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  • #1

Ich soll froh sein, dass er mir und meiner Tochter ein schönes Zuhause bietet!?

Er ist Raucher. Gut, das habe ich gewusst, bevor ich mit meiner Tochter (15 J.) bei ihm einzog. Leider ist er sehr rücksichtslos und qualmt die ganze Wohnung voll, obwohl er weiß, dass wir beide absolute Nichtraucherinnen sind. Meine Tochter hatte früher Asthma und hustet die ganze Zeit. Sie geht deshalb jetzt meistens auf ihr Zimmer und ich versuche halt, mir meine Wut nicht anmerken zu lassen, obwohl mir die Augen tränen. Leider habe ich gestern Abend den Fehler gemacht und ihm gesagt, wie schrecklich ich seine Raucherei finde. Seine einzige Reaktion war, dass ich doch froh sein soll, dass er mir und meiner Tochter ein schönes Zuhause bietet. Vorher haben meine Tochter und ich in einer kleinen Wohnung gelebt, aber in der Zwischenzeit bereue ich sehr, dass wir dort ausgezogen sind. Was können wir tun, damit jeder zufrieden ist?
 
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  • #2
Liebe FS,

wieso sprichst du davon, dass du gestern leider einen Fehler gemacht hast, als du ihm gesagt hast, dass du seine Raucherei schrecklich findest? Den Fehler hast du schon viel früher gemacht: dass du dich auf einen (offensichtlich ja starken) Raucher eingelassen hast, obwohl du strikte Nichtraucherin bist - und mit ihm zusammengezogen bist, ohne hierüber zu reden, wie ihr damit umgehen wollt.

Ich kann mir eigentlich nur einen Weg vorstellen: dass er in strikt nur in (s)einem Zimmer raucht und die Wohnung ansonsten rauchfrei ist. Das geht doch aus gesundheitlichen Gründen für deine Tochter schon gar nicht anders.

So, wie du seine Reaktion beschreibst, ist es nichts anderes als Erpressung. Und das ist keine Grundlage für eine Beziehung.

Offensichtlich ist dein Partner wenig kompromissbereit. Und du hast Angst vor den Konsequenzen, wenn du jetzt Regelungen zum Rauchen verlangst. Aber jetzt ist es das Rauchen, später das und dann das.....

Ihr müsst Regelungen für ein GLEICHBERECHTIGTES Miteinander finden - sonst wirst du irgendwann entweder (dich) aufgeben oder diese Beziehung verzweifelt beenden. Deshalb: Handele jetzt. Schon wegen deiner Tochter.
 
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  • #3
Scheint mir eine schwierige Situation zu sein. Habt ihr, bevor Du eingezogen bist, Regeln punkto "Rauchen" in der Wohnung festgelegt? Hat er versprochen nicht zu rauchen und tut es jetzt trotzdem? Oder habt ihr verabsäumt über dieses Thema offen zu sprechen?
 
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  • #4
Ich rauche selbst nicht gerade wenig.
Meinen schon erwachsenen, aber noch bei mir wohnenden Kindern zuliebe rauche ich grundsätzlich nur draußen. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass mich Rauch im Haus (wenn z.b. aber NUR im Winter Gäste drinnen rauchen), schon selbst stört. Im Winter sinkt mein Rauchkonsum dazu reichlich nach unten, weil es zu kalt ist um länger draußen bleiben zu wollen.

Vielleicht hat der Herr keine eigenen Kinder, denn dann wäre er sicher toleranter.
Gerade wenn jemand Asthma hat, finde ich es nicht nur intolerant, sondern unverschämt, die ganze Bude vollzuqualmen und ich würde es auf eine Grundsatzdiskussion ankommen lassen.
Er wußte vorher auch schon, dass ihr beide NICHT raucht und es somit gezwungenermaßen zu Schwierigkeiten kommen mußte!! Reicht es denn nicht, wenn er 1 oder 2 Räume hat, in denen er rauchen darf, der Rest bleibt rauchfrei?
Ich persönlich kenne nur Raucher, die sehr, sehr viel Rücksicht auf Nichtraucher nehmen.
Genauso wie ich militante Nichtraucher ablehne, so lehne ich auch rücksichtslose Raucher ab.
Ich hoffe, ihr findet einen guten Kompromiss
 
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  • #5
Dir ist schon klar, dass Du MUTTER bist?
Wo ist Dein Eintreten, Deine Verantwortungsübernahme für Deine (früher Asthma-kranke) Tochter? Unfassbar.
 
