• #1

Hat man wirklich keinen Wert mehr für den Expartner?

Hallo zusammen, ich befinde mich gerade im schlimmsten Liebeskummer und weiß nicht vor und nickt zurück...
Meine Partner hat sich vor sechs Wochen getrennt nach viel Kummer und Konflikten... wir haben viel versucht aber haben es nicht geschafft zueinander zu finden... wir haben uns immer sehr gespiegelt und wurden mit unseren tiefsten Ängsten konfrontiert. Hohe Erwartungen an den anderen und auf der Suche nach „ankommen“ konnten wir uns das nicht geben was wir gebraucht haben... ich hatte eine schwierige Zeit vor ihm und konnte mich nie wirklich einlassen. War vom schlechten Gewissen ihn nicht so lieben zu können wie ich wollte regelrecht zerfressen. Wurde immer frustrierter und nörgelte nur noch rum. Es war nicht schön mit mir. In mir tobte ein ständiger Kampf endlich von ihm gesehen und angenommen zu werden und ihm ging es genauso. Er hat sich zurück gezogen weil er so verletzt war und ich wurde laut weil ich so verletzt war. Das schlimme war, wir wollten beide das selbe aber haben es irgendwie nie geschafft. Nach drei Jahren ups and downs hat er nach einem schlimmen Streit das Handtuch geworfen und ist aus unserer Wohnung regelrecht geflohen. Ich weiß er liebt mich hat aber keine Kraft mehr. Er hat jeden Kontakt abgebrochen und möchte auch kein letztes klärendes Gespräch. Ich verstehe vom Kopf her, dass wir am Ende sind, aber ich möchte so gern ein Gespräch. Ich mochte ihm sagen wie leid mir als das tut und ich ihn nie verletzten wollte. Ich war so im Tunnel, hatte den Zugang zu meinem Emotionen verloren. Ich bin auch Anfang des Jahres in Therapie weil mein innerer Stress mich aufgefressen hatte. Mein Wesen hat sich total verändert und ich kam nicht mehr zurecht. Damit habe ich ihn sehr verletzt und möchte mich ihm erklären, ihm sagen dass er wertvoll ist und ich zutiefst bereue. Wir waren vier Jahre zusammen und sind dieses Jahr zusammen gezogen. Und hatten die Hoffnung wir schaffen es. Der Knoten sich bald löst aber ich habe es nicht geschafft, so wie es gut für ihn gewesen wäre. Die Therapie hat soviel aufgewirbelt dass ich mich nur um mich gedreht habe. Kann es schlecht beschreiben. Die Trennung ist nur zwei Monate her und er reagiert auf nichts mehr.
nach so viel Emotionen und einer sehr intensiven Zeit, kann ich nicht verstehen, wieso er uns nicht die Gelegenheit gibt auch gemeinsam das Vergangene aufzuarbeiten? Ich denke wenn wir uns verzeihen könnten, macht es einen Neuanfang ohne den anderen doch leichter? Wie sehr ihr das?
Ich habe noch nie einem Mann so etwas verwehrt. Nie war mir ein Mensch so egal, dass ich ein Gesprächswunsch ignoriert hätte vor allem nicht, wenn man gemeinsam alt werden wollte. Wenn man wirklich geliebt hat... bin auf eure Sichtweise sehr gespannt
 
  • #2
Vor allem möchtest Du alles erklären etc. Das geht am besten in einem Brief. In diesem Fall könntest Du ihn sogar abschicken.
Er will nichts mehr mit Dir zu tun haben, Du hast ihm die letzte Energie geraubt. Kannst Du das nicht verstehen? Er hat Dir alles gegeben, was er hatte, es geht jetzt einfach nichts mehr.
ErwinM, 51
 
  • #3
Das habe ich getan... er meinte dazu, dass er glaubt ich rede von anderen Menschen und er nicht weiß wie es weiter geht...Natürlich will ich erklären... Er muss wissen, dass es nicht an ihm gelegen hat und ich will Wiedergutmachung leisten, weil es es verdient hat zu wissen, dass er es nicht hätte besser machen können. Ich weiß es geht ihm nicht gut und das es meine Schuld ist. Das Wissen zermürbt mich. Ich war immer sehr bedacht darauf Menschen immer wertschätzend und achtsam zu begegnen, aber die letzten Jahre und meine Depression haben einen schrecklichen Menschen aus mir gemacht, was ich selbst nicht fassen kann.
 
  • #4
Die Trennung ist nur zwei Monate her und er reagiert auf nichts mehr.
nach so viel Emotionen und einer sehr intensiven Zeit, kann ich nicht verstehen, wieso er uns nicht die Gelegenheit gibt auch gemeinsam das Vergangene aufzuarbeiten? Ich denke wenn wir uns verzeihen könnten, macht es einen Neuanfang ohne den anderen doch leichter? Wie sehr ihr das?

Zwei Monate ist eine kurze Zeit. Bis man sich der Aufarbeitung stellen kann, braucht manch einer einen sehr viel längeren Zeitraum Abstand.


