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  • #61
Nein, ich hatte nie einen. Wenn ich einer Frau so nah war, dass es zu so einem intimen Kontakt kam, dann wollte ich auch mehr von der. Ich sehe Sex nicht als Selbstzweck, sondern hauptsächlich als etwas, was sich aus einer passenden Verbindung entwickelt. Generell denk ich auch, dass unverbindlicher Sex auf einige negative Persönlichkeitsaspekte schließen lässt. Z.B eine niedrige Hemmschwelle, eine gehörige Portion Abgebrühtheit, Egoismus und Narzissmus. Aber das sind nur meine persönlichen Rückschlüsse, wegen denen ich auch keine Beziehung mit einer Frau eingehen wollen würde, die auf ONS, Affären oder ähnlichem steht. Ob man nun sowas haben möchte, muss jeder selbst wissen und schaden tut man damit ja direkt auch niemandem.
 
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  • #62
#55
Meine Erfahrung mit meinem Ex-Freund, der vor mir viele ONS und Kurzzeitbeziehungen hatte, passt in dieses Muster.
Er sagte selbst, er wisse nicht mehr, was ganzheitliche Liebe ist, ob er überhaupt noch lieben kann.
Er hat mit Ende 30 massive Probleme, beim Sex zum Orgasmus zu kommen. Bitte erspart euch Kommentare wie zum Beispiel: dann warst du nicht gut genug, hast ihn nicht ausreichend erregt.
Der Sex mit ihm hatte etwas Mechanisches an sich. Es ging ihm nicht darum, herauszufinden, was mir gut tut, in meiner Individualität. Er selbst legte auch keinen Wert darauf, wirklich liebkost zu werden. Vor dem ersten Mal sagte er gleich, dass er nur eine erogene Zone hat. Auf diese solle ich mich konzentrieren.
 
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  • #63
Warum die eigene Meinung (denn nichts anderes lese ich hier) verallgemeinern, da sie doch ganz offensichtlich nicht allgemein geteilt wird? (Und dem anders Denkenden zugleich "Verallgemeinerung" vorwerfen?)

Sorry, dass ich hier ein Muster erkenne. Nicht selten sind gerade die, die für sich selbst Toleranz und Aufgeklärtheit reklamieren, diejenigen, die anders Denkende der Intoleranz und Rückständigkeit bezichtigen.
Wo genau habe ich in dem Kommentar meine Meinung verallgemeinert? Ich habe meinen Eindruck beschrieben, welche Menschen ich für sensibler halte. Ich habe nichts daran verallgemeinert.

(Da ich mich kenne - und meine Partnerin mich auch :) - trifft mich persönlich das nicht - mir geht es hier um das wiederkehrende "Muster" mit [Tot-]Schlagworten wie "unsicher" oder "unerfahren".
Das sind keine Totschlagworte, sondern Adjektive, die ich zur Beschreibung eines bestimmten Menschenschlages herangezogen habe. Und mir geht es genau um das:


Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welcher Vehemenz manchmal gegen belegte Sachverhalte angeschrieben wird. Warum eigentlich?
Das kann ich Ihnen sagen: Weil es keine belegte Sachverhalte sind. Nur in diesem Forum meinen manche, mit einem groben Hinweis auf Studien ihrer Meinung "Nachdruck zu verleihen". Da hier ja auch keine Quellen geliefert werden, und die Diskussionen auch nicht zu sehr in die Tiefe geführt werden. Ein grober Hinweis auf Studien muss reichen und wird eingestreut. Vor allem glaube ich, dass in vielen Fällen gar keine Quelle genannt werden kann. Es wird einfach etwas behauptet, das nicht stimmt. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen flüchtigem Sex und Abstumpfung. Das ist schlicht falsch.

der selbst sicher kein Kind von Traurigkeit war, aber sich herausnimmt, etwas dazugelernt zu haben)
Das ist, was Du gelernt hast. Andere Menschen ziehen nicht das Gleiche aus den Erfahrungen wie Du. Weil sich die Menschen und ihre Persönlichkeiten unterscheiden. Deshalb kann niemand, egal, wie alt jemand ist und egal, wie viel er erlebt hat, behaupten, seine Erfahrungen wären von Wert für eine spezielle andere Person.
 
