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  • #31
Ich bin jemand, der Sex vor allem in einer Beziehung sieht und auch erleben will. Dennoch hatte ich einen ONS mit einem Bekannten (selbstverständlich mit Kondom) - es war geil! Ein für mich sehr befreiendes und entspannendes Erlebnis. Mit jemand Wildfremdem könnte ich mir das kaum vorstellen.

Junge Frau
 
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  • #32
Ich hatte zwei ONS. Ich hätte mir das sparen können. Ich bin nicht einmal gekommen. Der Mann mit dem ich was erleben will, muss mich erst mal kennen lernen wie und was ich mag.
Deshalb kann ich sagen NIE wieder.
 
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  • #33
Meine Güte, sind hier im Forum alle brav! Dann waren wohl die Männer, mit denen ich ONS hatte, genau die Wenigen, die das mögen. Hatte ich da aber Glück, dass ich denen begegnet bin:)

Aber jetzt mal ohne Spaß:
Ich glaube, dass Menschen mit eher starkem Sexualtrieb (ohne deshalb "notgeil" zu sein, wie Frederika es unterstellt) auch mehr Freude an ONS haben als Menschen, deren Sexualtrieb nicht so stark ausgeprägt ist.

Das sind individuelle und naturgegebene Unterschiede, und es hat keinen Sinnn, darüber zu streiten bzw. die Menschan dafür anzuprangern oder abzuwerten.

Ich hatte einige sehr beglückende ONS (nur einer war eine Enttäuschung), und ich hatte trotzdem(!) längere psychisch und physisch erfüllende Beziehungen. Sex mit einem Partner den man richtig liebt, ist ewas völlig anderes als ein ONS, aber beides ist gut.

Der hygienische Aspekt ist mit Kondomen zu lösen, wer trotzdem noch panische Angst vor Infektionen hat dürfte auch mit einem Dauerpartner keinen Sex haben, denn auch da hat man keinen absoluten Schutz vor Ansteckung. Da hilft dann nur Enthaltsamkeit.

Karola,53
 
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  • #34
Karola ich könnte das anders formulieren.
Nämlich so, dass die Menschen die ONS machen, nicht anspruchsvoll sind ;)
 
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  • #35
@33

Oder umgekehrt formuliert: diese Menschen sind so anspruchsvoll, dass sie nicht in einer unbefriedigenden Beziehung bleiben, sondern sich lieber ab und zu mal einen sehr befriedigenden ONS mit einem sehr niveauvollen Partner "gönnen".

Aber wie schon gesagt: das ist Temperamentssache, und jeder soll das machen was für ihn gut ist und die anderen für ihr Anderssein nicht (aus Neid? :)) herabsetzen.

Karola,53
 
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  • #36
@Karola
Neid ist es bestimmt nicht in meinem Fall. Jeden Abend könnte ich ONS haben wenn ich wollte.
Ich will nicht. So sieht das aus.
 
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  • #37
@32 Mein Sexualtrieb ist sehr stark - in einer intakten Beziehung. Mit Halbheiten gebe ich mich nicht ab. Meine Hand ist mir da lieber.
w31
 
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  • #38
@36

Ja, ist doch vollkommen okay, jeder soll das tun, was für ihn selbst das beste ist und was ihm selbst gut tut. Und sich mit den Menschen umgeben, die die gleichen Ansichten haben.

Ich würde mir nur wünschen, dass man der Meinung anderer gegenüber TOLERANT ist, das heißt, man kann selbstverständlich andere Ansichten haben, sollte sich aber davor hüten, die Meinung der Anderen zu WERTEN! Sowohl im echten Leben als auch hier im Forum.

