• #1

Homophobie - immer noch weit verbreitet (siehe Beispiel schwuler Fußballer in Frankreich)?

Bin ziemlich geschockt und auch traurig. Weiß nicht, ob ich hier im Forum überhaupt richtig bin, aber es scheint mir als Liebesforum, das mit einer gewissen Ernsthaftigkeit Liebesthemen bespricht doch die richtige Adresse..: Schwule und Lesben werden anscheindend immer noch mit Füßen getreten in der Öffentlichkeit!! Wie kann es denn sein, dass ein Fußballverein aus Gründen der sexuellen Gesinnung einen Spieler ausschließt und das nach 14 Jahren Clubzugehörigkeit. Yoann Lemaire macht hier einen sehr mutigen Schritt und das prüde und meiner Meinung nach gewollt blank polierte Frankreich sollten die Protestaktionen wachrütteln!! Ich bin selbst bisexuell (habe momentan jedoch eine Partnerin), lebe momentan in Deutschland und arbeite in einer gehobenen Position im Management. Auch hier hatte ich schon damals mit meinem Ex-Lebensgefährten Probleme bei offiziellen Anlässen. Man sah auf uns herab..Warum? Was stört die Leute an schwulen Menschen, warum haben Sie Angst vor Ihnen?
 
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  • #2
Ich bezweifle, dass es Angst ist. Es dürfte ggf. Unkenntnis sein oder eine moralisch nunmal andere Erziehung kombiniert mit unflexibler Denk- und Handlungsweise.

Deren Weltbild: Das ist so, das bleibt so - das hat so zu bleiben - alles andere darf nicht, weil ist bäh!

Toleranz anders denkenden gegenüber ist eine Kunst, die nicht jeder zu vollbringen bereit oder überhaupt in der Lage ist.

Sicherlich hat sich in den vergangenen Jahren da einiges verbessert, gerade in Deutschland, immerhin haben wir mind. zwei schule, bekennende Politiker in Berlin.
 

hanjo58

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  • #3
Kaum etwas kann so einengend wirken wie eigene Gedankenwelten. Meine entsprechende Das-darf-doch-nicht-wahr-sein!-Mentalität habe ich erst spät überwunden - als ich von außen die Liebesfülle und Aufrichtigeit zweier mir wichtig gewordener Menschen in ihrer Paarbeziehung miterlebt habe. Seitdem allerdings gibt es für mich diesbezüglich keine Gefängnistüre mehr.
 
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  • #4
Servus Helmut,

du fragst danach warum Menschen, warum Männer, warum ICH Angst haben? Ganz schwierig!

Mich stört an Schwulen, dass ich Homosexuallität nicht erkennen und nicht nachvollziehen kann. Das Outing eines Schwulen ist für mich immer total überraschend. Hätte ich es gewußt, hätte ich mich von Anfang an anderes verhalten.

Vielleicht kann man eher an einem Beispiel mit Männern und Frauen vergleichen. Ein Frau die sich als Mann verkleidet und in Männergesellschaft unerkannt verkehrt, verursacht größte Verwirrung sobald sie sich als Frau outet. Viel schlimmer ist es noch wenn ein Mann sich als Frau verkleidet und in Männergesellschaft verkehrt. Da fühlen sich Männer vorgeführt und bloßgestellt.

Wenn ein Schwuler in Männergesellschaft verkehrt ohne sich zu outen, dann fühlen sich Männer vorgeführt und benutzt. Ist ein Schwuler körperlich dominant fühle ich mich als Mann sogar bedroht. Treten Schwule in der Gruppe auf schrillen alle Systeme bei mir Alarm und ich kneife meine Pobacken zusammen.

Das Problem beim Outing von Homosexuallität ist, glaube ich, nicht die Homosexuallität selbst. Es ist das Outing - und das plötzliche Erkennen, dass man schon immer vorgeführt wurde.
 