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  • #64
Das kann ich Ihnen sagen: Weil es keine belegte Sachverhalte sind. Nur in diesem Forum meinen manche, mit einem groben Hinweis auf Studien ihrer Meinung "Nachdruck zu verleihen". Da hier ja auch keine Quellen geliefert werden, und die Diskussionen auch nicht zu sehr in die Tiefe geführt werden. Ein grober Hinweis auf Studien muss reichen und wird eingestreut. Vor allem glaube ich, dass in vielen Fällen gar keine Quelle genannt werden kann. Es wird einfach etwas behauptet, das nicht stimmt. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen flüchtigem Sex und Abstumpfung. Das ist schlicht falsch.
Ich bin beruflich mit dem Thema befasst und lese aus diesem Grunde zu genau diesem Themenkreis gerne einmal hier mit.

Ihre o.e. Behauptung bedarf m.E. dringend einer Richtigstellung,weil sie Meinungen kolportiert, die diametral in Widerspruch zu robust belegten empirischen Daten und Zusammenhängen stehen. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass gerade in diesem (in seiner Meinungsvielfalt gar nicht so schlechten) Forum verschiedentlich wissenschaftliche Quellen (methodisch saubere Arbeiten, offensichtlich kenntnisreich ausgewählt) benannt worden sind. Vielleicht bemühen Sie einmal die Suchfunktion?
 
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  • #65
Ich hatte noch nie einen ONS, obgleich mir doch recht viele angeboten wurden.

Ja, viele dieser Frauen, die mit mir schlafen wollten, litten an Persönlichkeitsstörungen, beklagten Probleme, überhaupt Orgasmen zu erleben und machten insgesamt keinen ausgeglichenen Eindruck. Ihr Hintergrund ließ auch nicht ansatzweise vermuten, daß sie in Zukunft zu einer stabilen Beziehung in der Lage wären, was für mich Grundvoraussetzung war. Zudem war das Handeln dieser Frauen geprägt von lieblosen Mechanismen, die eine Beschäftigung mit mir als Mensch von vorneherein ausschloß und mich als Objekt degradierte.

Eine Frau, die aus welchen Gründen auch immer jemals einen ONS hatte, käme für mich als Partnerin kategorisch nicht in Frage, selbst wenn er 20 Jahre zurückliege und sonst alles perfekt wäre.

M 37
 
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  • #66
Da scheinen ja wieder sämtliche Moralapostel und Sexabstinenzler versammelt zu sein.

Lasst den Promisken und den ONSlern doch ihren Spaß. Da sie ja zwangsläufig unter sich bleiben müssten, da die NORMALOS solche Sexabenteuer kategorisch ablehnen, gibt es keine Überschneidung und somit auch keine Probleme. Wer keinen ONS will, wird auch keinen haben müssen, oder?

Es nervt mich aber wirklich, hier ständig die große Propagandakeule im Nacken zu spüren, nur weil man sagt, dass man auf ONS oder flüchtige Sexbekanntschaften steht.

Andere Leute gehen täglich joggen, golfen, stundenlang ins Fitnessstudio oder abends in die nächste Kneipe und vernachlässigen damit Familie, Partner, Kinder usw. Deswegen werde ich mir doch nicht anmaßen Jogging, Golf, Fitness oder andere zeitintensive Freizeitaktivitäten öffentlich zu verteufeln und generell abzulehnen.

Die Gesellschaft zeichnet sich doch durch Vielfalt und Unterschiedlichkeit aus. Und das ist auch gut so:)

M/45
 
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  • #67
Ich (#64) lasse den "Promisken und ONSlern" gerne ihren Spaß; leider ist die Wirklichkeit zumindest für Frauen oft gar nicht rosig oder bunt, wenn es um seriellen Sex und ONS geht. Gestern Abend führte ich mit einem Sozialarbeiter ein interessantes Gespräch über ebenjene Auswirkungen auf das Leben junger Frauen - und die sind mitunter recht verheerend.

Menschen, egal ob Mann oder Frau, die ihren Wert über die möglichst große Zahl ihrer Sexualpartner definieren, und die nicht der Liebe fähig sind, bedauere ich zutiefst - und meide sie.