Karola,53
 
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  • #39
Karola, bisher fand ich deine Beiträge meist gar nicht so schlecht. Aber verstehe ich Dich richtig, dass Du hier ONS propagierst, für den, der es mag?
Wenn ja, bin ich wirklich enttäuscht. Enttäuscht darüber, dass Du diese Meinung hier auf dieser Plattform äusserst. Denn meiner Meinung nach leistest Du damit den Ansichten derjenigen Männern Vorschub, die meinen, sich hier genauso wie bei [Sexkontaktseiten im Internet] o. ä. sexuell bedienen zu können (auf diesen o. g. Plattformen geht es von Anfang an nur um Sex, nicht um Beziehung.)
Und du schürst indirekt damit den hier vielgescholtenen Geschlechterkampf wenn es wieder heißt: "Sind alle Männer unehrlich und wollen nur Sex, nicht Beziehung? Nein, ich als Mann hatte auch schon solche Frauen." Dir würde ich dasselbe mit auf den Weg geben, das ich auch Männern in so einem Fall sagen würde: "Warum bist Du dann hier? Geh auf eine andere Plattform, da ist von Anfang an klar, worum es gehen soll. Das ist ehrlich."
 
  • #40
@#38 Hier propagiert überhaupt niemand ONS - das geht in keinster Weise aus irgendeinem Beitrag hervor. Und selbst wenn es so wäre, so wäre es auch ok und nicht verdammenswert. Ist aber wie gesagt überhaupt nicht der Fall.

Im Übrigen gibt es viel mehr Varianten als nur Befürworter und Gegner von ONS, wie hier in einem Beitrag behauptet wurde. Das Leben ist nicht nur schwarz-weiß......
 
  • #41
@#39: Doch, dcten, das kann man schon propagieren nennen, wenn ONS, die aus vielen Gründen inakzeptabel sind, hier in ein Licht gerückt werden, dass sie zu einem ganz normalen Vorgang werden lässt.

Ich aber sage: Wer Sex völlig befreit von Intimität und Liebe sehen kann, für wen ONS einfach nur eine von vielen Arten der Freizeitbeschäftigung sind, der ist innerlich verroht und wird partnerschaftlichen Sex nie mehr so empfinden können wie jemand, für den eine derartige Offenbarung der Intimsphäre etwas besonders ist.

Abgesehen davon ist EP eine Plattform zur PARTNERSUCHE, nicht aber zur Anbahnung von Sexualkontakten. EP steht für Niveau.
 
  • #42
@ Frederika

Erst schreibst du, an ONS ist nichts verwerfliches, jetzt ziehst du wieder in abwertender Form drüber her ... 'unterste Schublade'.

Deine Sichtweise ist auf extremste Weise ideologisch geprägt und versucht permanent, mit provokanten Begriffen andere Menschen abzuwerten. Das trifft praktisch auf jeden deiner Sätze in deinem Beitrag Nr. 40 zu.
 
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  • #43
@38
Da hast du meine Beiträge zu ONS nicht richtig gelesen.

1. Ich propagiere NICHT ONS, sondern ich propagiere TOLERANZ gegenüber der Meinung Anderer anstatt Moralisiererei.

2. Ich finde es natürlich viel schöner, einen festen Partner zu haben, den ich liebe und mit dem ich daher rundum befriedigenden Sex haben kann. Dem bin ich dann auch absolut treu. Aber wenn ich in einer "partnerlosen" Phase einen tollen Mann kennenlerne, beispielsweise im Urlaub, warum soll ich mit dem keinen Sex haben, auch wenn ich weiß, dass daraus voraussichtlich keine Beziehung werden wird?

3. Nochmal: es ist KEINE Frage des Charakters oder der Moral, sondern es ist eine Frage des Temperaments, der Hormone, der Erziehung, ob man ONS mag oder nicht.

4. Unehrlich wäre es, einem Partner vorzuspielen, man wäre an einer Beziehung interessiert, wenn man doch "nur" eine Affäre will. Sofern man aber offen dazu steht, dass man sich eine Beziehung mit diesem Menschen nicht vorstellen kann sondern nur Sex möchte, ist das völlig in Ordnung.

5. Wenn man sich AUCH einen ONS vorstellen kann, aber EIGENTLICH einen Partner fürs Leben sucht (wie ich) ist man in Flirtbörsen natürlich nicht an der richtigen Adresse. Wie #39 schreibt, das ist Schwarzweiß-Malerei, wenn du so etwas unterstellst.