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  • #5
Du nimmst da wahrscheinlich sehr sensibel wirklich die Angst vieler Menschen vor "Andersartigkeit" wahr. Als gebürtige Großstädterin lebe ich derzeit in einer sehr konservativen ländlichen Gegend (um es mal wertfrei auszudrücken) und habe beruflich sehr intensiv mit Menschen zu tun. Was Nr.1 schreibt über die "Verbesserungen in Deutschland", glaube ich nur bedingt. Sicher weiß inzwischen jedermann, was er "zu sagen hat" und wesbezüglich er lieber die Klappe halten sollte. Nach meiner Erfahrung haben jedoch viele Menschen im tiefsten Inneren echte Ängste vor dem, was ihren Horizont übersteigt. Dieses Phänomen ist doch auch auf andere Themen bezogen zu beobachten. Kaum äußert mal jemand unkonventionelle, aber durchaus denkenswerte Gedanken, schreit eine ganze Nation auf und verbrennt die neue Hexe. Doch, ich bin mir sicher, dass es Angst ist, die Angst aus gewohnten und vertrauten Denk- und Fühl- Mustern auszubrechen. Dazu benötigen Menschen schließlich eine Menge Mut und dersrtige Tugenden verschwinden doch eher von der Bildfläche.
Ich wünsche Dir von Hezen, dass Du nicht traurig sein musst, sondern möglichst viele Menschen findest, die mutig genug sind, sich mit Dir auf eine Ebene zu begeben und nicht, wie von Dir wahrgenommen, "von oben herab" schauen. Als Außenstehende passt das "von oben" eigentlich für mich nicht- die haben doch gar keine "Übersicht", oder?
Gruß, w.52
 
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  • #6
Angst wird es nicht sein. Sondern Abneigung durch Verständnisslosigkeit.
Ich vermute das es eine eingeschränkte Denkweise ist die auch bei anderen Themen zum Vorschein käme. Und: Ich denke die, die sich daran stören geht es schlicht und einfach zu gut.
Sie solten sich einmal in eine Lage versetzen in denen sie unabhängig vom Geschlecht völlig einsam sind, kein Kuscheln, keine Zärtlichkeit, keinen Sex haben.
Und dann kommt noch das "Problem"der anderen Orentierung dazu.-
Im Bekanntenkreis und bei einem früheren Chef von mir sind mir diese Männer durch Kreativität sehr gute Umgangsformen nur positiv aufgefallen.-
Mich zieht absolut nichts auch nur in die Nähe zu Männer.
Da habe ich eine instinktive Abneigung.-
Z. Zt. habe ich nur rein freundschaftliche Freundinnen.
Aber meine Toleranz und mein Verständniss haben sich durch Reflektion auf meine eigene (hetereo) - Situation in den letzten Jahren erheblich geändert. m
 
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  • #7
Ich finde dass jeder Mensch in seinem Gefühlsleben nach seiner ureigenen Faccon glücklich werden soll. Egal ob mit Mann oder Frau.

Wenn ich aber zwei tuntig auftretende Männer sehe krieg ich einen Hals. Ich lauf ja auch nicht rum mit einem Schild meiner Vorlieben.

Herr Westerwelle tut sich schwer in islamischen Ländern, damit muss er leben, wir auch.

Es dürfte heute unter "Eliten" nun wirklich kein Problem mehr sein als gleichgeschlechtliches Paar aufzutreten in gepflegtem Rahmen. Nur dumme Menschen denken bei schwul oder lesbisch allein an den Sex, vergessen die vielen anderen Facetten einer Partnerschaft.
 
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  • #8
@FS

Der Schluss wird hier ganz fix gezogen, wenn man etwas für sich selbst nicht haben möchte hat man Angst davor. Ich habe keine Angst vor bisexuellen Menschen, ich möchte aber keinen bisexuellen Partner. Ich habe auch keine Angst vor golfenden oder esoterischen Frauen etc. pp.
Und ich habe weiterhin keine Angst davor, für einen prüden Spiesser gehalten zu werden........
 
