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  • #1

Ich führe seit 3 Monaten eine Fernbeziehung

und bisher läuft alles gut. Da das für mich jedoch Neuland ist, wollte ich eine Frage an die Leute stellen, die schon über Jahre erfolgreich eine Fernbeziehung führen: Was ist eurer Meinung nach wichtig, damit es dauerhaft funktioniert? Gibt es irgendwas, worauf man besonders achten sollten oder sollte man den Dingen einfach seinen Lauf lassen? Ich weiß, dass die Frage sehr allgemein gehalten ist, aber ich bin für alle Antworten dankbar.
 
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  • #2
Lieber FS,

ja, meine Partnerin 48 und ich führen seit einiger Zeit eine Fernbeziehung über ca. 280 km (eine Strecke), welche ich mit dem Auto zurücklege.
M.M. gehört zu einer Fernbeziehung erstmal das "Einlassen" auf eine solche bzw. Vertrauen in den Partner, anders kann es nicht funktionieren.
Bei einer FB ist es gleich wie überall sonst - denke ich - die Zeit welche man zusammen ist intensiv nutzen d.h. gemeinsame Unternehmungen.
Irgendwann wird sich sowieso die Frage stellen beide Haushalte zusammenzulegen, dies sollte man aber nicht nach ein paar Monaten intensiv betreiben (ist meine Meinung) - am besten laufen lassen wie es läuft.............

Wünsche dir alles Gute weiterhin !!!

m53
 
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  • #3
Wir haben rund ein halbes Jahr gebraucht, bis wir uns der Dauerhaftigkeit unserer neuen Partnerschaft sicher gewesen sind. Zwischenzeitlich habe vornehmlich ich zwischen München und Hamburg gependelt. Natürlich müssen auch die beiden beruflichen Situationen mitbedacht werden, aber wir hätten auch ein Jahr Fernbeziehung ganz sicher hinbekommen.
Solange die An- bzw. Abreise von Vor- bzw. Nachfreude begleitet werden, spielt die zwischenzeitliche Entfernung nur eine untergeordnete Rolle. Überdies hatten wir weder Sprachstörungen am Telefon, noch Mailfingergicht . . .
 
  • #4
Ich denke, eine Fernbeziehung kann nur eine anfängliche Notlösung sein, niemals aber dauerhaft. Daher übrprüft als erstes, ob es überhaupt prinzipiell mittelfristig die Möglichkeit gäbe, zusammenzuziehen, also ob mindestens einer überhaupt bereit wäre, umzuziehen in eine andere Stadt. Wenn das kategorisch von beiden ausgeschlossen wird, dann hat es meines Erachtens gar nicht erst Zweck, es zu probieren, weil es im Elend enden wird. Ihr braucht eine Perspektive, sonst nützt es nichts.

Zweitens ist bei Fernbeziehungen natürlich wichtig, dass man besonders viel gemeinsam macht und auch viel bespricht. Dass man sich werktags telefonisch am Leben teilhaben lässt, dass man den Partner bewusst in den Alltag und in Entscheidungen einbezieht, also so, wie man es auch bei einer normalen Beziehung machen würde.

Drittens ist sehr wichtig, zumindest in vielen längeren Urlauben rasch auszuprobieren, ob man überhaupt längere Nähe miteinander ertragen kann.

Insgesamt ist eine Fernbeziehung immer eine Beziehung zweiter Klasse. Jeder weiß, wie sehr sich eine Partnerschaft durch Zusammenziehen ändert, ganz egal ob es vorher eine Fern- oder Nahbeziehung war. Die Miteinander, die Spielregeln, die Intensität und der Alltag sind völlig anders, wenn man zusammenwohnt, als wenn man sich besucht. Eine echte Partnerschaft setzt gemeinsames Wohnen voraus.
 
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  • #5
Eine echte Partnerschaft setzt eben nicht gemeinsames Wohnen voraus - denn im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass alle Menschen die zusammen wohnen eine echte Partnerschaft leben. Dies stimmt so nicht, viele leben aneinander vorbei.

