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luci-le

Gast
  • #31
Du schreibst wenig (und weisst vermutlich auch wenig) über die realen finanziellen Verhältnisse. Wenn er wirklich satt in den Miesen ist, ist verständlich, dass er nicht zahlen kann.

Du musst dann überlegen, ob Du ihn dauerhaft (denn bis zur Rente wird er sicher nicht mehr "reich" werden) mitfinanzieren möchtest (Viele Männer tun das bei ihren Partnerinnen) oder den gemeinsamen Lebensstil auf das für ihn tragbare Niveau absenkst oder Dich trennen und Dir einen Partner suchen, der (zumindest in der Hinsicht) besser zu Dir passt.
Netter Versuch, aber die entsprechenden Männer tun das ganz sicher nicht aus Altruiusmus, ondern weil die Partnerin deutlich jünger, besseraussehender, besser im Bett als sie selber ist. Oder sie nach Strich und Faden bedient und verwöhnt, ihnen das Gefühl gibt, sie wären die Größten etc. Der "Partner" der FS hat und tut dagegen nichts davon, er saugt einfach nur ihre Ressourcen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wieso viele Männer auch heute immer noch denken, zum Tollsein reiche es aus, einfach nur ein Mann zu sein, dann kommen die schönen, jungen, ressourchenreichen und willigen Frauen schon von alleine. Dem ist nicht so.
 
  • #32
Der "Partner" der FS hat und tut dagegen nichts davon, er saugt einfach nur ihre Ressourcen.
Das stimmt so nicht. Die FS schreibt in ihrem Eingansgpost (ohne es näher auszuführen), dass der Mann "ein ganz lieber Kerl, sehr hilfsbereit und aufmerksam" ist - erst dann folgen seine Verhaltensprobleme unter dem Aspekt "finanzielle Ausnutzung".
Ich nehme die beschriebenen positiven Seiten erst mal für bare Münze. Viele Frauen reden sich Männer schön, weil sie nicht allein sein können. Es ihnen peinlich ist, das zuzugeben. Sie können es nicht aushalten, dass die ganze Beziehung zu keinem Zeitpunkt was taugte, sondern nur wegen ihrer emotionalen Bedürftigkeit bestand.

Die FS muss gewichten, ob er positive Seiten hat und diese seine finanziellen Defizite ganz oder teilweise ausgleichen. Das "ausnutzende" Verhalten seinerseits würde ich begrenzen.
Wer mehr hat, kann und sollte in einer Partnerschaft in gewissem Maß großzügig sein. Das heißt nicht komplette Kostenübernahme und dass der "Nehmende" zum Fordernden wird, eine Pflicht, mit Abstrafung, wenn nicht bereitwillig alles gezahlt wird, was gefordert ist.

Mein Ex war teilweise aggressiv, weil ich mehr Geld hatte
Das kenne ich - er musste sein Ego aufblasen und mich klein machen. Ich habe das erst nach Jahren wirklich gemerkt und kann nicht sagen ob ich betriebsblind war oder ob es immer schlimmer wurde, dass irgendwann mein Schwellwert überschritten wurde.
Heute bin ich dafür sensiblisiert und ziehe direkt am Anfang die Reißleine, bzw. sage ohne Studium und Dauererfolg im Job geht garnicht mit mir.

Ähnlich ist es auch in Freundschaften mit starkem finanziellen Gefälle und hier meine ich besonders Frauen. Da habe ich schon sehr oft festgestellt, dass meine Grundgroßzügigkeit gewandelt wurde in die Erwartungshaltung, dass ich immer die Restaurantrechnungen bezahle und das in hochpreisigen Restaurants.
In freundschaftlichen Beziehungen sind Männer zurückhaltend und treffen sich eher auf ein Glas Wein als in einem Restaurant, welches sie finanziell überfordert. Da brauche ich schon einen echten Grund (Sonderzahlung, Geburtstag), damit so eine Einladung angenommen wird. In Freundschaften pflegen Männer nach meiner Erfahrung einen wesentlich sorgfältigeren Umgang (Augenhöhe) miteinander als in Partnerschaften.
 
