• #1

Hilfe, ein anderer Mensch!

Liebes Forum,

dies ist mein erster Beitrag hier. Hi!

Ich bin Andreas, 45 Jahre alt und habe noch nie eine Beziehung zu einer Frau gehabt. Ich bin bisher nur solo durchs Leben gegangen und habe nie an eine Partnerschaft gedacht. Irgendwie immer ausgeschlossen. Warum? Weil ich allein glücklich bin. Ein konstantes Niveau an Glück ohne große Höhen und Tiefen.

Ich denke aber in letzter Zeit immer häufiger daran, wie es wohl sein würde mein Glück mit einer Partnerin teilen zu können und neue Eindrücke gewinnen zu dürfen. Zudem gibt es Dinge, die zu zweit einfach viel mehr Spaß machen als allein. Eine gewisse Langeweile, Alltagsroutine ist leider schon zu spüren…

Ich merke zum ersten Mal – ja ich bin bereit für eine Beziehung! Wow!

Und daher auch der Titel „Hilfe, ein anderer Mensch!“. Das man sein Leben, seine Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Träume auf einmal mit einem anderen Menschen teilt, fühlt sich für mich unglaublich befremdlich an. Hey, da ist ja auf einmal wer. Was ist das für ein Mensch? Warum mag sie mich? Sie schenkt mir ihr Vertrauen, was sind ihre Erwartungen? Wo können wir unser gemeinsames Glück finden? Was kann ich für sie Gutes tun? Und natürlich noch viel, viel mehr Fragezeichen…

Ich habe den ersten Schritt, die Partnersuche, zunächst bewusst ignoriert, da mich die Frage nach Zweisamkeit aktuell mehr beschäftigt. Vielleicht ist auch alles nur Kopfsache und die Hormone lassen die Unsicherheit automatisch verschwinden. Keine Ahnung. Ich bin noch nie verliebt gewesen. Interesse vielleicht mal, mehr aber auch nicht.

Ich bin ein verschlossener Mensch, brauche etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen. Wer es aber schafft, das Eis zu brechen wird mit Aufrichtigkeit belohnt. Ich bin kein Mensch, der mit den Gefühlen anderer spielt. Auf den ersten Blick mag ich distanziert erscheinen, das ist aber nur Selbstschutz. Tief im Herzen bin ich offen.

Ansonsten stehe ich mitten im Leben, alles ganz normal. Keine menschliche Katastrophe…

Tja, so sieht also mein erster Beitrag zum Thema Partnersuche aus :)

Danke fürs Lesen. Über Kommentare, Gedanken, Anregungen freue ich mich.

Andreas
 
  • #2
Hi,
ein Freund von mir geht langsam auf die 60 zu und hatte - soweit ich weiß - noch nie eine Freundin. Aus reiner Neugierde: Wie kommt es bei dir dazu, dass du JETZT auf einmal entdeckst, dass jemand anderes interessant sein könnte?
Ich denke aber in letzter Zeit immer häufiger daran, wie es wohl sein würde mein Glück mit einer Partnerin teilen zu können und neue Eindrücke gewinnen zu dürfen. Zudem gibt es Dinge, die zu zweit einfach viel mehr Spaß machen als allein. Eine gewisse Langeweile, Alltagsroutine ist leider schon zu spüren…
Das wäre für mich eine Erklärung, aber mir ist es ein Rätsel, warum das nicht schon mit z.B. 30 passiert ist 🙂

Viele Grüße.
W u40
 
  • #3
Weil ich allein glücklich bin. Ein konstantes Niveau an Glück ohne große Höhen und Tiefen.

Na das liest sich ja sehr positiv, finde ich.
Vislang fehlte Dir ja nichts, Glück kannst Du auch alleine finden. Das ist schon mal eine gute Basis.

Ich merke zum ersten Mal – ja ich bin bereit für eine Beziehung! Wow!

Dann beglücke Die wartende Frauenwelt doch mit Deinem Angebot. Erfahrungen musst Du ja reichlich sammeln.


