• #1

Hochsensibel = Hemmschuh für Partnerschaft?

Ich (m, 40) würde mich als hochsensiblen Menschen bezeichnen. Leider hat das in meinen bisherigen Partnerschaften nach einer intensiven Phase der Verliebtheit (bis so etwa ein halbes Jahr) immer wieder zum Abbruch der Partnerschaft (wenn man das nach einem halben Jahr so sagen kann) geführt. Dann, wenn mir oder meiner Partnerin die gegenseitig erbrachte Aufmerksamkeit zu viel oder zu wenig wurde und sie oder ich mich zurückgezogen haben.
In den letzten Jahren habe ich wirklich versucht, dem etwas entgegenzusetzen, und mich emotional von Dingen, die ich an meiner Partnerin nicht beeinflussen kann, abzugrenzen. Eben locker an die Sache rangehen und erstmal Spaß miteinander haben....
Offensichtlich funkt es immer nur bei Frauen, die ähnlich sensibel sind wie ich. Und dann läuft es immer nach dem gleichen Schema ab. Seitdem ich hier in diesem Forum angemeldet bin, habe ich so einige Frauen kennengelernt, und immer ist es trotz großer Zuneigung über das Verlieben und dann den Abbruch des Kontakts nicht hinausgekommen. Wobei ich mittlerweile wirklich versuche, die Flinte nicht gleich ins Korn zu werfen.
Frauen, die nicht so einfühlsam und dafür vielleicht unkomplizierter sind, finde ich einfach nicht attraktiv und umgekehrt ist das wohl genauso...
Ich würde mich schon als frustrationsfest bezeichnen, doch mittlerweile haben sich zu viele Hoffnungen als Seifenblasen erwiesen.
Liebe sensible Frauen und Männer, gibt es unter Euch welche, die ähnliches erlebt und trotzdem irgendwann Glück hatten? Das würde mich moralisch gerade sehr aufbauen....
 
A

ak18

Gast
  • #2
Meiner Meinung nach hat dies nichts mit Hochsensibel zu tun, sondern mit der Ernsthaftigkeit und der Art der Nähe (die vielleicht schon in Richtung klammern geht?), die du in der Partnerschaft leben willst.

Es mag sein, dass du verschiedene Bedürfnisse deiner Partnerin wahrnimmst und andere aber nicht. Natürlich kommt nach einer rosaroten Phase, in der man nicht voneinander lassen kann, schleichend wieder eine Zeit, ab der man sich wieder mehr auf sich besinnt.

Dieses Bedürfnis ist bei dir vielleicht nicht ganz so hoch, wie bei den Frauen, mit denen du bisher zusammen warst. Aber auch hier gilt es eine Sensibilität für die Bedürfnisse der Frau zu entwickeln. Und wenn du mit diesen Bedürfnissen nicht klar kommst, ist es einfach die falsche Frau für dich.

Es stimmt. Frauen sind glücklicherweise selbständige Wesen und vielen ist ihre Freiheit und die oft damit verbundene Lockerheit mehr Wert, als die Geborgenheit in der Beziehung mit einem ernsthaften Partner. Beziehung light ist schwer in Mode. Es gibt aber auch andere.
 
  • #3
Frauen, die nicht so einfühlsam und dafür vielleicht unkomplizierter sind, finde ich einfach nicht attraktiv und umgekehrt ist das wohl genauso...

Ich denke, Du kreist zu sehr um Dich selbst. Außerdem vermute ich, Du blockst innerlich ab und möchtest keine Beziehung, die über ein halbes Jahr hinausgeht. Bewusst oder unbewusst. Dann kannst Du Deine negative Vorahnung mit "Ich habs doch gewusst", bestätigen.
Mit hochsensibel hat das nichts zu tun. Eher mit pessimistisch.
Außerdem wertest Du Frauen ab. Bewusst oder unbewusst. Frauen, die Dir unkompliziert erscheinen, unterstellst Du, nicht so sensibel wie Du zu sein. Du schreibst Dir also Sensibilität auf die Fahne, die Du Frauen absprichst. Hier ist für mich der Knackpunkt. Frage Dich mal, warum Du das machst. Hat das vielleicht mit einer bestimmten Frau zu tun und die Erfahrung überträgst Du nun auf alle anderen Frauen?
 
  • #4
Aus meiner Sicht ist Hochsensibilität ein Fluch und ein Segen in einer Partnerschaft.

Segen, weil man seismographisch spürt, wie es dem Partner geht, was er sich wünscht - und dann mit Leichtigkeit das Richtige sagen oder tun kann, so dass er sich wohl fühlt.

Fluch, weil man das dann oft - zu oft - auch tut, sich verbiegt und irgendwann nicht mehr weiter kann.

Bist Du sicher, dass Deine Probleme auf die Sensibilität zurück zu führen sind? Oder nicht vielleicht auf die Phänomene "Klammeräffchen" und "Prinzessin auf der Erbse" - ggfs. von beiden Seiten?

