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Gast

  • #1

Ich habe mich getrennt, weil ich ihn zu sehr liebe..

Hat das jemand auch schon getan? Gestern habe ich alle Verbindungen gekappt und auch alle Daten gelöscht, damit ich zu ihm keinen Kontakt aufnehmen kann. Zumindest nicht mehr spontan eine sms schicken kann. Er wird so verletzt sein, dass es auch definitiv keinen Weg mehr zurück gibt und das würde ich ihm auch nicht mehr antun wollen. Es tut unglaublich weh, ich weiß aber, dass wir keine Chance zusammen gehabt hätten. Meine Befürchtung war, dass er mich nicht so liebt, wie ich ihn. Wenn er mich tatsächlich sehr liebt, würde er ja alles tun, dass ich zurück komme. Das wird er nicht tun. Habe Angst, eine Depression zu bekommen. War das die richtige Entscheidung? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Soll ich einen Rückzieher machen?
 
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Gast

  • #2
Manchmal schlägt die Ironie des Schicksal schon sehr unbarmherzig zu. Ich habe mich ebenfalls erst vor kurzen, am 11.02, getrennt.Irgendwie war gefühlstechnisch meinerseits es so wie bei dir.
Am 28.01 hatten wir noch gemeinsam einen Tanzkurs gebucht. Start 02.03. Dieser wurde gleichwohl jetzt gecancelt.
Sie liebt zwar immer noch meine sehr ruhige und ausgeglichen Art, aber sie meint mein größtes Handikap wäre, dass ich kein Streitpotenzial hätte. Soll ich mich jetzt charakterlich ändern. Nein,danke.
Bei der Trennung sind mir beide sehr traurig gewesen, da jeder noch den anderen sehr liebt. Würden wir aber jetzt wieder zurückrudern, ginge es höchstwahrscheinlich nochmals ein 1/2 Jahr gut und dann käme der nächste Knackpunkt.
Manchmal ist es einfach besser man trennt sich im guten und kann auf eine schöne Zeit zurückblicken. Anständig und zivilisiert.
m,47
 
  • #3
Schluss machen, rein um auszutesten, ob und wie der andere reagiert - und daran festmachen zu wollen, wie sehr er liebt (geliebt hat) - ist eine GANZGANZ schlechte Idee.

Wenn er mich tatsächlich sehr liebt, würde er ja alles tun, dass ich zurück komme.
Ja, und dann? Der Knacks ist doch jetzt drin. Möglicherweise bekommst Du jetzt Deinen Liebesbeweis - und hast Dir doch das Grab für Deine Beziehung geschaufelt. Mit Dingen wie Schluss machen zu drohen oder es sogar umzusetzen, nur um die Zuneigung eines Partners auf die Probe zu stellen, ist hochgradig manipulativ und schnürt das Vertrauensverhältnis an der Basis ab.

Selbst, wenn man sich hinterher wieder einkriegt und wieder in den Armen liegt - die Vision, dass sich eine solche Unberechenbarkeit wiederholt, bleibt im Raum.

Liebe lässt sich so nicht erzwingen. Vielleicht lässt sich kurzzeitig eine Panikreaktion wegen Verlustängsten generieren, aber eine Beziehung sollte gefühlsmäßig nicht auf einem solchen Fundament aufbauen.
 
