• #1

Ich möchte meinen Ex-Freund zurück - Welches Vorgehen hilft mir?

Hallo,
mein Freund hat sich vor einem Monat nach etwas über 2,5 Jahren getrennt. Es war für uns beide die erste richtige "erwachsene" Beziehung (bin 26). Wir wollten zusammen alt werden und er hat mich wahnsinnig geliebt, das weiß ich auch. Wir verstehen uns wunderbar und waren schon vor der Beziehung gute Freunde. Nun hat er Schluss gemacht, weil ich, vermutlich durch die Pille teilweise sehr unzufrieden mit mir selber war und oftmal traurig und besorgt war. Was aber nichts an meiner Liebe zu ihm geändert hat. Seit absetzt bin ich das Mädchen von früher, habe Lust auf das Leben und es geht mir relativ gut. Wir haben uns nach der Trennung nicht gestritten, ich habe seine Gründe akzeptiert und bin dennoch wahnsinnig enttäuscht und traurig. Er sagt er hat mich noch lieb und mag mich unglaublich gerne und dass er auch nicht weiß ob er jemals jemanden trifft mit dem er so gut zusammen passt. Aber er will momentan einfach es nicht erneut versuchen. Wir haben uns einen Monat nach der Trennung getroffen und er sagte er erkenne mich kaum wieder, weil ich wieder so optimistisch und lebensfroh war. Aber er sagte er hat dieses alte Bild von mir im Kopf und dass er mich nicht mehr liebt. Als ich einen Kontaktabbruch ausgesprochen habe war er sehr traurig und sagte beim Abschied mehrfach dass er sich so freuen würde von mir zu hören. Das ist nun ein paar Tage her, ich habe ihn nicht kontaktiert und habe das auch erstmal nicht vor. Allerdings bin ich mir so sicher, dass wir zusammen gehören weil einfach immer alles zwischen uns gepasst hat. Selbst wenn wir uns nach der Trennung gesehen haben hatten wir super viel Spaß und er sagte auch dass die Zeit mit mir immer noch so schnell umgeht. Ich weiß nur grade nicht weiter. Ich habe ihm versucht zu zeigen, dass es mir wieder besser geht, aber ich habe das Gefühl nicht an ihn ran zu kommen, weswegen ich Abstand nun für das einzige richtige halte, auch für mich. Ich will ihm zeigen, dass ich wieder wie früher bin und es wieder funktionieren kann. Bin mir natrlich selbst nicht sicher, was die Trennung mit meinen Gefühlen gemacht hat und ob ich ihm jemal Verzeihen kann, aber ich möchte es probieren weil ich so sehr an uns glaube. Bin eigentlich gar nicht so der emotionale Mensch, aber bin mir in dem Fall einfach so sicher, dass wir zusammen gehören. Vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich, wie ich das ganze, vor allem nach Aufheben der "Kontaktsperre", die ich erstmal für richtig halte, angehen kann. Ich danke euch!
 
  • #2
Die Kontaktsperre ist gut und du solltest sie solange aufrecht erhalten, bis du die Trennung akzeptiert hast. Dann wirst du dir sicherlich auch klarer darüber, was die Trennung bei dir mit deinen Gefühlen gemacht hat. Du sagst, du hast dich wegen der Pille so verändert, dass er dich nicht mehr lieben konnte. Es gibt aber noch mehr Situationen im Leben, die einen Menschen verändern können - durch hormonelle Umstellungen einer Geburt/der Wechseljahre, eine Krankheit, durch andere Schicksalsschläge etc. Willst du nur eine Partnerin für die Sonnenseiten des Lebens sein? Glaubst du an euch nur als Paar in guten Zeiten? Wie willst du aus eurem Leben evtl. schlechte Zeiten ausklammern?
 
  • #3
FS,

der erste Schritt ist, bedingungslos anzuerkennen, dass man einen Fehler begangen hat.
Zwischen den Zeilen lese ich schon wieder die ewige Opfernummer. Die Pille ist schuld und der Ex-Freund ist böse. Sie sind eigentlich Opfer der Pille und des verständnislosen Freundes.
Zu einer echten, erwachsenen Beziehung gehört oben genannte, bedingungslose Anerkennung des Fehlers. Auch die Einsicht, dass sich nicht alles um einen selbst dreht, gehört dazu.
Der Ex hat sicherlich monatelangen Psychoterror mitgemacht. Das er nun nicht weiß, ob es noch für eine Beziehung reicht und er dem Braten nicht traut ist völlig normal.
 
  • #4
Hallo Kiba,
Dein Freund scheint mir sehr klar strukturiert zu sein und seine Dinge im Leben zu ordnen. Vermutlich tendiert er etwas zur logisch rationalen Seite, denn obwohl er emotionale Veränderungen wahrnimmt, reagiert er nicht emotional darauf. Das sind aber oft gerade diejenigen, die dann zu spontanen emotionalen Ausbrüchen in der Lage sind, wenn eine bestimmte Konstellation vorhanden ist und gehören somit auch zu den feldabhängigen Menschen. Du hast ihm -ohne Trauschein- offenbar schon alles gegeben und nun kann er sich -ohne weitere materiellen Konsequenzen zu fürchten- einfach wieder verabschieden, weil das "-2,5 Jahre Objekt seiner Begierde" in seinen Augen verblasst ist. Was auch immer er Liebe nennt, es ist keine gewesen. Zumindest nicht nach 1. Kor. 13, wo es u.a. heißt:
"sie (die Liebe) sucht nicht das Ihre", d.h. sie verhält sich nicht ichsüchtig, sondern ist immer auch am Wohl des Anderen interessiert. Aus eigener Erfahrung: Dieses Gefühl, "wir gehören zusammen", das scheinbar zur Gewissheit werden kann, entsteht aufgrund der Verschmelzung zu einem Fleisch. Von daher kommt auch dieser ungeheure archaische Schmerz einer Trennung. Ein Herz wird buchstäblich in 2 Stücke gerissen. Der Körper hat auch ein eigenes Gedächtnis und viele Menschen bekommen einen getrennten Partner nicht aus ihrem Körper heraus, was oft einen Neuanfang blockiert. Mir ging es auch einmal so und ich weiß, wovon Du sprichst. Wenn ich die Frau heute sehe, wie relativ wenig sie unter unserer Trennung damals gelitten hatte, wie "easy-going" sie mich abstreifte (wie ein benutzes Kleidungsstück) und wie leicht sie heute durch's Leben streift, als hätte es mich nie gegeben, dann erkenne ich die Lüge hinter der Wahrnehmung "wir gehören zusammen". Es muss nicht in jedem Fall so sein, es kann auch anders laufen. Manchmal muss der verlorene Sohn erst bei den Schweinen landen, bevor er den Wert eines weißen gedeckten Tisches erkennt und vielleicht kommt er dann reumütig zurück. Aber viele suchen heutzutage den Lebenssinn bei den Schweinen (unverbindliche sexuelle Erfahrungen aller Art mit wechselnden Partnern, Pornografie etc.) und verpassen die echte und reine Liebe dabei. Doch irgendwann fährt auch dieser Zug an's Ende und das heißt Verzweiflung. Wähle Du einen anderen Weg, weil Du es Dir wert bist. Verkaufe Dich nicht mehr zu billig. Wenn Du alles gibst, dann schenke es nicht dem erstbesten Abenteurer. Hilfreiche Literatur zum Thema: "Verliebt und dann?" ISBN-13: 978-3417204728
 
  • #4
Ich wäre an deiner Stelle sehr vorsichtig.

Angenommen du gerätst irgendwann ein eine hormonelle Schieflage oder es passiert was schlimmes, so kannst du dich nicht auf ihn verlassen. Er würde dich vermutlich verlassen, weil du dann nicht mehr in sein Bild, das er von dir hat: Die (ewige) Optimistin, verlassen.

Meiner Meinung nach, kann die Liebe bei ihm nicht so groß gewesen sein, wenn er sich gleich verabschiedet.
 
  • #5
Aber er sagte er hat dieses alte Bild von mir im Kopf und dass er mich nicht mehr liebt. A

Liebe Kiba,
Was steht da? Er sagt, er liebt dich nicht mehr! Kann man denn noch deutlicher werden?

Du hast eine falsche Wahrnehmung, was euch Beide heute angeht.
*Ja, er hat dich sicher mal geliebt.
*Ja, er hatte Pläne mit dir.
*Ja, er war traurig darüber dass eure Beziehung gescheitert ist...
ABER er hat sich getrennt, nach 2,5 Jahren und ich bin sicher es war gut überlegt und keine Kurzschluss Redaktion. Es gab Gründe dafür.
Ihr habt euch nach einem Monat wieder getroffen und er hat dir gesagt, dass er dich nicht mehr liebt, aber noch freundschaftlichen Kontakt möchte, den du heute mit deiner " Kontaktsperre" ablehnst. Sicher findet er das schade und nicht schön, aber bitte interpretiere doch nicht wieder hinein dass er es schade findet weil er dich noch liebt.