Dass die gegenseitige Aufmerksamkeit zu viel oder zu wenig ist, passiert aus meiner Sicht bei Hochsensititvität eines Partners kaum, da er sich ja ganz leicht immer auf die subtilen Signale des Anderen einstellen kann. Das kann dann über lange Zeit hinweg gut gehen.

Bitte schildere doch noch einmal genau, wann und wie es anfängt schief zu laufen. Da scheint es durchaus ein Muster zu geben - nur welches?
 
G

Gast

Gast
  • #5
Du müsstest jetzt mal genauer definieren, was Du unter hochsensibel verstehst..und was unter weniger einfühlsam und unkompliziert. Und wie sich die unterschiedlichen Vorstellungen von Nähe und Distanz dann in den Beziehungsversuchen darstellten. Die Anfrage ist einfach zu wenig konkret.

w
 
  • #6
Sensibel zu sein, bedeutet, vieles wahrzunehmen.
Auf Partnerebene also, zu erkennen, wann du forsch oder zurückhaltend sein solltest. Zu erkennen, was ihre Bedürfnisse sind und dann z.B. nicht zu klammern, wenn sie viel Freiheit braucht.
Zu erkennen, was du sagen solltest und was besser nicht oder wie.
Menschen, die das alles sehr gut können, dürften in Partnerschaften und auch bei allen anderen sozialen Kontakten kaum Schwierigkeiten haben.
Wenn du sogar hochsensibel bist, merkst du also immer, was deine Partnerin möchte und fühlt und es wird nie Mißverständisse geben.

Meistens meinen Leute, die sich als sensibel bezeichnen, aber etwas anderes. Sie drücken es positiver aus, aber es läuft darauf hinaus, dass sie alles auf die Goldwaage legen, schnell beleidigt sind und viel Verständnis fordern.
Nach meiner Erfahrung wollen diese Leute immer ganz viel über ihre Gefühle reden ( 'klärende Gespräche', Therapien ) und heulen bei jedem Mist.
Falls es also eher das bei dir ist, dürftest du in Beziehungen und auch allen anderen sozialen Kontakten Schwierigkeiten haben.

Wie siehst du dich ?
Gibst du besonderes viel und hast du selbst besonders viele Bedürfnisse ?

w 48
 
G

Gast

Gast
  • #7
  • #8
Nun! Bei mir war es so, dass ich vor einiger Zeit noch sensibel reagiert habe, wenn mir meine jetzige Partnerin, so ganz ohne Verpackung und gerade heraus ihre Meinung an den Kopf gehauen hat. Das kannte ich so nicht und hat mich anfänglich sehr geschockt ! Und geschmeckt hat mir das schon gar nicht! Grins... Aber da ich ja mittlerweile bereit bin auch andere Sichtweisen als korrekt gelten zu lassen, wieder grins..... Kann ich damit sehr gut umgehen und begrüße es sogar. Jedoch gehen wir dennoch sehr respektvoll damit um. Das lustige dabei ist. Es gibt diese Momente nicht mehr , wo einer oder beide länger beleidigt ist. Sehr angenehm. Es knallt kurz und dann wird es geklärt. Danach lachen wir wieder und gut ist.
M44
 
  • #9
Was Du beschreibst, ist nicht "hochsensibel" (kannst Du trotzdem sein, aber es ist nicht aus Deinem Beitrag zu lesen)

Du gehst mit Illusionen in Partnerschaften und scheinst jemanden zu suchen, der Dich hundertprozent versteht oder Deine rosa Brille hundertprozent erfüllt.

In den letzten Jahren habe ich wirklich versucht, dem etwas entgegenzusetzen, und mich emotional von Dingen, die ich an meiner Partnerin nicht beeinflussen kann, abzugrenzen.
Natürlich soll man sagen, wenn man verletzt wird durch eine Verhaltensweise. Aber da musst Du unterscheiden lernen, was Dich verletzt, weil Du Dich nicht abgenabelt hast und das würde bedeuten, dass die Partnerin sich Deinetwegen verbiegen muss, damit Du bloß nicht wieder drauf gestoßen wirst, und was wirklich verletzend ist, weil die Frau eine unentwickelte Charaktereigenschaft hat. Im ersten Fall musst Du an Dir arbeiten, im letzten Fall Dich trennen, wenn die Frau ihr verletzendes Verhalten nicht abstellt. Z.B. wenn Du Dich verletzt fühlst, weil mal jemand über Dich lacht, weil Du in einer Situation komisch aussahst, musst Du cooler werden. Wenn Du Dich verletzt fühlst, weil Dich jemand bloßstellt und sich dann über Dich lustig macht, würde ich das nicht hinnehmen.

