• #1

Ich bin verkrampft - Tipps und Tricks?

Ich bin vom Typ her eher die ruhige, zurückhaltende Person. Natürlich habe ich auch meine Freunde, gehe Feiern usw, allerdings kann ich auch ganz gut für mich alleine sein, mache Dinge mit mir selber aus, bin eher nachdenklich und beobachtend und kann Menschen dadurch gut einschätzen. Naja wie das halt bei diesem Schlag Menschen so ist. Bin aber auch kein extremer Fall. Nun habe ich letztens erst wieder gemerkt, wie unlocker ich doch bin und das ich das selber komisch finde und ich das gerne ändern würde. Beispiel 1: Ich befand mich mal in einer Kennlernphase. Alles lief gut und ich fand ihn auch toll. Er küsste mich und ich machte mit, allerdings habe ich mir zeitgleich gedacht "oh man wie albern, jetzt stehst du mit dem hier draußen und küsst rum und alle anderen feiern drinnen" obwohl ich sogar etwas Alkohol intus hatte und ich ihn doch toll fand, war ich einfach total unlocker und gar nicht richtig bei der Sache. Beispiel 2: Ich war mit einem Bekannten tanzen, er nahm meine Hände und wie drehten uns abwechselnd. Auch dabei habe ich mich total unlocker gefühlt. Er meinte dann auch zu mir, ich solle mich mal mehr öffnen, kam dann näher und küsste mich auf die Wange. War nett gemeint, aber auch da fühlte ich mich dann eher unwohl. Ich weiß dann gar nicht so recht, wohin mit mir. Da ich dieses Verhalten selbst komisch finde, würde ich es gerne ändern. Ich versuche es immer wieder, aber verfalle dann doch wieder in alte Muster. War jemand in ähnlicher Situation? Hat wer Tipps und Tricks?
 
  • #2
Mir half es einfach älter zu werden. Es dauert einfach bis frau begreift, daß alle irgendwie unlocker sind, manche mehr und manche weniger.

Introvertierte Menschen sind oft sehr nachdenklich und leider nicht so spontan.

Übung ist auch gut - nicht weglaufen, sondern sich immer den Situationen stellen.

Allerdings wenn Du IMMER lieber alleine wärst, dann ist es eben Deine Persönlichkeit und dann solltest Du Dich mit Dir selbst anfreunden - vielleicht in der Natur oder mit Tieren.

Ich las früher sehr viel und sonnte mich auf der Parkbank - beides eher ruhige Hobbies aber das war okay.

Ich wünschte ich hätte es mehr genossen statt dem Gruppenzwang nachzugeben und mich selbst dafür zu kritisieren lieber mich fortbilden zu wollen als auf eine Party zu gehen.
 
  • #3
Hallo Wolke,

ich versteh dich. Vielleicht solltest du mal aussgehen wo du keinen kennst und z.b etwas tun wo du dich öffnen und Hemmungen ablegen musst (Karaoke singen, jemanden zum tanzen auffordern,....) Ich denke das ist bissschen “Übungssache“ aber wenn du selber was ändern willst ist der erste Schritt schon getan :) Trau dich, raus mit dir. Ich finds toll wenn du an dir arbeiten willst. :)
 
  • #4
Deine Beschreibung passt auch etwas zu mir. Ich hatte früher auch in Bezug auf Männer genau das Problem, dass ich sogar wenn ich etwas verliebt war eine leichte innere Abneigung verspürte und mich unwohl fühlte. Ich war nach Dates usw. oft einfach froh wieder alleine zuhause zu sein. Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass meine Gefühle einfach nicht stark genug waren. Es waren mehr gute Freunde für die ich eben als junger Mensch auch mal ein kleines Kribbeln verspürte, aber es sollte halt nicht mehr werden. Wenn ich mich richtig verliebte, was mir erst viel später passierte, fühlte ich mich auch kein bisschen unwohl.
Willst/ Wolltest du diese Typen wirklich oder fühlst du dich eher bedrängt, weil du spürst dass sie mehr von dir wollen als du von ihnen? Wenn du etwas introvertiert bist brauchst du eben auch jemanden, der zu deiner Art passt. Sehr extrovertierte und laute Menschen haben mich immer irritiert.
 
