• #31
Dem kann ich mich nur anschließen, weil der ersten Teil des Posts nur bedingt stimmt. Wer selber keine Ahnung hat, sollte sich einen Profi an Bord holen, um entscheiden zu können.
Ok, war auf die staatliche Rente gemünzt - aber gerade solche Sonderfälle wie bei euch kann und sollte man ja entsprechend der eigenen Situation bei der persönlichen juristischen Beratung ansprechen. Selbst bei der privaten Vorsorge können sich diverse Möglichkeiten ergeben.
Und zum Erbrecht - hier gibt es bspw. auch die Möglichkeit eines "Berliner Testaments" das dem überlebenden Ehepartner die weitere Nutzung der gemeinsamen Immobilie sichern soll - auch ein Aspekt, der angesprochen werden kann.
Insofern - einfach ist die Entscheidung nicht immer. Je mehr Eigentum und Ansprüche vorhanden sind, desto wichtiger wird die jur. Beratung.
 
  • #32
- gemeinsam gekaufte Immobilie: Yes, der FS gehört die Hälfte. Im Erbfall kommt bei Ehe ein weiteres Viertel hinzu
Nein, das stimmt nicht. Bei einer Zugewinngemeinschaft zwischen Eheleuten erbt im Todesfall der Ehepartner 1/4 , im Rahmen der Zugewinngemeinschaft kommt ein weiteres Viertel hinzu, also insgesamt die Hälfte und nicht 3/4.
Letztendlich gibt es immer Fälle, bei denen sich ein Teil bei einer Heirat besser stehen würde. Es gibt aber ebenfalls Fälle, die sich bei einer Nicht—Heirat besser gestanden hätten. Trennungsunterhalt und nachehelicher Unterhalt an den Exmann sind aus Sicht der Zahlenden auch kein Vergnügen. Passiert übrigens gar nicht so selten. Dass Männer derartige Zahlungen auch nicht immer angemessen finden, können wir hier oft genug nachlesen.
Aber letztendlich will er gar nicht heiraten und sie nur „halbgar“. M.E. ist das Kind hier schon in den Brunnen gefallen. Kinder sind bereits da, seinen Namen haben sie auch, Immobilie ist gekauft, beide arbeiten. Also gäbe es nur einen Grund zu heiraten, den aus innerer Verbundenheit oder platt ausgedrückt aus Liebe. Für alle anderen Gründe findet die Verhandlung zu spät statt.
W,54
 
  • #33
Nein, das stimmt nicht. Bei einer Zugewinngemeinschaft zwischen Eheleuten erbt im Todesfall der Ehepartner 1/4 , im Rahmen der Zugewinngemeinschaft kommt ein weiteres Viertel hinzu, also insgesamt die Hälfte und nicht 3/4.
Liebe Silly, die Hälfte der Hälfte ist ein Viertel. Kommt das zur eigenen Hälfte dazu, ergeben sich 3 Viertel.
Glaubs mir - ich komme aus dem Land der Viertelesschlotzer.
 
  • #34
Liebe Silly, die Hälfte der Hälfte ist ein Viertel. Kommt das zur eigenen Hälfte dazu, ergeben sich 3 Viertel.
Lieber Tom, ich gebe gerne zu, dass ich ein mathematischer Analphabet bin, aber, dass die Hälfte der Hälfte ein Viertel ist, ist selbst mir klar. Darum geht es aber gar nicht. Vikky sagt, dass dem Ehepartner im Falle des Falles die Hälfte des Erbes zusteht plus 1/4 im Rahmen des Zugewinns, ergibt 3/4. Soweit so gut, ich sage aber, dass dem Ehepartner ( vorausgesetzt es sind Kinder vorhanden, was ja bei der FS der Fall ist) nur 1/4 zusteht plus 1/4 im Rahmen des Zugewinns, ergibt die Hälfte. Ohne Kinder sieht es anders aus, aber die FS hat ja Kinder.
W,54
 