Ich würde mich schon als frustrationsfest bezeichnen
Wenn man sich nach einem halben Jahr wieder trennt und schreibt, was ich oben schon zitiert habe, ist man definitiv nicht frustfest, sondern hat auch überzogene Erwartungen daran, was ein anderer Mensch sein kann. Das ist immer noch ein anderer Mensch mit Macken. So wie Du auch Deine hast. Beide Seiten brauchen Toleranz. WIE tolerant Du sein kannst, musst Du durch Erfahrungen mit Dir selbst klären durch Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Du hast nun nicht geschrieben, was Dich so zu Trennungen bewegte und was Dir die Frauen, die sich trennten, als Grund sagten. Das wäre vielleicht aufschlussreich.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Es wäre ganz gut zu wissen, welche Eigenschaften du dir als hochsensibel zuschreibst...
Erfahrungsgemäß nehmen zwei Kategorien von Menschen den Begriff für sich in Anspruch.
Hochsensibel in Bezug auf das Erkennen der Emotionen anderer.
Oder
Hochsensibel in Bezug auf sich selbst. Jedes Wort auf die Goldwaage legend, schnell emotional austickend. Dramaqueens.
 
G

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Gast
  • #11
Als Mann besonders sensibel ist sicherlich ein eine Problem, mit dem eine guter Teil der Frauen schlecht umgehen kann.

Fast alle wollen empathische Männer, aber hauptsächlich, damit diese sehr sensibel für die Sprache und Gefühlswelt der Frauen sind; nicht aber als Männer womöglich mehr mit sich selbst beschäftigt sind, als die Frauen selbst.

Ich vermute aber auch, Du bist bisher gar nicht an besonders sensible Frauen geraten sondern an ganz normale Frauen. Alle Frauen, die ich kenne sind sehr sensibel. Da sind vermutlich ganze Welten, die meinem überwiegend unemotionalen Verstand niemals zugänglich sein werden.

Frau fühel viel, das ist dem Geschlecht eigen.Finde ich zwar auch nicht so toll und genauso gut könnte ich mich über das Wetter aufregen.

Nimm es einfach hin und lebe mit den Frauen wie sie sind.
Antwort auf Deine Frage:
Ja sie sind sensibel und manch einer (aber weniger als die Hälfte der Männer) ist in der Lage, den Großteil ihres Lebens mit einer Partnerin zu verbringen. Du auch. Du müsstest schon gewaltige Vorzüge als Mann haben, damit Frauen da langfristig drüber hinweg gucken und sich um Dich kümmern....
 
  • #12
Vielleicht hast Du einfach schwache Nerven hinsichtlich Beziehungen und daher gehen Dir viele Dinge schnell zu sehr "auf die Nerven". Dann ist man natürlich nicht mehr frustrationstolerant. (z.B. betreffend zu wenig Distanz für dich - bzw. zu viel Distanz für dich; oder einzelne nervige Eigenschaften der Frau.)
Oder, andere Möglichkeit: Du verwechselst jedes Mal das rein körperliche Begehren mit Verliebtheit, dabei ist es gar keine. Ist man wirklich ernsthaft verliebt, dann ist man mMn automatisch sehr tolerant und fragt lieber tausend Mal nach bei Irritationen, als dass man die Flinte ins Korn wirft. Du schreibst ja, dass Du schon oft verliebt warst, das scheint mir in diese Richtung zu weisen. Denn ich kenne es von mir so, dass ich zwar sehr oft "geschwärmt" habe, jedoch nur extrem selten im Leben verliebt war. Schwärmen, Begehren - das reicht nicht, um sich wirklich mit einer Frau "zusammenraufen" zu wollen.
 
  • #13
Liebe sensible Frauen und Männer, gibt es unter Euch welche, die ähnliches erlebt und trotzdem irgendwann Glück hatten?
Dieses Problem haben doch alle, da bist du nicht der Einzige! Das erleben doch sehr viele Menschen in der Partnerbegegnung! Enttäuschung erleben pur, weil es eben von Anfang an nicht gepasst und nicht gestimmt hat. Sensibel oder weniger Sensibel, es passiert genauso! Wenn es passt, dann passt es, für beide Gruppen! Manche haben das Glück alsbald das passende Gegenstück zu finden, manche nach Jahren und/oder nach vielen Beziehungsenttäuschungen und manche bleiben ein Leben lang alleine, so ist das halt mal! Geduld und Ausdauer ohne Verkrampfung ist hier angesagt, nicht mehr und nicht weniger, damit haben auch so einige Probleme damit! Viel Glück weiterhin!
 
  • #14
Guten Tag,

heute wende ich mich an alle Leser dieses Forums.
Mein HSP Testergebnis lag weit über der maximalen Punktzahl.
Es wäre schön, wenn mir jemand behilflich sein könnte.
Gibt es Fachliteratur oder gar einen Leitfaden?
Das Leben ist kein Ponyhof! Je sensibler umso anstrengender ..........
Sonnige Grüße an Euch
 
  • #15
Vorab:
Das Thema Hochsensibilität und Partnerschaft ist ein heißes Eisen..... Eine Beziehung ist ein dynamisches System. das Thema ist viel zu vielschichtig, um alle Aspekte im Eröffnungsthread zu beleuchten. Deshalb eine Bitte: den TE nicht als "Prinzen auf der Erbse" hinstellen.

