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  • #1

Ich bin eine HSP.heißt hochsensible Person. Die das Leben liebt aber damit nicht klar kommt.

wem/wer geht es auch so wie mir? w, 46
 
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  • #2
Hannibal

Liebe Fragestellerin,

Mit was im Leben kommst du denn nicht klar ?
Kannst du da mal etwas ins Detail gehen.zB. Liebe, Partnerschaft, Beruf, Gesellschaft ?
 
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  • #3
ich habe da sehr viel Verständnis dafür. zum Beispiel irritiert es mich, wenn ein Mann zum essen eingeladen ist und nicht einmal eine Flasche Wein mitbringt. Es wäre schon nett gewesen, hätte er von meiner Wiese ein Gänseblümchen gepflückt hätte. An solch einem kleinen Zeichen wären seine Großzügigkeit oder sein Humor erkennbar gewesen. Ich hatte jemanden, der hat sich auf meine Kosten den Bauch vollgeschlagen, noch Dinge mitgenommen - doch das Wort danke hat er vergessen. Hätte er nicht gefuttert wie verrückt, hätte ich noch gedacht, dass es ihm nicht geschmeckt hat. Solche Leute sind bei mir einmal willkommen, aber dann nicht mehr. Ich habe auch Antennen, wer es gut meint und wer besser bleiben sollte. Mit der Wortwahl das gleiche - wenn jemand schmutzige Worte führt, kann er vor einer Frau keinen Respekt haben, selbst wenn ihn diese Worte antörnen - mich törnen sie ab. 7E1FB12A
 
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  • #4
Hi Fragestellerin Mir gehts genauso wie dir, wobei ich inzwischen das Leben nicht mehr liebe. Dafür habe ich einfach schon zuviel abbekommen und gelernt, das ich keine Chance mehr habe, zumindest nicht in diesem Land. Wenn du jetzt in meiner Altersklasse wärst, dann würd ich ja sagen, komm, gehen wir mal nen Kaffee schlürfen :)
 
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  • #5
1. Ich kann mich #1 nur anschließen.

2. Wenn Du aber die Ursache kennst dann kannst noch immer was dagegen tun, indem Du stark bist und mit dem Kopf hinter das Problem kommst.
 
  • #6
Jetzt ist also für eine ganz normale Sache ein bedeutungsvoller Name gefunden worden. Na bravo!

Bisher dachte ich, dass es eben sensible und weniger sensible Menschen gibt. Beides hat Vor- und Nachteile und jeder muss schauen, wie er damit klar kommt. Genau so, wie andere Persönlichkeitsmerkmale uns stören oder fördern können.

Aus Neugierde habe ich trotzdem soeben selbst den HSP-Test gemacht, da ich mich ja auch für super empfindlich und feinfühlig halte. - Was muss ich lesen? Ich gehöre auch dazu, mit ziemlich hoher Punktzahl.

Ich kann das Ganze nicht ernst nehmen.
 
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  • #7
Ja, auch ich habe grosses Verständnis für HSP-Personen.
Sie brauchen unsere ganze Aufmerksamkeit und Liebe.
Zum Dank dafür trampeln sie auf den Gefühlen und Bedürfnissen anderer Leute herum, sobald diese auch mal etwas eigenes unternehmen wollen.

Ich habe ein anderes Wort für HSP:
Egozentrische, egoistische Selbstdarsteller mit Überempfindlichkeit.
[Mod.: bitte freundlich und sachlich bleiben, Angriff entfernt] , wo ihre ach so sensible Befindlichkeit umhätschelt und gepflegt wird.
 
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  • #8
@5 Es ist völlig ok, daß Du für Dich entschieden hast, daß Du zu diesem Thema keinen Zugang hast.

Nicht ok ist hingegen, daß Du Dich (zumindest zwischen den Zeilen) über diese Thematik meinst lustig machen bzw. abfällig äußern zu müssen. Nur weil Du eine andere Sichtweise hast, ist es noch lange nicht nötig, sich so herablassend dazu zu äußern.
 
