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  • #1

Haustierdrama

Hallo,

ich stehe gerade vor einem ziemlichen Problem. Vielleicht gibt es hier ein paar Ratschläge.

Ich bin ja schon über 10 Jahre vom Vater meines Kindes getrennt und habe unseren Sohn weitgehend alleine aufgezogen. Obwohl er in derselben Stadt wohnt, hatten die beiden wenig Kontakt, dafür gab es mehrere Gründe. Die Arbeitszeiten des Vaters, aber auch teilweise seine Fokussierung auf neue Beziehungen, so dass die Umgangswochenenden nicht immer zuverlässig eingehalten wurden. Dadurch war das Verhältnis der beiden angeschlagen. Mein Ex lernte dann wieder jemanden kennen. Sie zog bei ihm ein, die zwei legten sich einen jungen Hund zu. Hund und Sohn hängen sehr aneinander, so entspannte sich die Situation auch wieder.

Und nun stehen sie vor der Trennung. Sie will ausziehen und mein Ex hat schon mehrfach zu unserem Sohn gesagt, dass er den Hund vermutlich weggeben muss, da er sich nicht allein um ihn kümmern kann.

Mein Sohn ist jetzt absolut panisch. Er soll in ein paar Monaten seinen Schulabschluss machen und ich habe keine Ahnung wie er es verkraften soll, wenn der Hund wegkommt. In meinen Augen ist es absolut traurig, dass sein Vater sofort vom Weggeben spricht ohne auch nur versucht zu haben, eine andere Lösung zu finden. Auch für den Hund wäre es natürlich furchtbar, es soll nicht der Eindruck entstehen, dass das für mich zweitrangig ist.

Mein Sohn sagt, bevor er zu Fremden kommt, muss er zu uns. Aber obwohl ich ihm auf keinen Fall diesen Schlag zufügen will, tue ich mir sehr schwer damit, das in Betracht zu ziehen. Ich war jetzt jahrelang AE und habe wahnsinnig zurückgesteckt. Haustiere habe ich immer abgelehnt, da wir ja auch jeden Tag mehrere Stunden weg sind. Selbst wenn mein Ex die Kosten übernimmt, es bleiben Arbeit und Verantwortung wieder an mir hängen, und ich war nicht einmal dafür, dass sie sich einen Hund anschaffen, auch wenn es mich nix angeht, einfach weil ich ihn kenne.

Organisatorisch wäre es vermutlich machbar zu zweit, vielleicht täte es mir auch gut. Ich arbeite in der Nähe, mein Sohn wird eine Ausbildung anfangen, voraussichtlich in Fußnähe. Aber für meinen Ex wäre es ebenso machbar. Er arbeitet zwar Schicht, aber hat auch immer wieder mehrere Tage frei, und es gibt wohl jemanden, der ab und zu mit dem Hund rausgeht. Ansonsten gibt es Gassiservice, Futterautomaten mit Timer, und wir würden ja helfen.

Ich bin leider nicht mal enttäuscht von ihm, ich hatte sowas befürchtet. Wie denkt ihr darüber? Ich weiß gerade gar nicht weiter. Ich weiß auch nicht, ob meine Überlegungen realistisch sind, da ich noch nie einen Hund hatte. Aber mein Sohn musste schon viel verkraften und hat in dem Tier viel Halt gefunden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das wegstecken wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #2
Ich würde das Tier zu mir nehmen, meinem Sohn und dem armen Hund zuliebe. Und vorher deutlichst (!) klarstellen, dass dein Sohn seinen Anteil an der Pflege zu übernehmen hat.

Das ist doch furchtbar, wegen einer Trennung ein Haustier abzugeben.
Und deinen Sohn hat der Kontakt zu ihm in schwierigen Zeiten stabilisiert.
Ex hin, Trennung her:
Der Hund käme zu mir, da würde ich nicht lange fackeln.

Aber gut, ich bin Hunde-Freundin: tolle Gefährten, halten einen in Bewegung, senken nachweislich den Blutdruck... ;)
Ok, erzogen müssen sie halt werden.

Alles Gute!
 

Laleila

Cilia
  • #3
Rede mit Deinem Ex, biete ihm Eure Hilfe an, vielleicht Tage-oder wochenweiser Wechsel.
Lässt er nicht mit sich reden, würde ich Deinen Sohn fragen ob er Verantwortung und, Zeitmanagement übernimmt, alt genug ist er und den Hund nehmen.
 
