• #91
Man muss des öfteren im Leben sein Bedürfnis nach Nähe wegpacken. Das wird Dir jeder Single, jedes Wochenend-Elternteil bestätigen, und trotzdem wird sie sich kaum dem Erstbesten an den Hals werfen, nur weil er Umzugskartons dabei hat.
Richtig. Und dieses Bedürfnis musst du manchmal auch im Zusammenleben mit dem "Herzensmenschen" wegpacken, wenn er andere Bedürfnisse hat als du. Ich habe zum Beispiel in den zwei Jahren, die ich mit meinem Liebsten in einer Wohnung wohnte, keinen einzigen Morgenkaffee mit ihm getrunken, weil für ihn die Zigarette dazu obligatorisch war, und schweigendes Wachwerden. Ich vertrage keinen Rauch, meine Kinder auch nicht.

Auch bildet ein Urlaub keinen Alltag ab: Wenn die Kinder mit dem neuen Partner Probleme bei der Aufteilung z.B. der Haushaltspflichten haben, stehst du immer zwischen den Stühlen, egal, welche Sachmeinung du eigentlich vertrittst. Was in nativen Familien genauso vorkommt, aber in Patchwork-Verbindungen plötzlich anders interpretiert wird, von allen "Konfliktparteien", als Liebesentzug, Bevorzugung, Bevormundung, Einmischung etc.. Nichts von dem, was bei uns vorkam, hatte ich "weniger schlimm" in meinem Nicht-Scheidungs-Elternhaus erlebt- aber die (eigentlich unbeteiligte) Dritte im Bunde steht bei Patchwork immer mehr in der Vermittlungspflicht. Da ist es auch für die Nähe-Liebendere ein anderes, rudimentäres Bedürfnis, einen konfliktärmeren Weg zu wählen. Ich finde die Entscheidung der Freundin des FS klug.

In der gemeinsamen Wohnung hatte ich wöchentlich zwischen meinem Partner und der Großen vermitteln müssen, konnte es beiden nicht recht machen, bekomme heute noch Vorwürfe von meiner Großen, mit der mein Verhältnis so inniglich eng war, bevor wir es in der Patchwork-Wohnung zusammen versuchten.

Jetzt haben mein Partner und ich getrennte Wohnungen, untereinander, die körperliche Nähe können wir uns trotzdem jederzeit holen, aber jeder hat seinen Bereich, meine Kinder haben bei mir die gewohnten und Eifersuchts-frei (in Bezug auf den Partner, unter den Geschwistern knallt es trotzdem manchmal) ausgehandelten Spielregeln, in seiner Wohnung seine- alles "ziemlich gut". Und Perfektionismus brauche ich ja nicht :).
 
  • #92
Ja so läuft es doch seit etwa 18 Monaten gut. Der TE hat eine gut laufende Partnerschaft warum soll er was ändern?

Ihre Entscheidung finde ich gut, zeigt sie ist eine reife Frau. Alles Gute.

Ich denke, sie hat das Bedürfnis nach mehr Nähe (ergo für sie reicht es so nicht) und stellt es jetzt hintenan. Sie ist damit aber scheinbar nicht glücklich; sonst hätte sie es sich ja nicht anders gewünscht und aus Vernunftgründen eingelenkt. Das Thema kommt also sicher wieder hoch.
Zweimal pro Woche sehen und alles andere ist wichtiger als die Partnerschaft - ich kenne keine einzige Beziehung, die das auf Dauer ausgehalten hat. Spätestens wenn mal schlechte Zeiten kommen, ist einer von beiden dann meist weg. Zusammen wachsen als Paar, dafür reicht es bei so wenig Zeit miteinander nur selten. Wenn beide etwas lockeres wollen, super. Aber sie möchte ja scheinbar eigentlich mehr. Wenn man wegen den Kindern aufschiebt, wäre das für mich auch verständlich, aber danach klang es bei dem FS zumindest am Anfang nicht. Das Bedürfnis nach Nähe ist also bei beiden auf lange Sicht dennoch unterschiedlich (oder die Liebe), und das führt meist zu Problemen.
 
  • #93
Lieber FS,

Schaut Euch doch den Film "Deine, meine & Unsere" an und beobachte Deine Freundin dabei genau!