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  • #9
Homophobie ist bei mir überhaupt nicht vorhanden - schwule und lesbische Freunde und Bekannte aber schon... Bin selbst hetero.
Es ist das "Warum" zwar oben beschrieben, trotzdem wüsste ich gerne, warum diese Frage hier gestellt wird. Kann man(n)/frau den hier explizit nach einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft suchen?
Nur nebenbei: Falls ein Mann sich hier anmeldet, der Bi ist, wüsste ich das gerne, bevor er sich mit mir einlässt...;-)
 
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  • #10
Angeblich gibts die grösste Verbreitung gleichgeschlechtlich gepolter Sportler unter Sportlerinnen....beim Fussball und Tennis...stand mal im Internet

11 Freunde im Whirlpool nach dem Spiel oder beim Feiern eines Tores können schon Probleme kriegen wenn zigtausend Leute aussenrum denken die knutschen sich auch sonst.

Überall wo Sponsorengeld reinfliesst wird man empfindlich reagieren. Ich hab im Gegenzug manchmal das Gefühl man muss sich rechtfertigen nicht bi oder schwul zu sein in unserer Zeit.
 
  • #11
Ich denke, daß die ganze Fußballspielerei noch immer "Macho-Land" ist.... und Machos sind nun mal komisch.

In dem Umfeld, in dem ich mich aufhalte, gibt´s keine Probleme!
 
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  • #12
Was mich an den Homosexuellen stört, ist dass sie ihre Homosexualität immer nach Außen zeigen müssen. Ich möchte nicht wissen, welche sexuellen Praktiken jemand bevorzugt, wenn ich mit demjenigen nur obeflächlich zu tun habe. Es ist so, als würde ich jedem Menschen, schon beim Händeschütteln erzählen, welche meine Lieblingsstellung ist.
Ich möchte das nicht verallgemeinern. Vielleicht habe ich auch Homosexuelle kennengelernt, und habe es nicht bemerkt. Aber den Meisten sieht man es schon an, und ich muss ganz offen sagen, es "stört" mich, weil es einfach etwas abartiges ist. Egal wie politisch korrekt wir sein wollen, wie tolerant wir sein müssen, wie sehr wir uns einzureden versuchen, es sei etwas natürliches, Homosexualität bleibt was es ist: etwas widernatürliches.
Und es passt zu unserer dekadenten und degenerierten Gesellschaft, dass diese Form der Sexualität so weit verbreitet ist.
 
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  • #13
Manchmal denke ich, dass Menschen, die mit sich selbst (im hintersten Eckchen ihres Selbstbildes) unzufrieden sind, sich kleinlich auf die Suche nach sog. Mängeln bei anderen machen. Indem sie Homophilie ablehnen, glauben sie, sich auf der Seite der (Meinungs)Mehrheit zu befinden. Das gibt ihnen ein sicheres Gefühl, "man gehört dazu".

Auch bei einigen der Antworten auf die Frage des FS fühle ich mich an den Punkt versetzt, an dem man so oft hört: "... ich hab nix gegen Ausländer, aber ...". Wir werden nicht alle Vorurteile aus der Welt schaffen können, nicht alle hören zu und nicht alle sind lern- bzw. erfahrungsbereit. Und deswegen wird es auch immer wieder Distanzierungen (und schlimmeres) zu Schwulen und Lesben geben. Schade.
 
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  • #14
Aus Kommentar #12 aufgegriffen: Ich habe nix gegen Schwule oder Lesben. Habe ich im Bekanntenkreis. Es gibt auch kein "aber"...

Halt, ein "aber" gibt es schon - aufgegriffen aus einem anderen vorigen Kommentar:
Man merkt es NICHT jedem sofort an. Das irritiert mich in dem Moment, wo ich einen Mann kennenlerne, der plötzlich und immer wieder in Gesprächen thematisch ganz allgemein auf "schwul sein" zu sprechen kommt - aber auf einer Partnerplattform eine Frau sucht. (Die Bekanntschaft endete aber. Deswegen? Oder auch wegen was anderem? Weiß ich bis heute nicht.)
Zu dieser Begebenheit habe ich später einen schwulen Bekannten gefragt, wie ich das ganze Verhalten des Mannes von der Partnerplattform deuten könnte/sollte.