  • #4
Ich denke, wenn dein Sohn eine Ausbildung anfängt, wirst du auf dem Weg nach draußen, er wird den Hund sicher vermissen, aber es wird ihnen auch irgendwann nicht mehr so interessieren, denn er hat dann ganz andere Sachen zu tun. Ich finde das löblich, dass du dir Gedanken darüber machst, wo der Hund hin soll und wie das für deinen Sohn wird, aber ich würde mir das an deiner Stelle nicht ans Bein hängen, besonders wenn du noch keinen Hund hattest und gar nicht weißt, was da auf dich zukommt, ein Hund ist nämlich eine ziemlich Aufgabe, du musst dich die ganze Zeit um ihn kümmern, den Urlaub darauf abstellen der muss auch alleine bleiben können, er braucht einen Tierarzt, man muss andauernd mit ihm raus und ich weiß ganz genau von was ich rede. Du wärst bei der Aufnahme des, Hundes quasi die Feuerwehr, die mal wieder einen Brand löschen darf, den sie selber nicht verursacht hat. Denk immer daran, dein Sohn wird jetzt erwachsen, er wird bald andere Interessen haben und du musst das ausbaden. Wenn du nicht selber den Wunsch nach einem Hund hast, lass es.
 
  • #5
Du lebst unter einem großen Schicksal, was du dir selbst zugefügt hast ,du lebst leider nicht dein Leben nach deinen Maßstäben, sondern hast dich immer in gewisse Abhängigkeit gebracht, auch heute noch! Wäre ich an deiner Stelle, gebe es für mich keinen Hund, das würde ich meinem Sohn klar machen, da alles überwiegend an mir hängen würde, was ich nicht möchte, so einfach würde ich das lösen, man kann nicht immer gleichzeitig auf alle Hochzeiten tanzen, man muss Entscheidungen treffen, die für einen passen. Ich weiß aus eigenen Erfahrungen, wenn Kinder Tiere möchten, dass die Verantwortung und die Arbeit meist bei den Erwachsenen liegt, da mache ich nicht mehr mit!
 
  • #6
Ich finde schon, dass Du Dich um den Hund Deines Ex kümmern solltest.🤔 Alleine schon, weil das sonst furchtbar für den Hund ist.
 
  • #7
Mein Sohn sagt, bevor er zu Fremden kommt, muss er zu uns
Du weißt, dass Du Dich Deinem Sohn zuliebe einlassen wirst, Deine Argumente stehen in der Frage, sie sind nicht zu widerlegen, deswegen geht es nicht darum, OB der Hund kommt, sondern WIE, zu welchen Konditionen.
Das kannst Du bestimmen, überlege Dir, wie möchtest Du es haben, mein Vorschlag, Dein Sohn ist groß, gib ihm die Verantwortung, sag ihm, dass Du einverstanden bist, dass der Hund zu Euch kommt, wenn es SEIN Hund ist, und ER sich kümmert. Er soll sich Gedanken machen, wie er es sich vorstellt, den Alltag mit Hund, und Du überlegst für Dich Deine Grenzen und den Rahmen.
Praktisch gesehen, er muss es organisieren, wann der Hund raus kann, Dein Sohn muss dann früher aufstehen, das überleben Jugendliche ganz plötzlich, wenn sie es müssen, die erste Runde raus mit dem Hund, vor Schule, Ausbildung, genauso wie er nachmittags, abends gehen kann.
Füttern, weitere Versorgung, und Du springst nur ausnahmsweise ein, wenn er Dich vorher fragt und Du ja dazu sagst, Ihr könntet auch vereinbaren, dass er Dir immer am Wochenende vorher sagt, wie es für die nächste Woche aussieht, wo er Dich brauchen würde, und ob es für Dich geht.
Es wäre eine gute pädagogische Übung, er hängt an dem Hund, er kann ihn haben, aber nur, WENN er sich kümmert, und dann musst Du konsequent sein, und nicht die Arbeit Stück für Stück schleichend übernehmen, also auch bei Anfragen Nein sagen, wenn es nicht passt.
Du könntest eine Probezeit vereinbaren, 1/2 Jahr, ob das funktioniert, sonst wird neu entschieden, diese Zeit ist lang genug, damit sich der Alltag eingespielt hat, es liegt somit an Dir, wie konsequent Du bist, wo Du Grenzen setzt, von Beginn an, machst Du es nicht, hast DU die nächsten Jahre einen Hund, Realität.
 
  • #8
Danke schonmal für eure Antworten. Ich will nicht grundlos Panik machen, erstmal muss ich auch mit meinem Ex mal reden, da ich ja bis jetzt alles nur von meinem Sohn gehört habe. Allerdings gehe ich mal davon aus, dass er sich tatsächlich so geäußert hat. Ob er ihn uns dann geben würde, wäre ja die andere Frage, letztlich entscheidet er das selber.

