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Gast

  • #31
Selbst WENN sie die haben, so ist das nicht Sache der Frau ihnen das abzugewöhnen, noch dazu mit 'ner Abhandlung in der Hand und den muttihaften Worten "das ist aber ungesund!".
Was soll das.
Wenn ich (w) einen motorradfahrenden Mann kennengelernt habe, dann tut er das eben und ich habe das so zu akzeptieren - fertig. Vielleicht finde ich ihn gerade deshalb scharf.
Manchmal verstehe ich meine Geschlechtsgenossinnen nicht.
Es hat keiner davon geschrieben, dass Frau ihm das abgewöhnen will oder soll. Wenn Frauen solche unreifen Männer wollen, gerne, warum nicht. Wo ist das Problem?

Zu jedem Topf findet sich ein passender Deckel, manche Töpfe sind aber so verbeult, da passt nichts drauf.

Ich als Frau kann mit solchen Frauen nur nichts anfangen.
 
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Gast

  • #32
Und das möchten viele einfach nicht mehr erleben müssen.
Richtig, aber das gilt für Mann und Frau. Nur das Männer darauf so vehemment drauf pochen, macht mich stutzig. Hier schrieb ein Gast sehr schön: Wer sich selbst sicher ist, der muss den legitimen Anspruch sich nicht verbiegen zu lassen, nicht laut raus posaunen. Das das komischer Weise Männer immer machen, sollte zu denken geben.
 
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Gast

  • #33
Meiner Meinung nach verstehen manche nicht den Unterschied zwischen "ich verbiege mich nicht" und "ich gehe Kompromisse ein".

Egal ob Männlein oder Weiblein, als Single verbringt man die Zeit anders, denn die eine andere Person gab es ja noch nicht. Deshalb wird man wohl oder übel den Zeitplan etwas anders einteilen müssen. z.B. wenn ich vorher jeden Tag nach der Arbeit ins Fitnesstudio ging, als Zeitvertreib und jetzt mit Freundin, eben lieber den Abend zu Hause bzw. mit ihr zu verbringen. DAnn ist das kein Verbiegen sondern eher ein Kompromiss.

Als Single lasse ich mal zu Hause auch die Socken ausgezogen neben der Couch liegen, wenn das meine Angebete hassen würde, dann würde ich diesen Kompromiss auch eigene wollen, die Socken gleich in die dreckige Wäsche zu legen. Das hat mit verbiegen nix zu tun!
 
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Gast

  • #34
Als Single lasse ich mal zu Hause auch die Socken ausgezogen neben der Couch liegen, wenn das meine Angebete hassen würde, dann würde ich diesen Kompromiss auch eigene wollen, die Socken gleich in die dreckige Wäsche zu legen. Das hat mit verbiegen nix zu tun!
Aber gerade das Socken-Beispiel nehmen viele Männer als verbiegen hin.

Wenn ich einen Mann liebe, würde ich schon aus Liebe, einiges aktzeptieren bzw. mich verändern. Aber auch das hat Grenzen und es muss auf Gegensätzlichkeit beruhen. Wie gesagt, jeder muss Kompromisse eingehen und an seinen eigenen Macken arbeiten.

w
 
  • #35
Aus Erfahrung weis ich, dass Männer, die gerne in unserem Alter noch Motorrad fahren, oft ungesunde kindliche Züge in sich tragen. Dazu habe ich irgendwo mal ne Abhanndlung gelesen.
Dann habe ich definitiv auch ungesunde kindliche Züge. Herrlich, das muntert mich auf, ich dachte, ich sei viel zu verantwortungsbewusst.

Und den Mann habe ich auch noch angesteckt, Teufel noch mal, geht ja garnicht. Noch ein zwanghafter Pseudojugendlicher, und das in seinem Alter und seiner Position!

Leute, ich kann die Männer gut verstehen. Es macht keinen Sinn, sich von egal welchem Menschen zum Gartenzwerg dressieren zu lassen - das führt nur zur Katastrophe.

Manche Menschen verbiegen sich übrigens auch aus sich selbst heraus, weil sie Angst um die Beziehung haben. Meist die Frauen, aber mein Ex hat es auch getan und ich war zu jung und dumm um es rechtzeitig zu bemerken. Ratet mal, was dann Sprengstoff war für die Beziehung, als der Stresslevel sich hochgeschaukelt hatte.

Leute, sucht euch den richtigen Partner, lasst ihm oder ihr Freiraum und nehmt ihn euch auch selbst. Das geht sonst schief.
 