Das ist eine von diesen abgedroschenen Erwartungen. Gemeinsam alt wird man, wenn es im Zusammenleben passt; nicht, wenn man es auslobt. Das kann man nicht durch verbalisierten Erwartungsdruck herbeiführen.
Meine letzte Beziehung hatte bereits am zweiten Tag das Gemeinsam-alt-werden ausgelobt. Ich fand es schon seltsam. Nach sechs Monaten hat sie sich per Ghosting nicht verabschiedet. So eine Ansage ist ein Indiz, dass es bei Dir auch nicht recht stimmt.


Gerade, wenn man richtig geliebt hat, ist eine längere Phase des Abstands wahrscheinlich, um sich erst einmal selbst zu sortieren. Mit meinen F+ geht die Kommunikation nach dem Übertritt nach F- i.d.R. problemlos weiter; bei Beziehungs-Exen nie.
 
  • #5
ich hatte eine schwierige Zeit vor ihm und konnte mich nie wirklich einlassen. War vom schlechten Gewissen ihn nicht so lieben zu können wie ich wollte regelrecht zerfressen.
Das ist das Los für sehr viele Frauen, die in einer schlechten Beziehung sehr lange lieber bleiben und leiden und sich nicht trennen!
Die Folge - Beziehung wird das dann unbewusst abbekommen!
Nach drei Jahren ups and downs hat er nach einem schlimmen Streit das Handtuch geworfen und ist aus unserer Wohnung regelrecht geflohen. Ich weiß er liebt mich hat aber keine Kraft mehr. Er hat jeden Kontakt abgebrochen und möchte auch kein letztes klärendes Gespräch.
Das kann ich gut verstehen, akzeptiere und repektiere, wenn er kein Gespräch mehr möchte!
möchte mich ihm erklären, ihm sagen dass er wertvoll ist und ich zutiefst bereue. Wir waren vier Jahre zusammen und sind dieses Jahr zusammen gezogen.
Lass locker, bleibt gelassen, akzeptiere und respektiere seine Haltung!
Die Trennung ist nur zwei Monate her und er reagiert auf nichts mehr
Er möchte nicht, lass bitte ihn in Ruhe!
Ich denke wenn wir uns verzeihen könnten, macht es einen Neuanfang ohne den anderen doch leichter? Wie sehr ihr das?
Ja wie heißt es so schön, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre?!?
 
  • #7
Er braucht gerade scheinbar seine Ruhe. Er wird es auf seine Art verarbeiten, auf seine Art verzeihen und vor allem alles in seinem Tempo bewältigen. Dazu braucht er dich gerade nicht. Er wird schon auf dich zukommen, wenn er denkt, dass das richtig ist.
Dass du ihm egal bist denke ich nicht. Aber du bist gerade nicht das, was er will. Und deine Erklärungen sind auch scheinbar nichts, das er grad braucht.

Du wirst lernen müssen, soetwas auch mit dir auszumachen. Nicht immer im Leben ist eine Klärung möglich. Konzentrier dich auf dich. Damit hast du ja in der Therapie schon begonnen. Das sollte jetzt wichtig sein.
 
  • #8
Ich weiß es geht ihm nicht gut und das es meine Schuld ist.
Du kannst das gerade nicht in Wohlgefallen auflösen. Gib ihm die Ruhe und die Zeit, die er jetzt braucht. Nimm dir die Zeit und Ruhe, die du dringend brauchst. Er braucht dieses Gespräch nicht. Nur du brauchst es. Was er braucht, ist Ruhe nach dem Sturm. Kraft sammeln.
Ich bin überzeugt, dass du schon viel und alles dazu gesagt hast ihm gegenüber.
Dein Gedankenkarussel dreht sich weiter, dein Wunsch nach Kontakt ist deine emotionale Abhängigkeit die ihn belastet.
er meinte dazu, dass er glaubt ich rede von anderen Menschen und er nicht weiß wie es weiter geht
Könnte da was dran sein, dass deine Wahrnehmung ganz anders ist, als seine?
Anfang des Jahres in Therapie weil mein innerer Stress mich aufgefressen hatte
Dieser Wunsch das Thema zu bereinigen, ist ebenfalls innerer Stress, bleib dran an deiner Therapie und lass vom Gedanken ab, noch etwas drehen zu wollen. Du kannst ihm erst dann richtig erklären, wenn es dir wieder besser geht. Wenn deine Emotionalität wieder in halbwegs ausgeglichenen Bahnen verläuft.

Ich bin mir sicher, dass du sehr wohl einen Wert für deinen Expartner hast. Aber wie er es sagt, er weiß nicht wie es weiter geht.
Er vermeidet Kontakt, um seine innere Aufgewühltheit zu beruhigen.
Für sich selbst neu anzufangen. Sich neu zu ordnen.
Es bedeutet nicht, dass du nicht wertvoll bist und er nichts mehr empfindet.

