• #31
Das Gleiche gilt auch umgedreht. Wenn man das Eheprinzip bevorzugt, dann sollte man auch respektieren, dass es Menschen gibt, die ein wenig anders denken.
Das tue ich ja und ich finde, man sollte andere Sichtweisen respektieren. Aber das WARUM muss man sich zumindest gefallen lassen.
Wenn ich nicht heiraten will und mein Partner würde gerne, ist es doch selbstverständlich, dass ich ihm erläutere, WARUM.
Schon alleine, um ihm zu zeigen, dass ich ihn trotzdem liebe und mit ihm zusammen leben will und nicht auf dem abspringenden Ast bin.
Ich glaube, wenn der Andere verstehen kann, warum oder warum man nicht heiraten will, nimmt das auch Ängste und Verunsicherungen.
 
  • #32
Ich finde es gut und wichtig, das du das von Anfang an so prinzipiell klarstellst. Möglicherweise ist es hilfreich, wenn du es auch begründest; das erleichtert es gerade Männern, es ernst zu nehmen und nicht als Augenblickslaune umzudeuten.
Zitat von Funny41:
Ich sagte dies jedes Mal schon am Anfang der Beziehung, dass ich niemals heiraten werde... Aktuell fragte der Mann mich zum Abschluss, was nicht mit ihn stimmt, weil ich ihn nicht heiraten möchte.
Nun, der Mann hat entweder nie richtig zugehört. Oder er spielt da ein Spielchen mit dir.
Wenn du - wie du schreibst - deine grundsätzliche Heiratsunwilligkeit frühzeitig kommuniziert hast, ist es absurd vom Mann, zu fragen: "warum willst du MICH nicht heiraten? Was stimmt mit MIR nicht?" Wenn beispielsweise mir jemand einen Teppich verkaufen will und ich sage, ich würde grundsätzlich keine Teppiche in meiner Wohnung wollen, dann wäre es doch auch absurd, dann schmollend nachzufragen, warum ich SEINE Teppiche nicht kaufen will.

Letztlich lautet seine Botschaft an dich ja: "du lehnst mich als Mann und als Person ab, wenn du mich nicht heiratest."
Das ist eine untergriffige Manipulation dir gegenüber. Es auf so eine persönliche Ablehungsebene zu ziehen, kann m.E. zwei Gründe haben:
A) Er schiebt dir damit die Schuld zu für SEINE Entscheidung. Er will sich schließlich trennen, nicht du. Aber er begründet SEINE Trennungsentscheidung damit, dass er dir eine Ablehung seiner Person unterstellt, die nur in SEINEM kopf existiert. Ob eingebildet oder bewusst erzeugt, ist dabei sekundär.
Aufrichtig, selbstreflektiert und ehrlich wäre es von ihm zu sagen: "ich habe deine Einstellung zum Heiraten anfangs akzeptiert, merke aber, dass ich damit immer weniger klarkomme und dass ich doch unbedingt heiraten will. Da ich das mit dir aber nicht kann, trenne ich mich, weil ICH mit der Situation wider Erwarten doch nicht zurechtkomme."
Nebenbei macht er dir moralisch Druck damit (emotionale Erpressung), vermutlich, in der Hoffnung, dich damit umzustimmen.

B) Er ist nicht in der Lage, bei Kritik bzw. Differenzen die Sachebene und die persönliche Ebene auseinanderzuhalten. Klar, das ist nicht immer leicht. Fast jede/r fühlt sich hin und wieder persönlich angegriffen, auch wenn es gar nicht um was persönliches geht.

Ich denke aber, es wird A) sein, wenn das dann schließlich in einer trennung gipfelt. B) kann ich mir nur vorstellen als ein temporäres Empfinden während ihr beide darüber diskutiert.

Könnte es sein, dass die Männer sich zwar vordergründig wegen dem nicht-Heiraten getrennt haben (als bewusst oder unbewusst herbeigenommenen Vorwand), aber eigentlich was anderes dahinter stand? Was verbindet diese Männer und ihr Verhalten jenseits dessen?

Ich find es sehr übrigens hochinteressant, wie die Meinungen hier auseinander gehen in dem thread.
m44
 
  • #33
Früher hat der Mann versorgt, weil die Frau nicht konnte.
Interessante Interpretation, weil Frauen unter versorgen offensichtlich etwas anderes verstehen als Männer.
Männer interpretieren finanzielle Versorgung, das aber machen die Frauen ja heutzutage selbst, die brauchen in der Beziehung keinen Versorger. Frauen interpretieren eher eine emotionale, hauswirtschaftliche (Waschen, Putzen, Kochen), bekümmernde Versorgung, weil sie sich ja finanziell selbst versorgen.
Die Erfahrung sagt es wie Tini_HH beschreibt....man teilt sich die Kosten 50/50, das ist die finanzielle Versorung, der Rest, die emotionale Versorung teilt man sich auch, 90/10.
Nur wenn ich und viele anderen Frauen auch das Gefühl bekommen, das alles gleichwertig verteilt ist, gibt es 1. überhaupt den Gedanken an eine mögliche Ehe und 2. an eine Beziehung/Partnerschaft überhaupt.
Ohne gleichwertige Verteilung lebe ich entspannter und stressfreier ohne Partner. Und ohne Ehe.
W
 
  • #34
Die Erfahrung sagt es wie Tini_HH beschreibt....man teilt sich die Kosten 50/50, das ist die finanzielle Versorung, der Rest, die emotionale Versorung teilt man sich auch, 90/10.

Ohne gleichwertige Verteilung lebe ich entspannter und stressfreier ohne Partner. Und ohne Ehe.
W

Volle Zustimmung. Damit hängt es auch zusammen, dass die meisten Frauen nach wie vor am liebsten einen Partner hätten, der mehr verdient oder finanziell zumindest gleichgestellt ist.

Nur wird das ab einem gewissen Alter eher schwierig... Dann versucht frau es mit jemandem, der weniger hat - schließlich "zählt ja nur die Liebe". Ich befinde mich nun zum wiederholten Mal in einer solchen Beziehung - die Männer haben ihre Qualitäten, aber eine Heirat würde mir in diesem Fall tatsächlich Bauchschmerzen bereiten. Ich hätte Angst, finanzielle Einbußen zu erleiden oder gar mit "in den Abgrund gerissen" zu werden. Klingt drastisch - ist aber so.

Es zählt eben nicht nur die Liebe - wer das behauptet, lügt meiner Meinung nach... Es gehört doch auch dazu, dass mein Partner finanziell auf sicheren (eigenen) Beinen steht.
 
  • #35
Es liegt doch auf der Hand, was Du falsch machst! Du musst Dir keinen Mann suchen der Dir "glaubt", dass Du nicht heiraten willst, sondern einen, der seinerseits nicht heiraten will. Ist doch ganz einfach!
V.m46

Genau so sehe ich das auch. Ich weiß auch nicht, was an diesem einfachen Sachverhalt so schwer zu verstehen ist. Was soll das mit Ehrlichkeit und Glauben zu tun haben? Der Mann hat dir geglaubt, hat aber eben einfach seine Meinung geändert. Damit muss man leben, das kann jedem Menschen passieren.
 
  • #36
Schon alleine, um ihm zu zeigen, dass ich ihn trotzdem liebe und mit ihm zusammen leben will und nicht auf dem abspringenden Ast bin.

Das ist wohl der Kern des Problems. Viele meinen, dass Heirat die Beziehung festigt und ein Zeichen ist, dass man nicht abspringt. Vielleicht ist dieser Eindruck in einer Beziehung grundsätzlich ein Problem? Es gibt viele Gründe, zu heiraten und viele, es nicht zu tun. Wenn dieses Thema einem sehr wichtig ist, der andere es unbedingt vermeiden will, dann gehen die Beziehungen daran zugrunde. Ich glaube nicht, dass man da "argumentieren" und überzeugen kann. Das ist grundlegende Unkompatibilität.
Die FS sollte das Thema vielleicht mal in grundsätzlicher Form früh in ihren Beziehungen ansprechen und ggf. gleich die Reissleine ziehen...
 
  • #37
Ich denke es ist ein Komkunikationsproblem. Als Mann lernt man über die Jahre, dass wenn eine Frau sagt, sie will etwas bestimmtes auf keinen Fall, es manchmal auch bedeuten kann sie will es auf jeden Fall aber sagt es nicht.
Wenn du also am Anfang der Beziehung sagst, dass du nicht heiraten willst, denken sich die Männer vielleicht, ok sie will dass ich sie frage oder sie will mich nicht unter Druck setzen, denn jede Frau will ja heiraten.

Gruß m33
 
L

Lionne69

Gast
  • #38
Das ist bei anderen Themen das Gleiche.

Eine/r macht eine klare Ansage, der/ die andere denkt, Ok, habe ich jetzt zwar registriert, aber warten wir doch mal ab.
Irgendwann kann ich den / die andere überzeugen, wenn wir erstmal länger zusammen sind.

Das gilt für das Thema Heiraten, Kinder, Zusammenziehen, Rollenverteilung, Freizeitgestaltung...

Das ist das typische Problem von Beziehungen, gerade in Kennenlernphasen und im Beginn der Beziehung.
Das grundlegende Kommunikationsproblem - Man hört nur selektiv zu, interpretiert, und nimmt eigentich den / die andere auch nicht ernst.
Eines Tages stellt man dann ganz verblüfft fest, dass die anfänglichen Aussagen tatsächlich ernst und unveränderlich gemeint waren.
Dass man sich Illusionen gemacht hat, und im Endeffekt eine grundlegende Basis für die Partnerschaft fehlte. (Nicht nur fehlende Kommunikation, sondern auch fehlender Respekt)

Da bleibt nur, endlich akzeptieren oder die Konsequenz ziehen und Partnerschaft lösen, beenden.

Liebe Funny, bleib bei Deiner klaren Ansage. Das ist Deine Haltung, die ist für Dich stimmig, keiner muss sich für seine Bedürfnisse und Grundeinstellungen rechtfertigen.

Aber prüfe mal, wie eindeutig seine Kommunikation ist, wie er seine Vorstellungen artikuliert und höre bitte genau hin.
 

Funny41

Gesperrt
  • #39
Sehr interessant!
Man kann zwar deutlich sagen was man will oder nicht will und dann gibt es immer noch manche Männer, die dies nicht hören möchten oder nur darauf warten, dass sich Frau wieder umentscheidet. Also bleibt mir in Zukunft nichts anderes übrig als zu warten, dass ein Mann meine Ansichten nicht infrage stellt.

Aber schon einmal vielen Dank für die ganzen Antworten.
 
  • #40
Ich kann nur für mich als Mann sprechen:

Bereits nach der Adoleszenz wusste ich, dass ich nie heiraten werde. Einfach aus dem Grund, weil ich eine Ehe für ein völlig veraltetes und überholtes Bindungsmodell aus dem Mittelalter halte. Und man benötigt schon gar keine Kirche, um so eine Zeremonie abhalten zu können. Außerdem ist sie überhaupt nicht an die heutige Zeit angepasst. Viel eher noch an die Zeit, als die Frau Zuhause die Kinder hütete und der Mann das Geld verdient hat. Die Absicherung für die Frau.

Eine Garantie für Erfolg ist eine Ehe auch nicht. Wenn eine Frau von Anfang an kommuniziert, dass sie nicht heiraten will, dann würde ich das auch direkt so aufnehmen und nicht versuchen irgendeinen Stuss da hinein zu interpretieren.

Die TE hat meiner Meinug nach keine Fehler gemacht. Die Rahmenbedingungen waren von Anfang an klar. Männer neigen nur immer dazu ständig irgendwas zu interpretieren, obwohl es nichts zu interpretieren gibt.
 
  • #41
Da sind viele Baustellen, an denen du mal arbeiten solltest:

1. ist heiraten und Kinder bekommen, die normalste Sache der Welt. Nur weil viele das heute nicht mehr machen, heißt es noch lange nicht, dass du Akzeptanz erwarten kannst! Unter Umständen muss man sich also sinnvolle Argumente zurechtlegen, warum man was nicht will, und der Partner hat ein Recht darauf, eine vernünftige Erklärung von dir zu bekommen. Ein "was stimmt nicht mit mir" und ein "ich will einfach nicht heiraten" ist kein Argument! Der Partner fühlt sich zu Recht abgelehnt und die Beziehung bekommt einen gewaltigen Knacks für immer. Eigentlich der Punkt, wo Männer und Frauen schon wieder insgeheim auf Partnersuche gehen.

2. Wenn er nach deiner Erklärung nicht heiraten zu wollen, abspringt bzw. du dich auch nicht beugen willst, dann liebt man nicht richtig, denn wenn man richtig liebt, beugt man sich dem Wunsch des anderen ein Stück weit entgegen. Jeder ein bisschen. Manchmal tut es ja auch nur eine Verlobung oder man lässt sich irgendwelche Alternativen einfallen. Ich bin davon überzeugt, dass ein liebender Partner mit sich reden lässt und gute Vorschläge genauso akzeptiert. Außerdem bin ich auch davon überzeugt, wenn nur der Richtige/die Richtige kommt mit den richtigen Manieren, dann will man sehr wohl Heiraten und Kinder bekommen, weil Bindung und Schaffen ein natürlicher Urinstinkt sind.

3. Wenn man als Frau mit "ich will nicht" provoziert, lockt man sich erst recht die Männer an. Als Frau sollte man das wissen, und sich ein wenig dezenter ausdrücken. (Siehe oben: Vernünftige Argumente gegen das Heiraten hervorbringen)

4. Du willst einen Mann um seine Zeit betrügen, der heiraten will, indem du gar nichts sagen willst? Auch keine gute Ideen. Ihr macht euch doch beide unglücklich und der Mann würde dich dann nach 4 Jahren stehen lassen und dafür hassen.

5. Warum willst du ihn denn nicht wirklich heiraten? Ist er abstoßend? Hässlich? Unsauber? Geht es um Finanzen? Möchtest du in 5 Jahren wieder einen Partnerwechsel? Hast du Angst vor schlechten Erfahrungen? Die Gründe dahinter fände ich schon spannend zu erfahren. Dein Partner vermutlich auch.
 
  • #42
Da sind viele Baustellen, an denen du mal arbeiten solltest...

Das sind gedankliche Baustellen, die schon veraltet und verallgemeinernd, abwertend sowie dogmatisch geschrieben sind. Mit welchem Recht und Respektlosigkeit?

So sehr wie hier Akzeptanz erwartet wird, das Heiraten ja so normal wäre, ist auch zu akzeptieren, dass es immer mehr Menschen gibt, die Heiraten nicht als das Normalste der Welt ansehen.

Dazu glaube ich nicht, dass die Eingangsfrage echt ist, sondern nur von geschickten Fragestellern/Moderatoren gestellt wurde, um wieder frischen Wind ins Forum zu bringen.

Ich kenne keine einzige Frau, ich habe viele in meinem Leben kennengelernt und dazu bin ich Ü50, die ständig von Männern einen Antrag bekommen hat, obwohl sie von Anfang kein Interesse an einer Heirat zeigte und dazu klar verbal artikulierte.

Andereseits erzählen Männer oft viel, wenn der Tag lang ist, für sie ist es oft ein Spiel zu schauen, ob sie die Frau wirklich knacken können, daher kann man die Frage nach dem Heiraten nicht ganz so ernst nehmen.

Es kommt immer darauf an, ob Mann wirklich alles tut, also Taten zeigt, die Frau wirklich heiraten zu wollen. Da reicht auf keinen Fall, vor ihr auf die Knie zu fallen und ihr einen Ring an den Finger stecken zu wollen.

W
 
  • #43
1. ist heiraten und Kinder bekommen, die normalste Sache der Welt. Nur weil viele das heute nicht mehr machen, heißt es noch lange nicht, dass du Akzeptanz erwarten kannst!

Natürlich kannst Du Akzeptanz erwarten, FS. Es geht um Dich und um Deinen Lebensentwurf. Heiraten ist nicht immer eine Option, für mich war es auch keine. Und wird es auch nie sein.
Die FS soll hier immer begründen, warum sie es nicht will, die Diskussion, warum Mann oder Frau es unbedingt will, hatten wir hier schon, sonst müsste man mal umgekehrt die Frage stellen.
Einige Gäste sind hier ganz schön krass unterwegs, ohne jeden Respekt und ohne Wertschätzung gegenüber der Meinung anderer. Da werden "Wahrheiten" rausgehauen, die nicht mal ansatzweise Toleranz gegenüber den Lebensentwürfen anderer Menschen zeigen.