Ich weiß es ist schwer jemanden los zu lassen der einem noch sehr viel bedeutet und dass man sich an jeden Strohhalm klammert um weiter daran glauben zu können, dass man wieder zueinander findet.
Es macht aber keinen Sinn. Der Mann ist mit eurer Beziehung durch! Er sieht wie du leidest und dass du ihn zurück willst und versucht dich nicht nochmal so zu verletzen, deshalb bleibt er nett und freundlich zu dir und ist eben nicht so direkt wie du es bräuchtest um es zu verstehen dass euch beide HEUTE nur noch Freundschaft verbindet. Die Liebe ist gestorben und sie lässt sich nicht reanimieren, sonst wäre er heute nicht so klar in seiner Aussage " ich liebe dich nicht mehr".
Lass den Mann bitte ziehen, auch wenn es dir schwer fällt. Mach es euch beiden nicht noch schwerer.
Wenn du nur Freundschaft mit ihm nicht leben kannst, dann behalte die Kontaktsperre bei. Hebe sie erst auf, wenn du die Trennung akzeptiert hast und über ihn hinweg bist. Schau nach vorn und nicht zurück... Manche Dinge kann man einfach nicht mehr ändern, auch wenn man noch so einsichtig ist.
 
  • #6
Du hast ihm -ohne Trauschein- offenbar schon alles gegeben und nun kann er sich -ohne weitere materiellen Konsequenzen zu fürchten- einfach wieder verabschieden, weil das "-2,5 Jahre Objekt seiner Begierde" in seinen Augen verblasst ist.
Viele Männer trennen sich von Frauen, bei denen sie sexuell schon alles erreicht haben. Du hast einen besseren Mann verdient. Der Gedanke an eine dauerhafte(!) Trennung ist daher angebracht.
 
  • #7
Die Kontaksperre ist richtig. Ich denke nicht, dass es ein Zurück gibt,
er hat sich entliebt. Die Kontaktsperre ist vor allen Dingen auch für dich wichtig, damit du Abstand bekommen kannst. Ansonsten machst du dir immer wieder Hoffnungen oder er versucht dich ins Bett zu bekommen.
Hilfreich das Buch: Er steht nicht auf dich.
 
  • #8
Zwischen den Zeilen lese ich schon wieder die ewige Opfernummer. Die Pille ist schuld und der Ex-Freund ist böse. Sie sind eigentlich Opfer der Pille und des verständnislosen Freundes.
Zu einer echten, erwachsenen Beziehung gehört oben genannte, bedingungslose Anerkennung des Fehlers.
Ich denke das hat nichts mit Opferrolle zu tun sondern das erwiesenermassen die Antibabypille sogar zu Depressionen führen kann und Stimmungsschwankungen. Dazu gibt es Studien und dazu noch steht die Antibabypille in Verdacht die Lustlosigkeit bei Frauen auszulösen. Die Antibabypille ist kein harmloser Lutschbonbon, sondern ein künstliches Hormonpräparat aus einem Coctail an verschiedenen Hormonen.

Auf entsprechenden Foren tauschen sich Frauen über Erfahrungen mit der Hormonvehütung: sei es die Hormonspirale, die Hormonpille oder das Stäbchen. Das Stäbchen welches man unter die Haut anpflanzt musste man einigen Frauen wieder entfernen gerade, weil sie Depressionen und sowas wie zieht Gedanken hatten.

Wenn es ein Fehler war, dann hormonel zu verhüten, abgesehen davon, dass das Risiko von Thrombosen bei dieser Art von Verhütung auch erhöht ist. Im Grunde genommen setzen sich Frauen mit der Pille grossen Gesundheitsrisiken aus.

Nach dem Absetzen dauert es einige Monate bis sich der Hormonhaushalt normalisiert und Frauen wieder Lust auf Sexualität bekommen oder dass ihre Gefühlsschwankungen sich stabilisieren.

Das Problem dabei ist, dass sich die meisten Männer nicht wissen, welche Auswirkungen die Pille auf die Psyche einer Frau hat. Chemische Arzneimittel - und das ist die Pille auch - können auch gravierende Nebenwirkungen haben. Und letztlich tatsächlich zu Problemen in eine Partnerschaft bis zu einer Trennung führen ohne, dass ich ein Paar überhaupt dessen bewusst ist. Es ist genau gleich, wie wenn ein Mann Drogen konsumiert, welche natürlich auch Auswirkungen auf seine Psyche (Persönlichkeit) und indirekt auf die Partnerschaft hat.