Ja, liebe FS, es gibt ein paar Grundregeln, Vertrauen, Offenheit und der Wunsch, die gemeinsame Zeit intensiv zu nutzen, aber auch, in den freien Zeiten etwas mit sich selbst anfangen zu können. Gemeinsame Urlaube verstärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und kleine persönliche Rituale (Gute-Nacht-sms, Anrufe oder Mails, oder auch Liebesbotschaften-Zettelchen auf dem Bett oder im Kühlschrank) lassen das Gefühl von Nähe und Vertrautheit entstehen.

Wer nicht mehr unbedingt auf Familiengründung und gemeinsamen Hausbau aus ist, der kann durchaus auch über Jahre eine echte Partnerschaft durch eine erfüllende Fernbeziehung leben und genießen. Jedoch sollte auch das Hin- und Herfahren gleichberechtigt funktionieren. Wer Eigentum besitzt oder lange Ehen hinter sich hat, wird insgesamt auch vorsichtiger - und braucht dieses "wir haben ein gemeinsames Türschild, also sind wir (happy family)) nicht mehr unbedingt. Und nur unselbständige Menschen und Klammeräffchen benötigen sofort wieder jemanden täglich unter der Bettdecke und fürs Finanzielle. Selbstbewusste und eigenständige Menschen können auch in Fernbeziehungen glücklich werden, weil sie den anderen als ebenso als eigenständigen Menschen achten. Alles andere ergibt sich möglicherweise - manchmal muss man dem Lauf der Dinge auch einfach Zeit lassen, wie es sich entwickelt.
 
  • #6
@#4: Unfug, Umkehrschlüsse sind eben nicht valide. Warum haben so wenig Ahnung von Logik, Statistik und Semantik, aber argumentieren dennoch damit?! Werde ich nie verstehen.

A: "War der Einbrecher sehr groß?"
B: "Nein!"
A: "Aha, dann war er also sehr klein."

Unfug, wie jeder sofort erkennt. Das Gegenteil von "sehr groß" ist eben "nicht sehr groß" und nicht etwa "sehr klein" (das wäre der Gegensatz / das andere Extrem).

Ich habe nur behauptet, dass (a) Fernbeziehungen quasi nie vollwertige Partnerschaften ergeben. (b) Dass auch Nahbeziehungen sich drastisch durch Zusammenziehen verändern. (c) Dass eine vollwertige Partnerschaft Zusammenwohnen voraussetzt.

Natürlich bedeutet das nicht, dass jeder, der zusammenwohnt, nur aufgrund dieses Faktes eine vollwertige Partnerschaft führt. Im Gegenteil ist Zusammenwohnen eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für eine vollwertige Partnerschaft. Dazu gehören noch etliche andere Facetten, wie zum Beispiel Liebe und Vertrauen.
 
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  • #7
Hier sind noch Tips:

http://www.elitepartner.de/forum/tipps-fuer-die-fernbeziehung.html
 
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  • #8
@2
Nein Frederika, sehe ich nicht so...
Meines Erachtens spielt auch das Alter, in dem man sich kennen lernt, eine entscheidende Rolle.
Wenn eine gemeinsame Familiengründung (Kinder etc.) ''abgehakt'' ist, dann kann eine Fernbeziehung mit einfacher Fahrzeit von vielleicht ein bzw. eineinhalb Stunden durchaus problemlos ''lebbar'' sein! So zumindest meine Erfahrungen...
Man sieht sich von Freitag bis Montagmorgen und einmal unter der Woche, das scheint bei mir recht gut zu funktionieren.
So hoffe ich es zumindest für die weitere Zukunft! ;-)
Unsere berufliche jeweils starke örtliche Gebundenheit lässt eben keine andere Option zu.
Also gilt es, das Beste draus zu machen!
Aber von vornherein auf uns Beide zu verzichten - nein, auch das war keine wirkliche Option!! :)
 
  • #9
@#7: Ja, da hast Du schon recht. Ich gehe natürlich immer davon aus, dass hier wirklich von "Partnerschaft" die Rede ist, von Familiengründung, Zusammenwohnen, zusammen Altwerden. Wenn man in höherem Alter eigentlich doch nur eine Spaß- und Fickbeziehung möchte, dann kann eine Fernbeziehung diesen Bedarf eventuell genau decken. Nur ich nenne das dann schon nicht Partnerschaft.
 