  • #35
Vikky sagt, dass dem Ehepartner im Falle des Falles die Hälfte des Erbes zusteht plus 1/4 im Rahmen des Zugewinns, ergibt 3/4. Soweit so gut, ich sage aber, dass dem Ehepartner ( vorausgesetzt es sind Kinder vorhanden, was ja bei der FS der Fall ist) nur 1/4 zusteht plus 1/4 im Rahmen des Zugewinns, ergibt die Hälfte.
Ihr meint das Gleiche, aber der Bezug schwankt zwischen Gesamtvermögen und seinem Vermögen.
Der Ehefrau gehört bei Zugewinngemeinschaft die Hälfte des gemeinsamen Vermögens sowieso. Bei Ableben erbt sie die Hälfte seiner Hälfte, also ein Viertel des Gesamtvermögens, die Kinder ebenfalls ein Viertel des Gesamtvermögens. Ohne Kinder erben seine Eltern ein Viertel seines Vermögens, sie drei Viertel. Jedenfalls in Deutschland.
 
  • #36
Ein Ausgleich in Form einer privaten Rentenversicherung etc. ist prinzipiell möglich. Übertragung von Geld etc. ebenfalls, auch an der Steuer vorbei, ist bei mir auch so geregelt.
Ja, aber für die private Rentenversicherung musst Du nicht zu knapp Beiträge zahlen - für die Hinterbliebenenversorgung nicht.
Ach ja, die Steuertrickser. Die vermeintliche Oberschlauheit hat schon so manchem das Genick gebrochen.
Die FS fragt nach den Gründen zu heiraten oder nicht zu heiraten nicht nach rechtsunsicheren artistischen Übungen.

Und zum Erbrecht - hier gibt es bspw. auch die Möglichkeit eines "Berliner Testaments" das dem überlebenden Ehepartner...
Richtig - Berliner Testament geht nur bei Ehe oder eingetragener Partnerschaft. Bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften kann zwar was rumgebogen werden mit Niessbrauchrecht gegenüber den Kindern, nicht aber am eigentlichen Erbrecht und erst recht nicht an der Steuerpflicht.

Nein, das stimmt nicht. Bei einer Zugewinngemeinschaft zwischen Eheleuten erbt im Todesfall der Ehepartner 1/4 , im Rahmen der Zugewinngemeinschaft kommt ein weiteres Viertel hinzu, also insgesamt die Hälfte und nicht 3/4.
Die FS und ihr Partner haben Kinder. Da wird ohne Sonderregelungen zwischen den Erben (Kinder und lebender Partner) wie folgt geteilt: die Kinder bekommen jeder 1/8, der überlebende Partner 1/4, ergo hat er 3/4.
Bei einem nichtverheirateten Paar erben die Kinder lt. Erbrecht den Anteil des verstorbenen Elternteil, d.h. je 1/4 und beim unverheirateten Partner bleibt es bei seinem 1/2 Anteil.
Du vermixt Scheidungs- und Erbrecht in unzulässiger Weise.
Ich habe garnichts zum Thema Zugewinn gesagt, weil dieser im Zusammenhang mit dem Erbrecht keine Bedeutung hat.

Trennung eines unverheirateten Paares mit Kindern ist nochmal ein ganz anderer Schnack, wenn die Frau wegen Familie ausgesetzt und danach Teilzeit gearbeitet hat. Sie kann sich dann die Erziehungsjahre auf ihr Rentenkonto schreiben lassen. Jede Einkommensminderung darüber hinaus geht allein zu ihren Lasten - kein Zugewinn bei der Trennung, weder am Vermogen noch an der Altersversorgung.
Nur von der Wertsteigerung des Hauses profitiert sie für ihren Anteil.

Jeder muss selber wissen, welche Variante er wählt. Er sollte nur vollumfaenglich wissen, was er entscheidet.
 
