• #61
Bist du jetzt für deine Freundin eigentlich eher die Taube auf dem Dach oder der Spatz in der Hand?

Jetzt habt Ihr wahrscheinlich in der Zwischenzeit nochmal gesprochen. Was kam dabei heraus?
Nebenbei ist mir aufgefallen:
Wenn die Freundin spontan vorbeikommen kann, wenn der Sohn beim Training ist...dann kann sie im Fall von Zusammenwohnen ja auch spontan wieder nach Hause fahren um dich da zu treffen?
Mich erinnert der Thread hier an den mit dem werdenden Vater, der die Freundin nicht heiraten möchte. Der Freundin geht es um 'commitment', sie möchte eine 'feste Beziehung', nicht LAT oder F+ oder sonstwas Gelegentliches, auch keinen Babysitter oder Versorger, sondern Nähe und Geborgenheit, das Gefühl von Zusammengehörigkeit, weil man abends sich im Bett zusammenkuscheln kann und auch mal eine gemeinsame Anschaffung macht (Kaffeetassen für die Morgenmuffel), gemeinsame Zimmerpflanzen, gemeinsamer Ausblick aus gemeinsamen Fenster. Nicht 'deine Wohnung' 'meine Wohnung', sondern 'wir' 'unser' 'uns'. Klar, das ist echt schwierig bei eurer Konstellation und wie die Kinder das finden würden weiß ich auch nicht.
Aber ich sage dir, dass es einfach das ist, was deiner Freundin fehlt. Deine Nähe.
Ja, irgendwer hat es oben geschrieben: sie kann ja auch Schluß machen. Siehe meine Eingangsfrage.
 
  • #62
Ich hab eine 40 Stunden Woche, vier Abende in der Woche an denen ich unterwegs bin. Am Wochende treffe ich meist nochmal meine Eltern dann mit Geschwistern und deren Familie. Die Freunde möchte ich auch mal sehen.

Das hört sich für mich eher so an, als wenn du andere Prioritäten im Leben hast - was ja völlig okay ist. Aber wahrscheinlich wünscht sich deine Partnerin das anders. Am Wochenende triffst du dich mit Familie oder Freunden... vielleicht wäre sie da auch gerne dabei und würde gerne "dazu gehören"? Du bist an vier Abenden in der Woche unterwegs, beruflich oder Hobby? Beim Zusammenleben würde man ja zumindest davor und danach aufeinander treffen und sicherlich etwas Zeit füreinander haben.


Ich weiß auch nicht wie wir beim zusammenwohnen spontan sein sollten, dass geht gar nicht mit den Kindern.
Mein Mann und ich haben auch wenig Zeit und dazu drei Kinder. Da war und ist immer mal spontan was drin gewesen - sei es, wenn die Kinder unterwegs waren, oder am Spielen oder abends. Zusammen einschlafen war uns auch immer wichtig. Ich glaube, du befindest dich einfach in einer Phase, in der du zufrieden bist mit deiner aktuellen Lebensform. Kann ich nachvollziehen, denn mit kleineren Kindern inkl. Patchworkkonstellation würde es wahrscheinlich sehr viel stressiger in deinem Leben werden. Wenn sie sich das aber wünscht, dann ist es schwierig einen Kompromiss zu finden. Du wirkst auf mich auch ehrlich gesagt nicht sehr kompromissbereit, sondern eher etwas "bequem festgefahren". Das finde ich nicht schlimm, darf ja jeder wie er will, aber ich befürchte, dass ihr auf lange Sicht gesehen nicht glücklich miteinander werdet. Wenn es jetzt so weitergeht -vielleicht mit dem Zugeständnis von dir, sich mal einen Tag mehr zu sehen oder so-, dann wird sie sich vermutlich erst mal auf den für sie faulen Kompromiss einlassen, aber immer unzufriedener werden.
 
  • #63
Manchmal ist es auch schwieriger, aber sieht man noch den Gewinn? Nicht materiell, sondern an Qualität?
Eine Partnerschaft, die das Wort verdient , beinhaltet Partner sein.
Miteinander lachen, weinen, miteinander einschlafen, aufwachen, die kleinen Gesten im banalen Alltag, sich freuen , wenn man nach Hause kommt - da ist jemand. Jemanden mal verwöhnen dürfen, nicht als Gast, sondern dazu gehörend.
Lionne69 hat es meiner Meinung nach gut erklärt - so empfinde ich es auch. Und ein Mann, der dies nicht möchte oder auch spüren kann, der wäre nichts für mich. Ich denke, die Freundin des FS sieht es ähnlich und wünscht sich das auch. Der FS kann das nicht nachvollziehen. Ob ganz grundsätzlich oder nur in Bezug auf seine aktuelle Freundin vermag ich nicht zu beurteilen, aber vielleicht würde "die Eine" irgendwann kommen und er denkt plötzlich ganz anders wie aktuell.
 
  • #64
Ja, auch um der Kinderwillen, die soziales Verhalten wenigstens ansatzweise lernen könnten, statt die Fortsetzung als zweites Kapitel in ihrer gestörten Familienkonstellation ohne Vater, bzw. Mutter.