Die Antwort war eindeutig. Mit dem Zusatz: "...wenn nicht, dann wenigstens bi." Aber auch "bi" hätte ich ganz gerne von diesem Herrn von der Partnerplattform selber erfahren.
 
  • #15
Lieber Fragesteller! Erst einmal, "Angst" ist die falsche Diagnose. Das ist zum billigen Totschlagargument geworden, fast schon satirisch. "Ablehnung" wäre das richtige Wort.

Ganz vereinfacht: Schwulsein ist einfach die Ausnahme und die fällt auf; was anders ist, wird eben oft abgelehnt. Das ist ur-menschlich und genau diese umgekehrte Toleranz muss auch ausgeübt werden. Menschen haben das Recht, dass ihnen etwas nicht gefällt und dass sie etwas ablehnen. Wer anders ist, muss damit leben, dass andere sich abgrenzen und einen ablehnen. Die moderne Welle der Toleranz ist eher Gefühlsduselei und politische Korrektheit, aber wird ganz und gar nicht vom Durchschnittsbürger aufrichtig empfunden. Eine Meinung zu haben und dafür einzustehen, ist erlaubt.
 
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  • #16
Selbstverständlich kann ich Umstände, Menschen und Dinge ablehnen - ich kann Männer, Frauen, Schwule, Lesben, Moslems, Christen, Juden usw. ablehnen. ABER: Es ist eine Frage des Ausdrucks der Ablehnung. Für mich gehört es dazu, dieses immer noch gesittet zu tun. Sprich, wenn ich etwas gegen Christen hätte, so ist das mein Bier und ich kann in meinem heimischen Wohnzimmer, wenn mir danach ist, über diese herziehen, wenn es mir danach besser geht. Aber in der Öffentlichkeit und im gemeinschaftlichen Zusammenleben sollte die Ablehnung in der Form stattfinden, dass ein Zusammenleben immer noch möglich ist. Ein Schwuler ist kein Gesetzesbrecher, hat mir nicht wehgetan, sondern passt lediglich nicht in mein Weltbild - ein Weltbild, da mir natürlich zusteht. Nur sollte ich mich fragen, ob ich mein Weltbild so hoch hänge, dass ich andere diskriminiere, indem ich sie von bestimmten Dingen ausschließe oder beschimpfe. Und da geht es mir zu weit mit dem Fußballspieler: Meinetwegen sollen die Herren nicht mehr mit dem schwulen Spieler duschen, wenn sie sich dadurch "sicherer" fühlen, aber aus einem Verein auschließen? Mit welcher Begründung? Ich mag nicht, dass du auf Männer stehst? Muss der nächste gehen, weil er grüne Boxershorts trägt oder der andere, weil er auf Sex mit Socken steht?
 
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  • #17
#16
an nummer 3 und 6: ich selbst bin zwar hetero, aber ich bekomme einen riesenhals wenn ich solche kommentare lese!!inwiefern werden denn andere vorgeführt, nur weil jemand sich outet? ich renne ja auch nicht permanend "ich bin nebenbei hetero"-schreiend durch die gegend, damit andere wissen, woran sie sind.wenn jemand homosexuell ist, heisst das ja noch lange nicht, dass er auf jeden anderen kerl, der ihm gerade über den weg läuft (respektive frau für lesben) grandios findet und somit hat er es doch überhaupt nicht nötig, das sofort kundzutun. wieso auch? es ändert nichts an der persönlichkeit, befähigung im job oder ähnliches. wenn er es dann doch beiläufig erwähnt oder sich "outet", heisst dies immernoch nicht, dass er einen sofort anspringen will und einem vorher etwas vorgespielt hat. so etwas absurdes!und was bitte soll den diese ganze verkleidungsgeschichte? die zeit der kampflesben ist nun wirklich vorüber und nicht jeder schwule rennt auf high heels und im tuntenkostüm rum! es ist eine sexuelle neigung, kein karnevalskostüm!
und #6: schild der vorlieben? aber wenn frau und mann sich öffentlich küssen ist es okay? da verstehe ich die ganze argumentation leider nicht....und ihr männer braucht euch auch sicher nicht bedroht zu fühlen, wenn ein homosexueller mensch auf euch zukommt und nur noch mit dem hintern an der wand schlafen! wer sagt denn bitte, dass die auf euch stehen? im grunde genommen bin ich eh der meinung, dass nur menschen, die selbst eine sehr starke neigung zur homosexualität haben sich aber hierfür schämen so verneinend auf diese völlig normale sache reagieren können.
 
