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  • #1

Ich habe nur selten Lust auf Sex. Wie viel oder wenig Sex wäre in einer Beziehung akzeptabel?

Ich (w,49) habe zeitlebens schon keinen so starken Sexualtrieb. 2-3x im Monat wäre es, womit ich mich wohlfühlen würde. Nun gab es immer wieder in Beziehungen deswegen Probleme, insbesondere die letzte, längere Beziehung scheiterte mit auch daran. Männer, die schon im Profil recht eindeutig viel Sex wollen, schliesse ich bereits aus. Wie man den Persönlichkeitstest werten soll, ist mir aber nicht ganz klar. Viele haben da ja "dabei sind auch Zärtlichkeiten und Sex wichtig" drinstehen. Nun frage ich mich, wie das zu verstehen ist. Erkennt man hieran Männer, die häufig Sex wollen, oder ist es allgemeiner zu werten. Auch ich selbst würde diese Aussage prinzipiell bejahen, Zärtlichkeit ist mir sehr wichtig, Sex aber eben nicht in so hoher Frequenz. Wie soll ich mich bei zukünftigen Dates verhalten? Das Thema ansprechen? Einfach auf mich zukommen lassen? Welche Häufigkeit finden Männer um die 50 eigentlich angenehm?
 
  • #2
Die meisten Männer haben in einer längeren Partnerschaft etwa 1-mal bis 3-mal je Woche Lust auf Sex, zumindest am Wochenende wollen eigentlich alle. Ich glaube, dass eine Partnerschaft, in der man weniger als einmal je Woche Sex hat, akut gefährdet ist.

In dem Alter Deiner Zielgruppe (50-60) mag diese Libido allmählich abnehmen, aber zumindest bis 50 dürfte es sich wie vorstehend beschrieben verhalten.

Ich glaube die wenigsten Männer, von organischen Potenzproblemen einmal abgesehen, wollen weniger als einmal die Woche Sex haben und eine Partnerschaft, ind er von vornherein feststeht, dass Sex eher selten sein wird und gegebenenfalls jedesmal Überzeugungsarbeit vonnöten macht, werden kaum welche eingehen wollen.

Sex ist wichtiger, natürlicher und gesunder Bestandteil einer Partnerschaft. Du wirst sicherlich Schwierigkeiten haben, einen Mann zu finden, der Deinetwegen auf Sex verzichtet.

Wie war es denn in früheren Beziehungen bei Dir? Hat der Sexmangel zu den Trennungen beigetragen? Wie oft wollten die Männer, wie oft hattet Ihr tatsächlich Verkehr?
 
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  • #3
FS:
Mit für die Trennung verantwortlich war es bisher in einer (der letzten) Beziehung. Die habe ich beendet, unter anderem, weil der Partner 3-4 mal die Woche Sex wollte (und nicht etwa einen Quickie, sondern Minimum eine Stunde). Er fühlte sich bei weniger nicht geliebt. Diese Diskrepanz führte natürlich ständig zu Spannungen, mein Bedürfnis wurde -was ja verständlich ist- immer weniger, je mehr er mich bedrängte. Auch eine Paarberatung schlug leider fehl. Da hatten wir vereinbart (ist so wohl das übliche Vorgehen), 14 Tage keinen Sex, nur Zärtlichkeiten, falls beide es wollen. Das war für mich eine Erleichterung, denn ich ging mittlerweile schon zunehmend dem Körperkontakt mit ihm aus dem Weg (wobei mir das sehr fehlte!). Aber er war so "unter Druck", daß er jeden Kuß oder ein Umarmen gleich für sexuelle Berührungen nutzte, um mich "in Stimmung zu bringen". Anfangs war dieser Deal aus der Paartherapie eine echte Entspannung für mich, ich fand es wunderbar, mal wieder körperliche Nähe zu genießen! Am 3 Tag wars dann vorbei, er wollte unbedingt Sex mit der Feststellung, wir würden diese Vereinbarung ja eh nur durchziehen, damit wir wieder öfters Sex haben... es passte halt wirklich gar nicht. Schade, wir haben uns sonst wirklich gut verstanden!
In den vorherigen Beziehungen fand ich es nicht so problematisch, zwar war mir klar, daß mein Partner gerne öfters gewollt hätte, wir sprachen teils auch darüber, aber es war nie ein Dauerthema oder führte zu unlösbaren Konflikten. Ich hatte allerdings schon öfters ein schlechtes Gewissen und es tat mir leid für den Partner. Ich habe auch versucht, ohne Lust mit dem Partner zu schlafen, ihm zuLIEBE, aber das kann ich irgendwie überhaupt nicht, leider.

