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  • #1

Hilfe, ich habe den Respekt vor ihm verloren!

Hallo liebes Forum, ich (w30) bin seit fast 2 Jahren mit meinem etwa gleichaltrigen Partner zusammen, wir wohnen auch in einer gemeinsamen Wohnung. Ich hatte immer viel Geduld mit ihm, aber inzwischen merke ich, wie mein Respekt immer weniger wird.

Er ist im Job selbstständig und Führungskraft, zu Hause lässt er alles herumliegen, verliert mindestens einmal am Tag einen wertvollen Gegenstand, sodass wir hektisch suchen müssen und er versäumt wichtige Termine, kommt sogar zu unseren Verabredungen immer wieder zu spät - die Arbeit war wichtiger. Er isst und räumt nicht ab. Er zieht sich um und verteilt die Klamotten. Er macht Dreck und überlässt ihn mir. Er schließt sein Fahrrad irgendwo ab und lässt es ein halbes Jahr stehen, dann wundert er sich, wenn es geklaut wurde. Er ist immer in Verzug mit Rechnungen und Steuererklärungen. Wo immer er mitmischt, regiert anschließend das Chaos, zu Hause wie in der Firma.

Da ich sehr ordentlich und gut organisiert bin, fühle ich mich inzwischen häufiger als Mutter-Ersatz denn als Partnerin. Ich muss ihn erinnern, Suchen helfen, das Chaos aushalten. Und er will immer noch als großer, starker Mann angesehen werden und wundert sich, wenn ich ihn inzwischen oft verniedliche und Anspielungen auf sein hilflos-kindliches Verhalten mache. Beim Winterurlaub mit Freunden hatte er eine Sommerjacke dabei und wir mussten ihm vor Ort eine warme Jacke kaufen. In zehn Jahren lache ich bestimmt darüber, doch zur Zeit finde ich solche Erlebnisse mit ihm peinlich.

Ich bin mit ihm zusammen gekommen, weil ich mich schnell verliebt habe und er sich auch. Ich habe sein Chaos erst mit der Zeit kennengelernt und gehofft, es korreliere mit seinem beruflichen Stress. Doch er ist auch im Urlaub so!

Ich weiß manchmal nicht, wie ich daraus wieder eine Beziehung auf Augenhöhe machen kann, in der wir wieder Partner sind und nicht Mutter und Sohn. Was meint ihr?
 
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  • #2
Liebe FS,

das klingt, als ob du an einen Mann mit ADHS geraten bist. Wenn dir etwas an ihm liegt, sage ihm klipp und klar, was nicht geht - Anspielungen sind für gar nichts gut. Setze ihm ein Ultimatum und rate ihm, sich professionell helfen zu lassen. Wenn nichts davon geschieht, wird geschehen, was schon im Fluss ist: Dir reicht es und Du verlässt ihn.

Sage ihm wenigstens was ganz konkret nicht geht, das ist die beste Hilfe.

Dir alles Liebe

w
 
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  • #3
Ich weiß manchmal nicht, wie ich daraus wieder eine Beziehung auf Augenhöhe machen kann, in der wir wieder Partner sind und nicht Mutter und Sohn. Was meint ihr?

Liebe FS,

ja, so sind sie, die verwöhnten Muttersöhnchen, denen Mama immer das Heck hinterhergeräumt hat.

Es gibt einen ganz einfachen Weg, wie bei der Kleinkinderziehung: Konsequenz. Behandel' ihn einfach wie den Partner, den Du haben möchtest, einen erwachsenen Mann, der kompetent alle Lebensfragen regelt:
- er sucht hektisch was? Lass' ihn suchen. Setz' Dich hin und fang' an, Deine Nägel zu lackieren. Das ist wichtig und dann kannst Du grad nichts anfassen. Er ist schon groß und findet allein zu Ziel, es dauert eben etwas länger.
- lass' ihn seine Termine versäumen, kümmer' Dich um Deine. Du bist nicht seine Sekretärin.
- er kommt zur Verabredung mehr als 15 Minuten zu spät? Du gehst woanders hin und schaltest das Handy ab
- ihr seid verabredet und er kommt wegen Chaos nicht los? Fahr ohne ihn, er weiß ja, wo Du bist und kann nachkommen, wenn er mit Chaosbewältigung fertig ist.
- er lässt sein Geschirr stehen? Na und? nach ein paar Tagen wird ihm auffallen, dass sein Platz eher unappetitlich ist
- was gehen Dich seine Steuererklärungen und Rechnungen an? Überlass' es ihm, sich so viele Probleme wie möglich zu machen und lass' sie ihn allein ausbaden, während Du zum Wellness gehst.
- Du sollst seinen Dreck wegmachen? Neverever - Du bist keine Putzfrau, Die heuerst Du an und ihr teilt Euch die Kosten.
- er hat keine Winterjacke dabei? Soll er selber kaufen gehen, Du gehst mit den Freunden auf die Skipiste

Das Ganze ab morgen, ohne Vorankündigung, ohne Kommentar usw. Das fördert das Lernen enorm - nicht beschulmeistern, sondern Erfahrungen sammeln lassen. Dann lernt er auch, das neue Wissen auf andere Situationen zu übertragen.
Alternative: ihm sagen, in so einem Chaos und Dreck willst Du nicht leben und erst Recht nicht seine Dienstmagd sein und eine eigenen Wohnung suchen. Wenn er sein Leben im Griff hat, kannst Du es erneut das Zusammenleben mit ihm erproben.