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  • #6
Hallo Fragestellerin,

ich habe gerade ungläubig den Kopf geschüttelt ... Du hast -gestern- einen Fehler gemacht???

Wo war Dein klarer Verstand, als Du als Mutter einer astmakranken Tochter mit einem Raucher zusammen gezogen bist - ohne eine Vereinbarung bezüglich des Rauchens zu treffen??
Es macht den Eindruck, als ob nur DU bei dem Entschluß eine Rolle gespielt hast, Deine Tochter war da anscheinend für Dich gar nicht wichtig. Als Mutter geht mir da der Hut hoch ....

Deine Frage zeigt deutlich, dass Dir dieser Mann immer noch wichtiger ist, als Deine Tochter - sonst hättest Du sie gar nicht gestellt, sondern wüßtest ganz selbstverständlich, was zu tun wäre, wenn der Herr nicht umgehend zu einem Kompromiss bereit ist.
 
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  • #7
Ich als Arzt sage klipp ud klar:
Rauchen bei Asthma geht nicht, zumindest nicht im Haus und im Auto. Das mußt du oder ein Arzt ihm sagen. Wenn er sich nicht daran hält, würde ich ausziehen.
 
  • #8
@ FS

Zitat: "Was können wir tun, damit jeder zufrieden ist?"

Was du tun kannst und wirst, musst du selbst wissen.

Was du hättest tun sollen, ist, vorher darüber nachdenken.

Was du tun solltest, ist schnellstmöglich mit deiner Tochter aus dem Dunstkreis dieses Egoisten zu verschwinden und künftig besser vorher nachdenken, was du euch antust.

Ich fürchte aber, du wirst nichts tun und ich wünsche deinem Kind, dass ich mich irre.

Alles Gute
 
  • #9
Und was bitte ist an einem völlig verqualmten Zuhause mit einem derart rücksichtslosen Egomanen im Wohnzimmer schön?

#7 Angelines Post ist nichts hinzuzufügen. Vorher denken und reden hilft schon enorm.

Mach dass Du da rauskommst, Deinem Kind zuliebe!
 
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  • #10
Hallo FS,

wenn es so ist, dass er Dir und Deiner Tochter ein schönes Zuhause bietet (evtl. kostenlos!?), dann wärest Du rücksichtslos und undankbar, wenn Du ihm im Gegenzug in seinem eigenen Heim das Qualmen verbieten würdest! Zumal Du VORHER wußtest, dass er ein starker Raucher ist!

Du hättest gar nicht bei ihm einziehen dürfen, allein aus Rücksicht auf Deine kranke Tochter.
Aus diesem Fehler heraus solltest Du nun die Konsequenzen tragen und möglichst schnell wieder ausziehen. Sicher, es werden dann andere Annehmlichkeiten wieder entfallen, jedoch solltest Du hier Prioritäten setzen und entscheiden was Dir wichtiger ist. Das Rauchen verbieten kannst Du ihm nur in Deiner eigenen Wohnung, nicht in seiner eigenen!!!
 
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  • #11
@9 Danke, dass nach 8 Postings endlich mal einer sagt, es ist SEINE Wohnung! Hallo Leute, ihr könnt doch ihm, in seiner eigenen Wohnung, die er bezahlt, keine Vorschriften machen, wo und wann und ob überhaupt er dort noch rauchen darf. Ich sehe das durchaus ebenso, sie - aus der kleinen Whg raus - kann froh sein, dass er sich diese Bürde mit Teenie überhaupt aufbürdet und sie beherbergt. In ihrer Whg ist es etwas anderes, da auch ich Nichtraucherin bin, bitte ich meine Gäste und auch meinen LG draußen zu rauchen. Wer jedoch starker Raucher ist, der wird IMMER in SEINER Whg rauchen. Wo denn sonst? FS, du warst blauäugig und hast nur den Vorteil der großen Whg und der geringern Kosten gesehen - der Wahrheit hast du nicht ins Auge geblickt. Und nun soll er zurückstecken - so wie es 8 Postings vor mir schon dir schönreden. Ich sage NEIN, DU musst etwas ändern, dich anpassen oder gehen. w/42
 
