G

Gast

Gast
  • #1

Heiligabend getrennt, weil seine Mutter es nicht will!?

Bin seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen. Seine Mutter habe ich bereits früh kennen gelernt, sie ist alleinstehend, 72 J. Wir fahren ab und an mal gemeinsam zu ihr, schauen dort vorbei, mein Freund natürlich zwischendurch öfters alleine, was absolut ok ist. Meine Familie lebt sehr weit weg, da ich berufsbedingt hierher gezogen bin, d. h. ich werde an Heiligabend hier sein, da ich aufgrund eines Unfalles nicht selber fahren kann, und am 1. Weihnachtstag kommt meine Familie dann zu mir. Für mich war es selbstverständlich, dass ich mit meinem Freund an Heiligabend zu seiner Mutter fahre....bis er letztens sagte, dass er nicht wisse, "ob sie das so möchte" ?! Sie sei da bisschen eigen und irgendwie konnte er es nicht direkt ausdrücken. Jetzt weiß ich immer noch nicht, was an Heiligabend sein wird. Ich vermute, dass er alleine hinfahren wird (sonst hätte er bis jetzt ja dahingehend was geäußert).

Er ist 36 und könnte doch einfach sagen, dass er seine Freundin mitbringt. Punkt. ich weiß nicht wie ich darauf reagieren soll. Es macht mich sehr traurig. Ist das nicht ein Zeichen dafür, dass wir ihm nicht wichtig genug sind? Für mich war Heiligabend bisher immer wichtig, heilig eben. Und wenn ich wüsste, dass mein Freund alleine zu Hause ist, dann wäre es selbstverständlich für mich, ihn mitzunehmen. Haltet ihr mich für intolerant?

Silvester wollten wir einen schönen Abend machen, Essen gehen etc. Ganz ehrlich, dann hätt ich auch darauf keine Lust! Ich bin doch kein Lückenfüller....je nach Bedarf einsetzbar.
Und sein Weihnachtsgeschenk möchte ich dann auch nicht...wozu Beschenken, wenn ich Weihnachten nicht mit meinem Liebsten gemeinsem verbringe?

Reagiere ich zu sehr über, oder wie seht ihr das?

Bin auf objektive Meinungen sehr gespannt!

w36
 
  • #2
Natürlich sollte es ganz normal sein, dass man Heiligabend seinen Partner mitbringen darf. Meine Eltern haben niemals etwas dagegen gehabt, wenn ich einen Freund mitgebracht habe. Weihnachten ist eben ein Familienfest!

Ich wittere hier wieder ein typisches Beziehungsmuster: Ihr sprecht nicht ehrlich miteinander!

Damit muss Schluss sein. Er muss klar sagen, wass er wollen würde und was seine Mutter will. Klare Kommunikation. Letztlich kann er nicht unbedingt seine Mutter überreden, aber etwas durchsetzen könnte er sich schon. Findet gemeinsam eine Lösung.

Ohne Kommunikation wird es nicht gehen. Nicht "ich glaube, er denkt", sondern einfach offen und klar miteinander sprechen! Sag ihm, was Du möchtest. Auch Deine Wünsche müssen klar kommuniziert werden.
 
  • #3
Er ist 36 und könnte doch einfach sagen, dass er seine Freundin mitbringt. Punkt.

Bin auf objektive Meinungen sehr gespannt!

Ich wäre da noch etwas strenger, als du:

Er ist 36 und könnte doch einfach sagen, dass er Hl. Abend am liebsten mit seiner Freundin verbringt. Punkt.

Das wäre doch eine passende Lösung! Er könnte dann am 1. Weihnachtsfeiertag seine Mutter besuchen, und du könntest gut gelaunt deine Familie, wie geplant, bei dir haben, und sein Geschenk an dich wäre dann auch deines...

Man muss doch als erwachsener Mann an solchen Tagen nicht mehr an Mamas Rockzipfel hängen!
 