Ich denke die meisten Kinder leiden weniger, wenn sie den leiblichen Vater/Mutter nur noch zu den Umgangszeiten sehen, aber das gewohnte Umfeld gleich bleibt, anstatt zusätzlich ein Familienkonstrukt mit "neuem " Elternteil und neuen Geschwistern aufgezwungen zu bekommen und zusätzlich auch noch umziehen zu müssen.(schlimmstenfalls mit Schulwechsel /Wegfall des Freundeskreises) - denn nach Ansicht der meisten Befürworter hier, haben offenbar die emotionale Belange der Mutter nach partnerschaftlicher Nähe höchste Priorität.

Nie hätte ein neuer Partner für mich so wichtig sein können, dass ich das meinem Kind antue, da würde ich doch meine Belange mal etwas zurückstellen.

Gerade wenn derartige Unannehmlichkeiten für die Kinder drohen, werden sie den neuen Partner ganz bestimmt nicht mit Freude als neuen Vater akzeptieren, sondern wohl als Quell allen Übels ansehen und sich ihm und seinen Kindern gegenüber entsprechend Verhalten.

Mich würde ja mal interessieren ob hier irgendwer als Kind so ein Szenario erlebt hat und das entsprechend gut fand.
 
  • #65
Hallo TE,

erinnert mich an den Thread mit dem Heiraten wegen einer Schwangerschaft.

Was ist an dem Zusammenziehen in der momentanen Situation so schlimm? Du bist doch nicht festgekettet bis zum Ende Deiner Tage.

Im Moment wohnt nur Deine Tochter bei Dir. Sie wird das mit einer vernünftigen Erklärung schon verpacken können. Dann sucht Ihr Euch eine Bleibe und probiert das Patchworken. Klappt es nicht weil sie merkt, Du bist keine Entlastung und Dich nervt der 6jährige in der Besucherritze, dann geht Ihr wieder auseinander. Wenn Du unsicher bist, dann schleppt nicht alles in die neue Bleibe sondern lagert das lieber. Das einzige was ich nicht machen würde, einen Mietvertrag gemeinsam unterschreiben.
 
  • #66
Mit Sicherheit geht es vielen ähnlich also ich halte mich nicht für besonders ausgebucht. Ich hab eine 40 Stunden Woche, vier Abende in der Woche an denen ich unterwegs bin. Am Wochende treffe ich meist nochmal meine Eltern dann mit Geschwistern und deren Familie. Die Freunde möchte ich auch mal sehen.

Meine Freundin hat genau so zu tun, natürlich wegen der jüngeren Kindern etwas anders organisiert. Sie hat auch noch wesentlich mehr Hausarbeit zu erledigen, während meine Tochter bei uns ein paar Sachen übernimmt, aber bei uns entsteht keine Unordnung mehr.
.

Bei mir kommt vor allem rüber, dass es dir absolut so reicht wie es jetzt ist. Was nicht rüberkommt, sind besonders tiefe Liebesgefühle für die Frau. Das klingt alles absolut abgeklärt. Als würde es dir auch nicht viel ausmachen, wenn sie sich nach ihrer Nachdenkzeit gegen dich entscheidet. Ich denke, das spürt sie sicher und dann ist es auch besser, wenn man sich trennt, wenn einer emotional viel mehr am anderen hängt.

Meine Eltern leben ihr ganzes Leben berufsbedingt mit zwei Wohnsitzen und 70% der Zeit LAT, den Rest zusammen. Sie haben sich mehr zu erzählen als andere Paare, die zusammenwohnen. Aber: BEIDE wollten das so. Außerdem telefonieren sie jeden Tag, um sich auszutauschen - das, was den meisten Menschen wichtig ist in einer Beziehung. Dass der andere an meinem Leben teil hat. Bei euch ist das ja nicht so, und du findest das okay, ihr fehlt etwas. Dann passt das nicht von den Bedürfnissen. Ich selbst wohne unglaublich gern mit meinem Freund zusammen, und gerade, weil wir beide einen vollen Terminkalender haben, würde es mich stören, nicht mit ihm zusammenzuwohnen - so können wir abends im Bett noch mindestens zehn Minuten von unserem Tag erzählen; sollte der Tag schlecht sein, kann der andere trösten, man freut sich über Erfolge - all die Dinge, die den Alltag ausmachen. Und mir ist ein liebevoller Alltag in der Beziehung tausendmal wichtiger als Urlaub und Feiertage. Der andere ist einfach in der Nähe. Für dich scheinbar unverständlich. Plakativ: Ich hatte ja in meinen WGs engere Bindungen zu meinen Mitbewohnern als du zu der Frau, scheint mir.

Als schwierig empfinde ich auch die Situation mit den Kindern; da ist immer zu überlegen, ob das als Patchwork überhaupt funktionieren würde oder ob man wartet, bis die Kinder aus dem Haus sind. Aber das ist ja gar nicht das, was dich beschäftigt.

w, 34
 
  • #67
Ob die Freundin des FS mit 38 und zwei kleinen Kindern auf dem Beziehungsmarkt so schnell einen Partner findet,
- der sich um den Kleinsten kümmert
- einen Urlaub zu sechst auf die Reihe bekommt
- mindestens einen gemeinsamen Tag am WE hinbekommt
- nur 6 Jahre älter ist

Moin,

Beziehung ist mehr als das und nicht alle AE's suchen nur rein zweckdienliche Beziehungen. Ebenso sind die Chancen für diese nicht geringer, auch wenn man das gerne und immer wieder betonen muss. Wer so wenig Respekt vor Frauen hat, die alleine Kinder großziehen, der sollte sich auch trollen.
Eine Frau mit Kindern bringt durchaus einiges mit, was eine Beziehung bereichern kann. Es sind gewachsene, reife und weniger egozentrierte Frauen, die eine Beziehung mit einem anderen Bewusstsein angehen.
Der FS versteht einfach den Wunsch nach mehr gefühlter
Nähe nicht.
Ja doch, wir lieben es, uns gemeinsam unserer Morgenmuffeligkeit, er mit dem Senkrechtstarter rechts, ich links in der Hand, nachzugehen. Es sind die vielen klitzekleinen Kleinigkeiten im täglichen Miteinander, die zu stabilen festen Stützpfeilern beitragen. Hier wird die Beziehung von Schaschlickstäbchen getragen und reduziert gelebt.
 