Fühlt sich toll an, kann ich Dir sagen. So lebendig.
Und unglaublich furchtbar, wenn sie es nicht ist.

Ich bin ein verschlossener Mensch, brauche etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen. Wer es aber schafft, das Eis zu brechen wird mit Aufrichtigkeit belohnt. Ich bin kein Mensch, der mit den Gefühlen anderer spielt. Auf den ersten Blick mag ich distanziert erscheinen, das ist aber nur Selbstschutz. Tief im Herzen bin ich offen.

Klingt wie ein Bewerbungstext bei EP.
Mach einfach.
 
  • #4
45 Jahre und keine Frau. Du bist vermutlich der glücklichste Mensch hier. Wieso willst du das ändern?
 
  • #5
Hallo, Andreas! 🙂
Ich bin bisher nur solo durchs Leben gegangen und habe nie an eine Partnerschaft gedacht. Irgendwie immer ausgeschlossen. Warum? Weil ich allein glücklich bin. Ein konstantes Niveau an Glück ohne große Höhen und Tiefen.
Erstmal finde ich es gut, wenn man mit sich selbst glücklich und zufrieden ist. Nur beim Lesen dieses Absatzes hatte ich den Eindruck, bei dir ist das irgendwie auch so ein bisschen Selbstschutz, Sicherheitsdenken und eine Risiko-Vermeidungsstrategie gewesen, um nicht gekorbt oder verletzt zu werden, oder? Ich will und kann über ein konstantes Niveau ohne Höhen und Tiefen nicht urteilen, aber im Film meines eigenen Lebens sorgen Höhen und Tiefen für eine gute Spannung, die dem Ganzen die rechte Würze verleiht. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass extremes Glück auch mit Leid verbunden ist, eben weil es das eine Extrem oft nicht ohne das andere gibt ("Erfolg ist mit dem Risiko des Scheiterns verbunden"; "Leidenschaft ist das, was Leiden schafft") -- nimmt man das in Kauf, ist es das wert?

Kennst du Gregory Stocks "Book of Questions"? Ich habe das früher als Kind interessant und unterhaltsam gefunden zum Diskutieren und blättere alle paar Jahre mal darin, in dem Zusammenhang hier muss ich direkt an ein paar der Fragen denken, Moment, hier:

"Would you accept twenty years of extraordinary happiness and fulfillment if it meant you would die at the end of that period?"

"If you knew that in one year you would die suddenly, would you change anything about the way you are now living?"

"Where would you choose to be if you could place yourself anywhere on a scale from one to ten, where one is hardship, struggle, and extraordinary accomplishment and ten is comfort, peace of mind, and no accomplishment. Why? Where are you now?"

"What do you most strive for in your life: accomplishment, security, love, power, excitement, knowledge, or something else?"

"You are given the chance to return to any previous point in your life and change a decision you made, but you will lose everything that has happened to you since then. Is there a time you would return to?"

"What would you like to be doing five years from now? What do you think you will be doing five years from now?"

"Does the fact that you have never done something increase or decrease its appeal to you?"

Mich würden deine Antworten interessieren. 😉
w27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #6
Hi Andreas,
Wer es aber schafft, das Eis zu brechen wird mit Aufrichtigkeit belohnt.
Werden denn andere Menschen nicht mit Aufrichtigkeit "belohnt"? Oder meinst du damit, du schüttest nicht jedem x-beliebigen Menschen dein Herz aus? (Was normal wäre)
Was bedeutet für dich Aufrichtigkeit?
Und warum soll das eine "Belohnung" sein?

Ich frage explizit nach dem Begriff "Belohnung", weil ich dahinter eine Abgrenzung vermute, bei der sich in der inneren Vorstellung erst jemand "verdient" machen müsse, um diese Abgrenzung zu überwinden. Was eine Schutzfunktion darstellen würde.
Was dann das Gegenteil von "Offenheit" wäre.
Wenn jemand offen auf andere Menschen zugeht, dann ohne Abgrenzung.

