Es ist also ein "waste of time", einem todkranken Menschen zu helfen, wenn man keine Beziehung mit ihm will?

Ich würde das hier trennen. Hilft man einem anderen Menschen, unabhängig davon, ob er todkrank ist oder ob man mal eine Beziehung mit ihm hatte oder noch will?

Abstrahieren wir auf einen Nachbarn, dem es nicht gut geht und der ab und an Hilfe beim Leeren des Briefkastens oder beim Gießen der Blumen braucht, weil seine Verwandten weiter weg wohnen. Dem biete ich an, dass ich gerne helfen kann und dass es für mich kein großes Problem ist, Kleinigkeiten zu übernehmen.

Und in dem Sinne:
Ich war nur so wahnsinnig erstaunt und habe mich gefragt: Würdet ihr euch um einen Freund/Bekannten/Nachbarn nicht auch etwas sorgen?

Doch, würde ich. Ohne Interpretation von dem, was ich dann zu hören bekomme. Und: die Entscheidung einer Annahme eines Angebotes liegt bei ihm, es geht wirklich nur um Blumengießen.

Die Versorgungssituation halte ich für unzureichend. Wenn er in der Nähe seiner Freundin oder Angehörigen wohnen würde, wäre das alles für mich kein Thema mehr.

Warum ist es so ein Thema? Er ist erwachsen und sollte das selbst beurteilen können. Ich finde eine Beurteilung Deinerseits übergriffig. Es geht Dich schlicht nichts an. Wenn eine Nachbarin in der Wohnung völlig vergammelt, informiere ich die Angehörigen oder den Pflegedienst. Wenn er zur Verbesserung seiner Situation umziehen sollte: sag es ihm.

Zudem verhält er sich widersprüchlich. Auch jetzt hat er mich wieder angerufen. Er schreibt mir täglich. Er schlägt fast täglich Treffen vor.

Das wiederum finde ich unpassend und eigenartig. Für mich macht das insgesamt klar: es gibt keine klare Trennung von ehemaliger Beziehung und derzeitiger Situation. Die würde ich bei einer neuen Partnerin seinerseits aber für selbstverständlich halten.

Die Beziehung war unschön, er hat sie beendet, Du möchtest keine neue Beziehung. Das, was jetzt passiert, passt nicht zu dieser Sachlage. Seine Erklärung mit "Energie abziehen" ist völlig richtig. Die Frage ist nur, ob er Dich mit solchen Aussagen manipulieren will und wozu. Auch gegenüber seiner LAT ist das nicht fair.
 
Hat das hier jemand so geschrieben? Ich finde du übertreibst ziemlich.
Nun, ich habe diese Fragen gestellt, allerdings ohne auszurasten. Du bewertest hier ganz schön, stellst dich aber selber oft als tolerant und weltoffen dar.
Ok, tut mir leid, das war wohl etwas bissig formuliert, bürstet einen zu Recht auf Konfrontation und ist immer doof, wenn man irgendwie abwertend bezeichnet wird, habe ich selbst gemerkt, denn ich wurde ja schließlich auch bewertet mit idealistisch (weiß ich und bin ich übrigens gerne, was nicht heißt, dass ich meine Ideale immer erreiche, aber das ist auch gar nicht der Sinn eines Ideals), Moralkeule, und ich solle mich doch mal besser hineinversetzen. Also habe ich daraufhin meine zu manchen Kommentaren gegensätzliche Meinung, die mit der Meinung der FS in Teilen übereinstimmt, nochmal genauer zu begründen versucht. Und gleichzeitig wollte ich die FS etwas in Schutz nehmen, denn es war teilweise so eine angriffslustige Stimmung hier, die ich wahrgenommen und dann eben mit "ausrasten" beschrieben habe. Gar nicht bei allen, habe ich auch gar nicht gesagt, da waren auch wirklich viele eher sachlich gehaltene Ratschläge und Meinungen dabei, und ich finde z.B. deine Posts auch interessant. Aber ich habe mich halt insgesamt daran gestoßen, dass die FS eigentlich einfach nur gefragt hat, wie sie sich verhalten soll in Bezug auf das Nein, dann aber massiv Vorwürfe bekommen hat. Ich wollte auch gar nicht bewusst eine Kontra-Position einnehmen oder provozieren. Wenn du alle meine und vor allem meine ersten Posts liest, siehst du, dass ich anfangs nur über die Bedeutung des "Nein" und den Umgang damit nachgedacht habe, wie gefragt. Ich fand die Frage und Unsicherheit der FS berechtigt. Aber was wird ihr gleich vorgeworfen? Sie sei egoistisch, habe keine Selbstachtung, keinen Stolz und Verstand, sei manipulativ, habe ein übertriebenes Helfersyndrom, sei Mitursache für bindungsgestörte Männer, mache Drama, verarsche die Leser usw. Ich empfinde diese Vorwürfe als ziemlich übertrieben und unfair gegenüber der FS, denn wie gesagt, für mich ist es auch normal, einem Freund zu helfen oder darüber nachzudenken. Über den Grad des Aufdrängens, Selbstschutz, Pflichtgefühle, Grenzen, beider Kommunikation miteinander etc. kann man diskutieren, haben einige ja auch getan, du ja auch letztendlich.

