• #1

Hoffen und Durchhalten, oder Trennung

Bin mit meiner Freundin 3 1/2 Jahre zusammen, welche unter Depressionen leidet. Am Anfang war ich mir gar nicht bewusst was das heisst, aber ich liebe sie und wollte ihr da heraus helfen. Bin selbe beinah zerbrochen und musste selber Psychische Hilfe beanspruchen,
aber ich bin jetzt über den Berg.
Da es ihr jetzt besser geht wird langsam ihr wirkliche Charakter sichtbar und bekomme Zweifel ob das wirklich gut geht. Vorher habe ich
immer alles der Depression zugeschrieben und sah sie so wie sie mir erzählte, oder wie ich sie sehen wollte, mit Rosabrille.
Habe auch schon vor einem Jahr einen Anlauf genommen mich zu trennen, aber es ist mir nicht gelungen, weil meine Liebe zu Ihr zu gross ist.
Kritisch betrachtet ist die Liebe eine sehr einseitige Sache, denke so eher eine Art platonische Beziehung, möglichst kein körperlichen
Kontakt und vor allem kein Sex.
Als wir uns kennen gelernt haben kam es zu sexuellen Annäherungen bei welcher ich jämmerlich versagte, hatte ja selber schon 20 Jahre keinen Sex mehr in meiner vorherigen Beziehung. Seither war Funkstille, mal ein Küsschen und eine Umarmung von meiner Seite, Anläufe der Näherung von meiner Seite endet fast immer mit einem Fiasko.
Hatte vor einem Jahr sexuellen Kontakt mit einer anderen Frau, bei welcher ich merkte das es doch Funktionieren kann und mein Selbstvertrauen wieder intakt ist.
Habe dies auch meiner Freundin gestanden und ihr gesagt das ich das viel lieber mit ihr hätte. Erst ab diesem Frühjahr als ich ihr mitgeteilt
habe das ich so nicht weiterleben will, hat sie selber die initiative ergriffen. Bei mir scheint es wieder zu Funktionieren, vor allem weiss sie
wie sie mich auf Touren bringen kann und ich finde den Sex mit ihr sehr schön. Nun sagt sie mir auf einmal das sie nur einmal im Monat Sex
und Kuscheln will, sie brauche Sex nicht und habe das nur wegen mir gemacht.
Meine Frage der gegenseitigen Hilfe, oder bei Therapeuten Hilfe zu hohlen, wies sie immer zurück, mit der Begründung; Kann dir das auch
nicht noch beibringen, ein Therapeut hilft hier nichts.
Meine mehrmalige Aufforderung; stelle mich vor die Türe, hat sie immer mit nein beantwortet, da sie mich liebe.
Auch die übrige Beziehung ist nicht von grosser gegenseitiger Kommunikation getragen, da unsere gemeinsamen Interessen nicht sehr gross sind. Ich selber bin der Motor in fast allen Belangen, auch in einer normalen Umarmung.
Wie weiter? Daran arbeiten und wie?, Trennen?
 
  • #2
Ich finde es bemerkenswert, dass du ihr wirklich zur Seite gestanden hast anstatt direkt das Handtuch zu werfen und versucht hast, mit ihr einen Weg aus der Depression zu finden.
Allerdings hast du den Fehler gemacht der sehr oft gemacht wird, nämlich alles was schief läuft auf die Erkrankung zu schieben. Ihr Nähebedürfnis ist für mich nicht (nur) auf die Depression zurückzuführen. Ich habe selbst schon unter Depressionen gelitten und hätte mich niemals so verhalten. Für mich wäre jetzt der Punkt erreicht, wo ich mich trennen würde. Du hast alles versucht, musst dir keine Vorwürfe machen, aber die Beziehung raubt dir nur deine Energie.
Was sollst du noch machen, woran willst du arbeiten wenn deine Freundin selbst nicht mitzieht? Sie kann vielleicht nichts für ihre Depressionen, aber sie kann etwas dafür, wie sie damit umgeht, Hilfe verweigert und dir damit eine erfüllende Beziehung unmöglich macht.
 