M 37
 
  • #68
Hatte ich noch nicht und möchte ich auch nicht haben.
@66
Ich kann mich deiner Meinung nur anschließen aber das werden dir die Damen, die eine Beziehung anstreben wohl kaum auf die Nase binden. Auch wenn das eh irgendwann rauskommt, denken die meisten überhaupt nicht darüber nach, dass es dann verschwendete Lebenszeit gewesen sein könnte. Sie gehen einfach davon aus, wenn sie dich einmal an der Angel haben, wird das schon alles gut. Wenn ich so etwas im Nachhinein feststelle wäre schon die Lüge mir das verschwiegen zu haben ein Trennungsgrund und ja ich frage vorher nach und möchte für mein Leben selbst entscheiden können, womit ich leben kann oder auch nicht.
 
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  • #69
Ich (#64) lasse den "Promisken und ONSlern" gerne ihren Spaß [...]

Menschen, egal ob Mann oder Frau, die ihren Wert über die möglichst große Zahl ihrer Sexualpartner definieren, und die nicht der Liebe fähig sind, bedauere ich zutiefst - und meide sie.

M 37
Hier nochmal die 65
Genau da scheint die Krux zu liegen: ONS-Gegner denken vorschnell, dass ONSler sich über die möglichst große Zahl ihrer Partner definieren. Genau das scheint mir falsch zu sein, denn ich hatte meine ONS nicht, um meine Zahl zu erhöhen, sondern ausschließlich, weil ich wilden und gei... Sex haben wollte. Die reine Zahl interessiert mich nicht. Ich lebe jetzt in Partnerschaft und verschwende nicht einen Moment mit Gedanken an erneute ONS.

Da du die bedauernswerten ONSler meidest, scheinen meine ursprünglichen Ausführungen ja zutreffend zu sein. Es dürfte eigentlich keine Schnittmenge geben. Insofern fischen alle im richtigen Teich. Ist doch gut so:)

Der Hinweis auf dein Gespräch mit einem Sozialarbeiter über promiske junge Frauen zeigt nur einmal mehr, dass es Probleme mit der Begrifflichkeit geben könnte. Ich habe noch nie gehört, dass ONSler Sozialarbeiter aufsuchen würden. Wenn, dann bestimmt nicht wegen der ONS.

Wenn der Sozialarbeiter von jungen Frauen vom Straßenstrich, aus Bordellen oder privaten Etablissements spricht, würde ich ihm sicher zustimmen. Diese Lebensweise führt in vielen Fällen sicher zur Verrohung und Unfähigeit zu lieben. DIESE Frauen sind aber keine ONSler sondern schlicht und einfach Prostituierte.

M/45
 
  • #70
In Singlezeiten hatte ich schon oft ONS, haben mir auch immer sehr viel Spaß gemacht. Ich bereue nicht einen einzigen. w51
 
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  • #71
Zurück zur Frage, eine ungeschminkte Antwort:

Ich (Mann, gute 50 Jahre 'alt') hatte frueher welche und will keine mehr. Nie mehr. Da wuerde ich ja noch lieber in den (na ja, schon einen 'guten') Puff gehen: wenigstens klare Fronten / Erwartungen, geringere Gesundheitsrisiken, technisch versierte Sexpartnerin statt ..., keine Komplikationen danach, noetige Investition (Zeit UND Geld) bekannt und begrenzt, freie Auswahl... Mit einer Frau, die einfach mal so Spontan-Sex hat, die sich in ein paar Stunden (allenfalls Tagen) 'aufreissen' laesst, gibt es dagegen nur Probleme. Das einzig Variable ist die Art (und die Zahl) der Probleme. - Nur fuer's Protokoll: ich bin kein Puffgaenger, es ging mir nur um den Vergleich. 'Ekelhafter' (falls und soweit das denn ein passender Begriff ist) finde ich die ONS-Frau - im Gegensatz zur Prostituierten verkauft sie immer auch einen Teil ihrer Seele, nicht "nur" ihres Koerpers, und ausserdem sind bei ihr die Gesundheitsrisiken hoeher (auch bei Kondomverwendung).
 
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  • #72
Ich bin beruflich mit dem Thema befasst und lese aus diesem Grunde zu genau diesem Themenkreis gerne einmal hier mit.
dass gerade in diesem Forum verschiedentlich wissenschaftliche Quellen benannt worden sind. Vielleicht bemühen Sie einmal die Suchfunktion?
Ich muss nicht, um Ihre Behauptung zu widerlegen, nach Quellen von anderen suchen.