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Gast

  • #36
Ich glaube nicht, daß es in dieser Diskussion um Kompromisse wie Socken wegräumen, Sitzpinkeln, Ordnung im Haushalt etc. geht. (Voraussetzung, der Ton macht die Musik - bei einer "Kneifzange", die ein Riesentheater macht, weil mir was gedankenverloren mal etwas durchrutscht, schalte ich auch auf stur).

Eher um elementare Dinge wie Charakterzüge, Hobbies, Lebenseinstellungen, Vorlieben, liebgewonnene Rituale, Freundeskreis u.s.w.

Aus eigener Erfahrung:
wenn ich einen potentiellen Partner kennenlerne, mache ich aus mir keinen Hehl, sie kann und sollte alles - was die obengenannten Dinge angeht - über mich wissen.
Seltsamer Weise: Ich bin immer der Traummann, den sie sich immer schon gewünscht hat.

Aber kaum daß die Zahnbürsten in einem Becher stehen (sie mich "im Sack" hat) ist davon nicht mehr die Rede und es wird heftigst zurückgerudert. Bestimmte Personen aus dem Freundeskreis sind unerwünscht, das Motorrad muß weg, und überhaupt eine tapetenrollenlange Liste von Dingen, die (auf einmal) stören. Spätestens an dem Punkt "Wenn Du mich liebst, dann.... ; ich kann doch nicht mit einem Menschen schlafen, der immer (!) vergisst, den Müll runterzubringen....


steige ich emotional aus
 
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Gast

  • #37
Ich verlange von keinem Mann, dass er sich für mich verbiegt. Aber genau so wenig verbiege ich mich.

Wenn er sein Singleleben aber 1:1 weiterlebt, und ich bin nur Lückenbüßerin, dann fühle ich mich nicht ausreichend wertgeschätzt. Ich brauche eine gewisse Zeit, die ich mit meinem Partner alleine verbringe und etwas mit ihm unternehme, damit ich mich wohl fühle in einer Beziehung.

w/46
 
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Gast

  • #38
Ab dreißig aufwärts verändert man an einem Menschen eh nichts mehr wesentliches, vielleicht gelingt es, aus ihm einen "Sitzpinkler" zu machen, aber ansonsten? Wer was zum dressieren braucht, sollte sich in einer Zoofachhandlung umsehen. (M)
 
  • #39
"Ich bleibe so wie ich bin, und ändere mich auch nicht für eine Frau, ich werde mich nicht verbiegen"

Ich sehe schon ein Problem bei diesem Satz.

Eigentlich sollte es absoluter Standard sein, dass es Dinge an der Person gibt, die man für nichts und niemanden ändern würde. Und es sollte absoluter Standard sein, dass wenn man eine Person mag und zusammen kommt, man auch zu Gunsten des Partners Kompromisse eingeht.

Natürlich ist es ein großer Unterschied, ob man vom Partner verlangt seinen größten Hobby aufzugegen oder mal am Wochenende anstatt DVD Abend ins Theater zu gehen. Aber wer diesen Satz so groß und deutlich in sein Profil schreibt, der scheint in Vergangenheit Probleme damit gehabt zu haben.

Ich würde dem Typen auf jeden Fall eine Chance geben und ihn fragen, worauf sich das "verbiegen" bezieht. Ob er mal nen Beispiel nennen kann. Könnte sein, dass er in einer Beziehung, bei Kompromissen eher empfindlicher reagiert, aber das wäre für mich kein Abschussgrund.
 
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Gast

  • #40
Als Single lasse ich mal zu Hause auch die Socken ausgezogen neben der Couch liegen, wenn das meine Angebete hassen würde, dann würde ich diesen Kompromiss...
Das ist kein Verbiegen, das ist gegenseitiges Respektieren.

Verbiegen geht so: sie geht gerne in die Stadt, ich gehe gerne in die Natur. Ihr zuliebe aber auch mal in die Stadt, ohne zu murren. Sie aber nicht mir zuliebe mit in die Natur, sie mosert dann so lange rum, bis es mir auch nicht mehr gefällt. Also gehen wir nur noch in die Stadt. Verbogen.

Oder: sie sieht gerne Liebesfilme, ich sehe gerne Wissenschaftssendungen. Während ich mich aber zu ihr setze und ggf. eine Zeitschrift dabei lese (was sie aber bereits als unpassend empfindet, "dann kann ich auch alleine schauen"), würde sie mich eine halbe Stunde lang damit drangsalieren, daß sie sich meinetwegen eine Sendung anschauen muß, die sie nicht interessiert. Also belassen wir es bei der Liebesfilm/Buch Variante, und ich sehe meine Sendung eben nicht. