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Gast

  • #31
@ #29

Vielen Dank für deinen Beitrag. Genau so ist es, du sprichst mir aus dem Herzen.

Ich hatte auch ein unruhiges Baby und meine Schwiegermutter hat mich jahrelang genervt mir ihren guten Ratschlägen. Ich solle doch abstillen, meine Milch wäre nicht gut genug und ich müsse es schreien lassen, dürfe nicht immer hinrennen, weil das Kind mich nur manipulieren will (mit 2 Monaten) . Und dann immer die netten, alten Damen, die in den Kinderwagen geschaut haben, weil mein Kind schreit und dann kam immer "na, gibt dir deine Mama nicht genug zu essen...." Ich hätte sie erwürgen können.
Heute habe ich ein ausgeglichenes, freundliches und gescheites Kind mit 10 Jahren.
 
  • #32
@27: Die KISS-Diagnose kam nicht von mir als Mutter (die davon keine Ahnung hat), sondern von einer erfahrenen Kinderarztpraxis, die es bei der 6-Monats-Untersuchung rausgefischt hat. Tatsache ist jedenfalls, daß mein Sohn seinen Kopf nicht heben konnte und daß es nach physiotherapeuthischer Behandlung klappte. Mein Sohn war allerdings kein Schreikind.

Ehrlich gesagt, ist es mir egal, wie es heißt oder was es war - solange es vorbei ist und wie das Problem im Griff haben (mein Sohn ist jetzt acht).

Allerdings kenne ich auch die Geschichte einer jungen Frau, die als Kind Schreikind war und vom Kindesalter an über Kopfschmerzen klagte. Was ja bei Grundschulkindern nicht so unbedingt üblich ist...
 
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Gast

  • #33
Auch ich bedanke mich aus tiefstem Herzen bei #29, das war, abgesehen von #1, der einzig konstruktive Beitrag hier. Ich habe selbst 2 Kinder, eines davon war ein Schreikind, das andere ein Schlafkind. Ersteres habe ich geschleppt bis zum Umfallen, anders schlief er nicht, jede Nacht aller 1,5h weinte mein Kleiner los. Ich bin damals auf dem Zahnfleisch gekrochen, aber nach ca. einem dreiviertel Jahr verwandelte er sich von einem Tag auf den anderen in ein ruhiges, zufriedenes Baby und heute ein ausgeglichener, in sich ruhender 13jähriger.

Und um mal mit all diesen Küchentischdiagnosen aufzuräumen: oft haben solche Baby´s einfach nur Anpassungsschwierigkeiten, die große, weite Welt ist einfach noch zuviel. Diese Kommentare mit gestörter Bindung etc. sind anmaßend und gemein. Und irgendwelche Pseudoferndiagnosen hinsichtlich ADS, Überfütterung per Stillen etc. sind bestenfalls verantwortungslos, ich kann diese Modeschubladen nicht mehr ertragen.

Bevor Ihr hier also einer jungen Mutter all Eure seltsamen, unfundierten Ratschläge um die Ohren hat, die sie nur noch mehr verunsichern und niemandem helfen, lest doch bitte erstmal selbst genau nach!

Sagt sie, 39, zweifache Mutter, Kinderkrankenschwester
 
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Gast

  • #34
Bevor Ihr hier also einer jungen Mutter all Eure seltsamen, unfundierten Ratschläge um die Ohren hat, die sie nur noch mehr verunsichern und niemandem helfen, lest doch bitte erstmal selbst genau nach!

Sagt sie, 39, zweifache Mutter, Kinderkrankenschwester
Komisch, ich als Mutter mit so einem ehem. Schreibaby habe diese Infos, die du so anmahnst, aus Ratgebern und von meiner Kinderärztin.

Nichts zu machen, das Kind ewig schreien zu lassen und selber dann auf dem Zahnfleisch zu kriechen halte ich für verantwortungslos und nicht unterstützend.