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  • #12
Er verhält sich absolut egoistisch. Und: Rauchen schadet tatsächlich der Gesundheit, wie wir alle wissen. Meine Mutter ist auf Grund ihrer Rauchsucht sehr qualvoll gestorben. Mein Vater, der früher auch stark rauchte, hat 2 Lungenembolien überlebt. Als Kind bin ich mit Nebenstromrauch vollgequalmt worden. An Deiner Stelle würde ich ihn noch mal ansprechen und bitten sein Verhalten zu ändern. Ansonsten würde ich mir eine eigene Wohnung suchen.
Was mir immer wieder auffällt: Viele Männer (nicht alle) verhalten sich in einer Beziehung absolut rücksichtslos. Gleichberechtigter Umgang von Mann und Frau ist in vielen Beziehungen wohl mehr Theorie als Tatsache. Warum lassen Frauen das nur mit sich machen?
( Sorry, aber ich bin wirklich keine Emanze, sondern manchmal nur bodenlos erschreckt über die Dreistigkeit von Männern gegenüber Frauen auf vielen Gebieten).
 
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  • #13
Was ist an einer vollgequalmten Bude schön????
Nichts!
Entweder er geht raus zum rauchen oder du gehst, aus und fertig.
Wie du als NR überhaupt mit einem Raucher zusammen kommst ist mir schleierhaft. Wenn er überall raucht, müssen doch auch die Klamotten und alles stinken, oder?
Bäh
 
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  • #14
Mal wieder eine Frau, die viel zu viel akzeptiert und keine Grenzen setzt. Frauen registrieren erst viel zu spät, wenn ihnen weh getan wird. Und dann hast du noch die Interessen deiner Tochter verletzt. Was soll sie denn daraus lernen für ihr Erwachsenenleben? Dass man denn Mann dominieren lässt, sich ohne Proteste verletzen lässt, keine Grenzen setzen kann als Frau?!
Du hättest deiner Tochter zuliebe NIE dort einziehen sollen. Was hast du dir denn dabei gedacht?
Der Mann scheint herrschsüchtig zu sein. Such euch deshalb - ohne es ihm mitzuteilen - in aller Ruhe eine passende Wohnung und teile ihm so spät wie möglich mit, dass ihr auszieht. Gerne erst am Tag des Umzugs. Es wird Ärger geben, aber da musst du durch. Du hast es dir ja auch eingebrockt.

Viel Glück !!!
 
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  • #15
Mir stehen die Haare zu Berge! Der Mann sagt: Du kannst froh sein, dass er Dich und Deine Tochter bei sich wohnen lässt? Sag mal, wie bist Du denn drauf??? Bist Du SO abhängig? Bist Du SO unselbständig? Suchst Du einen Versorger? Wie kannst Du nur auf Kosten der Gesundheit Deiner Tochter mit so einem Typen zusammenziehen? Er scheint Dich null wertzuschätzen oder gar zu respektieren. Vermutlich musst ihm auch alles hinterhertragen und machst einen auf braves Hausmütterchen. Unglaublich! Grundsätzlich hättest Du doch im VORFELD mit ihm darüber sprechen müssen, wie er sich das Zusammenleben vorstellt speziell in Bezug aufs Rauchen. Du kommst mir vor, wie eine völlig eingeschüchterte Frau, die selbst nicht ihr Leben bestimmt, die sich lieber bestimmen lässt und vor Dankbarkeit auf die Knie geht. Sorry, aber für mich klingt das ganz so danach. w/45
 
  • #16
Kurz und knapp: Zieh aus!

Mit so einem rücksichtslosen und dreisten Typen würde ich mich an Deiner Stelle nicht abgeben. Du sollst auch noch dankbar sein für diese Räucherkammer??? Du hast eine Verantwortung gegenüber Dir und Deiner Gesundheit und - was noch wichtiger ist - gegenüber der Gesundheit Deiner Tochter!!! Also: Sachen packen!

Wenn er Dich so sehr liebt, wird er sich ändern (müssen). Darauf darfst Du aber nicht warten, sondern kannst DANN EVTL. wieder zu ihm ziehen.
 
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  • #17
Liebe FS,

kann es sein, dass du von H4 lebst und daher aus der kleinen Wohnung rauswolltest?