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Gast

  • #4
Ich verstehe, liebe FSin, deine Beweggründe für die Trennung sehr gut. Du hast eine Entscheidung aus dem Bauch heraus getroffen und diese erweisen sich später zumeist als richtig. Du fühlst ganz tief in dir drinnen, dass seine "Liebe" zu dir eine andere, mindere Qualität hat als deine zu ihm. Diese Erkenntnis schmerzt dich und sie wird es immer tun. Sein Motiv mit dir zusammen zu sein gründet vermutlich auf profaneren Bedürfnissen als umgekehrt deine Gefühle für ihn. Bei mir war es so, ich spürte im Laufe unserer Beziehung, dass er mich gar nicht liebte, nicht lieben konnte, weil er emotional mit seiner Ex noch nicht abgeschlossen hatte. Sie stand wie ein Schatten zwischen uns. Ich war für ihn lediglich eine Zwischenlösung, da er nicht allein sein konnte und mit seiner Einsamkeit zurecht kam. Insofern fühlte ich mich von ihm betrogen und hintergangen. So schwer es mir fiel, ich nahm den nächsten Ausrutscher in seine Vergangenheit zum Anlass, die Trennung auszusprechen.
Sensible Menschen spüren viel intensiver ob die Tiefe und Wahrhaftigkeit der Gefühle ihres Gegenübers echt ist oder nur vorgetäuscht. Es bedarf eines viel größeren Aufwands "Liebe" immer nur zu spielen anstatt sie zu fühlen und auszuleben. Niemand hält diese Schauspielkunst über einen längeren Zeitraum stringent durch und die dabei entstehenden Lücken hinterlassen eben dann die vielen Fragezeichen, die Anlass zum Zweifeln an der Authenzität, an der Echtheit der Gefühle des Partners geben.
Ich denke, Fragestellerin, du hast die richtige Entscheidung für dich getroffen. Zudem gebe ich dir darin recht, wärst du seine Liebe, er würde es nicht einfach hinnehmen von dir verlassen worden zu sein, sondern er würde um sein Lebensglück kämpfen. Bitte mache keinen Rückzieher, damit würdest du an deinen Beweggründen zweifeln und deinem eigenen Bauchgefühl misstrauen.
Alles Gute für dich.
 
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Gast

  • #5
danke "1" und "3"
ja, es ist wohl ein inneres "Wissen", dass Verletzungen immer mehr zunehmen würden und man immer angeschlagener werden würde.
Ich liebe ihn sehr und hätte ihn auch mit all seinen"Fehlern" genommen, aber er ist schon ein sehr heftiger Narzisst, er kreist sehr um sich selbst und merkt oft nicht, welche Wirkung sein Verhalten auf andere hat.
Irgendwann habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und ihm gesagt, was mich verletzt. Dadurch hat er sich zutiefst angegriffen gefühlt und von mir abgewandt anstatt mit mir gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Das ist nur ein Beispiel von vielen, weshalb ich mir immer sicherer wurde, dass wir keine Zukunft haben werden.
Er wird sich nicht melden, er ist zu gekränkt, auch wenn ich es mir so sehr wünschen würde und zumindest in meinem jetzigen Zustand, sicherlich in seine Arme sinken würde....leider.
Aber diese Gefahr besteht nicht, ich habe einen kompletten Kontaktabbruch eingeleitet und diesen auch deutlich gemacht.
Er kommuniziert mit seinen Exen dann gerne immer noch freundschaftlich nach einer gewissen Pause, auch das habe ich mir komplett ausgebeten. Da fühlt er sich sicherlich völlig vor den Kopf gestossen. Und man bekommt einen Narzissten mit nichts sicherer los als mit einer tiefen Kränkung.

FS

[Mod.= @ ALLE: Wir werden auch hier keine weiteren Narzissmus-Beiträge veröffentlichen. Der Begriff wird viel zu oft inflationär in den Raum gestellt.]
 
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Gast

  • #6
FS, das hättest du dir eher überlegen sollen. Du kannst nicht damit rechnen, dass jemand um dich kämpft, nur weil du aus einer Laune der Unsicherheit heraus und um evtl. dein Machtbedürfnis zu stillen, "mal eben Schluß machst."
Kümmere dich erst um deinen Liebeskummer, dann um dein Selbstbewusstsein und dann erst um eine neue Liebe.

zu #1: Du klingst mir nicht nur nach "ruhig und ausgeglichen", sondern "überheblich und selbstzufrieden".
Mit "fehlendem Streitpotential" hat das nichts zu tun, daß wünschen sich nämlich die meisten, die eine friedlche, harmonische Beziehung haben wollen.
Und warum nur habe ich beim Lesen deiner Zeilen das Gefühl, daß ich den Grund nachvollziehen kann, warum deine Freundin dir "fehlendes Streitpotential" vorgeworfen hat?