Du fährst die Beziehung an die Wand und wirst auf garkeinen Fall in 10 Jahren darüber lachen. Du hast keinen Respekt, und bist dauergenervt und er wirft Dir später vor, dass Du ihn gegängelt und mit Nörgelei aus dem Haus getrieben hast. Natürlich hat er dann eine andere.
 
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  • #4
Dein Partner hat wahrscheinlich ADHS. Dein Text liest sich als ob Du mich beschreiben würdest, obwohl ich w bin. Im Internet findest Du eine Menge Informationen zu diesem Thema. Du musst lernen damit umzugehen wenn Du mit ihm bleiben willst. Er will sich wahrscheinlich nicht ändern.

Er könnte zum Arzt gehen sich diagnostizieren lassen und Medikamente bekommen. Aber mal ehrlich, er ist Führungskraft, er hat es mit seinem ADHS geschafft, macht es echt Sinn jetzt mit Medikamenten anzufangen, die in der Regel auch Nebenwirkungen haben, man braucht auch viel Zeit und die richtige Dosis zu finden, usw.

ADHS hat eine Reihe Vorteile. Dein Partner ist z.B. wahrscheinlich kreativ, interessiert sich für viele Bereiche. Du musst entscheiden, ob Du mit seinen Nachteilen klar kommst oder nicht.

Es kann natürlich auch sein, er hat kein ADHS, er hat einfach einen total anderen Lebensstil als Du.

w29 (mit ADHS)
 
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  • #5
Man sollte den Gedanken, daß auch eine Erkrankung vorliegen kann, schon durchaus mal in Erwägung ziehen. Mich hat eine Fernsehdokumentation sehr mitgenommen, in der bei einer Frau (ich glaube ca. 40!) eine schwere Alzheimer-Demenz diagnostiziert wurde! (Inzwischen ist diese wohl vollständig bettlägerig.) Auch Bundespräsident Lübke machte sich mit verbalen Fehlgriffen lächerlich, später stellte sich heraus, daß man zu Unrecht über ihn lachte, denn er litt an Cerebralsklerose. Vielleicht könnte eine genaue Untersuchung (Neurologe?) ein Denkanstoß sein (kostet aber sicher Überwindung).
 
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  • #6
Also konstruktive Kritik, wenn du mit diesem Mann zusammenbleiben willst:

- Konzentrationstraining: Zeige ihm, wie und wo er seine "verlorenen Gegenstände" besser aufbewahren kann (ein fester Platz oder Schüssel organisieren). Ordnung ist in der Tat nicht jedem in die Wiege gelegt, aber man kann es lernen, wenn man konzentrierter und aufmerksamer durch die Welt läuft: Gegenstände also nicht hirnlos ablegen.

- Trinkt er Alkohol? Davon wird man auch schusselig in der Birne und verliert ständig seine Sachen. Vielleicht mal auf seinen Konsum achten und gesünder einkaufen.

- Warum fragst du beim Teller abräumen nicht gleich: "Könntest du bitte den Teller in die Spüle stellen. Das wäre angenehmer für mich." Du wirst um weibliche Manipulation nich drum rum kommen

- Radikallösung: ihn nicht mehr bedienen und mal vorschlagen, dass er als "richtiger" Mann mal mit dir zusammen in der Küche stehen und kochen soll.

- Deine Koch- und Bedienzeit ist außerdem nicht selbstverständlich und nicht kostenlos. Das solltest du dir selber mal klar machen - es ist Arbeit und Lebenszeit - wenn du das immer und immer wieder einfach so tust und wenn ein Mann dir nichts zurückgibt, dann ist er es nicht wert. Du solltest einen Mann nur so derart bedienen und verwöhnen, wenn er es wert ist und dir etwas entgegenbringt. Es scheint, er hat vor deiner Leistung keinen Respekt.
 
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  • #7
Ich bin schon mehrfach in diese Mutti Kind Falle hinein gerutscht. Ich habe es immer mit Reden versucht. Das hat NIE etwas geholfen. Letztendlich habe ich mich dann immer nach einer längeren Bewährungszeit getrennt. Zum einen wollte ich nicht die nörgelnde Freundin sein, denn ich bin garnicht der Typ dazu, und zum zweiten zerstört die Situation natürlich nicht nur den Respekt für den Mann sondern auch jegliches sexuelles Interesse.

Die Tipps von Gast2 finde ich interessant. Aber auch hier begibt sich die FS in die Rolle der Erzieherin. Für mich wäre es nichts. Ich bin niemandes erwachsenen Menschen Mami. Soll sich eine andere für die Erziehung solcher Typen verantwortlich fühlen.
 
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  • #8
er sucht hektisch was? Lass' ihn suchen. Setz' Dich hin und fang' an, Deine Nägel zu lackieren. Das ist wichtig und dann kannst Du grad nichts anfassen.

Ich kann mir gut vorstellen, wie glücklich der Mann über diese Nichteinmischung wäre. Bei mir ist das Verlegen und Suchenmüssen ein typisches Ergebnis der hundert kleinen Unterbrechungen, die von der Frau ständig ausgehen und stets dazu führen, daß die momentane Arbeit aus dem Blickwinkel rutscht ("kannst du nächsten Dienstag die Kleine abholen?" - "Moment, ich schau mal"). Oder ihrer schrägen Idee, auf der Suche nach Altpapier für den Container meine Bürosachen umzuräumen. Oder ihres suchenden Blicks in meinen Bildschirm ("ich will nur wissen, wie spät es ist ... aber diese Mail, die du da gerade schreibst, ich würde das anders formulieren").