@Frederika: das klingt ja nicht so doll, wenn Du meinst, daß meine "Frequenz" für eine dauerhafte Beziehung zu niedrig ist. Ich muß sagen, daß dieses Thema mich beim Gedanken an eine Beziehung -so gerne ich eine hätte- immer sehr beunruhigt und mich jetzt doch auch schon längere Zeit von einer aktiven Suche abhielt. So nach dem Motto "Beziehung wäre super, aber dann geht das Generve wegen Sex wieder los...".
 
  • #4
Ich habe den Eindruck, daß bei den meisten Männern und auch in der Gruppe der 50-60 J. Sex ein ganz wichtiges Thema ist, was ich auch gut verstehen kann.
Es gibt aber auch Ausnahmen.
Um einer beiderseitigen Enttäuschung vorzubeugen, würde ich das in Deinem Profil angeben, etwa" :Für mich sind Zärtlichkeiten in einer Parnerschaft sehr wichtig- Sex nicht unbedingt".
 
  • #5
@#2: Ja, aber ich wollte das Thema auch nicht schönreden. Fakt ist, dass die meisten Männer an Sex interessiert sind und weniger als ein ausgiebiger Akt pro Woche wird den meisten nicht genügen.

Wenn Du Sex wirklich nur als Generve empfindest, dann kannst Du einem Mann einen der zentralen Punkten für eine Partnerschaft leider nicht bieten. Schade, aber wahr.

Es gibt aber sicherlich Männer, die bedauerlicherweise impotent sind und sicherlich auch einige Männer, die selbst auch nicht mehr so einen Bedarf an Sex haben. Ich finde Beates Vorschlag in #3 sehr gut, um solchen Ärger gleich im Vorfeld bei der Partnersuche zu vermeiden und einen sexuell passenden Partner zu finden.
 
  • #6
Ich kenne keinen Mann in deinem Alter, der bloss 2-3 mal Sex im Monat braucht. Allerdings nehme ich an, dass es solche Männer gibt. So sehe ich wenigstens vier Möglichkeiten für dich:

1. Du findest einen solchen Mann, der wenig Sex braucht wie du, und ihr habt eine dauerhafte Beziehung, natürlich unter der Vorraussetzung der anderen stimmigen Parameter.

2. Du findest ihn nicht, und du bleibst leider Single.

3. Du findest einen tollen Partner, mit dem du gerne zusammenleben möchtest, dem du jedoch, da er viel häufiger Sex braucht, aus Liebe und Einsicht eine Geliebte (in welcher Form auch immer) zugestehst.

4. Du findest einen sehr reifen Mann, der aus Liebe zu dir darauf verzichtet, soviel Sex zu haben, wie er eigentlich bräuchte, und also sein Sexualleben dem deinigen anpasst.

Schwierig!!!
 
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  • #7
Wie kannst Du sagen, dass 2-3 Mal im Monat ok für Dich ist?
Wenn DU das Bedürfnis verspürst, muß der Mann dann springen?
1x/Woche reicht aus, ich bin da der gute Durchschnitt mit 2x, es kann aber auch mal sein, dass eine Woche nichts passiert, dafür ein anderes Mal 4x.
So etwas ergibt sich doch von alleine, da müssen keine Pläne oder Strichlisten geführt werden!
Wenn Dich das aber so dermaßen stört .... dann musst Du Dir tatsächlich einen impotenten oder einen Kein-Bock-Mann suchen.
Im Alter um die 50 wird das aber sehr schwer!
w(46)
 
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  • #8
Ich, w62 habe auch geglaubt, dass ich - nach 7 Jahren ohne Sex - lieber ohne Sex weiterleben möchte und allerdings auf Zärtlichkeiten nicht verzichten wollte. Ich bin dann sogar auf ein Asexuellen-Forum gestoßen. Doch dann,vor 2 Jahren habe ich hier im Internet die (wenn auch späte) große Liebe meines Lebens kennengelernt und seitdem leben wir sehr glücklich zusammen und haben mindestens 2 x pro Woche wundervollen Sex. Was ich damit sagen will: wenn Mr.Right kommt, wird auch der Wunsch nach Sex wiedererwachen. Nur Mut!
 
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  • #9
Also - verehrte FS, Sie sollten doch einmal versuchen, ob Ihre Unlust am Sex nicht tiefer liegende Ursachen haben könnte. Denn, eines kann ich Ihnen aus meiner Erfahrung mitteilen. Ich habe als reiferer Mann sehr viele Damen gekannt, für die Sex ganz eifach ein wichtiges Gewürz in der "Suppe" des Lebens zwischen Frau und Mann waren. Sexunlust bei einer Partnerin habe ich nie erlebt. Darüber bin ich heute sehr dankbar und froh! -
Sie könnten nach Gründen forschen, die vielleicht ganz früh in Ihrem Leben etwas verursacht haben, die Sie noch immer nicht kennen und die Sexualität vielleicht sogar als Bedrohung empfinden lassen.
 