  • #3
Das mit dem dran arbeiten ist so eine Sache. SIE will ja nichts arbeiten, sondern dass es so bleibt, wie es ist. Und kein Wunder - Dir gefällt das so nicht. Also da kann man eigentlich arbeiten, so viel man will, der andere will ja nicht und von ihm hängt es aber ab, weil eine Beziehung nunmal von zwei Leuten gestaltet wird. Wenn nur einer versucht, was zu verbessern, ist das verlorene Zeit, es sei denn, er arbeitet an sich selbst. Aber ich würde das nicht gesund finden, wenn Du Dich nun so hinbiegen willst, dass diese Beziehung so weiter funktionieren kann.
Meine mehrmalige Aufforderung; stelle mich vor die Türe
Warum soll sie das entscheiden? Anscheinend findet sie es okay so. Du bist doch die unzufriedene Person bei euch. Du hast nur ein Leben, deswegen würde ich meine Entscheidungsgewalt nicht abgeben.
 
  • #4
Ihr seid beide krank. Hoffen und Durchhalten ist keine Liebe, sondern Masochismus. Das musste auch ich hart erlernen. Bitte vertrau mir. Ich habe das mehrfach in meinem Leben mit verschiedenen Partnern über Jahre durchgemacht. Damals war ich auf meine Geduld noch stolz, heute schäme ich mich dafür.

Du bist viel mehr krank als sie. Sie braucht dich nicht. Hat sie dir ja schon über den Sex vermittelt. Außerdme habt ihr ja Sex 1x im Monat. Mehr will sie nicht oder erduldet es eben.

Du klammerst dagegen an eine für dich platonische Beziehung. Menschen mit Depression möchten ihre eigenen Problemen alleine lösen und ihren Rückzug. Sie genießen (ausnutzen) aber zuweilen das soziale Zusammensen, aber brauchen und wollen dann auch wieder Abstand und nichts Festes.
Warum ist sie depressiv? Da kommen ja immer viele Faktoren zusammen, die vermutlich nichts mit dir zu tun haben, sondern mit ihrer schrecklichen Vergangenheit. Sie ist nicht schuld, verurteile lieber die Umwelt und die Leute um sie rum!
Dort liegt das Problem!

Auch hilft man Menschen nicht, die keine Hilfe möchten. Du stehst den Leuten im Weg herum und belastet dich selber auch noch mit.
Außerdem hast du sie ja auch schon betrogen aus Hoffnungslosigkeit. Noch ein weiterer Knacks. Ihr fahrt euch beide frontal gegen die Wand. Lass sie los, lass von eurer Selbstzerstörung los, und gibt dir eine Chance!
 
  • #5
Ganz klarer Fall - TRENNUNG!
Wärme, Zärtlichkeit, Sex kann man nicht auf 1x im Monat oder ähnliches festlegen. Wenn man jemanden wirklich liebt ist das etwas spontanes und so oft bzw. selten dass es für beide schön und in Ordnung ist. Solche Festlegungen sind ein Zeichen dass es zwischen euch beiden einfach nicht passt.
Verliere keine Zeit mit einer definitiv gescheiterten Beziehung und suche dir eine Partnerin die deinen Interessen teilt und deine Zärtlichkeit mehr als gerne erwidert und sie sogar aktiv sucht/einfordert.
 
  • #6
Lieber Fragesteller. In einer Partnerschaft mit einer derart belasteten Frau wirst Du sie nicht aufrichten, sondern sie Dich runterziehen. Siehst ja, wie gut das klappt. Du gibst, machst, strampelst Dich ab, kämpfst Deinen aussichtslosen Kampf gegen Windmühlen und wirst sehr kurz gehalten.

Nun die Frage, warum Du das machst und es wurde schon hier angesprochen: auch Du bist nicht ganz auf der gesundheitlichen Höhe, denn ein gesunder und ausgeglichener Mensch würde sich in ein solches Drama gar nicht begeben.

Mein Rat: fang an, Deine Themen zu bearbeiten, für Deine Gesundheit zu sorgen, selbst eine Therapie zu machen. Und ich glaube, der Rest kommt ganz von alleine.

Vielleicht so mal für zwischendurch: nimm Dir ein großes Blatt Papier und schreib in zwei Spalten die guten und die schlechten Seiten Deiner Beziehung, falls wir das hier überhaupt so nennen wollen. Für mich sieht das eher so wie eine symbiotische Krankheitsgeschichte aus.

Es kann Dir auch gut passieren, dass sie Dich irgendwann kickt, wenn sie dann vollends gar kein Interesse mehr an Dir hat. Dann lutscht sie Dich aus wie eine Zitrone und spuckt Dich dann aus. Und wenn es ganz dumm läuft wird sie Dich dann auch noch verachten dafür, wie Du Dich erniedrigen hast lassen. Und dann rennt sie vielleicht zu irgendeinem Arschlochtypen, dem sie dann hörig wird. Aber Du wirst das nicht sein.