@Kiba bestimmt hast du die Pille nicht genommen als du Single warst und deswegen kennst du selbst den Unterschied in der seelischen Verfassung. Ich wünsch dir du kannst nichts mehr machen ausser du fragst deinen Freund wir dich zu Beginn eure Beziehung erlebt hat bevor du mit der Pille begonnen hattest. Bespreche das auch mit deiner Ärztin, denn das könnte sich auch später in einer anderen Beziehung negativ auswirken.

Lese auch darüber und du kannst auch deinem Exfreund links über das Thema senden und ihm erklären, dass diese Hormonpräparate negative Auswirkungen auf dich hatten. Ob er dann das versteht und ob er beschliesst wieder mit dir neu anzufangen, hängt auch davon ab, ob er dich wirklich liebt. Doch er sagte bereits, er würde dich nicht mehr tun.

Hatte er dir erklärt, was seine Liebe zu dir zum Sterben brachte? War es deine veränderte Psyche und warst du zu launenhaft: zu deprimiert oder zu euphorisch und dann auch wieder deprimiert?
 
P

proudwoman

  • #9
Ich kenne zwar nicht genau die Art und Weise wie du dich verändert hattest und wie es bei ihm ankam, aber wenn ihn das schon aus den Latschen haut und ert dich nicht mehr lieben kann, nur noch lieb haben kann...bla..bla..bla..dann ist er es nicht wert, dass du ihm nur eine Träne nach weinst. Blockieren ihn über all, damit dich sein Psychoterror nicht mehr erreicht.
Wie sollst du sonst loslassen lernen. Soll er sich doch mal Gedanken über Verhütung machen, hat er sie noch alle? Verändert er sich nie im Leben?
 
  • #10
@Mandoline : Danke! Habe auch mit mehreren Ärzten gesprochen, die mir das bestätigt haben. Mir geht es auch jetzt schon wieder viel besser und ich habe Lust raus zu gehen und etwas zu erleben und meine Sorgen sind nicht mehr so präsent wie früher. Ich habe wieder Spaß am Sport (den ich vorher trotzdem gemacht habe) und bin optimistisch - obwohl er mir wahnsinnig fehlt. Seine Gründe waren genau das - ich konnte mich zu nichts motivieren und war gleichzeitig unglücklich darüber nichts zu tun. Wenn ich mal mit der Bahn gefahren bin und die nicht pünktlich kam, bin ich wahnsinnig wütend geworden und habe dann darüber nachgedacht, ob das Leben einfach scheiße zu mir sein will, Ich hatte diese Launen so circa einmal die Woche, wobei ich, wenn wir zusammen waren, fast immer ein recht fröhliches Mädchen war. Aber er wusste eben, dass mich das beschäftigt und ich denke so bin ich für ihn quasi "unattraktiv" geworden. Mich ärgert es eben, dass ich eine Verbesserung nun verspüre und ich während der Beziehung nie einen Zusammenhang gesehen habe, obwohl ich immer noch Probleme mit der Pille und Wassereinlagerungen, Migräneschübe usw. hatte. Trotzdem werde ich ihn das nicht mehr ausführlich erklären, weil ich denke das es dafür nun zu spät ist und durch den aktuellen "Nicht-Kontakt" möchte ich ihn auch nicht damit konfrontieren.
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  • #11
Ich will ihm zeigen, dass ich wieder wie früher bin
Liebe FS,
das hast du bereits. Es gab ja ein Treffen nach der Trennung, und da ist ihm selbst aufgefallen, dass du wieder optimistischer und fröhlicher bist. Er kennt auch den Grund, warum du eine Zeit lang wohl eine schwierige Partnerin warst.

Gut möglich, dass er noch misstrauisch ist. Diese ganze Thematik rund um Zyklus, Hormone und Pille ist für viele Männer wenig greifbar und ein bisschen Hokuspokus.
Es wäre nun an ihm, zu googlen oder jemanden zu fragen, sich zu informieren und die Sache für sich zu überdenken. Wenn ihm etwas an dir gelegen ist, wird er das tun.

Ich würde ihm wohl die Chance geben, diese neuen Eindrücke zu verarbeiten und dich zu vermissen. Dann durchaus noch einmal treffen, um zu sehen, ob sich etwas bei ihm getan hat. Wenn die Beziehung wirklich so gut war, wäre es mir die paar Wochen wert. Ihm allerdings nicht ewig hinterherlaufen. Manchmal sind Gefühle einfach nicht reaktivierbar.
 
  • #12
Danke euch für eure Beiträge. Ich merke auch, dass mir der fehlende Kontakt gut tut um mich zu distanzieren, auch wenn ich ständig an unsere Zeit denke. Vielleicht hilft es einfach zu hoffen, dass das Leben sich etwas dabei gedacht hat und das Menschen die zusammen gehören zueinander finden.
 
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