In mir tobte ein ständiger Kampf endlich von ihm gesehen und angenommen zu werden
Und dieser Kampf tobt immer noch. Vermutlich ist das ein geprägter Kampf und eine Erkrankung. Es ist ein Kampf der nicht gekämpft werden müsste. Dein Expartner kann diese innere Leere nicht ausfüllen, denn diese hängt nicht von ihm ab.
 
  • #9
Er möchte kein klärendes Gespräch. Ich denke, ihr habt in eurer Beziehung genug klärende Gespräche gehabt. Lass ihn ihn Ruhe. Wenn er meint, ein Gespräch zu benötigen, wird er sich melden. Reiss keine Wunden auf, es ist gelaufen.
 
  • #10
aber die letzten Jahre und meine Depression haben einen schrecklichen Menschen aus mir gemacht [...]

Wenn Du Dich nun über Jahre Deinem persönlichen Tiefpunkt (in der Selbstwahrnehmung) angenähert hast, was, denkst Du, kannst Du ihm dann momentan wirklich erklären? Ihr scheint beide total ausgebrannt zu sein. Ich würde es jetzt so stehen lassen, auch, wenn es eine Ruine ist. Ihr kennt die Ruine sehr gut – zu gut: eine weitere Gästeführung würde doch sicher keine neuen Erkenntnisse bringen. – Ich habe bisher immer die Erfahrung gemacht, daß Partnerinnen "danach" nicht mehr darüber sprechen wollten; ja, daß sie gar keinen Kontakt mehr wünschten. Ich kann das inzwischen verstehen, denn es ist jeweils ein häßliches Ende gewesen, kein freundliches Auseinandergehen. Dissonante Schlußakkorde können eben die schönste Ballade versauen, da fragt dann erstmal keiner mehr nach den schönen Melodien aus der Mitte des Stücks.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #11
Ich verstehe dich nicht ganz. Brauchst Du seinen Segen um abschließen zu können oder möchtest einen Neuanfang? Muss er dich Verzeihen, damit du loslassen kannst? Ärgerst du dich darüber, dass du im Streit ihm böse Sachen gesagt hast und in Wahrheit wolltest du die Trennung gar nicht? Fragen über Fragen 🤔
 
  • #12
Er wird schon auf dich zukommen, wenn er denkt, dass das richtig ist.
Dass du ihm egal bist denke ich nicht. Aber du bist gerade nicht das, was er will. Und deine Erklärungen sind auch scheinbar nichts, das er grad braucht.
Ich halte von solchen Schönwetter- Prophezeiungen nichts! Warum kann man etwas einfach nicht stehen lassen, mit solchen Aussagen werden lediglich falsche Hoffnungen geweckt und das wühlt FS noch mal ein Stückchen weiter auf, das ist nicht förderlich und somit nicht gut!
 
  • #13
Klingt alles nach sehr viel Drama von Deiner Seite und einer über Jahre unerfreulichen Beziehung. Er hat den Schlussstrich gezogen und wird froh sein, dass er seine Ruhe hat. "Fliehen" ist eindeutig. Ob du dann noch einmal Deine Ausreden darlegen möchtest, würde mich an seiner Stelle nicht weiter interessieren. Seine "Aufarbeitung" ist nicht Dein Problem. Lass ihn in Ruhe, das wäre wohl nur noch Belästigung.
 
  • #14
Ich mochte ihm sagen wie leid mir als das tut und ich ihn nie verletzten wollte.
Ich könnte mir vorstellen, das weiß er. Sonst wäre er gleich weggerannt, nachdem die ersten Konflikte auftraten. Auf den Brief hat er ja auch noch reagiert. Interessant ist hier allerdings, dass er Dich ganz anders wahrgenommen hat, als Du Dich so allgemein siehst. Klar kann es sein, dass man eine Krise hat und deswegen sein Verhalten ändert. Aber das ist man ja auch und nicht irgendein "böses Pendant".
Also wäre ein Schildern, wie lieb und wertschätzend man EIGENTLICH ist, sinnlos und es sieht nur nach Überredenwollen aus. Das nur mal dazu, dass es auch für Dich vielleicht gut ist, jetzt den Kontakt ruhen zu lassen, weil es negativ rüberkommen könnte, was Du alles mitteilst.

M.E. weiß er, dass viel Gefühl zwischen euch war und Du nicht das Monster bist, das Du hier im Eingangspost zeichnest. Sonst wäre er nicht geblieben.
Und ich denke auch, dass ihm derzeit, wo er sich regenerieren muss vom emotionalen Stress zwischen euch, egal sein muss, wie Du damit klarkommst, dass ihr keinen Kontakt habt. Für ihn ist es wichtig und er macht das, was für ihn wichtig ist.

nach so viel Emotionen und einer sehr intensiven Zeit, kann ich nicht verstehen, wieso er uns nicht die Gelegenheit gibt auch gemeinsam das Vergangene aufzuarbeiten
Echt nicht? Das war alles zu viel für ihn, er wird nicht damit fertig, wenn er nicht in Ruhe gelassen wird. Sonst wäre er ja noch da. Akzeptiere den Willen eines geliebten Menschen und versuche nicht, nur Dich durchzusetzen.
Er will und kann mit Dir nichts aufarbeiten, ihr habt doch nun jahrelang versucht, miteinander klarzukommen und es hat nicht geklappt.