G

Gast

Gast
  • #4
Wenn ich einen Partner habe, gehört Heilig Abend meinem Partner und mir. Da möchte ich keine Verwandten da haben und auch keine besuchen. Dafür sind die anderen beiden Feiertage da :) Wenn Du sogar so tolerant bist und mit zur Mutter fahren würdest, dann muss sie da akzeptieren, oder eben damit rechnen, dass sie an Heilig Abend allein ist und Ihr Sohn erst am 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag vorbei kommt.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Sicherlich ist es verständlich, wenn er seine Mutter am Hl. Abend nicht allein lassen möchte. Sie ist allein, und wahrscheinlich ist das Fest für sie genauso wichtig wie für dich, FS.

ABER: das heißt ja noch lange nicht, dass dann da der neue Partner nicht dabei sein darf. Ich selber würde meinen Partner dabei haben WOLLEN, denn er ist für mich der wichtigste Mensch in meinem Leben, mit dem ich selbstverständlich auch diesen Tag teilen möchte (wobei mir der Hl. Abend jetzt nicht so wichtig ist).

Deshalb glaube ich auch, dass ihr da ein Kommunikationsproblem habt. Wenn er von sich aus nicht darauf kommt, es anzusprechen, kann es dann vielleicht sein, dass er dich unterschwellig gar nicht dabei haben möchte? Was heißt, die Mutter ist eigen? Dass sie jede neue Freundin ablehnt? Und dann, könnte er dann nicht zu dir stehen? Sie kennt dich doch schon, daran kann es also nicht liegen. Und wenn es nur darum geht, dass sie nicht allein feiern muss, wäre sie doch vielleicht froh, wenn ein paar mehr Leute da sind?

So recht kann ich das in dem Fall nicht verstehen. Darum, sprich mit ihm.
 
  • #6
Ihr solltet erst einmal klar miteinander reden: Will er es nicht, dass Du mitkommst? Will sie es nicht? Was genau sind die Gründe, kann man sie aus dem Weg räumen? Beispiel: Wenn es ihr z.B. schwerfällt, für drei Personen für das Essen zu sorgen, könntet Ihr zusammen essen gehen und sie ggf. dazu einladen.

Keinesfalls kannst Du Dich zu seiner Mutter einladen. Wie ist es dann für den 1. Weihnachtstag geplant. Wird er dabei sein, wenn Deine Familie kommt? Wenn nein: Warum nicht? Wenn ja: Dann seid Ihr ja nicht das ganze Weihnachtsfest getrennt, sondern es geht offenbar nur um einen Abend. Da wäre ich dann nicht so streng...
 
G

Gast

Gast
  • #7
Mir fehlt meine Mutter an Weihnachten mehr als meine Ex-Partnerin und das wäre auch schon so gewesen zu Zeiten als Ex noch aktuell war.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Mir fehlt meine Mutter an Weihnachten mehr als meine Ex-Partnerin und das wäre auch schon so gewesen zu Zeiten als Ex noch aktuell war.

Da wundere ich micht nicht, dass sie deine Ex ist.

Heiligabend ohne meinen Partner ist für mich unvorstellbar.
Ich wäre sehr, sehr traurig, wenn er mich an dem Abend allein ließe.
Glücklicherweise ist er nie auf die Idee gekommen.
Seine Eltern leben inzwischen nicht mehr, wir verbringen den Hl. Abend gemeinsam mit meiner Mutter, also zu dritt.
Auch in früheren Beziehungen war es selbstverständlich, dass ich meinen Freund mitbringen konnte, erst recht, wenn er sonst an diesem Abend allein gewesen wäre. Das hätte meine Mutter nie zugelassen.
 
  • #9
Ich kann den Freund der FS verstehen. Das ist eine blöde Loyalitätssituation.
Mir geht es gerade ähnlich. Mein (erwachsenes) Kind und ich wollen zum ersten Mal nach mehr als 10 Jahren Weihnachten bei meinen Eltern verbringen. Für meine Tochter ist das eine hoch emotionale Sache, das weiß ich. Für mich auch, weil ich Weihnachten hasse. Ich bringe das also irgendwie hinter mich.
Dem Liebsten habe ich schon ganz früh gesagt, daß er an diesem Abend dieses Jahr leider hintenan stehen muß. Was blöd ist, weil er keine Verwandten mehr hat.
Was ich auch tue, irgend jemandem tue ich weh.
 