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  • #9
@6 Wenn Du schon so polemisch und reißerisch schreiben mußt (wenigstens gerätst Du dadurch nicht selbst in den "Verdacht", HSP zu sein), dann nenne wenigstens konkrete Anhaltspunkte für Deine Thesen.

In dieser Form ist Dein Beitrag wenig hilfreich, da nicht nachvollziehbar ist, warum Du so aggressiv wirst bei diesem Thema.

Interessieren würde mich übrigens, ob Du m oder w bist und wie alt.
 
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  • #10
Wie wäre es, die Energie - statt in Ärger, Jammern oder ohnmächtig Missstände beklagen - in Überlegungen zu stecken, was denn machbar ist, was denn gebraucht wird und davon zu verwirklichen sei, vor allem WIE. Das macht zuversichtlich, braucht natürlich Mut und Selbständigkeit und beendet das ewige Warten, bis die Gegebenheiten sich geändert haben. Wie wäre es, sie zu ändern???
 
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  • #11
Ich stimme #5 und #6 vollkommen zu, denn die sooo Sensiblen halten ihr Umfeld oft ganz schön auf Trab.
Bei einem befreundetem Paar ist sie diejenige, die "HSP"- geschädigt ist, dazu noch klein und zart gebaut. Die Folge ist, dass sie ihn vollkommen im Griff hat. Kein Ärger, kein Stress, keine schwere Arbeit, quengelnde Kinder sind ihr zuzumuten. Sie muss ihn nicht einmal um Hilfe bitten, nein! Ein flehender Blick von genügt, und er reißt sich fast ein Bein heraus. Schrecklich!
So überempfindlich scheint sie aber letztendlich nur sich selbst gegenüber zu sein, denn sie bemerkt nicht mal, wie schlecht es ihm dabei geht.
 
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  • #12
Hallo, ich glaube # 6 meint das Phänomen, dass es Leute gibt, die sich zwar für "sensibel" halten, das aber vor allem dann sind, wenn es um ihre EIGENEN Gefühle geht. Wenn es um die von anderen geht, dann ist bei solchen Leuten die Sensibilität erstaunlich schnell auf ein normales oder noch geringeres Maß heruntergefahren.

Das sagt aber natürlich nichts über die Fragestellerin aus. Ich halte mich manchmal auch für eine "Mimose" und habe den Eindruck als wäre ich leichter verletzt als andere. Andererseits: wer weiß schon immer wie es in anderen so aussieht.... Ich habe für mich das Fazit gefunden, dass man einerseits soviel Rücksicht auf die Gefühle anderer nehmen sollte, wie man kann und andererseits versuchen sollte, die Dinge nicht so an sich ranzulassen. Damit tut man vielleicht dem ein oder anderen Mitmenschen einen Gefallen, aber vor allem auch sich selbst. Leider gelingt mir das bislang noch nicht sehr häufig. Aber Übung macht den Meister
 
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  • #13
Hannibal

Ich weiß zwar nicht was das für ein Test sein soll, aber wenn es ein Psycho Test ist :
Lasst euch nicht von Psychologen und Psychotherapeuten irgendwelche Komplexe ins
Gehirn labbern.
Viele von denen haben selber nen Sockenschuß !
 
  • #14
@# 12 Hannibal, ich habe den Test bei google gefunden, kannst ja auch mal schauen, ob du dazu gehörst:
"Die Seite für Hochsensible Menschen HSP"
 
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  • #15
Liebe Fragestellerin,