Wenn Du Dir wieder mal eine Partnerin suchst, da empfehle ich das Buch "Lob des Sexismus". Kann man auch im Internet lesen. So ab Seite 90 etwa beschreibt der Autor die verschiedenen Frauentypen und wofür sie überhaupt brauchbar sind. Du hast eine LSE LD. Und die ist laut seiner Schilderung für gar nichts brauchbar. Vor diesem Typen warnt er sogar. Diese Frauen können Dich in die Hölle bringen. Und dort bist Du bereits.

Um die begehrenswerten HSE-Frauen anzuziehen muß man allerdings selbst gut aufgestellt sein. Und genau dort beginnt nun Deine Arbeit. Viel Glück.
 
  • #7
Moin,

oft steht die Wahrheit ja zwischen den Zeilen, man will sie nicht direkt und klar sagen, vielleicht will man sie auch nicht wahrhaben, aber oft "drückt" sie sich mit Macht (her)aus...

Du schreibst, SIE leide an Depressionen... aber dass eigentlich DU in psychiatrischer Behandlung warst, der fast zerbrach, der auch jetzt wieder gerne eine Therapie machen würde.
Das eigentliche Problem scheint mir dein fast nicht vorhandenes Selbstwertgefühl - dieses Motto, dieses Bild "Stell' mich doch am besten vor die Tür" kommt ja von ganz tief unten, von den Eltern, die ihr Kind vor die Türe stellen (wie ein komplett hilfloses Baby im Körbchen, ein Kleinkind würde man ja schon "setzen" können, ein Kind oder einen Jugendlichen müsste man vor die Türe "jagen"...).
Ich kann mir vorstellen, dass solche Ohnmachtsgefühle deine Schwierigkeiten im Bett zumindest mitverursachen ("Impotenz" = "Nicht-Können"). Auch dieser "Seitensprung", den du ihr sofort gestanden hast, scheint irgendwie naives Verhalten, so tun als ob, damit Mami reagiert - "schau, was ich jetzt schon wieder angestellt habe, aber immerhin zeigt das, dass ich schon ein großer Junge bin, bist du stolz auf mich...?"

Wenn ich es richtig lese, hast du schon eine zwanzig(!)jährige Beziehung ohne Sex mit deiner früheren Partnerin geführt... und jetzt läufst du schon wieder in diese Situation hinein, am besten nur einmal im Monat Sex... merkst du was? Es wäre doch ein riesiger Zufall, wenn du immer wieder, mit vielen Jahren Abstand, zufällig auf Frauen stoßen würdest, die keinen Sex mögen...
Meine Interpretation: Dein schwaches Selbstwertgefühl, deine Bedürftigkeit, dein Klammern oder auch noch andere Verhaltensweisen, die wir hier nicht kennen können, törnen deine Partnerinnen derartig ab, dass sie keinen Sex mit dir wollen, dass sie deine Annäherungen abblocken, mit Flucht in die Depression oder mit Beleidigungen ("muss man dir denn alles beibringen?"). Deine frühere Partnerin wird schon auch ihre Strategie gehabt haben...

Mein Tipp wäre tatsächlich, dass du mal mit einem Fachmann sprichst, um den Ursachen für die in diesem wichtigen Punkt scheiternden Beziehungen auf die Spur zu kommen. Dafür brauchst du nicht unbedingt die Mitwirkung deiner Partnerin.

manchmal
 
  • #8
Hallo,
sorry, aber das kommt mir sehr bekannt vor.
Google mal "Alexithymie", das ist keine Krankheit, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal. Vielleicht kommst du dann weiter.
Und vielleicht weiß sie es ja sogar und will oder kann sich nicht outen. Ob du damit klar kommst, musst du für dich entscheiden. Ich bin dafür, nicht gleich das Handtuch zu werfen.
Ich habe einen solchen Partner und bin ständig am kämpfen. Aber seitdem ich es weiß, erklärt sich mir manches.
w 54
 