Und ich habe dann eben vermutet, mancher hätte manches vielleicht nicht so aggressiv formuliert, wenn sie einfach nur von einem kranken Bekannten gesprochen hätte, statt von ihrem Expartner -- nur meine These.

Ich will mich gar nicht streiten, aber hier hatte ich angesichts gewisser in meinen Augen etwas übertriebener Vorwürfe das Bedürfnis, die FS zu verteidigen, und so kam es dann wohl zu der Formulierung "ausrasten".
 
will mich gar nicht streiten, aber hier hatte ich angesichts gewisser in meinen Augen etwas übertriebener Vorwürfe das Bedürfnis, die FS zu verteidigen, und so kam es dann wohl zu der Formulierung "ausrasten".
Schön, dass du dich so für die FS einsetzt und dafür auch mal übers Ziel hinausschiesst. Für idealistisch halte ich dich übrigens nicht.

Ich finde aber nicht, dass man in diesem Fall die Frage des Helfens von der Beziehungsebene trennen kann.
Jeder würde dem todkranken Nachbar die Blumen giessen.

Im Eingangspost hatte die FS den Eindruck erweckt, der Mann ist todkrank znd kann sich kaum noch helfen. Dann spricht sie von gemeinsam Joggen und zum Essen Einladen, täglichem Kontakt. Er sagt sie soll ihn lassen, dann meldet er sich wieder. Könnte manipulativ sein.
Das alles hinter dem Rücken der Freundin, was du vollständig ausblendest.
Möchtest du, dass sich dein Freund an seinem Zweitwohnsitz ständig heimlich mit der Ex trifft? Würde er nicht machen natürlich, aber mal angenommen,
Würdes du dich heimlich mit deinem Ex treffen, der eine neue Freundin hat, weil du ihm helfen willst, die Freundin sich nicht austeichend kümmert deiner Meinung nach und du schon weisst, was das beste ist? Und ausserdem habr ihr dann auch eine schöne Zeit miteinander...wo von helfen eigentlich gar nicht mehr die Rede ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr seid die Besten.

Ich habe wegen eines diffusen Bauchgefühls die Frage eingestellt. In Euren Beiträgen habt ihr oft die Aspekte in Worte gefasst, die auf mich zutreffen. Durch Eure Worte sehe ich klarer.
Mit diesem neuen Blick kann ich das wieder besser bewerten und mich positionieren.
@realwoman
Dass nicht jeder Beitrag auf mich zutreffen kann, ist auch normal, weil die Foristen ganz unterschiedliche Ansichten haben. Eure Ansichten gehen von mir als egoistische, übergriffige Stalkerin die nach dem Zutritt zu seiner Wohnung geifert bis zur sich selbst aufgeopferten Möchte-gern Mutter Theresa am Sterbebett; von der kranken, dringend psychotherapeutisch behandlungsbedürftigen Person bis zum lieben empathischen Menschen. Alles kann nicht auf eine Person zutreffen.
Aber ich habe alle Antworten für mich reflektiert.