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  • #10
von der FS:

ich glaube, es ist schwer zu erklären, wie ich Sex empfinde und es gab hier Mißverständnisse. Ich empfinde nicht Sex per Se als "Generve", im Gegenteil, ich finde Sex was Schönes, Aufregendes oder auch Entspannendes und insbesondere etwas, was Partner sehr verbindet.

"Generve" ist für mich, wenn sich durch meine nicht so häufig auftretenden Sexualtrieb dann Probleme mit dem Partner ergeben und sich -wie in meiner letzten Beziehung- nur noch alles um dieses Thema dreht. Das belastet mich dann, beim letzten Mal so, daß ich mich lieber getrennt habe.

Natürlich verstehe und akzeptiere ich, daß ein Mann meist häufiger als ich Sex will. Für mich aber schon schwerer vorstellbar ist, daß es scheinbar ein sehr großes Problem ist für Männer (wohl auch Frauen), auf Sex zu verzichten, wenn der Partner nicht möchte, sie selbst aber gerade darauf Lust haben. Ich persönlich empfinde das -auch wenn ich Lust habe- einfach als nicht so dramatisch oder denke, man kann sich ja auch selbst befriedigen, wenn der körperliche Drang so stark ist. Da ticke ich scheinbar anders als andere Menschen, für Viele scheint Sex ein so essentielles Bedürfnis zu sein, wie essen und trinken? Quälender Hunger oder Durst werden erst durch Aufnahme von Nahrung/Getränken gestillt, ist das dann bei Sex auch so? Ich weiß, das ist eine naive Frage, aber es interessiert mich, wie der Zurückgewiesene sich fühlt und empfindet, dann kann ich die Partner vielleicht besser verstehen.

Was ich nun auch nicht möchte, ist überhaupt keinen Sex oder GV, insofern käme ein impotenter oder asexueller Partner für mich eher nicht in Frage. Von ab und zu mal einem Quickie abgesehen mag ich Sex eher als "was Besonderes", also Qualität vor Quantität, man nimmt sich füreinander Zeit, schafft eine schöne Atmosphäre und hat nicht mal kurz noch todmüde vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen eine schnelle Nummer, weil man dann besser schläft oder die Morgenlatte weggeht.

Sex hat für mich viel mit Liebe und Vertrauen zu tun und jemandem, den man liebt, knallt man doch auch nicht mal schnell ein Fertiggericht neben den Computer auf den Schreibtisch, sondern kocht, richtet es liebevoll an und ißt mit Ruhe und Genuß an einem schön gedeckten Tisch. Diese "Mühe" mache ich mir dann aber nicht 3 mal die Woche, dann ist es auch nichts mehr Besonderes. Vielleicht hab ich da ja abstruse Ansichten, das kann möglich sein. Ich hatte noch nie eine Beziehung mit häufiger als 1x die Woche Sex. Ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren und bin interessiert an anderen Meinungen!

Was ich aber nicht recht glauben kann ist, daß dieses "2-3x die Woche" wirklich Standard ist und alle Männer sich das wünschen? Ich hab eben bei Google eine Befragung aus 2005 gefunden. Über 13.000 Paare von frisch verliebt bis lange Ehen. Gebt mal bei Google <Wenig Sex in vielen Partnerschaften in Deutschland> ein, ich will keine kommerzielle Seite verlinken. Weit über die Hälfte der Paare haben max.1 x die Woche Sex.

Was Beate vorschlägt, nämlich nach dem Motto "will Zärtlichkeit, aber keinen Sex" ins Profil zu schreiben, halte ich nicht für so günstig. Erstmal will ich ja nicht "gar keinen Sex" und zweitens kann ich dann mein Profil wahrscheinlich gleich löschen, wenn ich das schreibe... :-(((
 
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  • #11
Liebe FS,

ich (w42) habe ganz andere Erfahrungen gemacht. Ich hatte mehrere lange und kürzere Beziehungen, in denen jeweils der Mann weniger Sex wollte, als ich - d.h. maximal 1Mal/ Woche hätte denen gereicht, gerne auch weniger. Alles, nach außen hin, ganz normale, typisch "männlich" wirkende Männer, Mitte 20 (früher) bis Mitte 40 (heute)!
Also für mich ist dieses "Männer wollen viel Sex" ein absoluter Mythos!
Es liegt auch nicht an mir, weil sie den Sex mit mir ansich ganz toll und befriedigend fanden, nur einfach nicht so viel Lust hatten. Impotent war auch keiner. Freundinnen berichteten von ähnlichen Erfahrungen - es gibt Phasen in einer längeren Beziehung, da hat der Mann wochenlang überhaupt keine Lust.