Diese Denkweise gibt es auch oft in Bezug auf "Respekt". Jemand müsse sich erstmal "Respekt" verdienen, anstatt dass man von Hause aus jedem Menschen einen gewissen Grund-Respekt entgegenbringt.

Das man sein Leben, seine Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Träume auf einmal mit einem anderen Menschen teilt
Ich glaube, das wirst du auch bisher nicht komplett alles mit dir alleine ausgemacht haben. Du hattest sicherlich eine Bezugsperson, wie Mutter / Schwester / Kumpel usw. z.B.
Da ist der Weg zur Freundin, mit der man Gedanken und Träume teilt, auch nicht sehr weit. Das unterscheidet sich kaum.

Schwierig für mich einzuordnen. Ich kann mir das so gar nicht vorstellen, dass jemand wirklich noch nie verliebt war in 45 Jahren. Da muss man doch komplett gefühlskalt sein.
Hattest du noch nie einen Crush z.B. auf eine/n Lehrer/in, oder eine Mitschüler/in, oder eine/n Kollegen/Kollegin usw.?

Glaubst du, du kannst dich jetzt verlieben?
Weshalb sollte sich jetzt etwas verändert haben?
Oder möchtest du eine Beziehung starten, ohne Verliebtheit, sondern mehr als Kopfentscheidung für etwas?

Es kann sein, dass dieses "nicht verliebt sein" durch eine innere Abgrenzung als Schutzfunktion kommen kann.
Vielleicht bräuchtest du in diesem Bereich zunächst Unterstützung, damit du dich wirklich öffnen kannst und dann auch Gefühle zulassen kannst.

PS: Was ist der größte Vorteil an einer Beziehung?
...Man kann sich die Nebenkosten teilen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #8
Ich bin bisher nur solo durchs Leben gegangen und habe nie an eine Partnerschaft gedacht. Irgendwie immer ausgeschlossen. Warum? Weil ich allein glücklich bin. Ein konstantes Niveau an Glück ohne große Höhen und Tiefen.
Klingt gut und in sich ruhend. Ich finde, eine gute Grundlage für eine Partnerschaft. Du musst sie nur zulassen.
Ich merke zum ersten Mal – ja ich bin bereit für eine Beziehung! Wow!
Viel Erfolg dabei!
Das man sein Leben, seine Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Träume auf einmal mit einem anderen Menschen teilt, fühlt sich für mich unglaublich befremdlich an. Hey, da ist ja auf einmal wer. Was ist das für ein Mensch? Warum mag sie mich? Sie schenkt mir ihr Vertrauen, was sind ihre Erwartungen? Wo können wir unser gemeinsames Glück finden? Was kann ich für sie Gutes tun? Und natürlich noch viel, viel mehr Fragezeichen…
Spannend, oder? Eine neue Welt, die Du erkunden kannst.
 
  • #9
Wer es aber schafft, das Eis zu brechen wird mit Aufrichtigkeit belohnt.
Das finde ich schon eine etwas schwierige Grundeinstellung. Für mich wärest du damit raus.
Ich mache es andersrum: erstmal offen und mit Vertrauen auf die Menschen zugehen, und erst wenn man merkt dass das ein nicht vertrauenswürdiger Mensch ist, dicht machen.
Aufrichtigkeit muss man sich doch nicht erst verdienen, man sollte schon jedem gegenüber aufrichtig sein.
 

Laleila

Cilia
  • #11
Hallo, Andreas! 🙂

Erstmal finde ich es gut, wenn man mit sich selbst glücklich und zufrieden ist. Nur beim Lesen dieses Absatzes hatte ich den Eindruck, bei dir ist das irgendwie auch so ein bisschen Selbstschutz, Sicherheitsdenken und eine Risiko-Vermeidungsstrategie gewesen, um nicht gekorbt oder verletzt zu werden, oder? Ich will und kann über ein konstantes Niveau ohne Höhen und Tiefen nicht urteilen, aber im Film meines eigenen Lebens sorgen Höhen und Tiefen für eine gute Spannung, die dem Ganzen die rechte Würze verleiht. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass extremes Glück auch mit Leid verbunden ist, eben weil es das eine Extrem oft nicht ohne das andere gibt ("Erfolg ist mit dem Risiko des Scheiterns verbunden"; "Leidenschaft ist das, was Leiden schafft") -- nimmt man das in Kauf, ist es das wert?

