• #1

Heiraten nur weil Nachwuchs unterwegs ist?

Ich möchte nun nach vielen schönen Jahren mit meiner Freundin unser Glück komplett machen und Sie heiraten. Nach einer längeren Diskussion in meinem Freundeskreis haben doch die Meisten dazu tendiert zu heiraten, "weil es besser für die Kinder" ist. Ich kann das irgendwie gar nicht verstehen!! Entweder heiratet man den Partner um die Beziehung einfach noch einmal mit diesem Highlight zu "krönen" oder man lässt es..Meine ich oder bin ich da etwas altmodisch (oder etwa die Anderen?). Wie steht Ihr dazu?
 
  • #2
Ich würde auch nur wegen der Liebe heiraten, nicht wegen der Kinder. Man kann alles auch ohne Heirat für die Kinder regeln. Ich finde eben auch einen einheitlichen Familiennamen wichtig.
 
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  • #3
Ich möchte keine Kinder, aber heiraten würde ich gern.
 
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  • #4
Du sollst wegen der Liebe heiraten und nicht wegen der Kinder oder wegen Steuervorteilen. Alles andere ist scheiße-sorry! Höre nicht auf solche Ratschläge und tu es, weil du sie liebst und für immer mit ihr zusammen sein möchtest.
 
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  • #5
Der romantische Aspekt, den Nr. 1 bis 3 hier vorbringen ist schon richtig.

Aber ganz ohne zynisch zu sein, muss man auch sagen, dass Heiraten auch eine handfeste Seite hat. Nach der Hochzeit ist die Frau einfach am längeren Hebel. Sie kann (Romantik und Treueversprechen hin oder her) die Ehe ruck zuck wieder beenden. Einen Grund dafür braucht sie nicht, aber sie kann dann finanziell in einer beispiellosen Weise absahnen.

Jetzt will hier natürlich niemand Deiner Freundin irgendetwas Negatives unterstellen. Und ich habe selbst auch ein sehr positives Verhältnis zu Werten wie Treue und Familiensinn. Die Frage ist aber trotzdem: Ist es bei unserem Familienrecht für einen Mann sinnvoll, zu heiraten, und sich damit auf einem goldenen Tablett als potentielles Scheidungsopfer zu präsentieren?

m (45)
 
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  • #6
@4 - nanana....ganz so ist es ja nicht.
Sollten keine Kinder im Spiel sein und die Frau hat weiter gearbeitet, dann ist nix mit absahnen. Sind Kinder da, muss sie bereits dann wieder arbeiten, wenn das jüngste Kind drei Jahre ist, egla ob sie einen Betreuungsplatz hat oder nicht.
Danach bekommt sie nur Unterhalt für das Kind.

Es sollte eher den frauen abgeraten werden, in die klassische Hausfrauenehe zu gehen, unabhängig was der Göttergatte wünscht.
Denn selbst nach 25 jahren Ehe, in der SIE drei Kinder für ihn großgezogen hat, damit auf Beruf und evtl. Karriere verzichtet hat, bekommt sie unabhängig vom Standard, den sie in der Ehe hatte (weil er ja Karriere machen konnte - seine Hemden waren ja gebügelt im Schrank - vielleicht maximal 2Jahre Unterhalt!!! Danach kann sie dann, weil sie ja 25 jahre aus dem Beruf draußen ist....an die Supermarktkasse gehen oder putzen.

Wenn ich so etwas höre, hasse ich Männer!!!!! Nebenbei betrügen sie ihre Ehehausfrauen, weil die ihenen zu langweilig sind. Sie mögen zwar alle weiblichen Eigenschaften haben, aber wie war das in einem anderen Thread so schön ausgedrückt: Sie sind halt der Opel Astra Diesel und Männer wollen Porsche fahren, auch wenn sie es sich nicht leisten können.