Ich kann den Anderen hier nur zustimmen. Du hast dich naiv und ohne zu überlegen, auf was eingelassen, was du dir früher hättest überlegen müssen.

Unabhängig von der Raucherei, zieht eine kluge Frau nicht mit einem 15jährigen Teenie, habe selber so eine zu Hause, die dazu noch Astma hatte und jetzt noch viel hustet, zu einem Mann.

Was mutest du deinem Kind eigentlich zu? Überlegst du nicht vorher, bevor du solche gravierenden Schritte bzw. Einschnitte in das Leben deiner Tochter machst. Mir scheint, dir fehlt ne gesunde Portion emotionale Reife.

Vielleicht gibt es bei dir, wo du wohnst, eine Behörde, die dich unterstützt, schnell aus der Wohnung wieder ausziehen zu können.

Werde erwachsen und sei ein gutes Vorbild für deine Tochter!!!! Du weißt, dass Astma auch eine Angsterkrankung ist?

w 47
 
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  • #18
Kann mich der Meinung von Nr. 9 und Nr. 10 nur anschließen. Dieser Mann hat dir nichts vorgemacht. du wusstest, dass er starker Raucher ist, bevor du eingezogen bist. Anscheinend
waren dir die größere Wohnung und auch evtl. kostenfreies Wohnen viel wichtiger als andere Dinge. Insofern trifft ihn absolut keine Schuld. Du alleine hattest im Vorfeld entscheiden können, auf was du dich da einlässt.
Ich sage ganz klar, für mich selbst hätte ich gegen diesen Mann entschieden. Ich verstehe insofern dein jetziges Geklage nicht. Immer noch kannst du etwas tun, um die Situation zu ändern. Suche dir wieder eine eigene kleine Wohnung, wenn der Mann auf Kompromissvorschläge nicht eingehen mag.
 
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  • #19
@10
Wieso ist das SEINE Wohnung?
Er lebt da mit einer Frau und ihrer Tochter zusammen.
ZUSAMMEN.
Egal, wer bezahlt.

Mit einem so rücksichtslosen Partner würde ich nicht zusammen sein wollen.
Mein Mann raucht auch, ich nicht, und er qualmt nicht UNSERE Wohnung voll.
Darüber musste ich übrigens nie auch nur ein einziges Wort verlieren.
Es hat sich von selbst verstanden.
 
  • #20
Liebe Fragestellerin, sei bitte etwas offener mit uns: Die Kernfrage ist doch, ob Ihr wirklich froh sein müsst? Sieh es objektiv: Es kann sein, dass die neuen Wohbedingungen erheblich besser sind als vorher, es kann auch nicht sein. Das musst Du einschätzen. Hier ist die ganze Bandbreite zwischen Undankbarkeit Deinerseits bis zu Großkotz seinerseits denkbar. Wieviel bezahlst Du denn für das anteiligen Wohnen in seinem Domizil? Fair anteilig oder knapp oder gar nicht?

Zweitens wundere ich mich doch sehr, wie es zu einem Rauchproblem zu plötzlich kommen kann. Man zieht doch nicht Hals über Kopf mit TOCHTER zu einem fremden Mann. Also das ist BIZARR. Jeder halbwegs normaldenkende Mensch wird seine Wohnung behalten und mal sechs Wochen oder gar drei Monate probehalber dort wohnen und schauen, wie man zurecht kommt und gerade auch, wie die Tochter zurechtkommt. Also das ist doch ein Diktat des gesundes Menschenverstandes und der allgemeinen Lebensfähigkeit in unserer Gesellschaft.

Klar ist, dass wenn er schon immer geraucht hat und es seine Wohnung ist, er auch weiter dort rauchen wird und darf. Das kann man vorher wissen, diese Kompromisse muss man vorher aushandeln. Und ich bin nun wirklich ein Rauchgegner, aber wozu hat man eine eigene Wohnung, auch als Raucher?
 