Kennst du Gregory Stocks "Book of Questions"? Ich habe das früher als Kind interessant und unterhaltsam gefunden zum Diskutieren und blättere alle paar Jahre mal darin, in dem Zusammenhang hier muss ich direkt an ein paar der Fragen denken, Moment, hier:

"Would you accept twenty years of extraordinary happiness and fulfillment if it meant you would die at the end of that period?"

"If you knew that in one year you would die suddenly, would you change anything about the way you are now living?"

"Where would you choose to be if you could place yourself anywhere on a scale from one to ten, where one is hardship, struggle, and extraordinary accomplishment and ten is comfort, peace of mind, and no accomplishment. Why? Where are you now?"

"What do you most strive for in your life: accomplishment, security, love, power, excitement, knowledge, or something else?"

"You are given the chance to return to any previous point in your life and change a decision you made, but you will lose everything that has happened to you since then. Is there a time you would return to?"

"What would you like to be doing five years from now? What do you think you will be doing five years from now?"

"Does the fact that you have never done something increase or decrease its appeal to you?"

Mich würden deine Antworten interessieren. 😉
w27
Musste ich mir direkt bestellen.
In meinem Bücherregal stehen, solange ich denken kann, die Fragebögen von
Max Frisch. Anders, aber auch gut.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Laleila

Cilia
  • #12
Ich bin ein verschlossener Mensch, brauche etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen. Wer es aber schafft, das Eis zu brechen wird mit Aufrichtigkeit belohnt. Ich bin kein Mensch, der mit den Gefühlen anderer spielt. Auf den ersten Blick mag ich distanziert erscheinen, das ist aber nur Selbstschutz. Tief im Herzen bin ich offen.

Ansonsten stehe ich mitten im Leben, alles ganz normal. Keine menschliche Katastrophe…

Tja, so sieht also mein erster Beitrag zum Thema Partnersuche aus :)

Danke fürs Lesen. Über Kommentare, Gedanken, Anregungen freue ich mich.

Andreas
Mich würde es gar nicht abschrecken lieber Andreas.
Ich mag Deine Authentität.
Klingt wie ein Bewerbungstext bei EP.
Mach einfach
 
  • #13
Hallo Andreas,

wie es mit einer Frau (bzw. der Frau, die Du da gerade kennenlernst) sein würde, können wir Dir nicht sagen. Es ist auch von Deinem Typ abhängig, aber meiner Erfahrung nach gewöhnen sich Männer sehr schnell an eine Partnerin. Ein Freund von mir (68) hat jetzt auch seine erste richtige Beziehung. Er war nie auf der Suche nach einer Frau, aber die Frau hat sein Herz erweicht und ist für ihn sehr verständnisvoll und jetzt möchte er sie am liebsten nie wieder gehen lassen. Er besteht sogar darauf, dass sie tagelang bei ihm bleibt. Also so kann es auch gehen. Aber... man muss schon was für dieses Glück tun (auf beiden Seiten). Zusammengekommen sind sie nur, weil sie BEIDE daran arbeiten wollten.

Zudem gibt es Dinge, die zu zweit einfach viel mehr Spaß machen als allein.
Ich bin schon früh jemand gewesen, der alles alleine gemacht hat und dabei auch Spaß hatte. Mit meinem Partner kann ich diese Dinge oft nicht tun. Z. B. ist er sehr dünn, ich bin ein Genießertyp. Essen gehen und genießen ist mit meinem Partner nicht drin. Er braucht das einfach nicht. Er kann tagelang auch nichts essen und trinken. Da fühle ich mich etwas unwohl bei, bin aber sehr vorsichtig, dass ich das nicht zum Thema werden lasse und dann an ihm herummäkele. Das sind eben so die Dinge, wo ich dann denke, das Singleleben war in dem Punkt besser, aber das ist nur ein minimaler Kritikpunkt, der die Beziehung für mich nicht gefährdet. Dafür läuft es ansonsten einfach zu gut.
Ich merke zum ersten Mal – ja ich bin bereit für eine Beziehung! Wow!
Das ist ein guter Start, denn eine Beziehung erfordert viel Arbeit und Zeit und man muss WOLLEN.
Was ist das für ein Mensch? Warum mag sie mich? Sie schenkt mir ihr Vertrauen, was sind ihre Erwartungen? Wo können wir unser gemeinsames Glück finden? Was kann ich für sie Gutes tun?
Das klingt doch schon mal gut. Sei offen dafür, dann klappt das auch, auch wenn es mal Unterschiedlichkeiten gibt.
 