Ich befasse mich selbst beruflich mit den Themen und kann sagen, dass die empirischen Zusammenhänge NICHT nur in eine Richung bestehen. Zumal es interessant wäre, wie und was in einer zitierten Einzel-Studie überprüft wurde. Aus einer Korrelation kann man nicht auf einen Ursachenzusammenhang schließen.

Es könnte z. B. sein, dass promiske Leute von Anfang an abgestumpfter sind (im Mittel), aber nicht, es durch die ONS werden. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Ich z. B. habe nicht auf jeden Mann Lust, der mir über den Weg läuft, und halte mich für empfindsam und anspruchsvoll. Ich werde mir jedoch vom Kopf aus niemals eine Leidenschaft verwehren, wenn sie denn aufkommt. Alleine diese Unterscheidung zwischen vernunftorientiertem Ablehnen von schnellem Sex vs. der Tatsache, dass es sich emotional bei manchen einfach nicht so ohne weiteres ergibt, wird doch von den meisten gar nicht vorgenommen oder verstanden.

Zudem sind solche durchschnittlichen Zusammenhänge für den Einzelnen nicht relevant. Hier äußert jeder seine Meinung und kann sich selbst bezgl. des Themas kurz beschreiben. Es ist naheliegender, der Beschreibung zu "glauben", als Leuten zu unterstellen, wie sie zu sein hätten, weil Studien das im MITTEL herausbekommen haben. Die Varianz der Teilnehmer einer Studie kann sehr groß sein, um dennoch ein signifikantes Ergebnis zu ergeben. Daher macht es keinen Sinn, diese Ergebnisse Einzelfällen überzustülpen. Wenn man hier liest, kann man Erklärungen und Meinungen einzelner lesen.

Die Theorie der Abstumpfung ist hanebüchen. Jeder, selbst Leute, die nie einen ONS hatten, können nachvollziehen, was "Abstumpfung" bedeutet. Z. B. war als Jungfrau Sex etwas ganz besonderes, selbst wenn er mittelmäßig war. Alles war aufregend und neu. Man war auf einer Seite sehr empfindsam. Mit mehr Erfahrung, egal welcher Natur, wird man ALLGEMEIN lockerer und abgestumpfter, zugleich macht man mehr Unterschiede, und empfindet in manchen Situationen mehr als ein unreifes "ach, ist Sex doch besonders".

Sex muss nicht allgemein besonders sein. Er muss es nur mit der jeweiligen Person sein können, mit einer anderen vielleicht nicht. Ich fände es nicht erstrebenswert, dahin zurückzukehren, als alles noch neu und besonders war, und ich zugleich unfähig war, das richtig Gute zu erkennen. Jede Leidenschaft kann zur Routine werden, das wird z. B. auch Musik, wenn man sie auf ihre Wirkungsweisen analysiert und entzaubert. Zugleich steigt aber die Fähigkeit, wenige, besonders gute Stücke herauszufiltern, die der Entzauberung standhalten. Und deren Genuss ist dann um so größer.
 
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  • #73
Ich muss nicht, um Ihre Behauptung zu widerlegen, nach Quellen von anderen suchen.
Sie werden sie nicht widerlegen koennen.

Ich ... kann sagen, dass die empirischen Zusammenhänge NICHT nur in eine Richung bestehen. ... Einzel-Studie ... Aus einer Korrelation kann man nicht auf einen Ursachenzusammenhang schließen.
Das ist stets zutreffend, aendert aber am Bestehen der (recht engen) Korrelation genau gar nichts. Ob es dann auf die Richtung (nb.: evtl. bidirektional?) ankommt, ist unter lebenspraktischen Gesichtspunkten moeglicherwiese nachrangig.

Es könnte z. B. sein, dass promiske Leute von Anfang an abgestumpfter sind (im Mittel), aber nicht, es durch die ONS werden. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Wirklich ein so gewaltiger Unterschied? Darueber wird man streiten duerfen. s.o.

Zudem sind solche durchschnittlichen Zusammenhänge für den Einzelnen nicht relevant. ...
Das ist eine, vorsichtig gesagt, sehr gewagte Behauptung. Gerade so, als behauptete man etwa, Studien zum Risko des Rauchens seien "fuer den Einzelfall" nicht relevant.