Also, ich will dir Mut machen! Es gibt mehr Männer als man meinen mag, denen viel Sex gar nicht wichtig ist.
Dass eine Beziehung akut gefährdet sei, wenn weniger als 1Mal/ Woche Sex stattfindet (#1), würde kein Ehe- oder Sexualtherapeut jemals sagen! Jede Sexhäufigkeit innerhalb einer Beziehung ist normal, selbst wenn gar kein Sex stattfindet, solange beide Partner damit glücklich sind! Es gibt keine "normale" oder "empfehlenswerte" Sexhäufigkeit, Maßstab ist immer, ob beide Partner damit glücklich und zufrieden sind.

Das Problem ist, kein Mann (erst recht kein Single) wird, wenn man ihn befragt, sagen, dass er an Sex nur wenig interessiert ist. Das passt einfach nicht zum allgemeinen Idealbild eines Mannes und deshalb wird kein Mann sich selbst so wahrnehmen.
Das andere ist, dass Sex (gewähren oder verweigern) unbewusst eine Art Machtkampf sein kann. Wenn ein Partner spürt, der andere will sich nur selten "hingeben", "schenken" (Sex), dann wird sich sein Bedürfnis danach besonders verstärken.
Spürt der eine hingegen, "Das" ist etwas, was ich ohne Kampf und Anstrengung jederzeit vom anderen bekommen kann, wird er auch seine eigene, gelegentlich normale, Unlust vielleicht mal leben können.
 
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  • #12
Das mit dem "Trieb" finde ich als Mann seltsam. Sex ergibt sich als gegenseitiges Geschenk.
Ich kann mir nicht vorstellen, den Sex triebgesteuert zu "bewirtschaften". Ich bin für meine Partnerin
eigentlich immer ansprechbar und umgekehrt, dann sieht man, was sich ergibt, aber nicht als Planwirtschaft, in der einer für sich und den Anderen definiert, wie oft was, wann, wo passieren darf.
# 10: finde ich sehr überzeugend und realistisch.
 
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  • #13
Auch um die 50 finde ich es jederzeit eigentlich angenehm! Spielarten und Häufigkeit ergeben sich aus dem Alltag, hängen ab von Tagesform, Stimmungen, Belastungen und Lebensführung.
Im Urlaub haben wir (59m, 55) täglich Sex, an den Wochenenden immer, in der Woche meist einmal, eine Frage der Müdigkeit nach einem Arbeitstag.Entscheidend ist doch nicht, ob man Sex haben und zulassen will, sondern, ob man sich begehrt und dem anderen Lust schenken und sich gemeinsam verwöhnen will.
Wenn man das vom Trieb aus betrachtet, braucht man oft gar keinen Sex. Aber in einer liebevollen Partnerschaft geht es weniger um Triebe, sondern um gemeinsame Freude, und wenn man sich an der Freude freut, gibt es eigentlich keine Grenzen.
Deine Einstellung ist zu respektieren.
Aber ein Mann, der Dich liebt, kann das nicht aushalten.
Er wird sich zurückziehen, wenn er Selbstachtung hat, oder er bleibt und vertrocknet, wenn er es nicht schon vorher und ohnehin war - oder er geht fremd.
 
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  • #14
Liebe FS,

als ich Ihren Beitrag gelesen habe, sind mir Gedanken wie im Beitrag 8 gekommen.
Ich kann mir sehr gut denken, dass Sie aufgrund von schwierigen Erlebnissen in der Kindheit Mühe haben, Intimitäten zuzulassen.
Geht es beim Sex nicht um absolutes Loslassen, sich Fallenlassen, oder eventuell gar um einen Kontrollverlust, da der Körper selber die Kontrolle über die physiologischen Abläufe übernimmt.
Das kann Angst machen. Und Angst hindert einem es einfach geniessen zu können.

Wenn sie einmal lernen diese Angst loszulassen, dann werden Sie erfahren, wie wohltuend und erfrischen Sexualität sein kann.

Ein Versuch ist es Wert.

Ich wünsch Ihnen viel Erfolg.

w/ 27
 
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  • #15
ich bin die FS:

danke für die vielen Antworten!

Etwas erstaunt bin ich, welche unterschwellige Aggressivität es offensichtlich bei einigen weckt, daß ich mit der von mir bevorzugten Sex-Frequenz nicht in "die Norm" von 2-3 mal die Woche passe, welche größtenteils in Studien aus den 70ger und 80ger Jahren festgelegt wurde. Für Euch scheine ich mehr oder weniger "abartig" oder gestört zu sein?