Mein Sohn will den Hund auch nicht nur deshalb behalten, weil er ihn sonst vermissen würde. Er hat auch wahnsinnig Angst, dass er irgendwo landet, wo es ihm nicht gut geht oder am Ende sogar ins Tierheim muss. Ich glaube, der Gedanke würde ihn ewig verfolgen.

Dass er mit den Jahren andere Interessen haben wird habe ich auch bedacht, allerdings ist die Bindung der beiden schon sehr stark. Verreist sind wir die letzten Jahre eh kaum, außer ein paar Kurztrips. Es gibt nicht viel, worauf wir verzichten müssten.

Trotzdem wäre es mir natürlich am liebsten, mein Ex behält ihn und kümmert sich mit seiner Exfreundin und unserer Hilfe weiter um ihn.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #9
Ich würde an deiner Stelle dem Jungen den Gefallen tun und den Hund nehmen.

Ihm aber klar machen, dass es sein Hund ist und er sich um ihn zu kümmern hat. Das heißt nicht dass du ihn nicht auch mal betreuen kannst aber die grundsätzliche Verantwortung jeden Tag liegt bei ihm.

Dein Sohn ist ja nun kein Kind mehr sondern fast erwachsen und man kann davon ausgehen, dass er zu entsprechende Verantwortung wirklich in der Lage ist.

Du sagst ja dass es organisatorisch zu machen ist... es gibt ja auch Hundekindergärten, wo man den Hund tagsüber betreuen lassen kann.

Als ich vor 12 Jahren meinen Hund anschaffte, lebte mein Ex noch in der Nähe und meine Tochter noch im Haushalt und beide sicherten mir zu, sich um den Hund zu kümmern.
Mittlerweile haben sich diese Umstände geändert, so dass es doch grundsätzlich an mir ist, mich um den Hund zu kümmern. Beide kommen aber einmal in der Woche zur Betreuung wenn ich lange arbeiten muss, diese Termine sind fix. Ansonsten kann ich auch beiden den Hund für ein paar Tage zur Betreuung geben, wenn ich mal wegfahren will.

Ich denke dass ließe sich bei euch ähnlich organisieren.

Ja ein Hund bedeutet Einschränkungen, man muss immer schauen, dass er nicht zu lange alleine ist und jemand mit ihm Gassi geht. Für den Urlaub braucht man Betreuung oder man nimmt ihn mit. Die Hundehaare nerven auch ziemlich.

Aber es ist auch sehr schön, einen Hund zu haben, spazieren gehen können und müssen, was man sonst vielleicht nicht tun würde. Man nimmt die Natur mehr wahr und kommt dabei auch ein bisschen runter. Da ich jetzt allein in meinem Haus wohne, fühle ich mich auch sicherer durch den Hund🐺. Ich für meinen Teil bereue es nicht den Hund angeschafft zu haben auch wenn er doch einige Einschränkungen mit sich bringt. Man liebt die süße Fellnase ja auch😍

Ich würde dir raten, es mit dem Hund zu probieren und alle einzubinden. Wenn alles absolut nicht funktioniert und sich keiner kümmert, besteht die Option ihn wegzugeben ja immer noch.
 
  • #10
Obwohl ich mich selbst nach Jahren für einen Hund entschieden habe, kann ich Dir nicht raten sofort zuzusagen.

Es ist eine Entscheidung für Deine nächsten Jahre.
Dein Ex wird sich wieder um seine nächsten Beziehungen kümmern und da müsstest Du beten, dass diese begeistert über einen Hund wäre. Sonst wird er kaum zuverlässiger sein, als bei Deinem Sohn.
Und Dein Sohn startet in ein Leben, wo er ggf bald, nicht in die Nähe zieht, Vollzeit beschäftigt ist etc.

Dagegen steht, dass Dein Ex, den Hund einfach so ins Tierheim abschiebt. Das wird Sohn wie dem Tier, ins Leiden bringen.

Deshalb würde ich auch den Mittelweg gehen und eine zeitliche Vereinbarung treffen.
Ihn im Wechselmodel mit dem Ex und Sohn, in der Verantwortung lassen. Die meisten Hunde können das gut.
Aber Dein Sohn muss wissen, dass es bei ihm liegt.

Auch Du wirst in der Zeit feststellen, ob der Hund eine Bereicherung für Dich und Dein Leben wird oder Dich einfach zu sehr einengt.
Es wird zu 90% Dein Leben mit Hund, da bin ich mir sicher.

