• #1

Höhere Ansprüche durch mehr Lebenserfahrung = Probleme bei der Partnersuche 50plus?

Mit 50plus hat man meist schon Vieles erreicht, beruflich und privat einiges hinter sich und häufig auch schon ganz bestimmte Vorstellungen von dem neuen Partner. Bei der Partnersuche führt das dann häufig zu Ernüchterung und Enttäuschung (Passend dazu gibt es auch im Magazin einen Artikel: https://www.elitepartner.de/km/magazin/partnersuche/artikel/ratgeber-partnersuche-50plus-100022.html ). Können Sie das bestätigen bzw. welche Erfahrungen haben Sie in dieser Hinsicht gesammelt?
 
G

Gast

  • #2
Ja, ich kann das nur bestätigen!
Ich bin beruflich erfolgreich und finanziell unabhängig, liebe ein gehobenes Ambiente, meine Söhne sind längst selbständig, und ich fühle mich auch in diesem Alter noch jung, frisch und modern!

Leider treffe ich im realen Leben fast nur auf Männer, die liiert sind und eine niveauvolle Dauerliebschaft suchen. Hier bei EP sieht es fast genau so aus. Die wirklich freien Männer sind oft mehrmals geschieden und zur Krönung des Ganzen sind sie dann auch noch sehr später Väter geworden! Diese Männer scheiden dann schon mal völlig aus!

Welche Frau in den Fünfzigern möchte sich nochmals mit diesen anstehenden Problemen beschäftigen, danke - das haben wir alles hinter uns!

Ich möchte meine Freizeit jetzt genießen, ganz ohne Babygeschrei oder nervigen Teenis.
Das ist dann der Preis, den ältere Männer zahlen, wenn sie sich eine junge Frau nehmen. Die Dritte oder Vierte wird nur schwer anbeißen.
 
G

Gast

  • #3
Den Artikel finde ich nicht gut - warum schreibt ihr, die Frauen sollen sich Jüngere suchen? Es ist schlimm genug, dass es sooo viele Frauen gibt, die meinen sie sähen 10 Jahre jünger aus - aber sorry, gleich den Jüngeren zu suchen ist das gleiche wie bei den Männern. Und dass ein weniger gebildeter Mann eine gute Figur an der Seite einer gestanden Frau macht - ha, das ist ja wohl ein Trugschluss. Oft sieht ein solcher Mann wie das Schoßhündchen oder eben der Trottel nebendran aus.
Es muss schon passen und mind. auf Augenhöhe sein -alles andere wird auch der Frau schnell langweilig.
 
G

Gast

  • #4
Ach ja, und #1 kann ich nur zustimmen, Männer mit kleinen Kindern sind dann nicht mehr das Richtige. Denn jetzt möchte man endlich wieder unabhängig und flexibel sein, reisen können, ausgehen und das Leben zu Zweit genießen. Gruß #2
 
G

Gast

  • #5
Ich habe gerade den Artikel im Magazin gelesen und er macht mich eher traurig.

Soll ich (fast 50) mir wirklich klar machen, dass ich keinen Anpruch mehr habe auf eine "große Liebe" ? Und dass ich mich zufrieden geben muss mit - hmmm - einer kleinen Liebe ? Einem Trostpreis ? Und damit habe ich dann auch noch glücklich zu sein ? Oder dankbar, denn eine Frau über 50 darf sich nichts mehr wünschen ?

Ich kann nicht glücklich sein mit einem Mann, in den ich gar nicht richtig verliebt bin.
Was soll sich daran schön anfühlen ?
Aber vielleicht werde ich ja auch noch ein liebes anspruchsloses, dankbares altes Mütterchen.....
 