Ersetzen deine Geschwister dein Zuhause? Sonst kann ich mir nicht vorstellen, wieso man sie so oft sehen muss, oder wird das von Dir erwartet?

Du bist noch nicht bereit für ein neues Zuhause mit deiner Freundin, ich glaube sie ist einen Kuhhandel eingegangen, und unterdrückt aus "Liebe" zu Dir ihre Bedürfnisse, die Zeit wird es zeigen...

Bitte halte uns auf dem Laufenden, auch wenn es noch Jahre dauert!

Alles Gute!
 
  • #94
Dann nochmal zum Geld, da würde sie sich beim Zusammenwohnen verschlechtern, sie würde die Steuerklasse wechseln müssen und der Unterhaltsvorschuss würde wegfallen.

Tja, letztlich hängt es einfach am Geld.

Kommt Wegfall der Leistung nach dem UVG oder Wechsel der Steuerklasse nicht nur bei Heirat vor? Und vom Heiraten war doch nicht die Rede oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Obwohl sie es ist, die sich finanziell verschlechtern würde, war sie es, die zusammenziehen wollte. Dass sie jetzt relativiert, mag daran liegen, wie du du in dieser Angelegenheit reagiert hast und nicht daran, dass sie sich vom Urlaub hätte einlullen lassen. Ein gemeinsamer Urlaub lässt schon in etwa darauf schließen, ob das Zusammenleben funktionieren könnte.

Ob ihr beide wirklich dasselbe wollt, wird die Zeit zeigen.

Möglich, dass euch dies erst dann klar wird, wenn Dritte auftauchen. Bei dir eine andere Frau, mit der du kurzfristig zusammenziehen willst oder bei ihr ein anderer Mann, mit dem sie ihren diesbezüglichen Wunsch schneller realisieren kann.

Es ist nun mal so:
Wer etwas will sucht Gründe, wer etwas nicht will sucht Ausreden.
 
  • #95
Ein Stück weit hat sie sich selbst verraten und ihre Seele verscherbelt. Da sie ja auch gaanz viel um die Ohren hat, wird sie diese Sehnsucht kompensieren können, für eine Zeit zumindest. Ein ganz schlechter Kuhhandel.

Du hast nähere Informationen? Ich habe nichts davon gelesen.

Ich denke auch, dass das Zusammenziehen in dieser Konstellation ziemlich schwierig sein würde. Die Bedürfnisse der Kinder dürfen nicht außer acht gelassen werden, auch wenn es die Freundin des TS kurz nach dem Urlaub mal juckte. Schlußendlich hat man sie ja auch in die Welt gesetzt. Die Kinder des TS sind wohl nicht scharf darauf, jetzt mit so jungen Kindern zusammengewürfelt zu werden. Vielleicht ändert sich ja die Situation grundlegend, wenn die Kinder des TS mal außer Haus sind ..

Von daher denke ich, dass das eine richtige Entscheidung war. Nichtsdestotrotz liest sich der TS für mich etwas lieblos.
 
  • #96
Kommt Wegfall der Leistung nach dem UVG oder Wechsel der Steuerklasse nicht nur bei Heirat vor? Und vom Heiraten war doch nicht die Rede oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Soweit ich weiß Steuerklasse 2 ist vorbei, sie muss in 1, aber der Unterhaltsvorschuss fällt nur weg wenn sie heiraten. Die Steuerklasse macht auch nicht so utopisch was aus, sie arbeitet ja im Moment TZ.

Also die Freundin verbessert sich mit Sicherheit finanziell beim Zusammenziehen, TE da hat sie Dir einen Bären aufgebunden.
Jetzt haben mein Partner und ich getrennte Wohnungen
Finde ich eine absolut erwachsene und praktizierbare Lösung.
 
  • #97
Tja, letztlich hängt es einfach am Geld.... Kommt Wegfall der Leistung nach dem UVG oder Wechsel der Steuerklasse nicht nur bei Heirat vor? Und vom Heiraten war doch nicht die Rede oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Hier hängt garnichts am Geld, das ist ein Pseudothema, was der FS seiner Partnerin eingeredet hat, die selber keine Ahnung hat oder sie rationalisiert sich damit seine Absage. Das ist ja eine altbekannte weibliche Technik, mit Enttäuschungen zeitlich befristet umzugehen, bis das sich selbst belügen nicht mehr funktioniert.
Nichtsdestotrotz sind die Annahmen falsch.