  • #14
Jede Frau mit Erfahrung nimmt bei der Selbstbeschreibung die Beine in die Hand, außer sie hat ein ausgeprägtes Kümmerer - und Therapiegen.
Allerdings. Wer tut sich das freiwillig an. Bist du in der Werbebranche? Dir fehlt jegliche Erfahrung mit Frauen, wie sieht das sexuell aus? Wie händelst du deine Sexualität? Hast du Bedürfnisse und wenn ja, wie lebst du die aus. Hast du keine, wie soll eine Frau damit umgehen? Dein Eingangstext liest sich bewußt positiv. Bei kurzem Nachdenken ist es das aber gar nicht. Ist es das alles?
 

Laleila

Cilia
  • #15
Sorry, mal ausnahmsweise offtopic:

"Would you accept twenty years of extraordinary happiness and fulfillment if it meant you would die at the end of that period?"
Lange darüber nachgedacht und, aufgrund meines Alters, zu einer glasklaren Antwort gekommen. JA!
"If you knew that in one year you would die suddenly, would you change anything about the way you are now living?"
Auch: JA (allerdings hoffte ich dann inständig, es war keine Fehldiagnose)
"Where would you choose to be if you could place yourself anywhere on a scale from one to ten, where one is hardship, struggle, and extraordinary accomplishment and ten is comfort, peace of mind, and no accomplishment. Why? Where are you now?"

"What do you most strive for in your life: accomplishment, security, love, power, excitement, knowledge, or something else?"
Kann ich die Skalen aufteilen?
Liebe: 10
Wissen: für immer < 10
Energie: eigentlich 4 aber ich verlange mir 10 ab
Aufregung: manchmal glücklicherweise 10, manchmal leider 1


"You are given the chance to return to any previous point in your life and change a decision you made, but you will lose everything that has happened to you since then. Is there a time you would return to?"
Nein, Njet, Nitschewo,Nö,Geen, Ingen, Niemalas
"What would you like to be doing five years from now? What do you think you will be doing five years from now?"
1.Frage: Ans Meer ziehen.
2. Frage: Hier sitzen und Fragen beantworten
"Does the fact that you have never done something increase or decrease its appeal to you?"
Mittlerweile: verringert
Mich würden deine Antworten interessieren. 😉
w27
 
  • #16
Lieber Andreas
Es freut mich, dass du einen Anlauf nimmst und dich hier zum ersten Mal im Forum über deinen Wunsch nach Zweisamkeit austauschst. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht ganz einfach zu formulieren war, was gerade in dir vorgeht.
Mir fällt der ironische Titel auf "Hilfe, ein anderer Mensch". Anhand des Textes bekomme ich den Eindruck, dass hinter der betonten Glücklichkeit und Normalität deines Lebens zumindest zeitweise noch etwas mehr Thematik und auch Angst vor Nähe steckt.
Dazu nun eine Anregung oder ein Feedback zu geben.. puh, das ist schwierig!
Eine Empfehlung von mir wäre, dich ein wenig mit deiner Biographie auseinander zu setzen und zu schauen, inwieweit war dein Singlesein bisher wirklich gewollt und Ausdruck der glücklichen Autarkie.. und wo gab es vielleicht auch Aspekte von Vermeidung, Angst und Misstrauen? Und vielleicht magst du ja auch mal mit jemandem darüber reden, einem Therapeuten vielleicht, der sich wirklich Zeit nimmt, mit dir die verschiedenen Aspekte herauszuarbeiten.
Eine sehr pragmatische Anregung wäre zum Schluss, ganz klar, dass du aufhörst deine Verschlossenheit schön zu reden und dir klar machst, dass du zwischenmenschliche Beziehungen damit schon im Keim erstickst und anderen Menschen unfairerweise den Ball zuspielst, sie müssten auf dich zukommen und deine Mauer durchbrechen.
 