  • #68
Mich erinnert der Thread hier an den mit dem werdenden Vater, der die Freundin nicht heiraten möchte.

Kannst Du differenzieren?
Beim anderen Thread ging es um das eigene Kind...
...hier hat der FS bereits zwei ältere Kinder 15 und 18, die Frau Kleinkinder 6 und 11.

Es ist schon faszinierend wie Ich-Bezogen hier diverse Forumsteilnehmerinnen sich zeigen. Es geht nur um die Bedürfnisse der Frau. Wer denkt eigentlich um die Bedürfnisse der Kinder des FS nach?
Hat denn die 18jährige Tochter und der 15jährige Sohn Lust auf zwei neue Geschwisterchen und eine neue Mama?!

Der gestrige Tatort passt eher zum Thema als der Nachbarthread...Tochter will Ersatzmama loswerden.

m, 39
 
  • #69
Mich würde ja mal interessieren ob hier irgendwer als Kind so ein Szenario erlebt hat und das entsprechend gut fand.
Ich war 13 als unsere Mutter uns gepatched hat. Mein Vater zog mit seiner neuen Frau schon eher, ich glaub drei Jahre, zusammen. Mir war das so ziemlich egal, ich hatte mein Zimmer, mein Essen und der neue Mann war auch ok. Wenn dessen drei Töchter an den Papa-WE auch noch bei uns waren und ein Nachzüglerkind gab es, da wünschten sich die Beiden wohl manches Mal, sie wären nie zusammen gezogen. Wir Kinder hatten unseren Spaß. Naja es hat nicht gehalten, aber zu den drei mittlerweile Frauen, habe ich immer noch guten Kontakt.
 
  • #70
Was nicht rüberkommt, sind besonders tiefe Liebesgefühle für die Frau. Das klingt alles absolut abgeklärt. Als würde es dir auch nicht viel ausmachen, wenn sie sich nach ihrer Nachdenkzeit gegen dich entscheidet. Ich denke, das spürt sie sicher und dann ist es auch besser, wenn man sich trennt, wenn einer emotional viel mehr am anderen hängt.
Das Eindruck hatte ich allerdings genau so auch-
unabhängig davon, dass ich es nachvollziehen kann, wenn man den Kindern zuliebe bei getrennten Wohnungen bleibt. Aber als Partnerin immer hintenan zu stehen- als ob sie nicht in deine Familie oder zu deinen Freunden passen würde, deshalb nicht mitkommen könnte... Entweder sie oder ihre Kinder passen da wirklich nicht dazu, dann passt ihr als Paar eben auch nicht, oder du hast nicht das Bedürfnis, sie dabei zu haben- dann hätte sie mit Recht das Gefühl, das ihr keine eigentliche Beziehung habt.
 
  • #71
Natürlich kommt sie meist mit zu meiner Familie oder meinen Freunden(umgekehrt auch), aber je nachdem wo es hingeht auch mal nicht. Warum? Ganz einfach, sie hat zwei Kinder, die sie nicht einfach immer so überall mit hinschleppen kann und will, weil sie gar keine Lust dazu hat. Deshalb sind wir auch an den WE, wo die Kinder weg sind auch nicht durchgehend zusammen. Ich würde auch meiner Freundin nie vorschreiben wie oft sie bei ihrer Mutter ist, sie besucht sogar noch die ehemaligen Schwiegereltern regelmäßig mit den Kindern, weil der Vater keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern hat. Sie hat auch noch eigene Kontakte und Hobbies außerhaus, die sie in der Woche nicht machen kann, sondern nur am Wochenende.
So, sie hat zu mir gesagt, ihr sei klar geworden sie hat sich vom Urlaub einlullen lassen. Der war wirklich besonders toll, wir hatten ein Haus am See, die beiden Mädchen teilten sich ein Zimmer und die beiden Jungen ein anderes. Das Wetter war durchgehend schön darum waren wir fast nur draußen. Und auf den Fotos wie eine Nutella-Familie. Aber es war Urlaub und eigentlich weiß sie, so einfach wird es im Alltag nicht werden, eher genau das Gegenteil. Und da wir beide noch an unserem Lebenstraum festhalten und darauf hinarbeiten, werden wir es so lassen wie bisher.

Dann nochmal zum Geld, da würde sie sich beim Zusammenwohnen verschlechtern, sie würde die Steuerklasse wechseln müssen und der Unterhaltsvorschuss würde wegfallen.
Es mag sein, dass ich starr bin, aber bei dieser Entscheidung, dass wussten wir beide, gibt es keinen Mittelweg sondern nur ein entweder oder. Das wird sich dann ändern wenn beispielsweise meine Kinder aus dem Haus sind.

