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Gast

  • #1

ich möchte aufhören Pornos zu sehen. Ohne macht es aber keinen Spass mehr zu masturbieren, was nun?

ich möchte eigentlich keine pornos mehr schauen um eine besseres gewissen zu haben, aber ohne macht es einfach keinen besonderen spass mehr! sind pornos eigentlich echt so schlimm? und wenn was gibts noch für mögichkeiten mehr spass dabei zu haben? und bitte keine antworten in der richtung:"such dir nen partner"! ich bin übrigens männlich!
 
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Gast

  • #2
Zunächst mal sollte man klären wieso du ohne Pornos nicht mehr masturbieren kannst. Wenn du dich einfach nur quasi "übersättigt" hast dann versuche einmal eine Woche lang überhaupt nicht zu masturbieren, danach sollte es auch ohne Pornos wieder gehen.

Als zweites sollte man klären wieso du ein schlechtes Gewissen beim ansehen von Pornos hast? Wenn du gerne Pornos siehst dann darfst du das selbstverständlich auch und es sieht sich ohnehin fast jeder Pornos an.

Dann wäre es interessant zu wissen was du unter "echt so schlimm" verstehst. Inwiefern sollen Pornos denn schlimm sein und wie kommst du auf diese Idee?
 
  • #3
Lieber Fragesteller, eigentlich zeigt Deine Frage das Hauptproblem der Porno-Konsumierung in geradezu beispielhafter, prototypischer Fassung.

Regelmäßiger und intensiver Pornokonsum "überstimuliert" und erhöht die Reizschwelle für sexuelle Erregung. Bei vielen Nichtkonsumenten ist bereits bloße Nacktheit sexuell besetzt. Wir hatten hier schon genug Kommentare, dass nackte Frauen in Saunen Erektionen hervorrufen oder dünne Sommerkleider die männliche Phantasie durchgehen lassen. Für viele ist auch bei der Masturbation schon der Gedanke, eine bestimmte, begehrenswerte Frau zu küssen oder sie streicheln und liebkosen zu dürfen, absolut ausreichend, um höchst erregt zu werden. Dagegen benötigen regelmäßige Pornokonsumenten viel extremere Phantasien, um wirklich richtig geil zu werden, zum Beispiel für die vorgestellte Frau schmerzhaften Analverkehr, Gangbangs, Fetische und Perversionen aller Art. Noch weiter fortgeschritten gelingt es dann den Konsumenten nicht einmal mehr, durch eigene Phantasie diese Situationen ausreichend erregend zu erleben, sondern sie brauchen den direkten visuellen Stimulus. Sie verlernen also Phantasie und ersetzen sie durch bloßen Konsum fertiger Anblicke.

Die einzig sinnvolle Lösung ist wirklich, den Pornokonsum auf nahe Null herunterzufahren und sich bewusst einige Tage zu enthalten und dann ebenso bewusst im Bett besonders begehrenswerte Sexualpartnerinnen vorzustellen und zu trainieren, dass die Phantasie wieder ausreicht. Sich Zeit nehmen, vor sich hinträumen, langsam und lange masturbieren, sich erregende Situationen ganz genau ausmalen -- Sex findet überwiegend im Kopf statt! Anfangs dürfen das noch extremere Varianten sein, allmählich sollte man wieder runterkommen, so dass auch Cunnilingus, Fellatio, normale Vaginalsexpraktiken mit der tollen Kollegin, nachbarin, Prominenten wieder ausreichen, um erregt zu werden und sich zu befriedigen.

Ich möchte hier noch klarstellen, dass ich Pornos rein generell nicht verdamme. Jeder guckt sich mal welche an, vorallem wo jetzt im Internet Tausende Videos jeglicher Praktiken so leicht verfügbar sind. Auch ich schau ab und zu mal ein youporn-Video ab -- aber nicht um dabei zu masturbieren, sondern aus Interesse, Wissensdurst, Neugier und Spaß. Klar nutze ich vielleicht auch später im Bett die eine oder andere Szene als Masturbationsphantasie, als Anregung. Aber man sollte Wert darauf legen, dass man seine eigenen Phantasien drumherum baut, sich alles detailliert ausmalt, die Personen tauscht, sein eigenes Ding daraus macht.

Pornos sind nicht generell zu verdammen, aber wie so oft im Leben "die Dosis macht das Gift", so auch bei Pornos. Übermäßiger, zwanghafter Konsum sind schädlich und die Notwendigkeit eines Pornos zur erfolgreichen Masturbation ist schon weit jenseits der ersten Alarmzeichen -- es ist schon Symptom einer Störung.
 
