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  • #61
dass Menschen, die betrügen, mindestens genauso leiden wie die, die betrogen werden. Der Betrogene hat immerhin das Mitgefühl anderer auf seiner Seite.

Auch wenn es dem Zeitgeist entspricht, den Tätern genauso viel - oder oft sogar mehr - Mitgefühl entgegen zu bringen als den Opfern, halte ich diese Sichtweise dennoch für falsch. Denn der Täter fügt sich das Leid durch sein Verhalten selbst zu, wohingegen das Opfer keine Willensfreiheit hatte.

Mein Mitgefühl für das Leid der Täterin hält sich sehr in Grenzen. (m)
 
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  • #62
Seit wann gibt es bei dem Thema fremdgehen Täter und Opfer? Das ist mir neu. Es sind doch immer beide schuld, wobei schuld auch ein blödes Wort ist, das man in dem Zusammenhang nicht so verwenden kann. Ist der Fremdgeher schuld, weil er gegen gesellschaftliche Konventionen verstößt? Oder der Betrogene, weil er dem Fremdgeher nicht das gibt, was er braucht oder nicht offen mit ihm redet ode ihn nicht gehen lässt? Oder sind die Moralvorstellungen schuld? Wer kann das schon konkret sagen?
 
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  • #63
was kann ich tun um ihn nicht zu verlieren? ich will für ihn kämpfen und weiss nicht mehr weiter. habt ihr auch schon solche oder ähnliche erfahrungen gemacht und wie seid ihr damit umgegangen?

Liebe FS,
meinem Ex-Mann ist das passiert, nach 20 Jahren Ehe. Weil ich Ex schreibe, kannst Du Dir vorstellen, dass ich an der Stelle nicht verhandlungsbereit war. Er hat fremdgev***lt, hat mir nicht zugesagt (männlichen Schlampe), soll er doch mit der anderen zusammen sein. Ich mag solche triebgesteuerten Menschen nicht. Solche Dinge passieren mir nicht und auch meinen Partner nicht, wenn doch, ist er der Ex.

Sein Kampfwille, von dem er reichlich zeigte, nützte rein garnichts, denn ich als Betrogene wollte nicht kämpfen. Ich habe mir die Sache sehr distanziert angesehen und nichts gefunden, worum ich hätte kämpfen wollen - die Enttäuschung/der Ekel über den Betrug hatten Vorrang. So toll war er dann doch nicht. Wer das einmal macht und sieht, dass er/sie damit durchkommt, macht es doch immer wieder. Sorry, aber ich will niemandes Wachhund sein - soll er doch mit einer andern zusammen sein. Mir ist das egal, weil ich ihn nach sowas nicht mehr liebe.

Da kannst Du wohl nur abwarten, wie er das für sich sieht. Indem Du "kämpfst", machst Du DIch nur lächerlich/billig. Ich wollte meinen Ex nicht mehr: eine Schlampe, die sich mit einer Schlampe eingelassen hat - definitiv nicht mein Niveau. In meinem Leben passieren solche Dinge nicht, bzw. nur einmal.

Du kannst nur noch abwarten, wie er das für sich beurteilt. Läufst Du ihm nach, bist Du billig, weil Du keinen anderen mehr bekommst. Welcher Mann will sowas? Lass' ihn in Ruhe, dann kann er sich überlegen, ob er Dir noch mal vertraut. Ich würde es nicht tun, denn wer einmal fremdv****t, tut das immer wieder (triebgesteuert), wenn er nicht daraus lernt, dass es zu Partnerverlust führt.
 
  • #64
Es muss schon irgendeinen Grund haben wieso alle Weltreligionen auf Monogamie setzen. Und komm mir jetzt keiner mit der Weltverschwörung. Dafür haben sich diese Kulturen viel zu unabhängig voneinander entwickelt.

Zur Kontrolle der (vor allem weiblichen) Sexualität mit dem Ziel, Klarheit über die Vaterschaftsverhältnisse zu bekommen. Entstanden mit dem Aufkommen der Landwirtschaft, dem Übergang von den alles teilenden Jägern und Sammlern zu Bauern, bei denen Besitz von Land wichtig ist.

Bei Kulturen, die noch Jäger und Sammler sind, oder matriarchalisch sind, ist Monogamie weit weniger wichtig.

Und wie du selbst geschrieben hast, setzt mindestens eine Weltreligion nicht auf Monogamie.
 