Um mich abzulenken, genügt es schon, daß sie sich an ihren PC setzt, denn ich weiß genau, daß in spätestens 10 Minuten ein gemurmeltes "das geht nicht, was mache ich denn da falsch" kommt.

Ohne weibliche Anwesenheit arbeite ich schnell und konzentriert. Ist sie zuhause, mutiere ich zum Schussel, da ich immerzu damit rechne, jetzt gleich wieder angesprochen zu werden.

Deshalb bitte diesen Rat

Zeige ihm, wie und wo er seine "verlorenen Gegenstände" besser aufbewahren kann

auf gar keinen Fall annehmen - ein besseres Versteck als zwei verschiedene, parallel betriebene Ordnungssysteme kann es kaum geben. Und auch nicht diesen hier:

Könntest du bitte den Teller in die Spüle stellen. Das wäre angenehmer für mich

Der Mann wird versuchen wollen zu verstehen, wann seine Frau den Teller in der Spüle haben will und wann nicht ("den kann ich jetzt nicht brauchen, laß ihn doch bitte auf dem Tisch stehen").

Das alles macht ihn nur noch viel, viel unkonzentrierter.

Respektiere seine Arbeitszeiten, unterbrich ihn nicht, drängle nicht auf ein Arbeitsende, wenn er noch etwas fertig bekommen will, sorge für klare Zuständigkeiten (den Tisch abräumen sollte immer nur einer machen, entweder er oder Du), und Du wirst einen wunderbar aufmerksamen Partner gewinnen.
 
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  • #9
Hallo, hier die FS nochmal.

Ich bin erstaunt, wie viele an ADHS denken. Ich dachte bislang, das hätten nur kleine Jungs und es würde im Schulalter therapiert. Meiner schlägt sich damit ja immerhin schon drei Jahrzehnte durchs Leben und hat Schule wie auch Studium ganz passabel geschafft. Mein Eindruckt war lange, er würde sich einfach nicht um mich und unser Privatleben bemühen, wäre nachlässig und faul. Doch so langsam denke ich wirklich, er kann einfach nicht anders...
 
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  • #10
Hallo, hier die FS nochmal.

Ich bin erstaunt, wie viele an ADHS denken. Ich dachte bislang, das hätten nur kleine Jungs und es würde im Schulalter therapiert. Meiner schlägt sich damit ja immerhin schon drei Jahrzehnte durchs Leben und hat Schule wie auch Studium ganz passabel geschafft. Mein Eindruckt war lange, er würde sich einfach nicht um mich und unser Privatleben bemühen, wäre nachlässig und faul. Doch so langsam denke ich wirklich, er kann einfach nicht anders...

Hier noch mal #3. ADHS bedeutet nicht dass man dumm ist. Ganz im Gegenteil, es gibt Studien, die auf eine Korrelation zwischen ADHS und hoher Intelligenz hinweisen. Ich bin selbst promoviert. Wenn man mit ADHS umgehen kann, kann man dadurch viel erreichen.

Trinkt er Kaffee (oder Cola oder Ähnliches)? Welche Wirkung hat Kaffee auf ihn? Gibt Kaffee ihm Energie, macht ihn unruhiger, wie die meisten Menschen? Kann er auch abends Kaffee trinken oder könnte er danach nicht einschlafen? Oder hat Kaffee auf ihn gar keine Wirkung, oder sogar beruhigende Wirkung? Auf viele ADHSler wirkt Kaffein beruhigend oder hat gar keine Wirkung. Ich kann um Mitternacht Kaffee trinken und schlafen gehen.
 
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  • #11
Ich habe auch so einen Mann daheim, der es nicht schafft seine pünktlich Rechnungen zu bezahlen (geschweige denn wiederzufinden), der alles zumüllt und das nicht einmal sieht, der seinen Tag nicht strukturiert bekommt, geschweige denn sein Leben.
Ich bin daher Mutti.. von ihm und mittlerweile 2 gemeinsamen Kindern.
Selbst unser 2-jähriger Sohn schafft es besser als sein Vater sein Spielzeug aufzuräumen und morgens seine Jacke, Mütze, Schuhe zu finden und anzuziehen.. :)

Bei uns kommt es deshalb sehr oft zu grpßem Streit, weil ich mich um wirklich ALLES kümmern muss. Ihn ständig kontrollieren muss, damit nicht überraschend wieder der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, oder der Strom abgeklemmt wird - alles schon des öfteren bei uns passiert, nur weil er irgendwelche Nachzahlungen immer wieder vergessen hat.
Ich frage mich auch, wie das eigentlich geht. Abitur und Studium und diverse anspruchsvolle Jobs - hat er alles hinbekommen.

Ich habe es mir immer so erklärt, dass er es einfach nie gelernt hat sein leben selbst zu meistern. Er kommt aus gutem Hause; ist mit Nannys und Haushälterin groß geworden.
So etwas wie putzen, waschen, kochen.. musster er NIE tun.
 
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  • #12
Ich frage mich auch, wie das eigentlich geht. Abitur und Studium und diverse anspruchsvolle Jobs - hat er alles hinbekommen.

Ja, klar, da wuselten auch keine Frau und zwei Kinder um ihn herum, da mußte er nicht ständig alles wegräumen, sondern konnte, was erledigt werden mußte, einfach liegen lassen, bis es eben erledigt war. Und er wurde nicht alle 5 Minuten mit irgend was anderem angesprochen.

