G

Gast

  • #1

Haus, Kind, Leben auf dem Land aber meine Frau ist unglücklich

Hallo Zusammen,
Ich, m/31, stehe vor einem großen Problem:
Meine Frau ist aus einer Großstadt und hat dort auch 28 Jahre gelebt. Ich bin vom Lande und war beruflich für mehrere Jahre in dieser Stadt tätig. Wir kamen zusammen, haben nach drei Jahren geheiratet.
Unser Plan für die Zukunft war: Aufs Land ziehen, Kinder bekommen und so weiter... Wir sind aufs Land gezogen (haben ein Haus zusammen gebaut und natürlich viele Schulden gemacht), haben ein Kind bekommen... eigentlich alles wie es sein sollte... Das Haus steht nun in meinem Geburtsdorf (1000 Einwohner, die uns herzlich aufnehmen, Kleinstadt 1Km entfernt, Großstadt (nicht "ihre") 25Km entfernt). Das Haus steht nun direkt neben meinem Elternhaus... eigentlich ein Vorteil, da wir immer jemand zum Babysitten usw hätten, aber auch ein Nachteil, da meine Frau mit meinen Eltern und deren Hilfsbereitschaft nicht mehr klar kommt. Zudem hätten wir uns ohne die finanzielle Unterstützung meiner Eltern in diesen jungen Jahren nicht "so eine Villa" leisten können (280Qm, Pool, Sauna, Solarium usw).
Meine Frau ist nun nach vier Jahren auf dem Land total unglücklich und will alles aufgeben und wegziehen (wieder in die Großstadt) mit mir und unserem Kind. Sie hat ein Auto, ist mobil, hat ihre Freunde mittlerweile hier, geht zum Sport, Hobbys, Ärzte usw... Alles super)
Ich könnte beruflich auch woanders arbeiten (meine Frau muss nicht arbeiten, mein Geld reicht gut aus, Sie könnte aber gern jederzeit... will Sie momentan auf Grund des Kindes auch nicht).
Ich möchte das alles nicht einfach aufgeben und fühle mich auch zu Hause in unserem Haus.
Meine Frau möchte weg von meinen Eltern und dem Dorfleben...
Für unser Kind finde ich es aber viel besser hier (als in einer Großstadt) aufzuwachsen. Von daher (und weil ich hier aufgewachsen bin) will ich das nicht so einfach hinnehmen.

Hat jemand eine Idee, wie ich mich verhalten soll? Wir denken sogar mittlerweile über eine Scheidung nach... Werden demnächst auch einen Psycho-Onkel zusammen aufsuchen...
 
G

Gast

  • #2
Ihr ist halt langweilig. Wäre mir auch.

Stellt sich die Frage, warum sich deine Frau trotz unübersehbarer vollkommen auseinander driftender Lebensvorstellungen überhaupt auf Heirat und Kind mit dir eingelassen hat... Torschlusspanik???
Jetzt habt ihr euer Ziel erreicht und merkt dass es nicht glücklich macht.
 
G

Gast

  • #3
Lieber FS,

aus meiner Sicht habt ihr zwei große Fehler gemacht:
- das Haus direkt neben den Schwiegereltern
- das Haus zu groß und dadurch zu viel Schulden

An so einer Konstellation sind schon viele Ehen zerbrochen.

Versucht doch das gemeinsame Leben in Phasen zu sehen. In der ersten Phase habt ihr so gelebt, wie Du es Dir vorgestellt hast. Nun ist Deine Frau dran. Also Umzug in die Stadt.

Das geht nicht ohne Einbußen, aber eine Scheidung wäre ja wohl noch teurer.

Das Haus könnte vermietet werden. Evtl. ist es teilbar? Könnte dort ein Ferienapartement eingerichtet werden? So wäre es noch möglich, dort mal ein paar Tage zu verbringen, ohne dass ihr zu dicht bei den Eltern/Schwiegereltern seid. Vielleicht wäre das eine Option mit der Du ein Leben in der Stadt besser aushalten kannst.

In der Stadt würde ich in einer Mietwohnung leben. Dann bleibt Ihr flexibel und könnt die Wohnung besser den Bedürfnissen anpassen.

Oder ihr bleibt auf dem Land und sucht Euch eine Bleibe in sicherer Entfernung zu den Eltern. Versuche doch heraus zu finden, ob das für Deine Frau zu akzeptieren wäre.

Das ist eine schwere Zeit jetzt und ich hoffe, ihr schafft es. An so einem Problem sollte auf jeden Fall nicht die Ehe zerbrechen. Das ist das tollste Haus nicht wert.

w,57
mit eigenem Haus auf dem Land
 
G

Gast

  • #4
Glückwunsch! Für mich wäre diese Situation wie ein 6er im Lotto!
Das nützt aber alles nichts, wenn man solch große Entscheidungen nicht zusammen trifft, der eine nur klein bei gibt und nicht 100%ig dahinter steht.
Sollte sie das gehabt haben und jetzt ihre Meinung geändert haben, ist das schon schwerwiegender. Das erschiene schon einigermaßen faltterhaft.

Sollte ersteres der Fall sein, solltet ihr dies schleunigst angehen: selbst wenn Du ihr das Paradies auf Erden bietest, in einer Beziehung ist das ZUSAMMEN wichtig!
 
G

Gast

  • #5
Hallo lieber FS,

ich kann mir schon vorstellen, dass es für Deine Frau eine Umstellung gewesen sein musste, allerdings habe ich jetzt den Eindruck, ihr habt das mit dem Eigenheim am Land neben den Schwiegereltern gemeinsam entschieden.
Mir scheint, als hätte Deine Frau ein kleines Luxusproblem und ist schlicht unterfordert, hat den ganzen Tag Zeit sich über Ihre "schlimme" Lage Gedanken zu machen, ehrlich jetzt, es gibt wahrlich Schlimmeres als in einer 280qm Villa zu leben, welche von den Schwiegereltern teilweise finanziert wurde.
Naja, Probleme sind ja bekanntlich relativ, ich habe in unser Haus so viel Geld, Zeit und Energie gesteckt, da steckt so viel Herzblut drin, nie würde ich es freiwillig verlassen, anscheinend hat Deine Frau keine Bindung und keinen Bezug, schade, sie hat ein Auto, Freunde, Sport,.....
Hat sie in Ihrer Heimatstadt viel zurück gelassen an dem sie hängt (Familie, Freunde,...) oder was ist es genau, was sie vermisst? Man kann in einer Großstadt einsamer sein als am Land.
Oder ist es ein Problem mit Deinen Eltern? Wenn sie sich zu sehr einmischen, kann das schon belastend werden auch wenn sie es gut meinen, sprecht gemeinsam drüber und auch mit Deinen Eltern.
Ansonsten würde ich vorschlagen, anstatt über Scheidung zu sprechen oder zum Psychologen zu laufen, dass sie sich bei Zeiten eine Teilzeitstelle (evtl. in der 25 km entfernten Stadt) sucht, dann kommt sie auch raus und verdient noch dazu ihr eigenes Geld. Viele Frauen (auch die vom Land, denn ich komme auch von dort) fühlen sich in der Babypause rundum ausgeglichen. Ich hab selbst zwei Jungs.
Viele wären dankbar, wenn sie jemanden für die Kinderbetreuung hätte, man kann das Glas halb voll oder halb leer sehen.
Ich hoffe, Deine Frau kann ein wenig ihre Einstellung ändern, ich wünsche Euch viel Glücl.
 