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  • #10
@8
Deine zwei letzten Sätze sind schlichtweg sehr weit unter der Gürtellinie gelegen!
Mehr gibt's da nicht zu sagen.
 
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  • #11
Uups, Frederika!
Mit dem Ausdruck "Spaß- und Fickbeziehung" schießt du ziemlich über das Ziel hinaus, kann mir aber trotzdem ein Lächeln nicht verkneifen. Ich verüble dir diese Einschätzung auch nicht, da ich in anderen Fällen dein sprachliches Temperament SEHR schätze!

Die Situation einer Fernbeziehung in reiferen Jahren hat jedoch noch ganz andere Aspekte! - Verantwortung für einander, zum Beispiel, um schon mal den wichtigsten zu nennen. Wir würden alles stehen und liegen lassen, wenn einer den anderen mal dringend braucht - aus welchen Gründen auch immer!


Nun zur Frage dieses Threads.
Was ihr UNBEDINGT klären solltet, BEVOR ihr euch ernsthaft verliebt:

- Seid ihr bereit, den Wohnort zeitnah zu wechseln?
- Könnt ihr problemlos eine neue Arbeitsstelle im Wohnort des anderen bekommen?
- Seid ihr frei von familiären Bindungen? (Kinder, pflegebedürftige Angehörige,o.ä.)

Falls du auch nur eine einzige Frage mit "nein" beantwortest, dann lass die Finger von einer Fernbeziehung!


Ich selbst (57) führe seit über 2 Jahren eine Fernbeziehung mit einer Entfernung von über 300 km, und würde dir eher abraten, dich ernsthaft auf eine solche einzulassen. Zu den Argumenten, die in der Liste dagegen sprechen könnten, kommen noch weitere Nachteile hinzu:

Eine Fernbeziehung ist teuer (Zug- oder Benzinkosten), und eifersüchtig darf keiner von beiden sein!
 
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  • #12
In Ergänzung bzw. teilweise Widerspruch zu #10, aus eigener Erfahrung:

Wenn mindestens einer der Partner, am besten beide, beruflich und privat (schon) unabhängig sind, und wenn der zusätzliche finanzielle Aufwand keine Belastung darstellt, dann ist auch eine Beziehung über eine große Distanz wunderbar und unterscheidet sich in keiner Hinsicht von einer "Normalbeziehung".

Dann hat man eben zwei gemeinsame Wohnsitze, seinen und ihren. Den einen an der Ostsee, den anderen in Oberbayern. Andere Paare kaufen sich extra Ferienhäuser um sowohl im Süden als auch im Norden leben zu können.

Man darf nicht immer alles von der Warte eines Durchschnittslebens aus sehen, sondern muss auch mal versuchen, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

w53
 
  • #13
Also erstmal an den/die Fragesteller/in

Es gibt nicht nur Nachteile, Vorteile sind zum einen dass Fernbeziehungen eben in aller Regel keine "mal eben so-Beziehungen" sind sondern gut überlegt sind. Einen solchen Aufwand betreibt man nur wenns die Beziehung Wert ist. Zum zweiten ist man sich bewusst dass man eben nich mal so Heim oder zum Partner kann, was bedeutet dass die gemeinsame Zeit bewusster gelebt und geschätzt wird.

Wie hält man sie am Leben? Nun, wechselweise so oft als möglich besuchen. Also i.d.R. jedes WE und natürlich der Urlaub. Dann tägliche Telefonate und/oder Emails, GuteNachtSMS helfen auch. Und natürlic irgendwann die Perspektive diesen Zusatnd zu beenden.

So und nun zu # 2/5/8 Fredericka
Was bitte soll das? Du beleidigst mit Deiner Aussage "Fick-und Spassbeziehung" alle die eine gute Fernbeziehung leben. Das hast Du doch gar nicht nötig, oder? Das Gegenteil ist doch der Fall, eine Nahbeziehung wird sehr viel eher unter diesem Aspekt eingegangen. Wenn nur das ist was man will kann mans in der eigenen Stadt viel einfacher haben.