Die beiden wollten zusammenziehen - von Ehe, gemeinsamer steuerlicher Veranlagung, Kinder adoptieren war keine Rede.
Beim Zusammenziehen ändern sich keine Steuerklassen der unverheirateten Partner.
Ebenso entfällt kein Unterhaltvorschuss des Jugendamtes oder Unterhaltszahlungen des leiblichen Vaters beim Zusammenziehen eines Paares - noch nichtmal beim Heiraten.
Der neue Partner wird durch die Beziehung nicht für den Kindsunterhalt eines anderen Mannes verantwortlich.

Negative finanzielle Auswirkungen hat ein Zusammenziehen nur, wenn die Partnerin von Sozialleistungen lebt. Hier ist davon nicht die Rede - das Thema Steuerklasse lässt Berufstätigkeit vermuten.

Patchworken mit 4 Kindern und so einem Altersunterschied stelle ich mir schwierig vor als "nicht gewachsene" Familie. Aber das war ja nicht das Thema und der Grund sondern der FS will die von der Partnerin gewünschte Nähe zu diesem Zeitpunkt nicht.

Wenn er in ca. 20 Jahren umdenkt, weil ihr jüngstes Kind aus dem Haus ist (sofern sie dann noch zusammen sind) kann es sein, dass die Frau nicht mehr interessiert ist.
 
  • #98
Nein, die Beziehung ist nicht automatisch oder gezwungen, zusammen zu leben ... Von Anfang an musst du dieser Frau ehrlich sagen, was deine Zukunft ist. Ich weiß nicht, warum du mit dieser Frau gekommen bist. ... wenn du eine Beziehung Herz ,möchtest, wird deine Meinung anders aussehen. Warum willst du jetzt vermeiden und keine Zukunft mit der Frau planen? Ich denke nicht, dass dies ein geldsparendes Problem ist. Könnte es sein, dass du wegen der Kinder ein Problem mit dieser Frau hast? Aber wenn du ein 44-jähriger Mann bist und geschieden bist, heißt es, dass es nicht wunderbar ist, eine neue Familie zu gründen und deine Freiheiten zu verlassen. Oder ... Eine neue, widerwillige Vaterrolle für die kleinen Kinder deiner Freundin? Deine Beziehung zu dieser Frau klingt nicht nett. .. was schreibst du hier. Ich sehe, dass deine Beziehung keinen Platz mehr hat. Deine Beziehung ist ein wenig luftig , nicht etwas Besonderes. Wie bei Freizeitpartnern erholt sie sich einmal wöchentlich.
Es ist eine 10-minütige Fahrt vom Auto entfernt in der Wohnort keine Fern-Beziehung, Was auch nicht selbstverständlich ist. Wenn du noch Glück hast, wenn deine Freundin die Beziehung mit dir aufgrund deiner zukünftigen Aussage nicht beenden. Aber ich sehe, dass es dir nicht wirklich passt und deine Zukunft nicht für immer mit dieser Frau hält.
Selbst eine geschiedene Frau mit Erwachsenen Kindern und immer noch zufrieden mit meinem Partner, trotz getrennter Wohnungen.
 