G

Gast

  • #6
meine "neue Liebe" ist auch "nur" eine kleine Liebe, und trotzdem seh schön. Ich bin beruflich und sozial sehr engagiert, die Kinder fast groß... Ich habe nicht das Gefühl nur den Trostpreis bekommen zu haben. Wir genießen die schöne Zeit und vielleicht hält es ja länger als manch eine große Liebe
w 49
 
G

Gast

  • #7
Ich möchte weder ein altes Mütterchen noch eine vitale Omi sein - als 50+Frau wünsche ich mir einen lieben Partner, mit dem in Zärtlichkeit, Liebe, Harmonie und Phantasie die letzten Meter unseres Lebens bestreite. Mein leider verstorbener Mann (morgen wäre er 70 geworden) sah viel jünger aus und wirkte auch jünger. Er sagte häufig zu mir "Du bist nicht nur meine liebste Frau, Du bist auch mein bester Freund". Und diese Worte habe ich schon wie einen Ritterschlag empfunden. Auch für den nächsten Mann möchte ich nicht nur die liebste Frau, sondern auch der beste Freund sein. Doch erzwingen lässt sich nichts - wenn die Wahl auf einen Mann meines Alters trifft, der noch Teenager-Kinder sein eigen nennt, dann möchte ich für diese Kinder auch eine gute Adresse sein. Was können die dafür, dass es zwischen ihren Eltern vorbei ist? Und Kindern müssen auch Liebe und Harmonie vorgelebt werden. Ich bin weder Xanthippe noch zänkische Alte. Ich bin überzeugt, einen netten Mann auf dieser Plattform kennenlernen zu dürfen - und ich freue mich auf eine solche Begegnung. Ist er noch unternehmerisch oder berufs-tätig, erhält er von mir jegliche Unterstützung - und lieb hätte ich ihn auch, wenn er schon pensioniert ist und dadurch mehr Zeit hat. 7E1FB12A
 
G

Gast

  • #8
hm...habe den artikel noch nicht gelesen..mache ich aber gleich...ich bin langzeitsingle, nicht schlecht aussehend, in den letzen jahren meist mind 10jahre jüngere partner habend, ich gehöre nicht zu den beruflich erfolgreichen frauen und auch nicht zu denen, die kinder haben, war noch nie verheiratet, falle also weder in das raster "alte" geschiedene mit kind noch in das raster "alte" berufliche erfolgreiche= karrierefrau, ja, da frag ich mich doch auch so bnebenbei, wer bin ICH denn eigentlich?..zurück zur frage:

1.a) ja
b) nein

a) klar bin ich anspruchsvoller geworden in ofern, dass ich weiß, was nicht passt, nicht gut geht

b) bin ich genau aufgrund dessen unanspruchsvoller geworden, weil ich weiß, dass frau nicht ALLES habe kann..aber das konstrukt funktioniert auch nicht, weil MANN natürlich instinktiv spürt, dass er vielleicht nicht ausgewählt wird, weil er soooo toll ist, sondern weil frau weiß, "was sache" ist, sprich, sie weiß, dass es nicht alles geben kann, aber letztendlich wollen wir doch alle das gefühl haben der oder die AUSERWÄHLTE zu sein und eben kein kompromiss und daher funkrioniert wohl auch dieses konstrukt zumindest für mich nicht...

...und ich will eigentlich auch nicht nahc jamaika auswandern und mir da einen holen und für männer gibt es ja da asien...gleich kommt dazu dann noch was au wdr bei "menschen hautnah" mal sehen, vielleicht bringt mich das weiter? w/49
 
G

Gast

  • #9
Der Artikel gefiel mir auch nicht besonders gut. Ich möchte keinen Mann, den ich nicht richtig liebe, was soll daran aufregend und schön sein? Wir Frauen in den Jahren 50+ sind noch jung genug, um mehr vom Leben zu erwarten - nämlich mit allen Sinnen lieben und genießen - so ein bisschen ist zu wenig, das langweilt kolossal, und wenn es dann von der intellektuellen Seite auch noch hapert, nein, das geht gar nicht.
Ein Mann mit einem Kleinkind käme für mich ebenso wenig in Frage wie mehrmals geschiedene,
zu viel Altlasten, zu wenig Spielraum für ihn zum Leben.
Ein jüngere Mann ist meistens sehr bedenklich, denn sie sind genau wie die jüngeren Frauen nur hinter dem Geld her - ich habe meine Erfahrung gemacht - nie wieder!
 