Mir hat auch noch nie ein Mann geglaubt, dass ich nicht heiraten will und wollte. Da kommt schon so was wie "die kriege ich schon noch hin" durch. Wird ja hier sonst gerne den Frauen unterstellt, dass die so denken. Aber es gibt auch Männer, die so denken und manipulieren.
Man kann es drehen und wenden, wie man will, wenn sich ein Mann nach jahrelanger Beziehung abwendet, weil er nicht geheiratet wird, kann man auch ihm mangelnde Kompromissbereitschaft unterstellen. Und er müsste schon arg gut begründen, warum er denn unbedingt heiraten will.
Aus Liebe müsste er ja eigentlich bleiben, oder? Liebe kennt doch keine Zwänge.
W
 
  • #44
Tja, da hat jeder sicher seine eigene "Wahrheit". Heiraten als "Ziel an sich"?! Ich verstehe das durchaus und es ist legitim. Mehrere hundert Jahre gesellschaftlicher, sozialer Konditionierung gehen nicht spurlos vorüber. Plus der Romantik-Kitsch aus Hollywood. Die Macht von bewegten und bewegenden Bildern ist nicht zu unterschätzen.
@Gast712 und @Blindfisch: Ich denke, es ist keineswegs erforderlich, aber sicherlich HILFREICH, eine prinzipielle Heiratsverweigerung sofort zu kommunizieren und es auch prinzipiell zu argumentieren. Damit dann eben nicht später so ein Salat herauskommt, wo sich der andere Partner persönlich abgelehnt fühlt, weil ER (oder sie) nicht geheiratet wird. Obwohl es gar nicht um ihn (oder sie) dabei geht, sondern eben schon immer um einen prinzipiell anderen Lebensentwurf.

Das mit dem Kompromiss und Verloben als Mittelweg - hm, was soll das bitte bringen? Verloben heißt auf Hochzeit zuzusteuern. Es ist die Vorstufe zur Trauung, kein eigenständiges Lebensmodell. Lebenslang verlobt ist schlimmer als verheiratet oder unverheiratet. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Es ist wie permanent auf der Flussmitte zu lavieren und sich nie für ein gemeinsames Ufer zu entscheiden. Die schlechteste aller Varianten, wenn man mich fragt.
Jenseits dessen stimme ich aber @Gast712 in einem Punkt zumindest teilweise zu: Wer prinzipiell nicht heiraten will, ist sicher gut beraten, sich mal genau in Ruhe anzusehen, worum es ihm (oder ihr) dabei wirklich geht und zu hinterfragen, ob sich nicht eigentlich was anderes dahinter verbirgt als man selber vielleicht glaubt. Nicht, um sich doch zum heiraten zu bekehren. Sondern um zu schauen, ob nicht doch vielleicht Dinge, wie generelle Bindungsangst, fehlendes Urvertrauen, etc. das Ausschlaggebende sind. Selbiges gilt für die Heiratswilligen übrigens mindestens genauso. Denn wer auf teufel komm raus heiraten will und "nur" noch den Partner dafür sucht, der darf sich bitte auch mal fragen, ob da nicht die Sucht nach Scheinsicherheit dahintersteht oder inwieweit ich da einen anderen Menschen primär zum Erfüllen eines -abstrakten- Kindheitstraumes benutzen möchte. Weil's in den Hollywoodschinken ja immer so schön und rührend ist und ich "schon immer" auch sowas erleben wollte, zum Beispiel. m44
 
  • #45
Ich denke, es ist keineswegs erforderlich, aber sicherlich HILFREICH, eine prinzipielle Heiratsverweigerung sofort zu kommunizieren und es auch prinzipiell zu argumentieren.
Ja klar, finde ich auch. Zumindestens dann, wenn das Thema aufkommt. Hab ich auch gemacht, sofort gesagt, dass es nicht mein Plan ist.
Die Begründung habe ich weiter oben schon geschrieben.....
die Männer, die mich heiraten wollten, hatten das Versorgerprinzip im Kopf, nur eben in der Generation der Emanzipation, sprich, ich verdiene mein eigenes Geld, beteilige mich mindestens 50/50, wenn nicht noch mehr und bin aber gleichzeitig 90/60 für alles andere zuständig wie Kinder versorgen, Kochen, Putzen, Waschen, Einkaufen, Bespaßerin, etc.
Das braucht kein Mensch. Da lebe ich wirklich entspannter alleine.
Ich habe gespannt beobachtet, welche Frauen sich diese Männer nach mir gesucht haben. Es waren Frauen, die glücklich in dieser zugedachten Rolle aufgegangen sind.
Dürfen sie ja auch.
Eine Heirat bedeutet auch, dass man ein Leben lang verantwortlich ist für diesen Menschen. Diese Verantwortung war ich nie bereit zu übernehmen für solche faulen Kompromisse wie oben beschrieben.
Wer weiß, vielleicht treffe ich noch einen emanzipierten Mann und überleg mir das nochmal:)
W
 

User9999

Gesperrt
  • #46
Die FS soll hier immer begründen, warum sie es nicht will, die Diskussion, warum Mann oder Frau es unbedingt will, hatten wir hier schon, sonst müsste man mal umgekehrt die Frage stellen

Da habe ich den Verdacht, dass diese wohl ihre Wahrheit als die einzige Wahrheit ansehen. Ich kann irgendwie die FS gut verstehen und wenn ich immer meine klare Entscheidung, dann noch gegründet sollte, dann war ich auch immer schon weg.

Was gibt es eigentlich daran zu begründen, dass man nicht heiraten möchte?

Man könnte zu im Gegenzug auch eine Begründung erwarten, dass der eine oder andere hier heiraten will. Sind diejenigen so unselbstständig und benötigen einen anderen zum Leben?
Oder kommt dann wieder das Argument, dass dies schon seit Jahrhunderten so der Brauch ist.