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Gast

  • #4
Also, ich bin da vollkommen anderer Meinung. Ich finde Pornos einfach toll. Eine wirklich gute Erfindung, um sich endlich, endlich, einen lustvoll runterzuholen. Da ist nur ein Problem: Die Bedingungen, unter denen sie produziert werden. Ein Beispiel: Kaffee nur aus biologischem Einbau, das T-Shirt nur aus absolut fair-trade-production. Aber der Porno aus kriminellem Milieu? Das passt nicht. Nicht ie Komsumierung ist das Problem, sondern der Anbau!
 
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Gast

  • #5
Frederika hat schon alles wichtige zu dem Thema gesagt!
Ich kann nur noch mal bestätigen: Es gibt tatsächlich "Pornosucht" - du scheinst ihr leider anheim gefallen zu sein! Es gibt direkt Foren im Netz, wo sich Pornosüchtige über ihre Sucht unterhalten, und die leiden wirklich richtig darunter! Sie können nämlich keine "normale" Frau mehr erregend finden, sie sind bei normal hübschen Frauen, vom Typ wie sie ihn bis dahin immer sexy fanden, impotent! Das führt zu richtigen Problemen bei neuen Partnerinnen.

Versuche ernsthaft, den Pornokonsum komplett aufzugeben!

w42
 
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Gast

  • #6
Kann das soweit bestätigen. Früher haben teilweise schon die jeweiligen Vorschaubilder gereicht, heut schau ich mir teilweise die Einrichtung der Settings näher an, kritisiere im Hinterkopf Handlung und Dialoge, sofern vorhanden, wechsle zwischen verschiedenen Videos, bis es mir manchmal sogar zu blöd wird. Kurzum: Ich bin sehr wohl der Meinung, dass das abstumpft. Zumal das meiste "Material" auch äußerst vorhersehbar, da meist ziemlich gleich ausfällt. Das nimmt dem regelmäßigen Konsumenten doppelt den Reiz.

Schlimm finde ich es hingegen überhaupt nicht. Der Reiz des Verbotenen geht natürlich flöten, wenn das einst Verbotene einem praktisch nachgeworfen wird. Ich schätze das ist wie mit der Nahrung. Fertiggerichte und Fastfood sind hoch im Kurs, obwohl allseits bekannt andere Ernährung gesünder wäre. In meiner Generation (m/27) kann auch kaum noch jemand kochen, weder Frauen noch Männer. Das selbe gilt im Umkehrschluss wieder für die Sexualität. Pornographisches Material beschränkt sich auch nur auf das Motorische. Dabei ist mir mittlerweile klar geworden, dass mich das rhytmische Einführen von Geschlechtsorganen in Körperöffnungen weniger reizt, als der Weg dahin. Und so finden sich primär Gedanken vom Entstehen der Situation, dem Entkleiden und Vorspielen in nicht von Bild und Ton unterstützter Phantasie.

Ob dir dieser Erfahrungsbericht irgendwas nützt, kann ich nur hoffen. Da du die Möglichkeit suchst, mehr Spaß zu haben, bleibt aber, auch welche Weise auch immer, nur die Suche nach Gedankenkonstrukten, die dir Besagten bringen. Wie vor mir bereits erwähnt: Das ist hauptsächlich Kopfsache. Da du auch ein Mann bist, begebe ich mich mal auf das rhetorische Glatteis einer Fußballmetapher: Auch wenn das Runde immer in das Eckige gehört, wäre ein Spiel, wo alle ohne Unterlass nur aufs und ins Tor schießen, furchtbar öde.
 
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  • #7
Ich denke, das liegt an deiner "Bequemlichkeit". Du bist es gewöhnt, erotische Bilder durch Pornos präsentiert zu bekommen. Also warum sich den Aufwand machen und selber welche zusammenbauen.
Versuche doch beim masturbieren einfach mal an eine Frau zu denken, die du besonders heiß findest und stelle dir vor, was du mit ihr oder sie mit dir machen könnte(st).
 