Es kann schon sein, dass er selbst in seiner Haltung zu mir nach seiner Tagesform schwankt.

@Andere Frau und @Lionne69 haben ganz praktische Tipps gegeben, worauf ich achten soll. Danke.

Letztlich ist es wichtig, dass ich für mich klar bin, wieviel ich unterstützen will und wieviel Kontakt auch mir gut tut. Das muss mein Schwerpunkt sein.

Aber die FS meint, für sie ist das kein Problem.Dann verstehe ich auch nicht, warum sie die Frage eingestellt hat bzw. wie so oft, nur Antworten hören möchte, die sie bestätigen. Alle anderen sind dann böse und " rasten aus".

Scheinbar verwechselst Du mich, oder hast meine Frage missverstanden. Nicht alles dreht sich nur immer um Paar-Beziehungen. Interessant, dass Du diesen Schwerpunkt aus meiner Frage gezogen hast.
@Cassel hat für mich genau formuliert, wofür sein Umgang mit der LAT-Beziehung steht. Mit der gescheiterten Beziehung im Hintergrund wäre ich auch sicherlich keine geduldige Pflegerin, Bezugsperson o.ä.

@Merretich Klar ist jetzt, dass Du weder einen Tennistrainer hast noch mit einem Arbeitskollegen Mittag essen gehst.
Du sagst, das ist zu viel Kontakt. Im Iran oder Afghanistan wäre es auch verboten.
Ich denke, das muss jedes Paar selbst festlegen, wieviel Kontakt zum anderen Geschlecht erlaubt ist. Das ist nicht mein Thema.

Vielleicht hast Du übersehen, dass es kein Techtelmechtel am Gartenzaun ist, sondern der Kontakt jetzt so bestand aufgrund einer lebensverändernden Ausnahmesituation.

Sein Bruder und Vater sind zumindest ganz froh darüber, dass er hier mich als Kontakt hat. Vielleicht geht es seiner Freundin aus vielerlei Gründen genauso, aber darum können sich andere Gedanken machen.
 
Eigentlich relativ einfach ... und doch so schwierig zu beantworten.

Selbst kleine Handreichungen wie Türe aufhalten, wenn jemand vollbepackt ist, einem alten Nachbarn ohne Auto mal die Getränke mitzubringen u.ä. sind heute leider unüblich.
Solidarität schreien sie, hopsen auf Demos durch die Landschaft, nerven damit haufenweise Anwohner und Geschäftsleute ..... aber ein Handgriff im eigenen Umfeld ist natürlich zu viel. Man war ja schon auf der Black Friday Demo und muss das jetzt auf FB posten.
Vor diesem Hintergrund ist es natürlich schon nahezu schändlich, dem Ex zu helfen.

Übergriffig ?? Sorry, ist doch Bullshit. @Tomyi kennt den Mann, kann einschätzen, wie er auf Hilfsangebote reagiert, ist oft mit ihm zusammen und kann einschätzen, ob und welche Hilfe er benötigt. Ja, das traue ich ihr nicht nur zu, weil ihr Name die weibl. Form von Tom ist. Sie nimmt auch seiner Freundin nix weg. Tomyi wäre bestimmt weniger oft dort, wenn sich diese um ihren Freund kümmern würde.
@Inanna* schätze ich täglich mehr. Gesunder Menschenverstand gepaart mit Menschlichkeit .... klasse. Und schade, dass solche Menschen dann blöd angemacht werden.
@Tomyi - du machst das schon richtig. Und du kannst täglich neu entscheiden, was in welchem Umfang richtig ist. Denn sein Befinden schwankt ja etwas ....
Ja, die meisten Menschen lernen diese Menschlichkeit im eigenen Umfeld erst zu schätzen, wenn sie selbst froh wären, solche Freunde, Nachbarn o.ä. zu haben. Wer solche Menschen dann nicht um sich hat - der hat wahrscheinlich genau dieses Los verdient.
(@Lebens_Lust ... ich hoffe, du weisst, dass all das als Antwort auf deinen Beitrag geschrieben wurde .... aber nicht alles eine direkte Antwort an dich ist. )
 