  • #37
- gemeinsam gekaufte Immobilie: Yes, der FS gehört die Hälfte. Im Erbfall kommt bei Ehe ein weiteres Viertel hinzu - nicht verheiratet, erbt die Partnerin nicht, sondern die Kinder,
Das hat Vikky geschrieben und damit prinzipiell und im Normalfalle erst mal recht.
Ja, Silly, wir sind bei gemeinsam erworbener Immobilie davon ausgegangen, dass jedem die Hälfte gehört. Kann natürlich anders verteilt sein ... aber bei dieser unserer Annahme, der nicht widersprochen wurde, gehört der FS bereits die Hälfte der Immobilie, diese ihre Hälfte muss bzw kann sie ja nicht erben. Egal ob verheiratet oder nicht.
Ohne Heirat kein Pflichtteil - so einfach. Eingetragene Lebenspartnerschaften stünden der Ehe gleich. Aber so wie momentan geschildert wären die Kinder (seine bei seinem Ableben) seine Erben.
 
  • #38
Die FS und ihr Partner haben Kinder. Da wird ohne Sonderregelungen zwischen den Erben (Kinder und lebender Partner) wie folgt geteilt: die Kinder bekommen jeder 1/8, der überlebende Partner 1/4, ergo hat er 3/4.
Bei einem nichtverheirateten Paar erben die Kinder lt. Erbrecht den Anteil des verstorbenen Elternteil, d.h. je 1/4 und beim unverheirateten Partner bleibt es bei seinem 1/2 Anteil.
Du vermixt Scheidungs- und Erbrecht in unzulässiger Weise.
Ich habe garnichts zum Thema Zugewinn gesagt, weil dieser im Zusammenhang mit dem Erbrecht keine Bedeutung hat.
Du schreibst den größten Blödsinn, aber das wenigstens mit Überzeugung. Kleiner Tipp: Einfach mal ein bisschen im BGB zu lesen und dann nochmal melden.

@Lebens_Lust
Nein, einer Ehefrau gehört im Güterstand der Zugewinngemeinschaft nicht die Hälfte des Vermögens des Ehemanns. Und das Vermögen beider Ehegatten wird während der Ehe auch nicht gemeinsames Vermögen. Ist aber eine typische Fehlansicht von Männern die von ihren Exfrauen bei der Scheidung abgezogen wurden.
 
  • #39
@Lebens_Lust
Nein, einer Ehefrau gehört im Güterstand der Zugewinngemeinschaft nicht die Hälfte des Vermögens des Ehemanns. Und das Vermögen beider Ehegatten wird während der Ehe auch nicht gemeinsames Vermögen. Ist aber eine typische Fehlansicht von Männern die von ihren Exfrauen bei der Scheidung abgezogen wurden.
Über den Zugewinn gehört der Ehefrau die Hälfte von dem, was dazukam. Natürlich gehört im Grunde jedem weiter sein Eigentum, aber rein praktisch wird dann geteilt, was hinzukommt. Und ein gemeinsam gekauftes Haus wird in den meisten Fällen auf beide im Grundbuch eingetragen, dann gehört es erstmal auch beiden. Wenn ich mit abbezahltem Haus vor 10 Jahren geheiratet hätte, würde der stattliche Gewinn aus Wertsteigerung bei einer Scheidung sauber durch zwei geteilt.
Die theoretischen Regeln sehen hier anders aus als das, was dann in der Praxis daraus wird.

Im Grunde zeigt die Diskussion hier auch schön, worum es bei der Heirat geht: um Geld. Und zwar um das desjenigen, der mehr hat. Aus gutem Grund heiraten Frauen insbesondere dann gerne, wenn sie das nicht sind.
Dein "Abgezogen von der Exfrau" bei Scheidung beschreibt eine Situation, die ich nicht mal als "abgezogen" sehen würde. Die Frauen nehmen schlicht das, was ihnen rechtlich zusteht. Die Gesetzgebung ist eben zum Beispiel so, dass Unterhalt nicht für ein Trennungsjahr fällig ist, sondern bis zur Scheidung. Pech gehabt, wenn dann leider der Anwalt der Frau andere Termine hat oder die Frau krank wird und sich so die Scheidung verzögert, bis eben zwei Jahre Unterhalt bezahlt werden müssen, wie bei mir. Da geht es nicht mal um Geld, sondern um das schlechte Gefühl, sich einem Rechtssystem ausgeliefert zu haben, das einfach unfair ist. Das Eherecht ist noch auf die Hausfrauenehe ausgerichtet und auch die heutigen Frauen richten sich darauf ein. Die vermögenden heiraten gar nicht oder nur mit Ehevertrag. Und klar, ich kann diesen auch abschließen. Darauf gehen aber die meisten Frauen nicht ein, weil sie sich dann nicht wirklich geliebt fühlen, wenn man die juristischen und wirtschaftlichen Folgen von dem romantischen Part trennt.