  • #5
Liebe FS,

ich weiß nicht, was an deinem normal gesunden Verhalten unlocker sein soll? Nur weil du du etwas zurückhaltender bist und nicht jeden Körperkontakt als einladend empfindest? Mache dir darüber keine Gedanken, nur weil andere es vielleicht anders händeln. Steh zu dir, bleib bei dir und alles andere läuft dann von allein.
 
  • #6
Ich bin selbst ein sehr introvertierter Mensch, aber ehrlich gesagt, verstehe ich nicht ganz, was in den von dir beschriebenen Situationen das Problem war.

"Ich fühlte mich unlocker/unwohl" ist halt eine sehr allgemeine Aussage...du müsstest etwas konkreter werden, damit man das einordnen und dir Tipps geben kann. Fühltest du dich von den Männern bedrängt? Ging es dir zu schnell? Hattest du Angst, was falsch zu machen? Vielleicht langweilig oder unerfahren zu wirken?

So kann ich nur ins Blaue hinein spekulieren, wobei ich einfach mal von mir selbst ausgehe. Und da gelange ich zu folgender Annahme: deine fehlende Lockerheit resultierte aus fehlender Anziehung. Du fandest die Männer vielleicht oberflächlich attraktiv/sympathisch, aber es war keine echte gemeinsame Wellenlänge vorhanden. Mit manchen Menschen entsteht einfach kein "Wohlfühlgefühl"; sie sind zwar nett, aber man fühlt sich nicht wirklich gesehen. Vielleicht weil man einen inkompatiblen Humor und/oder Kommunikationsstil hat oder Einer den Anderen nicht richtig ernst nimmt; nur darauf abzielt, sich gut darzustellen, statt in einen echten Dialog zu treten.

Weil der Mann ganz nett ist und einem Aufmerksamkeit schenkt, meint man in so einer Situation als Frau, man müsse sich doch gut fühlen und was zurückgeben; seinem Ego schmeicheln, indem man aus vollem Herzen über seine Witze lacht usw. Aber da die Chemie einfach nicht ganz stimmt, müsste man es faken und das liegt introvertierten, ernsthaften Menschen i.d.R. nicht.

Was ich dir raten würde? Deine introvertierte Art aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Statt dir Vorwürfe zu machen, weil du nicht mit jedem kannst, frage dich doch mal: WILL ich denn mit jedem (befreundet sein, flirten...)?

Wenn ich von mir selbst ausgehe - was hab ich mich früher fertig gemacht, dass ich zu verschlossen/langweilig bin. Inzwischen ist mir klar geworden, dass ich dann langweilig bin, wenn mein Gegenüber mich langweilt - und dass das okay ist. Ich WILL mich nicht zwingen, Interesse an Gesprächsthemen zu heucheln, die mich innerlich zum Gähnen bringen. Ich WILL nicht über schlechte Witze lachen. Ich WILL nicht, wie manch andere Frau, mit jedem halbwegs gutaussehenden Mann rumschäkern, nur um nicht als graue Maus zu gelten.

Ich habe begriffen, dass ich durchaus Charme besitze, der aber nur bei Menschen zum Vorschein kommt, mit denen ich mich wirklich wohlfühle. Wer mir ein ungutes Gefühl gibt, bekommt meine steife, unkommunikative Seite zu spüren. Und: das ist vollkommen okay so!

Ich würde auch dir raten: wenn du dich in einer Unterhaltung/bei einem Date hölzern fühlst, suche den Fehler nicht nur bei dir. Oft ist eigene "Verklemmtheit" einfach ein Indikator dafür, dass man mit dem Gegenüber nicht wirklich auf einer Wellenlänge liegt.