  • #10
Ich verstehe überhaupt nicht, warum der FS die Freundin nicht mit zur Mutter nehmen können sollte. Es ist Weihnachten!

@Bäärbel: Deine Story habe ich nicht verstanden. Was würde der neue Freund bei Deinen Eltern stören?
 
  • #12
Der neue Freund würde meine Eltern nicht stören. Mein Kind hätte ein Problem. Sie will nämlich endlich mal wieder Weihnachten mit Muttern und nur mit Muttern haben. Heile Familie sozusagen.
Hm, dann musst Du Deine Tochter erziehen: Der neue Lebensgefährte gehört dazu. Ich finde Deine Entscheidung hier falsch. So lernt die Tochter, Forderungen zu stellen, die das Liebesleben der Mutter betreffen -- darf sie auch bei der Partnerwahl mitreden? Kinder werden heutzutage zu sehr verhätschelt.

Was stört denn die Anwesenheit des Mannes Deine Tochter? Mag sie ihn nicht oder ist das ein Machtspiel? Hier werden falsche Wege eingeschlagen, wenn die Tochter den neuen Mann so ausspielen kann. Wie soll das werden?
 
  • #13
Hm, dann musst Du Deine Tochter erziehen: Der neue Lebensgefährte gehört dazu. Ich finde Deine Entscheidung hier falsch. So lernt die Tochter, Forderungen zu stellen, die das Liebesleben der Mutter betreffen -- darf sie auch bei der Partnerwahl mitreden? Kinder werden heutzutage zu sehr verhätschelt.

Meine Tochter ist 25. Sie hat sich von mit ein Familienweihnachten gewünscht. Meinen Freund mag sie. Sie ist halt ein Einzelkind.
 
  • #14
@Bäärbel: Also in meiner Kindheit war ein Jahr auch mal eine Nachbarin dabei und ein anderes Jahr ein entfernter Verwandter, nachdem dessen Frau gestorben war. Mir wurde einfach erklärt, dass niemand Weihnachten alleine sein sollte und sie diesmal dabei sein werden. Punkt. Ich war das kleine Kind, die anderen erwachsen. Ich bekam auch von denen ein Geschenk und es waren ganz normale, tolle Weihnachten. Das Fest der Liebe! Mit offenen Herzen!

Auf die Idee mitzureden, wer Weihnachten anwesend sein darf, wäre ich als kleines Kind nie gekommen -- und das, obwohl ich selbständig und mit vollem Rederecht erzogen worden bin. Aber manche Entscheidungen obliegen einfach den Eltern und wie Weihnachten gefeiert wird, gehört dazu -- für mich persönlich möglichst mit der ganzen Familie. Ohne irgendjemanden auszuschließen.

Und jemanden an Weihnachten alleine feiern zu lassen, geht gar nicht. Das müsste auch ein kleines Kind verstehen.

Du kannst Deinen Partner doch nicht so im Stich lassen. Das wäre für mich definitiv das absolute Ende. Ohne weitere Worte. Weihnachten alleine, weil der Partner andere Präferenzen hat... sorry, das ist dermaßen gefühlskalt, dass ich das nicht nachvollziehen kann.
 
  • #15
@Bäärbel: Also in meiner Kindheit war ein Jahr auch mal eine Nachbarin dabei und ein anderes Jahr ein entfernter Verwandter, nachdem dessen Frau gestorben war. Mir wurde einfach erklärt, dass niemand Weihnachten alleine sein sollte und sie diesmal dabei sein werden.

Das finde ich ein gutes Argument.
Ansonsten - bei einer 25jährigen habe ich ohnehin alles falsch gemacht, was falsch zu machen ging.
 
  • #16
@Bäärbel: Dass man einer erwachsenen Tochter solche kindischen Forderungen erfüllt, ist mir auch unbegreiflich; ich nähme das in der Rolle des Partners nicht hin. Denn der Partner gehört zur Familie, also auch zu einem Familienweihnachten.
@FS: Wovon ich absehen würde, sind Trotzreaktionen der Art: "wenn wir Weihnachten nicht zusammen feiern, dann streiche ich auch Silvester". Denn eigentlich freust Du Dich doch auf das gemeinsame Silvester. Du tust Dir mit solch einer Entscheidung also zusätzlich selber weh und sitzt schlimmstenfalls noch einen Abend ohne Partner da.
 