Hochsensible nehmen viel von ihrer Umwelt wahr und werden davon emotional stark beeinflusst, auf der anderen Seite haben sie einen schlechten Zugang zu sich selbst. Sie nehmen die eigene Gefühle zunächst nur diffus wahr.... und wenn sie geklärt sind, ist das Thema schon lange um die Ecke.

Daher werden Irritationen übergangen, scheinbar toleriert, auf Verletzungen oder übergriffiges Verhalten nicht eingegangen. So wird das "Emotionsfass" voll und voller und läuft irgendwann über. Die Gratwanderung, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und gleichzeitig die eigenen Grenzen zu erkennen und zu wahren, fällt Hochsensiblen extrem schwer.

Am Anfang einer Beziehung sind die Antennen auf Empfang gestellt, man versucht sich anzupassen. Und bis man kapiert hat, was da läuft, hat man sich verbogen.... ich denke, das ist beim TE nach einem halben Jahr der Fall.

Schon für nicht Hochsensible ist es schwierig, einen Partner mit passenden Qualitäten zu finden...m.E. wichtig für Hochsensible: jemanden mit Geduld, Toleranz UND Sensibilität (NICHT hochsensibel!), nicht dominant und nicht manipulativ. Verlieben möchte man sich auch noch....also eine nicht ganz einfache Aufgabe ;-)

Ich drücke, dem TE jedenfalls die Daumen. Nur Mut - ich habe mein Gegenstück gefunden!!!
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #16
Was Wikipedia dazu sagt:
"HSP fallen in der Gesellschaft zusätzlich dadurch auf, dass sie selbst scheinbar unbedeutenden Sachen große Bedeutung beimessen. Der Hang zur Gewissenhaftigkeit und Detailverliebtheit sowie die Wertschätzung der sozialen Kommunikation erfordern Zeit, Akribie und eine ruhige Atmosphäre, die nicht immer gegeben ist. Bei Leistungsdruck und Tätigkeiten, die schnelle Entscheidungen fordern, sind die HSP sehr häufig überfordert, eben aufgrund der Unmöglichkeit der geistigen Reduktion auf nur eine Aufgabe oder einen Wahrnehmungsbereich."
Mal abgesehen davon, das die Einordnung "hochsensibel "schon sehr schwierig ist, gibt es leider auch unter den HSP einige, die aus völlig zerrütteten oder verletzenden Elternhäusern stammen. Das ist dann eher das Kernproblem:
..sie sind ( zusätzlich?)Beziehungsgestört..
bist du dir sicher mit HSP? Wer hat das festgestellt?
Das andere Problem ist, das dann eben reflexartig gesagt wird:
Ich bin aber so .. und somit keinerlei Selbstreflexion da ist.
Was machst du denn so im Stress? Schreist du rum, bist du autoagressiv, oder aggressiv... sitzt du am Boden und weinst wie ein Schlosshund? Steigerst du dich in Gefühle derart rein, das du Tage nicht aus einem eigentlich harmlosen Streitthema kommst...
-- wenn ja-- dann wundert mich dein Misserfolg nicht.
Ich war in einer Beziehung mit einem Mann, der wohl hochsensibel, vielleicht auch ein Borderliner ( sagte sein Therapeut ) oder einfach nur ein hoch anstrengender Zeitgenosse war.
Vor mir hielten seine Beziehungen ungefähr max. ein Jahr, mit mir auch. Danach ist er mit einer älteren Frau ( +16 Jahre) zusammengekommen, die ihn zu führen weiss. Sie sind jetzt 6 Jahre zusammen.
Wobei ich keinen Schimmer habe, wie diese Beziehung innen aussieht, wie sie miteinander agieren.
Er macht Psychotherapie, nun seit 7 Jahren, dass weiss ich.
 
  • #17
Bitte schildere doch noch einmal genau, wann und wie es anfängt schief zu laufen. Da scheint es durchaus ein Muster zu geben - nur welches?
Du hast nun nicht geschrieben, was Dich so zu Trennungen bewegte und was Dir die Frauen, die sich trennten, als Grund sagten. Das wäre vielleicht aufschlussreich.
Das mit der Sensibilität möchte ich beim Kennelernen ja überhaupt nicht an die große Glocke hängen. Doch genauso wie ich einfach sehr empfänglich für Zärtlichkeiten, kleine liebevolle Gesten und Anteilnahme bin , so sehr achte ich auf die Empfindungen meiner Partnerin und bin darauf bedacht, sie durch mein Verhalten nicht einzuengen oder zu verletzen. Was eben nicht heißt, daß ich klammer.
Daß meine Gedanken dabei häufig kreisen und ich mir dabei häufig erst einmal klar werden muß, was in mir abläuft, macht mir zu schaffen und trägt sicherlich dazu bei, als sensibel wahrgenommen zu werden.
Anfangs bekomme ich zu hören, wie toll es sei, einen so gefühlvollen Mann gefunden zu haben, der so einfühlsam, verbindlich und leidenschaftlich ist. Schnell wird es dann intim und bekommt, obwohl ich es nicht einfordere, einen verbindlicheren Charakter (Kinder, Familie, Freunde kennenlernen). Irgendwann, und ich kann gar nicht benennen, wann genau, kippt es dann. Sobald ich das Gefühl habe, die rosarote Brille weicht der Normalität, spüre ich, wie meine Partnerin sich mir entzieht. Dann heißt es, soviel Gefühl bzw. Emotionen von beiden Seiten sei vielleicht doch nicht das richtige und es gibt bestimmt andere Frauen, die mir besser tun. Trotz Liebe. Dann Bedauern von beiden Seiten, Kontaktabbruch, Schluß....
Einige Frauen, bei denen es gefunkt hat, haben sich nach mehreren schönen Treffen und Faszination füreinander letztlich immer wieder zurückgezogen. Das verstehe ich unter kompliziert...
Bei weniger auf mich faszinierend wirkende Frauen, die direkt und unkompliziert zur Sache kommen, fühle ich mich durch die Anhänglichkeit schnell erdrückt und gar nicht richtig wahrgenommen.
Vielleicht sind Wunschdenken und Realität bei mir tatsächlich meilenweit auseinander.
 