Auch wenn die Meinungen kontrovers sind, ist es für mich sehr interessant gewesen. Danke

Aiden
 
  • #72
Mich würde ja mal interessieren ob hier irgendwer als Kind so ein Szenario erlebt hat und das entsprechend gut fand.

...ich hätte mir einen Ersatzvater gewünscht, meine drei Töchter auch.
Solange meine Kinder bei mir wohnten habe ich mich wenig getraut, auf Partnersuche zu gehen. Es gab aber seitens meiner Kinder immer mal wieder einen Aufschrei und die Sehnsucht nach einer männlichen Vaterfigur, später im Erwachsenenalter sogar von einer Tochter heftige Vorwürfe, die mich bis ins Mark trafen. Diesen männlichen Ersatz haben sie sich dann anderweitig gesucht, so wie ich mir den Vater meiner Freundin als Ersatzpapa auserkoren habe. An ihm habe ich mich bis zu seinem Lebensende orientiert, bis er vor drei Jahren verstarb. Er hat eine Lücke bei mir gerissen und ich vermisse ihn sehr.

Ich nenne es, die unterdrückte Sehnsucht, die sich mir durch viele Kinder, die ich kennenlernte, erschlossen hat. Zu glauben, die Welt der Kinder sei in Ordnung, weil sie fröhlich ihre Sehnsucht kompensieren, der irrt. Auch der oft noch vorhandene Vater füllt diese Lücke nicht aus. Diese Sehnsucht nach Vater-Mutter-Nestwärme, kriecht tief in ihr Unterbewusstsein, die Tragweite lässt sich oft erst im späteren, eigenem Liebesleben ermessen.

Ich erinnere mich oft an meinen Untermieter, geschieden, der Sohn war abwechselnd bei Mama und Papa. Er hatte mehr denn je Probleme und fühlte sich in einer Minderheitensituation, mit ziemlich heftigen Auswirkungen. Als mein Untermieter eine Frau kennenlernte, besserte sich sein Zustand zusehends.

Hier wissen wir nichts von den Kindern, wie sie denken, wie sie fühlen, was sie wirklich vermissen. Eine männliche Orientierung in der Familie ist für jedes Kind wichtig. Ebenso ein gesundes Vorleben von Mann und Frau. Hier ganz besonders wichtig, dass der Mann nicht aus der Erziehung ausgeklammert wird.
Wenn beide auf einem gleichen Beziehungsniveau schwimmen, erübrigt sich das Aufzählen von Nebensächlichkeiten, die hinderlich sein könnten, denn es werden *gemeinsam* mit den Kindern Lösungen gefunden. Heute mehr denn je, gibt es Ersatzomas, Putzteufel, Babysitter und Aupairmädels, um eine zusammengewürfelte Familie zu unterstützen.
Ach Gottchen ja, ob der Urlaub zu 10 oder zu 6 wirklich so entscheidend und wichtig ist, wohl kaum. Die Wahrheit liegt in den allerkleinsten, banalsten Dingen, die weitaus mehr Früchte tragen.
 
  • #73
Prinzipiell ja, nur dann hätte die 38jährige Frau mit ihren zwei kleinen Kindern beim FS keine Chance gehabt.

Das ist sicherlich eine ganz wichtige Grundaussage!

Als ich anfing (wieder) nach einer Partnerin zu suchen war ich ziemlich genau in dem Alter des FS. Hätte ich ohne Familiengründungsabsicht Frauen mit kleinen Kindern akzeptiert, wäre ich schon lange von Markt, bzw. ich hätte inzwischen die n-te Affaire, LAT, oder F+ Geschichte mit so einer Frau am laufen. Solche Frauen gibt es wirklich wie Sand am Meer!

Diese Frauen sind einfach in einer ganz schlechten Position!

V.m48
 
  • #74
Lieber FS, ich kann irgendwie deine Freundin auch verstehen. Ihr seid zusammen, Ihr wohnt ja nur 10 Minuten auseinander entfernt und seht euch nur 2 Mal in der Woche? Ich finde es zu wenig für eine Liebesbeziehung. So wie ich es verstanden habe (und korrigiere mich ruhig, wenn es der Fall sein sollte) ist deine Freundin nicht dabei, wenn du deine Familie und Freunde besuchst. Du triffst dich mit deinen Freunden und Verwandten allein und Ihr seht euch nur ein Tag am WE? Ich würde sagen, dass sogar geschiedene Leute sich öfter sehen als Ihr zwei ;-). Vielleicht könntet Ihr als Zwischenlösung euch öfters sehen? Warum ist es nicht möglich, dass sie öfters bei euch ist und du auch manchmal zu ihr gehst und dort übernachtest? Ich könnte mir gut vorstellen, dass es als Zwischenlösung ganz gut ist.
 
  • #75
Der FS hat tatsächlich ein dicht bepacktes Leben. Eine Immobilie in der beide Familien leben können ist außerdem nicht einfach zu finden. Noch schwieriger wird es wenn es dann doch noch zu Beziehungsproblemen kommt. Insoweit ist seine Distanz nachvollziehbar.

Ich hatte hier mal über eine Dame bei Fin* geschrieben, die angegeben hat was ihr wichtig ist "Katzen, Hund, Sohn", dazu kommen Arbeit, Haushalt und Hobbies. Ich hatte sie aus Neugierde angeschrieben "Wo findet bei dem Ranking ein Mann seinen Platz?", "Jeder bekommt seinen Platz", war die Antwort. Also sie will definieren wie es läuft. Nichts mit partnerschaftlichen Verhalten.