Dieser Begründungsfanatismus würde wohl denjenigen dann auch nicht passen.
 
  • #47
Da sind viele Baustellen, an denen du mal arbeiten solltest:

Sehe ich nicht so. Interessant, dass Du als Frau die FS hier so angreifst. Du hast offensichtlich noch nicht gemerkt, dass wir im 21. Jahrhundert leben. Frauen sind emanzipiert, gleichberechtigt und dürfen einen eigenen Lebensentwurf haben. Ohne irgendwas "begründen" zu müssen. Was nützen "Begründungen"? Ändern die irgendwas? Wenn die Männer unbedingt heiraten wollen, die FS aber nicht, dann können das beide begründen. Und dann?

1. ist heiraten und Kinder bekommen, die normalste Sache der Welt. Nur weil viele das heute nicht mehr machen, heißt es noch lange nicht, dass du Akzeptanz erwarten kannst!

Als Mann respektiere ich Vorstellungen meiner Partnerin und prüfe, ob sie zu meinen passen. Es gibt genügend Männer, die das heutzutage auch anders sehen und viele heiraten eher, weil die Partnerin darauf drängt. Es mag sein, dass es seltsam erscheint, wenn die Partnerin nicht drängelt. Das ist aber das Problem der Männer.

... wenn nur der Richtige/die Richtige kommt mit den richtigen Manieren, dann will man sehr wohl Heiraten und Kinder bekommen, weil Bindung und Schaffen ein natürlicher Urinstinkt sind.

Völliger Unsinn. Das Konstrukt "Ehe" ist menschengemacht und lange durch die Kirchen intensiv "gefördert". Der Instinkt, eine Bindung haben zu wollen, hat mit der juristischen Verpflichtung wenig zu tun. Und letztlich ist die Heirat nur eine Garantie, dass die Trennung teuer wird. Das ist manchen Frauen Recht.

4. Du willst einen Mann um seine Zeit betrügen, der heiraten will, indem du gar nichts sagen willst? Auch keine gute Ideen.

Die FS ist offen und ehrlich den Männern gegenüber gewesen. Sie hat nicht betrogen.

5. Warum willst du ihn denn nicht wirklich heiraten? Ist er abstoßend? Hässlich? Unsauber? Geht es um Finanzen?

Ich denke nicht, dass frau Lebenseinstellungen begründen muss. Mann auch nicht. Ich fühle mich nicht verheiratet wohler und bin der Meinung, dass es für eine Beziehung besser ist, nicht zu heiraten. Punkt.
Die FS ha einfach die falschen Männer "erwischt". Es gibt zunehmend Männer, die auch nicht mehr heiraten wollen. Ihre Chancen sind bestens. Sie muss nur bei ihrer Auswahl aufpassen.
 
  • #48
Ohne irgendwas "begründen" zu müssen. Was nützen "Begründungen"? Ändern die irgendwas?
Ja und deshalb werden auch immer Standardabsagen in der SB und keine detaillierten. Wenn man z.B. Gast712 eine detaillierte Absage zukommen lässt, dann endet dies höchstwahrscheinlich in einer Endlosdiskussion.
Die FS ist offen und ehrlich den Männern gegenüber gewesen. Sie hat nicht betrogen.
Eventuell hat ja der Ex von der FS dies nicht so wahrhaben wollen und dachte das sich die FS noch ihre Meinung ändert.

Die FS will nicht heiraten und sagt dies gleich zu Beginn der Beziehung und dann ist es doch auch gut. Da muss der Mann einfach abwägen, ob dies zu ihn passt oder auch nicht. Es ist schon witzig, dass man auch eine klare Aussage hier so hinterfragt.
Dies gilt aber nicht nur bei dieser Frage, sondern für viele anderen. Wenn man sagt, dass man keinen Alkohol trinkt oder nie in die Kirche gehen würde, dann sollte man diese klaren Aussagen akzeptieren und sich einfach nur fragen, ob dies zu eigenen Lebensvorstellungen passt und nicht diese Aussage infrage stellen.

Anderseits kommt mir jetzt wieder so ein Verdacht, ob eine Beziehung wie eine Dissertation ist und dies auch vor einer Kommission verteidigen muss.:)
 
  • #49
Es geht nicht ums Rechtfertigen/Verteidigen. Es geht darum, dass der andere besser nachvollziehen kann, dass das Nicht-heiraten-wollen tatsächlich NICHTS mit ihm zu tun hat. Und für den Heiratsunwilligen darum, zu hinterfragen, was evtl. tatsächlich alles noch so hinter seiner Ablehnung stehen könnte. Beide hätten dann jeder für sich mehr Klarheit und weniger Illusionen. Wo ist das Problem?
"Ich meine bzw. will das und das - ist halt so, ya basta!" - Danke, aber sowas ist nicht Paarbeziehung. Jedenfalls nicht für mich.
 
  • #50
Es geht darum, dass der andere besser nachvollziehen kann, dass das Nicht-heiraten-wollen tatsächlich NICHTS mit ihm zu tun hat.
Wenn ich grundsätzlich nicht heiraten möchte, gehe ich davon aus, dass ein erwachsener Mann das nicht auf sich bezieht. Soviel Selbstbewusstsein darf schon sein.
was evtl. tatsächlich alles noch so hinter seiner Ablehnung stehen könnte.
Das müssen nicht immer tiefsinnige Gründe sein, hier wurden ganz pragmatische Gründe genannt. Wem das als Aussage nicht reicht, der sucht vermutlich auch in andere Dinge noch tieferen psychologischen Gründen. Das wird anstrengend.
"Ich meine bzw. will das und das - ist halt so, ya basta!"
Hat hier niemand gesagt. Gründe wurden genannt. Reichen diese nicht aus?
W
 
  • #51
Wenn ich grundsätzlich nicht heiraten möchte, gehe ich davon aus, dass ein erwachsener Mann das nicht auf sich bezieht. Soviel Selbstbewusstsein darf schon sein.
Ernsthaft? Wie oft werden Dinge gesagt, mit dem Nachsatz "aber es hat nichts mit dir zu tun"? Aus reiner "Höflichkeit". Auch erwachsene Männer sind keine Götter. Ich möchte mal erwachsene Frauen sehen, die eine solche Ansage ohne jede Begründung NICHT irgendwann doch auf sich beziehen, Und sei es in stillen Grübeleien.