... Sex muss nicht allgemein besonders sein. Er muss es nur mit der jeweiligen Person sein können, mit einer anderen vielleicht nicht. ... Jede Leidenschaft kann zur Routine werden, das wird z. B. auch Musik, wenn man sie auf ihre Wirkungsweisen analysiert und entzaubert. Zugleich steigt aber die Fähigkeit, wenige, besonders gute Stücke herauszufiltern, ... Und deren Genuss ist dann um so größer.
Sehen Sie: es gibt Menschen, die in Sex mehr als Technik und (selbstbezogenen) Genuss sehen und die nicht mittels Analyse diejenigen Mitmenschen - wie Musikstuecke - herausfiltern wollen, die ihnen selbst den groesstmoeglichen "Genuss" bieten. Die sind in der Regel die gluecklicheren.

Ich schlage vor, lassen wir es doch dabei bewenden. Wer ernsthaft mit der Materie befasst ist, hat die moeglichen Folgen von beliebigem Sex vielfach gesehen. Dass es Ausnahmen gibt, ist unbestritten, widerlegt aber nicht die Regel. So wenig wie die Existenz von Menschen wie Helmut Schmidt belegt, dass Rauchen keine negativen Folgen habe. Es gibt eine zunehmende Zahl (nicht etwa "einzelne") qualitativ hochwertiger Studien, die das bestaetigen.

Na und?

Deshalb nimmt Ihnen doch niemand die Freiheit, sich darueber hinwegzusetzen. Sie duerfen (z.B.) gerne auch Rauchen. (Im Falle des Tabakkonsums gibt es allerdings eine Debatte darueber, ob die entsprechende Werbung dafuer vertretbar ist oder eher nicht. Aber auch dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen.)

Ich verstehe lediglich die Emotionalitaet in dieser Diskussion nur zu einem gewissen Teil. Vielleicht ist sie ja dem Umstand geschuldet, dass letztlich doch oftmals eher "ideologisch" (oder rationalisierend?) als wissenschaftlich korrekt (und vorsichtig) agiert wird? Das nur mal so zum Nachdenken.
 
  • #74
Ich habe zuerst diese Frage ignoriert, da ich mir sicher war, dass hier wieder herumgehackt wird, ob jetzt ONS gut sind oder nicht. Siehe da, meine Neugier hat gesiegt und es gibt ein großes HickHack.

Ich hatte ONS bzw. auch MNS (more night stand), wo es eben nur um Sex ging aber nicht mehr.

Ich bin mit meinem Körper im Reinen, dusche jeden Tag und bin deshalb auch hygienisch sauber. Das Bett war nicht dreckiger als bei einer Beziehung. (Ein Mensch, der irgendeine normale Art von Sauberkeitsgefühl besitzt wechselt das Laken sowieso regelmäßig). Bei einem ONS würde ich NIEMALS auf ein Kondom verzichten.

Ich persönlich habe inzwischen für mich herausgefunden, dass nur Sex mir auf die Dauer nicht das gibt, was ich möchte/benötige und deshalb auch gelassen. Ich kann sehr gut ohne Sex, aber ich bevorzuge es mal mit Sex.

Und jetzt Thomas komme ich zu dir: wenn ich in einer Beziehung bin, bekomme ich bestenfalls auch meine sexuelle Befriedigung. Dh. ich habe absolut NULL Bock mir Sex irgendwo anders zu holen. Das interessiert mich sowas von gar nicht. Deshalb werde ich auch keinen ONS während einer Beziehung haben, da Treue für mich gaaaaanz oben steht bei einer Beziehung.
 
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  • #75
Sie haben keine Quellen geliefert, insofern gibt es keinen Zusammenhang, den es zu widerlegen gilt.

Das ist stets zutreffend, aendert aber am Bestehen der Korrelation genau gar nichts. Ob es dann auf die Richtung (nb.: evtl. bidirektional?) ankommt, ist unter lebenspraktischen Gesichtspunkten moeglicherwiese nachrangig.
Die Korrelation besteht nicht. Was ich mit Richtung meinte, haben Sie falsch verstanden. Es gibt sogar gegenläufige Ergebnisse, dass Menschen mit mehr Erlebnissen, die Sie für Abstumpfung halten, umso sensibler werden.