<Beleidigungen entfernt>

Laß Dich bitte nicht abschrecken. HSP zu sein, ist tatschlich nicht so einfach. Keiner, der nicht weiß, wie sich das anfühlt, sollte darüber nicht urteilen. Ich habe mich fast 30 Jahre gefragt, was an mir verkehrt ist. Warum ich schon als Kind über Dinge weinen mußte, die andere mit einem Achselzucken weggesteckt haben. Warum ich mehr als oft das Gefühl hatte, das ganze Leid der Welt auf meinen Schultern zu tragen und meistern zu müssen. Warum mich beim Betreten eines Raumes Dinge gefühlsmäßig ergriffen haben, die mich erdrückt haben, ohne das ich wußte, warum. Dann wurde meine Tochter geboren - und sie war kein "normales" Kind. In mehrfacher Hinsicht, v.a. aber in ihrem Verhalten. Es war ein langer Weg, aber vor zwei Jahren (da war sie vier) wurde zum ersten Mal der Verdacht auf Hochbegabung geäußert. Dann habe ich ein Jahr lang nur gelesen. Unter anderem das Buch "Hochbegabt und hochsensibel". Falls Du es nicht kennst - lies es. Es wird Dir einiges verständlicher erscheinen lassen und Du wirst Dich nicht mehr so allein fühlen. Es gibt andere Menschen, denen es geht wie Dir (ohne Dich dafür zu verurteilen oder Dich für arrogant oder überkandidelt zu halten!). Die Deine Probleme verstehen, weil sie ebenso empfinden. Ich habe mich darin wiedergefunden. Das war der erste Schritt in die richtige Richtung. Zum ersten Mal das Gefühl zu erhalten, nicht falsch zu sein. Nicht allein zu sein. Den zweiten Schritt verdanke ich einer sehr guten Freundin. Ich selbst bin in einer sehr pragmatischen Familie groß geworden, man hatte seine Gefühl "im Griff" zu haben. Mimose war eines der Worte meiner Kindheit, das häufig verwendet wurde und mit dem ich lange Zeit nur Negatives verband. Nachdem meine Freundin mir "beigebracht" hat, wie wichtig es ist, auf seine Gefühle, seine Intuition zu hören und ihnen zu vertrauen und danach zu leben!!!, geht es mir viel besser!!! Im übrigen weiß ich seit einiger Zeit, was dieses komische Gefühl ist, wenn ich einen Raum betrete - ich kann die Emotionen und Gefühle der anderen Menschen "erspüren" und nehme sie an. Das klingt jetzt nach Spiritualismus oder übersinnlichen Fähigkeiten, aber das würde mein eigener Pragmatismus nie zulassen. Da sind meine Grenzen (schade eigentlich :)). Aber ich habe gelernt, diese Wahrnehmungen anzunehmen und sie nicht als Humbug abzutun - und seitdem fange ich an, wieder glücklich mit mir zu sein. Was ich noch nicht gelernt habe - ich kann diese Wahrnehmungen nicht kompensieren und mich nicht dagegen abgrenzen. Aber - der WEg ist das Ziel. Man muß sich nur trauen, ihn zu gehen :).
Was ich mit all dem sagen will - lerne, Deine sensible Seite anzunehmen und lebe mit ihr. Sie hat nicht nur Schlechtes in sich, wenn Du mit ihr leben lernst, dann hat das auch viele Vorteile, die Du nutzen kannst. Und Du hast den meisten Menschen damit einiges voraus, auch wenn es nicht immer der leichtere Weg ist. Ich wünsche Dir viel Glück, Kraft und Durchhaltevermögen.

<kein Chat>
 
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  • #16
Hannibal

Hab den Test auch gemacht und hab 171 Punkte, also es könnte sein.
Gibt es nur das Problem das ich als Verschwörungstheoretiker natürlich Manipulation wittere.
Warscheinlich stecken die Scientologen dahinter, und wollen neue fremdgesteuerte und
sabbernde Soldaten rekrutieren.
Oder es ist eine neue Form der Elitenbildung, sozusagen die sensible Elite in der Elite.
Würde mich aber wundern, denn wer das Geschreibe heute genau verfolgt hat, wird merken,
das hier kaum sensible Typen rumwuseln.
Nein, alles Verschwörung.
 
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  • #17
Hier ist nochmal die Nr. # 6

Der Test ist ja interessant.
HSP beginnt bei 163 Punkten. Ich liege im Bereich 188 - 300 Punkten, bin also auf jeden Fall in hohem Masse von HSP betroffen. Über 300 beginnt dann der Bereich, wo HSP ungesund wird.