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  • #21
Offensichtlich gehört der Mann zu den Rauchern, die für Nichtraucher absolut kein Verständnis haben. Dass du das Problem angesprochen hast, war nur richtig - und auch verantwortungsvoll, gerade wenn deine Tochter schon mal Asthma hatte. Soweit ich weiß kann das jederzeit wieder auftreten und Passivrauchen dürfte da nur förderlich sein... dass sie erneut erkrankt.
Die Reaktion des Mannes finde ich absolut unpartnerschaftlich: unsensibel, arrogant, er führt sich wie der Hausherr und Patriarch auf. Auch wenn ihr in seine Wohnung gezogen seid, ist das meiner Meinung nach nicht akzeptabel. In einer Partnerschaft teilt man, jeder trägt etwas zum gemeinsamen Alltag bei, jeder nimmt Rücksicht auf den/die andern. Und es wird nicht genau gezählt und aufgelistet, was wer beiträgt.
Ich würde eher sagen, dass der Fehler darin lag, bei ihm einzuziehen, ohne die Sache mit dem Rauchen vorher zu klären. Aber gut, das kann eben vorkommen, gerade wenn man noch sehr in seinen Emotionen für den anderen steckt. Da kann leicht die Distanz fehlen, die es braucht, um an diese Details zu denken. Und es gibt schließlich auch sehr rücksichtsvolle Raucher.
Ich an deiner Stelle würde mich nach dieser Situation wahrscheinlich sofort trennen. Jedenfalls, wenn ein weiterer Gesprächsversuch scheitert. Grund: das unkooperative, unpartnerschaftliche Verhalten, die Tatsache, dass er keine Rücksicht nimmt, nicht einmal auf ein asthmagefährdetes Kind, das arrogante Ich-bin-hier-der-Herr-im-Haus-Gehabe. Damit wäre es für mich unmöglich eine Beziehung und positive Gefühle für den Menschen aufrecht zu erhalten. Auf jeden Fall würde ich eine neue Wohnung für mich und mein Kind suchen und so schnell wir möglich aus diesem Haus verschwinden. Das ist keine partnerschaftliche Beziehung, dazu scheint der Mann nicht fähig oder nicht gewillt zu sein. Und damit wäre für mich das Ende der Beziehung schon da.
 
  • #22
Ich verstehe das Problem auch nicht ganz. Es ist, wie #9 und #10 schon gesagt haben, seine (!) Wohnung. Auch wenn er mit eine Frau mit Kind aufnimmt, bleibt es seine Wohnung (@#18 der Einwand erschließt sich mir nicht). Er hat das Recht - und zwar nicht nur juristisch, sondern auch moralisch - in seiner (!) Wohnung zu rauchen, soviel er will. Daran ändert sich auch nichts, nachdem die Fragestellerin sehenden Auges zu ihm, einen Raucher, gezogen ist. Anders wäre es nur dann, wenn es vorher andere Absprachen gegeben hätte, was offensichtlich nicht der Fall ist.

Selbstverständlich wäre es rücksichtsvoll und höflich von ihm, wenn er das Rauchen einschränken würde. Rücksicht und Höflichkeit sind aber freiwillige Entgegenkommen. Das kann man nicht fordern. Insbesondere kann man es dann nicht fordern, wenn der Mann seit eh und je in seiner Wohnung raucht und sich freundlicherweise bereit erklärt hat, die Fragestellerin nebst Kind in seine verrauchte Wohnung aufzunehmen und die Fragestellerin auch wußte, daß er in der Wohnung raucht. Er hat der Fragestellerin etwas angeboten, nämlich Aufnahme in die verrauchte Wohnung. Dieses Angebot hat die Fragestellerin angenommen und möchte aber im Nachhinein mehr als ihr angeboten wurde, nämlich Aufnahme in die Wohnung und Unterlassen in der Wohnung zu rauchen. Das nennt man, kleinen Finger angeboten bekommen und die ganze Hand nehmen.

Es gibt nur zwei Lösungen. Entweder die Fragestellerin findet sich damit ab, was angesichts des Kindes nicht wirklich in Betracht kommen solllte oder sie sucht sich aus den Gründen, aus denen sie erst gar nicht hätte einziehen sollen, wieder eine eigene Wohnung.

Nur zur Klarstellung: Ich bin überzeugter Nichtraucher und in meiner Wohnung darf niemand rauchen. Einzige Ausnahme ist Helmut Schmidt. Der nutzt diese Vergünstigung jedoch zu meinem Leidwesen nicht.
 