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  • #18
Naja, #16, es rennt wohl niemand von uns "hetero"-schreiend durch die Gegend - das tun Schwule und Lesben ja auch nicht. Müssen sie auch nicht, weil das völlig egal ist für das zwischenmenschliche Verstehen, solange man nicht auf Partnersuche ist. Sympathisch ist sympathisch, was anderes zählt nicht. Und ob sich Männer-Männer, Frauen-Frauen, Männer-Frauen in der Öffentlichkeit küssen, ist mir egal. Liebe ist Liebe und gleiches Recht für alle. Auf einer Partnervermittlungsplattform wäre es aber angebracht, das mitzuteilen. die #13.
 
  • #19
Was hier vergessen wird ist folgendes: Lemaire hat ein Buch darüber geschrieben und die Vereinskameraden haben sich in verschiedenster Art dazu geäußert. Dass da der innere Frieden und das Zusammengehörigkeitsgefühl des Teams nicht mehr gegeben ist, ist doch naheliegend. Das hat nur vordergründig mit Homosexualität, in Wahrheit aber eben auch viel damit zu tun, dass man eben keine Bücher während seiner aktiven Zeit schreibt, in denen man Trivia aus dem realen Leben preisgibt (vgl. Toni Schumacher: Anpfiff; gab einen riesigen Eklat).

Wer seine Homosexualität derart zum Thema macht, muss sich nicht wundern, wenn andere dasselbe tun. Wenn der Frieden im Team erst einmal gefährdert ist, ist es egal warum: Ob Homosexualität, Buchautor oder sonstwelche Ärgernisse, er passt einfach nicht mehr zum Team. Er hat sich selbst rausgeschrieben. Als Fussball-Amateur (!) hat er Geld abgegriffen, indem er seine Homosexualität regelrecht zu Markte getragen hat -- sorry, null Mitleid. Er hat sich verkauft, viel Geld verdient und muss nun eben auch mit den Konsequenzen leben. Mit Homophobie hat dieser Fall gar nicht mehr viel zu tun. Die Vereinskollegen, um die es im Buch auch geht, haben natürlich kein Geld erhalten.

Hier wird ein fall ausgeschlachtet, der in Wahrheit ganz anders gelagert ist.
 
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  • #20
Sicher gibt es Schwule, denen man es sofort anmerkt. Andere, denen nichts anzumerken ist. Naja, die Menschen sind halt verschieden. Derzeit habe ich keine schwulen Männer in meinem Bekanntenkreis. Das bedauere ich sehr. Das waren die besten Gesprächspartner, die gepflegtesten Männer, die liebevollsten Freunde die man (bzw. Frau) sich nur wünschen kann. Zumindest war das meine Erfahrung. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich mir wünsche, alle Männer mögen ihre Orientierung ändern. Aber man kann doch nicht ernsthaft Menschen so einteilen. Ganz bestimmt gibt es auch "unangenehme" Zeitgenossen unter den Schwulen, die glauben, man müsse sie besonders behandeln, weil sie sich ach so besonders fühlen. Aber, ihr Lieben, schaut euch mal unter den Hetero-Männern um. Da ist dieser Anteil deutlich höher.xuwwb
 
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  • #21
Ist es die Angst, sein eigenes Weltbild und die eigenen Werte, aus-einander-setzen/auflösen zu müssen, um andere Ansichten und Werte überhaupt akzeptieren, geschweige denn in sein eigenes Weltbild integrieren zu können?
Das heißt ja nicht, daß man diese Wertvorstellungen übernehmen muß, aber allein schon der Versuch, anderes verstehen zu wollen, zeugt von Offenheit, die aber im 21. Jhdt. scheinbar nicht wesentlich größer ist als im 20..

