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Gast

  • #1

Ich bin eine Frau und mag keine kleinen Kinder

Mein Freund und ich sind beide 33, also so langsam in einem Alter, in dem wir uns fragen müssten, ob wir Kinder wollen oder nicht. Aber keiner von uns beiden kann viel mit kleinen Kindern anfangen.

Manchmal frage ich mich, was mit mir los ist. Wenn Freundinnen schwanger sind, kann ich mir das schwer an mir selbst vorstellen. Mir graut regelrecht davor. Ich finde Säuglinge und Kleinkinder auch nicht süß und hätte keine Nerven, sie zu bespaßen und zu beschäftigen. Vor Kurzem war ich bei einer Freundin zu Besuch, deren kleine Tochter gerade anfängt allein zu essen, das Essen wieder ausspuckt, eine Riesensauerei veranstaltet. Ich dachte in dem Moment, ich würde als Mutter eine Krise bekommen.

Dabei ist es keineswegs so, dass ich generell etwas gegen Kinder habe. Die Nichte meines Freundes ist 11. Da sie sein Patenkind ist, unternehmen wir viel mit ihr. Sie erzählt uns, was sie so erlebt, in der Schule, mit Freunden etc. Habe auch schon öfters etwas allein mit ihr unternommen, waren im Schwimmbad, im Kino usw. Und es ist schön zu erleben, dass sie mit mir Dinge bespricht, die sie beschäftigen. In solchen Situationen könnte ich mir gut vorstellen, später Mutter zu sein. Aber für ein Baby hätte ich keine Nerven und kann da nichts niedliches finden.

Geht es auch anderen Frauen so? Denkt man bei den eigenen Kindern dann anders, als bei Kindern von Bekannten und Verwandten? Oder sind die Frauen unter euch, die nichts mit kleinen Kindern anfangen können, kinderlos geblieben?
 
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  • #2
Hallo,

ging mir ähnlich. Sag es nicht laut. Finde einen Mann der gemeinsam mit dir das Kindliche ausleben mag. Zum Beispiel durch geliehene Kinder der Geschwister ... die kann man nach einem netten Ausflug wieder abgeben. Kannst auch Säuglinge ausborgen und üben. Meist reduziert sich der Ekel durch Alltäglichkeit. Sch.. windeln sind aber durchaus nicht schön. Mütter sagen dir das nie deutlich. Es gehört sich nicht.
 
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  • #3
Ich bin auch in deinem Alter und überlege immer mal wieder ob ich Kinder möchte oder nicht. Es gibt Situationen in denen ich Kinder ok bis sogar ganz niedlich empfinde. Beispielsweise die Tocher einer Freundin war ein sehr schönes Baby. Meine Nichte sagt ab und zu mal ganz witzige Dinge und sieht auch oft süß aus. Den Geruch von Babys mag ich allerdings überhaupt nicht, volle Windeln ekelhaft, verschmierte, dreckige, klebrige Kinder ebenso. Werbungsbabys nerven unglaublich (meist nackt, oder nur mit Windel, zerzauste Haare nach dem Schlafen und breiverklebte Gesichte)

Geburt und Schwangerschaft nahezu unvorstellbar, ich wäre nicht auszuhalten.

Kinder halte ich für sehr egozentrisch und wenig empathisch, sie wollen alles und zwar sofort, kennen kein später oder nein, interessieren sich nicht für deine Wünsche. Wäre ein Mann so, würde ich mich von ihm trennen und das macht mir sehr große Angst. Man ist dann an einen Menschen gebunden der charakterlich wirklich nicht "gut" ist.

Ich kenne Mütter die mögen nur die eigenen Kinder und sind von fremen genervt. Andere Frauen finden auch fremde Kinder total süß, würden bei denen sogar die Windeln wechseln und auf sie aufpassen.
Eine Freundin fand Kinder immer schrecklich, wurde schwanger und ist vernarrt in ihr Kind. Sie erzählte mir, dass die Hormone und Schwangerschaft sie total verändert hätten.