Es gibt einfach Menschen, die kein so großes Interesse an Sex haben und da gehöre ich dazu. Lt. neuerer Studien sind das übrigens etwa 30% der Frauen und 10% der Männer. Vielleicht könnt ihr Euch das einfach so vorstellen, wie jemaden, der nicht so gerne Fleisch ißt oder jemanden, der wenig Alkohol trinkt, weil er ihm halt nichts abgewinnen kann. Dem würde man ja auch keine Psychotherapie empfehle deswegen.

Und nein, ich habe keine schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit, falls ihr auf Mißbrauch oder Vergewaltigung hinauswollt. Ich hatte mein erstes Mal mit 16 in einer überaus liebevollen Beziehung, von beiden gewollt und geplant. Ich fand es phantastisch, wie nahe man einem Menschen sein kann, wenn man miteinander schläft!
Ich bekomme bei der Selbstbefriedigung problemlos in 2 min einen Höhepunkt, mit Partner eher selten bzw. es dauert halt. Daher dachte ich bis zu meiner letzten Beziehung, daß es evtl. daran liegt, daß ich selten Lust habe. Aber gerade in dieser Beziehung hatte ich jedesmal beim Sex 1-2 Höhepunkte, mein sexueller Appetit hat sich dadurch dennoch allenfalls marginal gesteigert.

Für das sehr beruhigende und tröstliche Posting #10 aber wirklich herzlichen Dank! Ich hätte sonst das Gefühl gehabt, ich lebe auf dem falschen Stern. Einer der Partner, mit denen ich in meiner "seltenen" Frequenz Sex hatte, hat mir nach 2 Jahren einer solchen Beziehung übrigens einen Heiratsantrag gemacht... er nahm es wohl in Kauf, neben mir zu vertrocknen... ;-)

Da dieses Thema wohl bei Einigen sehr ungute Emotionen auslöst (und die Antworten das dann bei mir tun nach dem Motto "dann kann ich mich ja gleich einsargen lassen oder muß mich eben drunterlegen, ob ich Lust habe oder nicht") möchte ich meine Frage stark eingrenzen:

Wenn Ihr als wichtig für den langfristigen Erfolg einer Partnerschaft im Profil "Den anderen attraktiv finden. Dabei sind auch Zärtlichkeiten und Sex wichtig" angekreuzt habt, heißt das, daß ihr häufig Sex wollt (also die berühmten 2-3 mal pro Woche) ?
 
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  • #16
#14: Deine Antworten sind beeindruckend.
Kann die Ursache Deiner Häufigkeitsannahme darin liegen, dass Du noch keinen Mann getroffen hast, der Dich so hingebungsvoll verwöhnt, bis Du nicht mehr genug bekommen kannst?
Ich wünsche Dir jedenfalls einen Mann, der Dich einfühlsam und mit viel Phantasie so verrückt macht, dass Du Ihn fragst, wieso das nur so selten - und nicht täglich möglich ist.
 
  • #17
Liebe Fragestellerin,
zu "... die Antworten das dann bei mir tun nach dem Motto "dann kann ich mich ja gleich einsargen lassen ..." - Nein, das musst Du nicht. Ich würde nur Deinem Vergleich mit dem schönen Essen und dem gedeckten Tisch nicht so ganz zustimmen. Wenn Du liebst oder sich zwei lieben und Essen genießen, dann werdet Ihr auch nicht nur 2 -3 mal im Monat es so shön gestalten, sonder öfter, wenn nicht täglich. Das soll jetzt nicht heißen, dass man täglich Sex haben muss. Sex hat aus meiner Sicht auch nichts mit Mühe machen, sondern eher mit fallen lassen und genießen zu tun.
Nun zu Deiner eingegrenzten Frage, da interessieren Dich sicher die Antworten der Herren mehr,
doch meine Interpretation und deswegen habe ich es ebenso angekreuzt: Den anderen attraktiv finden - ihn auch mit körperlichen Schönheitsfehler, begehrenswert zu finden. Ich sehne mich nach sehr viel Zärtlichkeiten, vom in die Arme genommen werden bis zu erfülltem, leidenschaftlichen Sex. Über die Häufigkeit habe ich da nicht nachgedacht, sondern eher wie beide darauf Lust haben. Nicht alle Herren kreuzen dies an, vielleicht suchst Du Dir erst einmal die heraus, die andere Prioritäten setzen, alles Liebe und nicht von "feindlichen" Kommentaren herunter ziehen lassen! (51 J.)
 
