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  • #1

Hat Jemand von Euch eine Erfahrung mit dem Ehevertrag?

Ich habe sowas vor 20 Jahren unterschrieben und wollte später annuliern lassen etc.
 
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  • #2
Warum? Weil du nun schlechter davon kommst? Bist du männlich oder weiblich?
 
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  • #3
Liebe Fragestellerin, lieber Fragesteller, mit einer solch rechtlich komplexen Frage musst Du Dich an einen Anwalt wenden. In diesem Laienforum wirst Du kaum hilfreiche Antworten erhalten, zumal hier auch niemand weiß, was für einen Vertrag Du unterschrieben hast.

w/49
 
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  • #4
Ich meine ein Vertrag, der von 2 Seiten gemeinsam unterschrieben wurde, kann nur im Einvernehmen geändert werden! Ist doch logisch! Sonst wären Verträge nichts wert, wenn sie jeder später wieder annulieren könnte. Dabei ist es egal, ob es ein Ehevertrag oder Kaufvertrag ist.
 
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  • #5
#1: Was hat das mit der Annulierung zu tun, ob der / die FS männlich oder weiblich ist?

Gehe zu einem Anwalt, nur der kann prüfen, welche Vereinbarungen der Vertrag enthält und ob diese nach aktueller Rechtsprechung noch haltbar sind. Hier kann Dir ohne den Vertrag zu kennen, keiner einen auch nur halbwegs vernünftigen Rat geben.
 
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  • #6
Wenn du Frau bist und der Vertrag den Anschein von Sittenwidrigkeit hat - kannst du ihn sicherlich anfechten.

Wenn du Mann bist und deine Frau mehr zahlen soll, vergiss es, ihn anzufechten. Liegt daran dass du MANN bist und die dt. Rechtssprechung nicht fair sondern pro (armer) Frau entscheidet.

Und in diesem Fall freuen sich Frauen sogar darüber, dass sie eigentlich als intellektuell minderbemittelt dargestellt werden - dass sie Verträge im vollen Ausmaß nicht erfassen und erst, wenn sich die Lage zu ihren Gunsten verbessert hat, sie den Vertrag natürlich wie selbstverständlnich anfechten - und leider oftmals Recht bekommen. (nicht Recht haben!!!)
 
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  • #7
Und was genau ist nun Deine Frage?

Wenn Du, ich zitiere: "sowas" unterschrieben hast, wirst Du ja auch wissen, was darin steht... An Verträge muß man sich bekanntlich halten. Also bleibt Dir nur, Dich anwaltlich beraten zu lassen.
 
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  • #8
Liebe Fragestellerin, lieber Fragesteller,

ich habe insofern Erfahrung mit einem Ehevertrag, dass ich aufgrund meiner Selbstständigkeit (Familienunternehmen mit ca. 40 Angestellten) zur Sicherheit der Firma und auch der darin enthaltenen Sachwerte vor der Eheschließung beim Notar einen Ehevertrag geschlossen habe. Meine Frau und ich haben damals in völligem Einvernehmen festgelegt, dass im Falle einer Trennung die Firma "außen vor" bleibt. Der übrige Teil, der von uns gemeinsam erarbeiteten Vermögenswerte wurde davon nicht berührt.

Nach der Scheidung haben wir uns beide strikt daran gehalten, nur unser gemeinsam während der Ehe erworbenes Haus wurde anteilsmäßig aufgeteilt und ich habe meine Frau damals ausgezahlt und das Haus behalten.

Manche Leute behaupten, dass das Schließen eines Ehevertrages schon von vornherein ein großes Misstrauen in den jeweiligen Ehepartner einschließt... Kann ich eigentlich nicht so sehen, denn wenn man sich die Rosenkriege nach vielen Trennungen so ansieht, dann denke ich, dass wenigstens die Existenz der Firma durch die Trennung nicht gefährdet war. Warum sollen MitarbeiterInnen einer Firma wegen privaten Schlammschlachten des Gesellschafters / Geschäftsführers ihren Arbeitsplatz verlieren, weil die Firma zwischen den beiden streitenden Ehepartnern aufgeteilt werden muss, was meistens finanziell nicht zu stemmen ist.

Wie gesagt, bei uns hat das gut geklappt - wir sind aber auch nicht im richtigen Streit auseinandergegangen und meine Frau verlangt auch keinen Unterhalt von mir, weil sie selbst voll berufstätig ist, aber das weiß man ja alles vorher nicht...

Vielleicht bin ich ja eine Einzelfall, aber ich kann heute nur sagen: Gut, dass ich einen Ehevertrag abgeschlossen habe. Sicherlich haben andere Teilnehmer dieses Forums da eine andere Meinung und fallen jetzt verbal über mich her, aber so sehe ich die Sache.

m, 56
 
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  • #9
Ich, w, habe auch vor der Eheschließung einen Ehevertrag mit meinem Mann geschlossen. So lange das ohne Druck von einer Seite, also auf gegenseitiger Freiwilligkeit geschieht, finde ich solch einen Vertrag gut. Mir - wir leben seit vielen Jahren getrennt - gibt er für den Fall der Scheidung die Sicherheit, die ich damals für mich gewählt habe. Meinem Noch-Ehemann auch. Jedenfalls gehen wir unverändert freundlich miteinander um; vermutlich trägt diese einvernehmlich Vereinbarung mit dazu bei.

Ob die FS nach 20 Jahren noch Einspruch im Sinne von "sittenwidrig" einlegen kann (#5), bezweifle ich. Wir wurden bei Abschluss unsres Vertrages dahingehend belehrt, dass "Sittenwidrigkeit" eine grobe Unkenntnis der bestehenden Situation (z.B. eine noch nicht bekannte aber vorliegende Schwangerschaft) zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bei einem der Partner voraussetzt.

In jedem Fall sollte die FS einen Anwalt hinzu ziehen.
 
  • #10
Du hast einen Vertrag geschlosen und möchtest ihn jetzt zu Deinen Gunsten annulieren lassen? Lässt Du Deine Moral und Deinen Anstand auch gleich mit annullieren? Wie kann man bloß auf so eine Idee kommen... traurig.

Du willst Deinen Mann abzocken, anstatt Dich anständig zu trennen und Dein Leben selbst zu bestreiten. Ich verachte solche Ideen zutiefst und hoffe, dass ich Dich missverstanden habe.
 
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