Diese Frau ist nunmal genau meine Entsprechung, diese Beziehung ist die tiefste und ehrlichste die ich jemals erlebt habe. Soll ich drauf verzichten nur weil Sie eben 2h entfernt lebt? Niemals! Aber Du kannst mir glauben dasss dies Deiner Beschreibung nicht im mindesten entspricht. Und das wird sicherlich noch eine Weile so sein, einfach weil man ja auch nicht eben mal die Arbeitsstelle wechseln kann.
 
  • #14
@#12: Lieber Kalle, mir liegt nichts ferner, als jemanden beleidigen zu wollen. Ich schildere einfach nur meine Sicht und dazu stehe ich. Allen Fernbeziehungen, die ich bisher kenne, fehlt der wesentliche Aspekt, der eine vollwertige Partnerschaft ausmacht: Alltag.

Das gleiche gilt auch für Nahbeziehungen vor dem Zusammenziehen. Genau deswegen ist Zusammenziehen ja auch eine so große Veränderung für JEDE Partnerschaft und ein ganz neuer Test, ob es klappt. Genau deswegen empfiehlt man ja auch, nicht ewig mit dem Zusammenziehen zu warten, denn erst dann kann man entscheiden, ob die Partnerschaft glücken wird oder nicht.

Lass Dich von meinem Ausdruck "Spaß- und Fickbeziehung" nicht zu sehr beeindrucken. Ich will damit nur betonen, dass es bei solchen Beziehungen eben oft um genau diese beiden Komponenten geht, also um Sexualität und um Freizeitgestaltung. Die wenigen gemeinsamen Tage werden effektiv genutzt. man macht tolle Ausflüge, Unternehmungen, man plant was schönes. Man hat die Tage, die man sich dann mal sieht, eben auch Sex. Da wird wesentlich seltener gezickt oder keine Lust gehabt oder abgespannt ins Bett gefallen. Da wird sich drauf gefreut und dann auch vollzogen. So sieht die Wirklichkeit aus. Anders im Alltag, wenn man JEDEN Tag zusammen schläft, aber eben oft keinen Sex hat. Wenn man auch mal die Alltagsbeschwerlichkeiten erledigen muss. Nicht "schön einkaufen zu zweit für das tolle Wochenendessen" (mach Dir nichts vor!), sondern eben einfach nur Toilettenpapier und Pril besorgen und bei Aldi rein. Das ist Alltag.

Ich glaube einfach nicht, dass Wochenendbeziehung auch nur ansatzweise an echte Partnerschaften heranreichen, gerade weil ich weiß, wie fundamental sich Partnerschaften ändern, wenn man zusammenzieht und Kompromisse um Ordnung, Schränke, Haushaltsführung, Finanzen und viele andere Gewohnheiten ausfechten muss. Gar kein Vergleich.
 
  • #15
@#12: Ja, Kalle, so wie du deine Fernbeziehung beschreibst, sehe ich auch die meine.Der Gesichtspunkt, dass eine Fernbeziehung nicht "mal eben so" gepflegt wird, ist wirklich das beste Argument gegen die Unterstellung einer "F- und S- Beziehung". Wer fährt hunderte von Kilometern nur deshalb? - Wohl kaum jemand!

Bei #10 (war nicht eingeloggt) musste ich trotzdem vor Fernbeziehungen warnen. Jetzt eine Frage an dich: Falls eure Beziehung irgendwann doch schief gehen sollte - würdest du dich nochmals auf eine solche einlassen?
 
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  • #16
na ja, es kommt ganz darauf an. Zu Beginn einer Beziehung ist das wohl nicht so ganz einfach, obwohl ich auch ein Paar kenne, das eine Fernbeziehung seit 30 Jahren führt, beginnend mit Anfang 20, inkl. drei Kindern.
Im reiferen Alter, vor allem, wenn die Kinder aus dem Gröbsten heraus sind, kann das gut funktionieren, wie ich selbst weiss (Entfernung Schweiz-Norddeutschland). Es kann der Beziehung sogar gut tun. Und warum denn nicht F und S? Was spricht dagegen - ausser einer ziemlich angestaubten konservativen Moral?
M, 47
 
  • #17
@13 Fredericka
Tja, warum tust Du es dann? Sorry, das was Du beschreibst, nämlich das Fehlen des Alltags (was ich für meine Beziehung längst nicht mehr gelten lasse) ist ja bei allen Paaren so die nicht zusammenwohnen, egal ob 5 minuten oder 5h. Und Du wirst doch nicht im Ernst vorschlagen diesen gemeinsamen Haushalt nach einem halben Jahr Beziehung einzugehen. Das braucht einfach Zeit. Auch bei einer Nahbeziehung.