Du wirst sie mit deiner "ruhigen Überheblichkeit" schon ganz schön klein gekriegt haben und verunsichert haben. Wahrscheinlich auch darin, ob du wirklich Gefühle für sie hast.
Sei künftig vorsichtiger - soviel "Ruhe und Ausgeglichenheit" kann auch gerne mal als "Gleichgültigkeit" ausgelegt werden. Schade um eure Beziehung.
Vielleicht fällt dir das später einmal ein.
 
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Gast

  • #7
Ich date seit 10 Jahren und es war das erste Mal, dass bei beiden völliger Funkenflug von Anfang an da war...das ist besonders tragisch daran,...es reicht eben noch lange nicht aus, sich beim ersten date ineinander zu verlieben, da geht die Geschichte ja erstmal los, mit Ausgang ungewiss.

FS
 
  • #8
Ich date seit 10 Jahren und es war das erste Mal, dass bei beiden völliger Funkenflug von Anfang an da war...das ist besonders tragisch daran,...es reicht eben noch lange nicht aus, sich beim ersten date ineinander zu verlieben, da geht die Geschichte ja erstmal los, mit Ausgang ungewiss.

FS
Das hört sich an wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Wie bist du denn drauf? Da datest du seit 10 Jahren und beim ersten, bei dem sofort du glaubst, er könnte es sein, kappst du alle Verbindungen, weil du "die Befürchtung hast, daß er dich nicht so liebt, wie du ihn". Inklusive der Spekulation, wenn er dich wirklich liebt, setzt er Himmel und Hölle in Bewegung, wieder Kontakt zu dir zu bekommen.
Entschuldige bitte, aber was sind das für alberne und infantile Spielchen?
Gehst du im neuen Job auch von heute auf morgen nicht mehr zur Arbeit, um die Probezeit abzukürzen und willst gebeten werden, wieder zu erscheinen, weil du dann weißt, daß sie dich wirklich wollen?
Für mich hätte sich ein potentieller Partner mit diesem Verhalten komplett und unwiderruflich disqualifiziert.
 
  • #9
"Herr Doktor, ich hab mir ein Bein abgeschnitten weil ich dachte es wäre ein gute Idee, jetzt hab ich aber die Befürchtung das ich nie wieder so laufen kann wie vorher "?

Warum zerstören einige Frauen Beziehungen vorsätzlich obwohl sie garnicht kaputt waren? Und warum geben denen andere auch noch Recht ? Unglaublich... -> dämlich
 
  • #10
Ich date seit 10 Jahren und es war das erste Mal, dass bei beiden völliger Funkenflug von Anfang an da war...(...)

FS
Und Du bist Dir ganz sicher, dass nach 10 Jahren Dating (ohne gefestigte Beziehung zwischendurch?) nicht ganz vielleicht Deine Unsicherheit und Verlustängste die Sicht auf die Welt und Eure Beziehung ein klein wenig beeinflusst haben?
 
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Gast

  • #11
Du hast dich aus Angst vor dir selber getrennt. Kennst du ihn wirklich schon so gut, dass du sein Verhalten in die Narzissmus-Schublade stecken kannst (glaub mir, ich kenne das Muster)? Oder könnte es nicht vielleicht auch sein, dass du in deiner eigenen Unsicherheit jedes Muster an ihm, das du als negativ erkennst, überbewertest und es dann entsprechend überspitzt kommuniziert hast?

Es gibt mehr als genug Männer, die erstmal pickiert reagieren, wenn sie mit einem vermeintlichen Fehlverhalten konfrontiert werden. Nicht jeder hat es in die Wiege gelegt bekommen, Konflikte konstruktiv auszutragen.

Ob er jemand ist, mit dem zusammen du das hättest erarbeiten können, wirst du wohl jetzt nicht mehr feststellen. Aber ehrlich, bevor ich aus einer theoretischen Annahme heraus so totunglücklich wäre, würde ich lieber auf ihn zugehen.
 
  • #12
Ds ist echt alles ziemlich irre von dir. Normal und nachvollziehbar ist dein verhalten nun wirklich nicht.
 