  • #99
Nein, die Beziehung ist nicht automatisch oder gezwungen, zusammen zu leben ... Von Anfang an musst du dieser Frau ehrlich sagen, was deine Zukunft ist. Ich weiß nicht, warum du mit dieser Frau gekommen bist. ... Wenn du eine Beziehung mit Herz möchtest, Wird deine Meinung anders aussehen. Warum willst du jetzt vermeiden und keine Zukunft mit der Frau planen? Ich denke nicht, dass dies ein geldsparendes Problem ist. Könnte es sein, dass du wegen der Kinder ein Problem mit dieser Frau hast? Aber wenn du ein 44-jähriger Mann bist und geschieden bist, heißt es, dass es nicht wunderbar ist, eine neue Familie zu gründen und deine Freiheiten zu verlassen. Oder ... Eine neue, widerwillige Vaterrolle für die kleinen Kinder deiner Freundin? Deine Beziehung zu dieser Frau klingt nicht nett. .. was schreibst du hier. Ich sehe, dass deine Beziehung keinen Platz mehr hat. Deine Beziehung ist ein wenig luftig , nicht etwas Besonderes. Wie bei Freizeitpartnern erholt sie sich einmal wöchentlich.
Es ist eine 10-minütige Fahrt vom Auto entfernt in der Wohnort keine Fern-Beziehung, Was auch nicht selbstverständlich ist. Wenn du noch Glück hast, wenn deine Freundin die Beziehung mit dir aufgrund deiner zukünftigen Aussage nicht beenden will. Aber ich sehe, dass es dir nicht wirklich passt und deine Zukunft nicht für immer mit dieser Frau hält. Weil ich schon erlebt habe .....(erinnere ich mich an einen anderen Mann, wo er mich damals sehr geliebt hat, mit dem ich 18 Monate auch eine Beziehung hatte. Als er gestand, dass er nicht mit mir für die Zukunft zusammen wohnen wollte. Ich war sehr enttäuscht. Dann hat er unsere Beziehung einfach gebrochen. Das ist 8 Jahre hier.
Bin trotzdem jetzt sehr glücklicher Mensch, Selbst eine geschiedene Frau mit Erwachsenen Kindern und immer noch zufrieden mit meinem Neu-Partner, Trotz getrennter Wohnungen.
 
  • #100
Soweit ich weiß Steuerklasse 2 ist vorbei, sie muss in 1, aber der Unterhaltsvorschuss fällt nur weg wenn sie heiraten. Die Steuerklasse macht auch nicht so utopisch was aus, sie arbeitet ja im Moment TZ.

Also die Freundin verbessert sich mit Sicherheit finanziell beim Zusammenziehen, TE da hat sie Dir einen Bären aufgebunden.

Finde ich eine absolut erwachsene und praktizierbare Lösung.
Liebe Leute, das ist ja abenteurlich, was hier verbreitet wird. Der Unterhaltsvorschuß fällt nicht weg, es sei denn, der werte Fragensteller adoptiert die Kinder, dann ist er der Vater und muß für sie aufkommen. Steuerklasse ändert sich nicht, warum auch, sie sind ja nicht verheiratet. Alles klar?
 
  • #101
Ja, mit dem Geld ist mein Fehler. Steuerklasse müsste gewechselt werden, Unterhaltsvorschuss fällt nur weg, so wie es im Internet steht, wenn Stiefvater oder -mutter da wären, also ohne Heirat keine Wegfall.
Also die Freundin verbessert sich mit Sicherheit finanziell beim Zusammenziehen, TE da hat sie Dir einen Bären aufgebunden.
Nein, es ist einfach ein Missverständniss. Ich bin am Anfang davon ausgegangen, dass Zusammenwohnen zumindest den Vorteil des Geld sparens bringt. Müsste ich nachlesen, welcher Forist mich darauf brachte, wegen der Steuerklasse und dem UVG oder ob das komplett auf meinem Mist gewachsen ist. Dass sie Unterhaltsvorschuss kriegt hab ich nicht immer so auf dem Schirm. Es ist tatsächlich überhaupt nicht Gegenstand unserer Gespräche gewesen, also Asche auf mein Haupt.

Du bist noch nicht bereit für ein neues Zuhause mit deiner Freundin, ich glaube sie ist einen Kuhhandel eingegangen, und unterdrückt aus "Liebe" zu Dir ihre Bedürfnisse,
Ich will im Moment kein neues Zuhause, ich hab schon vorher geschrieben, dass ich diese Warnungen von wegen Kuhhandel im Hinterkopf behalten werde. Dafür liebe ich sie viel zu sehr und ich will nicht, dass aus dieser fröhlichen, unbeschwerten und völlig bezaubernden Frau ein Trauerkloß wird.
 
  • #102
@Michaela71
Danke für Deinen Erfahrungsbericht, auch für die Ehrlichkeit was schiefgehen kann, so kann Patchwork klappen. Man hört auch Deine Eigenständigkeit heraus und Deinen eigenen Kopf, Daumen hoch.

Ich bin auch der Meinung, dieses Totschlagargument "Wer will findet Wege, wer nicht will Gründe" nicht in jeder Situation angebracht.

Reine Fantasie:
Wenn die Freundin des TE wirklich ein höheres Nähebedürfnis hat als er und sie mit ihm zusammen bleiben will, wird sie Wege finden es zu schaffen.
 