Das müssen nicht immer tiefsinnige Gründe sein, hier wurden ganz pragmatische Gründe genannt. Wem das als Aussage nicht reicht, der sucht vermutlich auch in andere Dinge noch tieferen psychologischen Gründen. Das wird anstrengend.
Einspruch, Euer Ehren! Es gibt einen Unterschied zwischen echten Gründen und vorgeschobenen. Ich versuch mal ein beispiel: Es gibt ja drei gleichermaßen legitime Grundpositionen zum Heiraten: 1) Ja,will ich 2) Nein, will ich nicht. 3) Ist mir egal.
Für 3) brauche ich keinen Grund, offensichtlich. Für 1) und 2) schon. 1) Ich will heiraten, weil alle im Ort es tun und wir sonst wie Aussätzige behandelt werden, wäre ein pragmatischer, aber vorgeschobener Grund. Er hat nichts mit echtem heiratswunsch zu tun und nichts mit dem Partner.
2) Ich will nicht heiraten, weil sich der staat (standesamt) gefälligst raushalten soll aus meinem Privatleben. Vorgeschobener Grund. Hat nichts mit den eigenen Wünsche zu tun (abstrakte Opposition rein aus prinzip) und nichts mit dem Partner

Nicht vorgeschobene Gründe, Beispiele: 1) Ich will heiraten, weil es für mich das gegenseitige Bekenntnis so richtig untermauert. (Freilich kann dahiner auch latente Unsicherheit und Verlustangst stehen; gleichwohl ist es eine auf das eigene Wünschen und auf den Partner bezogene Haltung)
2) Ich will nicht heiraten, weil ich dann im Trennungsfall dir gegenüber unterhaltspflichtig würde. (Hat was mit konkreten eigenen Ängsten und Lebensprioritäten zu tun und bezieht sich auch auf den konkreten Partner)

Egal ob Heiratswunsch oder Heiratsablehnung: wer mir als Partner die wahren Gründe dafür nicht nennen will, sollte sich fragen, warum er sie verbergen will. Zu sagen "Ich muss das nicht und ich will und muss mich nicht "rechtfertigen"", ist reine Ausflucht. Wenn du zu deinen Gründen/Begründungen stehst, dann erkläre sie mir als Partner. Wenn du sie nicht benennen willst , stehst du zu ihnen nicht. So einfach ist das. In diesem Fall. m44
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #52
Ernsthaft? Wie oft werden Dinge gesagt, mit dem Nachsatz "aber es hat nichts mit dir zu tun"?
Wenn ich grundsätzlich nicht den Wunsch habe zu heiraten, hat es nichts mit jemandem speziellem zu tun. Da gibt es bei mir auch keine Nachsätze.Ich grübele auch nicht darüber nach, wenn ein Mann grundsätzlich nicht heiraten will, weil es seine Lebenshaltung ist.
Es gibt einen Unterschied zwischen echten Gründen und vorgeschobenen.
Das Problem ist, dass Du hier echt Gründe zu vorgeschobenen machen möchtest, weil Dir offensichtlich die Erklärung nicht ausreicht und Du tiefere Gründe suchst .
Vorgeschobener Grund. Hat nichts mit den eigenen Wünsche zu tun (abstrakte Opposition rein aus prinzip) und nichts mit dem Partner
Für mich ist es ein Grund, aus schon genannten Gründen keine Ehe einzugehen. Es ist nicht mein Wunsch, mit einem Mann mein Leben zu teilen, der die o.g. Dinge in der Ehe sucht. An so einen Mann binde ich mich nicht lebenslang mit all den Verpflichtungen.Das ist mein Prinzip, ja.
Das hat mit dem jeweiligen Partner nichts zu tun, stimmt, nur dann, wenn dieser genau das sucht, was ich nicht geben will. Da gibt es auch keine andere Erklärung, das will ich einfach nicht.
2) Ich will nicht heiraten, weil ich dann im Trennungsfall dir gegenüber unterhaltspflichtig würde. (Hat was mit konkreten eigenen Ängsten und Lebensprioritäten zu tun und bezieht sich auch auf den konkreten Partner)
Grundsätzlich hat es nichts mit dem konkreten Partner zu tun, ich habe meine Lebenshaltung überdacht und mich generell entschieden, für niemanden unterhaltspflichtig zu werden. Das betrifft jeden Ex und auch jeden zukünftigen Partner.
Natürlich würde ich mit meinem Partner darüber diskutieren, aber nicht in dem Klima der Rechtfertigung.
wer mir als Partner die wahren Gründe dafür nicht nennen will, sollte sich fragen, warum er sie verbergen will.
Wer die Gründe, die ich nenne, nicht akzeptieren kann sondern tiefere Ursachen vermutet, unterstellt mir ja indirekt, nicht ausreichend genug überlegt zu haben und denkt womöglich ,es unter Umständen gar besser zu wissen als ich selber. Schwierige Diskussionsgrundlage. Bringt einen in die Rechtfertigungslage.
Da kommen wir wieder an den Punkt, dass es mit gravierend unterschiedlichen Haltung sehr schwierig ist, eine Beziehung einzugehen und zu behalten.
W
 
  • #53
ich denke, du hast mich da gründlich missverstanden, @Blindfisch. Mir gings nicht darum, dass ich als partner deine "wahren" Gründe hinterfrage oder sie gar anzweifele. sondern dass du sie für dich selbst klärst.
 