  • #33
Das liebe Geld. Es ist und bleibt der Zankapfel in vielen Beziehungen und sogar auch Freunschaften. Hier heisst es auch nicht umsonst so: "Strenge Rechnung - Gute Freunde" . Normalerweise sollte man meinen, darüber bräuchte man nicht mal schlecht zu träumen. Die Realität sieht leider anders aus. Vor allem dann, wenn die Wahrheit einem buchstäblich auf den Kopf fällt. Und zwar geht das in beide Richtungen. Das ist keine Einbahnstrasse.
Z.B. in meiner Beziehung. Ich und meine Freundin haben uns über eine Partnerbörse im Internet kennengelernt. Während wir am Anfang über unsere "Mängel" kein Wort verloren haben, gab es auch im gegensitigen "spenden" von Geschenken über Dinge des täglichen Gebrauchs keine Diskussionen. Mal gab der eine mal die andere. Strichliste gab es keine. Erst als die Beziehung Risse bekam fing die Rechnerei an. Beiderseits. Da schenkten wir uns nichts mehr. Vorwürfe mündeten in Gegenvorwürfen. Und das Schlimmste dabei ist, dass bei der Bilanz immer wieder geschummelt wird und wie bei einer Steuererklärung so manches verschwiegen wird oder statt auf der Haben-Seite urplötzlich auf der Soll-Seite aufscheint. Damit ist weiterem Zoff natürlich Tür und Tor geöffnet.
Wenn es doch in diesen Augenblicken doch nur Hilfe durch irgeneinen Engel der Barmherzigkeit gäbe, der mit dem Schwert den Knoten zerschlgen könnte und diese dämliche Streiterei beenden würde um damit mehr Platz zu schaffen, an der zerbeulten Beziehung zu arbeiten. Irgendwo war es am Anfang doch ganz anders, oder?
 
  • #34
Nun habe ich ihn für morgen ausgeladen, nun ist er beleidigt.
Sollte ich mich trennen oder was würdet ihr tun?
Nein, Du must Dich nicht trennen.
Du hast die Lösung ja schon eingeleitet. Er wird nach Deiner Ausladung schon reagieren.

Entweder liegt ihm viel an Dir, kriegt er die Kurve und beteiligt sich oder er bleibt beleidigt und kommt nicht mehr.

Beides sind einedeutige Lösungen und erfordern Deinerseits auch keine Trennung.

Du hast die Sache endlich richtig gemacht und kannst in Ruhe abwarten.
 
  • #35
Warum seid ihr denn am Wochenende immer bei Dir und nicht bei ihm?

Ich kenne das: Viele Männer haben eine typische Junggesellenbude und machen es sich gerne bei der Freundin in ihrer kuscheligen Höhle gemütlich. Die Freundin findet es ebenfalls bequemer, wenn der Freund am Wochenende zu ihr kommt, weil sie keine Lust hat, ihre Freizeit in seiner kargen Hütte zu verbringen - insofern ein Arrangement auf Gegenseitigkeit. Schick ihn doch am Wochenende einfach mal einkaufen!

Und was Unternehmungen und Essen gehen betrifft: Als ich Studentin war, habe ich mit meinem Freund zusammengewohnt, der gut verdient hat. Wir sind beide gerne gereist, auch in die Ferne. Nur, dass ich lange dafür hätte sparen müssen. Jedes Jahr konnte ich mir das nicht leisten und habe das meinem Freund auch so gesagt. Er hat die meisten Reisen mit dem Hinweis bezahlt, dass er sich entweder auf meinen Lebensstandard herunterschrauben müsse und wir beide keinen Spaß hätten oder er mit mir zusammen Spaß hätte. Er wolle mit mir verreisen und nicht alleine. Da war das Thema gegessen.

Bezüglich Restauranteinladungen: Wenn ich mal davon ausgehe, dass Dein Freund wirklich wenig Geld hat und auf Hartz IV-Niveau lebt (egal, ob es jetzt Rente, der Selbstbehalt bei einer Insolvenz ist oder sonstwas) sind Restaurantbesuche nicht selbstverständlich und mehrere Leute einzuladen finanziell einfach nicht drin. Allerdings könnte er sich mit einem leckeren selbstgekochten Essen oder mit anderen Dienstleistungen, etwa handwerklich, revanchieren.

Mir scheint, und das klingt in Deinem post etwas durch, dass sein mangelndes Engagement das Problem ist. Er hat es sich bei Dir und Deinem Umfeld gemütlich gemacht, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass von ihm auch etwas kommen muss, wenn er akzeptiert werden will. Dass Du Dich ausgenutzt fühlst, kann ich verstehen. Aber mir scheint, dass Geld nicht das Problem ist, sondern dass es tiefer geht.
 
  • #36
Ich würde auch sagen, dass du ausgenutzt wirst.
Außerdem frage ich mich, wieso ein Mann um die 60 so gar kein Geld hat und auch keines zu verdienen scheint!? Wovon lebt er? Er scheint ja so wenig zu haben, dass sogar ein WE-Einkauf für 2 Personen ihn überfordert!?
Ganz ehrlich: Was willst du mit so einem Mann?
Wenn er sich keinen Trip auf die Seychellen leisten kann - ok, aber ein WE-Einkauf?
Du kannst natürlich für ein bisschen Zweisamkeit und Sex weiterhin seine Mama spielen und grundsätzlich für ALLES sorgen, aber so ein Mann ist doch nicht attraktiv!?
Es nützt doch nichts - ich würde die Beziehung beenden. Ist zwar traurig, aber so ein Mann ist nicht tragbar für eine Beziehung. Er wird sich nicht ändern. Ihr seid nicht auf Augenhöhe.
 
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