfach nicht fragen dürfen, das war aus mannigfachen Gründen einfach nur super dämlich.
 
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Gast

  • #16
gestern habe ich meinem freund nen antrag gemacht. jeder hat mich ermutigt, wie modern das sei, als frau dem mann nen antrag zu machen.
Als Frau einen Antrag zu machen ist nicht modern, sondern einfach nur völlig daneben und superdämlich - entschuldige meine deutlichen Worte. Jeder hat dich ermutigt? Ich hätte es nicht, im Gegenteil: ich hätte dir d r i n g e n d abgeraten, und sehr viele in diesem Forum hätten das auch getan. In dem Punkt bin ich mir mit Frederika vollkommen einig.
Wer immer dir dazu geraten hat, hat dir einen Bärendienst erwiesen.
 
G

Gast

  • #17
so ein Antrag würde mich schon etwas Überwindung kosten und ich würde ihn einer Frau nur stellen, wenn ich mir eines "Ja" ziemlich sicher wäre. Käme ein "Nein" würde die Wahrscheinlichkeit eines zweiten Antrags bei mir gegen unendlich Null laufen; ich würde es als endgültige Ablehnung einer gemeinsamen Zukunft seitens der Frau auffassen. Klär doch einfach die Situation.
 
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Gast

  • #18
Ich würde als Frau niemals einem Mann einfach aus dem "Nichts", also ohne mal das Thema beiläufig erwähnt zu haben, einen Heiratsantrag machen. Diese Schmach bei einem "nein", nicht auszudenken. Aber hier geht es ja um eine andere Frage...

Also ich kann Deinen Freund schon verstehen, ich wäre an seiner Stelle auch sehr gekränkt. Sag ihm einfach, dass es nicht an fehlender Liebe liegt, sondern Du warst einfach sehr überrascht. Evtl. gibts ja noch was zu retten. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass die Beziehung einen leichten "Knacks" hat.

w
 
G

Gast

  • #19
Ihr habt ein Kind und du lehnst den Antrag ab? Ja bist du denn noch zu retten?? Also rein wirtschaftlich gesehen war das sehr unklug.
Es ist heute fast schon ein Wunder, wenn ein Mann eine Frau freiwillig heiratet, wenn sie schon ein Kind haben. Schließlich hat er ja alles auch ohne Trauschein. Und mal abgesehen von evtl. steuerlichen vorteilen bringt die Ehe dem Mann wirtschaftlich nur Nachteile, erst recht bei einer Trennung.
Aber jetzt mal aus emotionaler Sicht: Ihr habt ein Kind zusammen, ihr seid seit 3 Jahren liiert, wieso fühlst du dich da überfahren? Warum willst du den Vater deines Kindes nicht heiraten? Du sagst, du hast angst, ihn zu verlieren. Aber warum? Und warum sperrt sich etwas in Dir gegen das Heiraten? So überraschend war ja der Antrag in Eurem Fall nicht wirklich!?
Kann es sein, dass du gar nicht für immer mit ihm zusammen sein willst? Ganz ehrlich und wider jegliche Vernunft und Moral?

Für deinen Partner muss es ein Schlag ins Gesicht gewesen sein.
Überleg Dir gut, was Du wirklich willst.


Ich habe auch schon einmal einen Antrag abgelehnt - aber der war, nachdem mein Mann gerade eine Affäre hatte (und wieder beendet) - da stand er mit nem Verlobungsring da. Aber das war auch eine andere Situation.

w, 39
 
G

Gast

  • #20
@18: sach mal, vertauscht Du jetzt die Beiden Beiträge?? Richtig lesen!!

Es geht um die FS, und alle diskutieren jetzt über die Dame, die einen Antrag gemacht hat!

Liebe FS, kann Deinen Freund verstehen. Das muss ziemlich scheiße für ihn sein! WIESO willst Du ihn nicht heiraten?
1. Weil Du generell Angst vor dem Akt HEIRATEN hast?
2. weil Du nicht weißt, ob du IHN heiraten willst?
 