  • #9
Das eigentliche Problem scheint mir dein fast nicht vorhandenes Selbstwertgefühl - dieses Motto, dieses Bild "Stell' mich doch am besten vor die Tür" kommt ja von ganz tief unten, von den Eltern, die ihr Kind vor die Türe stellen (wie ein komplett hilfloses Baby im Körbchen, ein Kleinkind würde man ja schon "setzen" können, ein Kind oder einen Jugendlichen müsste man vor die Türe "jagen"...).
Du hast recht ich habe irgendwie ein Problem: Erinnere mich an eine Bemerkung, was heisst hier ein es sind mehrere welche ihr aus
dem Mund gefallen sind, oder mir geschrieben hat.Habe meistens nicht reagiert darauf, weil dies ihrer Depressionen zuordnete.
- Sie: Der Hansruedi (ehmaliger Freund) hat das viel besser gemacht. Ich: keine Antwort! (Hätte sagen sollen dann musst du halt wieder zu Hansruedi.)
- Sie: richtige Männer laden Frauen regelmässig zum Essen ein. Ich: Dann bin halt kein richtiger Mann, für mich gilt Gleichberechtigung.
- Sie: Du bist eine Geizkragen. Ich: Perplex keine Antwort. (Habe Ihr 20.000 CHF geliehen um Schulden zu begleichen und auch sonst einfachere Sachen selber Finanziert.)
etc.
Habe in vielen Fällen einfach geschluckt was sie zu mir sagte, obwohl es in mir gekocht hat. Wollte keinen Streit von Zaune reissen, bin leider etwas zu harmoniesüchtig.
Heute weiss ich das das falsch war, reagiere heute ja auch schon ganz anders. Eben wenn ihr etwas nicht passt und sie dauernd meckert, frage ich sie ob ich nach Hause gehen soll, oder gehe.
(Wir wohnen getrennt.)
 
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  • #10
Um die begehrenswerten HSE-Frauen anzuziehen muß man allerdings selbst gut aufgestellt sein. Und genau dort beginnt nun Deine Arbeit. Viel Glück.
Muss dir richtig Dankbar sein für deinen Beitrag, denn jetzt verstehe ich langsam warum sie sich in manchen Dingen so verhalten hat. Auch Ihre Geschichten, die sie mir erzählt hat passen dazu, auch denke ich das sie auch aus diesem Grund depressiv ist. Ich würde es, auch wenn ich so wäre, sofern ich das auch selber realisiere. Denke sie selber weiss das und das hat ihr den Bogen gegeben. Ich war der dumme Junge der nach einer gescheiterten Ehe am Boden lag und mich an sie geklammert hatte.
Für mich ist dieser Beitrag der letzte, ich weiss jetzt was ich tun muss. Danke allen welche einen Beitrag geleistet haben, mit einem weinenden und lachendem Auge.
 
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  • #11
Das klingt sehr schwierig. Vieles spricht für eine Trennung. Wichtig ist aber nicht zu allererst, ob Du Dich trennst oder nicht. Wichtig ist, dass es Euch, dass es Dir gut geht. Ich würde befürchten, dass Du nach einer Trennung in ein tiefes Loch fallen würdest und es Dir nicht direkt besser gehen könnte. Daher würde ich Dir empfehlen, suche Dir Hilfe. Mit dieser Hilfe kannst Du Deinen Trennungsgedanken durchsprechen und diese Hilfe kann Dich dann ggf. bei der Trennung oder beim Arbeiten an der Beziehung begleiten.
 
  • #12
Ich würde befürchten, dass Du nach einer Trennung in ein tiefes Loch fallen würdest und es Dir nicht direkt besser gehen könnte. Daher würde ich Dir empfehlen, suche Dir Hilfe. Mit dieser Hilfe kannst Du Deinen Trennungsgedanken durchsprechen und diese Hilfe kann Dich dann ggf. bei der Trennung oder beim Arbeiten an der Beziehung begleiten.
Ja das befürchte ich auch, ist ja auch Teil der Angst welche ich habe vor einer Trennung.
Aber wo Anfangen mit welchem Ziel? Am schönsten währe es wenn mit Hilfe an unserer Beziehung arbeiten könnten.
Als erstes mit der Freundin das Gespräch suchen, vielleicht kennt sie ihr eigenes Problem? Will sie ja nicht einfach so vor Tatsachen stellen.
 
  • #13
Ich hatte auch mal eine lange Beziehung, die war zum Trennen zu viel und zum Lieben zu wenig. Ich hätte es alleine da nicht rausgeschafft. War aber auch nicht nötig, denn er hat sich getrennt. Und auf einmal habe ich es doch geschafft. Inzwischen bin ich fast schon dankbar, dass er es getan hat.

So viel im Leben geht an einem vorbei, wenn man sich an kranke Mangelbeziehungen klammert, wenn man doch auch aus der Fülle des Lebens und der Liebe schöpfen könnte. Hier wirst Du niemals satt.

Heute schäme ich mich dafür, dass ich so eine Scheisse überhaupt mitgemacht habe. Nein, das ist kein Ruhmesblatt, war aber sehr lehrreich.