Ich habe noch mal nachgefragt wie es läuft. Antwort "kein Mann hat Lust mich beim gemeinsamen Gassi gehen mit dem Hund (einen riesen Teil) kennen zu lernen. Total gemein ..." Inzwischen hat sie sich abgemeldet.

Jetzt hat eine Kollegin dort inseriert. Was mag sie "ihr Pferd, ihren Hund, ihr Kind, ihren Garten". Sie sucht einen lieben verständnisvollen Mann.

Dann gibt es diejenigen die nebenbei erzählen, dass sie in einer sieben jährigen Beziehung waren, er im Süden, sie im Norden, alle zwei Wochen ein WE. Dann ging sie ihrem Traum nach. Ein Job in Übersee. Was passiert er spielt und gewinnt in der Greencard Lotterie. Leider war er dann so nah, dass sie fliehen musste. Vier Jahre später brauch sie wieder tropfenweise Nähe.

Der FS hat keine Herde zu versorgender Haustiere. Ob er ein Näheproblem hat wird nicht richtig deutlich. Seine Begründung für LAT ist aber in sich schlüssig.
 
  • #76
Es ist schon faszinierend wie Ich-Bezogen hier diverse Forumsteilnehmerinnen sich zeigen. Es geht nur um die Bedürfnisse der Frau. Wer denkt eigentlich um die Bedürfnisse der Kinder des FS nach?
Hat denn die 18jährige Tochter und der 15jährige Sohn Lust auf zwei neue Geschwisterchen und eine neue Mama?!
Junge, das ist doch egal, einzig zählt nur das Weib, das zusammen wohnen will. Ihre Kinder, andere Kinder sind wurscht, Hauptsache sie ist zufrieden.

Jetzt ist Dein letzter Post veröffentlicht. Hast ja auch Glück so wie ich. Taffe Frauen findet man selten.
 
  • #77
Diese Frauen sind einfach in einer ganz schlechten Position!
Nur wenn du das am laufenden Band wiederholst, wird es nicht besser. Ja, es gibt AEs, die auf Teufel komm raus verpartnert sein wollen, männlich wie weiblich. Das sind Menschen, die nie gelernt haben, allein zu leben. Viele andere, nachdem sie die Phase der Einsamkeit überschritten haben, lernten neu gewonnene Freiheit richtig zu schätzen. Das ging mir so, genauso meinen Freundinnen. Ich war ehe halbherzig auf der Suche und nach einigen Fehlgriffen komplett die Suche aufgegeben, weil es mir momentan so passt. Es macht mir ehe Sorgen, dass es mir keine Sorgen macht, keinen Freund zu haben. Die vielen heutigen Männer sind auch ehe (Alp)traummmänner geworden, so dass die sowieso nicht einfache Lage von AE- Mütter dadurch verschlechtert würde, also bitte schere nicht alle unter einen Kamm. Und ich rede nicht von Partnerschaft, allein der Sex ist katastrophal- ichbezogenes Rumgestochere, dass nach relativ kurzer Zeit auch schon vorbei ist und hinterlässt frau mit lauter Fragezeichen im Kopf.
 
  • #79
Das ist wohl Ansichtssache. Für mich gehört das Zusammenziehen auf jeden Fall zu einer ernsten Beziehung. In meiner jetzigen Beziehung (4 Jahre) ist das noch nicht geschehen, weil meine Kinder im Jugendalter sind, wir das Wechselmodell leben und deshalb die Nähe zum Vater unabdingbar ist. Mein Partner kann jedoch aufgrund seiner Selbstständigkeit (er lebt und arbeitet zu Hause und benötigt dafür den Platz, den ich nicht habe) nicht zu uns ziehen. Also pendeln wir auf einer Strecke von 20 km, sehen und aber sehr regelmäßig und oft. Aber es ist völlig klar, dass das in drei Jahren endet, wenn meine Kinder dank des Führerscheins selbstständig mobil sind. Einen noch längeren Wartezeitraum würde ich als problematisch empfinden. So geht es gerade noch. Wir planen schon unser gemeinsames Zuhause, sammeln Ideen für die Umgestaltung/Renovierung, stellen uns vor wie das sein wird... Ohne diese Perspektive wäre ich unzufrieden.
 
  • #80
Wenn man Bedenken trägt, buchhalterisch aufrechnet,
zweifelt,
Alles verkompliziert
Konkurrenzkämpfe ausficht
Und sorgsam darauf bedacht ist, ja nicht irgendwie und irgendwo benachteiligt zu werden
- Dann mag das ein Weg sein,,sein Leben zu gestalten.

Partnerschaft allerdings ist das dann keine - bekommt ja dann auch wenn schickes neudeutsches Label.

Ich kenne Paare, wo es funktionierte, bei anderen nicht - ohne Kinder, mit Kindern, einseitig, beidseitig, ohne / mit Eltern...Und es es noch alles für Rahmenbedingungen gibt.

Wer will, findet Wege, sonst Gründe.

Es ist legitim, nicht mit jemandem zusammen ziehen zu wollen, und es ist genauso legitim, dies auf Dauer nicht zu wollen.

Und ab einem gewissen Alter der Kinder ist dieser angebliche AE -Malus irrelevant, da hat eine*r Kinder oder nicht, und die Familie wird ggf. bunt - die meisten Männer, die ich date, haben größere Kinder, oft genug bei ihnen lebend, oder enger Kontakt. Ja, und ?
Ich finde es eher positiv, wenn da ein Mann ist, dem seine Kinder wichtig sind.

Probleme sind meist hausgemacht und haben oft viel mit schlechter Kommunikation zu tun.
Gut vorbereitet, und mit der entsprechenden Haltung klappt es .

Der FS will nicht .
Und sie hat das Thema und ihr Bedürfnis nach mehr Nähe wieder weggepackt .

Wenn morgen jemand kommt, der ihr diese Nähe bietet, ist sie weg - wenn Nähebedürfnis kann man nicht negieren, da fehlt Essentielles.
 
  • #81
Es ist sehr desillusionierend zu lesen, wie viele Argumente gefunden werden um, nicht zusammenzuziehen. Vielleicht wäre es sinnvoll die Begriffe Partnerschaft, Beziehung richtig zu definieren. Das was sehr viele leben ist im Grunde doch nur eine Freundschaft+ ohne jegliche Verbindlichkeit. Wenn sich beide einig sind, ist auch diese Beziehungsform ok und beide wissen woran sie miteinander sind.
Aber wenn von einer Beziehung gesprochen wird und dann nach Argumenten gegen diese gesucht wird, ist das Augenwischerei.
Kinder sind nie das Problem, egal wie alt sie sind, die ein Zusammenleben erschweren, @Pia62 hat es sehr gut auf den Punkt gebracht.
Im Grunde ist es nur wichtig, dass sich zwei Menschen zusammenfinden, die die gleichen Vorstellungen vom Leben haben.
Weichen diese auch nur im Kleinen ab und es werden faule Kompromisse eingegangen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich Unzufriedenheit, Frust und letzt endlich die Trennung einstellt.
@Valmont, AE sind im Gegensatz zu dir, in einer exzellenten Position, denn sie haben dem Wertvollsten was ein Mensch haben kann, dass Leben geschenkt und großgezogen.
AE, leisten so enorm viel, ohne zu jammern und oft mit sehr wenig Unterstützung, dass im Grunde jeder Mann froh sein könnte, wenn sich so eine taffe Frau mit ihnen abgibt.
 
  • #82
Ich denke, dass es bei ihr auch eine finanzielle Entlastung wäre und sie es deswegen in Erwägung zieht.
Prinzipiell wäre es ja eigentlich netter, wenn alles vorerst so bliebe, denn Kinder sind oft Beziehungskiller, weil man als Paar dann nur noch als Eltern funktioniert und nicht so sehr als Liebespaar, wohingegen man sich ja sehr auf einander freut und auch an Sex denkt, wenn man sich nicht jeden Tag sieht und sozusagen Dates hat.
Es hilft nichts, du musst das zeitnah offen und ehrlich ansprechen.
Viele alleinerziehende denken ans Zusammeziehen vor allem aufgrund der finanziellen Entlastung - nicht, dass sie einen Zahlesel oder Versorger suchen, aber geteilte Miete und Lebenshaltungskosten sind eben durchaus für eine meist in Teilzeit arbeitende Frau eine Entlastung.
DU musst ihr sagen, dass du ein Zusammenziehen derzeit nicht möchtest, wenn es so ist.
Ich bin auch alleinerziehend und mein Freund, der keine Kinder hat, wohnt nicht bei mir. Ich will das auch gar nicht, denn ab und zu will ich Zeit für mich und die Kinder alleine.
 
  • #83
denn nach Ansicht der meisten Befürworter hier, haben offenbar die emotionale Belange der Mutter nach partnerschaftlicher Nähe höchste Priorität.
Genau das kenne ich von meiner Mutter und dann wendet man sich als Kind vor lauter Not mal an die Großeltern, da kriegt man auch nur zu hören, die Mama hätte ja auch noch ein Recht auf Glück. Ich bin nur froh, dass ich mit 16 noch Ersatzeltern gefunden habe.

TE, Deine Freundin hat sich besinnt, alles Gute auch für Euren Lebenstraum.
 
  • #84
In meiner jetzigen Beziehung (4 Jahre) ist das noch nicht geschehen, weil meine Kinder im Jugendalter sind, wir das Wechselmodell leben und deshalb die Nähe zum Vater unabdingbar ist.

Richtig so. Der FS hat identische Gründe und kann sich zum jetzigen Zeitpunkt ein Zussmmenziehen nicht vorstellen. Er hat es für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Also liegst Du mit dem FS auf einer Wellenlänge...

...ich hätte mir einen Ersatzvater gewünscht, meine drei Töchter auch.

Das war Deine Situation. Beim FS und der Freundin des FS, deren Kinder Kontakt zu ihrem Vater haben, liegt aber eine andere Situation vor. Und die älteren Kinder des FS haben ganz sicher keine Lust auf eine Ersatzmama.