Es ist eben leider so, dass die Frauen das Bild prägen, die sich eben nicht fair verhalten. Ich habe gerade wieder so einen Fall im Bekanntenkreis, wo selbst die Frauen rundherum entsetzt sind. In dem Fall bei einer Ehe ohne Kinder, mit deutlichem Einkommensunterschied und bei ihrem Wunsch, die Ehe zu beenden, sich dabei aber noch zu sanieren.

Und für mich hat das eben die Konsequenz: mann muss die Augen schon aufmachen bei dem ganzen Thema. Und die Nebelkerzen mit dem Besuch im Krankenhaus und der wahren Liebe lichten sich schnell, wenn die Beziehung irgendwann mal nicht mehr funktioniert.
 
  • #40
Ihr diskutiert hier seit zig Beiträge über irgendwelche Erbschaftsregelungen und Vermögensanteile. Darum geht es doch hier gar nicht, sondern es geht um das Gefühl der Frau, dass sie gern heiraten möchte. Für das Rechtliche kann sie ja vorher einen Anwalt befragen, anstatt dass ihr euch hier gegenseitig wieder vorwerft, irgendwer hätte die Zahlen nicht gut genug recherchiert.
 
  • #41
Darum geht es doch hier gar nicht, sondern es geht um das Gefühl der Frau, dass sie gern heiraten möchte.
Ja,ja, das Gefühl der Frau. Aber die können sich schnell ändern und daran muss der Partner nichtmal viel Anteil haben. Die Ehe ist aber viel mehr. Es ist eine Festlegung, welche über Gefühle weit hinaus geht.

Die Ehe mit all ihren Begleiterscheinungen bleibt da lässt sich vieles nicht mehr wirklich rückgängig machen.

Deshalb:
Das Gefühl der Frau darf in dieser zentralen Frage der Lebensführung niemals bestimmend sein. Dazu hängt da einfach zuviel dran....
 
  • #42
Ihr diskutiert hier seit zig Beiträge über irgendwelche Erbschaftsregelungen und Vermögensanteile. Darum geht es doch hier gar nicht, sondern es geht um das Gefühl der Frau, dass sie gern heiraten möchte.
Du schließt mal wieder von Dir auf andere. Als Mann bekommst Du durchaus das Argument der "Versorgung" relativ häufig als Grund für eine Hochzeit zu hören. "Steuer" ist auch gängig. Abgesehen davon ist es, jedenfalls für meinen Geschmack, ziemlich weltfremd, aus "Gefühl" irgendwelche gravierenden Entscheidungen im Leben zu treffen. Wir lesen doch hier täglich, dass das schiefgeht.

Eine Ehe hat zwei Komponenten, eine emotionale, eine juristische. Würdest Du heiraten, wenn Dein Partner das wegen der Steuer oder der Rente tun möchte, aber Dich nicht liebt und die Beziehung nicht gut ist? Vermutlich nein. Heiratet man, wenn man sich liebt, ohne die juristischen Aspekte zu berücksichtigen? Immer wieder mal ja. Das böse Erwachen kommt dann später, davor kann man Paare bewahren, indem man sie anregt, vorher über beide Komponenten nachzudenken.
Für eine Entscheidung mit Auswirkungen, wie eine Ehe das ist, sollte man schlicht sich also schlicht über Gefühle und sonstige Regelungen klar sein, finde ich. Dann würde ich auch wieder heiraten, wenn es passt.
 