Ich denke wenn wir uns verzeihen könnten, macht es einen Neuanfang ohne den anderen doch leichter?
Er muss Dir nicht verzeihen, dass Du nicht passend für ihn warst, weil Du sein darfst, wie Du bist. Entweder einer bleibt oder geht.

Ich habe noch nie einem Mann so etwas verwehrt.
Gut, dann tu es auch jetzt nicht und verwehre ihm nicht, dass er in Ruhe gelassen werden will. Entweder, man respektiert den Willen eines anderen oder man tut es nicht. Da gibt es nicht die Wahlmöglichkeit, WAS Du an Willen vom andern respektierst.

Im Zweifelsfall entscheidet außerdem immer der, der WENIGER mit dem anderen zu tun haben will, was läuft, weil man sich ihm ja nicht aufdrängen kann.

Nie war mir ein Mensch so egal, dass ich ein Gesprächswunsch ignoriert hätte
Das ist nicht, weil Du ihm egal bist. Er kann mE Deine Gegenwart nicht mehr verkraften. Es ist zu intensiv mit Deinen Emotionen und es scheint sich echt auch viel nur um Dich zu drehen, was Du fühlst, erwartest, denkst, Deine Launen, Dein Nichteinlassenkönnen, Deine Probleme.
Vielleicht war es anders, das ist jetzt nur mein Eindruck vom Lesen her.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #15
Ich danke euch für eure Worte. Ihr habt natürlich alle recht und ich weiß ich muss mich zurück ziehen. In meinem Gefühlschaos sehe ich nicht klar, nur dass ich den Karren in den Dreck gefahren habe und nicht gut für ihn war. Das schmerzt einfach.
Aber ihr habt recht. Ich brauche es. Er nicht. Und hier kann ich ihm nur den Respekt für seine Entscheidung zollen, aus Liebe zu ihm ihn gehen lassen.
 
  • #16
Klingt alles nach sehr viel Drama von Deiner Seite und einer über Jahre unerfreulichen Beziehung. Er hat den Schlussstrich gezogen und wird froh sein, dass er seine Ruhe hat. "Fliehen" ist eindeutig. Ob du dann noch einmal Deine Ausreden darlegen möchtest, würde mich an seiner Stelle nicht weiter interessieren. Seine "Aufarbeitung" ist nicht Dein Problem. Lass ihn in Ruhe, das wäre wohl nur noch Belästigung.
Es geht hier nicht um Ausreden! Und ja es gab Dramen aber nicht nur von mir. Wir waren zwei Menschen die ihre Anteile an dem Ende tragen. Was mir aber wichtig ist, für meine Anteile auch die Verantwortung zu übernehmen, weil es meinem Wert entspricht die Dinge so zu handhaben.
 
  • #17
Ich könnte mir vorstellen, das weiß er. Sonst wäre er gleich weggerannt, nachdem die ersten Konflikte auftraten. Auf den Brief hat er ja auch noch reagiert. Interessant ist hier allerdings, dass er Dich ganz anders wahrgenommen hat, als Du Dich so allgemein siehst. Klar kann es sein, dass man eine Krise hat und deswegen sein Verhalten ändert. Aber das ist man ja auch und nicht irgendein "böses Pendant".
Also wäre ein Schildern, wie lieb und wertschätzend man EIGENTLICH ist, sinnlos und es sieht nur nach Überredenwollen aus. Das nur mal dazu, dass es auch für Dich vielleicht gut ist, jetzt den Kontakt ruhen zu lassen, weil es negativ rüberkommen könnte, was Du alles mitteilst.

M.E. weiß er, dass viel Gefühl zwischen euch war und Du nicht das Monster bist, das Du hier im Eingangspost zeichnest. Sonst wäre er nicht geblieben.
Und ich denke auch, dass ihm derzeit, wo er sich regenerieren muss vom emotionalen Stress zwischen euch, egal sein muss, wie Du damit klarkommst, dass ihr keinen Kontakt habt. Für ihn ist es wichtig und er macht das, was für ihn wichtig ist.


Echt nicht? Das war alles zu viel für ihn, er wird nicht damit fertig, wenn er nicht in Ruhe gelassen wird. Sonst wäre er ja noch da. Akzeptiere den Willen eines geliebten Menschen und versuche nicht, nur Dich durchzusetzen.
Er will und kann mit Dir nichts aufarbeiten, ihr habt doch nun jahrelang versucht, miteinander klarzukommen und es hat nicht geklappt.


Er muss Dir nicht verzeihen, dass Du nicht passend für ihn warst, weil Du sein darfst, wie Du bist. Entweder einer bleibt oder geht.