Karola,53
 
  • #44
@#41: Ich vertrete die Meinung, jeder soll machen, was er will. Ich muss das aber doch wohl nicht gut finden, oder?

@#42: Karola, so, so, ONS sind keine Frage der Moral? DEINER Moral wohl nicht, meiner schon. ONS haben definitiv nichts mit Temperament und Hormonen zu tun, denn sehr viele Menschen, die ONS ablehnen sind ebenfalls temperamentvoll oder hätten durchaus Lust. Recht gebe ich Dir, es hat mit Erziehung zu tun, etwas das ich WERTE und ANSTAND nenne, überdies hat die Vermeidung mit GESUNDHEIT zu tun. Du wirst selbst wissen, dass Kondome eben nicht alle Krankheiten sicher verhüten, dass unter promisken Personen die Inzidenz von einschlägigen Krankheiten erheblich erhöht ist und die CHANCEN auf Infektion sich beträchtlich steigern.
 
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  • #45
@43
Ja, völlig okay, jeder lebt nach seiner Moral, aber niemand (außer sehr klugen Philosophen) soll bitte sich anmaßen, die Moral des andern zu bewerten.

Und wenn ein Mensch mit einer freien, unverkrampften Einstellung zur Sexualität erzogen worden ist, dann unterscheidet er sich eben in seinem Verhalten von Menschen, die bezüglich der Sexualität verklemmt erzogen wurden.

Wichtig ist doch NUR, dass man den anderen leben lässt wie er will ohne zu versuchen, ihm die eigenen Moralvorstellungen aufzudrücken.

Karola,53
 
  • #46
@#44: OK, dann sind wir uns einig. Wie bereits oben von mir gesagt: Jeder soll es halten, wie er will. Ich gönne das jedem -- nur bitte unter sich. Ich möchte nicht an einen ONS-Liebhaber geraten. Zum letzten Satz: Sicher, ich würde niemals jemanden davon abhalten, so zu leben, wie er will. Ich würde aber Stellung beziehen, wenn ich dieses Leben für falsch hielte.

Ohne hier allzu sehr ins philosophische abdriften zu wollen, hat Moral nur dann einen wirklich Wert, wenn sie für Gruppen halbwegs einheitlich ist. Wenn jeder nur noch seine persönliche Moral hat, dann verdient sie den Namen nicht mehr. Denn fast jeder findet das richtig, was er macht. Das ist einfach nicht der Maßstab, den Moral zu erfüllen hat. Ich räume aber ein, dass verordnete Moral auch nicht das Wahre ist. Ist halt ein schwieriges Thema. Sicher ist aber, dass Werte und Moralvorstellungen eine Gesellschaft zusammenhalten und das Zusammenleben friedlicher und konstruktiver werden lassen. Moral schafft Sicherheit und Orientierung.

Drittens halte ich es aber für grundfalsch, einen Zusammenhang zu konstruieren zwischen "unverkrampfter Sexualerziehung" und "Hang zur Promiskuität oder ONS". Dieser Ansatz ist unhaltbar. Ganz im Gegenteil sehe ich dazwischen keinerlei Korrelation, weder so noch so. Ich halte mich persönlich zum Beispiel bezüglich Nackheit, Prüderie, Aufklärung, Offenheit, Experimentierfreude für sehr modern. Ich bin überhaupt nicht prüde und spreche sehr offen und sauber über sexuelle Dinge. Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass man Intimität, Liebe und Sex voneinander trennt.
 
  • #47
Bei mir lief das meist so. Die Frau hatt mich schon längere Zeit beobachtet. Ich habe nichts gemerkt bis sie schließlich ganz offen zu mir sagte, sie wollte mit mir schlafen. Einmal wurden aus der einen Nacht 22 Jahre.
 