  • #103
Liebe Leute, das ist ja abenteurlich, was hier verbreitet wird. Der Unterhaltsvorschuß fällt nicht weg, es sei denn, der werte Fragensteller adoptiert die Kinder, dann ist er der Vater und muß für sie aufkommen. Steuerklasse ändert sich nicht, warum auch, sie sind ja nicht verheiratet. Alles klar?
Abenteuerlich was Du hier verbreitest. Noch nie von Steuerklasse 2 gehört? Na, dann google mal.
Noch nie gehört, dass der Unterhaltsvoschuss bei Neuheirat wegfällt? Na, dann google mal.

Wenigstens weiß der TE Bescheid.
Wenn die Freundin des TE wirklich ein höheres Nähebedürfnis hat als er und sie mit ihm zusammen bleiben will, wird sie Wege finden es zu schaffen.
Na na bring die wahrscheinlich fruchtbare 38jährige nicht noch auf dumme Gedanken. Aber ich glaub nicht, dass der TE so ein unvorsichtiger Mann ist.
 
  • #104
Wenn die Freundin des TE wirklich ein höheres Nähebedürfnis hat als er und sie mit ihm zusammen bleiben will, wird sie Wege finden es zu schaffen.

Das ist eine Illusion, wenn es unterschiedliche Nähebedürfnisse gibt, wird es auf Dauer nie passend werden.
Leiden tun beide.

Und man bringt keinen Mann zu mehr Nähe, wenn er nicht will. Da gibt es keinen Weg, der zum Erfolg führt.

Der FS will nicht mehr Nähe,
Sie hat es vernunftsmäßig eingesehen - was ihr Bedürfnis ist, ihr Gefühl, das ist etwas anderes.

Wer weiß, ob sie sich mit dieser Entscheidung so langsam auf zunehmende Distanz einstellt, sie auf Distanz geht, schleichend, bis sie weg ist.

Auf jeden Fall meine ganz persönliche Erfahrung, ich hätte gerne mehr Nähe gehabt, aber, es gab für den Mann immer sehr berechtigte, nachvollziehbare Gründe. Eine Zeitlang Hoffnung, Verständnis, dann Resignation, und dann bin ich selbst immer mehr auf Distanz gegangen, bis es auch im Gefühl zu dem Mann ankam - und dann bin ich gegangen.
 
  • #105
Ich bin am Anfang davon ausgegangen, dass Zusammenwohnen zumindest den Vorteil des Geld sparens bringt.

Zusammenleben ist in der Regel preiswerter - nur nicht in der Hinsicht (Steuerklasse, Kindsunterhalt) wie Du glaubst.
Der Kostenvorteil liegt in der gemeinsamen Haushaltsführung: Miete ist für eine kleine Wohnung meistens höher als für eine große Wohnung, Energiekosten für Essen kochen für 4 Personen kostet kostet auch nicht mehr als für 8, dito Telefon, GEZ, Versicherungen für 1 statt 2 Haushalte etc.
Ich finde aber, dass das kein Entscheidungskriterium sein sollte.
Mir kommt ein 40+ Mann nur d***lich und damit partnerschaftsungeeignet vor, der so ein Wissen nicht präsent hat.

ich hab schon vorher geschrieben, dass ich diese Warnungen von wegen Kuhhandel im Hinterkopf behalten werde. Dafür liebe ich sie viel zu sehr und ich will nicht, dass aus dieser fröhlichen, unbeschwerten und völlig bezaubernden Frau ein Trauerkloß wird.

Wird sie wohl nicht. Sie klingt ja vielseitig interessiert, gut ausgelastet und lebenserfahren.
Da beendet sie eher eine Beziehung statt zuzulassen, dass diese ihr das Leben vergiftet. Alles was relevant ist (Kinder, interessanter Job, Hobbies) hat sie ja auch ohne Dich.

Abenteuerlich was Du hier verbreitest. Noch nie von Steuerklasse 2 gehört? Na, dann google mal.
Noch nie gehört, dass der Unterhaltsvoschuss bei Neuheirat wegfällt? Na, dann google mal..... Wenigstens weiß der TE Bescheid..