Wahrscheinlich ist was dran, an dem Mythos, das man sein eigenes Kind immer liebt... und ebenso an dem Mythos der bösen Stiefmutter (was ich durchaus verstehen kann)
 
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  • #4
Ich kann mit Kindern überhaupt nichts anfangen. Ich kann nicht verstehen, warum sich alle anwesenden Frauen über einen Kinderwagen beugen und lächerliche Geräusche und Grimassen machen. Häufig vergesse ich auch, Interesse zu heucheln, wenn mir Bekannte mit Babys begegnen. Irgendwann bekomme ich dann quasi das Kind aufgedrängt.

Babys und Kinder von Freunden gehören dazu, sie sind halt dabei, ich beschäftige mich auch mit ihnen. Von Fläschen geben, Windeln wechseln etc. war alles schon dabei. Ich fühle dabei überhaupt keine Sehnsucht. Ich würde diese Kinder auch keine Sekunde vermissen, wären sie nicht dabei.

Ich wusste schon als Kind, dass ich keine Kinder möchte. Es gab auch nie eine Zeit in meinem Leben, in der ich dachte, mit dem richtigen Mann käme der Wunsch auf.

Für mich sind Kinder so ab zehn, elf annehmbar. Dann kann ich schon eher etwas mit ihnen anfangen. Ich habe früher sogar Witze gemacht, dass ich höchstens mal ein Kind ab dreizehn adoptieren würde.

Wenn ich ein Kind hätte haben müssen, wären wir wohl beide sehr unglücklich geworden. Klar hätte ich als Mutter funktionieren können, aber lieben? Und dabei auch noch mein Leben lieben? Niemals! Warum sollte ich das Leben eines Kindes ruinieren?

w
 
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  • #5
Ich hatte auch nie einen richtig starken Kinderwunsch und habe auch keine Kinder.
Anders als bei dir, finde ich jedoch Babys noch total rührend. Dieses zarte und hilflose, total auf die Bezugsperson angewiesene, ruft durchaus mütterliche Gefühle und Faszination in mir hervor. Auch diese stark körperlich-sinnlich betonte Beziehung zwischen Mutter und Baby finde ich schön. Das alles hätte ich mir für mich durchaus noch vorstellen können.
Was ich aber ganz schlimm finde, ist praktisch alles, was nach dem Baby-Alter kommt. Da muss das Kind in die Gesellschaft integriert werden. Man muss auf Spielplätzen herumsitzen, muss sich mit den anderen Kindergarteneltern über jeden Sch… unterhalten, muss Kindergeburtstage veranstalten (und das sind ja heutzutage anspruchsvolle Events, da ist es nicht mit einem Kuchen und ein paar Luftballons getan), muss sich um die richtige Schule fürs Kind "bewerben", muss zu Elternabenden, all die anfallenden Probleme eines Kinderalltags lösen, Tagesablauf, Freizeit- und Urlaubsgestaltung richten sich 18 Jahre lang nach dem Kind.
Ganz anstrengend wird es dann in der Pubertät: dauernd musst du konsequent sein, diskutieren und Grenzen setzen, auch wenn du gar keine Lust auf diese Machtspielchen hast, sondern einfach nur mal deine Ruhe haben willst …
Ich kenne auch keine Mutter, deren Leben insgesamt ich richtig erstrebenswert für mich fände, viele finde ich sogar regelrecht abschreckend und bin froh, dass ich dieses Leben nicht führen muss, da die Frauen permanent gestresst sind. Im Durchschnitt wirken Mütter nicht glücklicher als ich.

FS, wenn dein Partner ebenfalls nicht unbedingt Kinder möchte, passt es doch ideal! Warum solltet ihr euch dazu "zwingen"?!

w49
 
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  • #6
Manchmal frage ich mich, was mit mir los ist. Wenn Freundinnen schwanger sind, kann ich mir das schwer an mir selbst vorstellen. Mir graut regelrecht davor. Ich finde Säuglinge und Kleinkinder auch nicht süß und hätte keine Nerven, sie zu bespaßen und zu beschäftigen.
Dann ist das eben so. Mach Dir doch keinen Kopf, wenn Du eh keine Kinder willst, dann musst Du dieses Progamm auch nicht durchziehen. Bedenklich sind nur die Leute, die Kinder wirklich hassen. Da ist dann einiges in der Kindheit schiefgegangen und das ist auch sehr traurig.