Es kann natürlich sein, dass ich vollkommen falsch liege und du ein ernsthaftes Problem hast, aber um das festzustellen, müsstest du mehr ins Detail gehen.
 
  • #7
Ich würde auch dir raten: wenn du dich in einer Unterhaltung/bei einem Date hölzern fühlst, suche den Fehler nicht nur bei dir. Oft ist eigene "Verklemmtheit" einfach ein Indikator dafür, dass man mit dem Gegenüber nicht wirklich auf einer Wellenlänge liegt.
Dem ist wirklich so und ich hoffe die FS prüft das bei sich beim nächsten Date/ Treffen.

Ich wurde auch mal als verklemmt bezeichnet, weil ich eine höfliche Frage stellte, die mein Gegenüber als zu zahm empfand. Das hat mich total "versteifen" lassen, aber ich wollte keinen Streit anfangen also schwieg ich.

Ich habe mir vorgenommen nicht mehr so vornehm-taktvoll zu agieren sondern die Dates massiv zu kürzen wenn was nicht passt und höflich aber bestimmend sagen, daß ICH mich nicht wohlfühle und daher gehen will.

Soll ER sich doch den Kopf zerbrechen wieso er mir das Gefühl gab, vor ihm flüchten zu müssen. Meistens ist es bei mir Grobheit, Arroganz oder Kälte des Gegenübers, welche mich innerlich brüskieren.
 
  • #8
Wenn Du für Dich damit ein Problem hast, dann solltest Du es ändern...
Allerdings bitte nur, wenn Du wirklich ein Problem mit Dir hast und nicht, weil Du meinst andere finden dich komisch oder Du musst sein, was man von Dir erwartet.

Wie bist Du denn, wenn es nicht um Männer geht?
Bist du anders mit deinen Freundinnen?

Verbiege Dich nicht gegen dein Naturel!

Ich drücke es mal weiblich aus:
Die Naturhaarfarbe steht einem meist am besten und mehr als ein paar hübsche Strähnen zum aufpeppen, sollte man nicht machen.
 
  • #9
Ich würde auch dir raten: wenn du dich in einer Unterhaltung/bei einem Date hölzern fühlst, suche den Fehler nicht nur bei dir. Oft ist eigene "Verklemmtheit" einfach ein Indikator dafür, dass man mit dem Gegenüber nicht wirklich auf einer Wellenlänge liegt.
Das ist ein guter Tipp, den auch ich in Zukunft versuche zu beherzigen. Genau so habe ich es im letzten Jahr erlebt, und ich habe - leider wohl frauentypisch - am Ende nur mich selbst hinterfragt. Zwar wusste ich genau, dass meine Unsicherheiten daher kamen, weil ER (ich war heimlich verliebt in ihn) sich ambivalent und manchmal sogar frech, unaufmerksam und abweisend verhalten hat, so dass ich oft gar nicht mehr locker sein KONNTE (obwohl ich es versucht habe), aber trotzdem habe ich danach immer wieder gedacht: Was hätte ICH anders machen müssen, dass es gar nicht erst so gekommen wäre?

Heute glaube ich: Bei dem hätte gar ich nichts richtig machen können.
Andererseits lernte ich in dieser Zeit - ich war länger krankgeschrieben - auch andere Leute kennen, die die Unterhaltungen mit mir sehr schätzten und das auch ganz offen sagten. Da hat die "Wellenlänge" offenbar gestimmt. Bei IHM halt leider nicht.
 
  • #10
"unlocker" - das ist keine Beschreibung in der Negation und sagt nur, was Du nicht bist.

Ein Anfang wäre z.B. neutral zu beschreiben, wie Du Dich verhältst.

Wenn Du Dich z.B. vorsichtig oder ängstlich verhältst, dann kannst Du Dir ja auch mal Gedanken darüber machen, welche Vorteil Du dadurch hast. Denn ein Verhalten, dass für Dich keinerlei Vorteile hätte, hättest Du längst über Bord geworfen.