. Aber es war Urlaub und eigentlich weiß sie, so einfach wird es im Alltag nicht werden, eher genau das Gegenteil. Und da wir beide noch an unserem Lebenstraum festhalten und darauf hinarbeiten, werden wir es so lassen wie bisher

"Problem" gelöst, alles gut...;-)

m, 39
 
  • #85
Wenn morgen jemand kommt, der ihr diese Nähe bietet, ist sie weg - wenn Nähebedürfnis kann man nicht negieren, da fehlt Essentielles.
Muß man sich dazu nicht erstmal verlieben? Oder sucht man sich wahllos jemanden, um das Nähebedürfnis zu stillen?
Man muß doch bedenken, dass die beiden sich seit 18 Monaten kennen und ich gehe davon aus, dass Gefühle eine Rolle spielen. Da geht man doch nicht so einfach.
Irgendwo weiter oben las man, dass er zusehen soll, Kompromisse oder ein Entgegenkommen zu finden. Wie sieht es mit ihrem Entgegenkommen aus. Sie macht es ja jetzt und läßt sich weiter auf ihn ein. Sie ist erwachsen, sie wird sich nicht trennen wollen, weil vielleicht das Grundgefühl stimmt und sie nicht bereit ist,die Beziehung aufzugeben, "nur" weil er nicht zusammen leben möchte, den jetzige Umständen geschuldet.
Man muß ihm jetzt nicht einreden, dass dies ein fauler Kompromiss ist, sie haben gesprochen, sie hat sich entschieden.
W
 
  • #86
Und sie hat das Thema und ihr Bedürfnis nach mehr Nähe wieder weggepackt .

Wenn morgen jemand kommt, der ihr diese Nähe bietet, ist sie weg - wenn Nähebedürfnis kann man nicht negieren, da fehlt Essentielles.
Man muss des öfteren im Leben sein Bedürfnis nach Nähe wegpacken. Das wird Dir jeder Single, jedes Wochenend-Elternteil bestätigen, und trotzdem wird sie sich kaum dem Erstbesten an den Hals werfen, nur weil er Umzugskartons dabei hat.

Ich hab mir auch noch mal die Posts des TE durchgelesen, er erwähnt nirgendwo in nachteiliger Weise die Kinder seiner Freundin, auch kommt ein AE-Malus nicht vor, wäre ja auch widersinnig, seine Tochter ist bei ihm und der Sohn kommt auch noch.
Heute mehr denn je, gibt es Ersatzomas, Putzteufel, Babysitter und Aupairmädels, um eine zusammengewürfelte Familie zu unterstützen.
Im Prinzip ja, aber Ersatzomas, Putzteufel, Babysitter und Aupairmädels können auch AE mit Kindern unterstützen. Wenn dies möglich ist, kann sie sich doch mehr Zeit für ihn freischaufeln.

Da sie das aber nicht tut, liegt es wohl am Geld. Babysitter wird sie eh schon lange brauchen, aber nicht mehr so lange, der Knirps ist ja nun schon 6, wenn die Schwester auch da ist, wird die Mutter auch in der Woche abends ohne Babysitter mal für zwei Stunden oder so rauskönnen.
Auch der oft noch vorhandene Vater füllt diese Lücke nicht aus. Diese Sehnsucht nach Vater-Mutter-Nestwärme, kriecht tief in ihr Unterbewusstsein, die Tragweite lässt sich oft erst im späteren, eigenem Liebesleben ermessen.
Darum wäre auch in diesem Fall das Wechselmodell besser, aber die Freundin ist ja in diesem Fall froh, dass der Vater die Kinder überhaupt angefangen hat regelmäßig zu betreuen.

Dann sucht Ihr Euch eine Bleibe und probiert das Patchworken. Klappt es nicht weil sie merkt, Du bist keine Entlastung und Dich nervt der 6jährige in der Besucherritze, dann geht Ihr wieder auseinander.
Grundsätzlich hast Du ja Recht, genauso was das Heiraten betrifft, wenn die Menschen dann schnell Konsequenzen ziehen würden, das tun sie aber oft nicht und dann wird manchmal ein jahrelanges Geeier daraus, lies Dich mal durch das Forum.

Ich könnte mir vorstellen mit genügend Geld wäre es machbar, ein wirklich großes Haus, Reinigungskraft, Wäschemann, Gärtnerin, aber das wäre dann wohl so schön, gerade auch wegen des Pools, dass die Kinder gar nicht ausziehen wollen.
 
  • #87
Na dann ... ist ja alles in Butter. Prima! Herzlichen Glückwunsch!
Gut dass ihr einander gefunden habt und so schön zu einander passen tut.
Man findet ja wirklich nicht so oft jemand, der sich damit zufrieden gibt. Aber bei euch passt es wundervoll. Harmonisch.
Beide haben nebenbei noch sooo viel zu tun, dass derjenige Mensch den man in Körper & Seele reinlässt, halt nur einen Nebenplatz bekommt, neben Vereinen & Verpflichtungen. Ist ja auch viel wichtiger so ein Verein, gell.
Man muss ja schließlich irgendwo wichtig sein. Das war schließlich schon immer so! Kegelabend statt im Bett rumkugeln. Warum sollte man was ändern? Nur weil man jetzt seit über einem Jahr in Beziehung ist?
Ach ja und die Geschwister sind ja auch oberwichtig, dass man sie jede Woche treffen muss. Klar! Die haben zwar auch eigene Familien, aber die machen das auch so! Abnabelung ein Fremdwort. Steht irgendwo in einem Schwangerschafts-Buch, aber sonst ... ha neee ... wir doch nicht.
Das war bei uns schon immer so!
So eine fremde Frau mit Anhang kann da natürlich nicht mithalten im Herzensplatz, mit den Geschwistern glucken ist ja viel lustiger. Ach wie toll.
Weil Frauen kann man nicht wirklich trauen: Liebe vergeht. War ja schließlich schon mal passiert.
Äh'm warum ist die andere Frau eigentlich davon gelaufen? Was war da noch mal ... ich habe es vergessen ... oder es war nicht der Rede wert? Die Kinder sind ja (lieber?) bei ihm.
Alles klar! Alles in Butter. Und 2 xpro Woche ein Nümmerchen schieben ist ja Bundes-Durchschnitt.
Dass aber jeder Tag vergeht und nicht wiederkommt.
Dass jedes Paar nur ein gottbestimmte Zahl von Tagen und Nächten gegeben ist ... scheint hier auch gar nicht wichtig zu sein. Ist auch billiger so. Für beide.
Es genügt ja.
(Ironie off)
 
  • #88
Muß man sich dazu nicht erstmal verlieben? Oder sucht man sich wahllos jemanden, um das Nähebedürfnis zu stillen?