Auch Anpassungsschwierigkeiten haben ihre Gründe und kommen nicht einfach so. Alle Schwierigkeiten im Leben haben ihre tieferen Ursachen, die sollte man finden und beheben. Egalo ob als Baby oder Erwachsener. Aushalten, ausharren usw. hat noch keinen groß weiter gebracht und sind für alle Beteiligte nur Stress. Spätfolgen sind erst oft später als Erwachsene zu sehen. Könne, aber müssen nicht.

w
 
  • #35
Nichts zu machen, das Kind ewig schreien zu lassen und selber dann auf dem Zahnfleisch zu kriechen halte ich für verantwortungslos und nicht unterstützend.

Auch Anpassungsschwierigkeiten haben ihre Gründe und kommen nicht einfach so. Alle Schwierigkeiten im Leben haben ihre tieferen Ursachen, die sollte man finden und beheben.
Ich hatte kein Schreibaby, aber ein erstes Kind mit einer Riesen-Palette an sonstigen Schwierigkeiten. Über Jahre hinweg musste ständig gesucht werden nach Lösungen für die unterschiedlichsten Probleme - und jedesmal hat frau sich NATÜRLICH den Kopf zerbrochen, Gespräche geführt, gelesen, erkundigt, gehuddelt, getuttelt, erschöpft inne gehalten und und und....

Nein, es war nicht immer eine "Ursache" zu finden, trotz allem Gehampel und Gestrampel! Nein, manche Probleme mussten sich einfach auswachsen, haben sich irgendwann schlagartig von alleine erledigt, aus welchen Gründen denn auch immer.

Dann anderen Frauen vorzuwerfen, sie hätten "Nichts" getan, nur weil ihre Bemühungen nicht gefruchtet haben und sie dann einfach nur durchgehalten haben - Entschuldigung, das ist einfach nur selbstgerechtes Geschwätz.

Manche Kinder haben einfach ein Päckchen zu tragen und frau kann nur helfen, manchmal bekommt man durch puren Zufall schnell einen perfekt passenden Tipp und manchmal redet man mit einem Dutzend erfahrener Menschen und liest und recherchiert und es bringt überhaupt Nichts. Was dann nur noch hilft, ist die Liebe, die das Kind auch noch in den schlimmsten Zeiten spürt und die dann weiter trägt - und es zu einem weitgehend gesunden Erwachsenen machen kann.
 
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Gast

  • #36
K
Nichts zu machen, das Kind ewig schreien zu lassen und selber dann auf dem Zahnfleisch zu kriechen halte ich für verantwortungslos und nicht unterstützend.