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  • #18
Guten Tag,

de fakto sind - ungeachtet des Geschlechts - die Bedürfnisse nach Zärtlichkeiten und Sex recht unterschiedlich. In einer harmonsichen Beziehung sollten in diesem Punkt die Partner einen hohen Deckungsgrad an die individuellen Bedürfnisse haben. Alles andere führt früher oder später zu Differenzen.

Wenn Männer Zärtlichkeiten und Sex für wichtig ankreuzen, kann man daraus nicht Schlussfolgern, aus welcher Situation heraus dies geschieht. Manch einer wäre vielleicht schon mit ein paar mal Sex im Monat zufrieden, wenn er in einer Altbeziehung monatelang "auf Eis" gelegt wurde. Es mag andere Männer geben, die diese Aussage im Profil treffen um zu signalisieren, dass noch nicht völlig "tote Hose" ist.

Aus diesen Gründen wäre Ihnen zu raten, nicht von vorn herein einen Bogen um Männer zu machen, die dieses Kästchen angekreuzt haben. Wichtig scheint, offen mit dem Thema umzugehen. Nur so lassen sich Enttäuschungen vermeiden.

M, 50,
 
  • #19
@FS:

Zu Deiner Frage #14:
Ob es bedeutet, daß man häufig Sex möchte ( 2-3 mal pro Woche) , wenn man schreibt , daß auch Zärtlichkeiten und Sex wichtig sind.
Ja, ich würde das so verstehen, wobei 2-3 Mal pro Woche aus meiner Beobachtung nicht unbedingt außergewöhnlich häufig ist ( was jedenfalls glückliche Partnerschaften betrifft - und eine solche suchen wir ja hier ) . Häufig wäre für mich täglich oder fast täglich.
Ich finde Deinen geringeren sexuellen Appetit völlig in Ordnung, das mußt Du auch nicht verteidigen.
Nur: wenn ich hier einen Mann kennenlernen würde, in den ich mich verliebe und auf den ich mich hinsichtlich einer langfristigen Partnerschaft einlasse und würde nach einiger Zeit feststellen,müssen , daß er nur 2-3 Mal im Monat mit mir schlafen möchte, dann wäre ich schon sehr enttäuscht und würde mich fragen: Soll das jetzt alles gewesen sein ?
In dem Wort Lebenslust steckt hat auch die Lust.
 
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  • #20
Hatte nicht schon ein Dichter mal geschrieben: "2 mal in sieben Tagen". Ich würde auch klar darlegen was du suchst, je deutlicher du es schreibst desto weniger Enttäuschungen gibts auf beiden Seiten. Wenn jemand Sex gerne hat und den für die Nähe braucht oder sich dadurch mehr geliebt fühlt, wird diesem Menschen 2-3 im Monat zuwenig sein(wobei man immer auch unterscheiden muss ob es ein 2min Quickie ist oder ne 4h Orgie .-). Wenn dann noch jemand so Speilchen damit treibt "Migräne" oder sonstiges dann geht das schnell ins saure über. Zuwenig Sex kann auch ein Trennung oder Fremdgehgrund sein. 4 mal im Monat 2min Quickie wäre mir zuwenig, lieber nen 1h Dauerregen als 4 mal den Blitzeinschlag.. M40+
 
  • #21
Keine Lust auf Sex ist in Wirklichkeit keine Motivation dazu. Es gibt also keine motivierenden Impulse.
Sexlust wird ausgelöst, i.d.R. von aussen nach innen, zum einen durch Reize, zum anderen durch eine Freude auf ein "Etwas".
Wenn dich, FS, niemand reizt oder reizte, dann weil die Impulse dazu fehlten, du nicht stimuliert wurdest (Stimulation primär im Kopf, später körperlich) und/oder weil der Sex deine Wünsche offen lies, du zum Beispiel orgasmuslos bliebst, dann fühhlst du dich lustlos.
 
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  • #22
Aus jeder unehrlichen Beziehung wo ein Partner von Anfang an lügt, aber der andere es nicht erkennen konnte, wird aus Liebe über die Jahre abgrundtiefer Hass, weil man nicht begreifen kann warum ein Mensch der Liebe vorgibt jemanden so gezielt von Anfang an belügt! Es ist also wichtig sich selbst zuerkennen, zu sich selbst zu stehen ehe man jemanden ansich heran lässt. Also jemanden suchen und finden der genau so ist oder sehr ähnlich wie man selbst - und das von Anfang an kund tun! Dann klappt´s auch mit der Liebe und der Beziehung! Es ist nie eine Frage gesellschaftlicher Normen, sondern individueller Lebenseinstellungen und alles ist richtig womit 2 Menschen die zusammen leben glücklich sind - aber es müssen beide sein, wenn nicht - wird es mindestens für einen verletzend und das hat kein Mensch verdient. Spreche aus der Erfahrung einer sehr langjährigen verlogenen Ehe - seit fast 20 Jahren keine Zärtlichkeit und kein Sex weil der Partner nicht in der Lage war und daran auch nichts ändern wollte. Fühle mich nur benutzt - ja und trotzdem hätte ich gern einen mich mit allem was dazu gehört liebenden Menschen - auch oder verstärkt gerade jetzt - wo es als gesellschaftlich gehörig erscheint als Frau mit Mitte 50 Wechseljahresbeschwerden zu haben! Ich habe nichts als eine unstillbare Lebenslust die ich gern mit einem Partner teilen würde - in jeder Hinsicht. Macht es euch doch nicht so schwer bis ihr eines Tages erkennt - es ist alles zu spät!
 