Natürlich ist das ein gewaltiger Unterschied. Wenn Menschen, die eher unsensibler sind, mehr ONS wählen, hat dies nichts mit irgendeinem Einfluss von ONS zu tun. Wenn umgekehrt, ONS abgestumpfter machen würden - was nicht der Fall ist - wäre die Aussage eine komplett andere.

...gewagte Behauptung. Gerade so, als behauptete man etwa, Studien zum Risko des Rauchens seien "fuer den Einzelfall" nicht relevant.
Gutes Beispiel! Sie sehen das Ergebnis beim Thema ONS bereits: Einen gegebenen Menschen, der nicht abgestumpft ist. Für diesen wären die Ergebnisse der Studie nicht relevant. Genauso wenig wie für einen Raucher, bei dem sie das Ergebnis bereits sehen: Einem 100 Jahre alten Mensch, der sein Leben lang rauchte und an Altersschwäche stirbt, brauchen Sie nicht mehr zu erzählen, was Studien über das Rauchen herausgebracht hätten. Und wenn Sie mit Menschen reden, die bereits ONS hatten, und nicht abstumpften, dann ist das das Gleiche wie für den alten Menschen: Es hat keine Relevanz.

Sehen Sie: es gibt Menschen, die in Sex mehr als Technik und (selbstbezogenen) Genuss sehen...Die sind in der Regel die gluecklicheren.
So wie Sie das beschreiben, beschrieb ich den Sex nicht. Ich sprach z. B. nicht von Technik. Je besser man Sex kennt, desto stärker kann man guten Sex genießen. Es ist ja auch nicht so, dass Musikanalytiker ein Musikstück "technisch" genießen würden. Ihnen kommt eben bei 0815 - Chartsgedudel keine Gänsehaut mehr über den Rücken. Gute Musik können sie dagegen erst richtig zu schätzen wissen.

Glück ist relativ. Wer nicht viel kennt, ist schnell glücklich. Wer mehr kennt, kann umso größeres und intensiveres Glück (und evtl. auch den schmerzlichen Verlust) erleben. Da kann ein jeder sich aussuchen, was ihm lieber ist. Manche wollen eben das Leben mit allen Hochs und Tiefs auskosten, und nicht auf einer gemütlich-sicheren, problemfreien Glückslinie verweilen.

Es gibt eine zunehmende Zahl (nicht etwa "einzelne") qualitativ hochwertiger Studien, die das bestaetigen.
Dass Sie das mehrfach wiederholen, macht es nicht wahrer. Es gibt keine seriösen Studien dazu. Fragen Sie bitte einmal bei Wissenschaftlern, z. B. der Psychologie, nach.
 
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  • #76
Als jemand, der nie einen One Night Stand hatte, ist mir sowieso nicht ganz klar, wie es überhaupt zu so einem kommt. Scannt man da den Gegenüber mal ganz schnell ab, ob der für Sex in Frage käme, für eine Beziehung aber nicht? Oder macht man eine eventuelle Fortsetzung mit der Person davon abhängig ob der Sex gut war? Oder passiert es nur dann, wenn man gerade sowieso keine Lust auf eine Beziehung hat? Abgesehen davon, dass die normalen menschlichen Hemmungssysteme eigentlich flüchtigen Sex weitgehend verhindern müssten. Wenn diese natürliche Distanz zwischen kaum bekannten Menschen nicht richtig funktioniert, dann finde ich das schon etwas befremdlich. Aber letztlich macht wahrscheinlich gerade die Tatsache, dass One Night Stands gemessen am normalen menschlichen Verhalten so eine klare Grenzüberschreitung sind, für viele den Thrill aus.
Naja, jedenfalls habe ich nie einen gehabt und auch nie etwas vermisst.
 
