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  • #1

Ich kann mit seinen Hobbies nicht anfangen. Wie löse ich dieses Problem?

Ich bin seit über einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Eigentlich wäre ich glücklich mit ihm, wenn da nicht seine Hobbies wären. Von Freitag bis Sonntag haben wir einen vollen Plan. Das Problem ist, dass er eine Firma in einer kleinen Stadt hat und er somit am Wochenende auch gewisse gesellschaftliche Termine hat. Er geht freitags in den Squash Club, Samstags in den Tennisverein, bald ist Weihnachtszeit dann kommt der Skiclub noch hinzu und ich muß fast jedesmal mit. Mich interessieren aber weder diese Sportarten noch die Leute. Sonntags kommen dann noch seine Freunde. Ich lebe nur noch sein Leben. Ist die Trennung die einzige Möglichkeit?
 
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  • #2
Nein. Lebe doch auch mal wieder dein Leben und treffe deine Freunde, dann merkt er vielleicht, dass da was falsch läuft und stellt sich auch mal ein bisschen auf dich ein!

Warum MUSST du da mit? Du bist doch eine erwachsene Frau! Zeig dich einfach etwas unabhängiger, das wird dich und eure Beziehung in jedem Fall weiterbringen.

w52
 
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  • #3
Ich glaube, ich würde zur Trennung raten. Mir würde es vor so einem Wochenende nur grausen.
Manche würden dir vielleicht raten, dir eigene Hobbies und einen eigenen Freundeskreis zu suchen, aber so wie dein Freund ausgelastet ist, bleibt dann für Gemeinsamkeiten überhaupt kein Raum mehr. Mir ging es ähnlich. Ich hatte eine Wochenendbeziehung und nach einer Weile wurden meinem Freund auch die Hobbies wichtiger, die er aus beruflichen Gründen natürlich auch nur am WE ausüben konnte. Ich glaube es wäre ideal zumindest ein gemeinsames Hobby/Sportart zu haben.
 
  • #4
Erstens passt Ihr beide bezüglich Eurer Hobbys nicht zusammen und zweitens scheint Ihr auch noch einen unterschiedlichen Lebensstil zu haben.

Immer wieder mitzugehen, obwohl Du keine Lust hast, geht auf keinen Fall. Das musst Du so oder so beenden und endlich Klartext mit ihm reden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, auf Veranstaltungen, die jeweils nur einmal im Jahr stattfinden, meinem Partner zuliebe mitzugehen -- das gehört sicherlich zu einer Partnerschaft dazu. Aber wöchentlich meine Wochenende in einer Art und Weise zu verbringen, die mir keinen Spaß macht, ist undenkbar und inakzeptabel.

Damit bleiben Dir zunächst zwei Möglichkeiten: Du machst endlich das am Wochenende, was Du willst -- Ihr beide also getrennt und schaust, ob das Modell Zukunft haben kann. Ich persönlich möchte ganz sicher nicht meine Wochenende getrennt von meinem Partner verbringen, aber das mag ja jeder anders sehen.

Oder aber Du sagst ihm klipp und klar, dass es so nicht weitergeht und Ihr einen besseren Kompromiss für die Wochenenden finden müsst, also auch er auf einige dieser Veranstaltungen verzichten und sein Leben auch etwas jmehr auf Dich ausrichten muss.

Schlussendlich glaube ich aber nicht, dass eine der beiden Lösungen von dauerhaftem Erfolg gekrönt sein wird. Ich befürchte, dass die Trennung von so einem egoistischen und un-partnerschaftlichen Menschen die einzige Lösung sein wird. Leider.

Sicher ist aber, dass Du jetzt bald was amchen musst und nicht noch länger leiden. Packe das Problem an!
 
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  • #5
Ich hatte ein ähnliches Problem. Mein Exfreund war ein Sportfanatiker. Dazu gehörten auch lange Radtouren. Mein Problem ist, dass ich unter Schwindel leide und deshalb auch Medikamente nehmen muß. Die Ursache wurde lange nicht gefunden. Früher haben die Ärzte gesagt, dass es wahrscheinlich nur Kreislaufprobleme sind und ich diese durch Sport beseitigen könnte.

Jedenfalls traue ich mich seit Jahren nicht mehr auf ein Rad, da ich aufgrund des Schwindels einen schweren Sturz hatte. Mir war das damals allerdings peinlich und wollte es ihm nicht sagen, da ich ja auch keinen Grund für den Schwindel wußte. Deshalb habe ich mich von ihm getrennt. Ich frage mich heute noch, wie er wohl reagiert hätte, wenn ich ihm die Wahrheit gesagt hätte.

Ein HNO Arzt hat jetzt herausgefunden, dass es mit dem Gleichgewichtsorgan zusammenhängt.
Man kann den Schwindel nicht verhindern, aber behandeln. Unter medizinischen Gesichtpunkten wäre er nicht schlimm. Aber ich soll u.a. nicht Radfahren und auch nicht tauchen.
 
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  • #6
@Fragestellerin
Ich sehe das genauso wie Frederika.
Packe das Problem an. Aus meiner Sicht wirst Du aber mit ihm eher nicht weiterleben können. Ihr scheint beide zu unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensstile zu haben.

Viel Erfolg.

(m/41)
 
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  • #7
MadMax

so eine vereinsmeierei würde mir auch auf die nerven gehen!
an deiner stelle würde ich, genauso wie er, meinen hobbys nachgehen.
man wird dann sehen, ob ihm etwas auffällt..und ob man sich auch mal auf gemeinsame interessen konzentrieren könnte.
 