Laleila

Cilia
  • #17
Joa, schreibt er ja auch
wie sieht das sexuell aus? Wie händelst du deine Sexualität? Hast du Bedürfnisse und wenn ja, wie lebst du die aus.
Das geht hier ja wohl niemanden ( einschließlich Dir) etwas an.
Und ich bin sicher mit der richtigen Frau findet sich peu à peu ein beiseitig erfüllenden weg.

Kannst Du Deine maßlose Übergriffigkeit mal etwas in den Griff bekommen. Mit Menschlichkeit hast Du zumindest keinerlei Erfahrungen.
Hast du keine, wie soll eine Frau damit umgehen? Dein Eingangstext liest sich bewußt positiv. Bei kurzem Nachdenken ist es das aber gar nicht. Ist es das alles?
 
  • #18
Wenn Jemand sein halbes Leben keine Beziehungserfahrung gemacht hat, bin ich mit negativen Vorurteilen belastet wegen eines Mannes in der Verwandtschaft (N=1, also absolut nichts aussagend). Er ist 40 und hatte noch nie eine Freundin, vermutlich auch noch nie eine Frau geküsst. Er hat auch keine platonischen Freundinnen. Sein Problem ist vor Allem Angst vor Frauen. Das sind für ihn fremde rätselhafte Wesen. In Anwesenheit einer Frau verstummt er völlig verschüchtert. Redet mal eine nett mit ihm, verliebt er sich augenblicklich unglücklich (das ist ja bei dir nicht der Fall, wie du berichtest). Nun ist er mit den Jahren immer wunderlicher und verschrobener geworden, so dass ich mir beim besten Willen keine passende Frau vorstellen kann. Zumindest keine mit Beziehungserfahrung. Funktionieren könnte es eventuell mit einer Freundin, die ebenso unerfahren ist, dann könnten die Beiden Beziehung und Sexualität gemeinsam entdecken.

Wie ist das bei dir, hast du weibliche Bekannte, Freundinnen, Kolleginnen, mit denen du dich gut verstehst? Das wäre ein Vorteil. Oder sind dir Frauen völlig fremd und suspekt?

W37
 
  • #19
Kennst du Gregory Stocks "Book of Questions"? Ich habe das früher als Kind interessant und unterhaltsam gefunden zum Diskutieren und blättere alle paar Jahre mal darin, in dem Zusammenhang hier muss ich direkt an ein paar der Fragen denken, Moment
Mega spannend, ich würde die Fragen teils ganz anders beantworten als @Laleila . @Inanna* , du könntest hiermit einen eigenen Thread aufmachen und das Forum antworten lassen. Reizt sehr, ist aber off topic
 
  • #20
FS, Du klingst für mich sehr überheblich und von oben herab.
Was kannst Du einer Frau bieten? Welche tollen Erlebnisse möchtest Du teilen? Du schreibst wahnsinnig Allgemein, wie schon gesagt wurde, irgendwie Werbesprech. Arbeitest Du in der Branche? Wie lebst und arbeitest Du tatsächlich?
Und ja, wie stehst Du zu Sex? Ein wesentlicher Punkt.