  • #21
Meine Ex hatte mir einen Heiratsantrag gemacht, sogar gleich zweimal. Beim erstenmal war das zumindest eine Ankündigung oder eine Ansage, aber zu dem Zeitpunkt realistisch betrachtet nicht so ernstzunehmen. Sie sagte damals "Ich möchte Deine Frau für immer werden, wenn ich darf und Deinen Namen tragen." Sie ist zwar auf gesunde Weise emanzipiert, aber ihr Ansinnen war bestimmt nicht "emanzipiert." Wir sprachen in der Folgezeit oft über eine Heirat und Zukunftspläne.

Dann begann für sie eine sehr schwierige Zeit, für mich auch. Ihre Tochter lag im Sterben (Gehirntumor) und es lief einiges sehr chaotisch ab. Sie war ständig unterwegs, sie lenkte sich im Arbeitseifer von ihrem Leid ab. Ich durfte nur zuschauen, fühlte mich komplett zurückgesetzt. Sie habe nur Zeit, um mal eine Mütze reinzuwerfen. Völlig überraschend rief sie spätabends bei mir an und bat um Einlaß. Ich habe ihr gesagt, daß ich am Schlafen bin und sie sich bitte rechtzeitig ankündigen solle.

Zwei Tage später erklärte sie mir, daß sie mir einen Heiratsantrag machen wollte. Mitten in der Nacht und wo sie ganz andere Probleme hatte? Sowas konnte ich nicht ernstnehmen. Für mich hatte sie monatelang keine Zeit, sondern mit den Gedanken woanders.

Ich wäre zu ihr nach GB übergesiedelt, wo wir uns ein Haus gekauft hatten, um ihr beizustehen. In so einer psychischen Verfassung kann man Heiratsanträge nicht ernstnehmen. Ich hätte sie gerne geheiratet, aber nicht unter so schwierigen Umständen, wo sie wahrscheinlich nicht ihrer selbst war.

Wir hatten das dann auch nicht weiter thematisiert. Sie mußte nach dem Tod ihrer Tochter in eine stationäre Therapie.

Man kann also durchaus Heiratsanträge ablehnen, wenn man nicht dauerhaft von einer Person überzeugt sein kann. Sie hatte mir nicht ausreichend genug beweisen können, daß ich ihr wichtig bin.
 
G

Gast

  • #22
Oh, hier nochmal #18. Tut mir leid, ich habe da gestern nur kurz über die beiträge gelesen und tatsächlich etwas vertauscht!

und was habe ich davon? ein nein... ein irgendwann aber eigentlich grundsätzlich lieber nicht... na toll.... herzlichen dank auch! ich fühle mich sehr gekränkt und echt zum deppen gemacht. so iele leute haben mit mir auf diesen abend gefiebert.... sogar seine eltern haben mir gut zu geredet...
Also Dein Freund will zwar Familie mit Dir, aber heiraten nicht? Dann würde ich aber auch kein 2. Kind bekommen, ganz ehrlich. Er will einfach auf der für ihn sichereren Seite bleiben, kein finanzielles Risiko eingehen, aber ansonsten sollst du dich schon wie eine Ehefrau verhalten, also deinen Job aufgeben, die Kinder großziehen, dann evtl. etwas Teilzeit arbeiten, nebenher Haushalt machen und ihm eine Stütze sein!?
Natürlich macht man als Frau niemals niemals einen Antrag - einfach schon aus eben erwähntem finanziellen Grund des Mannes. Das Risiko trägt der Mann und der muss sich entscheiden.
Aber ich würde schon grundsätzlich mal mit deinem Freund darüber reden, dass er nicht alle Vorteile des Zusammenlebens nehmen kann und mit Dir eine Familie ohne Trauschein will.
Ansonsten seid ihr aber ein Paar und nachdem du es allen schon erzählt hast, musst du jetzt erst recht zu Deinem Freund halten. Es macht sich nicht gut, ihn vor anderen schlechtzumachen.
 