  • #18
Unabhängig von Hochsensibel oder nicht, Partnerschaft an sich hat auch ihre Phasen. Ich bin eine "geradeaus" Frau. Beleidige keinen, nur wenn ich ein Problem habe, teile ich es auch mit, damit es direkt (wie auch immer) geklärt ist. Meinen Mann hat es in seinem Ego verletzt, er packte in den ersten 2 Jahren zig Mal seine vier Sachen, zog bei mir zig Mal aus und kam wieder zurück. Wir haben nämlich immer heisse Diskussionen. Und dann ist er endgültig bei mir eingezogen. Es hat sich nichts verändert. Heisse Diskussionen gibt es immernoch und Probleme spreche ich immernoch direkt an. Das ist überhaupt kein Grund eine Beziehung zu beenden. Mehr noch, es ist ein Lebenselexier unserer Beziehung. Dafür sagt er immer, wenn ich nicht gekocht habe (und das kommt oft vor), dass ich eine schlechte Frau bin. Toll, am Anfang hat mich das auch gekränkt, weil er Recht hat, aber er ist bei mir zig mal wieder eingezogen, und ist seit 7 Jahren da, jeder Zeit könnte er gehen. Nur eine Idiotin würde diese oder ähnliche Kommentare noch zu Herzen nehmen. Anscheined habe ich mehr an mir, als nur gute Frau zu sein ))))

Uns kränkt gross nichts mehr so schnell.

Gibt doch Beziehungen eine Chance. Man ist mit 18 und auch mit 40 nicht vertiggeformt. Beziehung ist eine Möglichkeit zur Selbstentwicklung, Kein spiritueller Guru ist effektiver.
 
  • #19
Hier müßte geklärt werden, wie sich die Hochsensibilität konkret äußert. Ich gelte auch als sehr sensibel, abso kann Dinge bereits wahrnehmen und Zusammenhänge erkennen, von denen andere noch nichts ahnen würden. Das bezieht sich nicht nur auf Frauen, sondern ganz allgemein.

Das ist bei Frauen nach meinen Erfahrungen sogar erwünscht. Das kann somit nicht das eigentliche Hindernis sein.

Meine letzte sehr hochsensible Partnerin beklagte sich über meine sachliche Art und forderte Aufmerksamkeit geradezu ein. Sie selbst gerierte sich jedoch als regelmäßig als Grobklotz. Vermutlich, um ihre Hypersensibilität verbergen zu können.

Ich würde somit sogar sagen, daß zwei hypersensible Menschen eher nicht zusammenpassen, da schon harmlose Mißverständnisse bereits schwere Konflikte heraufbeschwören können.
 
G

Gast

Gast
  • #20
Ich halte ehrlich gesagt nicht viel von diesem Hochsensibilitäts-Hype. Dass manche Menschen für bestimmte Reize etwas feinere Antennen haben mögen als andere, will ich gar nicht abstreiten. Aber so zu tun, als gäbe es quasi eine Dichotomie von "Normalen" auf der einen und "Hochsensiblen" auf der anderen Seite, erscheint mir ziemlich fragwürdig. Umso mehr, als Menschen, die sich selbst dieses Label verpassen, häufig zu einer mehr oder weniger offenen Abwertung der "Normalen" neigen. So nach dem Motto: ach, ich bin ja so feinfühlig; ich hab es schwer in dieser Welt unter all den abgestumpften Grobianen.

Jetzt mal etwas überspitzt ausgedrückt. Damit will ich dein Problem nicht kleinreden; ich möchte nur davor warnen, sich auf solchen hippen Mode-Diagnosen auszuruhen. Das passiert nämlich leicht. Man kann es sich in solchen selbst geschaffenen Schubladen sehr bequem einrichten. Mir ist auch nicht klar, worin genau du den Einfluss gesteigerter Sensibilität auf deine Beziehungsdynamiken siehst.