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  • #48
Bestenfalls vom Hörensagen-Wahrheitsgehalt gering. Es hat sicher schon manche Beziehung wenig anspruchsvoll auf dem Rücksitz eines Opel Ascona begonnen, aber das mit dem ONS ist wohl eins von vielen Märchen, die sich Hollywood aus den Fingern gesogen hat, wenn Alphatiere abhängige Damen mehr, oder weniger freiwillig auf die Besetzungscouch bitten-was letztlich Formen von Prostitutionen sind. Nicht jede Begegnung zwischen Mann und Frau muss in "schlimmer und ewig" ausarten, aber meist will mans doch ganz auskosten und die Sache zu einem wie auch immer gearteten Höhepunkt bringen. Heutzutage wird das Thema wohl hauptsächlich von manipulativen Showhypnotiseuren, sogenannten PUAs, beackert. Das sind so eine Art Heiratsschwindler, die halt nur auf den Stich mit der "perfect ten" aus sind und eine weitere Kerbe in ihren Bettpfosten machen wollen. Geht wohl gerade durch die Presse. Fürchten müssen sich davor wohl nur unvorsichtige Oberprimanerinnen. Den Älteren müssten diese Tricks eigentlich auffallen.
 
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Gast

  • #49
Wer schlau ist, lässt es.
Wie wir wissen, sind Abiturient(inn)en die Pseudo-Schlauesten. Nicht nur in dieser Hinsicht.
Klar, es gibt eine Gruppe, die schlicht ihren gerade akuten Emotionen (vulgo Trieben) folgt. Na und? Kaninchen machen das kaum anders, allenfalls in der Ausführung ("Technik") etwas weniger elaboriert. Hoffe ich wenigstens für diejenigen, die ONS "leben"...
 
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Gast

  • #50
Ja, einmal auf ner Hochzeit, allerdings kannte ich den Mann schon als Kind (er ist der Bruder meiner Freundin, auf deren Hochzeit es auch passierte), wir hatten uns allerdings viele Jahre nicht mehr gesehen und ich erkannte ihn erst gar nicht.
Ich weiß nicht, ob das dann als ONS zählt.
 
G

Gast

  • #51
Ich hatte bis jetzt einen ONS. Es war richtig toll. Ein sehr gutaussehender Mann, der auch ansonsten viel drauf hatte. Er war sehr höflich und lustig, und wir verblieben so, dass wir uns in zwei, drei Wochen wieder beieinander melden, falls wir "Lust" haben. Das hat sich dann nicht ergeben. Mir hat es aber trotzdem sehr gut gefallen und mir geholfen, mich wieder besser zu fühlen, und auch selbstbewusster. Denn ich ziehe aus gutem Sex Selbstbewusstsein, Bestätigung, gutes Gefühl. Warum auch nicht? Nichts war besser als das. Leider ergibt sich nicht immer die Möglichkeit, und wenn es einem richtig mies geht, hat man auch keine Kraft, jemanden gutes dafür zu finden. Dafür braucht man schon eine gewisse positive Grundstimmung. Am besten ist es, man hat jemanden, der auf Abruf bereit steht.

Ansonsten ist es für mich kein großer Unterschied, jemanden für Sex oder für "mehr" kennenzulernen. Der Mann braucht für beides Sex-Appeal. Wenn man jemanden findet, der einem gefällt, und es beruht auf Gegenseitigkeit, ist das für mich immer ein Grund zur Freude, egal, was genau daraus wird, eine kurze oder längere oder sehr lange Bekanntschaft.
 
M

Mooseba

  • #52
Ich konnte dafür nie eine Frau gewinnen und bei den wenigen, die mit mir wollten, habe ich kalte Füße bekommen vor lauter Versagensangst. Somit versagt.

(m, 31)
 
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  • #53
Ich hatte auch noch keinen und kann es mir auch nicht wirklich vorstellen. Aber wenn, dann in der Form, dass man sich vorher gut kennt und auch danach nicht getrennter Wege geht, sondern weiterhin gut befreundet bleibt und sich auch trifft.