@Inanna* , du könntest hiermit einen eigenen Thread aufmachen und das Forum antworten lassen. Reizt sehr, ist aber off topic
Ja, bitte, aber bitte mit den Fragen auf Deutsch.
ErwinM, 52
 
  • #21
Hallo Andreas! Gratulation für dein Glücklichsein in der eigenen Person, das Höchste, das Beste, was es als Mensch überhaupt gibt! In der Freiheit in der Unabhängigkeit, so zu leben, du wirst es verdammt schwer haben, dieses Glück in der Beziehung, über die Beziehung zu finden! Du scheinst emotional erwachsen zu sein, eine absolute Rarität in unserer Gesellschaft, leider gibt es davon nur ganz wenige Leute, irgendwo im Promillebereich, lass dich auf nichts ein, was deine gesamte Persönlichkeit in Seele, Geist und Körper nicht positiv berührt, alles Gute! Die passende Frau, weiß das sehr zu schätzen, die nichtpassende Frau möchte mit dir fremd kinditioniert und destruktiv diskutieren!
 
  • #22
Joa, schreibt er ja auch

Das geht hier ja wohl niemanden ( einschließlich Dir) etwas an.
Und ich bin sicher mit der richtigen Frau findet sich peu à peu ein beiseitig erfüllenden weg.

Kannst Du Deine maßlose Übergriffigkeit mal etwas in den Griff bekommen. Mit Menschlichkeit hast Du zumindest keinerlei Erfahrungen.
Du musst nicht gleich schießen, wenn Du eine Antwort nicht verstehst. Es geht um die Frage, die ich höflich ausgeklammert habe, ob er zu Prostituierten geht, das mag für viele Frauen ein wichtiger Gesichtspunkt sein. Ich z. B. hätte damit massive Schwierigkeiten. Und mit mir die meisten Frauen. Beim dating wäre das für mich die erste Frage. Lieber FS, das wird ein Thema, davon darfst du ausgehen.
 
  • #23
Keine Ahnung. Ich bin noch nie verliebt gewesen. Interesse vielleicht mal, mehr aber auch nicht.
Du bewegst dich damit sehr weit außerhalb des Erfahrungshorizontes der meisten Menschen.

Die meisten verspüren zumindest irgendwann starke sexuelle Anziehung, in der Regel aber auch ebenso starke romantische Begeisterung für einen Menschen.

Bist du ganz asexuell, eventuell hormonell bedingt?
 
  • #24
Wäre schon schön, wenn Du eine konkrete Frage formulierst.

Tipp:
Mach doch mal einen Profil-Check hier
 
  • #25
FS, Du klingst für mich sehr überheblich und von oben herab.
Was kannst Du einer Frau bieten? Welche tollen Erlebnisse möchtest Du teilen? Du schreibst wahnsinnig Allgemein, wie schon gesagt wurde, irgendwie Werbesprech. Arbeitest Du in der Branche? Wie lebst und arbeitest Du tatsächlich?
Und ja, wie stehst Du zu Sex? Ein wesentlicher Punkt.
Überheblich nein, ganz im Gegenteil, befreit vom Mainstream, ganz persönlich in sich einig und vereint, das sind die wichtigsten Voraussetzungen, um eine glückliche Beziehung zu beginnen! Mach dir FS also keine Gedanken, was und wie die Normalität darüber denkt!
 
  • #26
Guter Tipp von mir Andreas, geh du deinen eigenen, persönlichen und unvergleichbaren Weg, lass dich nicht beurteilen von anderen Menschen!
 
  • #27
Hallo Andreas,

wie kommt es, dass du dich jetzt plötzlich bereit für eine Beziehung fühlst?
Bei mir persönlich war das als junges Mädchen so, dass ich mich einfach irgendwann in einen Jungen verliebt habe, woraus der Wunsch nach einer Partnerschaft resultierte.
Ich habe das nicht beschlossen, es ist einfach passiert.
Deinem Beitrag kann ich nicht entnehmen, dass du aktuell an einer Frau interessiert bist, du sinnierst lediglich über die Zukunft nach. Mir scheint das etwas ungewöhnlich. Wenn du mit 45 Jahren noch nie verliebt warst, wird das ja jetzt nicht auf Knopfdruck geschehen, nur weil du es gerne möchtest.
Mich würde interessieren, ob du denn schon Erfahrungen mit Frauen gesammelt hast, denn dass du noch nie verpartnert warst, impliziert ja keine sexuelle Abstinenz.
Vielleicht magst du diesbezüglich noch etwas ergänzen?