Vermutlich bin ich deshalb so sauer auf Menschen, die eine Empfindlichkeit heucheln, um sich Vorteile davon zu verschaffen. Meine Erfahrung ist nämlich, dass besonders die Menschen, die Rücksicht und Pflege wegen angeblicher Wehwehchen und Sensibilitäten einfordern, ihren Mitmenschen nie und nimmer helfen werden.

Ich werde auch weiterhin nicht jammern und klagen, um die Mitleidskarte auszuspielen. Ich weiss, dass ich tief empfinden kann und leider kann ich es nicht immer abstellen. Aber ich kann etwas dagegen tun, mich ausnutzen zu lassen.

Liebe # 14, auch ich spüre körperlich, wie meine Mitmenschen gelaunt sind. Das kann eine ziemliche Belastung sein. Man muss viel Energie verwenden, um sich von negativen Kollegen nicht runterziehen zu lassen. Aber Training hilft, man muss sich eben eine Gleichgültigkeit einreden, die viele Menschen von Natur aus haben.
Sei froh, die Höhen, die HSP erleben, kann der normale Mensch nie erleben. Es tut gut, sich mit schönen Dingen zu umgeben, Musik und Kunst wurden von und für HSP erfunden.
Schöne Weihnachten
 
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  • #18
@ Fragestellerin: Sensibel sind die meisten Menschen, der eine mehr, der andere weniger, bzw. auf anderen Ebenen.
Wenn Du schreibst, Du kommst mit Deinem oder dem Leben nicht klar, ist das gefährlich, weil Du es Dir permanent selber einredest.
Das heißt konkret, Du wirst automatisch nach dem Gesetz der Anziehung Menschen, Informationen und Situationen anziehen, die Dir Deine "Überzeugung" durch ihr Reden, Handeln und Verhalten bestätigen werden.
Du mußt diese Sensibilität so annehmen, daß Du stolz darauf bist, es ist ja auch etwas Schönes, und mußt sie darauf entwickeln, daß Du tolerant, feinfühlig, herzlich und verständnisvoll wirst, ohne Dinge zu akzeptieren, die Dir nicht gefallen oder Dir nicht gut tun.
Du mußt aber davon wegkommen, Sensibilität mit allzu großer Verletzlichkeit, mit dem Sehen und Hören von negativen Sachen wie mit Antennen, mit Erduldung und Schlucken gleichzusetzen und Dich innerlich hineinzusteigern.
Trag´sie wie einen Schild vor Dir, stolz und selbstbewußt, attraktiv wird man, wenn man sensibel und (!) stark ist, wenn man selbstbewußt ja und nein sagen kann und sein Leben eigenverantwortlich lebt, mit diesem so bekannten positivem Egoismus, ohne dabei über Leichen zu gehen, wenn man abwägen kann, wann ist es für alle gut.
Wenn man dann hilft, wenn es einem leicht fällt ( wollen ), nicht aber, wenn man selber dabei Schaden erleidet, wenn man dann nicht mehr das Gefühl hat, jemandem helfen zu müssen, wenn man nichts mehr "erdulden muß", weil andere "Zeit brauchen, sich zu entwickeln", wenn man jemanden gehen lassen kann oder selbst gehen kann, weil es nicht ( mehr ) geht, weil man nicht zusammen leben kann, egal, auf welcher Ebene, wenn man anhand der Unzulänglichkeit anderer nicht mehr verletzt, fertig, verzweifelt und depressiv ist.
Wenn man sich letztendlich auf sich selber und seine Entwicklung konzentriert, nicht mehr auf die anderen, und auf die Dinge, die einem wirklich wichtig sind und nicht mehr dss Gefühl hat, etwas zu brauchen, bzw. nur sich selber braucht und grundsätzliches Vertrauen hat.
Habe mit meiner Interpretation Deiner Frage Dein Problem so verstanden...
Gib´Dir selber Kraft, Du hast diese Sensibilität nur, weil Du mit ihr umzugehen lernen sollst, und, glaub´mir, Du wirst auch für ehrliche und feinfühlige Menschen, die mit Dir eine Verbindung haben, belastend, wenn Du Dich nicht auf diesen level heben kannst.
Stärke zieht Stärke an, Schwäche zieht Schwäche an.
Ich verspreche Dir aber, wenn man wirklich will, kann man es, und Du wirst dann weiterhin sensibel sein, so wie zuvor, wirst es aber lieben und Dir dieser Tatsache bewußt sein, aber Du wirst Dich auch stark und selbstbestimmt fühlen, und dann wirst Du mit diesem Leben glücklich sein, vor allem mit Dir.
Und Hilfe kommt von selbst, um Dich zu entwickeln, wenn Du es wirklich willst.
Von einem, der selbst auch durch Höllen ging, und dann die Erkenntnis bekam - nach viel Lernen verdränge ich heute nix, sehe alles ganz bewußt, was passiert, aber bewerte es nicht mehr unbedingt, Belastendes, das ich nicht bearbeiten muß, wird rigoros zurückgeschoben, die oft selbstgemachten Probleme anderer sind nicht mehr mein Problem, ich helfe, aber ich laß´es auch bleiben, wenn ich merke, jemand "will" nicht oder gefällt sich in der Leidensrolle und schafft sich Probleme, wenn er eigentlich gar keine hat.
Fazit: Ich bin glücklich mit mir selber, andere Menschen, oft neue in meinem Leben, werden immer positiver, aber sie werden auch weniger....sie sind eine wirkliche Bereicherung, aber es geht auch ohne sie.
Jeder hat sein Päckchen, hab´Vertrauen...
zum Thema: "Der Liebende sagt nicht zur Geliebten: "Ich tue alles für Dich", er sagt, "Ich werde eine Lösung für uns beide finden."
alles Gute und viel Stärke für Dich.