G

Gast

  • #6
Luxusprobleme!
Tut mir leid, dass du an eine solche Frau gekommen bist. sie reflektiert sich nicht genug..
Tja, nicht allen Frauen liegt das Mutter sein und zu Hause rum hocken. Im meinem städtischen! Freundeskreis fallen einigen nach paar Monaten, die Decke auf den Kopf. Alles ist Schuld, weshalb " Frau" sich schlecht fühlt. Da sinds dann eben andere Gründe ( zu wenig Platz, keine Abnahme der Kinder...)
Bei Leuten mit weniger Geld, muss die Frau dann eben wieder arbeiten und hat keine Zeit zum Grübeln.
Tatsächlich beobachte ich: die Frauen haben mehr Stress, schätzen aber die Familie, durch die reduzierte Zeit ( allerdings Qualitätszeit) mit dieser sehr.
Es tut mir leid,aber bei mir klingeln alle Alarmglocken!!! Nicht wenige Frauen gehen dann fremd ( der ist wirklich!! für mich da..) oder schmeissen alles hin, in der Annahme, im Aussen liegt ihr Problem.
Tatsächlich können die wenigsten Menschen längere Zeit mich sich alleine sein ohne sich unglücklich zu fühlen. ( auch Frauen mit Kleinkinder fühlen sich alleine..)
Versuch ihr einerseits Verständnis gegenüber zu bringen, andererseits aber klar zu sagen, dass du sie nicht glücklich machen kannst, sie muss wissen was sie braucht. Rate ihr zur Arbeit und sage auch warum ( Selbstbestimmtheit, andere Definition des Lebens)
Pfeife deine Eltern zurück, ist euer Leben, mach DU dich interessant .. geh mit ihr aus, tanzen, #Sport, Unterhaltung.. was habt ihr in der Stadt gemacht früher.. und zeige ihr das du sie begehrst.
Sex ist da auch wichtig.
Hoffentlich bekommt ihr die Kurve ( PS. sei nicht böse gegen dich oder sie, ihr habt nichts falsch gemacht..)
 
G

Gast

  • #7
Es wäre für mich die absolute Horrorvorstellung direkt neben meinen Schwiegereltern zu wohnen, noch dazu, wenn diese "sehr hilfsbereit" sind und ihre Hilfe vermutlich fast aufdrängen. Kann es evtl. auch sein, dass sie es euch spüren lassen, dass sie euch bei der Finanzierung des Hauses geholfen haben? Das ist für den Partner oft schwer zu ertragen.
Ich bin ebenfalls in einer Großstadt aufgewachsen und brauche den Trubel hier, um mich wohl zu fühlen, ich glaube auf dem Land fände ich es furchtbar. Noch dazu ist deine Frau die meiste Zeit daheim und langweilt sich vermutlich. In der Stadt gibt es ja doch deutlich mehr Angebote für Mütter mit Kindern.
Ihr lebt deinen Traum, in deinem Heimatdorf in einem großen Haus in der Nähe deiner Eltern.
Du solltest aber auch bedenken, dass es nun mal nicht ihre Heimat und ihre Eltern sind und sie damit deutlich weniger verbindet.
Ich glaube nicht, dass eine Paartherapie viel daran ändern kann, dass sie sich in der Wohnsituation nicht wohl fühlt. Willst du wirklich alleine in eurem großen Haus wohnen, wenn sie sich trennen sollte? Wäre es dann nicht vielleicht doch die bessere Variante das Haus zu verkaufen und sich in der Stadt etwas kleineres zu kaufen, aber dafür zusammen als Familie?
Ob es für die Kinder besser ist auf dem Land aufzuwachsen, darüber lässt sich auch streiten. Ich glaube nicht, dass es mir irgendwie geschadet hat, in einer Großstadt aufgewachsen zu sein.

w, 31, verheiratet und eine kleine Tochter
 
G

Gast

  • #8
Also ich kann dir ehrlichgesagt nur raten da nicht nachzugeben. Ihr habt euch mit langer Vorlaufzeit (so ein Haus ist ja auch nichtmal eben schnell geplant und gebaut) für diese Pläne entschieden und nun passt es Madame plötzlich nichtmehr? Na der würd ich ja was husten.

Wenn sie trotz all dem was sie hat wegziehen möchte, dann soll sie es tun aber ohne dich und und euer Kind. Wenn man Familie und derartige Verpflichtungen hat muss man eben zurückstecken, damit muss sie nun leben oder gehen, meine Meinung.
 
G

Gast

  • #9
Ich persönlich, weiblich, auf dem Dorf aufgewachsen, ungefähr in eurem Alter und seit Beginn des Studiums Wahlberlinerin, kann deine Frau sehr gut verstehen. Als junge Hausfrau auf dem Dorf mit Schwiegereltern nebenan würde ich durchdrehen. Für das Dorfleben muss man geboren sein. Für dich ist das dort deine Heimat, deine Eltern nebenan, das von deinen Eltern finanzierte Haus (viel Geld gegeben => Einfluss und Mitspracherecht in eurem Leben), dein gewohntes Umfeld, deine Arbeit. Für deine Frau ist es immer noch fremd, sie hat dort nichts außer des Kindes, keine eigene Aufgabe, da keine Arbeit. Ich würde dir empfehlen, etwas kompromissbereiter zu werden, denn sonst bist du bald ein reiner Zahldaddy, der sein weit weg lebendes Kind kaum sehen kann. Deine Frau hat jetzt 4 Jahre versucht, mit deiner Heimat warm zu werden, und es hat nicht funktioniert. Du kannst auch woanders arbeiten, also warum nicht zumindest über Alternativen nachdenken? Für Kinder kann es in der Stadt genauso schön sein, aufzuwachsen, das stellen sich eingefleischte Dorfbewohner nur immer unangenehm und "betonwüstig" vor. Ich habe meine Großstadt-Cousinnen als Kind jedenfalls immer um die vielen Freizeitmöglichkeiten beneidet, die sie hatten, während ich in unserem 700-Personen-Dorf als Hauptfreizeitbeschäftigung hatte, täglich knapp 2 Stunden auf den Bus zu warten, der mich von der Schule in der nächsten Kleinstadt nach Hause brachte. Und wenn ihr nicht wegziehen wollt, solltet ihr zumindest darüber nachdenken, dass deine Frau wieder arbeitet und sich nicht komplett eurem Kind und dir unterordnet. Dass du schon genug verdienst, ist dabei egal. Der Mensch braucht eine Aufgabe, einen geregelten Tagesablauf, muss unter Menschen, eigenes Geld verdienen, um sich nicht zu langweilen und gehen zu lassen.
 