  • #17
Ich danke, da muß ich mal in mich gehen...
 
  • #18
@Bäärbel:
Vielleicht ist Deiner Tochter einfach nicht ganz klar, was Sie mit Ihrem Wunsch von Dir und Deinem Liebsten verlangt. Frag sie doch, ob sie möchte, dass er an Weihnachten ganz allein daheim sitzt. Wenn sie ihn wirklich mag, dann wird sie ihm das nicht antun wollen.
Einen Mutter-Tochter-Tag könnt Ihr doch ganz exklusiv und toll mit einer anderen Aktivität haben.
 
  • #19
Liebe FS,

nun ja, Du vermutest erstmal nur. Ich würde Ihn aus der nummer nicht rauslassen und eine klare Aussage verlangen. Kann ja auch sein daß er ebenfalls nur vermutet das Mami das anders sieht.

Falls die Mami tatsächlich Ihren Bubi für sich alleine haben will und Er Ihr dann nicht die Ansage macht dass das nicht geht habt Ihr in der Tat Gesprächsbedarf. Ein 36-jähriger sollte wissen wo die Prios liegen und eine 72-jährige die eine Freundin derart wegbeisst sollte sich schämen. Und das sollte Ödipus auch rüberbringen können.

Die Liebste an Weihnachten alleine zu lassen geht schlichtweg nicht.

@12 Bäärbel
Meine Tochter ist 25. Sie hat sich von mit ein Familienweihnachten gewünscht. Meinen Freund mag sie. Sie ist halt ein Einzelkind.

Hui, das ist doch so gar nicht das was Du sonst vertrittst. Ich würde meiner Tochter klarmachen dass zum Familienweihnachten eben auch der Partner gehört. Eine 25-jährige sollte das wirklich verstehen. ich habe wohl das grosse Glück dass meine Familie Sie ausdrücklich zu allen Familienfeiern mit einladen, anders würd ichs auch nicht akzeptieren.
 
  • #20
Ein Partner der mit mir nicht Weihnachten verbringen will, ich meine das sagt doch alles und zeigt deutlich wie es um die Beziehung gestellt ist.Mir ist schleierhaft, warum nicht einfach mit einander geredet werden kann und man seinem Partner seine Wünsche und Bedürfnisse nicht formulieren kann. Warum will jemand eine Beziehung führen in der man nicht über seine Wünsche sprechen kann
 
  • #22
@12 Bäärbel: Hui, das ist doch so gar nicht das was Du sonst vertrittst. Ich würde meiner Tochter klarmachen dass zum Familienweihnachten eben auch der Partner gehört. Eine 25-jährige sollte das wirklich verstehen. ich habe wohl das grosse Glück dass meine Familie Sie ausdrücklich zu allen Familienfeiern mit einladen, anders würd ichs auch nicht akzeptieren.

Ja, auch Eiserne Ladies haben schwache Stellen... Ich denke das wird gehen, daß ich ihr das beibiege. Für meine Eltern war es eh kein Probkem, sie haben sogar von sich aus gefragt, ob er dabei ist.
 
G

Gast

Gast
  • #23
Ich staune über die bisherigen Antworten. Völlig selbstverständlich wird hier der Freundin nach nur wenigen Monaten Beziehung die Priorität eingeräumt. Was die betagte Mutter will bzw. was ihr zugemutet werden soll, scheint Nebensache. Hier läuft doch mal wieder die emotionale Erpressungsschiene. Wenn du mich liebst, dann machst Du, was ICH will. Und willst du nicht Weihnachten mit mir feiern, bin ich beleidigt und mach unser geplantes Silvester kaputt! Ich kann das trotzige Fußaufstampfen der Fragestellerin hören...