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  • #23
Nun ich beglückwünsche Sie alle. Ich habe sex nur zwei Mal im Jahr. Ich liebe meine Frau (schon 33 Jahre zusammen und wir sehen beide gut und sportlich aus. Ich bin 57 und sie 55 und Sex ohne Liebe kann ich mir nicht vorstellen. Sex ist schlicht eine Ergänzung der Liebe. Ich war immer zärtlich zu meiner Frau. Allerdings hat meine Frau meine jahrelange Bemühungen und Zärtlichkeiten meistens abgelehnt mit Worten "du denkst nur an eine". Ich wollte meine Frau auf der Straße küssen, in Arm nehmen, und habe stets einen Dampfer bekommen.Zärtlichkeit und Sex sind in der Liebe unverzichtbar. Ich liebe sie noch, aber meine Liebe stirbt. Nur eine wirtschaftliche Gemeinschaft ist zu wenig für mich.
 
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  • #24
Normal ist sowieso was gefällt.
Der Durschnitt soll 2-3 mal/Woche sein . Naja, bei mir eher 1-2 x/Woche, und wenn ich so meine Freunde rundrum höre, gehöre ich da fast zur "Spitze".
Sex soll Spass machen, und zwar BEIDEN. Mit 55 ist man sicher nicht sexlos, aber die Zeit der Höchstleistungen ist für uns Männer vorbei, das Spiel hat sich gedreht, die Frauen wollen jetzt öfter und der "tolle Hecht" wird immer mehr zum Friedfisch
 
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  • #25
Allerdings hat meine Frau meine jahrelange Bemühungen und Zärtlichkeiten meistens abgelehnt mit Worten "du denkst nur an eine". ...
Ich liebe sie noch, aber meine Liebe stirbt. Nur eine wirtschaftliche Gemeinschaft ist zu wenig für mich.
Ich, 56,m. kann das bestätigen. Nur habe ich jetz schon Jahre gar keinen Sex. Meine Frau meint auch "Männer denken nur das Eine", "Männer denken nur mit dem Schwanz". Meine Liebe ist schon erloschen, ich führe eine WG, allenfalls Freundschaft. Dabei werde ich immer unzufriedener, frustrierter, auf Dauer möchte ich nicht ohne Sex leben. So langsam denke ich an die Trennung, die dann sicher völlig überraschend kommt für meine Frau, und dann auch nur wegen Sex.

Mit 55 ist man sicher nicht sexlos, aber die Zeit der Höchstleistungen ist für uns Männer vorbei, das Spiel hat sich gedreht, die Frauen wollen jetzt öfter und der "tolle Hecht" wird immer mehr zum Friedfisch
Das kann ich nicht bestätigen, ich hätte schon 3 bis 4 mal die Woche Lust, aber mit ein- bis zweimal wäre ich auch zufrieden. So bleibt erst einmal nur SB, aber wie lange noch. "Die Frauen wollen jetzt öfter"? Das kann ich mir nicht vorstellen, dauernd lese ich in der Tageszeitung und im Anzeigenblatt Annoncen von Frauen, die platonische Beziehungen suchen.
 
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  • #26
Naja, Du hast 4-5 mal Lust auf Sex pro Woche, ich habe jeden Tag Lust, aber wenn Du 2 bis 3 mal jeden Tag hintereinander richtigen Sex hast (SB ist kein Sex), bist Du froh, wenn Du ne Pause einlegst. Ich führe eine WE Beziehung, meine Freundin möchte morgens und abends Sex, da bin ich froh, wenn der Montag da ist, so gerne ich es auch selbst möchte. Habe schon dran gedacht, Cialis zu nehmen.
Und die Damen, die ich kenne, wollen alle....und oft.
 
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  • #27
Es gab einmal einen Vlog von einem Pärchen, das sich vornahm, für einen bestimmten Zeitraum (1 Jahr oder so) absolut jeden Tag mindestens einmal Sex zu haben.