Nu' werd' mal nicht hysterisch in Deiner ahnunfslosen Männersoldaritaet und der TE hat bereits erkannt, dass er in diesen Dingen falschrum auf dem Pferd gesessen hat = keine Ahnung von Nichts.
Von Neuheirat ist keine Rede sondern nur von Zusammenziehen. Das ist weder für die Steuerklasse noch für den Kindsunterhalt relevant. Selbst Neuheirat hat ohne Adoption keine Auswirkungen auf die Unterhaltszahlungen des Kindsvaters. Der Adoption muss der Kindsvater zustimmen.

Wenn keine Ahnung - einfach mal die Klappe halten.
 
  • #107
ich hätte gerne mehr Nähe gehabt, aber, es gab für den Mann immer sehr berechtigte, nachvollziehbare Gründe. Eine Zeitlang Hoffnung, Verständnis, dann Resignation, und dann bin ich selbst immer mehr auf Distanz gegangen, bis es auch im Gefühl zu dem Mann ankam - und dann bin ich gegangen.
Das kenne ich aus meiner ehemaligen Ehe- ich habe mich von Jahr für Jahr vertrösten lassen, einmal trennten wir uns, kamen aufgrund seiner Schwüre, nur mehr in Deutschland bei uns zu arbeiten nach dem letzten Projekt, noch einmal zusammen, bis klar war, dass er sein Versprechen nicht halten würde- da war ich aber schon massivst, vermutlich psychosomatisch, erkrankt, er wollte dann die Scheidung. Insofern warst du, liebe Lionne, da einfach achtsamer dir selbst gegenüber als ich damals. Ich kam beim zweiten Anlauf aus meiner Resignation nicht mehr heraus.
Und heute stelle ich einfach fest: ich kann nicht alles haben, was ich mir wünsche, da sich die Bedürfnisse meiner größeren Kinder mit denen meines Partners beißen. Ich bekomme meinen Partner auch nicht in der Light-Version als Nichtraucher, genauso wenig, wie ich in meine Kleidung aus meinen 20er Jahren passe... wir sind beide zu wenig asketisch. Insofern passt das wieder :)
Deine Auslassungen zur Religion las ich, und ich gehe, was den Glauben betrifft, da völlig mit dir mit. Ohne diesen Halt hätte ich es nach der Scheidung auch nicht geschafft, wieder auf die Beine zu kommen. Mir hat damals eine Bekannte, mit deren Mann ich keinen Tag zusammen sein wollte, gesagt, dass ihr Mann auch nicht alle ihre Bedürfnisse abdecken würde, sie würde sich das, was sie vermisste, im Glauben holen.
Das hat mich nachdenklich gemacht, auch wenn ich damals noch die Hoffnung hatte, einen Liebsten nah an der Ideal-Back-Version zu finden.
Aber von allen Männern, die ich in den zwei Jahren Partnersuche kennenlernen durfte, war KEINER dabei, der im Paket besser gepasst hätte als mein Jetziger. Auch bei all den Paaren um mich herum hätte ich es mir nur bei einem einzigen Mann konkret vorstellen können, gern dessen Partnerin zu sein- aber auch bei ihm hätte ich die gleichen Probleme gehabt in Bezug auf Rauchen und unterschiedliches Nähe-Bedürfnis. Zwei mehr zeitliche Nähe suchendere Männer, die ich telefonisch schätzen gelernt hatte, waren im Realkontakt ab der ersten Begegnung so übergriffig, dass ich es damals nicht weiter vertieft habe.
Ich wünsche dir so sehr, Lionne, das du einen Liebsten findest, mit dem du die Nähe leben kannst, die du brauchst. Aber einfach wird das nicht.
 
  • #108
@Lionne69
Ja, ich verstehe Deine Argumentation bei Deiner Erfahrung.

In diesem Fall ist mir nicht klar, warum einige so sicher sind, dass die Freundin des TE ein Nähe-Mensch ist. Sie hat ja davon gesprochen für sie gehöre zusammenleben zu einer richtigen Beziehung, wie für andere vielleicht Hochzeit oder gemeinsames Konto. Es gibt ja auch nicht nur entweder Nähe oder Distanz.

Mir würde es nur wirklich zu denken geben, wenn sich jetzt für den TE herausstellen würde sie wäre wirklich einen Kuhhandel eingegangen. Sie wäre ja nicht die Frau, die sie vorgibt zu sein, ich meine es in diesem Fall nicht abwertend, sondern sie hätte sich ja eineinhalb Jahre verstellt. Und der TE hätte es nicht gemerkt.
 