Da soll der Mutter und vielleicht anderen Verwandten, die bei der Mutter zusammen feiern wollen zugemutet werden, gefälligst entweder die flüchtig bekannte Freundin bei der Familienfeier zu tolerieren oder alternativ auf die Anwesenheit des Sohnes zu verzichten. Mit welchem Recht denn eigentlich???

Ich kenne Weihnachten als Fest der Familie, bei dem leibliche und angeheiratete Verwandte, allenfalls noch langjährigen Lebensgefährten zusammenkommen. Und nicht auch die neue Freundin, der neue Freund, mit dem man ein paar Wochen zusammen ist und noch nicht mal zusammen lebt. Die vielleicht nächstes Weihnachten schon gegen eine Neue ausgetauscht wurden.
In meiner Familie wäre so etwas undenkbar. Bei einem so familiären Zusammentreffen mit Eltern, Kindern und Enkeln, mit Ritualen und Gesprächen über alte Zeiten, bei dem am ersten Feiertag rituell alle im Bademantel zum Frühstück kommen, würde eine fast Fremde einfach stören. Meine Eltern würden sich im eigenen Haus unwohl und gehemmt fühlen. Es müssten sich am nächsten Morgen alle den Stress machen, sich ordentlich anzuziehen, denn meine Mutter und meine andere Schwester würden sich garantiert nicht im Pyjama vor einer Quasi-Fremden zeigen. Man hätte "Gäste" und nicht Familie zu Besuch.

Liebe Fragestellerin, du bist 36 Jahre alt, meinst du nicht, dass du den Weihnachtsabend auch mal alleine verbringen kannst? Deine Familie kommt am nächsten Tag, du verbringst ja nicht alle Weihnachtstage allein. Willst du deinen Freund jetzt wirklich in so einen Loyalitätskonflikt bringen? Willst du wirklich, dass er seine Mutter gegen deren Willen zwingt, dich auch einzuladen, obwohl sie das vielleicht gar nicht will? Wie wohl würdest du dort fühlen, mit dem Wissen, eigentlich ungebetener Gast zu sein?

Du schreibst <Ich bin doch kein Lückenfüller....je nach Bedarf einsetzbar.>. Dein Freund bzw. seine Mutter dürfen aber Lückenfüller sein, weil du Weihnachten sonst nichts vorhast? Was für eine egoistische Eisntellung!
 
  • #25
Ich staune über die bisherigen Antworten. Völlig selbstverständlich wird hier der Freundin nach nur wenigen Monaten Beziehung die Priorität eingeräumt. Was die betagte Mutter will bzw. was ihr zugemutet werden soll, scheint Nebensache.
Na, immer mit der Ruhe. Ich möchte betonen, dass ich Weihnachten hier als Familienfest dargestellt habe und nicht Mutter gegen Freundin abgewägt habe, sondern klar Stellung bezogen habe, dass niemand Weihnachten alleine sein sollte.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie die Mutter die zukünftige Schwiegertochter ausladen oder nicht gern dabeihaben kann. Das ist schon sehr seltsam, ganz egal wie alt die Dame nun ist. Damit muss sie leben können. Es ist Weihnachten!

Abgesehen davon ist 72 nun nicht so alt. Da sind Leute heutzutage im allgemeinen schon noch belastbar und für voll zu nehmen -- und müssen dann eben auch entsprechend erwachsen und reif reagieren.

Ich würde mich Weihnachten niemals für einen Freund und gegen meine Eltern entscheiden -- niemals. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass meine Eltern nicht mit mir und meinem Freund feiern würden. Und genau das ist doch der entscheidende Punkt hier: Lehnt die Mutter das ab oder ist das nur eine Ausrede?