Zum Alltag, nun ich denke dass ich dem näher bin als in einer Nahbeziehung. Am WE sind wir nunmal zusammen, schmeissen einen gemeinsamen HAushalt. Mal meinen, mal Ihren. Mit dem vollen Programm, kochen putzen, bei Aldi auch mal die Reinigungsmittel holen etc. Ich kann nicht mal eben heimgehen wenn mir irgendeine Macke auf den Geist geht.

Natürlich sollte das nicht auf 10 Jahre so angelegt sein. Deshalb hat Angela natürlich Recht mit Ihren Anmerkungen. Überzogene Eifersucht ist immer tödlich, egal ob Fern-oder Nah, Irgendwann muss einer, oder beide das gewohnte Umfeld verlassen, und Selbstverständlich muss man sich dabei sehr gut hinterfragen. Aber das sind doch alles Dinge die eben genau dafür sprechen dass diese Beziehungen meist Ernsthafter sind als solche an demselben Ort.

@ 14, Ja, würde ich. Weil Sie es Wert ist. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob es ein solches Exemplar nochmals irgendwo gibt. Für nen leicht durchgeknallten wie mich gibts nicht so viele die genauso ticken und mich halt ab und zu spinnen lassen. Hab aber auch den Vorteil dass das Fahren für mich kein Stress bedeutet und sich die Kosten Dank des Dienstwagens auch in Grenzen halten.
 
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  • #18
Ich #1,
ja ich sehe es genauso wie#16 (Kalle). Wir gehen auch gemeinsam einkaufen, meine Freundin spült ab ich trockne ab usw. usw. - auch das ist Alltag, auch wenn er irgendwann nach dem WE aus ist und ich mich wieder ins Auto setze und nach Hause fahre.

Dieses Jahr werden wir gemeinsam mit meinem Vater Weihnachten feiern - auch das ist bereits fix.

Bei der Beschreibung von #16 gefällt mir besonders der Satz - ich kann nicht eben heimgehen, wenn mir irgendwas auf den Geist geht - super Kalle. Es kann nicht immer alles "Eitel-Wonne-Sonnenschein" sein, sonst hätte man sich ja nichts mehr zu sagen.

Besonders verwehre ich mich gegen die Aussage von Frederika "S + F" Beziehung - nein ich liebe diese Frau.
 
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  • #19
Im übrigen ist Frederika's Aussage auch ein Tiefschlag für abertausende von Paaren, die z.B. beruflich pendeln müssen und Zweitwohnungen unterhalten!
Sind das alles Spaß-und Fickbeziehungen, um mal bei diesem nichtelitären Sprachgebrauch zu bleiben??
 
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  • #20
Eine Fernbeziehung hat durchaus ihre Vorteile. Sie bleibt weitgehend vom Alltag unbelastet, das ist anfänglich nicht schlecht. In unserer Gesellschaft ist Mobilität gefragt, das gilt dann wohl auch beim Thema Beziehung. Und ich wüsste nicht, dass Liebe sich von km abhalten lässt. Meine Erfahrung mit Fernbeziehungen ist die, dass man spätestens nach 3 Jahren mal ans "Näher zusammenrücken" denken sollte, da es auf Dauer kaum lebbar ist.