P

Persona grata

  • #10
Selbstverständlich bin ich anspruchsvoller als vor 40 Jahren. Damals waren mein (jetziger Ex-) Mann und ich noch beide sehr jung und begannen erst mit der beruflichen Orientierung. Im Laufe der Jahre sind wir an den Anforderungen gewachsen. Leider offenbar nicht im gleichen Tempo. Mein jetziger Ex-Mann hat bei unserer Trennung vor 10 Jahren gesagt: "Du hast Dich schneller und weiter entwickelt. Ich bin offenbar unterwegs stehen geblieben" Wir haben uns dann in gegenseitigem Einvernehmen getrennt und ich habe in den folgenden 8 Jahren noch verstärkter "Gas gegeben", um beruflich außerordentlich erfolgreich zu sein, was mir dann auch geglückt ist. Und ich war äußerst dankbar, dass ich in der Lage war, meinen Ex-Mann sehr großzügig auszuzahlen und unser Haus zu halten, zumal es sich um ein 2-Familienhaus handelt, in dem auch meine Schwester und ihre Familie wohnte (und noch wohnt).

In den Jahren als Single habe ich mir sehr oft die Männer angesehen bzw. beobachtet, wenn ich mit meiner verwitweten Freundin unterwegs war. Und wir haben häufig darüber gesprochen, dass wir "sowas nie zu Hause auf der Couch sitzen haben wollten". Ich gebe zu, das war nicht die feine, englische Art, aber es war von uns sehr ehrlich und genau so gemeint.

Dann habe ich mich vor 3 1/2 Jahren hier bei EP angemeldet und nach durchgängiger 2 1/2-jähriger Premium-Mitgliedschaft meinen Liebsten hier gefunden. Nun sind wir seit knapp 1 Jahr zusammen und hören ständig von unseren Freunden: "Man kann die Augen nicht von Euch lassen. Ihr strahlt soviel Liebe aus, dass man sich am liebsten zwischen Euch setzen würde, um daran zu partizipieren. Das ist einfach toll und wir freuen uns für Euch!"

Das Warten hat sich also gelohnt. Niemals hätte ich einen Mann akzeptiert, der mir geistig unterlegen gewesen wäre. Ich habe jemanden "auf Augenhöhe" gesucht und gefunden. Für uns ist die ideale Lebensform die der "Mingles", d.h. wir und das Umfeld wissen, dass wir zusammen gehören, aber wir haben unsere getrennten Wohnungen beibehalten (40 km auseinander). Mein Liebster ist i.d.R. von freitags bis Montag Morgen bei mir und übernachtet von Mittwoch auf Donnerstag in meinem Haus. Gelegentlich, wenn wir in der Landeshauptstadt etwas unternehmen, übernachte ich auch bei ihm. Da ich aber das deutlich größere Haus habe, bietet es sich an, das auch zu nutzen. Wir fahren gemeinsam in Urlaub, machen Wochenendtouren, gehen ins Theater, in die Oper, besuchen Kunst- und Kultur-Events, treffen uns mit Feunden im Restaurant oder laden diese zu uns ein.

Unsere Familien mögen nicht nur den jeweiligen Partner, sie lieben ihn geradezu. Alles in allem: Wir waren noch nie so glücklich und behaupten beide, die große Liebe gefunden zu haben, was wir in unserem Alter (60 und 63/ und noch am gleichen Tag Geburtstag) als großes Geschenk betrachten.

Kompromisse habe ich gemacht, was die Altersversorgung betrifft. Da bin ich deutlich besser abgesichert. Allerdings hätten es da viele Männer schwer gehabt, auch nur annähernd an die mir zur Verfügung stehenden Zahlungen heran zu kommen (Bankerin/ Führungskraft/ Leitende Angestellte). Dazu kommt, dass mein Lebensgefährte bei seiner Scheidung Rentenanteile an seine Ex-Frau übertragen hat, was mein Ex-Mann und ich in einem Ehevertrag nach unserer Trennung ausgeschlossen hatten.

Also: Viel Glück Euch allen! Es kann durchaus klappen, wie Ihr an meinem Beispiel seht. Aber man muss auch Geduld haben, nicht in zwanghaften Aktionismus verfallen, aber auch nicht aufgeben!
 
G

Gast

  • #11
@6 Danke für diesen schönen Beitrag! Endlich mal jemand der nicht nur rumjammert ab 50 sei eh alles hoffnungslos.
w/43 (also noch nicht ganz in der Zielgruppe, aber die Zeit vergeht ja schnell :))
 
G

Gast

  • #12
Wir haben nicht unbedingt höhere, jedoch sicher ANDERE Ansprüche.
 