Aber es gibt ja zB so eine Werbung, wo die beiden sich über ein Erotik-Portal kennenlernen, Sex haben, er am Morgen abhaut und sie ihn beim falschen Namen nennt. Das finde ich so furchtbar! Aber es scheint für einen bestimmten Personenkreis sehr ansprechend zu sein, weil sie ja ansonsten keine Werbung dieser Art machen würden.


w26
 
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Gast

  • #54
ONS nein danke. Es bleibt immer ein schaler Nachgeschmack und die Gefahr gesundheitlicher Folgen oder Schwangerschaft sind auch nicht ohne. Ich (m47) mag es aber jedem (m oder w) gönnen, der es macht. Nur man stumpft dabei emotional ab oder ist es bereits. Für mich ist Sex etwas sehr schönes, aber nur mit einer Frau, die ich wirklich liebe. Bei einem ONS würde ich dieses Gefühl der Verbundenheit, der emotionalen Nähe beim Sex vermissen. Spätestens am Tag danach kommt dann eine Leere auf und man merkt, es war nur eine Ersatzbefriedigung der Sehnsüchte. Das geht sowohl Frauen als auch Männern in meinem Freundeskreis so. Lieber selbst Hand anlegen, wenn das Bedürfnis da ist.
 
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  • #55
Spätestens am Tag danach kommt dann eine Leere auf und man merkt, es war nur eine Ersatzbefriedigung der Sehnsüchte. Das geht sowohl Frauen als auch Männern in meinem Freundeskreis so. Lieber selbst Hand anlegen, wenn das Bedürfnis da ist.
Und was ist selbst Hand anlegen dann, keine Ersatzbefriedigung? Sondern eine Erfüllung ausnahmslos aller Sehnsüchte? Für mich ist weder das eine noch das andere Ersatzbefriedigung, sondern ganz einfach Befriedigung. Wenn man natürlich nach einem ONS erwartet, im 7. Himmel zu schweben, dann muss Leere kommen. Wenn man es als das sieht, was es ist, nämlich Befriedigung, dann keinesfalls. Abstumpfen tut man dadurch nicht. Es gibt so viele Sensibelchen, die schon ONS hatten, ich weiß wirklich nicht, wo diese Theorie herkommt. Woran soll sich das Abstumpfen denn festmachen?

Zitat von Mooseba:
Ich konnte dafür nie eine Frau gewinnen und bei den wenigen, die mit mir wollten, habe ich kalte Füße bekommen vor lauter Versagensangst. Somit versagt.
Was heißt versagt, das muss ja auch nicht klappen. Dann eben langsames Kennenlernen. ONS sind ja kein Muss, sondern nur eine Spielart oder Möglichkeit. Ich finde es gut, dass du ohne Groll gegen die zu hegen, die es praktizieren, sagen kannst, dass es bei dir nicht funktionierte.
 
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  • #56
Woran soll sich das Abstumpfen denn festmachen?
1. Das Besondere an einer intimen körperlichen Vereinigung mit einem anderen Menschen geht verloren.
2. Physiologisch wird Oxytozin ausgeschüttet, welches eine wichtige Funktion beim Entstehen von Bindungen ausübt. Es tritt Gewöhnung ein und damit eine Abstumpfung (genau!) gegen die Wirkung von Oxytozin.
3. Die Ansprüche an Sex ("Performance im Bett") steigen - zulasten anderer Faktoren, die für das dauerhafte Gelingen einer Liebesbeziehung mit Sicherheit nicht weniger ausschlaggebend sind.
4. Sex wird zunehmend selbstbezogener - "egoistischer" gelebt. Der eigene Orgasmus gewinnt Zug um Zug an Stellenwert verglichen mit der Befriedigung der Partnerin / des Partners.
5. Die oder der Andere ("Partner") wird im Ergebnis vom Subjekt zum Objekt. (Am deutlichsten ist das zu besichtigen, wenn der nächste Schritt gegangen wird, hin zu Partnertausch, Dreiern, Gruppensex usw.)...

Dazu passt, dass promiske Menschen
1. (in den meisten vorliegenden wissenschaftlichen Studien zum Thema werden ONS und Seitensprünge bezeichnenderweise oft zusammenfasst) häufiger an Depressionen leiden,
2. in Partnerschaften weniger glücklich sind,
3. ein erheblich gesteigertes Risiko des Scheitern von Ehen aufweisen.