Und wenn es nicht wie bei mir...340 Tage im Jahr, viel schöner mit Hund ist und somit zurückstecken leicht fällt, dann sucht eine neue Familie für ihn.
Wenn man das gut macht, mit langsamen und liebevollen "Übergang", dann kann ein Hund ohne Schaden, sein Rudel wechseln.
Ich habe meinen aus einer Pflegestelle übernommen...Schritt für Schritt und nicht mal eben mitgenommen.
Das könntet Ihr Sohn/Du mit viel Liebe und Verantwortung gestalten.

Diese Option solltest Du in den Raum stellen, denke ich
 
  • #11
Als meine Eltern sich getrennt haben hat meine Mutter den gemeinsamen Hund abgegeben ohne mich zu informieren (da muss ich so um die 5/6 gewesen sein), er war dann weg von heute auf morgen. Ich war sehr traurig, mein Opa hat ihn wieder geholt und zu sich genommen mir zur Liebe. Das werde ich nie vergessen, ich war bei meiner Freundin spielen und Opa hat da angerufen, mich ans Telefon geholt und gesagt: „ich habe eine Überraschung für dich, wenn du nach Hause kommst.“
Ich kam nach Hause und der Hund war wieder da. Ich bin meinem Opa auf ewig dankbar dafür ❤️ Der Hund wurde noch sehr alt (10 Jahre hatten wir ihn, er war schon paar Jahre alt 4-6 geschätzt als meine Eltern ihn aus dem Tierheim geholt hatten) und meine Großeltern hatten sich ab da an um ihn gekümmert.

Deshalb bin ich bei @FemmedeVienne

W 28
 
  • #12
Ich würde den Hund ebenfalls nehmen und vorher die Rahmenbedingungen abstecken.

Insbesondere Urlaubsversorgung und hier auch den Ex einbinden.

Ganz klar wäre es bei mir der Hund des Sohnes, bei dem du ihn unterstützt.

Alles andere würde mir im Herz schmerzen.
 
  • #13
Ich finde schon, dass Du Dich um den Hund Deines Ex kümmern solltest.🤔 Alleine schon, weil das sonst furchtbar für den Hund ist.
Die Frage stellt sich allerdings, warum die FS sich um ein Problem kümmern soll, dass sie nicht verursacht hat und dessen Lösung sie auch gar nicht in ihren eigenen Räumen haben will. Warum soll eine Frau etwas tun, was sie nicht möchte? Natürlich ist es nicht schön für den Hund, aber man weiß doch gar nicht, wo er hinkommen würde und vielleicht findet er eine wundervolle Familie für sich. Dieses Helfersyndrom, was Frauen haben sollen, macht mich echt sauer. Und ich liebe meinen Köter wie verrückt, aber den hab ich aktiv zu mir geholt. Den von Nachbarn will ich nicht. Der Junge ist übrigens fast erwachsen und kein Kind mehr.
 
  • #14
Dass er mit den Jahren andere Interessen haben wird habe ich auch bedacht, allerdings ist die Bindung der beiden schon sehr stark. Verreist sind wir die letzten Jahre eh kaum, außer ein paar Kurztrips. Es gibt nicht viel, worauf wir verzichten müssten.
Ich finde das die entscheidende Frage. Wenn für Dich die Einschränkungen über einen Zeitraum von vielen Jahren in Ordnung sind und Du dazu bereit bist, Dein Leben längerfristig darauf auszurichten, dann passt es. Bei einem Jugendlichen ist nicht unrealistisch, dass er sich in ein paar Jahren vielleicht auch nicht mehr kümmern möchte, aber dann natürlich von Dirverwartet, dass Du das weiter übernimmst.
Eine Verpflichtung Deinerseits sehe ich nicht.
 
  • #15
Ein Versuch kostet ja nichts. Vielleicht bringt der Hund auch ein wenig Bewegung und Freude mit. Sehe es aus der positiven Seite. Sicherlich ist ein Haustier zusätzliche Arbeit aber bringt auch Freude und Leben rein.
 
  • #16
@INSPIRATIONMASTER du und diejenigen, die sagen, es könne am Ende durchaus so enden, dass ich alleine zuständig bin, haben natürlich Recht. Es ist ein Lebewesen, um das man sich kümmern muss. Nur ist der Hund jetzt schon mehrere Jahre ein Teil im Leben meines Sohnes. Er sieht ihn nicht täglich, aber wenn er gebraucht wird, steht er sofort bereit. Das ist etwas völlig anderes, als sich täglich kümmern, und ich weiß genau, ich werde ihn unterstützen müssen.