Menschen mit einem großen Maß an Introvertiertheit haben z.B. Vorteile, dass sie sich sehr gut ohne äußere Reize auf Tätigkeiten konzentrieren können und diese zumeist sehr gut erledigen. Sie sind oft gute Zuhörer zumindest bei tiefgründigen Gesprächen und können leichter hinter die aufgesetzte Fassade blicken.

Die "Lockerheit" kommt in jedem Fall auch mit einem Preis. So schön es sein mag, auf der Welle der jeweiligen Situation zu surfen und schlagfertig zu reagieren, so fängt man sich damit auch jede Menge Probleme ein, die man nicht hätte, wenn man etwas zurückhaltender sein könnte.

Das Problem mag vielleicht gar nicht die Unlockerheit an sich sein, sondern, dass sie die Partnersuche objektiv oder wenigstens gefühlt erschwert. Und da müsste man sich dann eben Gedanken machen, wie man da am besten mit umgeht.
 
  • #11
Liebe FS
Du hast schon viele gute Tipps und Meinungen erhalten. Daher nur kurz mein Senf noch obenauf.
Beispiel 2: Ich war mit einem Bekannten tanzen, er nahm meine Hände und wie drehten uns abwechselnd. Auch dabei habe ich mich total unlocker gefühlt. Er meinte dann auch zu mir, ich solle mich mal mehr öffnen, kam dann näher und küsste mich auf die Wange.
Das ist eine Masche: "sei doch nicht so verklemmt/unspontan/prüde.. lass dich mal gehen/öffne dich mehr/leb' im Moment". Das tun manche (zum Glück wenige) Männer, wenn sie auf dich stehen und sich wünschen, das Ganze ginge weiter, obwohl du nonverbal signalisierst, dass du das nicht willst. Man kann sich nicht künstlich "locker machen", und sollte es auch nicht. Bitte pass' auf dich auf, sobald ein Spruch dieser Art kommt! Es zeigt, dass ein Mann dich subtil bedrängt oder bedrängen wird. Mehrfach hab ich diesen Quatsch gehört von Männern aus der Eso-Ecke, die ein paar Reiki- oder Tantra Seminare besucht haben. Und danach dachten, sie könnten jetzt ihre sexuellen Bedürfnisse so ausleben, indem sie mich armes, unerwecktes Ding "coachen" dass ich weniger Hemmungen habe. "Vertrau mir einfach, lass es geschehen". Und so fort. Dabei kein Gespür für die Realität der Situation - wenn ich sie nicht will, hab ich wohl eine psychische Blockade, die man lösen muss...grusel.
Fazit: Sei vorsichtig, Süsse. Genauso wie es da draussen ganz viele tolle Männer und vieles zu geniessen gibt, gibt es auch viel Unschönes zwischen den Geschlechtern. Dein Bekannter z.B. hat nicht aus Selbstlosigkeit mit dir getanzt und dich auf die Wange geküsst, sondern weil er scharf auf dich ist. Und wenn du nicht scharf auf ihn bist, geh in Zukunft nicht mehr mit ihm tanzen, sonst habt ihr bald ein grosses Missverständnis.
 
  • #12
Das Kennenlernen war eine gute Übung, abzuchecken, wo man selber gerade steht. Du wirst in Zukunft einfach noch viel öfter kennenlernen und daten müssen. Nur von Erfahrung kommt man aus sich raus.

Allerdings scheint mir der Typ was an der Birne zu haben, dich auf vor einer Party zu küssen im alkoholistierten Zustand, ohne dich wirklich zu kennen, aber soweit zu wissen, dass du etwas verklemmt bist und das auszunutzen. Typischer Abschlepper! Halte dich bloß von solchen Männern fern, denn die sind nach dem Sex weg!