<MOD: Diffamierungen nicht gestattet.>

w (45)
 
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  • #21
Ich habe 6 Jahre lang... <MOD: Unglaubwürdiger Beitrag entfernt. Unterlassen Sie Fakes oder Sie werden endgültig in diesem Forum gesperrt!>
 
  • #22
@#16 Ja, Kalle, da rennst Du offene Türen ein. ich würde auch bei einer getrenntwohnenden Nahbeziehung nicht von vollwertiger Partnerschaft sprechen, sondern eher von Kennenlernphase oder so. Wer noch nicht zusammen wohnt, kann auch nicht entscheiden, ob die Partnerschaft hält. Das zeigt sich erst beim Zusammenwohnen und Teilen des Alltags wirklich. Ich schlage immer vor, so nach etwa 12-18 Monaten an ein Zusammenziehen zu denken, vorallem dann, wenn die Verliebtheitsphase vorbei ist und die Differenzierungsphase geglückt ist und man (trotzdem?) noch Lust aufeinander und miteiander hat.

Das, was Du Alltag nennst, ist einfach keiner. In einer fremden Wohnung kann man nicht "zusammen einen Haushalt führen". Die Dinge gehören einem von beiden; einer entscheidet, welche Wände angebohrt oder welche Töpfe aussortiert werden; was wo gelagert wird und so weiter. Völlig andere Lage als zusammen in einer gemeinsamen Wohnung zu leben. Mach Dir nichts vor, Du redest Dir das nur schön.

Aber Du gibst es ja zu: Irgendwann muss man sich entscheiden, zusammenzuziehen oder nicht. Ganz egal, ob man eine Fern- oder getrenntwohnende Nahbeziehung führt.

Man muss bloß bei einer Fernbeziehung eben überhaupt die Perspektive haben, dies auch realistisch umzusetzen, und zwar sowohl bezüglich privater und beruflicher Aspekte. Genau das ist bei vielen Fernbeziehungen eben fraglich.
 
  • #23
@#17: Tja, egal, ob Dir nun der Ausdruck S+F-Beziehung gefällt oder nicht: Pendel- und Wochenendbeziehungen sind ganz oft eher das Gegenteil: Kaum noch Spaß und kaum noch Sexualität. Kaum etwas belastet Partnerschaften so stark wie getrennter Alltag und erholungsbedürftige, leicht fremdelnde Wochenenden. Ne, ganz schrecklich. Käme für mich absolut gar nicht in Frage.
 
  • #24
@21
Was denn nun, sind Fernbeziehungen nun reine F+S oder das Gegenteil weil müde und abgespannt?

<MOD: Sticheleien entfernt. Muss das sein?>

Du musst schon die Beziehungen in gleicher Beziehungslänge vergleichen, und da kannste sicher sein daß eine Fernbeziehung nach weniger als einem Jahr mehr Alltag enthält als eine Nahbeziehung. Daß die Perpektive da sein muss nach spätestens 2-3 Jahren gemeinsam zu leben hab ich ja nie bestritten.

Das ist übrigens in den allermeisten Fällen der Fall, sehr selten sind beide örtlich derart gebunden, schon gar wenn keine Kinder da sind oder diese schon aus dem Haus sind. Lebenslange Arbeitsstellen sind heutzutage eh sehr selten und den meisten tut es gut ab und an mal die Stelle zu wechseln. Und wem Steine wichtiger sind als die Liebe der sollte sich die Sache mit dem anderen Geschlecht eh nochmals überdenken.

Also liebe/r FS, nicht kirre machen lassen, wenns eine Perpektive gibt mittelfristig zusammen zu leben ist es immer ein Versuch Wert.
 
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  • #25
Liebe(r) Fragesteller(in),
Fernbeziehungen erfordern viel Vertrauen und gute Organisation.
Es sollte sicher kein Dauerzustand sein, doch es kann funktionieren, bei mir auch ein jahr schon und wir sehen uns leider auch nicht jedes Wochenende.
Viele Ehemänner und Partner und auch Frauen müssen des Berufes wegen pendeln und/oder sind viel unterwegs. Das ist sehr schwer manchmal, doch man führt durchaus vollwertige Partnerschaften.
Auch ich bin als Mutter und Frau einige Monate mehr als 400 km gependelt, weil ich keinen anderen Job in Aussicht hatte.
Eine starke Liebe verbindet und findet Wege und Lösungen, auf diese Art gemeinsam zu leben und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Fernbeziehungen als F+S abzuqualifizieren, ist anmaßend und oberflächlich, und ansonsten wiederhole ich die Frage von Kalle - was ist es denn nun? Spaß- oder Belastungsbeziehung?
Die Wohnung des Partners wird zunehmend zum eigenen Zuhause, in dem man auch über die Gestaltung und den Haushalt gemeinsam befindet - wechselseitig, das muss man sich nicht ein- noch schönreden. Und wie sieht Deine nicht-vollwertige Partnerschaft (Frederika) in den 12-18 Monaten vor dem zusammenziehen aus? Eher F+S oder Stress?
 