  • #109
Meines Wissens nach ist die Steuerklasse 2 ausschließlich für Alleinerziehende gedacht, die nur mit ihren Kindern zusammenleben. Sobald eine weitere Person mit einzieht, muss dies gemeldet und die Steuerklasse gewechselt werden. Ich musste dem FA damals bestätigen, dass sonst niemand bei uns lebt.

Über Unterhaltsvorschuss kann ich nichts sagen, habe ich noch nie bezogen.

Ich würde als AE einem neuen Partner klar sagen, dass Zusammenziehen für mich nicht in Frage kommt. Das sollte er gleich zu Beginn wissen. Mein Kind ist lieb und umgänglich, aber wir leben nun schon eine Weile zu zweit und ich kann weder von einem Mann erwarten dass er sich da problemlos einfach einfügt, noch möchte ich dass mein Kind liebgewordene Angewohnheiten, die mich als Mutter nicht stören bzw. die zu unserem Alltag gehören, mit denen andere aber vielleicht ein Problem hätten, mit aller Gewalt ablegen muss oder ständig deshalb Stress angesagt ist. Aber ich habe mit dem Zusammenziehen auch ganz schlechte Erfahrungen gemacht, daher bin ich vorbelastet.

Ich weiß übrigens auch wie es ist, wenn man dazu gedrängelt wird. Es ist nicht schön, damals hab ich es nicht kategorisch ausgeschlossen, war aber auch noch lange nicht so weit. Hatte auch nicht das Gefühl dass es irgendwas verbessern würde. Und Patchwork kann einfach kolossal schief gehen, so viel Realismus muss man haben.
 
  • #110
Liebe @Vikky
der Herr Erzengel hat nicht unrecht.
Unterhaltsvorschuss zahlt Vater Staat unter bestimmten Vorraussetzungen, wenn der Kindesvater ihn nicht leisten kann. Letztes Jahr gab es eine große Reform, heißt auch nach dem 12. Lebensjahr und über 72 Monate hat das Kind Anspruch. Aber mit der Neuheirat zahlt Vater Staat das nicht mehr.

Steuerklasse 2 gibt es nur für AE bei bestimmten Vorraussetzungen, gibt es wirklich. Ich habs mal in den Rechner eingegeben, eine Frau die TZ 2000€ verdient hat durch Steuerklasse 2 etwa 40 mehr im Monat.

Deshalb ist es hier auf EP wohl auch nicht so present, für die meisten sind 40 € im Monat ein Fliegenschiss. Für eine AE mit wenig Geld über 400€ im Jahr, da kann ein Kind schon mal in ein Ferienlager fahren. Wohlgemerkt, diese Entlastung bekommt die AE nicht wenn sie Klasse 1 hat auch nicht über die Steuererklärung.

Wer weiß, ob sie sich mit dieser Entscheidung so langsam auf zunehmende Distanz einstellt, sie auf Distanz geht, schleichend, bis sie weg ist.
Da muss ich jetzt mal als "Nähe-Mensch" sagen, wenn sie weg ist ist sie eben weg. Soll er sich dann mies fühlen? Sie hat ein Wochenende überlegt ob ihre Beziehungsvorstellungen nicht etwas jungmädchenhaft sind und kam zum Schluss das man nicht immer alles zusammenwürfeln kann. Vollkommen erwachsene Entscheidung für ihre Verhältnisse, wohlgemerkt.
 
  • #111
Von Neuheirat ist keine Rede sondern nur von Zusammenziehen. Das ist weder für die Steuerklasse noch für den Kindsunterhalt relevant. Selbst Neuheirat hat ohne Adoption keine Auswirkungen auf die Unterhaltszahlungen des Kindsvaters.
Schluck mal den Schaum vorm Mund wieder runter, dann kannst Du vielleicht auch wieder lesen und dann auch verstehen. Was die Unterhaltszahlungen eines Kindsvaters mit dem Unterhaltsvorschuss nach dem UVG zu tun haben, kannst Du mir mal in einer stillen Stunde erklären.

Dass Du als nicht AE nicht weißt, dass es eine Steuerklasse 2 gibt kann passieren, aber warum so negativ mir gegenüber und dem TE?
Mir kommt ein 40+ Mann nur d***lich und damit partnerschaftsungeeignet vor, der so ein Wissen nicht präsent hat.
Hoffentlich drückt Dich der Schuh nicht so.
 