Damit man dir konkrete Tipps geben kann, müsstest du etwas genauer beschreiben, was in deinen Beziehungen abgelaufen ist. War das Nähe-Distanz-Bedürfnis unausgeglichen? Wurde nicht konstruktiv kommuniziert? Konntest du bzw. konntet ihr nicht damit umgehen, dass die Schmetterlinge im Bauch irgendwann weniger werden? Brauchst du immer einen neuen Kick?
 
  • #21
Sorry lieber FS, dass ich dich weiter oben nicht ernst genommen habe.
Wahlmünchner hat es unter #15 jetzt mal erklärt, dass es sich bei 'hochsensibel' offenbar um einen definierten Begriff handelt und eine psychische Störung meint.
Ich hätte ja auch selbst mal googlen können, aber ich war nicht auf die Idee gekommen, dass hinter diesem ziemlich belanglos klingenden Wort etwas pathologisches steckt.

Nun, ich denke, Menschen mit Behinderung haben es immer etwas schwerer im Alltag und eben auch in Beziehungen.
Erneut: sorry.

w 48
 
G

Gast

Gast
  • #22
Einige Frauen, bei denen es gefunkt hat, haben sich nach mehreren schönen Treffen und Faszination füreinander letztlich immer wieder zurückgezogen. Das verstehe ich unter kompliziert...
Bei weniger auf mich faszinierend wirkende Frauen, die direkt und unkompliziert zur Sache kommen, fühle ich mich durch die Anhänglichkeit schnell erdrückt und gar nicht richtig wahrgenommen.
Vielleicht sind Wunschdenken und Realität bei mir tatsächlich meilenweit auseinander.
Das ist dann aber doch ein Nähe-Distanz-Problem. Die, die Du willst, ergreifen die Flucht, und bei denen, die Dich wollen, ergreifst Du die Flucht. Ich denke, ich würde mal den Drive rausnehmen und mal vorsätzlich andere Ebenen pflegen, die mit der Mann-Frau-Beziehung nicht unmittelbar was zu tun haben. Und bei der Partnersuche darauf achten, dass es beispielsweise auch intellektuell und kulturell stimmt. Und dann langsam weitersehen. Dafür ist das Online-Dating aber eher ungünstig.

.
 
  • #23
Anfangs bekomme ich zu hören, wie toll es sei, einen so gefühlvollen Mann gefunden zu haben, der so einfühlsam, verbindlich und leidenschaftlich ist. Schnell wird es dann intim und bekommt, obwohl ich es nicht einfordere, einen verbindlicheren Charakter (Kinder, Familie, Freunde kennenlernen). Irgendwann, und ich kann gar nicht benennen, wann genau, kippt es dann. Sobald ich das Gefühl habe, die rosarote Brille weicht der Normalität, spüre ich, wie meine Partnerin sich mir entzieht.

Unabhängig von Hochsensibel oder nicht, Partnerschaft an sich hat auch ihre Phasen.

Da liegt evtl. der Hase im Pfeffer.... geht eine Beziehung in die nächste verbindlichere Runde besinnt sich der Partner wieder auf sich bzw. den Alltag. Ein HSPler empfindet das stärker als "Normalos", fühlt sich zurückgewiesen. Damit kann er nicht gut umgehen. Er kämpft um mehr Beachtung (einfordern, klammern, diskutieren) oder streicht präventiv die Segel. Kommt beides nicht gut an...

Vielleicht solltest du dir einfach mehr Zeit lassen... in Ruhe für dich deine Gefühle und Gedanken sortieren, definieren, was DU willst und dich bewusst nicht von deinen Gefühlen überrollen lassen. Motto: entdecke die Langsamkeit und dein eigenes Tempo. Den Partner solltest du es allerdings wissen lassen, warum du gerade etwas auf die Bremse trittst. Er muss es ja nicht nachvollziehen können, aber zumindest akzeptieren.

Nun, ich denke, Menschen mit Behinderung haben es immer etwas schwerer im Alltag und eben auch in Beziehungen.
Erneut: sorry.

HSP ist übrigens weder krankhaft noch eine Behinderung - und die wenigsten Betroffenen sind stolz drauf!

Ich selbst bin auf das Thema Hochsensibilität gekommen, weil mich seit Jahrzehnten ein normaler Arbeitstag extrem anstrengt und ich regelmäßig um 21 Uhr auf der Couch umkippe. Nachdem ich mich etwas mit dem Thema beschäftigt habe sind mir viele Dinge klar geworden - warum ich so bin wie ich bin...in allen Lebensbereichen. Es kostet sehr viel Kraft, Nerven und Schmerz, sich anzupassen. Ich persönlich würde gerne entspannter leben in einer dickfelligeren Welt!

w 48
 
  • #24
Lies mal das Buch "Zart besaitet" von Georg Parlow. Da geht es um das Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen.
 
  • #25
Ich hätte ja auch selbst mal googlen können, aber ich war nicht auf die Idee gekommen, dass hinter diesem ziemlich belanglos klingenden Wort etwas pathologisches steckt.