Auch hat dir kein Mann zu sagen, dass du dich mal mehr öffnen sollst. Das entscheidest ganz du, wo und wem du dich öffnest vor einem qualitativen Mann! Er wollte dir ja nur irgendwie an die Wäsche und das ist ziemlich ungut!


Wie alt bist du eigentlich? In Zukunft Alkohol vermeiden, und solche Tänzchen mit anderen Männern auch. Männer sehen das sonst als zu viel Interesse für eine schnelle Nummer.

Ich finde, du musst mehr auf dich aufpassen und wenn man sich selbst verklemmt fühlt, dann liegt es auch irgendwie am Gegenüber, mit dem einfach was nicht stimmt. Ich würde auf solche Warnsignale hören.
 
  • #13
Danke erstmal für eure Antworten.
Fühltest du dich von den Männern bedrängt? Ging es dir zu schnell? Hattest du Angst, was falsch zu machen? Vielleicht langweilig oder unerfahren zu wirken?
Nein genau diese Gedanken hatte ich nicht. Wie soll ich das beschreiben ... ich fand das in dem Moment einfach komisch, irgendwie affig. Dabei fand ich ihn wirklich toll und war auf der anderen Seite natürlich auch froh, dass es soweit gekommen ist. Ich war gedanklich einfach woanders ...

Wie bist Du denn, wenn es nicht um Männer geht?
Bist du anders mit deinen Freundinnen?
Na wie ich schon sagte, die Basis ist bei allen Leuten eher meine ruhige Art, ich würde da nicht zwischen den Geschlechtern unterscheiden. Mit manchen Typen kann ich mit sehr gut unterhalten. In meinem Familien und Freundeskreis bin ich wohl offener, klar. Aber es geht mir nicht um meine grundsätzliche Zurückhaltung, sondern um diese eine spezielle Situation wie in den Beispielen beschrieben.

Wenn Du für Dich damit ein Problem hast, dann solltest Du es ändern...
Allerdings bitte nur, wenn Du wirklich ein Problem mit Dir hast und nicht, weil Du meinst andere finden dich komisch oder Du musst sein, was man von Dir erwartet.
Ja ich selber habe damit ein Problem. Es behindert mich und wenn ich soweiter mache, da bin ich mir sehr sicher, werde ich alleine bleiben.

Es tut mir leid, ich kann dieses ätzende Gefühl einfach nicht beschreiben und kann verstehen, wenn es euch schwerfällt dieses nachzuvollziehen. Grundsätzlich sei gesagt, habe ich dieses Gefühl immer, diese "Hemmungen", einfach bei Nähe. Wenn mir Typen "zu nahe kommen". Auch wenn es nett gemeint ist und ich diese Leute selber toll finde, wie bsp.1! Bsp. 2 war einfach nur freundschaftlich, ein Bekannter der wollte mir nicht "in dem Sinne näher kommen", normales Tanzen und ich wusste nicht wohin mit mir.
Vielleicht liegt es an der Kombination "nähe" und "alleine sein" (auf sich alleine gestellt zu sein). Keine ahnung.

Ich hoffe ich kann das irgendwann mal genießen, also bsp.1 Eine Freundin sagte mal, sie hatte damals auch so Gedanken, das hat sich aber im laufe der Zeit gebessert.
 
  • #14
Wichtig ist diese Angst vor Nähe ernst zu nehmen.
Ich war eigentlich immer offen und locker, ok knutschen ohne ernstes Absicht war nicht meins. Vielleicht auch weil man sich in meiner Stadt immer über den Weg läuft.
Allerdings habe ich mich geändert, dieses Problem habe ich erst seit ca 2 Jahren.
Übrigens nur bei Männern.

Das schreibe ich Dir, weil mich selbst dieses " Warum " interessiert, wie es anders geht weiss ich ja.
Mir hatte jemand gesagt, dass ich mal Glaubenssätze googlen soll.
Dort habe ich gute Ansätze gefunden.
 