Vor Kurzem war ich bei einer Freundin zu Besuch, deren kleine Tochter gerade anfängt allein zu essen, das Essen wieder ausspuckt, eine Riesensauerei veranstaltet. Ich dachte in dem Moment, ich würde als Mutter eine Krise bekommen.
So geht es bestimmt vielen Kinderlosen. Ich war auch mal bei einem Paar, hatte ne Gemüseplatte mitgebracht, für die ich zwei Stunden in der Küche gestanden hatte. Das Kleinkind hat einmal draufgeniest. Naja, gegessen haben dann nur die Eltern davon. Ich glaube, wenn man selber Kinder hat, sieht man das nicht mehr so eng.

Was mich auch wundert ist, dass manche kinderlose Frauen doof angemacht werden, weil sie keine Kinder haben. Als stimme was mit denen nicht oder sie würden einen gesellschaftlichen Auftrag nicht erfüllen. Impertinent finde ich auch die bohrenden Fragen, warum man denn keine Kinder habe. Als wolle der Frager ein Charakterschwein enttarnen. Soll man dann sagen, der Freund konnte nicht zeugen oder sowas? Man fragt diese Leute ja auch nicht nach solchen intimen Sachen in anderen Bereichen.

Kinder halte ich für sehr egozentrisch und wenig empathisch, sie wollen alles und zwar sofort, kennen kein später oder nein, interessieren sich nicht für deine Wünsche. Wäre ein Mann so, würde ich mich von ihm trennen und das macht mir sehr große Angst. Man ist dann an einen Menschen gebunden der charakterlich wirklich nicht "gut" ist.
Was ist das denn für ein Käse? Entschuldige, aber natürlich sind Kinder so, dafür sind sie Kinder! Wie kann man das mit einem Erwachsenen vergleichen? Ich meine, gut, viele Erwachsene verhalten sich kindisch, aber ein Kind darf ja wohl ein Kind sein und erst mal lernen, was es heißt zu teilen usw. Wie warst Du denn als Kind, auch charakterlich nicht gut?
 
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  • #7
ich (m) will Kinder - aber das was ich gelesen habe, kenne ich auch. Ich bin aber der Langzeitsingle.

Ich denk aber, vieles relativiert sich, wenn es die eigenen Kinder sind - und vieles kommt step by step, d. h. man ist schwanger, dann die Geburt, dann ...

Ich vermute, die Freude über die Kleinen - z. B. bei der Geburt - trägt einen durchs Leben sodaß man die vorbeschriebenen Dinge oft weniger sieht. Liebe macht blind - analog.

Aber ich glaube auch, daß vorwiegend intelligentere Menschen die oben beschriebenen Sichtweisen haben.
 
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  • #8
An FS:

Mir geht es auch so, ich konnte mit Kindern noch nie etwas anfangen, mit Babys erst Recht nicht. Kinder stören mich nicht, wenn sie bei Freunden und Bekannten mit dabei sind, aber ich selber habe keinen Bezug dazu und möchte auch keine. OK, wenn ich auf jemandes Kind aufpassen MÜSSTE würde es wohl irgendwie gehen, aber ich habe einfach kein Interesse daran, mich zu vermehren.