Nun, ich denke, Menschen mit Behinderung haben es immer etwas schwerer im Alltag und eben auch in Beziehungen.

Pathologisch? Behinderung? o_O
Naja, wenn man es so sehen will ...

Ich fühle mich keineswegs behindert oder krank. Es ist halt eine spezielle Ausprägung der Funktionen des Nervensystems. Nicht besser und nicht schlechter als bei Nicht-HSPs. Nur anders. Hat ja auch nicht jeder schwarze Haare oder blaue Augen.
 
  • #26
Das mit der Sensibilität möchte ich beim Kennelernen ja überhaupt nicht an die große Glocke hängen.
Das käme auch komisch, wenn Du sowas sagen würdest.
Doch genauso wie ich einfach sehr empfänglich für Zärtlichkeiten, kleine liebevolle Gesten und Anteilnahme bin , so sehr achte ich auf die Empfindungen meiner Partnerin und bin darauf bedacht, sie durch mein Verhalten nicht einzuengen oder zu verletzen.
Das klingt alles sehr angestrengt. Was heißt, Du achtest drauf? Interpretierst Du ihr Verhalten, ohne wirklich zu wissen, was sie meint? Ziehst Du Dich zurück in der Annahme, sie wollte das jetzt, und eigentlich willst Du das? Gefühlsbetonte Menschen manipulieren oft andere, um an ihre Ziele zu kommen.

Ich finde es sehr schön, wenn einer auf die Bedürfnisse des anderen achtet. Es gibt auch Menschen, die sensibler sind als andere, außerdem gibt es verschiedene charakterliche Bereiche, in denen man sensibler als andere sein kann. (manche haben das verbal und fühlen sich durch grobe Ausdrücke verletzt, werden selber auch nie laut, andere sind gefühlsmäßig sensibler und können spüren, wie jemand sich fühlt. Das tritt auch unabhängig voneinander auf.)

Ich könnte mir auch vorstellen, dass Du die Leute verwirrst. Auf der einen Seite erzeugt es große Verbindlichkeit, wenn jemand sich emotional sehr einstellt. Was viele "Nicht-so-sensible" nicht wissen ist, dass das Energie kostet. Also denkt so ein Partner, dass das immer so funktioniert und der Sensible keinen Abstand braucht, um mal seinen eigenen Belangen nachzugehen. Wie ich das sehe, kommen bei manchen Deiner Frauen dann die Versuche, die noch fester zu binden, weil sich alles so reibungslos und perfekt anfühlt.

Dann musst Du eine Frau finden, die das genauso zurückgeben kann und dabei bedenken, dass niemand für Dich maßgeschneidert ist. Allerdings scheint es, als hättest Du die, die Du schon hattest, immer irgendwie verschreckt. Haben die mal ne Begründung gegeben? Hast Du mal gesehen, was für Typen sie nach Dir hatten?
 
  • #27
bist du dir sicher mit HSP? sitzt du am Boden und weinst wie ein Schlosshund?.
Also so extrem ist das bei Weitem nicht und die Kindheit war auch gut..
Lange Zeit konnte ich mir nicht erklären, warum mir nahestenden Menschen auffällt, daß ich so starke Stimmungsschwankungen habe, obwohl ich mich selbst nach aussen als total beherrscht empfinde und in keiner Weise agressiv und laut werde und bei Auseinandersezungen als Dritter sogar als Ruhepol wirke. Dass ich zurückliegenden Dingen gedanklich so hinterherhänge, wenn andere längst darüber hinweggekommen sind, trifft es ganz gut. Und das trifft nicht nur beim Thema Partnerschaft zu, auch in allen anderen Situationen meines Lebens. Durch Training bzw. Therapie habe ich das für mich ganz gut in den Griff bekommen, bei Partnerschaft stoße ich allerdings an meine Grenzen.
Und mich trifft es hart, daß das von meinen Partnerinnen in schönen Momenten wohl als tolle Eigenschaft empfunden wurde, im rauhen Alltag und nach der rosa Brille aber als belastend. Konkret zum Beispiel erzählte mir eine Partnerin von ihren schlechten Erfahrungen mit ihrem Ex und wie sie sich nach einem gefühlvolleren Mann wie mir sehnte und jetzt überglücklich sei. Selbst war ich dadurch erst geschmeichelt, aber auch betroffen und habe mir überlegt, was ich denn besser machen könnte. Als mir das zuviel wurde und ich lieber über uns reden wollte, habe ich das (wahrscheinlich zu spät) angesprochen und dann als Reaktion Ablehnung und ihren Rückzug erfahren.
Ich wünsche mir eine glückliche Partnerschaft und möchte nicht stattdessen in Selbstmitleid und neumodischen Theorien versinken. Doch erst jetzt habe ich erkannt, woher mein Verhalten kommt und daß ich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein solch sensibler Typ bin. Das hat nix mit Störung zu tun und ich bin mir bewußt, daß viele meiner Mitmenschen mich dafür sehr mögen, andere schreiend wegrennen...
Und zum Thema Nähe-Distanz: Ich zeige schon, wenn ich das Bedürfnis nach Nähe habe. Ich wünsche mir Nähe und bei den anfangs erfüllenden Partnerschaften habe ich mir auch noch mehr davon gewünscht. Trotzdem mich das angestrengt hat..
....also eine nicht ganz einfache Aufgabe ;-)!
Stimmt! Und ich pendel gerade ganz heftig zwischen "Besser alleine als ständig von Wolke 7 fallen " und dem Glauben an meine "Wolke 4"
 