G

Gast

  • #13
Wie Nr. 2 und andere schon richtig anmerkten: SCHLECHTE IDEE!!!

Das scheint mir schon nahezu krankhaft. Wenn du Pech hast, hast du den Menschen, den du vielleicht am meisten liebst, für immer verloren! ist dir das eigentlich bewusst?

Hat er dir je Anlass dazu gegeben, dass eine Trennung für dich unausweichlich ist? Falls ja; dann kann ich das verstehen. Falls nein; so solltest du dir vielleicht überlegen ob du eventuell psychotherapeutische Hilfe benötigst. Entweder hast du zu wenig Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen oder aber du bist beziehungsunfähig. Bei den beiden Möglichkeiten wäre es das beste, dass du einmal für dich dein gesamtes Leben hinterleuchtest und überlegst, was letztenendes dazu geführt hat. Falls du das für dich nicht alleine analysieren und beheben kannst, so ist es KEINE Schande sich von professioneller Seite Hilfe zu holen.
 
G

Gast

  • #14
Ich kenne sowas auch, allerdings war es eine Begegnung von nur ungefähr 3 Monaten. Ich habe es nicht mehr ausgehalten, mich heimlich mit ihm zu treffen. Habe es unter etlichen Tränen beendet und mich danach auch oft ertappt bei dem Gedanken, warum er nicht nochmal den Kontakt zu mir gesucht hat. Ich hätte mich sehr gefreut, weil ich mich so sehr in ihn verliebt hatte. Heute mit ausreichendem Abstand weiß ich für mich, es hat eben nicht gereicht. Ich habe bedeutend mehr Gefühle für ihn gehabt, als er für mich. Das muss man dann akzeptieren. Wobei ich heute viel mehr reden würde, bevor man so etwas beendet. Du hättest ihn vielleicht fragen können, wie er sich die Zukunft mit dir vorstellt und das du da einige Ängste hast. Einfach mehr auf den Bauch hören, vielleicht hast du ja auch etwas gespürt, was dich eben diesen Schritt hat gehen lassen. Dann steh dazu, auch wenn es schwer ist. Ich weiß wie es sich anfühlt. Alles Gute für dich.
 
  • #15
Seit 10 Jahren bist du bereits auf der Suche?! Hast du dir einmal überlegt, ernsthaft Gedanken darüber gemacht, warum deine "Versuche" immer wieder gescheitert sind? Hast du dabei dich hinterfragt?
Könnte es sein, dass du das (für dich zurechtgelegte) "vollkommene Glück" suchst? Das du festgefahrene Vorstellungen davon hast, wie etwas sein muss?
Verlierst du dabei nicht den Blick für dein Gegenüber, dafür, dass jeder Mensch anders ist und gerade das diesen einen Menschen zu etwas ganz besonderem, liebenswerten machen kann. Das muss man erst wissen und auch annehmen können um "Erfolg" in Sachen Liebe zu haben. Zumindest sind das meine Erfahrungen.
Es ist unfassbar was du gemacht hast. Vielleicht hast du dir die Liebe deines Lebens zerstört und ihm sein Glück auch noch genommen. Ein Zurück gibt es hier wohl nicht mehr. Das Fundament ist zerrüttet und kein Gutes, um darauf aufzubauen.
Hoffentlich kannst du eine Lehre daraus ziehen und bekommst noch einmal die Gelegenheit es besser zu machen. Bei einem anderen.
Vergiss dabei nie, dass jeder Mensch anders ist und auf unterschiedliche Art und Weise seine Gefühle zum Ausdruck bringt. Aber erzwinge es niemals- es macht nicht glücklich!!!
 
  • #16
Also tut mit leid, aber Deine Entscheidung Dich zu trennen und Deine Erwartung, dass es Dir nachläuft bzw. Dir je wieder vertrauen kann, ist für einen klaren Verstand nicht nach zu vollziehen. Bin sicher niemand, der jemanden vorschnell zu einem Therapeuten schickt, aber Du solltest es in betracht ziehen.
 