Beide verfügten über eine gesunde Libido, waren junge Studenten in der Blüte ihres Lebens und attraktiv. Jedoch hatten sie schon nach wenigen Monaten keine Lust mehr. Was zeigt, dass selbst die schönste Nebensache der Welt zum Albtraum werden kann, wenn sie zur Pflichtübung wird.

Liebe FS, wie oft oder selten du auch Lust auf Sex hast... orientiere dich nicht daran, was "normal" wäre, sondern was FÜR DICH passend ist. Es gibt auch Männer da draußen, die eine ähnlich ruhige Libido haben wie du. Gib die Suche nicht auf!
 
  • #28
Liebe FS, bei der Frage ist doch irrelevant was normal ist und was nicht. Dein Bedürfnis ist wie es ist und du musst einen Partner finden, der ein ähnliche Bedürfnis hat. Nur so kann eine Beziehung dauerhaft glücklich sein. Und nur weil deine Exmänner den Sex nicht immer zum Thema gemacht haben, ich denke das machen die Wenigsten, so sind sie sicherlich unglücklich und unbefriedigt gewesen. Es sei denn du hattest einen darunter mit dem gleichen Bedürfnis wie du. Was eine Paartherapie da helfen soll, ist ,mir schleierhaft aber gut. Und ich dneke mal, du schreibst man muss den Sex genießen und celebrieren, dass mag ja hin und wieder schön sein, wie ein schönes Dinner, aber wer will das jeden ABend. Abwechslung ist es doch was das Leben schön macht. Heute Currywurst und Pommes, morgen super Diner, übermorgen ein schöner Eintopf oder Grillen. Beim Sex ist es auch so. Ich will nicht immer das es stunden lang dauert, es soll auch nicht immer zärtlich langsam sein. Abwechslung ist es. Und da du so festgelegt bist und scheinbar nicht erotisch ansprechbar, ist es schwer. Oft hat man nicht zu gleichen Zeit Lust wie der Partner aber der kann einem Lust machen und wenn man dabei ist finden die meisten es ja schön, auch wenn sie nicht unbedingt lust hatten. Bei dir scheint das nicht so zu sein, schade
 
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  • #29
Hallo,

Gottseidank bin ich mit meinem Problem nicht allein, was mich jedoch wundert ist hier das Alter der Teilnehmer. Ich , m (34, attraktiv, sportlich) habe in meiner Beziehung ein ähnliches Problem. Ich würde sagen dass für mich der Sex sicherlich nicht das wichtigste in einer Beziehung darstellt, jedoch wenn sich nicht beide einig sind einen Trennungsgrund darstellen kann. Als essentiell würde ich ihn jederzeit beschreiben. Meine Freundin (seit 4 Jahren ein Paar) hat wenn es nach ihr geht max. 1 mal pro Monat Lust. Wir sind beide jung, attraktiv und gesund aber die Lust am Leben sinkt und sinkt, weil man dass was einem am Leben erhält nicht bekommt. Da ich hauptsählich für den geschlechtlichen Akt verantwortlich bin (Vorbereitungsarbeit usw,) kommen wir so auf ein - 2 mal pro 2 Wochen. Wir hatten schon Paartherapie besucht jedoch ohne Erfolg, dieser gab mir die Schuld für aufdringliches Verhalten etc. Ein Beitrag weiter unten hat darüber berichtet. Ich weiß jetzt bald nicht mehr was tun, wir streiten uns ständig und die Frustrationstoleranz oder der sogennante Leidensdruck Fremdzugehen bzw. sich zu trennen ist bereits sehr groß und nur mehr eine Frage der Zeit. Es wrd auch kein sexueller Wunsch meinerseits erfüllt, kann nicht behaupten, dass ich mich in dieser Beziehung einmal sexuell augelebt hätte was mit allen anderen Frauen sehr wohl der Fall war, wie gesagt hatte dies bis dato noch nie erlebt und es war immer sehr schön. Mir geht etwas besonderes ab, ich will dass so beschreiben als Mann - es geht nicht darum die Frau zu erniedrigen- es geht nicht darum Sex als Machtspiel auszuspielen - Sex der Triebhaftigkeit wegen zu gebrauchen, nein es geht darum, dassman die Frau die man liebt umwerben möchte, leidenschaftliche Momente erleben, Sehnsüchte ausleben und dies umschreibe ich als Lebenslust, wenn nicht darauf, worauf soll man sich denn im Leben nach getaner Arbeit noch erfreuen - mir geht etwas ab, nämlich die Vereinigung von Liebe, Lust und Leidenschaft und diese zum Abschluß durch sexuelle Phantasien zu bringen.
 
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