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  • #23
Meine Güte! Das hättest du aber wirlichlich klären müssen, bevor ihr zusammen gezogen seid. Ich kenne eine Menge Leute, die in ihrer eigenen Wohnung gar nicht, nur in einem Zimmer oder auf dem Balkon rauchen. Aber über soetwas muss man doch im Vorfeld sprechen. Wenn ich es gewohnt wäre, würde ich mir auch nicht gerne das Rauchen in der eigenen Wohung verbiete lassen. Allerding finde ich es schon sehr rücksichtslos von ihm und geradzu unverschämt ist die Aussage, er böte euch ja immerhin ein schönes Zuhause. Vielleicht suchst du dir einfach wieder eine eigene kleine Wohnung?
 
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  • #24
klar, es war und ist auf dem Papier sicher SEINE Wohnung. Aber in dem Moment, in dem man zusammenzieht, ist es doch eine GEMEINSAME Wohnung, eine GEMEINSAME Zukunft und ein GEMEINSAMES Leben. Und da versteht sich Rücksichtnahme von selbst. Oder ist es am Ende gar kein richtiges Zusammenleben, sondern für ihn so eine Art Dienstbotenverhältnis?
Gemeinsam leben heißt für mich, dass man aufeinander Rücksicht nimmt, und zwar ohne viele Worte, und schon gar ohne Vorhaltungen.
Bei den meisten meiner Vorschreiber klingt es so, als wäre die FS gnädig aufgenommen worden. Vielleicht sieht der Partner der FS das tatsächlich so - eine gute Basis für ein gleichberechtigtes, liebe- und rücksichtsvolles Miteinander ist das aber nicht.
Es klingt tatsächlich ein wenig so, als sei der Herr von der trauten Zweisamkeit mit der FS nicht so restlos begeistert....Beziehung ja, aber bitte ohne Einschränken und Rücksichtnahme. Das ist keine echte Partnerschaft....
 
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  • #25
Ich sehe die Lage juristisch wie "moralisch" ebenso wie Volljurist.

So wie die FS den Verlauf des Gespräches mit ihrem Freund schildert, könnte da auch noch was zu retten sein. Mir scheint da nämlich auch ein Kommunikationsproblem vorzuliegen. Die FS ist ja scheinbar nicht im ruhigen, konstruktiven Gespräch auf ihren Freund zugegangen und hat ihn GEBETEN, eine Lösung im Bezug auf das Rauchen zu finden, die allen Dreien gerecht werden könnte.
Nein, scheinbar hat sie über Wochen oder Monate ihre Wut über sein Verhalten in sich hineingefressen und ist dann mehr oder minder mit einem "Deine Raucherei kotzt mich an!" aggressiv über ihn hergefallen. Dass er sich extrem angegriffen fühlte, schliesse ich (als Männerversteherin ;-)) aus seiner Antwort, die mit der Sache selbst ja auch nichts zu tun hatte. Er fühlte sich beleidigt und als Person herabgesetzt und hat pauschal zurückbeleidigt nach dem Motto "kannst froh sein, dass ich Euch genommen habe!". Damit war einer konstruktiven Diskussion der Boden bereits entzogen.

Ich würde anstelle der FS in einer ruhigen Situation nochmal ein konstruktives Gespräch versuchen. Und zwar nicht als Fordernde und mit dem Argument der Gesundheit ihrer Tochter, sondern als Verhandelnde und um Rücksicht Bittende. Mit dem Ziel, eine Lösung zu finden, mit der der Raucher an bestimmten Orten in SEINER Wohnung ungestört rauchen kann, aber auch genug unverqualmter Raum für die beiden Nichtraucherinnen bleibt. Z.B. Rauchen in der Küche (bei eingeschaltetem Dunstabzug) und seinem Arbeitszimmer, kein Rauchen im Wohn- und Schlafzimmer.
Vielleicht gibt es ja auch Dinge, die den Freund an Mutter und Tochter stören (z.B. Sachen rumliegen lassen, Dauertelefonieren ect.), bei denen sie dem Freund anbieten kann, dass sie und die Tochter das im Gegenzug ändern werden, um ebenfalls Rücksicht zu demonstrieren?

w, 49
 
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  • #26
Liebe FS,
Du warst doch sicher schon mal in seiner Wohnung zu Besuch und hast gemerkt, dass er raucht, wo er geht und steht?
Der Mann muss ja aus jeder Pore stinken wie ein Aschenbecher.
Ich wundere mich, dass Du Dich überhaupt mit ihm einlassen konntest.