Aber in einen sauren Apfel muss ich wohl im Notfall beißen, wenn es soweit kommt. Entweder einen völlig verzweifelten Heranwachsenden trösten, der gerade seinen besten Kumpel verloren hat und ihn wieder in die Spur bringen, oder mich auf einige Jahre mit Hund einstellen.

Für mich wäre auch die beste Lösung, meinen Ex zu unterstützen. Aber ich bin nicht sicher, ob er eine solche Lösung überhaupt möchte, zumal er relativ schnell vom Weggeben geredet hat. Dass er ihn ins Heim gibt glaube ich aber nicht, aber ob er einen guten Platz findet ist die Frage. Und Einfluss habe ich darauf nicht.

Aber ich bin auch nicht Mutter Teresa, und natürlich kotzt mich der Gedanke, dass mein Ex es sich dann mal wieder leicht macht, an.
 
  • #17
Liebe FS, so wie du schreibst, fühlst du sehr intensiv mit Sohn und Hund. Würdest du den Hund nicht nehmen, würde es dir wohl nicht gut damit gehen. Also nimm den Hund. Das Tier hat Vater und Sohn wieder näher gebracht, da hat er ein gutes Zuhause verdient.
Es gibt gutes Kharma, man kann ja nie wissen.
 
  • #18
Das ist etwas völlig anderes, als sich täglich kümmern, und ich weiß genau, ich werde ihn unterstützen müssen
Sei Dir über die Wortwahl bewusst, Ihr nehmt den Hund, also DU und Dein Sohn, oder Dein Sohn nimmt den Hund, und Du unterstützt, das sind völlig unterschiedliche Lösungen, auch musst Du nicht klären mit Deinem Ex, sondern ggf. Dein Sohn.
Sobald Du Wir und ich sagst, wird es am Ende DEIN Hund.
Dein Sohn ist fast erwachsen, er muss sich entscheiden, will er die Verantwortung für ein geliebtes Wesen oder nicht, reicht dafür die Liebe auch noch, und nicht nur die rein sentimentale Seite, ich liebe den Hund, ich hänge daran, und Mama macht die Arbeit.
 
  • #19
Mein Sohn ist jetzt absolut panisch. Er soll in ein paar Monaten seinen Schulabschluss machen und ich habe keine Ahnung wie er es verkraften soll, wenn der Hund wegkommt.
Er ist kein Kleinkind mehr. Allso ist es Zeit zu lernen, wie das Leben ist, statt auch als fast Erwachsener immer noch weiter in Watte und vor dem bösen Leben geschützt zu werden.

Es ist eine gute Gelegenheit, Deinem Sohn aufzuzeigen, wie sein Vater wirklich ist - hält nichts an Pflichten durch, noch nichtmal die begrenzte Lebensdauer eines Hundes. Längere Beziehungen, weder zu Frauen noch zu Kindern oder Tieren kann er nicht.
Das ist keine schöne Erfahrung, aber sie bildet nunmal die Realität ab und alt genug damit zu leben ist Dein Sohn nun auch.

mein Ex hat schon mehrfach zu unserem Sohn gesagt, dass er den Hund vermutlich weggeben muss, da er sich nicht allein um ihn kümmern kann.
Das entspricht der Realität vieler Berufstätiger und darum sollten sie sich keinen Hund oder kein ähnlich pflegeaufwendiges Haustier zulegen. Spätestens seit Ganztagsschule ist die Chance vorbei, einen tierlieben Nachbarsjugendlichen gegen ein üpppiges Taschengeld als Hundestitter gewinnen zu können. Das muss Dein Sohn aus eigener Lebensrealität verstehen.

Mein Sohn sagt, bevor er zu Fremden kommt, muss er zu uns. Aber obwohl ich ihm auf keinen Fall diesen Schlag zufügen will, tue ich mir sehr schwer damit, das in Betracht zu ziehen. Ich war jetzt jahrelang AE und habe wahnsinnig zurückgesteckt.....
Dann lass es mit genau der Begründung. Der Hund muss nicht zu euch - seine Besitzer (das bist weder Du noch Dein Sohn) müssen eine Lösung finden.
Dein Sohn geht auch bald aus dem Haus, will dann nichts mehr von dem Hund wissen (außer dass Du diese weitere Pflicht für alle anderen erledigst) und dann klebt der Ballast Deines Ex noch jahrelang unterstützungsfrei an Dir , schränkt Dich ein in der Lebensgestaltung.
Sag mutig "nein" dazu - Lösung nur ohne Dich und Deine Wohnung.
 