L

Lionne69

Gast
  • #54
@AufdrSuche,
Da bin ich ganz bei Dir.

Natürlich rechtfertige ich nicht meine Gründe für meine Einstellungen, mein Verhalten.

Aber dass der Partner nachvollziehen kann, warum und wieso ich eine Haltung habe, oder wie diese Haltung in denen Facetten aussieht, ist auch eine Wertschätzung ihm gegenüber.

Gerade beim Thema Heiraten gibt es die unterschiedlichsten Motivlagen, warum jemand unbedingt möchte oder absolut ablehnt.

Ist für mich der formale Akt so essentiell, dass es ohne keine Partnerschaft ist.
Oder
Lehne ich Heirat als formalen, bürokratischen Akt ab. Möchte und realisiere aber trotzdem eine verbindliche, gerne langfristige Partnerschaft mit allen Komponenten, gerade die Komponente in Guten wie in schlechten Zeiten.
Oder
Möchte ich eine eher losere Beziehung in welchen Stufen auch immer.
Oder
(siehe die diversen Posts und andere Threads zu der Thematik)

Diese Haltung darf und soll ein Partner wissen, Partnerschaft sind beide, und beide sollten einen Konsens leben.
Darüber zu kommunizieren ist wichtig, weil es um das grundlege Beziehungsverständnis geht. Nur das jeweilige Verständnis ist jenseits einer Rechtfertigung, das ist eine individuelle Haltung.

Diese Grundsatzfrage gibt es analog beim Thema Kinder, Familienplanung, Gestaltung des Familienlebens. Wenn einer die traditionelle Rolle leben möchte, der andere mit 50/50 Aufteilung wird es trotz gemeinsamen Kinderwunsch schief gehen.

Prinzipiell, ich habe Gründe, die lege ich bei Interesse gerne dar, aber ich rechtfertige mich nicht.

Und ich akzeptiere die Gründe des anderen.
Ob es dann beidseitig passt, einen zukunftsfähigen Konsens gibt, zeigt sich.
 
  • #55
Wenn du zu deinen Gründen/Begründungen stehst, dann erkläre sie mir als Partner. Wenn du sie nicht benennen willst , stehst du zu ihnen nicht. So einfach ist das.

dass ich als partner deine "wahren" Gründe hinterfrage oder sie gar anzweifele. sondern dass du sie für dich selbst klärst.

Widerspricht sich für mich.
Aber gut.
Wenn ich als erwachsener Mensch die Aussage treffen, nicht heiraten zu wollen und ich einen Partner habe, der nicht verstehen kann, warum das so ist, dann erkläre ich ihm meine Gedanken dazu. Das habe ich hier auch schon mehrfach weiter oben geschrieben (dazu müsste man jetzt den gesamten Thread lesen). Allerdings habe ich bei Dir den Eindruck, dass Du das nicht gelten lassen würdest als Erklärung.
Da kommt eine Beziehung ja automatisch ins Stolpern, womöglich gehen die Männer der FS deshalb. Man kommt in so einer Diskussion an die Grenzen. Vielleicht dachten die Männer, sie könnten die FS im Gespräch doch noch überzeugen. Das kann nur die FS beantworten.
Fakt ist, wenn einer grundsätzlich heiraten will, der andere aus Überzeugung nicht, dann passt es am Ende nicht zusammen. Einer müsste ja einen Lebenskompromiss machen und von wem will man den verlangen?
W
 
  • #56
Zu sagen "Ich muss das nicht und ich will und muss mich nicht "rechtfertigen"", ist reine Ausflucht.

Finde ich nicht. Es gibt Dinge im Leben, da fühle ich mich einfach so oder so wohler. Ich muss nicht alles schlüssig "begründen", die "Kinderfrage" gehört auch in diese Kategorie. Eine Partnerin kann z. B. natürlich erwarten, dass ich mich zu einer Beziehung und ihrer Langfristigkeit bekenne. Wie ich das tue, ist meine Sache. Ob sie das akzeptiert, ist ihre Sache. Letztlich treffen hier Einstellungen aufeinander, die kompatibel sind oder nicht.

Begründungen verleiten zu ewigen Diskussionen und "Umerziehungen". Es gibt schlüssige Begründungen für oder gegen Ehe. Ob die "vorgeschoben" erscheinen oder nicht, ist letztlich doch egal.

Ich denke, dieses Thema sollte man grundsätzlich früh in einer Beziehung ansprechen und klären, wie es die FS auch getan hat. Und sich konsequent frühzeitig trennen, wenn die Einstellungen dazu gegensätzlich sind. Denn sonst tritt die Trennung später ein, wie bei der Kinderfrage gibt es da keinen Kompromiss.
 