  • #112
Da muss ich jetzt mal als "Nähe-Mensch" sagen, wenn sie weg ist ist sie eben weg. Soll er sich dann mies fühlen?
Das drückt es ziemlich genau aus.
Es klingt hier immer wie eine Drohung. Wenn Du, FS, nicht mitmachst, dann sei Dir klar, dass sie weg ist. Aber was ist denn dann?
Ich habe als bekennender Distanz-Typ habe das auch schon erlebt. Dieses....wenn Du nicht normal funktionierst, ist er weg. Aber es ist nun mal so, Distanzmenschen können genauso wenig aus ihrer Haut wie Nähemenschen. Und keiner der beiden ist gestört.
Aber alles, was nicht der Norm entspricht, wird pauschal niedergemacht. Es sind Menschen, die sich erdreisten, zu wissen, was normal ist und was nicht. Und die die Situation bewerten.
Die beiden hier haben eine Lösung gefunden, für mich liest es sich so, dass sie sich zugehört haben und sich behalten wollen.
Das geht auch ohne ein gemeinsames Wohnen.
noch möchte ich dass mein Kind liebgewordene Angewohnheiten, die mich als Mutter nicht stören bzw. die zu unserem Alltag gehören, mit denen andere aber vielleicht ein Problem hätten, mit aller Gewalt ablegen muss oder ständig deshalb Stress angesagt ist.
Das ist ein sehr starkes Argument. War bei mir genauso. Und ist in der Konstellation des FS auch so. Probleme vorprogrammiert. Und das nur, weil man SO und SO zu leben hat, wenn man eine Beziehung hat?
Die beiden hier haben eine Entscheidung FÜR ihre Beziehung getroffen, was ich sehr schön finde. Alles anders findet sich.
W
 
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  • #113
Ich will im Moment kein neues Zuhause, ich hab schon vorher geschrieben, dass ich diese Warnungen von wegen Kuhhandel im Hinterkopf behalten werde. Dafür liebe ich sie viel zu sehr und ich will nicht, dass aus dieser fröhlichen, unbeschwerten und völlig bezaubernden Frau ein Trauerkloß wird.
Natürlich glaube ich Dir, dass du diese Frau zu sehr magst oder einfach unbeschreiblich liebst, Aber nicht von Herzen. Aber du wirst sie irgendwann verletzen und seine Seele auf den Punkt bringen. Ich habe diesen loch-Schmerz von einem anderen Mann, der mich damals auch sehr liebte, bekommen. Er hat meine Leib -Seele zerrissen und gelockt. Er tut auch weh, weil er sich die Zukunft bei mir nicht vorstellen kann und zusammen leben kann. Trotzdem hat er mich sehr geliebt. Jahre später als 2 meiner 3 Kinder aus dem Haus ....Nähert er sich und versucht, mit mir zu kommunizieren und erzählte mir einmal, wie groß meine Kinder geworden sind. Es hat mich nicht glücklich gemacht, als er mir nahe kommen wollte. Es tut sehr weh, weil es sehr fremd ist. Mein neuer Freund ist wie die Sonne, macht mich jeden Tag glücklich und mein Herz ist gewachsen.
 
  • #114
... noch möchte ich dass mein Kind liebgewordene Angewohnheiten, die mich als Mutter nicht stören bzw. die zu unserem Alltag gehören, mit denen andere aber vielleicht ein Problem hätten, mit aller Gewalt ablegen muss oder ständig deshalb Stress angesagt ist.

Ich wollte das meinen Kinder auch nicht zumuten und das war u.a. ein Grund nach meiner Scheidung mit den Kindern alleine zu bleiben. Wir haben ein wundervolles freies Leben geführt , ohne jede Einschränkung von dritter Seite und ich denke gerne an diese schöne Zeit zurück.

Für oder gegen ein Zusammenwohnen sollten sich beide Partner gemeinsam entscheiden. Wollen beide nicht dasselbe in einer Beziehung, passt es eben nicht. Dieser Tatsache muss man sich dann stellen und die Konsequenzen akzeptieren.

Lt. FS haben er und seine Freundin eine gemeinsame Entscheidung getroffen, mit denen sie beide leben können. Damit müsste nun ja alles bestens sein.
 
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