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  • #77
nochmal die #64:

an #65:

Die Verrohung und übelsten Probleme junger Frauen mit reichlich ONS-Erfahrung, die der Sozialarbeiter beschrieben hatte, bezog sich keineswegs auf Prostituierte. Er beklagte das "normale" ONS-Verhalten, das mittlerweile schichtübergreifend für Arbeit für ihn sorgt (eigentlich sollte er ja jubeln, fester Job für ihn für die nächsten Jahrzehnte).
Um Sie etwas an die Realität ranzubringen: keine ONSlerin sucht Sozialarbeiter auf, weil sie ONSlerin ist; der Kontakt kommt zustande, weil z.B. die 15jährige beim besten Willen nicht mehr weiß, wer von all denen denn der Vater sein könnte. Oder wie sie mit ihrer HIV-Infektion oder anderen Erkrankungen umgehen soll mit 17. Oder ob sie das Kind dann abtreiben soll oder nicht.
Zum anderen speist sich eine bedeutende Zahl von Prostituierten aus dem Pool von Frauen, denen ONS seit Jahren die tägliche Abendunterhaltung sind; da ist halt der Schritt nicht weit, Geld dafür zu nehmen.
Bei vielen der sehr heftig promisken (nicht allen!) gibt es eine Vielzahl von psychischen Erkrankungen zu beobachten, Minderwertigkeitskomplexe, Probleme mit dem Selbstwertgefühl, oft Gewalterfahrungen usw. Alles Hintergründe, die ich bei einer Partnerin nicht unbedingt als erstrebenswert sehe, ja überhaupt keinem Menschen wünsche.

M 37
 
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Gast

  • #78
Er beklagte das "normale" ONS-Verhalten, das mittlerweile schichtübergreifend für Arbeit für ihn sorgt (eigentlich sollte er ja jubeln, fester Job für ihn für die nächsten Jahrzehnte).
Hier werden aber ganz gewaltig Ursache, Wirkung, Symptom, Begleiterscheinungen und zufälliges gemeinsames Auftreten durcheinander geworfen. Du stellst es ja wieder so hin, als ob die ONS DAS Problem der heutigen Zeit wären, das für das Aufsuchen des Sozialarbeiters sorgt. ;)

Wenn, wie in deinem Beispiel, eine 15jährige nicht mehr weiß, wer von all denen der Vater sein könnte, dann hat sie ein ganz anderes Problem: Z. B. ein Problem mit Verantwortung und Verhütung. Vielleicht auch ein Problem mit ihrer Lebensplanung, wahrscheinlich Schwierigkeiten in der Schule, Orientierungslosigkeit. Da kann alles mögliche sein. Das hat aber alles nichts mit den ONS zu tun, die sind bestenfalls ein Symptom der sonstigen Schwierigkeiten. Und mit einer erwachsenen, verhütenden Frau, die sich gelegentlich ihren Spaß gönnt, hat das z. B. auch überhaupt nichts zu tun.

Ich verstehe nicht, was diese Panik soll. ONS sind eine Spielart der Sexualität. Es gibt Menschen, die haben Sex in einer festen Beziehung. Unter denen gibt es auch solche, die Gewalt erfahren, psychisch krank sind, Depressionen haben. Unter Abstinenzlern genauso. Also, es gibt wirklich wichtigere Dinge. Als wäre das DAS große Thema, das einen Menschen beschäftigt: "Hatte ich schon mal einen ONS?" Mich interessiert das überhaupt nicht.

Aber hilft ja alles nichts. Sie können doch gerne bei ihrem Eindruck bleiben und ONSler aussortieren.
 
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Gast

  • #79
Hallo,

jeder Mensch ist für seine Sexualität und seine Psyche voll verantwortlich.
Die Entscheidung für einen ONS ist eine bewusste Entscheidung - auch wenn sie in wenigen Sekunden aus Irrationalität fallen mag.
Nein, ich hatte selbst noch nie einen ONS weil ich das nicht wünsche.
Angebote hatte ich seit ich 17 war reichlich. Hundert oder mehr.
Ich bin aber weiterhin davon überzeugt dass so ein Häppchen-Sex ohne Anschlüsse
so etwas ist wie eine kompensatorische Handlung zur Selbstbelohnung wenn es einem mies geht.
Damit löse ich aber nicht die Ursache wieso es mir schlecht geht: ich fühle mich nicht geliebt, wert geschätzt, geborgen etc. Mit einem ONS heize ich meine Sehnsucht doch nur an. Danach kommt nichts, sonst wäre es ja kein ONS.
 
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Gast

  • #80
Die Korrelation besteht nicht.