Da soll der Mutter und vielleicht anderen Verwandten, die bei der Mutter zusammen feiern wollen zugemutet werden, gefälligst entweder die flüchtig bekannte Freundin bei der Familienfeier zu tolerieren [...] Mit welchem Recht denn eigentlich?
Weil Weihnachten Weihnachten ist? Das Fest der Liebe? Weil auch eine neue Freundin, die geliebt wird, zur Familie dazugehört? Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie man jemanden zu Weihnachten ausladen kann, der gerne kommen würde und sonst alleine wäre. Wie gesagt, meine Eltern haben sogar mal eine Nachbarin und einen entfernten Verwandten eingeladen, damit die nicht alleine Weihnachten feiern müssen. Also mir scheint, da hat jemand das Konzept des Festes der Liebe nicht verstanden. Wasser predigen, Wein saufen, so wirkt es zumindest.
Ich kenne Weihnachten als Fest der Familie, bei dem leibliche und angeheiratete Verwandte, allenfalls noch langjährigen Lebensgefährten zusammenkommen. Und nicht auch die neue Freundin, der neue Freund, mit dem man ein paar Wochen zusammen ist und noch nicht mal zusammen lebt. Die vielleicht nächstes Weihnachten schon gegen eine Neue ausgetauscht wurden. In meiner Familie wäre so etwas undenkbar.
Tja, das ist bei meiner Familie anders und auch ich war an den Weihnachtsfeiern meiner Ex stets willkommen. Eigentlich haben sich immer alle gefreut.

Bei einem so familiären Zusammentreffen mit Eltern, Kindern und Enkeln, mit Ritualen und Gesprächen über alte Zeiten, bei dem am ersten Feiertag rituell alle im Bademantel zum Frühstück kommen, würde eine fast Fremde einfach stören.
Was für eine groteske Tradition -- aber sie sei Euch natürlich gegönnt!
 
G

Gast

Gast
  • #26
Ich kann nicht nachvollziehen, wie die Mutter die zukünftige Schwiegertochter ausladen oder nicht gern dabeihaben kann. Das ist schon sehr seltsam, ganz egal wie alt die Dame nun ist. Damit muss sie leben können. Es ist Weihnachten!

Wie schön für dich, Frederika, dass du in einer so toleranten und offenen Familie aufgewachsen bist. Es gibt da aber noch ganz andere Kaliber. In meiner Familie sind meine Freunde grundsätzlich und nahezu stabsplanmäßig aus dem Haus gegrault worden, ein Trauma unter dem ich noch heute leide. Hilft aber nichts, es ist die Familie, und nur, weil die manchmal schwer erträglich ist, wendet man sich nicht einfach ab. Ich wäre zwar heute so weit, notfalls mit meinem Freund alleine zu feiern, auch nach einem halben Jahr erst, aber man soll bitte familiäre Befindlichkeiten nicht unterbewerten. Es ist sich nicht mal eben so von den Eltern abgewendet. Konflikte mit der Mutter sind auch mit Mitte 30 nicht einfach, ein pauschales 'na, dann muss er sich halt durchsetzen', tut leider in der Realität nichts, wenn dann ewig der Haussegen schiefhängt.

Liebe FS, ich verstehe deine Enttäuschung, aber ich kann mich leider auch in deinen Freund reinversetzen und mir ungefähr vorstellen, was da zu Hause vielleicht abgeht. Sprich das doch noch mal mit ihm durch und frage konkret nach, wie seine Mutter so tickt. Aber bitte verurteile ihn nicht vorab, eine dominante Mutter kann wirklich schwierig sein (ganz egal, wie stark er selber ist). Er wäre vielleicht gerne mit dir zusammen, aber weiß zugleich, was dein Mitkommen für ihn die nächsten 12 Monate bedeutet (Mütter können sehr nachtragend sein....).
Ich hoffe, ihr findet eine Lösung!
 
G

Gast

Gast
  • #27
Liebe FS
Was soll das mit dem Gejammer?
Frag ihn doch was läuft an Weihnachten. Wenn er das mit der Mutter alleine durchziehen will, lass ihn. Es ist sicher peinlich und absolut daneben. Aber es macht auch keinen Sinn wegen dem Fehler gleich ausrasten.
Du kanst es ihm sagen, dass Du es daneben findest, aber stell keine Forderung im Sinne von : ich oder die Mutter.
Kann sein dass die Mutter wirklich ein wenig eigen ist und Dein Partner desshalb in einem riesen Dilemma ist. Kann aber auch sein, dass die Mutter keine Ahnung darüber hat.
Mach aus der Geschichte nicht die Entscheidungsfrage. Du könntest mehr verlieren als Du möchtest.
Es ist gut möglich, dass Dein Partner die Brisanz der Situation nicht bemerkt. Wenn das nur einmal ein Fehler ist, kann man damit leben.
Habe aber das Gefühl, dass da noch mehrere kleinere Unpässlichkeiten sind die Dir ebenfals auf den Wecker gehen.
In einer funktionierenden Beziehung, sollte das eigentlich überhaupt kein Thema sein.