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  • #65
Täter und Opfer? ... Es sind doch immer beide schuld

Nun ja, an einem Treuebruch sind drei Personen beteiligt, sonst wär's ja keiner. Wir haben es immer mit zwei Handelnden zu tun und einem Dritten, der davon nichts weiß. Jedwede Schuld des Betrogenen ist geringfügig im Vergleich zu den Handelnden, denn sie haben die Wahl und könnten es auch unterlassen.
 
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  • #66
Zur Kontrolle der (vor allem weiblichen) Sexualität mit dem Ziel, Klarheit über die Vaterschaftsverhältnisse zu bekommen.
Bei Kulturen, die noch Jäger und Sammler sind, oder matriarchalisch sind, ist Monogamie weit weniger wichtig.

Die FS ist als ein Opfer patrichaler Gesellschaftsstrukturen? Treue als männlcihe Erfindung um die weibliche Sexualität zu kontrollieren? Darauf muß man erstmal kommen. Chapeau! Nun zu den sozio-evolutionären Fakten.

Monogamie hat nichts mit dem Patrichat zu tun. Untreue hat nichts mit Monogamie zu tun. Untreue hat etwas mit Ehe zu tun, denn nur dort gibt es ein sexuelles Treueversprechen. Selbst ein Mormone oder ein Muslim muß treu sein - er darf keinen Frauen neben seinen Ehefrauen "beiwohnen".

In primitiven Jäger- und Sammlergesellschaften gab es keine Ehen, sondern eine statusabhängige Sexhierarchie. Der beste Krieger war der Alpha und konnte jede Frau haben. Diese wiederum schlugen sich um den Alpha da dieser ja das meiste/beste Fleisch nach Hause brachte (Der Urknall für Zickenkriege). Das System setzte sich nach unten fort, wobei die Männer mit dem geringsten Status oft keine Frau mehr abbekamen (Der Urknall für männliches Karrierestreben).

Später hat sich in allen höheren Gesellschaften die Ehe gegen das Urmodell durchgesetzt. Warum? Mitnichten um die weibliche Promiskuität zu unterbinden bzw. einzuschränken. Sondern um das Familienprinzip unter dem Sippenprinzip zu etablieren.

Die Unterhaltskosten für Frauen und Kinder wurden durch die Erfindung der Ehe individualisiert. Die Sippe / der Staat waren nun fein raus und mußten nicht mehr (uneingeschränkt) für deren Unterhalt aufkommen. Die Ehe nämlich gab den Frauen einen verbrieften Stratus der vom Mann nicht abgeändert werden konnte und ihn verpflichtete Sie und Ihre Nachkommen unter allen Umständen zu versorgen. Auch wenn er keinen Bock mehr auf sie hatte. Für diese rechtliche Knebelung durch die Frau und das Gemeinwesen wurde er mit einer Mitgift entschädigt.

Ein weiterer positiver Effekt war, daß die Ehe den Konkurrenzkampf zwischen Männern und Frauen eines Stammes reduzierte. Deshalb hat sich auch aus der Urehe meist die monogame Ehe entwickelt. Wenn ein Mann nur eine Frau haben kann (und umgekehrt) steigen die Chancen daß auch die Personen mit geringerem Status noch in den Hafen der Ehe gleiten können. Das ist für stabile Gesellschaften wichtig. Junge unverheiratete Männer sind ein ideales Reservoir für Kriminalität und schlimmeres. Unverheiratete Frauen ohne Eheaussichten konnten bis vor kurzem nur Prostituierte werden, eine unerwünschte "Billigkonkurrenz" für Ehefrauen.

Die FS hat mit Ihrem Seitensprung also nicht gegen das Patrichat sondern höchstens gegen die gesellschaftliche Besserstellung der Frau protestiert:)
 
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  • #67
Das Beste, was dir passieren kann: Wenn dein Freund dich nicht mehr zurücknimmt und du mit der ganzen Sch*** und dem ganzen verdammten Sch***-Schmerz ganz allein dastehst. So, dass es richtig verdammt weh tut, so dass du vor Schmerz keinen Atem mehr kriegst. Pathei mathos – "durch Leiden lernen" – so hat es schon Aischylos völlig zutreffend vor 2500 Jahren formuliert. Nur so lernst du etwas und reifst daran. Wenn dein Freund dich zurücknimmt, bleibst du ewig das kleine, unreife Prinzesschen, das du jetzt bist. Nutze die Zeit, um zu leiden, zu bereuen – und vielleicht auch, um Aischylos zu lesen...
 