M (40)
 
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  • #19
mir geht es auch so wie dir! m, 28
umso erschrockener bin ich, wenn ich einzelne der hier abgegebenen kommentare lese. anscheinend wissen viele überhaupt nicht, was hochsensibel wirklich bedeutet und halten es entweder für eine krankheit, die man behandeln lassen muss oder für ein massenphänomen wie den burn-out, den sich jeder selbst attestiert, der gerade einen hänger hat.
natürlich gibt es auch leute, die behaupten, hochsensibel zu sein, wenn es um sie selbst geht und das schnell wieder vergessen, wenn es um andere geht. diese leute kann man aber getrost normal behandeln, weil sie es definitiv nicht sind. denn hochsensibilität betrifft nur etwa 15% der bevölkerung und zwar männer und frauen gleichermaßen.
im allgemeinen neigen hochsensible aber eher dazu, sich selbst zuviel aufzuhalsen als zu wenig. und zwar genau darum, weil sie eben nicht egozentrisch sind, sondern grundsätzlich immer zuerst an andere denken, da sie deren sorgen meist als viel drückender empfinden als die eigenen. und genauso ist es mit den gefühlen. ein hochsensibler würde einen anderen menschen niemals verletzten, weil er nicht nur genau weiß, wie sich das anfühlt, sondern weil es ihm selbst wehtun würde. deshalb werden hochsensible ja auch immer wieder von anderen ausgenutzt, da sie es einfach nicht fertig bringen, nein zu sagen, wenn jemand ihre Hilfe braucht.
hochsensibilität. für den menschen ein fluch, für die welt ein segen!
 
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  • #20
Ich habe mich mit diesem Thema noch nie auseinander gesetzt. Ich bin auf jeden Fall sensibel und fühle mich manchmal sehr überstimuliert und überfordert in dieser Welt. Nichtsdestotrotz bin ich offen dem Leben gegenüber, zufrieden und glücklich. Man muss nicht immer für alles einen Namen finden, um sich selbst zu analysieren. Aus purem Interesse habe ich den Test mal gegoogelt und gemacht. Mit 267 Punkten liege ich ja ziemlich im Bereich der sogenannten Übersensiblen.
 