  • #20
Trotzdem wäre es mir natürlich am liebsten, mein Ex behält ihn und kümmert sich mit seiner Exfreundin und unserer Hilfe weiter um ihn.
Liebe Odile, ich würde da genau hinhören.
SIE haben den Hund angeschafft, ihn als IHREN Lieben aufgenommen und legen das Tier jetzt ab. SO geht das nicht.
SIE haben die Verantwortung das mit den Sohn zu klären und für den Hund zu sorgen und für ein gutes Leben oder Verbleib des Tieres zu sorgen. DU bist das nicht. Es ist nicht DEIN Ding.
Und ich sage das, weil ich genau weiß, dass ich mich sofort in so eine Hunde-Maus verknallen würde, wenn ich die bei mir hätte. Bleib in Deinem Gefühl, ob Du Dich unfrei oder belastet fühlen würdest. SIE haben die Verantwortung.
Und DU musst dann morgens, abends, noch mal raus. Und DU musst dann nach Hause, den Hund holen usw.
Da sollte man von Herzen und vor Begeisterung JA sagen wollen zu einem Tier. Dann passt das.
Es ist nicht Dein Brei, den Brei anderer Erwachsener auszulöffeln.
 
  • #21
Dann lass ihn machen und Dein Sohn kann ihn bei der Tierhaltung im Haushalt des Ex unterstützen wenn ihm der Hund so wichtig ist.
Bleib Du auf Deinem Standpunkt - kein Haustier und schon garkeins, was Du nicht selber gewählt hast und wolltest.

Aber mein Sohn musste schon viel verkraften und hat in dem Tier viel Halt gefunden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das wegstecken wird.
Dann schick Deinen Sohn zur Therapie, damit er lebenstauglich wird.
Diese Watteeinwickelei die viele AE machen, weil sie das Kind dauerhaft rundum entschädigen wollen für den Trottel, den sie als seinen Vater gewählt haben tut den jungen Leuten nicht gut.

Ich bin Tierfreund, hatte fast immer Hunde, habe jetzt einen Hund und hatte auch einen Hund bei Trennung, musste und konnte das mit dem Ex regeln.
Und trotzdem hätte ich mir Jahre später vom Ex keinen Hund aufdrücken lassen, den wir nicht gemeinsam als Familienhund angeschafft hätten. Ganz einfach: weil er kein Recht hat, so einen Einfluß auf meine künftige Lebensgestaltung zu nehmen.

Alle meine Hunde kamen aus Notprogrammen oder den Tierheim.
Es ist Unfug, dass Hunde es beim nächsten Besitzer schlecht haben und nur Du die Rettung für diesen Hund sein kannst. Lehn es ab und es wird sich eine andere gute Lösung finden - durch die beiden, die es verbocken.

Dein Ex will einmal mehr über Dich den einfachen Weg gehen. Setz ihm eine Grenze und gestatte ihm, euren Sohn einmal mehr zu enttäuschen.
Erlaube auch Du Dir, die Wünsche Deines fast erwachsenen Sohnes amal zu enttäuschen. Er wird es überleben, mach Dir da keinen unnötigen Druck.

Ihn im Wechselmodel mit dem Ex und Sohn, in der Verantwortung lassen. Die meisten Hunde können das gut.
Der unzuverlässige Ex aber nicht. Damit hat die FS genug Erfahrung. Der Sohn kann den Hund im Haushalt des Ex betreuen. Sie wohnen alle vor Ort.
Nimmt die FS ihn bei diesem Typ Mann einmal, dann hat sie ihn immer und das weiß sie.

Ist Aufgabe des Ex und die sollte er bei sich lassen, sonst bringt er der FS mit seiner Unfähigkeit zukünftig jeden Ballast ins Leben, den er nicht mehr will. Der Sohn lässt sich ja entsprechend instrumentalisieren.
 
  • #22
Wenn du tierlieb bist und der Hund dich nicht zu sehr einschränkt würde ich ihn nehmen . Bedenke aber dass dein Sohn bald komplett mit seiner Ausbildung eingebunden sein wird und du die Hauptlast tragen wirst . Als Alternative kann man bei Facebook annoncieren in einer internen Gruppe deiner Stadt und dann könntet ihr gemeinsam jemand tierlieben aussuchen und auch öfter nachfragen , wie es dem Hund ergangen ist .
Mein Sohn möchte auch schon jahrelang einen Hund und ich sage nein .
Ich möchte kein Tier zu Hause haben . Mir reicht die Verantwortung , die ich bereits habe . Als Alternative gehen wir öfter mit dem Hund einer Kollegin spazieren .
 
  • #23
Ein Versuch kostet ja nichts. Vielleicht bringt der Hund auch ein wenig Bewegung und Freude mit. Sehe es aus der positiven Seite. Sicherlich ist ein Haustier zusätzliche Arbeit aber bringt auch Freude und Leben rein.
Sehe ich anders.