Menschen, die über lange Jahre ihre Erledigungen in der ihnen beliebigen Reihenfolge abwickelten, kommen oft völlig aus dem Konzept, wenn ihnen durch die Umstände des Zusammenlebens ständig alles über den Haufen geworfen wird und die Dinge nie dort sind, wo sie zuletzt hingelegt wurden.

Ich könnte z.B. nicht aus dem Stegreif sagen, wo meine Brille gerade liegt. Aber ich weiß, wo sie nicht liegt. Folglich suche ich sie dort auch nicht. Liegt sie aber. Weil meine Frau sie beim Staubwischen woanders weggenommen und dort hin gelegt hat.

Ich lege die Kinokarten für den Abend auf meinen Schreibtisch. Liegen sie dort nicht mehr, denke ich erst einmal, ich hätte sie versehentlich mit in ein Ablagefach geworfen. Aber in welches? An der Pinnwand suche ich sie zuallerletzt. Sind sie aber. Warum? Weil ich nicht allein in der Wohnung bin.
 
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  • #13
Als Führungskraft, wird er genug Geld haben, um sich eben eine Jacke zu kaufen, weil er die falsche eingepackt hat.
Er verliert einmal am Tag einen teuren Gegenstand und wird ihn entweder wieder finden (ein Haus verliert nichts) oder sich eben auch da einen neuen kaufen.
Wenn er zu Eurer Verabredung zu spät kommt, dann sag ihm einfach eine Uhrzeit die 30 min vor Eurem Date ist.
Sein Fahrrad - meine Güte, was kümmert dich denn sein Fahrrad?
Dein Mann hat es zur Führungskraft geschafft und zwar ganz so wie er ist.
Also, meine Freundin z.B hat folgendes aufzuweisen:

- Verschwundene Schlüssel hat sie prinzipiell NIE - die finden sich dann aber IMMER bei ihr.
- Es ist nicht machbar 2 Milchtüten in den Kühlschrank zu stellen, so dass immer kalte Milch da ist.
- Geld wird prinzipiel immer Leuten gegeben, die es doch brauchen oder es zu unrecht einfordern.
- Sie ist Geschäftsfrau, aber eine viel zu nette - das beißt sich sehr oft und ärgert mich sehr, wenn
Firma xy sich mal wieder ins Fäustchen lacht,weil sie sich Geld ergeizt haben.
- Sie hat grundsätzlich keine Lust an leutende Telefone zu gehen - grundsätzlich.
- Wenn wir irgendwo hinfahren wollen ist Sie IMMER 15 Minuten zu spät - IMMER.

Ach, mir würden noch so viele Dinge einfallen und weißt du was - ich liebe diese Frau und deswegen ist das alles völlig egal.

- Ich weiß ja wo ich den verlorenen Schlüssel finde
- Ich stelle die 2te Milchtüte eben selbst in den Schrank
- Sie freut sich, wenn ich ihr mal wieder Geld gespart habe
- Sie freut sich, dass sie ab und zu mehr Geld bekommt als sie dachte
- Es gibt ja zum Glück ABs und man muss nun wirklich nicht immer erreichbar sein
- Ich sage einfach, dass wir um 13 Uhr los müssen auch wenn ich 13.15 Uhr meine

Ich habe auch sehr viele "Fehler" und die wirst du liebe FS auch haben - wir sind nur Menschen.
Ich habe aber, genau wie meine Freundin und dein Freund sicher auch, sehr viele Stärken.
Jetzt kommt der große Trick bei der ganzen Sache - man muss sich nur richtig ergänzen.

Du wirfst lediglich alle Macken deines Partners in einen Topf und raus kommt das herablassende und einegbildete Gericht "nicht auf Augenhöhe".
Wenn du mit seiner Unordnung nicht zurecht kommst ist das die eine Sache, ihn als "nicht auf Augenhöhe" zu betrachten ist eine ganz andere Sache.
Wenn du Ihn nicht liebst (also auch seine Macken), dann ist das nichts verwerfliches, kann vorkommen und du musst deine Konsequenzen daraus ziehen.
Sich aber anzumaßen du wärst die Erwachsene und er ein Kind ist einfach nur arrogant und völlig realitätsfremd- das sei auch den anderen "Mutti-Kind-Opfern" hier gesagt.
Die Krönung ist es dann, wenn hier "Erziehungstipps" gegeben werden - der Mann hat es auch vor dir geschafft sein Leben zu leben und wird es auch nach dir schaffen.
 
  • #14
Ich finde, du drängst ihn in die Mutter-Sohn-Rolle. Lies dir mal deinen Text durch: "ER verliert, WIR suchen. ER packt die Sommerjacke an, WIR müssen eine neue kaufen."
Du wirst ihn auch nicht ändern und schon gar nicht, wenn du ihn von oben herab behandelst und ihm irgendwelche gemeinte Überlegenheit vormachst.
Jeder Mensch hat seine Mackel, es ist nicht am Partner diese zu korrigieren. Du kannst ihm ja sagen, wass dich stört, aber wenn es als Vorwurf kommt, dann wird sich eh nichts ändern.
Und hier sofort eine ADHS-Diagnose zu erstellen, finde ich nicht besonders klug, denn wenn schon leichtsinnig diese Mode-Pseudo-Krankheit festgestellt wird, dann soll auch bedacht werden, dass ihre Existenz eh umstritten ist und sich gewiss nicht anhand von Unordnung und Unpünktlichkeit erkennen lässt!
Ich wüde mir allgemein Fragen stellen, denn wenn der Respekt, aus welchen Gründen auch immer, weg ist, dann schwindet auch die Liebe... (meiner Erfahrung nach).