Ich denke, die Welt hat es schon so eingerichtet, es gibt immer mehr Menschen, und dann wird es wohl seinen Grund haben, warum manche dann keine Nachkommem haben wollen. Es ist o.k. so, und glücklicherweise habe ich viele Hobbies, Bekannte und Freunde, so dass ich nicht das Gefühl habe, dass mir etwas fehlt.

w, 41
 
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  • #9
Liebe FS
Mit diesen Gefühlen bist Du nicht allein, mir geht es genau so. Ich finde Babys und ganz kleine Kinder einfach nur langweilig und nervig. Je älter sie werden, desto spannender werden sie für mich. Meine 8-jährige Nichte z.B. ist superklug. Sie fragt mich Sachen, die sie nicht versteht oder einfach so wissen möchte. Sie sitzt anständig am Tisch, isst ohne zu meckern, versteht, wenn man ihr etwas sagt und gehorcht auch. Vielleicht ändert sich die Einstellung gegenüber eigenen Kindern, aber dieses Risiko möchte ich nicht eingehen, dem Kind, aber auch mir zu Liebe nicht. Mein Mann wäre ein absoluter Traumvater und manchmal stelle ich mir vor, wie ein Kind von uns beiden wohl aussehen würde, welche Eigenschaften es von wem erben würde, welchen Beruf erlernen, welche Hobbys ausüben etc., aber das ist dann auch schon alles.

Liebe Grüsse

w, 32
 
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  • #10
Kann ich gut verstehen. Mit so einem klein Kind [mod] kann man sich nicht unterhalten etc.

Wenn ihr aber trotzdem nicht auf Kinder verzichten wollt, warum dann nicht eines adoptieren, dass das richtige Alter für euch hat?

w,
 
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  • #11
Mir (w/37) geht es auch so, darum habe ich auch bis heute keine Kinder und werde wohl auch keine bekommen.
Ich habe einfach keinen Kinderwunsch - so what?
Meine Freundinnen wurden natürlich eine nach der anderen schwanger und mir wurde mehrfach mitgeteilt, dass die Hormone das schon regeln werden und "man" dann automatisch auch mit Säuglingen (oder gerade?) gut umgehen und handtieren kann.
Darauf wollte ich es aber nicht ankommenn lassen....

Es ist also m.E. nicht unnormal, wenn frau mit kleinen Kindern nicht naturgemäß verbunden ist.
Wenn ich die Wahl zwischen einem Hundebaby und einem Säugling hätte, würde ich mich für den Welpen entscheiden: Er berührt mein Herz.
 
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  • #12
Für mich sind Kinder so ab zehn, elf annehmbar. Dann kann ich schon eher etwas mit ihnen anfangen. w
Das habe ich oft gehört, dass Frauen sich gleich ein zehn, elf jähriges Kind wünschen. Ähnliche Vorstellung hatte ich mal auch früher bis mein Partner mit seinem ausdrücklichen Wunsch mein Mutterwerden geweckt hat. Meine Freundinnen waren allesamt sehr überrascht und gleichzeitig beeindruckt, so dass sie nach meinem Geburt der Reihe nach schwanger wurden. Sie sind alle beruflich engagierte Frauen und haben inzwischen zehn, elf jährige Kinder wie ich - Traum hat sich erfüllt :)
W
 
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  • #13
Die Natur hat es schon clever so eingerichtet, dass einem die Stinkewindeln und das Geschmadder der eigenen Kinder nichts ausmachen :) Und dann noch das Kindchenschema... Macht Euch keine Sorgen, ging mir nicht anders. Ich mochte auch keine kleinen Kinder, das Gesabber beim Essen empfand ich als ekelhaft und niedlich fand ich Kinder überhaupt nicht, im Gegenteil, nervende brüllende Engerlinge!

Bis ich meine eigenen Kinder bekam... Da hat die Natur voll zu geschlagen, und ich mochte alles an meinen Kindern :) Heute ist es so, dass ich nur Kinder niedlich finde, die mich äußerlich an meine eigenen Kinder erinnern, also in mein "Liebhab-Schema" passen. Ansonsten finde ich Kinder immer noch nervig, helfe aber jedem Kind, das sich hingepackt hat, puste, habe Pflaster dabei, suche mit heulenden Kindern ihre Mutter, und zwinkere lächelnd weinenden Kindern zu. Die hören dann meist auf zu plärren, was ihre Mütter ungemein entlastet :) Ach so, ja, vielleicht sollte ich noch erwähnen: Die Kinder meiner Cousine sehen meinen Kindern sehr ähnlich - die familiäre Affinität ist unübersehbar. Diese ihre Kinder habe ich auch in mein Herz geschlossen. Vielleicht bin ich Familien-Egoistin, aber wenn, dann ist das eben so - und ich kann und will es nicht ändern.