Gut, dann tu es auch jetzt nicht und verwehre ihm nicht, dass er in Ruhe gelassen werden will. Entweder, man respektiert den Willen eines anderen oder man tut es nicht. Da gibt es nicht die Wahlmöglichkeit, WAS Du an Willen vom andern respektierst.

Im Zweifelsfall entscheidet außerdem immer der, der WENIGER mit dem anderen zu tun haben will, was läuft, weil man sich ihm ja nicht aufdrängen kann.


Das ist nicht, weil Du ihm egal bist. Er kann mE Deine Gegenwart nicht mehr verkraften. Es ist zu intensiv mit Deinen Emotionen und es scheint sich echt auch viel nur um Dich zu drehen, was Du fühlst, erwartest, denkst, Deine Launen, Dein Nichteinlassenkönnen, Deine Probleme.
Vielleicht war es anders, das ist jetzt nur mein Eindruck vom Lesen her.
Ja im Moment drehe ich mich tatsächlich viel um mich. Weil ich nicht fassen kann wie es so weit gekommen ist und ich deinen Erwartungen nicht entsprochen habe. Und eben meine Themen so viel zerstört haben. Ich denke aber das ist doch menschlich sich darüber Gedanken zu machen, wie das eigenen Verhalten so etwas verursachen konnte. Ich will eben so nicht sein, deswegen denke ich viel über mich was ich fühle, was ich tue und um das Wieso...
 
  • #18
[...] für meine Anteile auch die Verantwortung zu übernehmen, weil es meinem Wert entspricht die Dinge so zu handhaben.

Sag mal, tut Dir eigentlich weh, daß er weg ist, daß Du auf ihn verzichten mußt, oder daß Du die Beziehung nicht nach Deinen Vorstellungen und auf Deine Art abmoderieren konntest? – Daß Du Deinen Teil der "Verantwortung" übernehmen willst, setzt ihn doch nur unter Druck, nun auch seinen "share" zu bekennen (auch, wenn Du darauf ausdrücklich nicht bestehen solltest). – Du ziehst schon irgendwie als Verliererin vom Platz; er hat die Oberhand, weil er schweigen kann und Dich auflaufen läßt. Verlasse den Schlachtplatz und baue Deine eigenen Reihen wieder auf. Tut mir leid, daß Du traurig bist. Es wird vergehen! Zum Glück ist dieses schreckliche Jahr bald vorbei.
 
  • #19
Ich weiß nicht ich sehe das etwas anders, vielleicht auch weil ich in einer ähnlichen Situation bin. Um eine Trennung zu bewältigen gehört auch das Verstehen dazu, das Zuhören und Mitteilen und das Verabschieden und das sollte man den Expartner aus Respekt für die gemeinsame Zeit nicht verwehren. Natürlich hat das auch seine Grenzen. Mein Ex ist sehr plötzlich aus meinem Leben verschwunden und ich darf ihm noch nicht mal seine Sachen bringen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Er betreibt Selbstschutz - Eigensicherung.
Das ist durchaus kluges Verhalten nach einem solchen Drama.
Werde dir bewusst - es ist nicht so, dass du nichts wert bist für ihn. Eher so, dass du zu viel wert warst.
Ein derartiges Drama würden wohl nur wenige Menschen so lange mitmachen. Gönne ihm die Erholung .....
 
  • #21
Es geht hier nicht um Ausreden! Und ja es gab Dramen aber nicht nur von mir. Wir waren zwei Menschen die ihre Anteile an dem Ende tragen. Was mir aber wichtig ist, für meine Anteile auch die Verantwortung zu übernehmen, weil es meinem Wert entspricht die Dinge so zu handhaben.
Ja, schöner Wert, aber wieso musst du ihm den noch erklären? Er war doch auch dabei in der Beziehung, er weiß doch, was passiert ist. Deswegen musst du doch jetzt nicht kommen, und ihm mitteilen, er sei nicht Schuld usw. Das weiß er doch selbst, zumindest wird auch er in der Lage sein, seine und deine Anteile auszudifferenzieren. Lass ihn in Ruhe, wenn er noch Klärungsbedarf hat, dann wird er sich schon melden, ansonsten wird er wohl das Beziehungselend auch gerne so schnell es geht überwinden und vergessen wollen.
 
  • #22
Liebe Sommerpause,

ich sehe es ähnlich, wie Tom26.
Ich glaube du bedeutest ihm sehr viel und du bist es auch wert! Aber du hast ihn verletzt..er betreibt Selbstschutz!
Kann es sein, dass du eig. aus deiner Angst nicht rauskonntest und es nun zu spät ist?! Hat er nicht alles geklärt bereits?! Nicht er ist das Problem-er betreibt nur Selbstschutz!
Wenn dir jm. wichtig ist, solltest du kämpfen und vor allem dir klar werden, was du willst.
Verantwortung übernehmen heißt auch, für sich und seine Gefühle! Wenn du ihn liebst, zeige ihm das, denn er ist es dir wert!
 