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  • #8
Mein Freund spielt auch gerne Tennis. Ich habe dies noch nie getan. Kann eine Beziehung trotzdem klappen? Mit stört sein Hobby nicht. Aber entsteht nicht gesellschaftlicher Druck?
Muß man in der heutigen Zeit nicht Tennisspielen?
 
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  • #9
Da fällt mir nur dieser Text ein:

Herr, gib mir Kraft, Dinge zu tun, die ich ändern kann.
Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!

Love it, or leave it
 
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  • #10
Wenn man eine Firma hat, kann man nicht einfach aus einem Verein austreten. Ein Geschäftsmann braucht eine Frau, die an seiner Seite steht und das Unternehmen mitträgt.
Man kann nicht nur die angenehmen Seiten (z.B. das Geld, der eigene Chef sein) genießen, man muß auch die Arbeit mittragen.
Ich habe auch Golf gelernt, obwohl es mich nicht interessiert hat. Aber im Geschäftsleben ist das halt so.
 
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  • #11
Ich bin auch eine "Sportfanatikerin". Ich brauche den Ausgleich zu meinem Job, der mich an Büros und Computer fesselt.
Mein Ex-Partner hatte diesen Bewegungsdrang nicht und das hat dazu geführt, dass wir unsere Freizeit immer häufiger allein gestaltet haben. Irgendwann war eine Trennung (auch aus anderen Gründen...) unvermeidlich. Heute habe ich einen Partner, der sich ebensogerne bewegt wie ich und unsere Freizeit verbringen wir gemeinsam. Wunderbar!
 
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  • #12
Warum kannst du mit den Leuten nichts anfangen ? Langweilen sie dich ?

Dein Freund ist bestimmt älter als Du, weil es typisch wäre, daß Du, wenn Du mit Durchschnittsmenschen nichts anfangen kannst, einen bevorzugten Kontakt zu Älteren hast.

Wenn es stimmen solle, ist die Frage nach dem Umfeld, das Du brauchst, generell angebracht. Bist im Job zufrieden ?
 
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  • #13
Ich fahre auch nicht Ski, trotzdem bin ich bei meinem Freund mit in Urlaub gefahren und habe eben Wellnesstage eingelegt.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Wenn man wirklich jemand liebt, scheitert dies nicht an Hobbys.
Allerdings muß die Liebe von zwei Seiten vorhanden sein.
 
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  • #14
@ 10: wenn du viel läufst bitte eine Partneranfrage an: 7E2176FE - m, 39
 
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  • #15
Liebe Fragestellerin, im Gegensatz zu den ersten Antworten rate ich Dir nicht zu einer Trennung. Meine Eltern haben auch kaum gemeinsame Hobbies und feiern bald ihre goldene Hochzeit.
Ich schlage vor, Du redest mit ihm und unterbreitest den Vorschlag, daß ihr die Hälfte Eurer Freizeit gemeinsam verbringt (bei seinen oder Deinen Hobbies, denn Du hast ja auch das Recht auf ein eigenes Leben) und die andere Hälfte verbringt jeder allein mit seinem Freundes- oder Geschäftspartnerkreis.
Man gibt doch eine ansonsten gut funktionierene Beziehung nicht wegen der Hobbies auf! Das läßt sich regeln, nur Mut.
 
  • #16
Ich würde das Problem auch genau so angehen, wie Frederika es in #4 beschrieben hat. Man muss so eine Beziehung nicht gleich aufgeben, sondern die Möglichkeiten zur Rettung bis zum Letzten ausschöpfen. Viel Hoffnung habe allerdings auch ich nicht. Es sieht doch schwer danach aus, dass er eine Freundin lediglich als Anhängsel ansieht oder zum Vorzeigen braucht.

Die Vorschläge von #1 und #6 (grob gesagt: einfach sein eigenes Ding machen) finde ich nicht zielführend. Viele Paare suchen so einen Workaround für Beziehungsprobleme und das geht auch eine Zeit lang gut. Irgendwann kommt es aber doch zur Trennung und es heißt dann lapidar: Ich weiß auch nicht, warum die Beziehung nicht mehr trägt; wir haben uns einfach auseinandergelebt. Unter dem Strich hat man damit lediglich Zeitverlust erreicht.

Noch ein Punkt in diesem Zusammenhang (losgelöst vom konkreten Fall): Probleme dieser Art treten bestimmt seltener auf, wenn man schon in der Beziehungsanbahnungsphase gemeinsam Freizeitaktivitäten und Hobbys ausübt und auf das horizontale Hobby zunächst mal verzichtet.
 
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  • #17
1 @ Thomas
Ich meinte wirklich nur GROB gesagt "einfach sein eigenes Ding machen". Ich schrieb ja auch: ...vielleicht merkt er dann, dass da etwas falsch läuft und stellt sich auch mal ein bisschen auf dich ein.
Manchmal kann so ein kleiner Rückzug einfach mal ab und an nicht mit ihm mitzugehen, sondern den eigenen Interessen nachzugehen, auch sehr heilsam für die Beziehung sein. Die Fragerin kann ihm ja anbieten: Komm doch auch mal bei mir mit, schau mal zu, wenn ich dieses oder jenes Hobby ausübe und nimm auch gerne daran teil. Mit Chance erkennt er, wie egoistisch er sich selbst verhält, wenn er immer nur von ihr erwartet hinter ihm her zu laufen.
 
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