G

Gast

  • #13
Für mich sind gemeinsame Tage und Nächte (oh Schreck) mit einem Mann, den ich nicht wirklich liebe, unvorstellbar.
Für mich persönlich ist die Liebe am wichtigsten. Alle anderen Suchkriterien stehen dahinter zurück.

Meinetwegen kann er drei mal geschieden sein und fünf pubertierende Kinder haben.
Oder er kann jünger sein als ich. Oder er ist ein interessanter Mann, der Erfolg hat im Leben , obwohl er nicht studiert hat. Oder er wohnt tausend Kilometer weit weg.

Das macht alles nichts, aber wenn ich ihn gar nicht richtig liebe ? Nie und nimmer !
 
G

Gast

  • #14
@#9, Persona grata: Schön,was du schreibst! Ich lese sehr gerne deine Berichte, weil sie meiner Erfahrung entsprechen. Wir Frauen über 50 dürfen und sollen ruhig hohe Ansprüche an einen neuen Partner stellen. Egal wie lange es dauert!
 
G

Gast

  • #15
siri
stimmt, wir sind anspruchsvoller! vor allem haben wir einen berechtigten anspruch an uns selbst. nämlich den, uns nicht mit irgend einer lusche [Mod: Der Moderation ist bekannt, dass dieser Begriff eine Entlehnung vom Kartenspielen darstellt.] einzulassen. wir leben lieber mit einer angenehmen person (uns selbst) zusammen als mit einem mann der uns wenig bedeutet und wenig bringt.
wenn wir uns also auf einen mann einlassen, kann er sich sicher sein, daß wir ihn und nicht irgendeinen meinen. das ist doch sehr positiv!
 
G

Gast

  • #16
ich bin nicht 50+, eher 70-. selbstverständlich wirke ich auch 10 jahre jünger, wie sich das so gehört. männer, die sich für mich interessieren, sind entweder attraktiv und deutlich jünger als ich oder - wenn sie gleichaltrig sind - verwitwete ingenieure, die zwar mit dem computer umgehen, aber nicht flirten können ;-) (man muß auch ihr sozialisation als jugendliche in den 50er jahren bedenken!)
gar nicht so einfach, sich da zurechtzufinden.

auf die große liebe zu warten ist dumm, denn das leben ist endlich. die kleine liebe ist auch nicht schlecht und kann sehr wohl wachsen.
lilly
 
G

Gast

  • #17
Ich finde den Artikel nicht nur entmutigend, sondern auch fragwürdig und nicht wirklich hilfreich.

Tonia
 
G

Gast

  • #18
Ich denke, die Schreiberin des Artikels kann sich in die Situation nicht hinein denken, weil sie so alt noch garnicht ist. Stimme #16 daher zu. Dass es nicht einfach ist, weiß jeder, aber so?
 
G

Gast

  • #19
Die Altlasten, die jeder so mit sich rumschleppt, nämlich Erfahrungen, Sichtweisen, eingefahrene Verhaltensmuster und dann die Ex- oder verstorbenen Frauen/Männer, Ex-Geliebten, Kinder, Enkelkinder sind meiner Meinung nach das, was die Partnersuche und die Beziehungen so kompliziert macht. Denn körperlich und sexuell bin ich als Frau besser, erfahrener, lustvoller als je. Und ich z.B. hatte nie Kinder, warum sollte ich dann jetzt auf einmal Oma sein, nur weil der Partner Enkelkinder hat?

Ich habe keine anderen Vorstellungen von einem Partner wie vor 30 Jahren, und damals wie heute gab es Enttäuschung und Ernüchterung, das hat nichts mit dem Alter zu tun. Auch die Ansprüche sind nicht gewachsen, sie waren damals schon hoch. Man schraubt sie doch nicht höher, nur weil man älter wird? Das einzige, was sich höher schraubt, ist vielleicht der Anspruch an die finanziellen Umstände. Denn ab einem gewissen Alter "baut man sich nichts mehr auf", wie es so manche Männer hoffnungsfroh in ihren Profilen schreiben. Wenn ich mir mit 50 noch was aufbauen muss, habe ich irgendwas falsch gemacht...

Und ebenso gibt es heute wie damals himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, und ich bin froh, dass das so ist, denn noch lebe und liebe ich und bin nicht scheintot...
w/52