  • #43
Du schließt mal wieder von Dir auf andere. Als Mann bekommst Du durchaus das Argument der "Versorgung" relativ häufig als Grund für eine Hochzeit zu hören. "Steuer" ist auch gängig. Abgesehen davon ist es, jedenfalls für meinen Geschmack, ziemlich weltfremd, aus "Gefühl" irgendwelche gravierenden Entscheidungen im Leben zu treffen. Wir lesen doch hier täglich, dass das schiefgeht.
So so, ich schließe "mal wieder" von mir auf andere. Da scheinst du mich aber gut zu kennen. Woher, wenn ich fragen darf?

Es hilft der Fragestellerin meiner Ansicht nach überhaupt nicht, wenn hier die ganze Zeit rechtliche Debatten geführt werden. Sondern sie fühlte sich emotional unbehaglich dabei, dass der Mann nicht heiraten will, nicht steuerlich oder erbschaftsrechtlich.

Und nein, ich würde nicht heiraten, wenn man sich nicht liebt, ich würde aber generell NIE heiraten und dennoch kann ich es nachvollziehen, dass eine Frau, die gerne heiraten möchte, es nicht schön findet, wenn der Partner den Wunsch nicht teils. Da siehst du mal, wie fantastisch ich mich in andere hineinversetzen kann!
 
  • #44
Eine Ehe hat zwei Komponenten, eine emotionale, eine juristische.
Ich finde, genau das sollte man bedenken.

Natürlich sollte man sich dieses Ja nur geben, wenn man die entsprechenden Gefühle hat.
Aber über die ganze rechtliche Themaitk sollte man sich ebenso Gedanken machen, sich ggf. beraten lassen.
Verpflichtungen, Rechte ; Was wäre im Fälle einer Scheidung - Ehevertrag, und über testamentarische Verfügungen sollte man ganz unabhängig immer nachdenken.

Ich finde, gerade wenn man sich einig ist, ist die Konsensfindung leicht - eben am Anfang der Partnerschaft. Konsensfindung in der Trennungsphase bedarf viel Goodwill, der oft nicht da ist .

Ich habe seit Jahren alles geregelt, von den diversen Vollmachten, Patientenverfügung, und Testament, und prüfe gelegentlich, ob alles noch so passt.

Das ist kein Aufwand, und ich halte es eigentlich für eine Pflicht.
 
  • #45
Ich habe seit Jahren alles geregelt, von den diversen Vollmachten, Patientenverfügung, und Testament, und prüfe gelegentlich, ob alles noch so passt.
Ich auch und wir regeln es gerade auch gegenseitig. Das Thema ist aber unangenehm. Viele Frauen fühlen sich nicht mehr geliebt, wenn man ihnen sagt, dass man Vermögen, Einkommen etc. trennen möchte. Ich fände eigentlich besser, wenn man das bei einer Eheschließung aktiv regeln müsste und nicht alles, meist ohne genaue Detaikenntnis, als Paket "einkauft". Leider ist der Staat hier die dritte Komponente und daher wird sich das auch wohl nicht ändern.
 
  • #46
Ja, eine Ehe hat auch eine juristische Seite. Aber es macht sicherlich keinen Sinn und hilft der FS auch nicht, wenn das hier in eine juristische Diskussion ausartet und ihr euch seitenlang darüber streitet, wer nun mit welche Interpretation des Erbschaftsrechts recht hat und euch dann gegenseitig anzickt oder beweisen wollt, wer mehr weiß. Das ist für niemanden hilfreich.
 
  • #47
Ich gebe @Berlinerin73 völlig Recht, ich habe die Frage der FS rein emotional gelesen.
Möge allgemein natürlich auch die Frage nach Absicherung und Co, beim Heiraten mit im Raum stehen.
So kam es in ihrer Frage an uns nicht vor.
Zumal ich davon ausgehe, dass die FS keine Kinder mit ihrem Partner bekommen hat ohne das irgendwas geregelt ist. Sie liest sich weder hier, noch in anderen Beiträgen als "blauäugig" abhängig noch als versorgungssuchend.