  • #57
Grau ist im Notfall jede Theorie und praktisch kommt es anders als man denkt.
Ich bin Single, war bereits verheiratet und jetzt wo meine Söhne älter werden, genieße ich mehr Freizeit und diese auch sehr gut ohne einen Partner.
Theoretisch muss ich nicht mehr heiraten und kann die Argumente verstehen und zusammen ziehen mit einem Mann ist nichts was ich anstrebe.
Ich kann aber nicht wirklich für mich garantieren.
Immerhin wollte ich früher auch nie heiraten.
Und dann habe ich es aus tiefster Überzeugung getan. Mein Exmann hatte sich genau so entwickelt und somit gab es keine Diskussion.
Wenn die Ehe auch gescheitert ist, so nicht weil ich arbeiten ging und alleine putzen musste.
Die Liebe hatte sich einfach immer weiter entwickelt und die Bedürfnisse geändert.
So könnte es mir doch ggf noch mal passieren. Auch wenn ich es mir jetzt nicht mehr vorstellen kann.
Also wenn mir jetzt jemand sagt, ich möchte nicht mehr heiraten, fände ich es völlig in Ordnung.
Steigert sich die Liebe, könnte es sein dass ich diesen Wunsch doch noch mal bekomme.
Also nicht nicht zugehört oder von Anfang an ignoriert.
Eine Begründung wie: auch meine Gefühle für dich sind immer stärker geworden aber ich glaube nicht an die Ehe...
Wäre mir dann lieber als ein: ich habe es Dir gesagt und Du hast mir nicht geglaubt.
 
  • #58
Männer sind die die zusammenziehen und heiraten wollen? Komische Männer kennt ihr, die meisten die ich kenne wollen es nicht (nein: Ich bin keine 50+! Und meine Freunde haben nicht alle schon mindestens eine Ehe hinter sich, im Gegenteil!), mich eingeschlossen!

Im Gegenteil: Ich mag nicht zusammenziehen! Ich mag meine Bude ;) (ja: Ich mag dieses flapsige Wort für eine Bleibe, egal ob Wohnung oder Haus!) und ich will nicht teilen!

Und wen der aufräumt will ich erst recht nicht! Ich habe keinen Putzfimmel und brauche auch niemanden der "für Ordnung sorgt" - Ordnung ist etwas auf das ich keinen so großen Wert lege (sicher: Ständig über was drüber stolpern ist mies, aber so schlimm bin ich eh nicht!)

Kochen kann ich auch selber, ich liebe das sogar :) (solange es nicht jeden Tag sein muss!)

Heiraten und Kinder sind für mich auch ein absoluter No-Go...will nicht "versorgt werden" (das wollen doch eher die Frauen!)

Was ich will ist eine Partnerin die mich versteht, die unter der Woche (außer man plant mal ein Date oder ähnliches!) auch allein klar kommt (um den Alltag nicht in die Beziehung zu schleifen und das "Feuer" der Verliebtheit am brennen zu halten! Der Alltag tötet die Liebe viel zu schnell meiner Meinung nach, vor allem wenn man dauernd Kompromisse machen muss (bis man sich im Spiegel nicht wieder erkennt!) oder sich wegen Kleinigkeiten streitet...Handtuch nicht aufgehängt? "DU SCHATZ? Dein Handtuch liegt schon wieder am Boden..." - Sorry, nein! Das hatte ich mit meinen Eltern oft genug, das will ich so niemals wieder!) und auch ihre eigenen Pläne und Freunde und Hobbies (Anmerkung: Hobbys? Echt? Dummschreib-Reform! Das ist ein englisches Wort d.h. der Plural heißt: HOBBIES!) hat etc.!

LAT-BEZIEHUNG FTW :)

ps: Lass die Verallgemeinerungen "kein Mann bringt sich zuhause ein", "Kinder werden nur von Frauen betreut" - Unsinn bzw. Propaganda von Frauen mit Halbtagsjob (Mann arbeitet meistens Vollzeit!) die dann klagen das er weniger im Haushalt macht (was eigentlich fair ist, wenn sie weniger Stunden arbeitet!)...Mein Vater hat mir das anders beigebracht (auch ein Grund warum ich meinen eigenen Haushalt führen mag, weil er dann an mich angepasst ist und mir niemand an den Karren fährt wenn der Müll mal nicht "JETZT" raus getragen wird oder die Teller mal einen Tag oder zwei nicht gespült werden...wobei ich das auch bei gemeinsamer Wohnung durchsetzen würde, was ich aber wie gesagt eh nicht will!)
 
R

rhineheart

Gast
  • #59
Die Frage, die dein aktueller oder letzter Partner gestellt hat, zeigt doch bereits, worum es dabei geht, nämlich um das Fürvollgenommenwerden. Es gibt nunmal Männer, auch Frauen, die aus solchen Dingen ableiten,von ihrer Partnerin/Ihrem Partner nicht genügend geachtet zu sein.

Such dir andere.
 
  • #60
Liebe FS,

auch mich wollen/wollten Männer immer so schnell wie möglich heiraten und Kinder mit mir kriegen.

Problem: Die Ehe entspricht IN NICHTS meinem inneren Gefühl von Liebe (Freiheit, intellektuelle Leidenschaft und permanente, täglich neue Herzensentscheidung für den anderen).

Ich habe trotzdem zweimal geheiratet (nach jahrelangem Ringen). Aus Liebe zu meinen Partnern und um ihre Bedürfnisse nach mehr Sicherheit und "Bürgerlichkeit" zu achten (nicht zuletzt auch für ihre/unsere Kinder).

Beide Male hat es nach der Eheschließung, also nachdem die Männer sich "sicher" gefühlt haben, massive und jahrelange Probleme in der Partnerschaft gegeben...

Einmal habe ich sofort mit Scheidung reagiert, das andere Mal habe ich die Zähne zusammengebissen und durchgehalten, bis die Probleme vorbei waren und die Liebe wieder sichtbar...

Nee... die Ehe ist definitiv nicht meine Lieblingslebenform... Nur mittlerweile bin ich Gottseidank schon so lange verheiratet, dass sie mich/uns auch nicht mehr stört...

LG

Noor
 
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