Und auch die beste Therapie macht aus einer Kuh keine Ziege. Und schon gar nicht, wenn die Kuh gar keine Ziege werden will. Du willst sie mit einer Therapie dazu bringen, Dich zu lieben, sich für Dich zu engagieren. Sorry, aber das wird so nicht klappen. Aber das weißt Du auch selbst.

Irgendwie herrscht der Irrglaube, Liebe wäre Kampf, Entbehrung und Entsagung.
 
  • #14
Du schreibst, SIE leide an Depressionen, aber dass eigentlich DU in psychiatrischer Behandlung warst, der fast zerbrach, der auch jetzt wieder gerne eine Therapie machen würde.
Ja das ist eigentlich eine lange Geschichte, hier in Kürze:
Habe mich getrennt und erst später richtig gemerkt das sie an Depressionen litt. War beruflich sehr engagiert, unter anderem wochenlang im Ausland. Soll keine Entschuldigung sein.
Wollte den gleichen Fehler nicht wieder machen und habe mich für die neue Freundin voll engagiert, in der Hoffnung, dass sich eine Depression legt. Musste erkennen, dass dies nicht geht, was für mich einer Scheiterung gleichkam. Die zweite, dabei hatte ich die erste ja noch nicht richtig verarbeitet. E voila.

Ich kann mir vorstellen, dass solche Ohnmachtsgefühle deine Schwierigkeiten im Bett zumindest mitverursachen ("Impotenz" = "Nicht-Können"). Auch dieser "Seitensprung", den du ihr sofort gestanden hast, scheint irgendwie naives Verhalten, so tun als ob, damit Mami reagiert - "schau, was ich jetzt schon wieder angestellt habe, aber immerhin zeigt das, dass ich schon ein großer Junge bin, bist du stolz auf mich...?"
Ich bin der ich bin. Da ich meine Freundin sehr liebe und für Offenheit bin, ob sie naiv ist oder nicht, konnte ich nicht anders.
Hatte im meinem leben noch nie Seitensprünge, konnte das nicht, da ich meine Ex sehr geliebt habe.

Ich habe einen solchen Partner und bin ständig am kämpfen. Aber seitdem ich es weiß, erklärt sich mir manches.
Es nimmt mich wunder wie dieser Kampf aussieht, dann weiss ich was mir blüht wenn ich den Kampf auch aufnehme.
 
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  • #15
Warum soll sie das entscheiden? Anscheinend findet sie es okay so. Du bist doch die unzufriedene Person bei euch. Du hast nur ein Leben, deswegen würde ich meine Entscheidungsgewalt nicht abgeben.
Ja das hat anscheinend mit dem zutun, das ich in meiner Ehe selber entschieden haben zu gehen und später nicht sicher war ob das richtig war. Entscheidungen sind manchmal nicht rückgängig zu machen, vor den Folgen habe ich vermutlich Angst.
In meinem Beruf war das einfacher, ich habe entschieden. Es waren meistens die richtigen Entscheide weil es Sachentscheide waren.
 
  • #16
Ja das hat anscheinend mit dem zutun, das ich in meiner Ehe selber entschieden haben zu gehen und später nicht sicher war ob das richtig war. Entscheidungen sind manchmal nicht rückgängig zu machen, vor den Folgen habe ich vermutlich Angst.
Ich glaube, das ist der Hauptgrund, warum so viele Menschen in unguten Beziehungen verharren - es könnte ein Fehler sein. Und weil man seinen Gefühlen nicht traut, entscheidet man nix. Meiner Erfahrung nach verliert man nur Zeit mit der Angst. Es wird immer auch Schönes wegfallen, wenn man sich trennt, im Grunde gibt es ja fast nie ein eindeutiges "gut oder schlecht", außer dass man sich eben nicht mehr wohlfühlt, was aber genau der Punkt ist. Leider gewöhnt man sich auch an so ein stetiges ungutes Gefühl mit dem Partner, ein ständiger Druck oder ein ständiges Sich-zusammennehmen.
Ein Partner sollte das Leben schöner machen. Wenn es nur andere Probleme gibt, die man allein nicht hätte, oder wenn es sogar belastender wird, hat man das Recht, für sich einzufordern, die Beziehung auch auflösen zu können.
Aber vermutlich erst, wenn alles andere besser ist als das Aushalten der Beziehung, ist der Leidensdruck hoch genug, dass man genau weiß: Gehen ist die richtige Entscheidung.

Du kannst Dir ja mal durchdenken, ob Du nur gibst oder auch bekommst in der Verbindung, und ob Deiner Partnerin Deine Bedürfnisse so wichtig sind wie Dir ihre.
 
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