Leider hat sie meine Frage nicht beantwortet: warum reagiert sie auf die Ehen um sich herum?
Macht es sie unsicher, falsch zu ticken oder berührt es ggf doch einen inneren Wunsch?
 
  • #49
Ich habe es nicht unangemessen gefunden, die Absicherung zu diskutieren.
Da sich die FS aber nicht mehr gemeldet hatte, dachte ich nur es wäre wohl nicht ihr Thema.

Aber auch auf die Fragen bezüglich Emotionen antwortet sie nicht, schreibt allerdings in anderen Threads mit.
So geh ich davon aus, dass sie so oder so vielleicht das Thema in sich nicht mehr anrühren möchte.
 
  • #50
ass eine Frau, die gerne heiraten möchte, es nicht schön findet, wenn der Partner den Wunsch nicht teils.
Es reicht als Argument nicht aus, sich in andere hineinzuversetzen.

Die FS wurde darauf hingewiesen, sich auch in ihren Partner hinzuversetzen, der -bei aller Liebe- eben auch rationale Gründe dagegen hat und haben kann.

Das Gefühl der Frau , man solle aus Liebe heiraten, reicht einfach so nicht aus.
 
  • #51
Das Gefühl der Frau , man solle aus Liebe heiraten, reicht einfach so nicht aus.
Warum reicht das nicht aus? Wer legt das fest, dass das nicht ausreicht? Warum soll das Gefühl der Frau nicht der entscheidende Punkt sein? Wenn die Frau sich über die rechtlichen Aspekte einer Ehe Gedanken machen möchte, dann wäre es am besten, wenn sie dazu einen Anwalt konsultiert denn wir sind ja nur ein Forum von Laien und keiner von uns kann eine verbindliche Rechtsauskunft geben. Das was aber abseits der rechtlichen Aspekte bleibt, ist die Tatsache, dass sie gerne aus Liebe oder aus romantischen gründen oder warum auch immer heiraten möchte.
 
  • #52
...eine Frau, die gerne heiraten möchte, es nicht schön findet, wenn der Partner den Wunsch nicht teils.
Ja, ich kann das auch verstehen. Ich kann auch Menschen verstehen, die kinderlos bleiben, gleichgeschlechtliche Partner haben, sich divers fühlen oder was auch immer. Hier müssen sich zwei Menschen gut dabei fühlen und es reicht eben nicht, wenn einer dem anderen zuliebe handelt. Wenn der Wunsch also wirklich wichtig ist, dann sollte frau einen passenden Mann dafür suchen und natürlich ggf. eine Beziehung rechtzeitig beenden. Der Wunsch der Frau zu heiraten sollte, erst Recht mit entsprechendem "Druck" von ihrer Seite, kein wirklich relevantes Kriterium sein, das auch zu tun.

Das was aber abseits der rechtlichen Aspekte bleibt, ist die Tatsache, dass sie gerne aus Liebe oder aus romantischen gründen oder warum auch immer heiraten möchte.
Es spielen aber eben beide Aspekte eine Rolle. Ich würde auch nicht heiraten, wenn abseits der emotionalen Aspekte der rechtliche Aspekt einer Aufenthaltsbewilligung der entscheidende Grund für die Heirat wäre. Natürlich darf das jeder andere gerne tun - wir tauschen hier ja nur Sichtweisen aus, die eben einfach unterschiedlich sind. Und natürlich für eine Heirat von beiden Seiten passen sollten. Dazu bin ich der Meinung, dass man sich über einen ausreichenden Grad an Emotionen genauso klar sein sollte wie über die rechtlichen Folgen. Letztere sprechen ja auch nicht pauschal gegen eine Heirat. Es kommt auf die Gesamtsituation an.
 