Hannah
Kannst du das nicht etwas lockerer nehmen? Wieso ist er dir peinlich?
 
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  • #15
liebe themenerstellerin:

du bist einfach nicht für beziehungen geeignet. du hast erwartungen an andere mesnchen die sie nicht erfüllen können oder wollen, und dann bist du enttäuscht und machst dem mensch, der sich nicht deiner erwartung entsprechend verhält, vorwürfe. gleichzeitig sind sie dann für dich weniger wert.

du akzeptierst die menschen um dich rum nicht wie sie sind, du guckst nur auf deine ideale wie menschen zu sein haben sollen. und nun bist du enttäuscht von deinem partner weil er nicht soist wie du ihn haben möchtest? warum bist du dann überhaupt eine beziehung mit ihm eingegangen?

-um nicht alleine zu sein
-weil du verknallt warst
-weil du jemand brauchtest der dich versorgt
-weitere egoistische motive

du siehst nicht klar, denn du leidest anscheinend am prinzessinnen-syndrom.

irgendwann [mod], wird dir schon auffallen was bei dir falsch gelaufen ist und wie sehr du bisher andere menschen für dein eigenes leben vernatwortlich gemacht hast, gleichzeitig verantwortung anderen menschen entziehst um sie für dich lenkbar zu machen.
 
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  • #16
du hast erwartungen an andere mesnchen die sie nicht erfüllen können oder wollen, und dann bist du enttäuscht und machst dem mensch, der sich nicht deiner erwartung entsprechend verhält, vorwürfe. gleichzeitig sind sie dann für dich weniger wert.

Das ist der springende Punkt denn ich auch sehr kritisch sehe.
Was heißt denn hier Kind?!
Wer alleine wohnt bzw alleine für sich sorgen kann ist kein Kind und es ist unfassbar dreißt soetwas in den Raum zu stellen.
WIE man alleine für sich sorgt, ordentlich oder unordentlich, ob mit oder ohne Fahrrad ist bitteschön jedem selbst überlassen, ja sogar eine 2te Winterjacke spielt dabei überhaupt keine Rolle.
Wenn die FS sofort den Respekt vor Menschen verliert, nur weil diese eine andere sehr wohl eigenständige Lebenstruktur haben, dann ist das ein schwerwiegender charakterlicher Mangel den sie schnellstens reflektieren und dann beheben sollte.
So wird das im Leben und somit im Umgang mit seinen Mitmenschen nämlich nichts.
Das heißt natürlich nicht, dass sie damit Leben müssen und eine Trennung ist selbstverständlich legitim, aber bitte mit Repekt...
 
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  • #17
Mach doch folgendes:

Organisier eine große Kiste - für jeden Raum.

Alles was von ihm rumfliegt, schmeißt da rein. Dann hast schnell Ordnung. Er kann es ja wieder rausholen. Aber Du siehst das Zeug nicht.
 
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  • #18
Ist doch ein sehr schöne Beispiel, wann living apart together einfach die bessere Lösung ist. Jeder ist dann mit seinen eigenen Schuseligkeiten beschäftigt und man trifft sich nur, wenn man wirklich dafür Zeit hat und auch haben will.
 
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  • #19
Ich weiß manchmal nicht, wie ich daraus wieder eine Beziehung auf Augenhöhe machen kann, in der wir wieder Partner sind und nicht Mutter und Sohn. Was meint ihr?

Ganz einfach, indem Sie sich bewusst werden, was für einen Unsinn Sie sich da zusammenreimen.
Er ist ein erwachsener, selbstständiger, beruflich auch noch erfolgreicher und lebensfähiger Mann der chaotisch ist.
Sie sind eine erwachsene, selbstständige und lebensfähige Frau die nicht chaotisch ist.
Der Chaot kann anscheinend mit einer Bevormunderin leben - können Sie auch einem Chaoten leben oder nicht?
Das ist keine Frage des erwachsen seins oder des Respekts sondern lediglich eine Frage von Liebe und Tolleranz.
Ich bin ein Chaot dafür sehr witzig, liebevoll, kreativ,kann gut mit Geld umgehen und es gibt sicherlich noch mehr gute Eigenschaften an mir - als nicht männlich wurde ich deswgen noch NIE bezeichnet und würde mich totlachen, wenn man mir das vorwerfen würde - wie absurd!
Meine Freundin ist sehr ordentlich und hat dafür andere Schwächen.
Man könnte sagen wir sind ein perfektes Team weil jeder den anderen so sein lässt wie er ist, weil wir gut damit leben können,weil wir uns lieben und wie ein Gast schon schreib uns teilweise ergänzen - ich lerne von ihr (wenn ich will und das ganze freiwillig) und sie lernt von mir (wenn sie will und das ganze freiwillig).

Ich hatte mal eine total spießige und penible Freundin und habe mich deswegen getrennt - sie deswegen charakterlich zu diffamieren und nicht mehr zu respektieren, blos weil ich mit Ihrer Art zu leben nicht zurecht kam, das wäre mir im Leben nicht eingefallen...tztztz
 
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  • #20
Lustig Lustig..

Gottseidank gibt es heute für jede negative Charaktereigenschaft eine Krankheitsbezeichnung dazu.

So kann die Pharmaindustrie weiterhin spitzen Umstände machen.

Gut .., früher hätte man gesagt der Mann ist im Haushalt faul und unorganisiert..aber das wäre ja unspannend und biete wenig Diskussionsgrundlage..