Ich kann mich den Beiträgen von @realwoman nur anschließen und habe meine persönlichen Schwierigkeiten damit, wenn sich jemand so zu sehr über die Rolle des Helfers definiert, dass er bereit dazu ist, alles andere auszublenden.

Was den Mann betrifft: ob er sie jetzt bewusst oder unbewusst versucht zu manipulieren, finde ich persönlich nicht relevant. Die FS hat keinen Einfluss auf sein Verhalten, lediglich auf ihr eigenes.

Daher ist es auch ihre Entscheidung, ob sie ihn
unterstützen möchte, oder nicht.

Für mein Verständnis geht es doch auch nicht gar nicht darum, ob man Menschen generell helfen würde, oder ab welchem Grad des Verhältnisses es angemessen wäre.

Sondern darum, dass dieser Mann sie anscheinend nie wertgeschätzt und respektiert hat. Aber jeder legt seinen Wert selbst fest. Wenn die FS für sich entscheidet, dass ein Mann sie nicht respektieren braucht, dann ist das ihre eigene freie Entscheidung.

Aber dann würde ich dafür auch die Verantwortung übernehmen und nicht in ein paar Monaten mich darüber beklagen, was er für ein schlechter Mensch sei und wie sehr er mich ausgenutzt hat. Weil ( sie oben ) ich habe dem von vornherein zugestimmt.

Ich kann nicht Pizza bestellen und mich dann darüber beschweren, dass ich Pizza serviert bekomme.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Übergriffig ?? Sorry, ist doch Bullshit. @Tomyi kennt den Mann, kann einschätzen, wie er auf Hilfsangebote reagiert,
Das ist übergriffig. Ein Nein ist ein Nein und sie trägt keine Verantwortung für ihn. Sie ist nicht seine Mutter.

Wenn selbst Gerichten es nicht so ohne Weiteres möglich ist, einen vollmundigen Bürger eine Hilfsmaßnahme aufzudrücken, mit welchem Recht ist es ihr dann möglich dies zu tun? Hier liegt doch keine Eigen- oder Fremdgefährdung vor. Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen ...

Aber wie gesagt: sie tut so, als ob sie für ihn verantwortlich wäre und dem ist ja wohl ganz klar nicht so. Vielleicht fühlt sie sich so, aber Gefühle spiegeln keine objektiven Tatsachen wider...,sondern meine subjektive Bewertung der Realität.
 
(@Lebens_Lust ... ich hoffe, du weisst, dass all das als Antwort auf deinen Beitrag geschrieben wurde .... aber nicht alles eine direkte Antwort an dich ist. )

Ja, angekommen. "Übergriffig" ist vielleicht zu hart formuliert, ich habe es aber nur auf die Beurteilung bezogen und die sollte er vornehmen.
Ich denke aber trotzdem, dass @Tomyi eine Grenze ziehen sollte zwischen "Pflichtgefühl" und dem, was sie gerne tut oder an Kontakt haben möchte. Ganz sicher will ich hier keine menschliche "Nachbarschaftshilfe" verhindern.

Aus meiner Sicht ist da "Bauchgefühl" sicher auch zielführender als das, was ich außenstehend an Senf dazugeben kann. @Tomyi muss sich gut fühlen mit dem, was da passiert, insbesondere auch, wenn die Beziehung an sich nicht so toll war, er sich jetzt wieder treffen und immer wieder Kontakt haben möchte. Es ist ein Abwägen.
 