  • #53
Warum reicht das nicht aus? Wer legt das fest, dass das nicht ausreicht? Warum soll das Gefühl der Frau nicht der entscheidende Punkt sein?
Ganz einfach, das Gesetzbuch legt das fest.
Es müssen BEIDE JA sagen, damit eine Ehe rechtsgültig geschlossen werden kann.
Insofern reichen die Gefühle einer Frau eben nicht, zumindest solange man noch nicht sein Auto oder seinen Teddybären heiraten kann. Kommt aber bestimmt demnächst auch noch ...
 
  • #54
Nun, wenn mir als Mensch es so wichtig ist, zu heiraten, dann suche ich mir den / die passende Partner*in, der / die das genauso möchte.
Ganz einfach.
Wenn eine *r nicht will, zählt nicht der einseitige Wunsch, auch nicht, wenn es eine Frau ist, die es sich wünscht. Dann muss Frau sich eben einen anderen Mann suchen.

Wenn ich eine Partnerschaft möchte, in der man zusammen lebt, suche ich mir auch DEN Mann, der dies genauso möchte. Der dann auch ähnliche Vorstellungen von Rollenverteilung hat, ähnlich mit Geld umgeht, eine ähnliche Denke zum Thema Ordnung, freilich es ansonsten mit Zusammenziehen / - Leben problematisch wird.
Als ich jung war, und an Familie dachte , suchte ich bewusst nach einen Partner, der genauso Familie wollte. Einer mit vielleicht , weiß nicht, wäre es nicht geworden.
Und es gibt noch etliche Punkte, wo die Vorstellungen gleich sein sollten.

Es geht bei allen Entscheidungen, die man trifft, sinnvollerweise nicht nur um Gefühl, sondern auch um das Sich bewusst werden, was bedeutet meine Entscheidung, was gibt es für rechtliche Konsequenzen oder sonstiges, was muss ich bedenken.

Ich habe aber die Frage so verstanden, dass @Hammel Heirat gar nicht wichtig ist, sie aber nun gerade mal zweifelt und nachdenkt, warum und weshalb.
Da haben alle Komponenten ihren Raum, auch Rechtliches.

W,49
 
  • #55
Ganz einfach, das Gesetzbuch legt das fest.
Es müssen BEIDE JA sagen, damit eine Ehe rechtsgültig geschlossen werden kann.
Im Gesetzbuch steht nicht, dass man nicht heiraten darf, weil SIE unbedingt will und IHN überredet. Klar müssen beide "Ja" sagen, aber wenn dieses Ja dadurch entsteht, dass der Frau eine Hochzeit super wichtig ist und sie den Mann mitzieht, dann ist es eben so.

Ich lese aus dem Thread der FS vor allem Enttäuschung heraus. Sie will gerne und hatte wohl die Erwartung, dass er auch will, vor allem da schon Kinder da sind. Dass das nicht schön ist, ist doch verständlich oder? Vor allem wenn der Mann merkt, dass es der Frau sehr wichtig wäre und dann eine Hochzeit dennoch ablehnt, dann fühlt sie sich vermutlich herabgesetzt.
 
  • #56
Also noch mal zur Kenntnisnahme

Ich hatte nie besonderes Interesse an Heirat, (...)
Jedenfalls brauche ich das aus emotionaler Sicht nicht.(...)
Der zweite Grund ist, und da könnt ihr mir hoffentlich helfen, dass ich ein diffuses Gefühl habe, dass man rechtlich deutlich besser aufgestellt ist als verheiratetes Paar.
Da wir halbwegs gleich verdienen, machen Steuern wohl nicht viel aus (Splitting).
(...) das Thema Scheidung/Gütertrennung auch kein großes Thema, da wir eh fast alles 50-50 haben.
Wo liegen (...) Vorteile in der Ehe?
- Sorgerecht haben wir eh beantragt
- Patientenverfügung/Besuchsrecht im Krankenhaus / Pflege / Entscheidungen für den bewusstlosen Partner treffen
- Erbrecht
- Witwenrente
Also @Hammel möchte nicht,
Er möchte nicht .
@Hammel fragt nach den rechtlichen Aspekten.