Gutes Beispiel! Sie sehen das Ergebnis beim Thema ONS bereits: Einen gegebenen Menschen, der nicht abgestumpft ist. Für diesen wären die Ergebnisse der Studie nicht relevant. Genauso wenig wie für einen Raucher, bei dem sie das Ergebnis bereits sehen: Einem 100 Jahre alten Mensch, der sein Leben lang rauchte und an Altersschwäche stirbt, brauchen Sie nicht mehr zu erzählen, was Studien über das Rauchen herausgebracht hätten. Und wenn Sie mit Menschen reden, die bereits ONS hatten, und nicht abstumpften, dann ist das das Gleiche wie für den alten Menschen: Es hat keine Relevanz.

Dass Sie das mehrfach wiederholen, macht es nicht wahrer. Es gibt keine seriösen Studien dazu. Fragen Sie bitte einmal bei Wissenschaftlern, z. B. der Psychologie, nach.
Was treibt Sie an, so heftig das Offensichtliche zu bestreiten? Klar gibt es wiss. Belege. Ihre Behauptungen sind superfizielle Ideologie. Nichts Anderes! ONS zu propagieen scheint mir schlicht verantwortungslos.

w,41
 
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Gast

  • #81
@ #74:
Sie schreiben (u.a.):

1. Sie haben keine Quellen geliefert, insofern gibt es keinen Zusammenhang, den es zu widerlegen gilt.
...
2. Natürlich ist das ein gewaltiger Unterschied. Wenn Menschen, die eher unsensibler sind, mehr ONS wählen, hat dies nichts mit irgendeinem Einfluss von ONS zu tun. Wenn umgekehrt, ONS abgestumpfter machen würden - was nicht der Fall ist - wäre die Aussage eine komplett andere.
...
3. Sie sehen das Ergebnis beim Thema ONS bereits: Einen gegebenen Menschen, der nicht abgestumpft ist. Für diesen wären die Ergebnisse der Studie nicht relevant. Genauso wenig wie für einen Raucher, bei dem sie das Ergebnis bereits sehen: Einem 100 Jahre alten Mensch, der sein Leben lang rauchte und an Altersschwäche stirbt, brauchen Sie nicht mehr zu erzählen, was Studien über das Rauchen herausgebracht hätten. Und wenn Sie mit Menschen reden, die bereits ONS hatten, und nicht abstumpften, dann ist das das Gleiche wie für den alten Menschen: Es hat keine Relevanz.
...
4. Dass Sie das mehrfach wiederholen, macht es nicht wahrer. Es gibt keine seriösen Studien dazu. Fragen Sie bitte einmal bei Wissenschaftlern, z. B. der Psychologie, nach.
Zu 1 und 4 machen Sie sich bitte kundig und schreiben dann weiter. Hier im Forum wird nur Verwirrung produziert, wenn zwei Tatsachenbehauoptungen diametral gegeneinander stehen. (Hätte ich nicht den Eindruck, Sie wüssten nach Selbstwahrnehmung bereits alles: ich nannte Ihnen gerne Referenzen...)

Zu 2.: Das Henne und Ei-Problem. Ist es (außer für theroretische Grundsatzdiskussionen) - beispielsweise - wirklich wichtig, ob die Depression oder die Persönlichkeitsstörung oder meinetwegen die Abstumpfung oder ... zuerst da waren und dann die ONS kamen, oder umgekehrt? Es gibt eine deutliche Assoziation, und dieses WIssen (explizit oder implizit) genügt vielen Menschen, davon ihre Partnerwahlentscheide beeinflussen zu lassen. Ist das wirklich so dumm (oder gar "spiessig")?

Zu 3.: In meinen Augen dekouvrieren Sie hier die ganze Emphase ihres Vortrages: natürlich gibt es einen statistischen Zusammenhang zwischen Rauchen und Folgeerkrankungen. Je mehr und je länger jemand geraucht hat / weiter raucht, um so höher werden diese Risiken. Und sie hören auf, weiter zu steigen und gehen nach einiger Zeit sogar wieder (langsam) zurück, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Wie _relevant_ das ist, mag - genau wie im Falle von ONS, das war ja die Analogie, die Sie gerne bis zum Ende durchdenken dürfen - jede(r) leser(in) für sich selbst entscheiden.

M50

>>>Da genügend hilfreiche Antworten eingegangen sind schließen wir diesen Thread. Bei weiterem Diskussionsbedarf kann eine neue Frage eingestellt werden. Vielen Dank für ihre Beiträge.<<<
 
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