Man kann sich das in Analogie so vorstellen: Oxytozin wirkt ähnlich wie der Klebstoff auf einem Tesafilm. Wie oft kann man den abziehen und wieder ankleben, bis er nicht mehr hält? Genau so verhält es sich mit Sex, er verliert seine Funktion als Mittel der Paarbindung - und muss dann durch andere Bindungsmittel ersetzt werden. Nun sagen aber gerade viele der Protagonisten von Casual Sex, Sex sei so wichtig... schon früh beim Kennenlernen ... usw. -

Hier zeigt sich nur einer von vielen Widersprüchen.

Im Übrigen bitte ich zu beachten, dass ich hier ausschliesslich von den Konsequenzen her argumentiere. Keine prinzipienbasierte Moral mithin, die ich hier argumentativ vertrete.

Im Sinne der Eingangsfrage: meine heutige Sicht der Dinge basiert auf eigener Erfahrung. Ich hatte in meinen 20ern sehr wohl ein paar ONS. (Aus heutiger Sicht schlicht Dummheiten, was nicht impliziert, sie hätten - körperlich - keinen Spaß gemacht. Nachhaltig waren sie nicht, und das schale Gefühl am nächsten Tag hat bei objektiver Betrachtung selbst die "Spaßbilanz" getrübt.) Danach nicht wieder.

M50
 
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  • #57
1. Das Besondere an einer intimen körperlichen Vereinigung mit einem anderen Menschen geht verloren. ...
Zu 1: Das Besondere hängt davon ab, mit welchem Menschen es läuft.
zu 2: Eine Gewöhnung tritt auch ein, wenn man mit ein und demselben Menschen mehrmals Sex hat. Dies trifft auch auf die Oxytozinausschüttung zu. Damit kenne ich mich selbst aus, aber danke für die Erklärung.
zu 3: Die Ansprüche steigen, sobald man mit EINEM einzigen Menschen sehr guten Sex hatte. Das hängt nicht von der Anzahl ab. Das wäre jeder Logik widersprechend, dass man nach mehrmals schlechtem Sex bspw. höhere Ansprüche hätte. Außerdem ist an Asprüchen nichts schlechtes. Im Gegenteil. Sexuelle Anspruchslosigkeit finde ich schrecklich.
zu 4: Blödsinn. Natürlich ist Sex egoistisch, aber egoistisch befriedigt es einen auch, dem anderen zuzusehen.
zu 5: Es ist völlig in Ordnung, wenn der andere auch mal Objekt ist. Den Zusammenhang zu Abstumpfung sehe ich aber nicht. Im Gegenteil, man braucht "Antennen" und den Willen, sich auf Spielereien einzulassen. So sieht nun mal leidenschaftlicher Sex aus.

Nun, du kannst deine Meinung haben. Aber diese ständig zitierten Studien hier sind manchmal zum Schreien, sorry. Es gibt fast zu jeder These eine Studie, die diese belegt und woanders einen Gegenbeleg. Man müsste schon tiefer in die Materie einsteigen, um darüber zu diskutieren, dass ist in diesem Rahmen nicht möglich. Seriöse Studien belegen nicht einfach global einen Zusammenhang zwischen ONS und Abstumpfung, sondern betrachten Details.

Auch deine eigenen Erfahrungen können nicht einfach verallgemeinert werden. Aber gut, bleibe du dabei. Für mich persönlich wirken gerade Menschen, die verallgemeinern, abgestumpft. Wohingegen ich unter freiheitlich gesinnten, die sich auf den einzelnen Menschen einlassen, viele sensible Wesen kenne. Das ist meine Wahrnehmung. Und Sex mit Erfahreneren finde ich wesentlich einfühlsamer. Auch unser Verständnis von Egoismus unterscheidet sich. Unerfahrene, unsichere Männer sind häufig selbst egoistisch, nur nicht im herkömmlichen Sinne.

Vielleicht liegt es auch einfach am Alter. Ein 50 jähriger muss mich nicht verstehen. Das ist eine andere Welt. :) Aber junge Leute sammeln ihre eigenen Erfahrungen und brauchen keine Belehrungen. Solange das respektiert wird, ist ja alles gut.
 