Guten Abend,

ich finde das sind Wortschlachtereien.....wenn Nähe fehlt und das lese ich nach wie vor in dem letzten Post, dann wächst die Bereitschaft, sich zu verlieben, oder in einer Affäre zu landen. Das hat wenig mit Wahllosigkeit zu tun, sondern mit einem ungestillten Hunger, der naturgemäß nach Befriedigung verlangt.

Nun, die Freundin hat sich ja zurückgenommen in dem Bewusstsein, diesen Traum, den sie gemeinsam als Familie in dem Feriendomizil lebten, real nicht leben zu können..., brave Frau mit einem gutem Verstand :-(. Ihr Kopf hat zwar Vernunft vorgezetert, aber in ihrem Gefühlshaushalt gibt es jetzt ein Loch, denn sie hat Blut geleckt. Alles was wohlige und angenehme Gefühle weckt, kann man sicher eine Weile verdrängen und kompensieren, aber gegen die Natur mit ihrer Gesetzeskraft kommt niemand an. Im besten Falle findet sie den Idealpartner, im allerschlechtesten Fall, wird sie krank. So ist sie einen Handel eingegangen, um das zu halten, was sie hat. Ein Stück weit hat sie sich selbst verraten und ihre Seele verscherbelt. Da sie ja auch gaanz viel um die Ohren hat, wird sie diese Sehnsucht kompensieren können, für eine Zeit zumindest. Ein ganz schlechter Kuhhandel.

@Samtina, herzlich willkommen zurück, endlich biste wieder da ;-) Eine Samitna ohne Wortgeschwätzigkeiten, ist wie Salz ohne Suppe.:)
 
  • #89
Vielleicht wäre es sinnvoll die Begriffe Partnerschaft, Beziehung richtig zu definieren. Das was sehr viele leben ist im Grunde doch nur eine Freundschaft+ ohne jegliche Verbindlichkeit.
Was ist denn die "richtige" Definition von Partnerschaft und Beziehung und vor allen Dingen....wo steht denn das? Wer hat darüber entschieden, was richtig und was falsch ist? Die Generationen vor uns? Beziehungsratgeber?
Wir als heutige Generation leben Partnerschaft anders, jedenfalls viele von uns. Und dennoch wird Verbindlichkeit gelebt. Auch ich habe solche Beziehungen geführt, kein Zusammenziehen, dennoch ein hohes Maß an Verbindlichkeit.
Die beiden haben eine Lösung gefunden. Finde ich gut und ich wünsche alles Gute!
W
 
  • #90
...ich hätte mir einen Ersatzvater gewünscht, meine drei Töchter auch.
Solange meine Kinder bei mir wohnten habe ich mich wenig getraut, auf Partnersuche zu gehen. Es gab aber seitens meiner Kinder immer mal wieder einen Aufschrei und die Sehnsucht nach einer männlichen Vaterfigur,

Ja, liebe Pia, gewünscht habe ich mir auch so einiges... ich denke jedes Kind wünscht sich eine intakte Familie mit liebevollen Eltern. Die haben wohl eher nur die wenigsten.

Meine Eltern haben sich scheiden lassen, da war ich 12. Und ich war so froh darüber. Endlich hörte der ewige Streit auf. Mein Vater interessierte sich kaum für mich, meine Mutter war eher so ein Helikopter-Narzist. Die neue Frau meines Vaters hatte nichts anderes im Sinn, als schnell sicherstellen zu wollen, dass ich auch auf eventuelle Erbansprüche irgendwann mal verzichte. (sie war Hausfrau und vermögenslos).

Ja und meine Mutter machte nach der Ehe so Erfahrungen, wie man sie hier oft nachlesen kann. Keinen von denen hätte ich als Ersatzvater haben wollen - und dafür bin ich meiner Mutter dankbar, dass diese Männer nur am WE mal auftauchten.

Eine Ersatzvaterfigur hatte ich auch - meinen Opa. Und der ist heute noch der Prototyp für meinen "Idealmann".

Ja, also ich habe somit auch keine guten Erfahrungen gemacht, daher ging meine Frage eher dahin, wer als Kind mit einer Patchworkfamilie gute Erfahrungen gemacht hat... so ganz real.

Ich bin dennoch froh, dass die Freundin des FS offenbar ein Einsehen hatte. 4 Kinder so unterschiedlichen Alters und Geschlechts stelle ich mir auch rein logistisch schwierig zu bewerkstelligen vor. Für jeden ein eigenes Zimmer, möglichst mehrere Badezimmer... da wäre doch allein morgens Chaos und Unzufriedenheit vorprogrammiert.
 
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