  • #10
Da war mal ein gemeinsamer Traum und den wollte sie leben - kann ihn nun aber nicht mehr leben. Deine Zeilen klingen so, als liebtet Ihr Euch noch und habt keine finanziellen oder sonstigen Sorgen: Ihr seit sozial verwurzelt, das Kind ist da, Ihr habt ein supertolles Haus ...

Du meinst, Deiner Frau gefällt es in der Großstadt besser - sie ist dort aufgewachsen. Aber in der Enge, in der Luftverschmutzung und ohne die Eltern in der Nähe ist alles nerviger, schwieriger, trubeliger ....

Ich denk, die Ursachen liegen tiefer. Was ist mit ihrer Kindheit ? Scheidungskind ? Oder ist sie vielleicht jemand, der mit der Einfachheit der Dorfmenschen nicht kann. Oder mag sie nicht die Nähe auf dem Land ... dazu schreibst nichts.

Oder noch schlimmer: Euer Leben auf dem Land läuft zu gut. Wenn man aber eine schwere Zeit im Leben hatte und dann merkt, daß alles zu gut läuft, kommen die alten Erinnerungen wieder hoch und man glaubt es irgendwie nicht, daß alles so gut ist und wird mißtrauisch, es könne irgendwas passieren.

Ich selber hab mal ein Jahr in Frankreich im Rahmen eines Austauschstudiums einen Uni - Abschluß gemacht (den gleichen, den die Franzosen in vier Jahren machen). Die Uni hat mich gefragt, ob ich dort bleiben möchte und ich verneinte. Ich hatte einfach keine Lust mehr, jeden Tag Fremdsprachen zu sprechen, durch Straßen zu gehen, die nicht die typische deutsche Prägung haben und dauernd mit Leuten anderer Mentalität zu tun haben (nichts gegen die Franzosen).

Vielleicht ist es das bei Deiner Frau auch. Dann geht es nicht nur um eine Großstadt an sich, sondern um Kulturen ... Die Kultur von Hamburg ist anders als die von Berlin, Frankfurt oder München. Ob sie etwa aus dem gleichen Bundesland stammt wie Du schreibst nicht.

Aber alles umschmeißen ... wie alt ist Euer Kind ? Es muß auch den Umzug verkraften, neue Freunde finden und das ist alles nicht so leicht. Das Risiko will einkalkuliert werden. Aber - wenn Deine Frau in der Großstadt leben will ... sie kann sich doch dort einen job suchen, ein Appartment nehmen, arbeitet teilzeit und ist von 3 Arbeitstagen zwei Übernachtungen dort ...

Dann lebt sie den Unterschied. Vielleicht ist das ein Weg.
 
G

Gast

  • #11
Hallo FS,

wenn deine Frau so eine richtige Großstadt-Pflanze ist, kann ich es gut nachvollziehen. Das "besvorstehende" Landleben ist einer der Hauptgründe warum ich mich vor kurzem von meinem Ex getrennt habe. Wir haben uns hier über EP kennengelernt und er wohnt sehr ländlich, ich in der Stadt. Selbst in dieser Stadt habe ich lange gebraucht um hier anzukommen, da ich in einer noch größeren aufgewachsen bin. Die Vorstellung vom "Landleben" hat mir einen Kloß im Hals beschert - diese ständige Nähe (bei euch Schwiegereltern), jeder kennt einen, die ununterbrochene Ruhe, ... Klar hört sich das alles immer sehr idyllisch an. Ist es auch! Aber wenn man im Herzen ein Großstadt-Mensch ist, dann kann diese Idylle auf kurz oder länger auch unerträglich werden. Es klingt paradox, aber bei mir ist es zum Beispiel häufig so, dass meine innere Ruhe mit der zunehmenden Hektik um mich rum steigt. Klar brauch ich auch meine Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten, aber ich liebe auch viele Menschen um mich rum, die Vielfalt, das Chaos, ........
Wenn deine Frau von ihrem Wesen auch in diese Richtung tendiert, dann kann ich diese Argumentation verstehen. Allerdings würde ich mal - unabhängig vom Aspekt der Großstadt - sehr stark davon ausgehen, dass dies nicht euer einziges Problem ist. Vielleicht ist es nur das am besten greifbare Argument von ihr und die anderen schwelen darunter oder sie hat momentan keinen Zugang zu den anderen Problemen.
Vielleicht ist aber gerade dann der "Psycho-Onkel" ganz gut um an diese anderen Probleme ranzukommen.
Viel Erfolg und alles Gute, von einer "Großstadt-Psycho-Tante" ;-))
 
G

Gast

  • #12
Lieber Fragesteller,
das Stadt-Land-Issue scheint bei euch zu einem grossen Problem geworden zu sein. Es ist schwierig, gegen die eigenen Wurzeln aufzubrechen, wenn man sich besonders in der Stadt bzw. auf dem Land wohlfühlt.
Für deine Frau ist es auch nicht unbedingt so vorteilhaft wie für dich neben deinen Eltern zu wohnen - ich meine hier eher auf einer emotionellen Ebene, denn sie hat wahrscheinlich viel mehr Nutzen / Vorteil von der Nähe deiner Eltern, als es ihr bewusst ist. Ich frage mich, welche Beziehung du und vorrangig sie zu deinen Eltern hast/hat. Sind die Eltern "zu oft" bei euch, mischen sie sich zu viel ein? Das könnte vielleicht ein Problem sein. Und hat deine Frau deine Eltern zu einem Problem gemacht? Das Thema könntet ihr offen und freundlich mit einander (und dann mit deinen Eltern) besprechen.