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  • #58
Für mich ist Sex nur ein Aspekt unter vielen, die ich mit einer Frau teilen will. Manche trifft man häufig, andere sind ausgesprochen selten, und die notwendige Übereinstimmung herauszufinden (die ich brauche, um überhaupt an Sex zu denken) dauert einige Zeit. An ONS habe ich deshalb kein Interesse und hatte auch noch keinen. Meine Intimkontakte liefen stets über mehrere Jahre, im kürzesten Fall eineinhalb. Natürlich nicht am Stück ;-)
 
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  • #59
Nun, du kannst deine Meinung haben. Aber diese ständig zitierten Studien hier sind manchmal zum Schreien, sorry.

Auch deine eigenen Erfahrungen können nicht einfach verallgemeinert werden. Aber gut, bleibe du dabei. Für mich persönlich wirken gerade Menschen, die verallgemeinern, abgestumpft. Wohingegen ich unter freiheitlich gesinnten, die sich auf den einzelnen Menschen einlassen, viele sensible Wesen kenne.

Auch unser Verständnis von Egoismus unterscheidet sich. Unerfahrene, unsichere Männer sind häufig selbst egoistisch, nur nicht im herkömmlichen Sinne.

Vielleicht liegt es auch einfach am Alter. Ein 50 jähriger muss mich nicht verstehen. Das ist eine andere Welt. :) Aber junge Leute sammeln ihre eigenen Erfahrungen und brauchen keine Belehrungen.
Warum so aggressiv? Warum solche Insinuationen ("freiheitlich gesinnte Menschen" als Gegensatz zu wem oder was? "unerfahrene, unsichere Männer"? "Ein 50jähriger ... ist eine andere Welt"?)? Warum die eigene Meinung (denn nichts anderes lese ich hier) verallgemeinern, da sie doch ganz offensichtlich nicht allgemein geteilt wird? (Und dem anders Denkenden zugleich "Verallgemeinerung" vorwerfen?)

Sorry, dass ich hier ein Muster erkenne. Nicht selten sind gerade die, die für sich selbst Toleranz und Aufgeklärtheit reklamieren, diejenigen, die anders Denkende der Intoleranz und Rückständigkeit bezichtigen.

(Da ich mich kenne - und meine Partnerin mich auch :) - trifft mich persönlich das nicht - mir geht es hier um das wiederkehrende "Muster" mit [Tot-]Schlagworten wie "unsicher" oder "unerfahren". Und selbstverständlich dürfen Sie Ihre eigenen Erfahrungen machen - das werden Sie und das will Ihnen niemand nehmen. Ich wünsche Ihnen viel Glück. Belehren - oder auch bekehren oder sonstwie missionieren oder gar mit Werturteilen traktieren - will ich Sie keinesfalls, zumal Sie sich ja [Vorsicht: Ironie!] mit der Wirkung von Oxytozin bestens auszukennen scheinen...)

Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welcher Vehemenz manchmal gegen belegte Sachverhalte angeschrieben wird. Warum eigentlich?

M50
(der selbst sicher kein Kind von Traurigkeit war, aber sich herausnimmt, etwas dazugelernt zu haben)

PS. Nochmal zu Studien: die Mehrzahl der Bevölkerung hatte keine ONS, nach allem, was wir darüber wissen können.
 
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  • #60
Ich (m/50) hatte noch nie einen ONS. Ich stand zwar schon das eine oder andere Mal davor, doch hat mich am Ende irgend so etwas wie Ekel zurückgehalten. ONS ist preiswerter als Bordell, aber letzten Endes dasselbe.

Bei jedem Sex bisher war immer eine Art Liebe oder gegenseitige Anziehung dabei, auch wenn es noch am gleichen Tag des Kennenlernens passiert ist, auch wenn die erste Nacht gleichzeitig die letzte Nacht war. Mit jeder dieser Frauen hätte ich mir auch viel mehr vorstellen können.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.