  • #21
was fuer ein ungeheuer ...

dämlicher und nichtsagender Test... ich hab ihn blind gemacht (alle Kreuze auf der rechten Seite) und hab gut über 300 Punkte, Juhu.. bei diesem Test fehlt so ziemlich jegliche wissenschaftliche Vorgehensweise.. der hat eher was von einem Persönlichkeits-"Test" in der Bravo oder in der Bunte.. d.h. man kriegt leicht das Ergebnis was man erreichen will ohne tatsächlich "getestet" zu werden..

lieber mal die grundlage auf http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t nachlesen anstatt die leicht märchenhaft verklärte Sicht der "Zartbeaitet" -Seite (alleine der Name trieft vom Klischee) anzunehmen.
 
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  • #22
ich habe da sehr viel Verständnis dafür. zum Beispiel irritiert es mich, wenn ein Mann zum essen eingeladen ist und nicht einmal eine Flasche Wein mitbringt. Es wäre schon nett gewesen, hätte er von meiner Wiese ein Gänseblümchen gepflückt hätte. An solch einem kleinen Zeichen wären seine Großzügigkeit oder sein Humor erkennbar gewesen.

ich kann Dich beruhigen: Mir hat noch nie eine Frau ein Gänseblümchen mitgebracht, trotzdem waren viele sehr humorvoll. Auch Wein habe ich glaube ich von noch keiner bekommen, trotzdem waren die meisten Großzuügig.

Mir war überhaupt auch neu, das ein Gänseblümchen irgendetwas mit Humor zu tun hab, ich habe daher extra nochmal nachgelesen: Gänseblümchen werden als Heilmittel bei Hautkrankheiten und Rheuma eingesetzt, jedoch nicht bei Humoranfällen oder ähnlichem. Wenn Dir einer ein Gänseblümchen mitbringt, solltest Du also lieber in den Spiegel sehen, ob Deine Haut noch in Ordnung ist, statt es für ein humoristisches Zeichen zu halten.. :)

m,45
 
  • #23
Ich gehöre ebenfalls zu den Hochsensibelchen, muß aber dazu sagen, dass ich meine Mitmenschen dafür nicht "büßen" lasse, denn niemand der anderen kann etwas dafür.
Ich ertrage Lärm nicht - also bin ich aus der Großstadt weggezogen. Meine Arbeit hat mich ausgelaugt und fertig gemacht, ergo habe ich mir eine neue Stelle gesucht, die zwar nicht so gut bezahlt wird, aber ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit, die ich ganz in Ruhe verrichten kann.
Laute Menschen habe ich nicht in meinem Umfeld, bei Blaulicht und Martinshorn muß ich mir die Ohren zuhalten, weil ich die Lautstärke nicht ertrage. Trotzdem erachte ich sie Sirene für mehr als wichtig. Will damit sagen: Man kann versuchen, sich mit den Dingen zu arrangieren und auch im zwischenmenschlichen Bereich nicht gleich das Negative in allem zu sehen.
Ja sicher hätte er Gast ein Blümchen mitbringen können (ich täte das, immer!), er aber hat es nicht - und entweder er besticht auch so durch seine Art, oder ist eben träge in der Hinsicht, dann lasse ich eben den Kontakt ausschleichen. Man kann seine Mitmenschen nur so nehmen, wie sie sind (es gibt nämlich keine anderen hier), oder ins Ausland auswandern, wo noch Werte und Aufmerksamkeit zählen. Die ganze Welt steht auch einem HSPler offen! Auch im hochsensiblen Bereich ist man immer seines eigenen Glückes Schmied.
Übrigens, mal so richtig von Herzen "NEIN!" zu brüllen, wenn wieder alle was von einem wollen, tut gut und befreit. Ich musste erst 46 Jahre alt werden, bevor ich es konnte...
 