Ich kenne deine Frau nicht und kann mir natürlich keine Urteile erlauben. Wenn du fragst, muss ich jedoch sagen, dass sie für mich ziemlich (ja sogar sehr) verwöhnt klingt - als ob sie ihr priviligiertes Leben nicht schätzen kann, obwohl es das ist, was ihr gemeinsam geplant habt. 25 km in die nächste Stadt, das ist nun nicht weit - und sie hat sogar ein Auto. Und wenn sie in der Umgebung mittlerweile gut integriert ist, bedeutet das auch viel - es sei denn, sie will zurück in "ihrer" Stadt, müsste sie sich auch anderswo neu integrieren. Ich frage mich, was diese Frau mehr will? Sie muss nicht mal arbeiten, aber tatsächlich denke ich, dass genau das gut wäre für sie. Dann trägt sie Verantwortung, hat Pflichten, kann sich professionell einbringen, entwickelt sich und kommt automatisch "mehr raus", wird mehr beansprucht sowie der Bedarf für Action nach einem langen Arbeitstag wahrscheinlich abnimmt. Ich glaube, sie muss ein bisschen erwachsener werden und euch als Familie respektieren und ihre eigenen fixen Ideen auf Standby stellen - oder zumindest kompromissbereiter sein - zumal es ursprünglich gemeinsame Pläne waren und ein Umzug auch fur dich, das Kind und deine Eltern - und sekundär vielleicht auch die Finanzen - Konzequenzen haben wird.
Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich würde auch nicht das alles aufgeben wollen. Ich hoffe, deine Frau wird auch "zur Vernunft kommen" - wobei ich weiss, dass Glück nicht unbedingt vom Wohlstand und Perfektionismus abhängt - denke aber jedoch, dass sie überreagiert und das mit einem kindischen, unreifen Hauch. Kann sie denn überhaupt formulieren, was sie stört und was sie von einem "neuen Leben" erwartet?
Ach ja, du fragst, was du tun kannst. Ich weiss es auch nicht, aber wenn du immer lieb, verständnisvoll und geduldig mit ihr warst, ist es vielleicht Zeit zu zeigen, dass du hier keine so grosse Kompromisse eingehen kannst, und dass auch deine Wünsche wichtig sind - wie würde es dir in der Stadt gehen? Und nochmals: das mit einem Job für sie! Und dann diese Paartherapie - aber dann hoffe ich wirklichlich, dass der Therapeut "auf deiner Seite" ist.
Alles Gute!
w35
 
G

Gast

  • #13
vorweg: Ich bin auf dem Lande bzw. etwas größerer Vorort einer 100k Stadt augewachsen. Wohne aber jetzt in einer 1 Mio Stadt.

Auf dem Lande wird es wirklich schnell langweilig. Vor allem, wenn man aus einer Großstadt kommt. Ich bin gerne zu Hause, aber nach ner Zeit fällt mir die Decke auf den Kopf. So wird ihr das wohl auch gehen.

Ich stimmt dir zu, dass das Land für ein Kind besser ist. Aber du hast sie ja quasi in dein Heimatdorf verpflanzt.

" Von daher (und weil ich hier aufgewachsen bin) will ich das nicht so einfach hinnehmen."

Und für deine Frau gilt das nicht?

"Sie hat ein Auto, ist mobil, hat ihre Freunde mittlerweile hier, geht zum Sport, Hobbys, Ärzte usw... Alles super)"

Eher nicht. Klingt so, als musste sie ihr altes LEben mit ihren alten Freunden zurücklassen.

Sie musste quasi alles aufgeben und zu dir ziehen. Auch noch zu deinen Eltern quasi.

Ich glaube eher, dass es dein Plan war, aufs Land zu ziehen.

m 32
 
G

Gast

  • #14
Ich denke, dass es grundsätzlich eine gute Idee ist, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen - vielleicht kann Euch das helfen, Eure Beziehung neu zu überdenken und konstruktiv miteinander zu sprechen. Allerdings sieht es für mich so aus, als hättet Ihr einfach unterschiedliche Vorstellungen davon, wie ihr auf Dauer leben möchtet. Gerade das Dorfleben wirkt aus der Entfernung oft idyllisch, romantisch, man verbindet es mit "heiler Welt" usw. - die Schattenseiten lernt man aber erst kennen, wenn man es wirklich ausprobiert hat. Vielleicht hat Deine Frau in den vier Jahren einfach gemerkt, dass diese Art zu leben doch nichts für sie ist. Ich kenne auch beides, Dorf (ich bin in einem kleinen Kaff im tiefsten Bayern aufgewachsen, habe es allerdings direkt nach dem Abi verlassen) und Großstadt (nach dem Studium in Berlin lebte ich 15 Jahre in New York) und bin an dem Projekt "Zurück auf's Dorf" vor zwei Jahren auch gescheitert. Nach relativ kurzer Zeit hat die Enge der dörflichen Umgebung und ganz besonders die Dorfgemeinschaft mich förmlich erstickt - und dass zumindest der enge Kontakt zu Deinen Eltern für Deine Frau belastend ist, schreibst Du ja selbst. Wären Eure Lebensumstände anders, würde ich zu einer räumlichen Trennung raten: man kann auch eine Beziehung führen, ohne zwangsweise im gleichen Haus leben zu müssen und vielleicht würde sich Deine Frau ja in der benachbarten Großstadt wohler fühlen. Mit Kind und Haus müsste man dann eben nach Kompromissen suchen.

Ich habe insgesamt stark den Eindruck, als würdet Ihr das Leben führen, dass DU möchtest - unabhängig davon, ob es für Deine Frau passt. Die Hilfsbereitschaft Deiner Eltern kann aus ihrer Sicht auch gut Aufdringlichkeit und Einmischung sein und insgesamt ist die Situation einer "nur" Hausfrau und Mutter, die zudem noch in finanzieller Abhängigkeit von den Schwiegereltern lebt, mit Sicherheit auch keine einfache. Überleg doch mal, wie Du Deine Frau entgegenkommen kannst: Vielleicht redest Du mit Deinen Eltern und bittest sie, ihre Hilfsbereitschaft doch ein wenig einzuschränken und Deiner Frau mehr Luft zum Atmen zu lassen? Oder ihr packt wirklich regelmäßig die Koffer und macht über's Wochenende Kurzreisen in Großstädte, so dass Deine Frau mal wieder Großstadtluft atmen kann (Babysitter sind ja vorhanden...). Wenn sie dann wieder arbeiten möchte, wäre ein Job in der benachbarten Großstadt ratsam und ganz allgemein würde ich sie an Deiner Stelle so oft wie möglich in die Stadt ausführen. Vielleicht hilft ihr das... vielleicht aber auch nicht. Unterschiedliche Lebensentwürfe sind immer ein Problem in einer Partnerschaft.

