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  • #1

Hormonumstellung, gibt es da einen Zusammenhang zu Stimmungsschwankungen und irrationalem denken?

Hormonumstellung durch Wechseljahre, bei Männern durch das Alter teilweise mit wenig körperlicher Auswirkung, bei Jugendlichen in der Pubertät, haben auch auf das seelische Empfinden eine Auswirkung. Gerne würde ich hören, ob der Leidensdruck bemerkt wird. ZB. meine Schwester ist in ihren Stimmungsschwankungen teilweise unerträglich. Sie ist jetzt 51 Jahre alt. Jedes Wort muss auf die Goldwage gelegt werden. Ich, als etwas jüngere Schwester habe ihr netterweise einen Therapie vorgeschlagen. Ups, war nicht gut. Sicher , es gibt genügend Frauen die nicht die kleinste Änderung bemerken, aber wie ist es mit den Angehörigen?
 
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  • #2
ch bin überhaupt nicht traurig n den Wechseljahren zu sein und nehme keine Gegenhormone. Meine anfänglichen Stimmungsschwankungen waren nicht anders als beim PMS, das ich immer hatte. Leider stellen sich dadurch kleine Zipperlein, wie neue Fältchen, steifere Gelenke o.ä. ein, die man vorher noch nie hatte, aber so ist das nunmal, wenn man älter wird.
Deine Schwester sollte beim Frauenarzt oder besser Endokrinologen einen genauen Hormontest vornehmen lassen und sich ggf. hormonelle Unterstützung gegen Wechseljahrsbeschwerden verschreiben lassen.
Ich habe von einigen Ärtzten gehört, dass sie manchmal sogar leichte Psychopharmaka verschreiben, die den Frauen in der Menopause hilft, ihr seelisches Gleichgewicht wiederzufinden.
Interessant für solche, die Hormone nicht vertragen.
 
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  • #3
Ja, natürlich greifen die hormonellen Umstellungen während der Wechseljahre teilweise auch tief in die Stimmungslage und die Gelassenheit im Umgang mit anstrengenden Situationen ein. Das hat aber noch nichts mit irrationalem Denken zu tun :)

Den Betroffenen fällt in unterschiedlicher Weise auf, dass es diese Folgen gibt. Manche fühlen sich schlapp, manche haben depressive Schübe, manche merken gar nichts, manche kriegen nicht mit, dass sie verändert auf ihre Umwelt wirken usw., manche blühen in dieser Zeit durchaus auf.

Auf jeden Fall ist das für viele Frauen eine ziemlich schwierige Zeit, ja auch deshalb, weils eindeutig mit dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt verbunden ist, weil da die Fragen nach Attraktivität, Sexualität etc. in neuer Weise stehen. Und wenn dann vielleicht auch noch die Beziehung instabil ist, die Kinder in der Pubertät und sehr schwierig sind und was auch immer .... das ist oft hart, und manchmal merkt man erst im nachhinein, was man da alles getragen hat.

Ätzend ist es jedenfalls, wenn dann auch noch gute Freunde, Partner oder Verwandte (auch die "kleinen Schwestern") wenig hilfreich sind und auch noch so tolle Tipps wie die für eine Therapie geben, ohne so richtig zu begreifen, was da eigentlich alles gerade los ist (wissen die Frauen ja selber oft auch nicht).

Frauen in den Wechseljahren sind keine "Fälle", sondern Frauen in einer wichtigen Umstellungsphase ihres Lebens. Viele brauchen einfach ein bisschen moralische Unterstützung in einigen Situationen, die Möglichkeit, sich mal auszusprechen oder auszuheulen (beste Freundinnen sind da superwichtig). Oder sie brauchen einen guten Tipp. Und eine gute Frauenärztin, mit der sie reden können.

Aber ich wäre auch stinkesauer gewesen, wenn ich von meiner jüngeren Schwester einen Tipp für eine Therapie (was immer du damit gemeint hast) bekommen hätte und mir das auch noch als nett verkauft wird. Das finde ich unangemessen und auch unsensibel. vielleicht siehst du das in einigen Jahren auch anders?

Wenn euer Schwesternverhältnis gut und intensiv ist, solltet ihr darüber REDEN und euch austauschen. Wenn ihr eigentlich nicht so eng miteinander verbandelt seid, dann solltest du dich jetzt einfach mal ein Stück zurückziehen. Gute Ratschläge aus der Ferne bringen da aus meiner Erfahrung nichts. Vor allem, wenn sie den Hintergrund haben, eine angeblich jetzt so launische Frau therapieren zu wollen, damits für alle leichter wird.

ich bin übrigens aus meiner Sicht ziemlich leicht durch die Wechseljahre gekommen, weiß aber heute mit etwas Abstand, wieviel Kraft mich das gekostet hat.
w,55
 
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  • #4
FS
Ich habe mich bei meiner Schwester sofort für den verbalen Ausrutscher entschuldigt,aber mein Ausrutscher kam von Herzen. Ich mache mir über diese Unausgeglichenheit Gedanken und sie nervt auch sehr.
Vielleicht gehört auch die weitere schlechte Situation meiner Schwester zu ihrer Problematik, aber
deshalb ist es für Außenstehende nicht einfacher.
Und nur, weil jetzt das Leben anders wird alle Freundschaften aufkündigen, Verwandte mit Neid und Missgunst zu bedenken, geht sicher in Richtung Therapie.
Ja, wenn man 51 Jahre alt ist und keine Kinder haben wollte , weil das Leben ohne Kinder schöner ist und dann feststellt, ups wofür das alles, Dann kann man doch nicht so böse werden?
Ich wollte nur wissen wie andere Angehörige in solchen Situationen handel, Wie empfinden die Männer dieser Umstellung bei der Frau. Nur schön kann das nicht sein.
 
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  • #5
Kann ich mir vorstellen, dass sie auf den Therapievorschlag nicht gut zu sprechen ist. Ist auch echt etwas unüberlegt... das hat nichts zu tun mit nie vorhanden gewesenem Kinderwunsch. Wenns ganz heftig ist, kann und soll! man mit Hormonen dagegensteuern - das ersetzt auch keine Therapie. Die Hormone, die heute gegeben werden, haben lange nicht mehr diese Risiken und Nebenwirkungen von noch vor einigen Jahren. (Das weiß ich von einer Bekannten).

Einsetzen der WJ ist bei jeder Frau unterschiedlich. Ich hab sicherheitshalber mal meinen Hormonspiegel messen lassen, weil ich mit einer Trennung letztes Jahr sehr, sehr lange überhaupt nicht klar kam und mich selbst in meinen Reaktionen auch nicht wieder erkannte. War aber alles (noch) o. k., obwohl ich schon ü40 bin. Ich glaube auch, dass viele schon so von Angst vor den WJ geprägt sind, dass es sie dann umso härter erwischt, weil sie es sich vorher unbewusst schon eingeredet haben.
 
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  • #6
ich hatte mit 42 Jahren keine Menstruation mehr und erst nach ein paar Jahren fingen die Stimmungsschwankungen an, morgens irritiert wach geworden, manchmal pitschnass und hatte noch kleine Kinder zu umsorgen, meine Tochter gerade 15 Jahre. Es war nicht leicht, doch so schlimm habe ich das nicht empfunden. Viel schlimmer ist es meiner Schwägerin ergangen, die keine Kinder hatte und plötzlich vor dem Aus stand. Deshalb sehe ich das nicht so falsch, ihr eine Therapie zu empfehlen.
 
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