Bekommt ruhig eigene Kinder, die Natur macht schon, dass ihr sie liebt - auch wenn sie gleichzeitig Milch spucken, die Windeln füllen, auf den Wickeltisch pullern und Schluckauf haben :)
 
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  • #14
Ich kann diese Einstellungen überhaupt nicht nachvollziehen. Da ist doch was gründlich schief gelaufen. Hätten eure Mütter so eine Einstellung gehabt, gäbe es euch heute nicht. Ihr klingt für mich allesamt sehr egozentrisch. Natürlich könnt ihr machen, was ihr wollt, ABER: was, wenn euer Partner Kinder will? Ab einem gewissen Alter wollen Männer ihren eigenen Nachwuchs. Dann wird die Partnerschaft scheitern. Irgendwann steht ihr als einsame alte Frauen da. Keine Kinder, keine Enkelkinder, keine Familie. Eure eigenen Eltern sind tot und eine Familie habt ihr nie gegründet. Der ehemalige Partner hat sich getrennt und mit einer anderen Frau Kinder in die Welt gesetzt. So möchte ich im Alter nicht leben.

Ich habe selbst Kinder, komme aber auch mit den Kindern anderer Leute gut klar. Wenn ich mich um die 2 kleinen Kinder meiner Nachbarin kümmere, gibt mir das etwas. Ich gebe den Kindern Zuneigung und Aufmerksamkeit. Das spüren sie. Sie freuen sich, wenn ich mit ihnen spiele und etwas mit ihnen unternehme. Die drücken mich ganz spontan oder sagen "Du bist mein Freund" . Letztens hatten sie mir Blümchen gepflückt und standen ziemlich angeschmuddelt vor der Tür. Da geht mein Herz auf. Kinder haben so viel zu geben. Als Mutter gibt man doch nicht nur, man bekommt auch viel zurück.

w
 
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  • #15
Bekommt ruhig eigene Kinder, die Natur macht schon, dass ihr sie liebt - auch wenn sie gleichzeitig Milch spucken, die Windeln füllen, auf den Wickeltisch pullern und Schluckauf haben :)
Klar, sagt das mal den Müttern, die ihre Kinder in die Gefriertruhe einfrieren und in Blumenkästen vergraben! Ich glaube echt nicht mehr an höhere Mutter Naturgefühle.

Unter Umständen geht das auch ziemlich schief, wenn eine Frau absolut keine Kinder mag und dann Kinder bekommen soll! Deswegen bin ich auch für Abtreibung. Es gibt zu viele schlechte Mütter, die ihre Kinder misshandeln, das muss ja echt nicht sein.
 
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  • #16
#13: Schön, dass Dich das Muttersein so glücklich macht, freut mich für Dich. Ich habe keine Kinder und wollte nie welche. Mein Mann übrigens auch nicht. Deswegen bin ich nicht besser oder schlechter, auch ist bei mir nichts schiefgelaufen. Einfach ein anderer Lebensentwurf. Es bisschen mehr Akzeptanz für Nichtmütter wäre nicht schlecht, oder?
 
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Gast

  • #17
@13
Man bzw. Frau kann auch mit Kindern dann mal alleine da stehen. Nämlich dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind und sich einen Sch... um die Eltern kümmern. Selbst bei meinen Freundinnen erlebt. Dann lieber keine Kinder mit einem Partner der das gleiche Lebensmuster hat und die Enttäuschung ist nicht so groß.

Ich wollte nie Kinder und hab auch keine. Dafür viele Nichten und Neffen bei denen ich Patentante bin und die sehr gern zu uns kommen.

w50
 
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  • #18
@Gast 13

Wieso sollte denn etwas schiefgelaufen sein, wenn jemand keine Kinder möchte? Dies ist völlig in Ordnung und sollte respektiert werden. Ich finde Deine Aussage ziemlich anmassend.