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  • #24
Hallo Fs,
ich habe meine Zweifel dass Du wirklich eine HSP im wissenschaftlichen Sinne bist, und somit solltest Du Dein Problem eventuell auch etwas anders angehen. Zur Erklärung:

Der "echte" HSP verfügt über eine erhöhte Bandbreite der Wahrnehmung, die ihn viel schneller und deutlicher die emotionalen Zustände der Mitmenschen erkennen läßt. Als "echter" HSP bist Du somit absolut nicht auf Gänseblümchen angewiesen, um festzustellen, ob einer Humor hat. Als HSP hast Du die besondere Gabe die Empfindungs- und Emotionslage Deiner Gesprächspartner schneller und deutlicher zu durchschauen als andere, und somit sinkt auch die Notwendigkeit von plumpen Signalen, die mehr für uns Normalsterbliche wichtig sind, um Emotionen und Gefühle zu erkennen oder mitzuteilen.

Verwechselt wird die HS-Veranlagung gerne mit einfacher Nervosität und Reizbarkeit, die gänzlich andere Ursachen haben können und nicht mit dem Talent zur subtilen und psychosozialen Feinwahrnehmung einhergeht. Was Du Beschreibst hört sich eher nach nervöser Reizbarkeit und Verletzlichkeit an. Das was Du wahrnimmst ist das was jeder wahrnimmt, nur Deine Reaktion ist eine andere. Fehlende Gänseblümchen oder Weinflaschen bzw. großer Appetit oder ein fehlendes Dankeschön sind sehr plumpe Handlungen die wir wir alle wahrnehmen würden. Ein HSP würde aber subtil und feinfühlig Dinge wahrnehmen, die wir nicht bemerken würden.

Du aber reagierst also in erster Linie auf offensichtliche und für uns alle erkennbare Verhaltensweisen, die Dich aber ganz besonders reizen oder gar verletzen. Vielleicht hast Du eben sehr klare Vorstellungen und Ansprüche an Deine Umwelt, und eine geringe Toleranzschwelle. Das lässt Dich gereizt und nervös reagieren, wenn Dein Umfeld sich nicht so verhält wie Du es Dir vorstellst und wünschst.
Sich auf das Argument HSP zurückzuziehen wäre dabei fatal, denn es fehlen ja anscheinend die herausragenden Fähigkeiten des HSP (sonst bräuchtest Du nicht ein Gänseblümchen, um auf den Humor des "Dates" zu schliessen, als HSP wüsstest Du das nach 10 Minunten auch so). Somit liegt die Lösung eher in lernen von Toleranz, Flexibilität und Akzeptanz anderer Verhaltensweisen.

m, 45
 
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  • #25
Ich habe diesen Test soeben auch gemacht und von 300 Punkten

"Sie haben 273 Punkte!"

erreicht. Allerdings halte ich mich nicht für sooooo ungemein sensibel und habe den Eindruck, dass die meisten Menschen in meinem beruflichen und sozialen Umfeld ähnlich wie ich sind. Selbstverständlich versuche ich freundlich, einfühlsam und hilfsbereit zu sein, ebenso wie die anderen Menschen die ich kenne, aber so richtig kann ich mit dem Begriff sensibel zu sein nichts anfangen. Klingt für mich ein wenig nach "labil".

Meine Beobachtung geht in die Richtung eines Vorredners, dass sensible Menschen oftmals ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen sensibel gegenüberstehen, aber für sie die echten Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen eher weniger wahrnehmbar sind oder wenn dann wieder nur in Bezug auf sich selbst bzw. auf die eigene Befindlichkeit. Ich glaube das schreiben zu dürfen, weil ich mich und meine Bezugspersonen in der Hinsicht sehr genau beobachte. Beispielsweise sind meine "sensibelsten" Bekannten die, die sich bei Verabredungen verspäten oder kurzfristig absagen, weil sie gerade wieder in "eigener Sache" beschäftigt sind. Bei "normalen" Leuten würde man sagen, dass sie einfach keine Lust haben, aber bei sensiblen Leuten soll es dann eher in die Richtung interpretiert werden "mir ist heute nicht nach Menschen o.ä.". Ich habe kein Problem damit, da ich dann einfach etwas mehr Distanz halte, aber es fällt mir eben auf, dass genau die Menschen, die sich als ungemein sensibel bezeichnen, es im Umgang mit ihren Mitmenschen eher an Sensibilität mangeln lassen.

w/50
 
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