Nie mehr würde ich heiraten und ich bin Gott jeden tag dankbar dafür, dass ich trotz eines Kindes nie aufgehört habe zuarbeiten und jetzt auf eigenen Füßen stehen kann!
Ich habe einen guten Mann als Freund, aber schon zusammenziehen wollte ich nicht mehr.
Und ich rate jeder jungen rau zu einem guten Ehevertrag, der den Lebensstandard bis zum 14 Lebensjahr des Kindes absichert.
 
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  • #7
also, was ist das für ein Quatsch? Der Mann kann die Ehe genauso beenden. Und die Frau hat absolut keine Vorteile von der Ehe. Das neue Familienrecht scheint immer noch nicht bekannt zu sein. Dort hat es sich leider für Frauen mit Kindern und der typischen Hausfrauenehe sehr verschlechtert. Für Frauen ohne Kinder und Beruf ist es genauso gut oder schlecht, wie für den Mann.
Einen Vorteil im gesamten Familienrecht global gesehen, hat nun eher der Mann (außer die Ausnahmen, dass Mann Hausmann ist etc.) keinesfall die Frau.
Außerdem ist es heute ja Gott sei dank üblicher, einen Ehevertrag abzuschließen. Da kann alles gerecht, wie beide es zu Zeiten der Harmonie finden, geregelt werden.
 
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  • #8
Das Scheidungsgesetzt wurde geändert.
Nun muss eine Frau sich selber nach einer Scheidung versorgen, egal ob mit oder ohne Kinder.
Die Sorgen von # 4 sind völlig überflüssig.

Wer viel Vermögen in die Ehe mitbringt und sich sicher sein möchte, kann einen Ehevertrag aufsetzen.

Nachwuchs ist kein Grund zum Heiraten. Geteiltes Sorgerecht ist ohne Trauschein möglich und den Namen des Vaters können die Kinder auch ohne Ehe tragen.
 
  • #9
Familiengründung ist für mich der einzige gute Grund zum Heiraten.

Selbstverständlich muss man sich lieben -- aber nur der Liebe wegen heiraten ist heutzutage nicht notwendig. Lieben kann man sich auch ohne Trauschein. Aber Kinder erziehen mit einheitlichem Familiennamen und ohne Notwendigkeit für unzählige Regelungen ist schon wirklich dank Trauschein einfacher.
 
  • #10
#7
wer viel Vermögen in die Ehe einbringt, verläßt dieselbe auch wieder mit viel Vermögen.
Ohne Ehevertrag gilt ZUGEWINN, d.h., das vermögen das während der Ehezeit erarbeitet wurde, wird zwischen den Partner bei der Trennung aufgeteilt. Im Grunde genommen gerecht.

Warum sollte eine Frau ihrem Kind den Nachnamen des Vaters geben? Sie hat doch einen eigenen, der meistens auch nicht schlechter ist.

Aber zurück zur Frage.
Nein, ich hätte, wenn ich schwanger gewesen wäre, NICHT geheiratet. Irgendwie hätte ich immer das Gfühl gehabt, daß der Mann mich nur wegen des Kindes geheiratet hat. Früher wurden solche Ehen als Muß-Ehe bezeichnet und schwanger zu werden war ein gern genommenes Überzeugungsargument....
 
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  • #11
hier noch mal die Nr. 4

Es stimmt, schon, dass sich im Familienrecht in letzter Zeit viel getan hat. Manches ist da jetzt deutlich vernünftiger als es vorher war. Früher hieß es: " Einen Zahnarzt zu heiraten, ist genau so gut, wie Zahnmedizin zu studieren." Das gilt heute nicht mehr in vollem Umfang.

Andererseits hat der BGH gerade vor 2 oder 3 Wochen entschieden, dass Unterhaltszahlungen nicht befristet werden dürfen, wenn die Frau in der Ehe Karrierenachteile erlitten hat. Lässt sich der Mann einmal breitschlagen, dass die Frau eine Zeit lang zuhause bleibt (oder sucht sich die Frau gegen den Willen des Mannes einfach keine Arbeit), dann zahl der Mann halt.
Hier gilt auch heute noch für den Ehemann: "Ein mal heiraten, ein Leben lang zahlen."