Es ist auch nicht gesagt, dass man im Alter selbst mit Familie nicht doch irgendwann alleine dasteht. Es gibt nunmal keine Garantie für Enkelkinder und für eine lange und glückliche Ehe.

Ich finde es schön, dass Dir Kinder soviel geben. Geniess es doch einfach und respektiere die Meinung anderer.

Liebe FS

Ich möchte auch keine Kinder. Aber wer weiss, wie ich in ein paar Jahren darüber denke. Ich lasse es mir einfach mal offen und mache mir nicht sonderlich viele Gedanken darüber.

Nervend finde ich jedoch meistens nicht mal die Kinder, sondern die Erwachsenen. Jede Regung des Babys muss man bewundern, auch wenn es zum 35x ist. Das sind die Sachen, die ich einfach anstrengend finde. Zudem gibt es kein anderes Thema mehr, ausser Nachwuchs.

w/33
 
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  • #19
Irgendwann steht ihr als einsame alte Frauen da. Keine Kinder, keine Enkelkinder, keine Familie. Eure eigenen Eltern sind tot und eine Familie habt ihr nie gegründet. Der ehemalige Partner hat sich getrennt und mit einer anderen Frau Kinder in die Welt gesetzt. So möchte ich im Alter nicht leben.
Ich bin selbt Mutter eines 2jährigen Sohnes und möchte das nicht missen. Aber bei solchen Ansichten platzt mir die Hutschnur!
Sorry, aber hast du schon mal was von Toleranz gehört? Ich habe Freundinnen, die wie ich Kinder haben, andere sind kinderlos und ich halte diese Kontakte, weil sie mir wichtig sind.
Ich selbst hatte lange dieselben Gefühle wie die FS, bis ich mit 37 ungeplant schwanger wurde. Das habe ich dann so angenommen und liebe meinen Sohn über alles. Ein typisches "Muttertier" bin ich aber nie geworden. Mein Partner und ich, wir sind beide sehr freiheitsliebend und schaffen es ganz gut, das mit unserer Elternrolle zu vereinbaren.

Diese Angst vorm allein sein, wie sie hier oben geschildert wurde, ist ein riesengroßes Problem der Übermütter. Und das ist ganz allein ihre Angst, NICHT die der Kinderlosen. Das stelle ich immer wieder fest. Aber denken die wirklich, sie sind sicher vorm allein sein, wenn sie Kinder in die Welt setzen? Man hat doch im Leben nie Sicherheit. Der Mann einer Übermutter kann sich genauso irgendwann trennen oder sterben. Und die beiden Kinder können sonstwohin auswandern. Und die Pflicht, der Mutter Enkel zu schenken, haben sie schon mal gar nicht.
Ich wünsche mir für meinen Sohn, dass er glücklich wird, ob mit einer Frau und 3 Kindern oder allein in Australien, er soll seinen Weg finden.
Aber viele Eltern impfen ihren Kindern doch unbewusst den Auftrag ein "Du darfst mich nicht allein lassen, musst mir was zurückgeben, musst dich für mich aufopfern!"
Wer Kinder hat, kann im Alter genauso allein dastehen, da kenne ich genug Fälle. Und die sind dann wesentlich schlimmer dran, weil sie nie gelernt haben, mit sich allein zurecht zu kommen, sich wirkliche Freundschaften zu erhalten, sich Interessen zu schaffen, sich zu verwirklichen.
Es soll einfach jeder sein Glück finden, aber BITTE niemanden verdammen, der es anders macht.
 
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Gast

  • #20
Klar, sagt das mal den Müttern, die ihre Kinder in die Gefriertruhe einfrieren und in Blumenkästen vergraben! Ich glaube echt nicht mehr an höhere Mutter Naturgefühle.
Sowas kommt glücklicherweise sehr, sehr, sehr, sehr, sehr selten vor.

Liebe Fragestellerin, mach dir keine Sorgen. Ich bin sicher: wenn du eigene Kinder hast, wirst du sie lieben. Die Natur hat das so eingerichtet.