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Gast

  • #17
5@14 Du weisst doch gar nicht, ob diese 10 Jahre nicht auch von langen Pausen unterbrochen waren bzw. ob es wirklich eine aktive Suche war. Oder weißt du das? Wenn ja, woher? Wo steht das?
Du kennst wie alle anderen hier, nur den "Ist-Stand". Und der ist nunmal, dass die FS sich vorschnell von jemandem getrennt hat, den sie eigentlich geliebt hat.
Ich kann nur nochmal sagen: Das hätte sie sich eher überlegen sollen - die wenigsten Männer kämpfen in so einer Situation um eine Frau. Würde ich auch nicht tun, wenn sich von mir einer getrennt hat.
 
  • #18
Es ist ja ok, wenn man sich trennt, weil die eigenen Bedürfnisse in der Beziehung auf der Strecke bleiben.

Es ist aber nicht ok, wenn man sich trennt, weil man zu sehr liebt.
Und schon gar, um damit auszutesten, ob der andere einen "wirklich" liebt.

Ich finde die Ratschläge von #1 und #3, die die FS dankend aufgreift, eher esoterisch angehaucht und wenig hilfreich.

Du fühlst ganz tief in dir drinnen, dass seine "Liebe" zu dir eine andere, mindere Qualität hat als deine zu ihm.
Man fühlt so etwas nicht wirklich. Sonst gäbe es keine Heiratsschwindler;-) Es hat wohl jeder schon mal erlebt, dass die blumigen Worte "Traumpartners" einen verzaubern könnnen, obwohl der andere für einen weniger empfindet, wie man später herausfand.

Man macht die "Liebe" des Anderen eben an den Dingen fest, die man erlebt. Geht er auf die eigenen Bedürfnisse ein? Engagiert er sich für die Beziehung? Nehme ich in seinem Leben eine wichtige Rolle ein? Behandelt er Dich mit Respekt?

Normal wäre es, wenn man konkrete Dinge anspricht, die einen verletzen, insbesondere, wenn die eigenen Grenzen überschritten werden. Dazu muss man nicht seinen "ganzen Mut zusammennehmen". Man tut es. Und sofern sich - bei einem wirklich wichtigen Punkt - dann gar nix bewegt, und auch kein Verständnis für sein Handeln geschaffen werden kann, muss man in die Tat die Konsequenzen ziehen. Das kann im ersten Step ein gewisses Maß an Distanz, aber irgendwann auch Trennung sein.

Man sollte meines Erachtens die "Liebe" nicht allzu mystisch anhauchen. Es geht letztlich darum, ob man sich mit dem Partner wohl fühlt oder nicht. Wenn etwas stört, spricht man miteinander - und machmal mag es bei essentiellen Dingen keine Lösung geben. Dann eben eine Trennung aus Überzeugung. Bei der FS klingt das anders. Sie scheint nach meiner Einschätzung Probleme in der Partnerschaft nicht klar und überzeugend zu benennen und reagiert dann mit Handlungen, die den anderen - wie sie selbst sagt - sehr verletzen müssen.

Man sollte nach Möglichkeit so handeln, dass man auch rückblickend stolz auf seine Handlungen sein kann. An Stelle der FS würde sich dieses Gefühl bei mir nicht einstellen.
 
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Gast

  • #19
FS
Naja, es ist schon schwierig, komplexe Vorgänge hier in ein paar Sätzen zum Ausdruck zu bringen.
Ich habe eben gemerkt, dass meine Bedürfnisse bei diesem Mann auf Dauer auf der Strecke bleiben würden. Andere Frauen nehmen in seinem Leben eben einen großen Raum ein und der Großteil seines Bekanntenkreises besteht aus Exen von ihm und davon hat er wohl ziemlich viele.
Jetzt versucht er wohl mich auch noch in diesen "Ex-Kreis" miteinzubeziehen...
Er hat sich schriftlich gemeldet und gemeint, dass er mich in den nächsten Wochen nochmal treffen wolle, aber eher im Sinne einer "kollegialen Ebene", wir haben beide denselben Beruf.
Das finde ich etwas befremdlich. Er sprach ja vorallem von der großen Liebe und nun soll ich demnächst so tun als hätten wir ein freundschaftlich/zweckorientiertes Verhältnis ??
Dabei hatte ich ihm beim Abschluss ganz klar vermittelt, dass ich an so einem freundschaftlichen Verhältnis nicht interessiert bin.
Meiner Meinung nach geht sowas auch nicht so kurz nach einem "Beziehungsversuch".
Ich bin mittlerweile in Therapie, da mich das alles ganz schön aus der Bahn geworfen hat.
 