Ich wünsche Euch alles Gute!
 
G

Gast

  • #15
Hallo,

ja, ich hab genau das gleiche erlebt. Ich bin ein Stadtkind, habe zeitig ein Kind bekommen, geheiratet und als ich 25 war, haben wir ein Haus auf dem Land gekauft.

Ich stellte mir damals auch alles toll vor, das Haus nebst großen Grundstück und Hund war ideal für das Kind. Auch die Schule war gut, alles niveauvoll, keine typischen Stadtprobleme.

Glücklich war ICH aber nicht. Das große Haus nebst Garten überforderte mich aufgrund meiner Vollzeitarbeitsstelle und Fahrtwegen von 1,5 - 2 h täglich blieb nicht viel Zeit .


Wesentlich für mich war aber, dass ich von meinem Mann enttäuscht war. Er arbeitete stundenmäßig nicht mehr als ich, hatte dafür ganze Vormittage oft frei, dennoch blieb die ganze Hausarbeit, Kindererziehung, alles organisatorische und bürokratische an mir hängen.

Ich fühlte mich überfordert und zudem noch von meinem Mann unverstanden und ungeliebt. Wir hatten keine emotionale Nähe mehr. Wir hatten keinerlei Gemeinsamkeiten oder Interessen außer dem Haus. Ich hingegen war immer ein "Schöngeist", liebte Musik, Literatur, Kultur, einfach "die Stadt, den Geruch der Stadt in einer Sommernacht...

Dafür hatte mein Mann nie ein Empfinden, er machte es nur nieder und lächerlich, ich ließ diese Interessen verkümmern..

Ich schreibe dir, weil ich genau den gleichen Satz las, den ich von meinem Mann hörte: "Du hast doch alles", Kind, Hund, schönes Haus, zwei Autos vor der Tür, keine wirklichen Probleme. Aber das sind "nur" materielle Dinge, darauf kommt es nicht an.

Als er mich dann ganz offensichtlich betrog, lernte ich auch einen anderen kennen, einen Stadtmenschen, einen mit dem ich wirklich auf einer Wellenlänge schwamm. Ich fand mich selbst und meine Interessen wieder, übte sie auch allein aus.

Und ich trennte mich von meinem Mann. Nicht wegen des anderen, sondern weil wir nicht mehr zusammen passten.

Ich wohne zwar immer noch in dem Haus, aber ich schwanke zwischen Gefühlen der Freude, wenn ich die Entwicklung der Mietpreise in der Stadt sehe, aber auch Frust, wenn ich mich wieder überfordert fühle. Aber dennoch fühle ich mich jetzt frei, zu nichts gezwungen, die Tochter ist erwachsen.

Ich persönlich habe auch nicht so den rechten Anschluss zu den Dorfleuten hier gefunden. ich finde da keine tieferen Zugang, irgendwie sind wir zu verschieden.

Ich würde dir raten, ganz genau zu schauen, was deiner Frau wirklich fehlt, in eurer Beziehung.
Gegebenenfalls ist es nötig, dass du deiner Familie klar machst, dass gewisse Grenzen zu wahren sind und man nicht das Recht hat, die Kinder täglich zu besuchen oder zu behelligen, auch wenn man nebenan wohnt.

Vielleicht es auch eine Art Babyblues die deine Frau zu ihren Ansichten treibt.

Es wäre vielleicht nicht ganz schlecht, doch mal mit einem Fachmann darüber zu reden um dem wahren Problem auf die Schliche zu kommen.

Viel Glück

w, 40
 
G

Gast

  • #16
Besprich doch mal mit deiner Frau, welche Hilfe von den Großeltern sie gerne annimmt und was ihr zu viel ist. Das sagt ihr dann deinen Eltern. Und ganz wichtig: wenn deine Eltern eine andere Meinung haben, dann halte zu deiner Frau.
 
  • #17
Stadt ist Stadt - und Dorf ist Dorf.

Wer in der Stadt lebt, dessen Umgebung und Atmosphäre täglich vor sich hat, sich spontan für etwas dort entscheiden und besuchen kann
.... anstatt erst xx Kilometer hin fahren zu müssen, und abends xx-Kilometer zurück bis zu seinem Bett.

Während der FS sein Dorf ganz anders empfindet. Für ihn ist es Heimat, Zuhause und Geborgenheit. Er geniest die Ruhe und naturnah - während die Frau die Geräusche der Großstadt vermißt ?

Ich wohne auch lieber in der Stadt als auf dem Land.
Als Kind in einer Kleinstadt aufgewachsen, aber ab 10 J. auf dem Dorf - mit vielen Nachteilen für Kinder und Jugendliche.

Als Kind war ich auf dem Dorf wie "abgeschnitten." Es fuhren Busse meist nur an Schultagen und zu Schulzeiten.
Mit dem Fahrrad war es sehr mühsam, weil nicht eben. Überall bergauf/bergab.

Ich beneidete die Leute, die in der Kleinstadt lebten. Mit Bussen und dem Bahnhof am Ort.
Mit Läden, Bäckereien, Cafès, Freizeitmöglichkeiten, Veranstaltungen, Treffpunkten.
Mit vielen Menschen auf den Straßen = lebendig.
Anstatt eine relativ ruhige Dorfstraße, wo manchmal öfter eine Katze, als ein Mensch zu sehen ist.

Dorf:
Wo Einem die Stille, die vielen Nebel, und der lange Winter mit viel Schnee verrückt.
machen kann. Und ggf. 10 km. fahren müssen, bis man zu einem größeren Ort und einem Einkaufsladen kommt.

Es ist emotional ein großer Unterschied, ob man auf dem Land oder in der Stadt lebt.

Direkt neben den Eltern des FS bauen + wohnen - mag für den FS gut erscheinen.
Aber es sind nicht die Eltern seiner Frau.
Es mag für seine Frau auf Dauer lästig erscheinen, wenn die Schwiegereltern ggf. jeden Tag bei ihr sind. Und dazu meinen:"Aber wir meinen es doch nur gut mit ihnen"

Denn die Frau hat nun mehr persönliche Belastungen, z.B. durch das Kind.
Was für sie eine neue Erfahrung ist, weil ihr erstes Kind ?