Jetzt bricht der Ex den Versuch ab und löst damit beim Sohn etwas aus. Die FS ist nicht direkt beteiligt und könnte auch erläutern, dass ein Tier etwas mit Verantwortung zu tun hat, sie sich überlegt, ob und wann sie die übernimmt und darauf aufbauend eine reflektierte Entscheidung treffen. Damit kann der Sohn etwas lernen. Er kennt ja ihre bisherige Haltung.
Mit einem „Versuch“ würde die FS sich in die Situation des Ex bringen. Der Sohn lernt nur, dass man ein Tier nach Belieben kaufen und aussetzen kann, wenn ihr „Versuch“ schiefgeht.
 
  • #24
@Odile17 Mir scheint, es geht im Kern um die Frage, wer die Verantwortung für wen übernimmt.
Zum Einen für den Hund. Und zum anderen für den Sohn. Vielleicht hilft Dir auch eine Zeichnung, um das aufzudröseln.
Dein Ex hat bisher die Verantwortung für den Hund übernommen. Du, er und der Hund für das Wohl des Sohns. Wieviel Verantwortung kann auch dem fast erwachsenen Sohn inzwischen zugemutet werden, für den Hund und für sich selbst?

Übernimmst Du vielleicht zu viel Verantwortung, die gar nicht Deine ist? Wie würde es sich anfühlen, das nicht zu tun?
Falls Du Dich dazu entscheidest, an der Problemlösung teilzuhaben, wäre es nicht sinnvoll, dass Ihr Euch mal zu dritt an einen Tisch setzt? Wenn Ihr alle Eure Bedürfnisse kommuniziert, ergibt sich vielleicht eine Lösung, an die Du jetzt noch gar nicht denkst.

Und nur mal so als Denkanstoß: Warum ärgerst Du Dich über den Ex, weil er etwas ablehnt, was Du selbst nicht tun möchtest?
 
  • #25
Die Frage stellt sich allerdings, warum die FS sich um ein Problem kümmern soll, dass sie nicht verursacht hat und dessen Lösung sie auch gar nicht in ihren eigenen Räumen haben will. Warum soll eine Frau etwas tun, was sie nicht möchte? Natürlich ist es nicht schön für den Hund, aber man weiß doch gar nicht, wo er hinkommen würde und vielleicht findet er eine wundervolle Familie für sich. Dieses Helfersyndrom, was Frauen haben sollen, macht mich echt sauer. Und ich liebe meinen Köter wie verrückt, aber den hab ich aktiv zu mir geholt. Den von Nachbarn will ich nicht. Der Junge ist übrigens fast erwachsen und kein Kind mehr.
Sehe ich ähnlich.
Was für ein Frauenbild vermittelt es denn dem Sohn? Der Mann kann alles verkacken und die Frau zieht den Karren aus dem Dreck, aufopferungsvoll und ohne eigenen Willen.
Es spricht sehr deutlich ein schlechtes Gewissen aus dir, dass du deinem Sohn keine heile Familie bieten konntest und seitdem alles tust, um das wieder gut zu machen. Aber aus solchen gepamperten Kindern werden oft keine selbstbewussten Erwachsenen.
Der Sohn wird es überleben, und für den Hund ist es sicher auch besser, wenn er ein liebevolles neues Zuhause findet, als dieses probeweise Herumgeschiebe zwischen Ex-Mann, Freundin, Sohn und dir.
w, 50
 
  • #27
Mein Sohn ist jetzt absolut panisch. Er soll in ein paar Monaten seinen Schulabschluss machen und ich habe keine Ahnung wie er es verkraften soll, wenn der Hund wegkommt.

Kann es sein dass Du etwas zu dramatisch reagierst?
Wieso sollte die Schule massiv darunter leiden? Enttäuschungen und Veränderungen gehören zum Leben dazu.

In meinen Augen ist es absolut traurig, dass sein Vater sofort vom Weggeben spricht ohne auch nur versucht zu haben, eine andere Lösung zu finden.

Weißt Du doch gar nicht.

Ich war jetzt jahrelang AE und habe wahnsinnig zurückgesteckt.

Hohe Sensibilität bei euch?


Ich bin leider nicht mal enttäuscht von ihm, ich hatte sowas befürchtet.

Es ist sein Hund. Seine Entscheidung. Denke mal darüber nach, was der eigentliche Grund Deiner Enttäuschung ist.

Aber mein Sohn musste schon viel verkraften und hat in dem Tier viel Halt gefunden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das wegstecken wird.