  • #26
@#23: Kalle, ich meinte damit, Beziehungen mit gemeinsamen Haushalt und gemeinsamer Wohnung, in der ein Partner aufgrund von Außendienst nicht anwesend ist, sind eben oft auch gar nichts mehr wert. Tut mir leid, dass das nicht gleich rausgekommen ist.
 
  • #27
@#24: Zu Deinem letzten Satz: Natürlich S+F! Darum geht es doch gerade in der Kennelernphase und genau deswegen muss man sehen, dass es ernsthaft wird, man nicht nur Freizeit und Spaß teilt, sondern auch Alltag und Haushalt. Nur Zusammenwohnen kann zeigen, ob man zusammen wohnen kann. Darüber lohnt es sich doch nicht einmal zu streiten.
 
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  • #28
@Frederika, was Du in #23 behauptest, kann ja wohl nicht Dein ernst sein "... oft auch gar nichts mehr wert ...". Berater sind fast ständig unterwegs, die sollen dann wohl auf Partnerschaft verzichten?
Bei mir ist Kennenlernen eben nicht nur S+F, auch in der Fernbeziehung nicht. Mir sind Deine Argumente einfach zu oberflächlich und weltfremd. Ich denke, wer 12 und mehr Monate NUR F+S hat, kommt dann über die Kennenlernphase auch nicht mehr hinaus, da hat man sich zu sehr an den Spaßfaktor gewöhnt. Da werden wohl manche mit viel mehr Ernsthaftigkeit und Intensität ihre Fernbeziehung gestalten als manche ihre Nahbeziehung.
 
  • #29
@25
Tja, das ist jetzt wirklich Typsache. Ein Reisender als Partner taugt nicht für jeden, das ist wohl wahr. Wer ohne den anderen nicht klarkommt darf sich an diese Berufsgruppen nicht binden. Die hohe Scheidungsrate in diesem Beruf liegt nicht daran dass die Reisenden Fremd gehen würden sondern weils dem Partner zu langweilig wird.

Aber bitte qualizifiere das nicht ab und verurteile solche Beziehungen nur weil Du nicht damit klarkommen würdest. Andere mögen sogar diesen Aspekt weil Sie eben auch Zeit für sich selbst brauchen und öfter mal einfach nur alleine sein müssen (die gibt es in nicht geringer Anzahl).

Und da es mittlerweile vor allem unter den Akademikern kaum noch Stellen ohne Reisetätigkeit gibt wirds für Klettentypen langsam eng. So zum Beispiel bei Beratern, fast allen technischen Berufen, und und und... nicht nur die Verkäufer, heutzutage müssen alle raus, sei es um technischen Support zu leisten, sich neue Ideen bei Seminaren zu holen oder auch um neue Einkaufsquellen zu erschliessen.
 
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  • #30
Wenn Blinde über Farben reden, dann ist es so, wie wenn Singles über gelebte Partnerschaften leben - einfach unglaubwürdig und unrealistisch. Wer nie richtig lange in einer hier dargestellten richtigen Partnerschaft gelebt hat, weiß nicht, was wirklich abläuft. Und wer nie eine ehrliche Fernbeziehung mit echten Gefühlen sowie Respekt und Liebe gelebt hat, sollte hier auch nicht mitreden. Denn Wunsch- und Tagträume sind hier fehl am Platz. Auch ist es ein Unterschied, ob noch Kinder geplant sind, oder ob dieser Punkt einfach aufgrund der vorherigen Lebensplanung und des Alters bereits erledigt sind. Bei den heutigen Fernbeziehungen, die her ein Living apart together bedeuten, können viele Jüngere nunmal nicht mitreden. <MOD: Sticheleien entfernt.>
 
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