Sie will das Alles selber erleben, und ihre eigenen Erfahrungen machen, anstatt (ständig) von den Schwiegereltern rein geredet zu bekommen. Die ggf. übertrieben das Kind "beglucken", weil es ja das Kind ihres Sohnes ist, sowie ihr Enkelkind. Dadurch fühlt sich die Mutter des Kindes bevormundet oder gar abgeschoben. Obwohl sie doch die engste Bezugsperson des Kindes ist - und nicht die Schwiegereltern.

Alle meinen es gut - und finden es bestens - aber genau das ist es nicht, für diese Frau und Mutter.

Der FS glaubt irrtümlich: So ist es doch am besten - besser gehts nicht.
Das ist aber nur SEINE Sichtweise.

Während die Frau aus Liebe still hält, um den FS nicht zu enttäuschen.
= auf dem Dorf wohnen müssen, weil es dem FS so gut gefällt
= seine Eltern (täglich) ertragen müssen, weil direkt daneben.
= stets nett und dankbar zu ihnen sein, weil sie und der FS ihnen viel zu verdanken haben.

Der FS soll mit seiner Frau offen reden. Und o.g. Aspekte dabei nennen.
Sie wird sich freuen, daß sie endlich mal verstanden wird.
Und dann kann man gemeinsam nach Lösungen oder Kompromissen suchen.
 
G

Gast

  • #18
Lieber FS,
ich kann Deine Frau gut verstehen, ich bin auch so eine Stadtpflanze. Ich habe es mit einem Haus am Stadtrand versucht und es hat nicht funktioniert - ich bin dort nicht glücklich geworden, war mir alles zu eng, trotz großem Haus mit Garten. Jeder kennt Dich, beobachtet Dich, mischt mit. Mir fehlte die Anonymität der Stadt - dass ich ganz leicht Gesellschaft haben kann, wenn ich es will und Distanz, wenn ich diese brauche. Ganz wichtig war mir, dass ich gut den Abstand zu Menschen haben konnte, die ich schlichtweg nicht mag. Das hast Du in dre Stadt, aber nicht auf dem Dorf
Obwohl ich auch stadtnah wohnte, war ich nie in der Stadt, man bekam garnicht mehr mit, was wo läuft, wie die Stadt sich verändert. Man verliert dort die Kontakte wird fremd.

Bei uns hat es auch zu Scheidung geführt. Jetzt lebe ich glücklich in einer superschönen Jugendstilwohnung mitten in einem angesagten Stadtteil. Ich gehe die Treppe runter und habe die freie Auswahl, wo ich meinen Kaffee trinken will, ich weiß immer, was im Kulturhaus um die Ecke läuft oder in den nahe gelegenen Theatern, kenne die Programme der Kinos in unmittelbarer Reichweit und gehe auch hin. Bei den Leuten mit Kindern weiß ich, dass sie eine breite Auswahl an Kitaplätzen haben - je nach persönlicher Neigung.

Als junge Frau hätte ich ein 250qm-Haus mit Pool, Sauna und Solarium nicht haben wollen - was soll ich damit, wenn ich da allein bin. Da gehe ich lieber in mein Fitnessstudio, habe dort die Auswahl zwischen einem halben Dutzend Saunen, die gewünschte Ruhe oder auch Unterhaltung.
Außerdem wäre mir das alles zu groß zu viel zu tun, allein nicht zu schaffen, aber ich will niemand anderen, der in meinen persönliche Dingen rumwurschtelt. Lieber habe ich einen kleinen, pflegeleichten Haushalt. Das ist auch einer der Unterschiede zwischen Dorf- und Stadtmenschen.

Ganz wichtig finde ich auch Deine Aussage "Psycho-Onkel" - typisch dörfliche geistige Enge. Meint wohl Paartherapie oder Mediator und typisch städtisch, solche Angebote zu kennen, zu haben und in geistiger Offenheit auch zu nutzen.
Vielleicht solltest Du an Deiner Einstellung arbeiten. Du willst es nicht hinnehmen und das läuft stark darauf hinaus: Du wirst Deine Frau und Kind in Richtung Stadt verlieren. Du solltest Dir schwer Gedanken machen, wie Du Deiner Frau das Dorfleben schmackhaft machen kannst. Ein Weg scheint zu sein - Deine Eltern auf Abstand zu bringen.

Denk' mal drüber nach: Du hast ganz toll für Dich gesorgt, Dein Dorf, Dein soziales Umfeld, Deine Eltern als Nachbarn.
Um die Wünsche Deiner Frau hast Du Dir bisher wenig Gedanken gemacht. Das könnte ein teurer Sport für Dich werden, wenn Du ihr nichts anbietest, was es für sie angenehmer macht.
 
G

Gast

  • #19
Der erste spontane Gedanke beim Lesen war: "Was für eine verwöhnte Schnepfe". Wie viele Leute würden mit ihr tauschen wollen. Glücklich kann man überall sein, wenn man weiß, worauf es ankommt. Das scheint bei ihr nicht der Fall zu sein. Ich wette, ihr fallen auch keine plausiblen Gründe ein, weshalb es ihr jetzt plötzlich einfällt, partout nicht auf dem Land leben zu wollen (das weiß man doch vorher) und was sie eigentlich Erstrebenswertes in einer Großstadt vermisst (ich bin auch aus einer Großstadt und mich kotzt der ganze Lärm und die Menschenfülle manchmal einfach an)?
Ist es vielleicht nur die Nähe zu deinen Eltern, die sie stört? Könnte der Kontakt ein wenig zurückgefahren werden? Wenn es das nicht ist, fällt mir dazu nichts ein.
 
G

Gast

  • #20
Ich bin froh, dass diese Entscheidung nie auf mich zukam. Die Liebe zu "ihm" und mit ihm in ein Dorf oder Kleinstadt zu ziehen - was ich mir sicher erstmal traumhaft schön vorgestellt habe - oder auf ihn und die Liebe zu verzichten...
Womöglich hätte ich auch den (unerkannten) Fehler gemacht und wäre bald allerwahrscheinlich todunglücklich geworden....
 
G

Gast

  • #21
..tja, lieber FS, du hast alles, was du wolltest, und deine Frau hat auf alles verzichtet - und da wundert dich, dass Sie das irgendwann nicht mehr toll findet?
Wie würde es dir gehen, wenn du
- als Landei im Stadtpenthhouse leben müsstest mit Verkehr und ohne Grün vor der Tür
- deinen Freundeskreis komplett hinter dir lassen musstest
- als Ausgleich nebenan die Eltern deiner Frau wohnen, die dir immer schön reinquatschen und sich vielleicht gar in die Erziehung deiner Kinder einmischen
- du den ganzen Tag zuhaus rumhocken darfst, während Sie Karriere macht

Hört sich nicht toll an? Aber deine Frau soll das gefälligst aushalten...
Alleine der Gedanke, dass die Schwiegereltern nebenan wohnen, ist ja schon fürchterlich, so nett können sie gar nicht sein!
 