Ich selbst bin kinderlos, habe es nie bereut, aber freue mich mit, wenn im Bekanntenkreis ein Kind zur Welt kommt. Viel anfangen kann ich mit Babys und sehr kleinen Kindern auch nicht, genausowenig finde ich sie besonders süß. Am Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen nehme ich aktiv teil.

Ich habe keinen Zweifel daran, dass eigene Kinder, wenn ich sie gewollt und bekommen hätten, das Allergrößte für mich wären, von ihrer Geburt an.
 
  • #21
[..]


Wenn ich die Wahl zwischen einem Hundebaby und einem Säugling hätte, würde ich mich für den Welpen entscheiden: Er berührt mein Herz.
.. oder das was du dafür hälst..

wer Welpen als "Babyyyiiiie"-Ersatz sieht hat etliche Defizite im Leben, ich kenne einige dieser Frauen und die sind ganz anders als schweizer Uhren, diese Ticken nämlich richtig..
ich bin froh NICHT an eine solche Frau geraten zu sein und freue mich in der Planung zusmamen mit meiner Freundin auf meine Kinder..=)
 
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Gast

  • #22
Ich habe keine Kinder und wollte nie welche. Mein Mann übrigens auch nicht. Einfach ein anderer Lebensentwurf.
Es gibt Paare ohne gemeinsame Kinder, bei denen eine/r Kind/er aus voriger Beziehung hat. Es gibt Singles ohne Kinder, die keinen passenden Partner hatten.

Aber dass beide zeugungsfähige Partner im reproduktionsfähigen Alter über die Zeit keine Kinder wollen ist (immer noch) ein sehr seltener Fall. Daher als Selbstverständlichkeit oder gar als ein gängiger Lebensentwurf darzustellen wäre prekär. Ansonsten kann man leben wie man möchte.
 
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Gast

  • #23
Ich mag sie auch nicht. Ich denke aber, dass es beim eigenen Kind etwas anderes ist. Zu dem hat frau ja einen ganz anderen Bezug.

w31
 
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  • #24
Es ist also m.E. nicht unnormal, wenn frau mit kleinen Kindern nicht naturgemäß verbunden ist.
Wenn ich die Wahl zwischen einem Hundebaby und einem Säugling hätte, würde ich mich für den Welpen entscheiden: Er berührt mein Herz.
Ja, den Satz haben mein Mann und ich auch schon zueinander gesagt, das kommt mir sehr bekannt vor.
Warum soll man deshalb ein schlechterer Mensch sein? Wir haben 2 Hunde, hatten nie einen wirklichen Bezug zu Kindern und wollten nie welche. Na und? Jeder ist seines Glückes Schmied!

w(42)
 
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Gast

  • #25
@13:

Wenn angeblich nur kinderfreie Menschen im hohen Alter allein dastehen, frag ich mich, warum die Altenheime mit Menschen gefüllt sind und zwar mit Menschen aus einer Generation, in der jedes Ehepaar mindestens ein Kind hat... also quasi unsere Großeltern!

W33
 
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Gast

  • #26
Irgendwann steht ihr als einsame alte Frauen da. Keine Kinder, keine Enkelkinder, keine Familie. Eure eigenen Eltern sind tot und eine Familie habt ihr nie gegründet. Der ehemalige Partner hat sich getrennt und mit einer anderen Frau Kinder in die Welt gesetzt. So möchte ich im Alter nicht leben.
w
Bei so einer Einstellung ist definitiv etwas schief gelaufen. Kinder bekommen, damit ich im Alter jemanden habe, dem ich zur Last fallen kann.

Zur Frage:
Ich finde kleine Kinder toll. Ich kann mir aber nicht vorstellen, geplant Kinder zu bekommen. 10 Monate eine Murmel vor mir herzuschieben, aus der dann ein menschliches Wesen schlüpft, finde ich eine vollkommen irreale Vorstellung. Und damit finde ich es genauso irreal, mich bewusst dafür zu entscheiden. Wenn es passieren würde, passiert es.
 