  • #15
Ok, Miss Wolke, du hast also eine ruhige und eher zurückhaltende Art. Das bist DU und es ist völlig ok so.
Wenn du wirklich etwas mehr Lockerheit bekommen möchtest, lässiger flirten oder auch mit dem richtigen Mann umgehen möchtest, hab ich folgende Tipps für dich:
Zunächst mach das, was dir liegt ... bleibe etwas abseits und beobachte. Du wirst sehr schnell merken, dass es nur ganz wenige geborene Partylöwen gibt.
Nun kommt Stufe 2 - mit genau solch einem Partylöwen gehst du auf eine wilde Party. Stehst mit ihm im Mittelpunkt - bekommst viele Blicke. Entweder du geniest das dann und willst es immer wiederholen .... und schon bist du in. Oder es ist nicht deine Welt - und du wartest, bis dir ein Mann zeigt, dass du gar nicht unlocker bist.
Egal was - sei immer zufrieden mit dir. Denn das strahlst du aus
 
  • #16
Bei mir war es so:
Ich war in ähnlichen Situationen. Eigentlich schöne Situationen, zumindest ich finde es eigentlich schön, mit einem netten Mann zu tanzen. Eigentlich ist es auch schön, mit einem hübschen Mann zu küssen. Warum sollte ich als erwachsene Frau solche Situationen nicht genießen, wenn ich sie erlebe!?

Ich konnte sie aber nicht genießen!

In meinem Kopf war nämlich der Gedanke, dass ich diesem Mann früher oder später wieder einen Korb geben muss, weil das mit uns nichts werden wird.

Und das war der Grund, warum ich mich in ähnlichen Situation spröde und steif verhielt.

Was eigentlich albern ist, weil z.B. Tanzen oder Flirten nicht zu mehr führen muss und sehr viel einfach mit Lebensfreude zu tun hat.
 
  • #17
Weißt du was? Das Gute am Älterwerden ist, dass man es niemandem mehr rechtmachen muss oder will und auch niemandem mehr gefallen muss oder will.
Du scheinst recht jung zu sein (90 geboren?).
Die Sache ist die: Du bist meines Erachtens zu streng mit Dir selber - du willst anders sein, als du eben empfindest.
Wenn es Dir nicht angenehm war, als dein Bekannter "nett gemeint" deine Hände genommen hat, dann war das eben so. Nur weil manche alles superlustig und locker finden und in Filmen die Protagonistinnen oft beliebt, locker und gut drauf sind, heißt das nicht, dass du auch so sein musst.
Wer gibt Dir denn vor, was du zu fühlen hast??
Und wenn du mit einem Mann nach draußen zum Knutschen gehst und dir in dem Moment eigentlich danach ist, wieder reinzugehen, liegt das vielleicht daran, dass du den Mann eben doch nicht so überzeugend findest, aber eben mal mitmachst, weil er ja ganz süß ist. Vom Hocker gehauen hat er dich aber nicht.

Also meine Frage: Wem willst du gefallen?
Du musst weder anderen Männern gefallen und auch die Art und Weise, wie du mit ihnen umgehst, ist ganz alleine DEINE Sache.
Wer sagt, dass du lockerer werden musst? Die meisten sind nicht ansatzweise so locker wie sie tun, gerade diejenigen, die am lautesten schreien und feiern.
Sei einfach Du. Wem das nicht passt, kann ja gerne weitergehen.
Du musst niemandem gefallen und auch nicht anders sein, vertrau deinen Gefühlen und wenn du nicht locker bist in einer Situation, liegt es vielleicht daran, dass du dich nicht ganz so wohlfühlst, wie du denkst.
Wir sind alle unsicher, gerade in der Kennenlernphase - unsicher mit uns selber, unsicher, wie wir rüberkommen, unsicher, ob wir den Anderen überhaupt so toll finden (oder ist es nur der Wein?).
Mein Tipp deshalb: Hör auf, anders sein zu wollen - so wie du bist, bist du ziemlich richtig :)