G

Gast

  • #22
Deine Frau will weg - und das wird sie früher oder später tun, wenn das Maß voll ist!
Dein Problem: du bist unflexibel und solltest zügig handeln!

Die Frage ist: ist dir diese dämliche Villa wichtiger, so dass du dafür lieber deine grosse Liebe gehen lassen willst? [mod]

Ihr braucht keinen Psychodoktor, sondern ich sehe hier ganz klar, dass du mal etwas flexibler, abenteuerlustiger und entscheidungsfreudiger werden musst im Leben und ihr euch irgendwo was neues in der Stadt aufbauen solltet. Das ist kein Fehler. Oder du behälst dein hübsches Häuschen mit den Eltern zusammen und bleibt dann die nächsten Jahrzehnte Single und verschuldet.

Ich sehe nichts Dramatisches daran, nochmal umzuziehen - das gehört zum Leben dazu, dass man auch mal paar andere Stellen von der Welt gesehen hat, nicht nur die über/neben Mama und Papa. Zu glauben, man wäre mit 30 schon sesshaft - ist ein grober Fehler. Wer weiß, wie oft du noch umziehen wirst im Leben (die Entscheidung ist ja nicht nur von dir abhängig, sondern auch von jeder weiteren Frau an deiner zukünftigen Seite!). Es gibt zudem so viele schöne Plätze und Länder auf der Welt. Vielleicht willst du später mal sowieso ganz woanders wohnen.
Eine Villa legt einen praktisch an die Ketten. Ohne Geld oder mit Schulden sowieso.

Und selbst wenn ihr euch heute trennt und du hast in 20 Jahren wieder eine neue Partnerin, da stehst du wieder vor dem erneuten Problem. Da wirst du dich wieder arrangieren müssen, woanders nzu wohnen. Zu glauben, eine Frau kommt in dein gemütliches Heim neben den Eltern, wo es ja so schön bequem für dich ist und alles gut läuft[mod]
Aber mal ehrlich, nach 3 Jahren schon heiraten und eine Villa kaufen als so junges Paar halte ich schon für ganz schön unverschämt unüberlegt. Ich frage mich, wie man sich so derart von seinen Emotionen leiten lassen kann... Ansonsten kann ich mir nur den Vorrednern anpassen: das Haus verkaufen. Ich brauch als Frau keine Villa (die ich am Ende noch 24 Stunden am Tag selber Putzen darf).
 
G

Gast

  • #23
Lieber M

1. Beratung aufsuchen. Wie soll die Kinderbetreuung sein ? Will deine Frau je arbeiten ? Braucht sie dann die Eltern wirklich oder geht es auch ohne ?
Was hat sie gegen deine Eltern, machen die zuviel ? Muss sie dankbar sein ?
2. Muss ein so grosses Haus unbedingt erhalten werden ? Könnt ihr in ein kleineres Haus näher an der nächsten Stadt umziehen ? (Abstand suchen)
3. Könntest du mit ihr überhaupt in einer Stadt leben ? Was will sie da - ausser Spass ? Ich würde zur Bedingung machen dass sie in der Stadt auch arbeiten geht.
 
G

Gast

  • #24
Du meinst, Deiner Frau gefällt es in der Großstadt besser - sie ist dort aufgewachsen. Aber in der Enge, in der Luftverschmutzung und ohne die Eltern in der Nähe ist alles nerviger, schwieriger, trubeliger ....

Vielleicht ist es das bei Deiner Frau auch. Dann geht es nicht nur um eine Großstadt an sich, sondern um Kulturen ... Die Kultur von Hamburg ist anders als die von Berlin, Frankfurt oder München. Ob sie etwa aus dem gleichen Bundesland stammt wie Du schreibst nicht.

Aber alles umschmeißen ... wie alt ist Euer Kind ? Es muß auch den Umzug verkraften, neue Freunde finden und das ist alles nicht so leicht. Das Risiko will einkalkuliert werden. Aber - wenn Deine Frau in der Großstadt leben will ... sie kann sich doch dort einen job suchen, ein Appartment nehmen, arbeitet teilzeit und ist von 3 Arbeitstagen zwei Übernachtungen dort ...

Dann lebt sie den Unterschied. Vielleicht ist das ein Weg.

Ich wohne in der schönsten Stadt von Deutschland und hier gibt es viel Platz, Ruhe und frische Luft ausserhalb des Zentrums, wo tatsächlich viel Trubel und Luftverschmutzung gibt. Dort wohnen aber auch wenige Familien.

Ich kann die Frau des FS verstehen, sicherlich hat sie aus Liebe den Schritt von der Grosstadt aufs Dorf gemacht, aber sich dann weiter entwickelt und gemerkt, dass es doch nichts für sie ist.

Dazu hat sie aus Liebe nicht gemerkt, dass Grosstadtfrau und Dorf-Mann selten gut zusammen passt. Das sind unterschiedliche Prägungen, die in der Anfangszeit sehr interessant und inspierigend wirken, aber im grauen Alltag, der jetzt wohl eingetreten ist, sich ins Gegenteil verkehren.

Warum sind dem FS nicht Bedenken gekommen, dass das Wohnen neben den Schwiegereltern, würde er das umgekehrt auch machen, keine gute Sache ist?

Ich empfehle, das Haus zu verkaufen, in die Stadt zu ziehen, das Kind ist noch klein genug dazu, dazu hat das Kind später viel mehr Möglichkeiten in der Kita-Schul-Hobbys-Ausbildungs-Auswahl, ohne ständig von den Eltern mit dem Auto gekuscht zu werden, was weder für die Gesundheit, die Psyche noch den Geldbeutel gut ist.

Die Frau des FS soll arbeiten gehen, Teilzeit reicht ja, ist gut für sie, für das Kind und auch für ihn, dann können die Schulden schneller abgezahlt werden und falls die Ehe scheitert, muss er nicht so viel Unterhalt zahlen.

Also FS, was meinst du dazu?

w
 
G

Gast

  • #25
...mitten in einem angesagten Stadtteil.

Ganz wichtig finde ich auch Deine Aussage "Psycho-Onkel" - typisch dörfliche geistige Enge. Meint wohl Paartherapie oder Mediator und typisch städtisch, solche Angebote zu kennen, zu haben und in geistiger Offenheit auch zu nutzen.