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  • #68
Das Fremdgehen interessiert mich nicht sonderlich (ist ja heute eh normal), aber wer den Partner mehr als alles andere liebt, der denkt eigentlich gar nicht ans fremdgehen, weil der hat sowieso gar keine Lust hat, unter fremde Leute zu gehen oder auszugehen oder weitere Kontakte/Freunde/Bekanntschaften zu pflegen, weil er nur ganz daheim bei seinem Schatz sein will, und er beschäftigt ist, sein Leben, seinen Beruf, sein Studium, seine Ziele, seine zukünftige Familie aufzubauen. Das ist so viel Arbeit, dass es eigentlich in dem Alter gar nicht zulassen sollte, dass man fremdgeht. In deinem Alter war ich dermaßen eingespannt, dass ich neben dem Freund nichts anderes mehr brauchte und wollte.

Ich würde ihn gehen lassen, denn ich denke, du verwechselst die Liebe mit anderen egoistischen Gründen. Du fühlst dich geschmeichelt, wenn dein Partner hoffnungslos verloren an dir klebt, das pusht dein Ego. Aber Liebe ist das halt nicht, sondern ein Abhängigkeitsverhältnis und das beweist deine eigentliche Schwäche. Löse dich besser daraus und lerne aus deinen Fehlern. Was willst du mit deinem Freund, wenn die Beziehung so langweilig ist? Und das schon mit 23! Das wird doch nicht besser. Eher noch komplizierter, weil er dir jetzt nicht mehr traut, bzw. immer misstraut, sobald du einen Fuss vor die Türe setzt. Und ich weiss wie das ist, wenn einem alte Geschichtchen 10 oder 20 Jahre vom Partner noch nachgetragen werden. Das wird die nie mehr los lassen und ihn auch nicht.
 
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  • #69
Man geht nicht aus Gedankenlosigkeit fremd, sondern aus Geilheit und Geilheit baut sich in der Regel über längeren Zeitraum auf. Manchmal spontan über einen Abend, meist aber über viele Wochen und Monate, in der man als Fremdgeher erstmal viel insgeheim über die Beziehung und den Sex/die fehlende Romantik nachdenkt, bevor man die Hemmschwelle zum Fremdgehen letztendlich überschreitet. Das berichten die meisten Fremdgeher so, dass sie verunsichert sind und den Mumm dazu hat auch nicht jeder.
Denn ein Mensch, der von sich überzeugt ist, dass er nicht fremdgeht, der wird nach einer Party gewiss nicht fremdgehen und sich notfalls mit Händen und Füssen dagegen wehren, denn das hat was mit Prinzipien zu tun, die jeder Mensch von uns in sich trägt. Sofern man also nicht gerade in einer labilen, unzufriedenen Lebenskrise mit dem Partner steht und dabei randvoll gesoffen, unter Drogen stehend und betäubt ist, lässt sich keiner so spontan und vor allem gedankenverloren aufs Fremdgehen ein. Nicht in einer Zeit, wo man darauf achten, jeden Chips und jedes Schokoladenstück abzuzählen, weil man vor den Nachwirkungen des Hüftspecks fürchtet. So gedankenverloren ist keiner mehr in heutiger Zeit. Wir wissen sehr genau was wir tun und planen sehr langfristig.

Fremdgehen geschieht dabei fast immer in der Reihenfolge: Partner zeigt über sehr sehr lange Zeit weniger oder gar kein sexuelles Interesse/Begehren mehr -> man ist dauergeil -> man führt Gespräche -> man bleibt trotzdem dauergeil ->man orientiert sich an anderen Dingen die einem Spaß machen, um sich abzulenken -> man lernt dabei neue Leute kennen und geht schlussendlich fremd.

Liebe FS, eure Beziehung ist am Ende. Bei aller Liebe, die du bei ihm vielleicht empfindest, du bist sexuell mit ihm unzufrieden und das wird vermutlich noch häufiger zum Fremdgehen und zu Verletzungen führen. Wahrscheinlich kann er an seiner Lage auch nichts ändern. Was würde dir diese Beziehung also bringen? Du sagt selbst, es lief bei euch nicht gut. Wie soll sich das ändern?
 
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  • #70
Hallo Fs
Das Wichtigste zuerst : Abwarten!