G

Gast

  • #23
Auch ich habe einen Antrag meines ersten langjährigen Partners abgelehnt.-
Er war auch verbunden mit der Frage, eine Familie zu gründen...ich war damals um die 25, er 3 Jahre jünger.-
Ich denke aus ähnlichen Gründen wie es die letzte Antwort gesagt hat.-
Ich war damals sehr unsicher in meiner eigenen Lebensplanung, eine gemeinsame Lebensplanung, mit der ich hätte einverstanden sein können-gab es nicht wirklich...er war auf beruflichen Erfolg fixiert.
Und ich wollte auf Beruf / Ausbildung auch nicht verzichten.
Ohne zu heiraten waren wir dann insgesamt 14 Jahre zusammen-haben heute noch losen Kontakt.
Meine Entscheidung damals war richtig.
w51
 
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Gast

  • #24
1. Warst Du überrumpelt, lass Deinen Gefühlen Zeit sich mit dieser Idee vertraut zu machen.
2. Wenn es ihm ernst ist und Du ihn deswegen nicht gleich vor die Tür gesetzt hast, wird er es überleben, dass Du ihm im Moment keine Antwort geben kannst.

Meine Freundin hat ihrem jetzigen Ehemann 2 mal den Heiratsantrag abgelehnt. Beim ersten Mal waren sie 3 Jahre zusammen, beim zweiten Mal 4 Jahre. Im 6. Jahr hatt sie ja gesagt. Er hat sich dadurch nicht abschrecken lassen, dnen die Beziehung lief ja auch ohne Trauschein wunderbar weiter.

Ich persönlich habe einen Heiratsantrag abgelehnt, weil mir in dem Moment, als der Mann fragte (allerdings eher unromantisch zwischen Tür und Angel) 1000 prozentig bewusst wurde: NEIN, ich will mich nie und nimmer an diesen Mann binden und Kinder möchte ich mit ihm schon garnicht. Muss dazu sagen, er wusste, dass er mich noch nicht gewonnen hatte und der Heiratsantrag, war ein Versuch mich definitiv an ihn zu binden.

(w 44)
 
G

Gast

  • #25
Ich persönlich habe einen Heiratsantrag abgelehnt, weil mir in dem Moment, als der Mann fragte (allerdings eher unromantisch zwischen Tür und Angel) 1000 prozentig bewusst wurde: NEIN, ich will mich nie und nimmer an diesen Mann binden und Kinder möchte ich mit ihm schon garnicht. Muss dazu sagen, er wusste, dass er mich noch nicht gewonnen hatte und der Heiratsantrag, war ein Versuch mich definitiv an ihn zu binden.

(w 44)
Es sagt auch niemand etwas dagegen Heiratsanträge abzulehnen, hier wird nur versucht klar zu machen, warum der Freund verletzt ist. Wenn man sich nicht vorstellen kann mit jemandem für immer zusammen zu sein, dann lehnt man natürlich ab. Aber die FS möchte offenbar.

Wie immer gilt: Kommunikation. Sind Sie, liebe FS, sich sicher, dass sie ihn heiraten wollen, sind Sie unsicher oder wollen sie nicht heiraten? Wenn Sie ihn heiraten wollen, dann sagen Sie es ihm und entschuldigen sich. Wenn Sie sich unsicher sind nehmen sie Kontakt auf, erklären Sich wie Sie es hier getan haben und erbitten eine Woche Bedenkzeit.

Verletzt und wütend wird er auf jeden Fall sein. Diese Frage stellt man nicht einfach so. Man kehrt sein Innerstes nach Außen und verkündet, dass man bis ans Lebensende zusammen sein möchte und wenn dann der Partner Nein sagt ist das als würde man eine Schaufel ins Gesicht bekommen. Vermeiden Sie aber um Gottes Willen Mitleidsaktionen. Seien Sie sich sicher was sie wollen.
 