Aber so passt sich dein Beitrag der sensationsdarstellende Medienlandschaft an .. Und wenn dann noch eine Krankheit dazu diagnostiziert werden kann...super,,Das klingt doch dann gleich viel spannender. So spannend das man doch gleich sagen möchte: Die ärmste..So ein Verwahrlostes Monster Zu Hause..

Trenn dich schnell , verschwende keine Zeit und such dir einen sauberen , bodenständigen Mann.

Übrigens .. Ich bin so ähnlich wie dein Partner , meine Frau ist wohl so ähnlich wie Du..

Wenn ich so darüber Nachdenke was mich manchmal so an ihr nervt fände ich mit Sicherheit auch ein Krankheitssyndrom und Trennungsgründe..

Für mich wäre es super interessant wenn Du mal schreiben würdest was deinen Freund so alles an Dir nervt.!!!OBJEKTIV!!!!

.Ich bin sicher dann bekommen die Leser ein anderes Beziehungsbild von euch..

m47
 
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  • #21
Der Chaot kann anscheinend mit einer Bevormunderin leben

Kann er nicht. Das ist ja gerade das Problem.

Wir haben es hier mit Männern zu tun, die organisatorische Angelegenheiten auf dem niedrigst möglichen Level halten, um mehr Zeit und Energie auf die eigentliche Arbeit verwenden zu können. Das funktioniert auch hervorragend, so lange derjenige in einem Flow bleiben kann, sprich: Zeitpunkt und Abfolge der Arbeiten seinen eigenen Prioritäten gemäß einteilen kann. Da man gerade bei kreativen Tätigkeiten den Zeitbedarf vorher nicht exakt einschätzen kann, ist Flexibilität gefragt: man bleibt einfach so lange dran, bis es fertig ist. Dann ist auch der Kopf wieder frei.

Und nun kommt eine Frau ins Spiel, die diesen Zeitrahmen vorne und hinten beschneidet, von der Durchlöcherung durch wiederholtes Ansprechen während der Arbeitszeit erst gar nicht zu reden.

Aufgaben können nun nicht mehr zu Ende geführt werden, sondern müssen - teils geplant, teils ungeplant - abgebrochen werden, wobei der Faden verloren geht und am nächsten Tag erst mühsam wieder aufgenommen werden muß. Das kostet noch mehr Zeit. Man ist daher versucht, solche Arbeiten erst gar nicht anzufangen - erst recht, wenn nicht vorhersehbar ist, wann abgebrochen werden muß.

Schafft man es dann mangels Zeitreserven irgendwann nicht mehr, alles zu erledigen was erledigt werden muß, bricht das Chaos aus, gehen Konzentration und Überblick zunehmend verloren.
 
  • #22
Das was du beschreibst, erinnert mich an meinen Freund.
Er ist auch erst mit knapp 28 von daheim ausgezogen und wurde dementsprechend "verwöhnt." Seine Eltern haben alles für ihn gemacht, besonders Haushalt etc.
Seine Vergesslichkeit treibt mich jedoch manchmal in den Wahnsinn.
Wir wollten einmal mit dem Auto in den Urlaub fahren, da fiel ihm unterwegs ein, dass er sein Personalausweis daheim liegen gelassen hatten.
Also drehten wir die 20min, die wir schon gefahren waren, wieder um.
Als wir wieder auf der Autobahn waren, meinte er: "Duuuu, ich hab die Unterlagen fürs Hotel in meine Laptoptasche gesteckt und der Laptop ist noch daheim"
Wir mussten also wieder umdrehen. Bin damals fast durchgedreht!
Das war nur ein Beispiel von VIELEN. Er vergisst ständig irgendwas: Termine, Gegenstände, wichtige Dinge mitzuteilen, sein Zeug aufzuräumen.... usw.

Beruflich ist er ein Arbeitstier, nebenbei versucht er noch seine eigene Firma ins Rollen zu bringen.
Studium, Abitur hat er alles geschafft. Er ist sehr klug und intelligent.
Vielleicht brauchen diese Männer deshalb ein Ventil, wo sie sich auch mal gehen lassen dürfen bzw. eine Seite, auf der sie auch mal Schwäche zeigen können.
Nobody is perfect.
Mittlerweile hab ich mir versucht, ein dickes Fell zuzulegen. Oder ich räume auch mal mein Essen nicht weg und lass alles rumstehen. Inzwischen bemüht er sich sogar, seine Wohnung auf Vordermann zu bringen, wenn ich vorbeikomme.

Der Gedanke mit ADHS ist mir noch nie gekommen. Dazu gehören doch noch viel mehr Symptome, als ein chaotisches Verhalten?
 
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  • #23
Der Gedanke mit ADHS ist mir noch nie gekommen. Dazu gehören doch noch viel mehr Symptome, als ein chaotisches Verhalten?

Natürlich. Das ist wie mit anderen Krankheiten. Wenn Du eine extrem dünne Person siehst, kannst du Magersucht vermuten, wenn eine schwere Person, eher nicht. Wenn du einen Chaoten kennen lernst, der ständig ohne Grund rumläuft und nicht imstande ist sich zu organisieren, OBWOHL er es versucht, obwohl er intelligent ist und in anderen Bereichen auch erfolgreich, kannst du dich fragen ob er vielleicht ADHS hat. Ob das denn wirklich der Fall ist stellt man in der Regel nach mehreren Monaten Diagnostik fest.