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  • #27
.. oder das was du dafür hälst..

wer Welpen als "Babyyyiiiie"-Ersatz sieht hat etliche Defizite im Leben, ich kenne einige dieser Frauen und die sind ganz anders als schweizer Uhren, diese Ticken nämlich richtig..
ich bin froh NICHT an eine solche Frau geraten zu sein und freue mich in der Planung zusmamen mit meiner Freundin auf meine Kinder..=)


Das war ich.
Und ein Hund ist ein Hund, nicht mehr und nicht weniger.
Und ich ticke durchaus richtig - keine Ahnung, was Dich an meinen Worten so auf die Palme gebracht hat - scheint sich um ein Trauma zu handeln, das würde ich mal hinterfragen....
 
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Gast

  • #28
Aber dass beide zeugungsfähige Partner im reproduktionsfähigen Alter über die Zeit keine Kinder wollen ist (immer noch) ein sehr seltener Fall. Daher als Selbstverständlichkeit oder gar als ein gängiger Lebensentwurf darzustellen wäre prekär. Ansonsten kann man leben wie man möchte.
Anscheinend leben wir in verschiedenen Welten.
Ich bin verheiratet, Akademikerin, und wollte nie Kinder.
Den meisten meiner Freundinnen, fast alle in langjährigen eheähnlichen Partnerschaften oder verheiratet, geht es genauso. Wir haben lange studiert, viele von uns sind promoviert, und wir haben uns einen Platz im Berufsleben erobert.
Obwohl wir Kinder mögen und uns um Nichten und Neffen kümmern, hätten wir den Spagat zwischen Mutterschaft und Karriere nicht geschafft.

In anderen Ländern, z. B. Frankreich, mag das anders sein. In Deutschland ist es nach wie vor schwierig. Auch die Statistik sagt, dass die Geburtenrate von Akademikerinnen in Deutschland niedrig ist. Etwa 25-30% von ihnen bleiben kinderlos. Das ist nicht schön und nicht begrüßenswert, aber als gängigen Lebensentwurf kann man das getrost bezeichnen.

Prekär sind dagegen die Lebensumstände von Frauen aus der Unterschicht, die im Durchschnitt viele Kinder haben und diese ohne staatliche Hilfe nicht ernähren können, ganz zu schweigen von Bildung, Ausbildung und der Vermittlung von Werten. DAS ist prekär.

Jede Frau, die gern Mutter ist, wird von mir geschätzt und geachtet. Ich freue mich aufrichtig für sie und ihre Kinder.
Genauso möchte ich, dass mein Lebensentwurf geachtet wird.
 
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Gast

  • #29
Wer zwingt dich denn Kinder zu haben? Wenn du keine Kinder magst, dann musst du auch keine gebären.

Jede Frau hat einen Mutterinstinkt. Kleine Mädchen spielen mit Puppen, weil sie natürlichen Instinkt haben. Den Instinkt solltest du gewöhnlicherweise auch haben, aber vielleicht keine Eigenschaften Mutter zu werden.

Direkt gesagt, ich mag nicht Frauen (zum Glück gibt es davon nur wenig), die immer Bestätigung brauchen und sich recht albern verhalten, ob sie aus anderen Planeten gelandet sind. "Oh nee, ich möchte gleich ein 10 jähriges Kind". "Oh mein Gott, das Kind hat Essen ausgespuckt". "Ich weiß nicht, ob ich meine eigene Kinder lieben werde, wenn ich fremde Kinder nicht mag". Nein, wirst Du nicht, weder fremde noch eigene, solange es dir an Mutter-Eigenschaften fehlt. Das gilt umso mehr, wenn Frau schon 30 ist.

Ich kenne eine Mutter, die keine Kinder wollte, warum auch immer, und nach Überreden ihres Partners mit 36 Mutter geworden ist. Sie fühlt nichts vom Mutterglück (Kind ist jetzt 4 J.).
 
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  • #30
#21: Dann bekomme doch von mir aus 10 Kinder mit deiner Freundin, aber lass bitte andere leben, wie sie wollen. Ich persönlich will weder Kinder noch Hunde oder Goldhamster, weil ich mich von niemandem einschränken lassen will, Punkt.
 
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