Wie lange kanntest Du ihn, wie lange wart Ihr zusammen bis Du bei ihm eingezogen bist?
Hat er Euch in Eurer kleinen Wohnung besucht? Hat er da die Nichtraucher-Regel beachtet oder durfte er dort rauchen?
Vielleicht hast Du ihm alles durchgelassen, weil er endlich ein Mann mit Geld war und Du Dich finanziell verbessern wolltest?

Normalerweise nehmen Paare eine neue, gemeinsame Wohnung, um die passende Unterkunft für alle Beteiligten zu finden. Wenn Ihr zu ihm zieht, ist es für ihn nachvollziehbar, dass er seine Single-Gewohnheiten weiterführt. Es ist seine Single-Bude, also leider auch seine Raucher-Bude.
Immerhin hat Deine Tochter ein eigenes Zimmer in seiner Wohnung bekommen. Wohnt sie nun in seinem ehemaligen Arbeitszimmer?

Du musst Dich nun entscheiden:
Er oder Dein Kind.

Er ist nicht gewillt, die Zigaretten aufzugeben, Du kannst nicht dabei zusehen, wie Dein Kind sich die Lunge kaputthustet. Abgesehen davon, dass Deine Augen schon vor Qualm tränen.
Suche für Euch beide umgehend eine kleine, bezahlbare Wohnung und vergiss den Mann komplett.

Euer Gespräch ist so übel verlaufen, dass ich schon alleine deswegen meine Sachen packen würde. Wie entwürdigend, dass Ihr für die Aufnahme in seiner Wohnung dankbar sein müsst? Wie ist er denn sonst so zu Dir? Hört sich nicht gut an.

Eure Beziehung ist nicht auf Augenhöhe, es ist keine Liebe und kein Respekt erkennbar. Wenn Du als Bettlerin und Dienerin in seiner Wohnung leben willst, bitte sehr.
Dann lass aber bitte Dein Kind in ein Heim ziehen oder zum Kindsvater. Die Tochter muss in einem gesunden und liebevollen Umfeld aufwachsen.

Wenn Du nicht weisst, wie Du es finanzieren sollst mit eigener Wohnung, wende Dich an Jugendamt und Caritas und Pro Familia. Dort ist kompetente Beratung kostenlos.
Alles Gute
 
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  • #27
Schade, liebe FS, dass du dich nicht noch mal hier meldest und uns genauer erzählst, wie die genauen Umstände eures Zusammenziehens waren, ob ihr vorher über das Rauchproblem gesprochen habt, bzw. wie du dir das mit einem starken Raucher vorgestellt hattest!

Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass du es finanziell nicht unbedingt nötig hattest, zu ihm zu ziehen, sondern, dass ihr beide als Paar zusammenleben wolltet, er vielleicht sogar darauf gedrungen hat, und weil er eben ein Haus hat und du in einer Mietwohnung wohntest, fiel die Entscheidung ganz pragmatisch zu Gunsten seines Hauses.
Das mit dem Rauchen "wird sich schon irgendwie klären", hast du vielleicht gedacht und hat er vielleicht auch gesagt. Man kann sich als rücksichtsvoller Mensch in der Tat oft gar nicht vorstellen, wie rücksichtslos manche Menschen sind!

Ich habe unter rücksichtslosen Rauchern auch schon viel gelitten, zwar nicht als Partner, aber als Freunde auf langen Autofahrten - es war das Auto des Rauchers, also durfte man ihm das Rauchen in seinem Auto nicht verbieten!
In der Partnerschaft kenne ich diese Rücksichtslosigkeit beim Thema "Schnarchen" - es herrscht kein Verständnis dafür, dass ich deshalb nicht schlafen kann und ein getrenntes Schlafzimmer brauche. Das ist ein anderes Thema, aber im Prinzip geht es immer um das Thema "Rücksichtnahme" und darum, wieviel interessiert es den Partner, ob es dem anderen gut geht!