Alles anders ist Interpretation, @Berlinerin73.

Es ist hier nicht so, dass dem Freund bewusst verschwiegen wird, dass man sich selbst weder Ehe, noch Kinder, noch Zusammenziehen vorstellen kann - bewusst, weil man die Konsequenzen fürchtet, die ER ziehen könnte.
Siehst Du die Parallele - oder zählt das nur für Frauen, wenn es einen Mann betrifft, ist es etwas anderes?
Dass das nicht schön ist, ist doch verständlich oder? Vor allem wenn der Mann merkt, dass es der Frau sehr wichtig wäre und dann eine Hochzeit dennoch ablehnt, dann fühlt sie sich vermutlich herabgesetzt.
Natürlich könnte @Hammel noch mal in sich gehen, und sich überlegen, ob ihre Frage aus doch noch anderen Motiven erfolgte, das weiß aber nur sie, hinein interpretieren sollte man es nicht, gerade wenn es von ihr selbst ausgeschlossen wurde.

Ich denke, sie schweigt nun auch dazu, weil sie ihre Antworten bekommen hat, es inzwischen nur noch Spekulationen, und eine sich zerfleddernde Debatte, und für sie nicht mehr zielführend.

W,49
 
  • #57
Genau @Lionne69 - ich hatte ja schon weiter oben geschrieben, dass mich die Foristen in meinen Fragen bestätigt haben, für mich konnte ich den Abschluss finden und habe noch rechtlich ein paar neue Aspekte von euch bekommen, alles andere sind wirklich marginale Details.
Den Nachnamen vom Partner habe ICH übrigens den Kindern gegeben, er ist kein Macho, der uns das aufdrückte ;) Also danke an alle, Thema ist abgeschlossen.
 
  • #58
Es gibt ja hier auch einige, die immer gegen den Strom schwimmen. Was ist jetzt sinnvoller mit dem Strom oder gegen den Strom.
Dat is doch Kappes. Hier geht es doch nicht ums Schwimmen.
Einige hier haben nun einmal Gottseidank ihre eigene Meinung und im Großen und ganzen msicht sich das hier Kunterbunt. An der Stelle möchte ich aber auch mal eine Lanze für @Lebens_Lust brechen.
Er ist hier derjenige, der meistens mit heftiger Gegenwehr von vielen Damen hier rechnen muss. Ich finde seine Beiträge auch nicht schräg oder so. Gibt sich immer Mühe möglichst beide Seiten zu sehen und zu verstehen. Er ist ein Taffer. Früher war der @Tom26 auch immer mal wieder das Ziel der Damen, aber der ist mittlerweile auch nur noch so ein Warmduscher wie ich einer bin Har, Har,.... :)
Nein im Ernst, hier geht´s nicht um das schwimmen oder was auch immer einige hier als Strom bezeichnen.
Nur weil jemand anderer Meinung ist als wie ich, muss ich nicht ständig irgendwelche Haare suchen.
Ich geh auch nicht hin und warte auf jeden Kommentar von der @Elfe11 um dann aus den vollen zu schöpfen.
Sie ist halt so und das ist auch gut so.
Lasst uns quatschen und nicht streiten Kinder. ;)


m48
 
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  • #59
Als Schwimmer sollte man nie gegen den Strom schwimmen. Das verbraucht zuviel Energie. Gerät ein Schwimmer in eine Strömung, so sollte er/sie seitlich aus der Strömung schwimmen und dann im ruhigen Wasser zurückschwimmen. Leider geraten Menschen die in Strömungen geraten allzu oft in Panik und versuchen gegen die Strömung anzuschwimmen. Ja ich habe schon Menschen aus solchen Situationen geholfen.
Also nicht mit dem Strom schwimmen, da ist man weg und auch nicht gegen den Strom schwimmen, da verausgabt man sich zu Tode. Am besten neben den Strom schwimmen / stehen.
m56
Laut meiner Mutter konnte ich erst schwimmen und dann laufen. Geboren mit Blick auf die Ostsee.