Stell Dir diese Verletzung, die Du ihm zugefügt hast, vor wie eine Krankheit, die jetzt Zeit braucht um zu Heilen.
Wenn er dich tatsächlich auch liebt, wird es nicht lange dauern.
Dann hast Du ihm gesagt was und warum Du es getan hast und das es dir sehr sehr Leid tut..
Mehr sag bitte nicht dazu. Du hast alles hinreichend erklärt.
Was Du jetzt tun kannst, ist ihm deine Liebe mit schönen Gesten zeigen.
Nichts Übertriebenes.Einfach solche Dinge wie Zuvorkommenheit, Zuhören, für ihn da sein , ein kleines Geschenk, eine spontane Idee usw.

Aber nicht mehr dein Fremdgang thematieren. Falls er immer davon anfängt. Sag ihm das Du alles dazu gesagt hast. Nicht rechtfertigen, nicht denselben Gesprächstoff wiederholen..

Viel Glück..Ich denke, das wird schon wieder..

M47

Eine total schöne Antwort für Optimisten! Genau so kann das Leben nämlich auch laufen. Wir sind alles nur (fehlbare) Menschen und "wer noch nie gesündigt, hat, der werfe den ersten Stein"...

An die FS: Ruhe bewahren - ihm die Freiheit lassen - warten warten warten. Notfalls 2 bis 3 Monate. Dein Ding machen. Deinen eigenen Alltag leben. Und herausfinden, ob Du wirklich, wirklich, wirklich noch willst. Oder der Seitensprung tatsächlich auf eine Veränderung hinzeigt.

Dein Freund ist für seine Reaktion jetzt selber verantwortlich. Verzeiht er dir und steigt wieder in die Beziehung ein, ist es an dir, das was passiert ist, ad-acta zu legen. Will er dich nicht mehr, ist es an dir, zu dem, was passiert ist zu stehen, Rückgrat zu zeigen und zu gehen, ohne zurückzublicken.

Ich wünsche Dir, dass du mit beiden Varianten umgehen kannst.
 
  • #71
Seit wann gibt es bei dem Thema fremdgehen Täter und Opfer? Das ist mir neu. Es sind doch immer beide schuld, wobei schuld auch ein blödes Wort ist, das man in dem Zusammenhang nicht so verwenden kann. Ist der Fremdgeher schuld, weil er gegen gesellschaftliche Konventionen verstößt? Oder der Betrogene, weil er dem Fremdgeher nicht das gibt, was er braucht oder nicht offen mit ihm redet ode ihn nicht gehen lässt?

räusper...

Fremdgehen geschieht dabei fast immer in der Reihenfolge: Partner zeigt über sehr sehr lange Zeit weniger oder gar kein sexuelles Interesse/Begehren mehr -> man ist dauergeil -> man führt Gespräche -> man bleibt trotzdem dauergeil ->man orientiert sich an anderen Dingen die einem Spaß machen, um sich abzulenken -> man lernt dabei neue Leute kennen und geht schlussendlich fremd.

Woher habt Ihr denn diese Weisheiten?

Meine Ex ging fremd- Sie war diejenige die NICHT-geil war. Sie hatte alle Aufmerksamkeit von mir (nur hat Sie es nicht mehr wahrgenommen weils für Sie Selbstverständlich war). Ich, mit all diesen Weisheiten im Ohr war ziemlich verwirrt, was denn nun? Also ging ich zu einem Paartherapeuten und für mich zu klären was da abgegangen ist (sie war bei den ersten drei Sitzungen dabei).

Das Ergebnis Kurz gesagt- fehlender Sex ist so ziemlich der seltenste Grund Fremdzugehen. Der Häufigste ist die Suche nach Selbstbestätigung. Unattraktive Menschen gehen öfter fremd! Und ja, es ist eine Flucht- vor sich selbst, vor Beziehungsproblemen. Anstatt zu reden und sich Hilfe zu holen flüchtet man in den vermeintlich leichteren Ausweg.

Ja, ich hatte Fehler gemacht- aber fehlende Aufmerksamkeit oder begehren gehörte nicht dazu. Erstaunlicherweise war mein "Fehler" dass ich zuviel gemacht hatte, zuviele Kompromisse ohne Gegenleistung eingegangen bin, mich zu sehr habe verbiegen lassen.... und dann langweilig für Sie wurde.

Liebe Fremdgänger- hört auf die Ursache auf Euren Partner zu schieben- Sie liegt bei EUCH selbst. Ist der Partner wirklich so unmöglich und lieblos- was hält Euch davon ab zu gehen, Also richtig und mit allen Konsequenzen und nicht fremd?