Formal gehört die Wohnung, oder das Haus, zwar deinem Freund, aber ihr habt ja keine geschäftliche - oder Arbeitsbeziehung, und nicht mal da würde ich es so formaljuristisch sehen, wie manche hier!
In einer Liebesbeziehung sollte es doch beiden Partnern eines der wichtigsten Anliegen sein, dass der andere, geliebte Mensch sich wohl fühlt und es ihm gut geht! Wenn man für das Wohlergehen des anderen irgendwas tun kann, so tut man es doch! Man sucht einen Kompromiss oder eine Lösung, die für alle Beteiligten ok ist. Ein Partner der diese Einstellung nicht hat, liebt nicht!
Häufig können sich aber gerade Leute, die andere mit ihren unangenehmen Gewohnheiten stören, gar nicht vorstellen, WIE SEHR belastend das für den anderen ist. Rauchen ist einfach auch eine Sucht, die Süchtigen sind eben relativ rücksichtslos, wenn sie ihren Stoff brauchen.

Deinem Freund jedenfalls scheint dein Wohlergehen, und das deiner Tochter, am Ar..h vorbeizugehen! Liebe ist das nicht!

w42
 
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  • #28
Liebe FS, das Verhalten dieses Blödmanns lässt auch noch einen weiteren möglichen Schluss zu: Er hat die Nase voll vom Patchworken und möchte seine Wohnung wieder für sich haben. Ist aber zu feige, dies offen zu sagen. Könnte es das vielleicht sein?

Aber hin wie her - möchtest du wirklich mit einem charakterlich derartig grob gestrickten Menschen noch mehr Zeit verbringen?

w/32
 
  • #29
Die Fragestellerin zieht zu einem Raucher und wundert sich nun, daß er raucht. Sie zieht in eine Wohnung in Kenntnis der Lebensgewohnheiten des Wohnungsinhabers und wundert sich, daß dieser diese Gewohnheiten hat und nicht grundlegend ändert. Sie zieht zu einem Süchtigen und wundert sich, daß er nicht aus Liebe Abstand von seiner Sucht nimmt.

Raucher sind süchtig, da ist es schwer mit Einsicht, Liebe und Rücksicht zu argumentieren. Genauso wenig kann man erwarten, daß ein Trinker aus Einsicht, Liebe und Rücksicht aufhören wird, zu trinken (oder nur noch auf dem Balkon). Wenn man in einer stinkenden zugequalmten Wohnung nicht leben möchte, sollte man es eben nicht tun. So einfach ist das. Das weiß man aber vorher und wenn einem das Ausmaß des Problems erst später bewußt wird, sollte man eben die Konsequenzen ziehen, aber seine Vorwürfe für sich behalten.

Es geht vorliegend nicht darum, wer sich hier richtig oder falsch verhält sowie wer richtige Liebe empfindet oder wer nicht. Es ist einfach der tragische Fall, daß sich zwei Menschen verliebt haben, die in Wahrheit im Zusammenleben inkompatibel sind, weil der eine unter der nicht abstellbaren Sucht des anderen leidet. Ich möchte auch nicht mit einer starken Raucherin zusammenleben.

@#27 Mit `formaljuristischer` Argumentation fühle ich mich angesprochen. Ich habe mich ausdrücklich bemüht, nicht juristisch, sondern schlicht logisch zu argumentieren. Oder stehen irgendwelche Paragraphen in meinem Text? Grundsätzlich meine ich, daß auch in Beziehungen der Anspruch bestehen sollte, sich nachvollziehbar und begründbar, also in einer gewissen Weise logisch zu verhalten. Ansonsten passiert es schnell, daß an den Partner ungerechtfertigte Forderungen und Vorwürfe gerichtet werden, mit der Pseudobegründung, `wenn Du mich wirklich liebtest, dann würdest Du...`. Dieser Gedankengang hat nichts mit Formaljuristerei zu tun (was auch immer das genau sein soll). Es ist aber natürlich leicht, auf eine logische Argumentation nicht inhaltlich einzugehen, sondern sie mit einer Begifflichkeit wie `foraljuristisch` abzuqualifizieren. Deinen Ausführungen zum Suchtverhalten möchte ich übrigens ausdrücklich beipflichten.
 
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  • #30
@21 Volljurist, ist es wirklich seine Wohnung

Ich bin vor 3 Jahren in das gemietete Häuschen meines Lebensgefährten dazu gezogen, das er vorher allein bewohnt hatte. Wir haben einen Untermietvertrag gemacht, und wir denken beide, es ist UNSER GEMEINSAMES Zuhause. Wie verhält es sich juristisch?
 
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