Auch Anpassungsschwierigkeiten haben ihre Gründe und kommen nicht einfach so. Alle Schwierigkeiten im Leben haben ihre tieferen Ursachen, die sollte man finden und beheben.
w
Ich fand ihrem Beitrag der Kinderkrankenschwester sehr gut und hätte es schön gefunden, wenn dies das Schlusswort geblieben wäre!
Sie hat nicht gesagt, dass man das Kind schreien lassen soll, sondern, dass man damit leben muss, dass manche Kinder eben mehr schreien als andere.
Mein Zweiter hat die ersten Monate oft so gebrüllt, dass ich anfangs dachte, er habe wahnsinnige Schmerzen. Es hat mir Angst gemacht. Aber die Sache war einfach, dass ihm die ganze Umwelt angst gemacht hat. Er wollte nur eng bei mir sein, am besten 24h an der Brust.
Er hatte weder Kiss, noch ADHS, keine Koliken, keinen Hunger, gepuckt wollte er auch nicht werden. Er wollte 24h Körperkontakt, Autofahren oder Kinderwagen waren für ihn die Hölle. Alleine im Bettchen liegen? Er brüllte wie auf Nägeln liegend.
24h Mamakontakt waren aber beim besten Willen nicht monatelang für mich möglich. Er hat es eben lernen müssen, Schritt für Schritt.
Aber die ganzen Ratgeberbücher sollte man Müttern wegnehmen! Sie verunsichern mehr, als dass sie helfen, dazu am besten noch Internetverbot - auch das verunsichert, da man oft auf Halbwissen stößt oder selber nur über Halbwissen verfügt und sich falsche Ratschläge zu Herzen nimmt, die gar nicht passen - da werden Kinder dann mit Chamomilla-Globuli vollgestopft, oder Viburcol-Zäpfchen, Kinder werden zum Osteopathen geschleppt oder werden bis zum 14. Lebensmonat glutenfrei oder gar mit Soja ernährt ohne jeglichen Grund.
Mütter sollten keine Ratgeber lesen, sondern einfach auf ihr eigenes Gefühl hören. In der Regel weiß jede Mutter, was für ihr Kind gut ist - sie kennt es am besten!
Schreien lassen kann auch mal richtig sein. Ohne Diskussion! Wenn die Mutter es für richtig hält oder wenn sie nicht mehr kann.
Schreikinder kann man manchmal einfach nicht beruhigen. Das ist eben so und man kann nicht jedes Mal eine Ursache feststellen und diese beheben. Da hilft es nur, gelassen zu bleiben, bei sich zu bleiben und es auszuhalten. Von ewig Schreienlassen redet keiner.
Aber es ist einfach gut, wenn man es einfach mal so hinnimmt und nicht dauernd das Gefühl haben muss, man hat etwas falsch gemacht oder eine Ursache noch nicht gefunden!
Es mag für DEIN Schreibaby eine Ursache gegeben haben, die Du behoben hast! Schön für Dich!
Das ist aber DEINE Geschichte! Und andere Mütter machen es deswegen nicht schlechter!
Ich finde den Beitrag der Kinderkrankenschwester super und bin ganz ihrer Meinung!

w,40, Ärztin, 2 Kinder
 
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Gast

  • #37
Es gibt wesentlich mehr Babys die das Leben ihrer Eltern in einen Albtraum verwandeln als man denkt. Das wird nur oft verschwiegen, weil man sich nicht noch die blöden Ratschläge von anderen Leuten anhören will, die diese runden, satten, durchschlafenden Babys haben.

Mein Kind hat nur deshalb nicht viel oder dauernd geschrien, weil ich es umhergetragen oder herumgefahren habe, sofort gesprungen bin wenn es sich bemerkbar gemacht hat usw.
Nur EINMAL habe ich es mit "schreien lassen" probiert, das hatte aber nur den Effekt, dass es sich nicht müde geschrien hat wie von anderen prophezeit, sondern nass geschwitzt mit hochrotem Kopf immer lauter geschrien hat.

Niemand von aussen hat überhaupt etwas bemerkt, viele haben noch gesagt, was für ein ruhiges, zufriedenes Baby es doch sei, aber der Preis waren die schlimmsten Jahre meines Lebens mit niemals mehr als 3 Stunden Schlaf am Stück.
Hoffentlich lesen das mal die Frauen, die meinen sie könnten mal ebenso nebenbei eine Familie gründen, weil das ja zu ihrem Glück noch fehlt und denken, man könne ein Baby abends hinlegen und dann schlafe es durch oder zumindest viele Stunden am Stück. Bei mir war das JAHRELANG nicht der Fall und der einzige Trost war mir, dass es ja irgendwann mal gross wird.
 
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Gast

  • #38
ich habe meinem kleinen etwas brei auf den schnuller getan oder dentinox-gel, dann hat er zu schreien aufgehört und ist mit bisschen anschubsen (im liegen) zu 80% der fälle eingeschlafen....:)
bevor ich darauf gekommen bin hat er sechs bis acht std am tag geschrien....(obwohl er nicht gezahnt hat,allein der geschmack am schnuller lies ihn durch das nuckeln ruhig werden)