Ähnliche Reaktionen sind aber nicht nur in Bezug auf die sexuelle Ausrichtung zu beobachten, auch andere Formen der gesellschaftlichen Unangepaßtheitheit (Kleidung etc.) werden durch Ablehnung "abgestraft", es herrscht also quasi ein gesellschaftlicher Normierungszwang. Und der hat meiner Ansicht nach den Sinn, die gesellschaftlicher Stabilität aufrecht zu erhalten, andererseits ist die Gefahr, von der Abgrenzung über die Ausgrenzung ins humanitäre Abseits abzugleiten sehr groß.

@#14, Frederika: das Recht, etwas abzulehnen, hat natürlich jeder. Meiner Ansicht nach macht man es sich oft aber etwas zu einfach, wenn man etwas ablehnt. Denn man ist dann nicht mehr bereit, den Kern der anderen Vorstellungs- oder Lebenswelt grundsätzlich verstehen zu wollen.

Natürlich kann man nicht alles, jeden und jedes verstehen, solange mir keiner (absichtlich) auf den Fuß tritt, habe ich keinen Anlaß, ihn deswegen abzulehnen, ich muß ihn aber auch nicht mögen.
 
  • #22
natürlich hat man das recht etwas abzulehnen.
bezogen auf die homosexualität, ist eine agressive ablehnung allerdingst weit über das ziel hinausgeschossen und weist meiner meinung nach, psychische defizite auf.

homosexualität ist genauso normal, wie heterosexualität - mit dem unterschied, dass sie nicht so häufig auftritt.
durch alle kulturen hindurch, gibt es einen home-anteil von 10-13 prozent.

die toleranz der homosexualität, als gefühlsduselei oder falsch verstandene politische korrektnis zu verunglimpfen, hat für mich stammtischniveau.
sich dann noch auf das empfinden des, so genannten durchschnittsbürgers zu berufen...wer ist das eigentlich? der typische bildzeitungsleser?

die homosexuellen, denen man ihre veranlagung ansieht, sind meistens diejenigen, die eher den weiblichen part einnehmen. die "schwulen-machos" verhalten sich eben, wie "normale" männer;-)

<MOD: Verunglimpfungen entfernt.>
 
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  • #23
@20: man hat aber nun mal auch das Recht es sich einfach zu machen, davon abgesehen finde ich es etwas vermessen zu behaupten das man es sich dann grundsätzlich zu einfach macht wenn man etwas ablehnt. Nur weil man sich intensiv mit etwas auseinandersetzt führt das noch lange nicht dazu das man es nachher nicht mehr ablehnt.
 
  • #24
@21: Der Anteile homosexueller Männer beträgt etwa 3-5%, wenn man ideologie-freie Studien betrachtet. Auch in täglichen Leben ist längst nicht jeder siebte oder zehnte schwul, sondern maximal jeder zwangiste bis dreißigste.
 
  • #25
@#23
es ist völlig unerheblich, ob der homo-anteil nun 5 oder 10 prozent beträgt.
fakt ist einfach, dass homosexualität genauso normaler bestandteil der sexualität ist, wie die heterosexualität...nur eben nicht so häufig vertreten.

ob man die homovariante nun mag oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. unangebracht ist aber die agressive reaktion darauf.

wenn ich zu den homosexuellen noch die ganzen bi-sexuellen hinzuzähle, dann bleiben deutlich weniger, als 95% heteros über...;-)
...das gilt übrigends für männer, wie auch für frauen!
 