  • #23
Diese Selbstgeisselung könnte Teil der Depression sein.
Du machst dich selbst sehr runter.
Beispiele:
- Ich habe den Erwartungen nicht entsprochen.
- Meine Themen haben so viel zerstört
- Mein Verhalten hat die Trennung verursacht
- Ich will so nicht sein
- Ich habe den Karren in den Dreck gefahren
- Ich war nicht gut für ihn
- Mein Wesen hat sich total verändert / Das bin ich nicht
- Ich bin nichts wert
- Ich bin Schuld
.....usw. usf.

Dein gesamtes Denkmuster ist sehr negativ beladen.
Ein typisches Denkmuster bei einer Depression.
Ich vermute du verlierst die Realität dabei sehr aus den Augen. Denn es ist nicht alles Schwarz oder Weiss. Als Beispiel: Vielleicht hast du nicht ALLEN Erwartungen entsprochen, aber sicherlich einigen.
Auch dieses Verabsolutieren deiner Person ist nicht zielführend.
Dieses "ich bin nichts wert, ich bin nicht liebenswert, ich bin schuld, ich habe alles kaputt gemacht".....(deshalb werde ich nicht geliebt).
Das ist alles viel zu übertrieben und steht in keiner Relation.
Es wird deine Aufgabe sein, das zu sehen.

Denn im Grunde kannst du dich selbst nicht annehmen.
Deshalb hoffst du, dass dich der Partner annehmen kann, damit du dich annehmen kannst. Aber es funktioniert umgekehrt. Denn das zwanghafte Suchen nach der nicht gespürten Liebe, kann erdrückend sein. Vermutlich wurden diese Denkmuster in der Kindheit oder durch ein Trauma verursacht.
Du hast ja geschrieben, dass du vor der Beziehung eine schwere Zeit hattest. Das steht womöglich damit in Zusammenhang. Die Beziehung war mit Ängsten verbunden. Ebenfalls Teil einer Depression.
Man kann das trainieren, die eigenen Gedanken/negative Denkmuster zu erkennen und diese zu relativieren bzw. der Realität angleichen.

Du beantwortest dir deine Frage eigentlich selbst:
Ich weiß er liebt mich hat aber keine Kraft mehr.
Er konnte dir in diesem Denkmuster nicht helfen. Davon nimmt er nun Abstand. Es überfordert ihn.
Schau dir mal diesen Satz an:

Was mir aber wichtig ist, für meine Anteile auch die Verantwortung zu übernehmen, weil es meinem Wert entspricht
Du willst schuldig sein, weil du nichts wert bist. So ist deine eigene Sichtweise auf dich selbst.
Ich kenne Patienten, die nach Beweisen dafür suchen, dass sie nichts wert sind und schuld sind, weil sie es nicht anders kennen von Geburt an. Diese wurden immer runter gemacht. Wenn es anders wäre, fühlt es sich für sie nicht vertraut an. Deshalb der Zwiespalt, dass sie sich nicht angenommen fühlen.

Ich denke aber das ist doch menschlich sich darüber Gedanken zu machen
Ja schon. Aber das kann auch ungesund ablaufen.
Bleib weiter in Therapie. Du bist auf dem richtigen Weg und wirst das schaffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #24
Was mir aber wichtig ist, für meine Anteile auch die Verantwortung zu übernehmen, weil es meinem Wert entspricht die Dinge so zu handhaben.

Schreibe einen Brief, gestehe die Anteile, verbrenne den Brief und übernimm die Verantwortung für Dich. Ganz einfach. Ihm ist es doch völlig egal, ob Du jetzt das Bedürfnis hast, nochmal alles weitschweifend zu erklären. Ich finde das sinnlos, wenn es nicht beide wollen.
Aus meiner Sicht möchtest Du nur nochmal ausführlich Deine Sicht der Dinge schildern, um Dich besser zu fühlen.

Ich hatte das in der Eheberatung am Ende meiner Ehe. Meine Ex hat nicht zugehört, was die Therapeutin sagte, sie hat auch meine Sicht nicht interessiert, sie wollte nur nochmal ihre Sicht ohne jede Änderung und Diskussion schildern. Die Therapeutin hat nur den Kopf geschüttelt.

Um eine Trennung zu bewältigen gehört auch das Verstehen dazu, das Zuhören und Mitteilen und das Verabschieden und das sollte man den Expartner aus Respekt für die gemeinsame Zeit nicht verwehren.

Bei dem beschriebenen jahrelangen Drama halte ich weitere Erklärungen für überflüssig. Du hast schon recht, man kann so ein Gespräch führen, aber ich vermute, die beiden haben schon so oft Gespräche ohne Wirkung geführt, dass er darauf wenig Wert legt.
 
  • #25
Ich würde - zusammen mit Deinem Therapeuten/ Deiner Therapeutin - einen Brief verfassen! Am besten handschriftlich! Lass diesen einige Tage liegen, Überarbeite ihn ein paar mal neu. Und dann: Schicke ihn erstmal AN DICH ab.