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Gast

  • #8
Ich stimme da absolut Friederika zu! Zu viel Pornokonsum verändern Menschen! In meinem Umfeld habe ich vor Jahren sogar beobachtet, wie sich die Sprache von Freunden (männliche), deren Pornokonsum kontinuierlich zunahm, vulgärer wurde. Vielleicht war das auch nur 'ne Ausnahme und es spielten andere Faktoren auch eine Rolle. Trotzdem, lass dich nicht von diesen Bildern bestimmen, werd dein eigener Regisseur, damit du nicht einfallslos wirst ;-) Denn (selbstbestimmte) Fantasie ist für ein gesundes Sexleben das A und O.
w
 
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  • #9
Was mir jetzt nach fast einem Jahr Pornoabstinez auffällt, ist, dass ich bei der Mastubation mit Porno häufig gar keinen oder nur einen sehr schwachen Orgasmus hatte, sondern lediglich einen Samenerguss. Der Vorgang war sehr mechanisch, die Befriedigung gering, das Bedürfnis es wieder tun zu müssen groß. Auch die Bandbreite der "Bilder", auf die ich überhaupt noch triggerte wurde immer schmaler. Ich leide z.T. noch heute unter den Folgen der Sucht und ja, es kann durchaus eine Sucht sein. Sucht bedeutet auch immer Schuldgefühle zu haben und zu lügen (es geht damit los, dass man das heimlich macht).
Ich denke der erste Schritt muss sein, dass du das Pornoanschauen und Masturbieren entkoppelst, damit überhaupt mal wieder die deine eigene Fantasie anspringt.
Ansonsten ist das wie mit anderen Süchten auch, du musst es als Sucht akzeptieren, dich akzeptieren, dich beobachten, drüber reden und brauchst eine Motivation damit aufzuhören.
m
 
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  • #10
@#8: ich habe beim Porno schauen überhaupt keine Schuldgefühle. Die Schuldgefühle würden erst dann entstehen, wenn ich mich mit einem Porno auf dem Handy nackt auf den Marktplatz stellen und mir einen runterholen würde. Und zwar würde ich mir dann denken: "warum machst du denn so einen Blödsinn und holst dir vor aller Welt einen runter, wenn du genau weißt, dass sie dich dann behandeln wie der letzte Dreck ?".

Auch echten Sex betreiben ja die meisten Leute in der Regel mehr oder weniger "heimlich". Aber bedeutet das auch, dass sie Schuldgefühle haben ? Nö, es ist eine ganz natürliche Anpassungsreaktion auf die gesellschaftlichen Zwänge. Das Schuldgefühl bezieht sich nicht auf die Handlung selbst, sondern auf die Möglichkeit des Erwischtwerdens. Hätte man Schuldgefühle oder Aversionen gegen die Handlung selbst, würde man es ja gar nicht erst machen.

Die Schuldgefühle beim Porno gucken oder beim Masturbieren abzubauen ist einfach eine Sache der Übung. Ich verstehe sowieso überhaupt nicht, warum man sein natürliches Bedürfnis nach körperlicher Befriedigung nicht einfach so akzeptieren kann. Natürlich ist es schöner, wenn man Sex zu zweit und mit Gefühl machen kann, aber manchmal ist das eben nicht möglich. Also was solls.

m41
 
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  • #11
Wenn ich Dein Problem hätte, würde ich mal einige Monate lang keine Pornos mehr anschauen (und das nicht wegen irgendwelcher moralischer Bedenken, ich schau auch manchmal einen solchen Film), sondern damit Du eine Chance hast, aus dem Teufelskreis Konsum - kurzfristige Befriedigung - noch mehr Konsum... herauszukommen.

Dann würde ich mir gute erotische Literatur bersorgen und diese lesen, das könnte helfen, Dir wieder eigene Fantasien und Bilder im Kopf zu bauen, da Du Dir ja die Handlung immer selber vorstellen musst.

Notfalls würde ich einen spezialisierten Therapeuten suchen.
 
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  • #12
Hast Du denn gar keine Phantasien mehr, die Du per Kopfkino laufen lassen kannst?
Das wäre ja echt tragisch. Was willst Du denn machen, wenn Du mal wieder Sex mit einer Frau hast, meinst Du das klappt noch?
 
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  • #13
@2: Schon komisch - von Doom und anderen Ballerspielen wird genau das Gegenteil behauptet, was mir immer suspekt vorgekommen ist. Ich bin auch der Meinung, dass Pornos und Pin-ups langsam abstumpfen. Es ist wie in einem Flirt-Portal - man hat ständig das Gefühl, dass noch etwas besseres kommt.

Aber es hilft tatsächlich, den Konsum eine zeitlang abzustellen und sich an erotische oder geile Momente aus vergangenen Affairen zu erinnern. Schließlich stimmt da auch der Blickwinkel.

Also lass es mal für ein paar Monate bleiben und Du wirst wieder Freude an der Erregung bekommen.
m
 
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