Hand aufs Herz, der Versorgungsaspekt spielt bei Frauen eine Rolle, beim Heiraten, wie beim Scheiden lassen.

m (45)
 
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  • #12
@10 Nüchtern, sachlich, korrekt...
Diese Aussage trifft es auf den Punkt!
Und in Zukunft wird eben ganz vortrefflich über die ''ehebedingten Karrierenachteile'' gestritten werden. Das wird das Druckmittel der anwaltlichen Vertretung der Frauen sein! Da bin ich mir ziemlich sicher...
Quintessenz = bei längerwährenden Ehen wird sich im Scheidungsfall sehr wenig ändern!
Und genau das ist auch so beabsichtigt gewesen, die Gesetze werden durch Einzelfallentscheidungen sukzessive wieder aufgeweicht...
Ich möchte hier keiner der progressiven ForenschreiberInnen zu Nahe treten - der Versorgungsaspekt ist aber nachwievor Heiratsgrund Nummer eins.
 
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  • #13
Wir haben wegen dem Baby geheiratet (da war ich im 8 Monat schwanger) und waren vorher genau 1 Jahr zusammen.Klar hätten wir auch drauf verzichten können,aber in dieser Hinsicht sind wir altmodisch und wollten somit unsere Bindung offiziell machen.An Versorgerprinzip habe ich überhaupt nicht gedacht.Für mich war von Anfang an klar,dass ich mit Baby mein Studium durchziehe und danach einen Job suchen werde.Dann wäre unser Kind schon 2 Jahre alt und aus dem Gröbsten raus (Fremdeln).Zwei Leute bringen mehr Geld rein als ein Versorger.Mein Mann hätte auch nichts dagegen in Teilzeit zu gehen,falls ich gut verdienen sollte.Zur Zeit bin ich im Haupstudium,habe einen Nebenjob (geht für Kinderbetreuung raus) und selbstverständlich leben wir grad vom Geld meines Mannes.
 
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  • #14
Ihr vergesst bei dem Romantikgedöns auch noch den weiteren Vorteil der Frau: Wenn er mehr verdient, profitiert sie, auch ohne Kinder, bei einer Scheidung, selbst wenn sie weiter arbeiten geht, trotzdem vom Zugewinn und vom Versorgungsausgleich für die Rente. Also doch die besseren Karten für die Frau. Und @5: viele dieser Hausfrauenehefrauen poppen aus Langeweile und Einsamkeit ebenso fremd und der Mann muss trotzdem zahlen. Nicht immer nur die Männer, die sich in fremden Bettern vergnügen. Bitte also die Kirche im Dorf lassen!
 
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  • #15
Ich stimme #4#10#11 auch uneingeschränkt zu-abgesichert,versorgt,stimmgewaltig werden,daß sind immer noch die Ziele einer Frau bei der Entscheidung für die Ehe.
Am Ende kann Mann zwar die Meinung vorbringen,Frau geh Arbeiten&Weiterbildung und gemeinsam wird der Haushalt erledigt-Kind in Ki.Tagestätte und schon sind die Vorrausetzungen gleich und fair....!Nur das klappt in den wenigsten Fällen,wird die von Frau abgelehnt-hat Mann in der Ehe keine Chance mehr-"Krieg" oder Scheidung ist die Folge...und am Ende zahlt fast immer der Mann nach der Trennung.
Nicht umsonst akzeptieren die wenigsten Frauen ein langfristiges Hausmann-dasein-ist vielleicht das Arbeitsleben doch nicht so schön,wie die Kinderbetreuung und das Hausfrauenleben.
Wenn jeder seine Verpflichtung Hausfrau/Hausmann und berufliche Verpflichtung gleichermaßen voll ausschöpft und die Dinge dann im häuslichen geteilt werden, wäre die Familienwelt auch in Ordnung.Würden viele Ehefrauen mit Kind ihren Tagesablauf so organisieren,wie Alleinerziehende-die Zweisamkeit würde in der Ehe weniger leiden und Scheidungen würden minimiert.
Viele(nicht alle) Dinge gestaltet man sich zu Hause(auch mit Kind) selbst,im Beruf sind sie immer Pflichten.
Jeder schaut nur auf seinen Vorteil,in diesem Sinne besonders Frauen-leider dient das der Anbahnung von Beziehung und Ehe garnicht.