Das ist übergriffig. Ein Nein ist ein Nein...
Ganz klar, ein Nein IST ein Nein.

Mit dem Hintergrund, dass er aber selbst auch initiativ den Kontakt weiter hält, ist es ein Nein, das wohl eher ein Höflichkeitsnein ist?
Ich würde da auch keine Manipulation unterstellen.

Man kennt doch die Situationen, wo es einem schlecht geht, man einerseits keine Hilfe möchte, weil man niemanden zur Last fallen möchte - Stichwort Energieräuber - und andererseits möchte man diese Unterstützung eben doch, sie ist sogar wichtig für einen.
Ich habe es lernen müssen, zu sagen - Du Danke, für Dein Angebot, gerne. Oder klar nein.

Ich glaube genau hier müsste man wirklich den Gesamtkontext sehen.
Was ich nicht mitmachen würde, wäre angelogen zu werden.
Die Partnerin gehört dazu.

Wichtig für Dich, Tomyi, pass auf Dich und Deine Grenzen auf.

So, und ich freue mich auch über Nachbarn, die Blumen gießen, Briefkasten leeren, etc. Alleine das Wissen, ich muss nur über die Straße gehen, ist toll.

W, 51
 
Nochmals: der Ex ist fit genug zum joggen aber kann seine Blumen nicht giessen????
  1. Dann soll er die Blumen halt Nachbarn geben und fertig. Post kommt heutzutage eh wenig und man kann Sachen liefern lassen.
  2. Und wenn er nur ab und zu im KH ist dann kann er sich ja während den Zeiten daheim um solche Sachen kümmern, Blumen verschenken, Putzdienst engagieren usw. Musste ich auch, es geht also.
  3. Er war ein schlechter Partner und nutzt die FS jetzt noch aus.
  4. Klar ist seine Familie froh denn dann muss sie nicht selber schauen, wahrscheinlich hat er sie auch genug ausgenutzt denn es ist ein Charakterzug!
  5. Er war zu ihr während der Beziehung schlecht und nun ist er es wieder, dieses mal zwar zur neuen Freundin aber das ganze Verhalten ist doch sch***se.
  6. Und die FS grenzt sich einfach nicht ab und lässt sich ausnutzen!
  7. Wenn er eine andere hat, beendet er es wieder und die FS wird sich vom,in blöd vorkommen.
Und ja, ich helfe Nachbarn, gerade jetzt!
Ich bin auf Kurzarbeit und mobil und gehe für mehrere Nachbarn Sachen erledigen, einkaufen usw. Ich bin relativ neu hier und mir hat noch keiner helfen müssen, ich mache es trotzdem gerne.
Und die Familie ist auch froh das ich da bin und ruft mich auch mal an usw. Hier ist wirklich Hilfe notwendig denn mit den momentanen Problemen sind 20km ja schon schwierig. Aber ich weiss auch dass die Hilfe gewollt und geschätzt wird. Und natürlich sagen die älteren Nachbarn mal: "ist nicht notwendig" aber wenn dann geschaufelt ist oder ein Stück Kuchen im Flur steht dann sind sie trotzdem froh.
Aber der Typ ist der Ex, ein schlechter dazu und er ruft und sie dackelt - hier ist nichts Gutes daran.
Und ja, ich habe auch noch manchmal Kontakte zu Exen und ich habe auch mal einem geholfen.
Aber diese Geschichte ist doch total faul! Und die FS weiss es, sonst hätte sie nicht gefragt!