Was bedeutet das konkret?
 
  • #29
Sehe ich anders.

Jetzt bricht der Ex den Versuch ab und löst damit beim Sohn etwas aus. Die FS ist nicht direkt beteiligt und könnte auch erläutern, dass ein Tier etwas mit Verantwortung zu tun hat, sie sich überlegt, ob und wann sie die übernimmt und darauf aufbauend eine reflektierte Entscheidung treffen. Damit kann der Sohn etwas lernen. Er kennt ja ihre bisherige Haltung.
Mit einem „Versuch“ würde die FS sich in die Situation des Ex bringen. Der Sohn lernt nur, dass man ein Tier nach Belieben kaufen und aussetzen kann, wenn ihr „Versuch“ schiefgeht.
Ich gebe dir und Maximum recht, das Wort „Versuchen“ passt nicht ganz aber was ist da die Alternative? Ich finde bevor man den armen Hund komplett in fremden Obhut gibt, sollten FS und der Sohn die Möglichkeiten eruieren, ob es doch eine Lösung möglich ist.
 
  • #30
Ich, als AE, habe bei meinen Kindern, damals 7 und 9, klargestellt, dass nach dem Tod des ersten Hundes, der im Methusalemalter von 19 verstorben war, nur dann ein neuer Hund ins Haus kommt, wenn sie ihren Anteil übernehmen, was damals bedeutete, mit ihm nach der Schule und nachdem er perfekt erzogen ist und damit auch ihnen aufs Wort gehorcht, gemeinsam Gassi zu gehen.
Täglich. Immer. Bei jedem Wetter.
Mit Freunden, aber auch allein, egal, was sein wird.
Dass sie später, wenn es nicht mehr so cool und neu ist, mit Sicherheit auch mitunter auf Aktivitäten verzichten werden müssen, weil ich arbeite.
Und das Tier nicht darunter leiden darf, wenn es "aufs Klo muss" und nicht kann, und nicht einsam ist.
Und wenn das nicht perfekt funktioniere, ich extrem ungemütlich würde, das niemals dulden würde.

Meine Söhne kannten ihre Mutter: warmherzig, lustig und liebevoll, aber beinhart und ohne Tüdelei bei den Dingen, die ihr wirklich wichtig waren.

Diese Dinge haben wir ein halbes Jahr lang immer wieder besprochen, dann kam der neue Hund aus dem Tierheim, ein Riesenvieh, ein Lamm.

Was soll ich sagen?
Es hat erstaunlicherweise toll funktioniert, allmorgendlich wurde festgelegt, wer am Nachmittag wie zuständig ist, das war von mir straff organisiert.
Dazu kam, dass wir mit dem riesigen Dschungel-Garten mitten in der Stadt ohnedies Anlaufzentrum für die guten Freunde der Kids waren.
Ich war arbeiten, aber am Nachmittag war der Hund im Kinderrudel immer dabei, wurde in den Park mitgenommen um Fußball spielen, obwohl das damals schon verboten war.
Am Wochenende machten wir Rad-Touren, gingen wandern und auch in den Urlaub nahmen wir ihn meistens mit. Wenn nicht gab es zwei meiner Freunde, die ihn gut kannten und immer gerne für 1, 2 Wochen zu sich nahmen.

Die Jungs kamen in die Pubertät, meistens setzte sich nach der Schule einer aufs Rad und fuhr mit dem Köter in den nahe gelegenen Wald oder die Donau entlang. Später sind ihre Mädchen mitgegangen. In den weiteren Jahren wurden Vorlesungen so gelegt, dass am Nachmittag eine Lücke blieb, in der der Hund versorgt wurde.

Was ich sagen möchte: Selbstverständlich kann man Kinder und Jugendliche dahingehend erziehen, dass sie dauerhaft Verantwortung für ein geliebtes Tier übernehmen. Und kategorisch durchsetzen, das das so bleibt.
Dass das nicht immer geil ist, muss auch klar sein.
Die ach, so armen Muttis, die mit der Pflege des Haustiers ganz alleine übrig bleiben, habe ich nie verstanden:
Deren Probleme sind hausgemacht. Nötigenfalls muss man halt ohne PiPaPo mit der Faust auf den Tisch hauen.

Liebe FS, man muss genug selbst machen, aber ich würde es tun.
Und den Ablauf und die Zuständigkeiten mit deinem erwachsenen Sohn klipp und klar festlegen. Die können anders verteilt werden, wenn es geänderte Umstände gibt, ja. Aber die Hauptverantwortung würde ich deinem Sohn in die Hände legen. Es ist sein Hund und du machst mit.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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