m48

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  • #16
@14 - ui, da ist aber jemand bitter.
Ich bin nach 15 Jahren Ehe mit einem Kind von meinem Mann raus geworfen worden. Nach der Trennung habe ich erst erfahren, wie oft und ab wann bereits (Schwangerschaft) er seine Affaoren hatte - ich war naiv und blauäugig.
So macht jeder seine Erfahrung.
Getrennt hat er sich erst, als seine Affairen auch an mir nicht mehr wissenslos vorbei gehen konnten UND!!! als ich eine verantwortungsvolle Position als Ganztagsjob hatte.

Trotzdem sage ich nicht, dass alle Männer diese Grenzen so massiv übertreten und das ganze Geschecht in Verruf bringen.

Man kann den Frauen eigentlich nur raten: Ehevetrag, der absichert - das ist gut für beide! Und bleibt berufstätig, damit ihr im Zweifelsfall wieder einsteigen könnt.
ich habe jetzt - zwei jahre nach der Trennung - schon wieder Lust auf Mann und Beziehung - nicht unbedingt auf Ehe und versorgen kann ich mich allein.


ABER: Rache werde ich natürlcih doch nehmen, nur an ihm.....
 
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  • #17
Heiraten hat mit Familiengründung nicht das Geringste zu tun.

Abgesehen von dem romantischen Aspekt ist die Rechtslage eines Ehepartners eine ganz andere als die eines Lebensgefährten. Freunde von mir haben nach 20 Jahren geheiratet - sie haben ein Haus zusammen gebaut.

Ein Verwandter von mir hat seine langjährige Freundin geheiratet - er ist sehr krank, und sie soll wenigstens in den Genuss einer Witwenrente kommen, falls er nicht überlebt.
Ehepartner haben ganz andere Rechte in Krankheitsfällen und Sterbefällen.

Ehepaare werden steuerlich anders veranschlagt. Und und und.

Der romantische Teil:
Es bleibt immer ein Rest Unverbindlichkeit beim Zusammenleben ohne Heirat - ich kenne beides, und es fühlt sich anders an. Eine Heirat ist ein öffentliches Bekenntnis zur Gemeinsamkeit, die Absichtserklärung, das Leben gemeinsam zu meistern.

Und, last not least: Für religiöse Menschen (und davon gibt es mehr, als dieses Forum vermuten lässt) kann es wichtig sein, den Segen Gottes und die Gebete der Gemeinde für den glücklichen Bestand ihrer Ehe zu erhalten.
 
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  • #18
zu #13

Naja langsam mal, der Mann wollte es doch so und hat für sein Geld nach Hause bringen, ja eine Gegenleistung bekommen.

Er hätte ja selber dafür sorgen sollen/müssen, dass die Frau nach Ende der Erziehungszeit wieder zurück in den Job geht.

Aber da viele Männer immer noch das klassische Model wollen: Er verdient das Geld, Frau bleibt zu Hause, werden weiterhin Männer irgendwann die A-Karte haben, weil sie es ja selber so wollten. Dabei spielt auch keine Rolle, wer wenn betrogen oder verlassen hat.

Solange es noch den Ehegattensplitting gibt, werden weiterhin Frauen von gutverdienenen Männern zu Hause bleiben und dann oft meistens böse aufwachen, der Mann halt auch, wenn es doch zur Trennung kommt.

Daher diesen Ehegattensplitting weg!, aufteilen auf alle Familienmitglieder und Ehevertrag machen, Frau geht wieder arbeiten, dann hat keiner später einen Nachteil und keiner fühlt sich abhängig oder ausgenommen.

w 47 Single-Mama, nur relativ kurz im Erziehungsurlaub, dann wieder arbeiten
 
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