 
Ich frage mich, wie Ihr folgende Situation beurteilt: Viele ältere Menschen sind zwar im Kopf fit aber körperlich am Ende, dennoch wollen es nicht wahrhaben und lehnen jede Hilfe kategorisch ab. Keine Putzhilfe, kein Pflegedienst, keine Hilfe von Nachbarn, Freunde und Familie werden zugelassen. Ist in diesem Fall auch Nein ein Nein? Was soll man in dieser Situation eure Meinung nach tun? Diesen Menschen seinem Schicksal überlassen?
 
Ich frage mich, wie Ihr folgende Situation beurteilt: Viele ältere Menschen sind zwar im Kopf fit aber körperlich am Ende, dennoch wollen es nicht wahrhaben und lehnen jede Hilfe kategorisch ab. Keine Putzhilfe, kein Pflegedienst, keine Hilfe von Nachbarn, Freunde und Familie werden zugelassen. Ist in diesem Fall auch Nein ein Nein? Was soll man in dieser Situation eure Meinung nach tun? Diesen Menschen seinem Schicksal überlassen?
Solange er geistesgegenwärtig ist, solange er selbst Entscheidungen treffen kann, ist es sein Schicksal, da, sollen sich mal alle anderen ganz schön raushalten, das geht sie gar nix an! Alles andere ist, aufdringlich, bedürftig, unverschämt, grenzwertig einfach nicht okay!!
 
Ich frage mich, wie Ihr folgende Situation beurteilt: Viele ältere Menschen sind zwar im Kopf fit aber körperlich am Ende, dennoch wollen es nicht wahrhaben und lehnen jede Hilfe kategorisch ab. Keine Putzhilfe, kein Pflegedienst, keine Hilfe von Nachbarn, Freunde und Familie werden zugelassen. Ist in diesem Fall auch Nein ein Nein? Was soll man in dieser Situation eure Meinung nach tun? Diesen Menschen seinem Schicksal überlassen?

Ich kenne niemanden der sich nie helfen lässt.
Aber ich kenne genügend die sich helfen lassen müssen und auch wollen aber eben noch lange nicht von jedem.
Wenn lieber der Nachbar oder sonst wer gefragt wird statt die eigene Familie usw. dann wird es schon seinen Grund haben.
Und wenn die eigenen Kinder usw. die Hilfe verweigern, dann wird auch das seinen Grund haben.
Wir sehen nicht hinter die Geschichten und was hier passiert ist, daher kann man es weder be-noch verurteilen!

Allerdings hat deine Frage nichts mit dem Thread zu tun denn hier joggt der Freund und sie dackelt trotzdem wenn er pfeift - was völlig anderes!
 
Ich frage mich, wie Ihr folgende Situation beurteilt: Viele ältere Menschen sind zwar im Kopf fit aber körperlich am Ende, dennoch wollen es nicht wahrhaben und lehnen jede Hilfe kategorisch ab.

Ich sehe es genau so:

Ganz klar, ein Nein IST ein Nein.
...
Ich habe es lernen müssen, zu sagen - Du Danke, für Dein Angebot, gerne. Oder klar nein.

Auch bei älteren Menschen. Für die Einleitung von Entmündigung sind nicht die Nachbarn zuständig.
Man kann ja zwei Wochen später nochmal fragen, aber ich finde nicht in Ordnung, wenn man über eine klare Meinungsäußerung eines erwachsenen Menschen einfach hinweggeht.

Wenn ich mit einer Frau ins Bett will, weiß ich ja auch, was für mich besser ist. Sie kann natürlich nicht klar denken und verpasst sicher etwas 🤷‍♂️ Und trotzdem ist ein Nein ein Nein.

Wir müssen ja hier auch mal sehen, dass jemand, der Blumen gießt, in die Privatsphäre eines anderen Menschen eindringt. Das geht einfach nicht ohne klares: Ja, bitte.
Also ist ein freundliches: "Ok, ich respektiere das natürlich, es ist für mich aber wirklich kein Problem, wenn ich Dir damit helfen kann und Du kannst Dich gerne melden, wenn es sich ändert" die richtige Antwort.

Sonst ist das "betreutes Leben" wie gerade mit der "solidarischen Pflichtimpfung".
 