Und übrigens: Du bist 36. Da sollten so Spielereien, wie ich will kein Geschenk, wenn er nicht....
eigentlich auch kein Thema sein.
 
G

Gast

Gast
  • #28
@Bäärbel:
Toll, dass Du eine Umstimmung Deiner Tochter für möglich hälst. Ich finde die Wucht erwachsener Kinder (in meinem Falle zwei Söhne) schon ziemlich gewaltig. Meine versuchen, mich zu erziehen und moralischen Druck auszuüben. Sie sind Trennungskinder und mussten mehrere meinerseitige Partner (übersichtliche Anzahl und stets längerwierig) miterleben und im vergangenen Jahr "strafte" mein 29-jähriger mich mit weihnachtlicher Abwesenheit, weil ich nach Jahren endlich wieder einen Partner gefunden habe...
@FS:
auch in Deinem Falle vermute ich ganz viel Abhängigkeit, Machtausübung, Erpressung... alles harte Worte für wahrscheinlich unbewusste Prozesse zwischen Mutter und Sohn. Auch ich glaube, dass es fruchtbar sein kann, wenn Du Deinem Freund genau das sagst, was Du hier geschrieben hast, sonst weiß er vermutlich gar nicht, was er emotional anrichtet mit seiner selbstverständlichen Muttergläubigkeit. Erkennt er seine Zwickmühle, muss er sie lösen, wenn er Dich behalten will, oder? Und die Überlegung, Silvester dann zu knicken, finde ich kindisch- mach das nicht, ja?
Gutes Gelingen der heiß- heiligen Zeit an alle, w 53
 
G

Gast

Gast
  • #29
#22

offensichtlich hast du nicht genau gelesen, was ich geschrieben habe. ich würde ihm niemals ein Ultimatum stellen und sagen, ich oder deine Mutter. Es ging lediglich darum, dass ich traurig wäre, wenn er so handeln "würde", weil ich erwarte, dass ein 36jähriger Mann es hinkriegen sollte, zu seiner festen Partnerin zu stehen, und weil ich es so sehe, dass Weihnachten das Fest der Liebe ist. Im übrigen würden wir nicht am nächsten Morgen gemeinsam aufwachen und zum Frühstück bleiben, insofern könnte die Mutter und der Rest der Familie ruhigen Gewissens im Pyjama durch das Haus wandern. Es geht darum, dass wir ein paar Stunden hinfahren und das Fest miteinander "teilen". Den 1. Weihnachtstag verbringt mein Freund auch mit meiner Familie, was ich sehr schön finde. Es geht auch nicht darum, dass ich vorhabe ihm eine Szene zu machen. Wenn er alleine fahren möchte, dann bitte. Ich würde ihm dann lediglich sagen, dass ich es nicht schön finde. Dabei geht es nicht darum, dass ich alleine bin. Ich könnte Heiligabend bei meinen Nachbarn verbringen und hätte Spaß dort. Es geht um die Tatsache, dass man sich liebt und darum "gemeinsam" Weihnachten verbringen möchte.
Ich finde deine Einstellung zu Weihnachten sehr gefühlskalt, ich habe das so nicht kennen gelernt. Bei uns waren auch Fremde immer herzlich Willkommen. Mein Opa hatte mal einen Obdachlosen mitgebracht zum Essen, und keiner von der Familie hatte aufgemuckt. Für mich ist DAS der Sinn von Weihnachten, nicht Geschenke und das Kommerzielle!

An alle anderen vielen Dank für die konstruktiven Tipps, liebe Grüße...

Die FS.
 
G

Gast

Gast
  • #30
PS:

keine Sorge, egal was Heiligabend passiert, es wird keine Trotzreaktionen geben - Tisch für Silvester habe ich gestern reserviert ;-)



Die FS
 
Top