ADHS ist eine eingeborene Störung im Dopaminhaushalt, mit "Mode" hat es wenig zu tun, auch wenn manche versuchen, die Medis zu missbrauchen. Man sollte seine Meinung zu dieser KRANKHEIT nur äußern, wenn man eine Ahnung hat: Wenn man Psychiater ist oder selbstbetroffen. Sonst ist das was oben steht nur ein Ausdruck von Vorurteilen und Arroganz, nichts mehr.
 
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  • #24
Das, was Du da beschreibst, erlebe ich seit 19 Jahren auch. Ich habe geglaubt, das ändert sich mit gutem Willen beiderseits, aber Fehlanzeige. Je länger die Beziehung dauerte, desto bequemer wurde er. Kann sein, dass mangelnde Erziehung und heftiges Verwöhnen durch seine Mutter die Gründe dafür sind, oder aber charakterlich angelegte Nachlässigkeit und Bequemlichkeit - vermutlich beides.

Die Folge: ich lasse mich nun nach 19 Jahren scheiden. Ich will nicht seine Mutti sein. Den Respekt habe ich vor langer Zeit schon verloren. Ich habe keinen Partner auf Augenhöhe, ich habe ein zusätzliches Kind, das verzogener ist, als meine wirklichen Kinder.

Und interessant dabei: seit ich diese meine Absicht geäußert habe, bewegt sich der Herr!
Er übernimmt auf einmal Verantwortung, übernimmt Pflichten, usw.....
Seltsam, nicht?
Unter dem Druck der angedrohten Trennung bewegt sich was...und das sagt mir, dass sich all die Jahre etwas hätte ändern können - wenn er es denn gewollt hätte.

Und gerade dadurch fühle ich mich sowas von veräppelt.
Das verhindert nun nicht die Trennung, sondern das verstärkt noch meinen Wunsch nach einem baldigen Ende dieser "Beziehung".

Und wenn ich nicht von Anfang an die Augen davor verschlossen hätte, dann wäre es gar nicht erst so weit gekommen. Bittere Erkenntnis.
 
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  • #25
Hier noch mal #3. ADHS bedeutet nicht dass man dumm ist. Ganz im Gegenteil, es gibt Studien, die auf eine Korrelation zwischen ADHS und hoher Intelligenz hinweisen. Ich bin selbst promoviert. Wenn man mit ADHS umgehen kann, kann man dadurch viel erreichen.
Hohe Intelligenz hat mit ADHS erst mal wenig zu tun. Eher schon mit Problemen, gerade auch in Partnerschaften. Da gibt es noch viel Schlimmeres als chaotische Verhältnisse...
Außerdem: ADHS wächst sich nicht aus. Vielmehr haben 2/3 der Betroffenen weitere Störungen. Lies mal ach unter "Nordbaden" oder "Südbaden", dort gab's mal eine große Studie...
 
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  • #26
Wenn sich etwas Chaos und Zerstreutheit im Rahmen hält, finde ich das menschlich. Aber so wie Du es beschreibst, ist das für mich auch so ein klassischer Fall, weshalb ich LAT vorziehen würde.

Er kann sein Chaos leben, ohne dass es mich stört. Warum sollte ich so etwas lieben? Wenn ich nun mal eine gewisse Ordnung in einer gemeinsamen Whg als selbstverständlich betrachte und vor allem, dass sich darum beide bemühen.

Warum muss man immer zusammenleben, gerade, wenn man so unterschiedlich ist?

Und auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass in dem Moment wo ich gesagt habe, es reicht, ich kann und mag das nicht mehr alles alleine machen, dass er sich auf einmal nach fast 3 Jahren bewegt hat und nun selber bügelt, endlich die Waschmaschine bedienen kann und sogar sich selber Essen macht. Und auch ich kam mir veräppelt vor, geht also doch. Warum konnte er sich nicht schon vorher bewegen und mit anpacken? Und klar, warum habe ich das so lange mitgemacht. Gehören immer zwei dazu.

Wie gesagt, persönliche Eigenheiten gehören dazu, aber wenn der eine, nämlich Du, damit einfach auch immer wieder mehr Arbeit bzw. Einschränkungen hat, sollte sich etwas bewegen. Für mich hat das etwas mit Respekt zu tun und Wertschätzung. Er ist erwachsen und sieht doch auch selber sein Chaos und dann kann man auch etwas machen. Es gibt Therapeuten, es gibt Coaches, es gibt Möglichkeiten in jedem Alter an sich zu arbeiten und etwas zu verändern, vor allem, wenn es auf Kosten des anderen geht.
 
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  • #27
ich lasse mich nun nach 19 Jahren scheiden....
Den Respekt habe ich vor langer Zeit schon verloren. Ich habe keinen Partner auf Augenhöhe, ich habe ein zusätzliches Kind, das verzogener ist, als meine wirklichen Kinder.

...seit ich diese meine Absicht geäußert habe, bewegt sich der Herr!

Das verhindert nun nicht die Trennung, sondern das verstärkt noch meinen Wunsch nach einem baldigen Ende dieser "Beziehung".

Also sie hatten bereits den ENTSCHLUSS gefasst sich nach 19 Jahren (!) scheiden zu lassen und teilten Ihrem Mann, den Sie bereits seit Jahren nicht mehr respektieren (jaja ich weiß schon, ein Mann ist ja zu doof um das zu merken) aber nur eine Trennungs -ABSICHT mit.
Daraufhin ändert er sich umgehend weil er sie schließlich liebt, was Sie aber nicht darüber nachdenken lässt 19 Jahre Ehe gemeinsam retten zu wollen, sondern aus Trotz wird Ihr Wunsch nach Trennung nur noch größer.