G

Gast

Gast
  • #28
Hochsensible nehmen viel von ihrer Umwelt wahr und werden davon emotional stark beeinflusst, auf der anderen Seite haben sie einen schlechten Zugang zu sich selbst. Sie nehmen die eigene Gefühle zunächst nur diffus wahr.... und wenn sie geklärt sind, ist das Thema schon lange um die Ecke.

Daher werden Irritationen übergangen, scheinbar toleriert, auf Verletzungen oder übergriffiges Verhalten nicht eingegangen. So wird das "Emotionsfass" voll und voller und läuft irgendwann über. Die Gratwanderung, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und gleichzeitig die eigenen Grenzen zu erkennen und zu wahren, fällt Hochsensiblen extrem schwer.

Am Anfang einer Beziehung sind die Antennen auf Empfang gestellt, man versucht sich anzupassen. Und bis man kapiert hat, was da läuft, hat man sich verbogen.... ich denke, das ist beim TE nach einem halben Jahr der Fall.

Ich bin auch hochsensibel, habe den Test gemacht und man hätte mich früher darauf hinweisen können.

Die obigen Zeilen kann ich nur bestätigen.

Eine neue Freundin ist auch Hochsensibel, wir haben uns gegenseitig Mut gemacht, jederzeit offen zu sein und die Dinge auf den Tisch zu legen. Es klappt sehr gut, wir üben aneinander, sie ist auch Single, obwohl für ihr Alter attraktiv, wie ich, wirklich.

Uns fehlt wirklich das passende männliche kluge Gegenstück, aber von denen gibt es so wenige und die sind mit "normalen" Frauen schon fest verbandelt.

So ist es halt.

w
 
G

Gast

Gast
  • #29
Und ich pendel gerade ganz heftig zwischen "Besser alleine als ständig von Wolke 7 fallen " und dem Glauben an meine "Wolke 4"

Ich danke dir für diese Zeilen. Jetzt weiss ich um so mehr, warum ich mich für "besser alleine, als ständig von Wolke 7 fallen", entschieden haben. Es war hart, das zu akzeptieren, aber seitdem geht es mir besser, viel besser und wenn ich mir das Leid in den Beziehungen um mich herum so ansehe, genauer sehe, weil ich ja Hochsesibel bin, die Anderen nicht, dann habe ich um so weniger Lust, mir so ein Leid persönlich an zu tun. Dann ist mir das "Single-Leid" viel leichter zu ertragen.

w 51
 
  • #30
Ich fühle mich keineswegs behindert oder krank. Nicht besser und nicht schlechter als bei Nicht-HSPs. Nur anders. Hat ja auch nicht jeder schwarze Haare oder blaue Augen.

Au wei, erst verstehe ich einen Poster so, dass 'hochsensibel' eher 'überempfindlich' meint und entschuldige mich bei ihm dafür, nachdem ich durch wahlmünchner / Wikipedia gelernt habe, dass es eine Störung ist.
Damit trete ich dann Serenissima auf den Schlips, weil sie das für sich anders definiert und keine Probleme im Alltag hat.

Also, sorry auch an dich.
Ich will hier niemanden verletzen.

Was man aber erkennen kann, ist, dass dieses Wort offenbar völlig verschieden verwendet wird.
Du findest, dass 'hochsensibel' zu sein einfach eine Spielart im Rahmen der Vielfalt menschlichen Daseins darstellt und somit keinerlei Einschränkungen oder Schwierigkeiten für dich mit sich bringt.
Genausowenig wie deine dunklen oder blauen Augen.

Ok, dann bedeutet das Wort für dich offenbar etwas anderes, als für den FS, der sein Leid sicher nicht geklagt hätte, wenn diese Problematik für ihn keinerlei Auswirkungen hätte.

Im Übrigen habe ich nicht sagen wollen, dass hochsensible Menschen eine psychische Behinderung haben oder ob es eine Störung ist und was der Unterschied ist, ich kenne mich dazu viel zu wenig mit der Thematik Behinderung aus.
Und im weiteren Übrigen sind Menschen mit Behinderung gleich welcher Art genauso wertvoll wie alle anderen. 'Nicht besser und nicht schlechter' ( dein Zitat ).Haben die gleichen Bedürfnisse nach Partnerschaft und Liebe und das Recht darauf.
Und ich schätze, dass diese Menschen es etwas schwerer haben, einen lieben Partner zu finden. Vielleicht aber auch nicht...

w 48
 
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