Was soll man in dieser Situation eure Meinung nach tun? Diesen Menschen seinem Schicksal überlassen?
Aus der respektvollen Distanz beobachten und behutsam eingreifen, wenn jemand an seine Grenzen kommt und es wirklich niemand nahestehendes gibt, der sich im Hintergrund kümmert und an den ich mich wenden könnte im Notfall, um diesen zu informieren.

Woher will man das als Außenstehender überhaupt beurteilen können, ob jemand auf die Hilfe von einem angewiesen ist?

Also ich kann nicht sagen, wie das Verhältnis meiner 80jährigen Nachbarin zu ihrer Familie ist. Ich kenne sie dafür zu wenig ....und wenn ich sie frage, ob ich ihr etwas mitbringen kann und sie sagt nein, dann nehme ich das so hin.

Wenn ich den Eindruck hätte, sie würde verwahrlosen, dann würde ich die anderen Senioren im Haus fragen, wie es um ihren familiären background bestellt ist, oder ob sie einen Pflegedienst hat. vielleicht kennen sie sie besser als ich und mein Eindruck ist völlig falsch.

Ein Nein bedeutet ja nichts anderes als: komm mir bitte nicht zu nah!

Wenn ich mit 40 Grad Fieber im Bett liege und mich permanent übergeben muss, dann will ich auch nicht von Bekannten gepflegt werden, sondern maximal von Menschen, bei denen ich diesen Grad der Intimität zulassen mag.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
. Ist in diesem Fall auch Nein ein Nein? Was soll man in dieser Situation eure Meinung nach tun? Diesen Menschen seinem Schicksal überlassen?
Ein Bekannter von mir ist in dieser Situation.
Die Mutter hat jegliche Hilfe von aussen kategorisch abgelehnt, wollte nur den einzigen Sohn zulassen. Das heisst, sein Privatleben war abgemeldet, nurnoch Arbeit und Mutter. Er selber hat auch keine Hilfe angenommen. Ergebnis, hohe Unzufriedenheit, er selber kurz vor dem Herzinfarkt, chronische Gereiztheit,nervlich am Ende.
Er hat das Verhalten der Mutter allerdings auch schon vorher unterstützt, keine Freundin gehabt. Mittlerweile ist ein Pflegedienstda, er selber lebt in ständiger Alarmbereitschaft, beschwert sich, dass keiner ihr versteht. Zwei unglückliche Leben.
Meiner Meinung nach darf man sich das eigene Leben nicht auffressen lassen von einem anderen. Das hat dann auch nichts mehr mit Hilfe zu tun, sondern mit Selbstaufgabe.
 
Ein Bekannter von mir ist in dieser Situation.
Die Mutter hat jegliche Hilfe von aussen kategorisch abgelehnt, wollte nur den einzigen Sohn zulassen. Das heisst, sein Privatleben war abgemeldet, nurnoch Arbeit und Mutter. Er selber hat auch keine Hilfe angenommen. Ergebnis, hohe Unzufriedenheit, er selber kurz vor dem Herzinfarkt, chronische Gereiztheit,nervlich am Ende.
Das ist eben das Problem. Würde die Mutter die Hilfe zulassen bzw. auf mehrere Schultern verteilen, würde sie wahrscheinlich genauso gut versorgt sein und der Sohn würde auch nicht sein Leben komplett aufgeben müssen. Ich bin dafür, dass man in solchen Fällen (Hilfe bei sehr ernsten Krankheiten oder Demenz und ähnlichem) doch helfen sollte. Wenn die Person keine Hilfe annimmt, dann dem Bruder und LG helfen. Wir haben bei meinen Eltern so gemacht, dass jedes Kind getan hat, was tun konnte. Auch in Form von Gesprächen oder Zuhörern.

Bitte nun alle wieder zum Thema der FS zurück. Vielen Dank. Die Moderation.
 
Top