  • #26
@18: es bringt nicht dem MANN wirtschaftliche Nachteile zu heiraten, erst recht die Trennung, sondern dem, der mehr verdient. In meinem Fall ich. Als ich schwanger wurde, wollte ich den Vater gerne heiraten, er mich aber nicht, was mich sehr verletzt hat. Heute bin ich aus rein praktischen Gründen froh, weil ich sonst Unterhalt bezahlen müßte, er arbeitet nicht.

Ich habe davor auch schon mal einen Heiratsantrag abgelehnt. Mit diesem Mann war ich zwischen 20 und 25 zusammen und habe immer, wenn das Thema aufkam, behauptet, mich noch zu jung zu fühlen. In Wahrheit wußte ich aber, daß er nicht der Mann meines Lebens und Vater meiner Kinder ist.

Ich habe es nie bereut, ihn nicht 'genommen' zu haben, obwohl ich nie verheiratet war.
 
  • #27
@18: es bringt nicht dem MANN wirtschaftliche Nachteile zu heiraten, erst recht die Trennung, sondern dem, der mehr verdient.
Das deutsche Scheidungsrecht ist schon sehr ungerecht. Ja, formal ist derjenige gekniffen, der mehr verdient, zusätzlich aber auch jener, von dem die Kinder nicht betreut werden. Fast immer ist beides der Mann.

Selbst wenn die Frau mal mehr verdient, ist sie erst dann gekniffen, wenn der Mann darüber hinaus auch noch das Sorgerecht bekommt und den Naturalunterhalt leistet. Dies ist nur in wenigen Prozentfällen der Scheidungen der Fall. Scheidungen gehen für Frauen fast immer günstig aus.
 
G

Gast

  • #28
Das musste ja irgendwann kommen, dass auf dem deutschen Scheidungsrecht rumgeritten wird!

Darum geht es in der FS doch gar nicht!

Natürlich darf man einen Heiratsantrag ablehnen, wenn man nicht völlig überzeugt ist, dass man denjenigen der diesen Antrag einem andient auch liebt und mit ihm alt werden möchte. Klar sein muss dann aber auch, dass es einen Riss in der Beziehung gibt.
 
  • #29
Also ein abgelehnter Heiratsantrag bedeutet in den meisten Fällen das Ende der Beziehung. Ich als Fragender würde es so deuten, dass entweder die Liebe nicht ausreicht für eine lebenslange Partnerschaft oder die Lebensentwürfe so unterschiedlich, der andere will eben nicht heiraten und ich schon, dass eine Beziehung dauerhaft eben kein Sinn macht. Und es hat immer einen Grund wenn man einen Antrag ablehnt und das tut man nicht, wenn man den Anderen liebt und sein Leben lang mit ihm zusammen bleiben will. Da scheint sich die FS ziemlich was vor zu machen
 
  • #30
Also ein abgelehnter Heiratsantrag bedeutet in den meisten Fällen das Ende der Beziehung. Ich als Fragender würde es so deuten, dass entweder die Liebe nicht ausreicht für eine lebenslange Partnerschaft oder die Lebensentwürfe so unterschiedlich, der andere will eben nicht heiraten und ich schon, dass eine Beziehung dauerhaft eben kein Sinn macht. Und es hat immer einen Grund wenn man einen Antrag ablehnt und das tut man nicht, wenn man den Anderen liebt und sein Leben lang mit ihm zusammen bleiben will. Da scheint sich die FS ziemlich was vor zu machen
Seh ich auch so. Die Sicht auf die Beziehung ist offenbar bei beiden äußerst unterschiedlich. Er will heiraten, das Leben teilen, in guten wie in schlechtne Zeiten, was gemeinsames aufbauen, vielleicht eine Familei etc. was will sie? All dies offfenbar nicht. Was also? Was bleibt ihm an Vertrauen in sie, wenn sie doch offenbar andere Ziele hat? Ein Gefühl wie "gehe zurück nach der Badstraße"...