Entschuldigen Sie bitte, aber wer war das Kind in der Geschichte?!

Sie waren zu unreif um eine erwachsene Entscheidung zu treffen, ob sie mit einem chaotisch veranlagtem Menschen, der es immerhin geschaft hat Sie und seine Kinder zu ernähren, zusammenleben wollen oder nicht.
Aus Ärger über sich selbst, weil Sie das nicht kommunzieren konnten (weder mit ihm noch mit sich selbst!) hauen Sie jetzt zum großen Rundumschlag aus.
Ferner waren Sie nicht in der Lage ,19 Jahre lang zu Ihren eigenen Ansprüchen an ein Zusammenleben zu stehen, geschweige denn die Ernsthaftigkeit Ihres Anliegens ihrem Partner vernünftig zu vermitteln (sonst hätte er es eben versucht zu ändern, wie er es jetzt ja auch macht).
ER ist jetzt aber das Kind und das nur aufgrund einer Charaktereigenschaft welche er offensichtlich nie verheimlicht hat, aber die Ihnen einfach nicht gefällt- na Bravo.

L
 
G

Gast

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  • #28
Und auch ich kam mir veräppelt vor, geht also doch. Warum konnte er sich nicht schon vorher bewegen und mit anpacken?

Weil es eigentlich nicht seinem Naturell entspricht und er es nur Ihnen zu Liebe geändert hat.
Das ist so als ob sie nicht auf Oralsex stehen und bevor er Sie verlässt es dann eben wiederwillig doch machen - wie würden Sie sich denn dann fühlen, wenn er auch noch auf sie einhakt und sagt "Aha, geht also doch"?!
Natürlich "geht" es...
Und ich will nicht wissen, wieviele Frauen hier nörgeln, die aber selbst nur Halbzeit oder garnicht arbeiten, sprich es Ihr JOB ist für all das zu sorgen.
 
G

Gast

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  • #29
@ 23 + 25

Ich versuche Ihnen einmal meine Sicht anhand eines Beispieles aus dem Sexualleben zu erklären, in der Hoffnung, dass Sie sich dann einmal in Ihre Partner hineinversetzen können:

Wenn ein Mann jetzt eine Vorliebe (keinen Fetisch) für Analverkehr hat und lernt eine Frau kennen, deren Naturell diese Sexualpraktik nicht entspricht, kann sich der Mann entscheiden, ob er damit Leben kann oder nicht.
Nehmen wir an, er hat für sich entscheiden, dass er es auch ohne diesen Anspruch leben kann.
Er macht während der Beziehung trotzdem immer wieder Andeutungen und Asnpielungen darauf.
Jetzt merkt er nach 3 oder 19 Jahren, dass er sich geirrt hat und sagt der Frau "Also entweder bekomme ich jetzt das, was ich möchte, oder ich gehe".
Weil die Frau Ihren Mann nicht verlieren möchte, entscheidet Sie sich dazu, entegegen Ihrem Naturell, "es" eben zu machen.
Daraufhin ist der Mann erbost und sagt "Jetzt gehe ich erst recht, denn du hast mich die ganzen Jahre ja nur an der Nase herumgeführt, es wäre ja doch gegangen!".
Na, wie erwachsen und Partnerschaftlich klingt die ganze Geschichte denn jetzt für Sie?
Nicht mehr so klasse oder?

Hinzu kommt, dass man sich bei Ihrem Problem mit der Ordnung ja noch auf einen Kompromiss einigen könnte, indem man eine Putzfrau engagiert (Im Falle, dass die Frau nicht nur Hausfrau ist, was beinhalten, dass der Haushalt Ihre Aufgabe ist, also das Pendant zum Job des Mannes).
Diesen Kompromiss gäbe es bei Sexualpraktiken nicht sondern der Mann müsste entscheiden wie wichtig ihm diese Sexualpraktik ist und ob er lieber darauf oder eben auf die 19 Jahre Ehe verzichtet.

Unterm Strich geht es mir darum, dass man durchaus für sich entscheiden kann, mit welchen Bedingungen man leben kann und welchen nicht.
Den Partner, der aber eben ein anderes Naturell hat als man selbst, deswegen verbal nieder zu machen, halte ich für unangebracht, sein sogar für falsch.
 
  • #30
Ich finde nicht, dass LAT (getrennte Wohungen) eine Lösung wären.
Mein Freund lässt seinen Teller bei mir genauso stehen, wie bei sich. Oder er vergiss seinen Handy auf halben Wege zu mir, so dass er nochmal zurück fahren muss. Und ich ärger mich genauso über eine schmutzige Küche, auch wenn es nicht "meine Küche" ist.
Finde eher, eine gemeinsame Wohnung von Vorteil. So kann man evtl einen gemeinsamen Haushaltsplan erstellen oder eben eine Kiste aufstellen, in die man Gegenstände (die er rumliegen lässt) hineinwirft- GENAU WEIL es eben nun auch meine Wohnung ist.
Entweder man arrangiert sich eben mit den sehr speziellen Gewohnheiten oder man lässt es gleich.
Nach 19 Jahren Beziehungen führen sicherlich noch andere Gründe zur Trennung. Vielleicht, weil man generell keine Lust mehr auf den Partner hat, aber nicht, weil man fast 20 Jahre seine Unordentlichkeit ertragen musste und plötzlich nicht mehr damit klar kommt.
 
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