Du wirst hierdurch ganz neue Einblicke erhalten! Probier es aus!

Bist Du noch nicht mit dem Inhalt zu 100 Prozent einverstanden, überarbeite ihn erneut... Bis er fertig ist und Du nichts mehr hinzuzufügen hast. Das kann einige Wochen dauern!

Erst DANACH schickst Du den Brief an IHN ab! Und bis dahin wird auch er sich etwas beruhigt haben. Männer brauchen meist länger, um zu verarbeiten. Und Du siehst ja, wie lange dies schon BEI DIR selbst dauert!
 
  • #26
Diese Selbstgeisselung könnte Teil der Depression sein.
Du machst dich selbst sehr runter.
Beispiele:
- Ich habe den Erwartungen nicht entsprochen.
- Meine Themen haben so viel zerstört
- Mein Verhalten hat die Trennung verursacht
- Ich will so nicht sein
- Ich habe den Karren in den Dreck gefahren
- Ich war nicht gut für ihn
- Mein Wesen hat sich total verändert / Das bin ich nicht
- Ich bin nichts wert
- Ich bin Schuld
.....usw. usf.

Dein gesamtes Denkmuster ist sehr negativ beladen.
Ein typisches Denkmuster bei einer Depression.
Ich vermute du verlierst die Realität dabei sehr aus den Augen. Denn es ist nicht alles Schwarz oder Weiss. Als Beispiel: Vielleicht hast du nicht ALLEN Erwartungen entsprochen, aber sicherlich einigen.
Auch dieses Verabsolutieren deiner Person ist nicht zielführend.
Dieses "ich bin nichts wert, ich bin nicht liebenswert, ich bin schuld, ich habe alles kaputt gemacht".....(deshalb werde ich nicht geliebt).
Das ist alles viel zu übertrieben und steht in keiner Relation.
Es wird deine Aufgabe sein, das zu sehen.

Denn im Grunde kannst du dich selbst nicht annehmen.
Deshalb hoffst du, dass dich der Partner annehmen kann, damit du dich annehmen kannst. Aber es funktioniert umgekehrt. Denn das zwanghafte Suchen nach der nicht gespürten Liebe, kann erdrückend sein. Vermutlich wurden diese Denkmuster in der Kindheit oder durch ein Trauma verursacht.
Du hast ja geschrieben, dass du vor der Beziehung eine schwere Zeit hattest. Das steht womöglich damit in Zusammenhang. Die Beziehung war mit Ängsten verbunden. Ebenfalls Teil einer Depression.
Man kann das trainieren, die eigenen Gedanken/negative Denkmuster zu erkennen und diese zu relativieren bzw. der Realität angleichen.

Du beantwortest dir deine Frage eigentlich selbst:

Er konnte dir in diesem Denkmuster nicht helfen. Davon nimmt er nun Abstand. Es überfordert ihn.
Schau dir mal diesen Satz an:


Du willst schuldig sein, weil du nichts wert bist. So ist deine eigene Sichtweise auf dich selbst.
Ich kenne Patienten, die nach Beweisen dafür suchen, dass sie nichts wert sind und schuld sind, weil sie es nicht anders kennen von Geburt an. Diese wurden immer runter gemacht. Wenn es anders wäre, fühlt es sich für sie nicht vertraut an. Deshalb der Zwiespalt, dass sie sich nicht angenommen fühlen.


Ja schon. Aber das kann auch ungesund ablaufen.
Bleib weiter in Therapie. Du bist auf dem richtigen Weg und wirst das schaffen.
Danke für deine Worte und du hast recht. Ich versuche immer die Schuld bei mir zu suchen und bei einem kurzem Aufbäumen verbiete ich es mir regelrecht mich nicht schuldig zu fühlen... als das zeigt auch in welchem Abhängigkeitsverhältnis ich stehe und ich da erst wieder raus muss. Ich brauche klare Gedanken und darf ihn damit nicht belästigen. Er hat damit nichts zu tun wurde aber zu einem Kollateralschaden... und wieder denke ich nur „ oh Gott was hab ich ihm bloß angetan...
 