w33
 
  • #28
Musste ich mir direkt bestellen.
In meinem Bücherregal stehen, solange ich denken kann, die Fragebögen von
Max Frisch. Anders, aber auch gut.
Mega spannend, ich würde die Fragen teils ganz anders beantworten als @Laleila . @Inanna* , du könntest hiermit einen eigenen Thread aufmachen und das Forum antworten lassen. Reizt sehr, ist aber off topic
Ja, bitte, aber bitte mit den Fragen auf Deutsch.
ErwinM, 52
Ok, kann ich gerne machen, später/heute Abend, mit deutscher Übersetzung.🙂

Lieber Fragesteller, du hast jetzt Lust auf eine Beziehung bekommen und fühlst dich innerlich bereit dafür, das ist bestimmt schön und motivierend. Wirst du jetzt irgendwas an deinem Verhalten und Alltag ändern und dich auf die Suche begeben? Versuchst du es hier mit Online-Dating? Falls ja, mach doch wirklich mal einen Profilcheck hier im Forum. Und schreib uns doch noch etwas mehr zu dir.
w27
 
  • #29
Guten Morgen,

vielen lieben Dank für das Feedback.

Da steckt schon sehr viel Substanz drin. Interessante Fragen, lieb gemeinte Kommentare, kritische Anmerkungen und Mutmachendes. Gerade die Fragen von Inanna gehen schon sehr in die Tiefe und da werde ich mir zur Beantwortung in einem anderen Kommentar mehr Zeit nehmen. Auf Grund der Vielzahl der Kommentare werde ich zunächst etwas zusammenfassender Antworten und später einzelne Zitate kommentieren.

Der Gedanke an die Endlichkeit des Lebens hat sich bei mir bis zum 40. Geburtstag eigentlich nie gestellt. Jetzt sehe ich meine Eltern, beide 75, und erkenne, dass ich der Restlebenszeit einfach mehr Aufmerksamkeit schenken möchte. Die Vergangenheit ist gelebt und die war größtenteils als Single sehr gut. Ich möchte aber nicht erst mit 70 oder später erkennen, dass eine fehlende Beziehung zu einer Frau vielleicht der größte Fehler meines Lebens gewesen ist. Ich merke einfach, dass das Interesse wächst.

Warum jetzt und nicht bereits früher? Mit 30 und davor bin ich einfach unreif gewesen. Mein Studium war, und mein Berufsumfeld ist, wegen einer geringen Frauenquote, auch nicht gerade beziehungsfördernd. So hat sich das Singleleben einfach immer normal angefühlt.

Jetzt ist aber auf einmal Raum da. Ich merke, dass ich bereit bin mich zu öffnen. Vieles passt gerade sehr gut zusammen. Meine Arbeitszeit habe ich bereits auf 4 Tage reduziert, halbtags wäre finanziell auch möglich. Durch einen traurig-glücklichen Umstand lebe ich in einer für mich allein, viel zu großen Wohnung – mietfrei (und nein, nicht bei den Eltern, falls das wer denkt). Es ist also Spielraum da, um eine entspannte, interessante Zukunft aufzubauen.

Dabei bin ich mir meinen Schwächen bewusst und weiß, dass ich sehr viele Träume gerade verwerfe, da leider meine Ängste und Zweifel dominieren oder allein keinen Spaß machen, wie z.B. verreisen.

Angst vor Nähe ist definitiv da, ist aber durch Vertrauen überwindbar. Angst vor Frauen, nein. Eher sogar im Gegenteil. Ein kurzer Blickkontakt, sogar sehr gerne. Die Schwierigkeiten beginnen dann, wenn eine Frau ihr Interesse signalisiert. Denn dann muss ich mich öffnen… Interessanterweise habe ich das nie gelernt.

Heute Abend, ggf. Nachmittag schreibe ich weiter. Ich muss erstmal etwas arbeiten.


Liebe Grüße

Andreas
 
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