Liebe FS- ich bleibe dabei. Die Lösung Deines Dilemmas liegt im wesentlich an Dir. Ausreden helfen Dir einfach nicht weiter, Sie verhindern dass DU Dich Deinem Problem stellst. Zieh das Grau von der Selbsterkenntnis. Ich denke es ist die einzige Möglichkeit Deine Beziehung wiederzugewinnen. MACHEN statt Ausreden.
 
  • #72
Und wie du selbst geschrieben hast, setzt mindestens eine Weltreligion nicht auf Monogamie

Ähem, meinst Du damit den Islam?

Der setzt auf Monogamie- auf weiblicher Seite! Ehebrecherinnen werden nach der Scharia zu Tode gesteinigt!

Natürlich sind Religionen ein Machtinstrument- sehr viel mehr als Gläubige wahrhaben wollen. Und ja, sie sind oft auch dazu da Männern Macht zu erhalten. Aber die Monogamie damit zu verbinden kommt nicht hin- die erheben nämlich auch Matriarchate zum Prinzip.

Die Forscher streiten sich noch was tatsächlich des Menschen Natur ist. Beide Thesen haben was für sich. Das Vorhandensein von Bindungshormonen auch bei Männern bis das Kind etwa 6-10 Jahre alt ist spricht durchaus auch für die These von der Monogamie als Erfolgsmodell der menschlichen Spezies, der Nachwuchs braucht einfach sehr viel länger als bei allen anderen Lebewesen bis er ohne die Eltern klarkommt.
 
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  • #73
Danke für eure Antworten. Ich habe viel darüber nachgedacht, habe ihm einen Brief geschrieben und mit kleinen Gesten probiert zu zeigen, dass er mir noch sehr viel bedeutet. Ich war zwischendurch auch wieder kurz bei ihm aber er meinte, dass er noch zeit braucht. Er würde mich noch sehr lieben aber kommt mit der Situation noch nicht klar, was ich auch verstehe. Somit habe ich mich wieder zurückgezogen. Ich bin mir jetzt sicher, dass ich meinen Fehler komplett eingesehen habe. Ich denke ich habe den größten Fehler meines Lebens gemacht und möchte alles dafür tun, diesen wieder gut zu machen. Ich leide noch immer sehr aber ich weiss auch, dass er mehr leidet. Ich denke ich habe mich da auch Anfangs etwas falsch ausgedrückt. Klar ist es nicht einfach so passiert. Ich war mir dessen bewusst und doch unbewusst in diesem Moment, weil ich es schön fand und mich so geborgen Gefühlt habe. Es war ein Fehler. Morgen werde ich mich nocheinmal mit ihm treffen und reden. Ich werde ihn wohl auch fragen, ob er bereit dazu wäre eine Paartherapie zu machen um die Situation besser verarbeiten zu können. Andernfalls werde ich mich evtl. selber in psychologische Behandlung begeben, was ihm hoffentlich auch zeigt wie wichtig mir das alles ist. Andererseits ist es natürlich auch für mich eine Hilfe aus meinem Fehler zu lernen. Trotzdem bin ich immer noch der Überzeugung, dass es meinerseits ein einmaliger Ausrutscher war. Klar kann man das nie hundertprozentig behaupten aber ich arbeite definitiv daran. Genauso habe ich mir vorgenommen, wieder mehr Freude und Spaß in die Beziehung zu bringen sofern ich noch die Chance bekomme. Ich habe eingesehen, dass an einem tristen und grauen Alltag nur du selbst was ändern kannst und das versuche ich jetzt auch zu halten.
 
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  • #74
Beim Verteufeln des Fremdgehens unterwirft man sich einem gesellschaftlichen Diktat. Was spricht denn eigentlich gegen eine wenig erotische Abwechslung? - Ich nehme meinem Partner/Partnerin doch nichts. Da meine Frau zwar mit mir verheiratet ist, ich sie aber nicht gekauft habe, kann sie mit ihrem Körper anstellen, was sie will und dieses Recht nehme ich mir auch von Zeit zu Zeit.
 
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  • #75
Liebe FS

Es gehören immer 2 dazu. Hast Du dir je Gedanken gemacht, dass dein Freund auch mitschuldig ist, dass es Dir passiert ist?

Ich wünsche Dir viel Glück.

W 40
 
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