Was hat es denn mit geistiger Offenheit zu tun, wenn man das Wort "angesagt" benötigt, um die eigene Wohnsituation zu beschreiben?[mod]
Zum FS:

Der Kompromiss war und ist eben kein Kompromiss ...es ist einfach zu nahezu 100% das, was für Dich optimal ist.

Ein Kompromiss sieht so aus:

Ihr nehmt "ihre Stadt", aber den Stadtrand. U- oder S-Bahn Station im max 10 Min. fußläufig; max. 30 Min via ÖPNV in's Zentrum. Dort baut man aber ein Haus und wohnt nicht nur in einer Wohnung. Deine Eltern können dorthin umziehen (min. 3 Straßen weiter) wenn sie sich unbedingt um das Kind kümmern wollen. So sind sie dort genauso wenig zuhase, wie ihr und Deine Frau hat nicht das Gefühl, dass sie eine Art Hausrecht auf eurem gemeinsamen Gelänge ausübern.

Außerdem mußt Du die wirschaftlichen Verflechtungen mit Deinen Eltern auflösen!

Das wird ein Kraftakt, das Ruder rumzureißen, aber wenn Du es nicht tust, wirst Du auf lange Zeit gesehen mehr verlieren (in jeder Hinsicht, auch finanziell) als mit nochmal neu bauen, etc.

Du mußt natürlich vorher abklären, ob sie mit dem richtig nahen Stadtrand "ihrer Stadt" klar kommen würde, oder auch wieder nicht, wie Frau Gast, die letztzendlich "angesagt" wohnen will. In letzterem Fall kannst Du die Frau nur abhaken, denn sie ist dann genau so wenig kompromissbereit, wie Du mit dem Haus "von allem weit weg" neben Deinen Eltern.

m44
 
  • #26
Lieber FS, [mod]

Klar, Du bist erstmal der geliebte Sohn. Kannst so gar nicht verstehen dass man sich in einer Villa mit Pool und nix zu tun nicht wohl fühlt. Dazu noch die Schwiegereltern (Mami die Ihren Sohn pampert wos nur geht) denen Sie auch noch was schuldet weil ja sonst das Haus nicht finanziert hätte werden können. Du bist ja den ganzen Tag am arbeiten, Deine Frau kriegt das alles ab!
Kann Sie Dir sagen dass Sie die ständige "Hilfe" gar nicht braucht (Sie arbeitet ja nicht), daß die Alte nervt und Sie es Ihr nicht Recht machen kann, daß Sie im Dorf nicht Sie sondern die Schwiegertochter Deiner Eltern ist?

Eben, und dann begründet Sie es eben so.

Willst Du wirklich Deine Familie retten? Dann vermiete die Hütte und zieh in eine Kleinstadt, mindestens eine halbe Stunde von Deinen Eltern entfernt. Zwei Nummern kleiner und weniger protzig, gibt Ihr die Möglichkeit sich als eigenständige Person weiterzuentwickeln und nicht ein Wurmfortsatz Deiner Existenz zu sein (Sorry, das ist Sie gerade). Dann sind die meisten Stressfaktoren schonmal weg.

Und vor allem: REDE MIT IHR!
Lieber FS, ich komm auch vom Dorf, nocht etwas abgelegener
 
G

Gast

  • #27
Alleine auf dem Land zu leben - mein Traum, inklusive aller dazugehöriger Arbeit.
Ich kann deine Frau nicht verstehen, aber manche werden vielleicht seltsam, wenn sie erstmal Kinder haben.

Die Schwiegereltern so dicht daran - dagegen hätte ich aber auch was. Und noch mehr bei den eigenen Eltern...

Und solche "Psychoonkels" und "Psychotanten" bräuchten mir gar nichts sagen - egal ob vom Land oder von der Stadt. Das würde ich dir auch dringend raten, dich nicht auf "Ferndiagnosen" wie in diesem Forum einzulassen.
Dann kannst du ja gleich auf dem Jahrmarkt dir die Karten legen lassen oder aus der Glaskugel die Zukunft vorhersagen lassen. Genau so ein Humbug.
 
G

Gast

  • #28
Lieber FS,
Ich kenne diese Luxus Damen nur zu gut. Was ihr fehlt ist eine sinnvolle Beschäftigung. Sie sollte unbedingt arbeiten gehen. Das kann man stundenweise tageweise... Wenn genug Geld da ist! gibt es Tagesmütter etc. Etwas sich selbst erarbeiten kann sehr sinnvoll sein, es zeigt den eigenen Wert. Die Beratung würde ich unbedingt annehmen. Ich befürchte, ihr paßt nicht so gut zusammen. Ein Haus zu bauen entscheidet man doch gemeinsam. Es wäre sinnvoll gewesen nicht nur auf den Luxus zu achten, sondern auch auf Gemeinsamkeiten. Seid ihr in der Stadt , wird ihr dann das große Haus fehlen. Das hätte sie dann sicher gern in der Stadt . Aber wer bezahlt das . Willst du dich dann ein Leben für ihre Wünsche abbunkeln? Achte mal wirklich genau auf das was Euch verbindet.
 
G

Gast

  • #29
Ob es wirklich nur am Dorf liegt?

Was für Probleme würden auftauchen, wenn ihr in der Stadt leben würdet?

Ich frage mich immer wieder, warum kommt es eigentlich zu Trennungen?
Warum trennen sich zwei Stadtmenschen, oder zwei Dorfmenschen, obwohl
sie Beide ja eigentlich doch "alles" hätten.
Aber da, kämen andere Probleme. Er arbeitet zuviel. Er hilft nicht im Haushalt. Oder sonstige Probleme...

Sind vielleicht einfach nur die Gefühle verschwunden und man (Deine Frau) sucht nach Ausreden? Frag sie mal ehrlich, bevor Du so einen riesen Schritt tust und mit ihr in die Stadt zu ziehen, um von ihr dann zu hören, es ist vorbei....

Keine Ahnung, ich glaube ihr passt nicht ganz so zusammen. Denn, Du bist ja im Dorf ziemlich glücklich. In der Stadt wärst Du doch dann unglücklich und hättest quasi die gleichen Argumente, die sie jetzt hat... Welche Argumente zählt sie denn auf? Dass sie ihre Eltern, Familie, Freunde vermisst, würde ich noch verstehen.
 
G

Gast

  • #30
Findet eine gemeinsame Lösung, mit der ihr beide glücklich seid .. wenn Du Deine Frau (noch) liebst. Es gibt immer Lösungen, wenn man es nur will.
 
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