  • #20
14@5 Du hast natürlich recht, dass ich nicht weiß, ob Pausen dazwischen lagen. Aber sie schreibt selbst, dass sie seit 10 Jahren datet.... vielleicht hast du es überlesen? Ansonsten habe ich doch deinem Inhalt nichts entgegen gesetzt oder dir widersprochen?! Ich wollte nur zur Selbstreflektion anraten!
 
  • #21
Das finde ich etwas befremdlich. Er sprach ja vorallem von der großen Liebe und nun soll ich demnächst so tun als hätten wir ein freundschaftlich/zweckorientiertes Verhältnis ??
Dabei hatte ich ihm beim Abschluss ganz klar vermittelt, dass ich an so einem freundschaftlichen Verhältnis nicht interessiert bin.
Kein Mensch hier weiß, wie massiv Du ihm vor den Bug geschossen hast. Laut Deiner Aussage so gezielt, dass Du denkst, ihn nachhaltig wirkungsvoll verjagt zu haben.

Jetzt reicht er Dir die Hand, um eine 'kollegiale Ebene' aufrecht zu erhalten. Dann sag ihm einfach, dass Du auch das nicht wünschst! Ende, aus.

Es ist ja wohl selbsterklärend, dass er sich nach einem solchen Komplettabschuss nicht weiter entblößt mit einem Blanko-Geständnis großer Liebe.

Wenn ich meinem Freund von jetzt auf gleich überfallsartig und ohne konkreten Anlass mitteilen würde, dass ich ihn nicht mehr sehen wollte, ich mich trenne und alle seine Nummern und Kontaktdaten löschen werde, nur weil er mich in meinen Augen nicht exakt so sehr liebt wie ich ihn, dann verschwände der erstmal wochenlang geschockt von der Bildfläche. Und dann würde er vielleicht, ganz vielleicht, noch irgendwann mal auftauchen und fragen - "hätten wir das nicht anders ansprechen/lösen können"? Aber auch nur um seiner Seelenhygiene willen. Als Partnerin wäre ich mit einer solchen Aktion für alle Zeiten abgehakt. Das würde er nicht mal ein einzelnes Mal zulassen. Und sei die Liebe noch so groß.

Ich finde das eigentlich ganz entgegenkommend, dass der Mann Dir überhaupt so zeitnah noch Kommunikation anbietet. Von sich aus.
 
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Gast

  • #22
Er hatte sich nochmal gemeldet und mir mitgeteilt, dass er mich nochmal treffen wolle, aber nicht, um eine "Freundschaft" auszuloten, sondern um mir meine Sachen zurück zu geben ???
Er brauche aber erst noch Zeit und Ruhe.
Ich mache gar nichts mehr, er auch nicht.
Wielange dauert sowas....ich würde gerne wissen, ob ich endgültig abschliessen soll.
Wir haben uns schließlich jetzt schon einige Wochen nicht mehr gesehen.
Auf was wartet er ? Es kommt mir so vor als wolle er ausloten, wie ich langfristig handle.
Ich finde den Zustand unangenehm, wobei ich auch mittlerweile zu einer gewissen Gelassenheit zurückgefunden habe.
Aber ich würde gerne wieder mit ihm zusammen kommen.

Ausser diesem Schlussmachen, habe ich nie etwas unfreundliches zu ihm gesagt, bin nie lauter geworden oder verletzend oder was auch immer. ich habe ihn immer sehr respektvoll behandelt. Er mich nicht immer, mein Schlußmachen hatte schon Gründe.