  • #27
Liebe Sommerpause,

ich sehe es ähnlich, wie Tom26.
Ich glaube du bedeutest ihm sehr viel und du bist es auch wert! Aber du hast ihn verletzt..er betreibt Selbstschutz!
Kann es sein, dass du eig. aus deiner Angst nicht rauskonntest und es nun zu spät ist?! Hat er nicht alles geklärt bereits?! Nicht er ist das Problem-er betreibt nur Selbstschutz!
Wenn dir jm. wichtig ist, solltest du kämpfen und vor allem dir klar werden, was du willst.
Verantwortung übernehmen heißt auch, für sich und seine Gefühle! Wenn du ihn liebst, zeige ihm das, denn er ist es dir wert!
Ich will ihn. Wollte ich immer, aber das wird nicht passieren... ergo muss ich mich heilen und hoffen, dass er gut von Freunden aufgefangen wird... ich darf nicht weiter so egoistisch sein und hoffen, dass er meine Heilung ist durch seine Absolution... das ist nicht richtig! Mein Schmerz soll weg aber ihm dadurch Schmerzen zufügen indem er sich mit mir konfrontiert? Nein, das geht nicht
 
  • #28
Hi,
das klingt alles sehr dramatisch und traurig.
Ich vermute, das ist auch die trübe Jahreszeit, der Lockdown.. Vielen mit melancholischer Neigung geht es gerade nicht gut, und ich weiss gar nicht, ob Dein Hauptproblem die gescheiterte Beziehung ist..
Eher Deine Denkmuster, Deine Grübelei, Deine permanente Analyse..
Geh doch mal raus in den Wald laufen. Das macht den Kopf frei. Und wenn es wieder geht, mach Sport, geh unter Leute, tu Dir Gutes...
Du klingst, als würdest Du im eigenen Saft schmoren.

Was Deinen Ex angeht, so mach es doch nicht so kompliziert. Schreib ihm vielleicht noch eine (!) Nachricht, dass Du Dich freuen würdest, wenn er Lust hat zu reden, wenn es bei ihm wieder geht (!). Der Ball liegt dann in seinem Spielfeld.
Man hat nicht immer alles in der Hand.
Und auch ich habe schmerzhaft lernen müssen und tue es manchmal immer noch, dass man nicht mit jedem alles klären kann und muss.
Du erkennst Deine Anteile. Gut!
Er wird auch Fehler gemacht haben.

Lehn Dich zurück und lasse los.
Wenn es ihm geht wie Dir, wird er sich melden.
Wenn nicht, soll es nicht sein.
Meine Verantwortung. Seine Verantwortung. Gottes Verantwortung.

Gerade depressive gehen in die Überverantwortung. Hier kannst Du üben...
Und sei bisschen netter zu Dir selbst!
Du hast es so gut gemacht wie Du konntest...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #29
Hallo Sommerpause,


also, meine Sichtweise ist, dass das unglaublich ungesund klingt, was Du da beschreibst... sowohl die vormalige Beziehung, Deine Persönlichkeit als auch die des Ex-Partners. Aber immerhin hast Du das wohl auch erkannt und machst eine Therapie, das finde ich gut und es scheint mir unabdingbar. Du bist also durchaus in der Lage zu reflektieren und an Dir zu arbeiten, das ist sehr gut.

Aus dem Verhalten des Ex schließe ich, dass er die gleichen Fähigkeiten besitzt und diese nun einsetzt. Das finde ich auch gut.

In meinen Augen ist sein Verhalten das, was der Situation am meisten angemessen ist und ich finde, er macht alles richtig, auch wenn Dich das verletzt. Er hat endgültig die Reißleine gezogen, bevor Ihr beide endgültig seelisch vernichtet am Boden liegt.

Mir fällt zwar jetzt aus meinem Umfeld keine annähernd vergleichbare Situation ein, aber ich denke, bei Euch geht nur der absolute Cut. Das Letzte, was Ihr tun solltet, ist meiner Meinung nach küchenpsychologisch irgendwas "gemeinsam" versuchen "aufzuarbeiten"... um Himmels Willen laß' das bloß sein! Ihr habt beide ein eigenes, riesengroßes Päckchen zu tragen, jeder von Euch für sich selbst. Konzentriere Dich auf Deine EIGENE Therapie, damit hast Du genug zu tun, denke ich mal.

Du kannst ihm ja einen Brief schreiben und Dich für Dein Verhalten entschuldigen, wenn das ehrlich und aufrichtig gemeint ist, wenn Du es schaffst, die Zeilen ohne Drama und ohne eine Erwartung an ihn zu verfassen, und ihm alles Gute wünschen, wenn Dir das so am Herzen liegt. Das finde ich nicht grundsätzlich verkehrt. Aber ich denke, um überhaupt mal etwas Ruhe in Euer Leben einkehren zu lassen, kannst Du das auch noch in einem halben Jahr oder einem Jahr machen.... falls es Dir dann überhaupt noch ein Bedürfnis ist.
 
  • #30
Ich denke aber das ist doch menschlich sich darüber Gedanken zu machen, wie das eigenen Verhalten so etwas verursachen konnte. Ich will eben so nicht sein, deswegen denke ich viel über mich was ich fühle, was ich tue und um das Wieso...
Finde ich auch gut. Aber das hat mit ihm an sich wenig zu tun und schon gar nicht damit, die Beziehung wieder aufzunehmen, um was gemeinsam zu verarbeiten.

Mach es für Dich. Es ist traurig, aber leider ist er nicht Teil des Prozesses mit schönem Abschluss. Vielleicht bist Du ewig allein nach der Erkenntnis. Trotzdem ist es richtig, sich damit zu befassen.
 
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