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  • #26
@22
Dein letzter Satz: das hat 20 ja auch in seinem letzten Absatz geschrieben.
Natürlich hat jeder das Recht, etwas abzulehnen. Aber: Ich sehe nicht, dass Homosexuelle nur durch ihre sexuelle Orientierung die Freiheit von irgendjemandem eingrenzen, ihn in seiner Würde verletzen etc.
Umgekehrt wird aber häufig die Freiheit Homosexueller eingegrenzt oder deren Eingrenzung gefordert, wenn gesagt wird, wie in #11 z.B. : "Was mich an den Homosexuellen stört, ist dass sie ihre Homosexualität immer nach Außen zeigen müssen." (Beinhaltet für mich ein "lebt das zu Hause aus, ich wills nicht wissen")
Homosexuelle haben genau das gleiche Recht, händchenhaltend durch die Straßen zu gehen und sich in der Öffentlichkeit zu küssen wie Heterosexuelle. Kann sein, dass ich beides nicht mag, dann gilt das aber für ALLE.
Also: Ablehnen darf man Dinge, und wie die Hosen auch mal gesungen haben "Auch lesbische, schwarze Behinderte können ätzend sein". Also, ich muss nicht alle "Andersartigen" lieben, weil ich politisch korrekt sein will. Aber meiner Erfahrung nach stehen hinter Homophobie häufig Ängste oder Fehlbewertungen. Ängste wie z.B. Sorge (bei Männern, und das erfinde ich NICHT, das wurde mir gesagt) als nicht mehr männlich wahrgenommen zu werden, wenn man schwule Freunde hat, als schwul (und damit als unmännlich) gesehen zu werden etc. Bewertungen z.B. verinnerlichte Werte die man nicht abgelegt hat, die unterbewusst "passieren" und in Bewertungen eingreifen etc.

Man sollte sich mit Lebensweisen auseinandersetzen. Man muss sie nicht für sich akzeptieren und man muss wegen political correctness nicht alle Homosexuellen liebhaben. Aber Homosexualität abzulehnen in meinen Augen nicht in Ordnung, da man die Freiheit anderer einschränkt.

Zu Frederikas Post Nummer #18: Da ist mit SIcherheit etwas dran, dennoch darf nicht vergessen werden, dass Homosexualität gerade im Profifußball ein riesengroßes Tabu ist, wie auch das Buch "Versteckspieler" von Marcus Urban zeigt oder Sendungen, die sich dem Thema widmen, z.B. hat das DSF mal eine Reportage darüber gemacht, lässt sich auch auf youtube finden, wen es interessiert.

w25
 
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  • #27
Ich finde es einfach nur ekelhaft wenn zwei Männer vor meinem Augen knutschen und das Zurschaustellen der Homosexualität durch Sprache, Gestik und Mimik, ist wiederlich und ekelt mich an. Ich lasse es mir natürlich nicht anmerken, weil ich höflich bin, aber ich versuche Schwule und Lesben zu meiden wo es nur geht.

MOD [Polemik gelöscht.]
 
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  • #28
Die meisten Frauen behaupten: Unter Frauen und Männer gibt es keine echte Freundschaft. Es bleibt immer ein Rest sexuelle Anziehung, zumindest von einer Seite.

Ich behaupte, davon abgeleitet: Zwischen Hetero-Männern und schwulen Männer gibt es keine echte Freundschaft. Es bleibt immer ein Rest sexuelle Anziehung, zumindest von einer Seite.

Seine homosexuelle Neigung innerhalb einer Gruppe von Männer zu verschweigen grenzt schon fast an sexuelle Belästigung.
 
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  • #29
@26 jetzt mal wirklich, du hast sicherlich auch seiten an dir die widerwertig sind und sei es auch nur dein charakter. wenn du das ecklig findest okay, aber vergiss nicht genauso ecklig können auch heteros sein... und noch schlimmer...
 
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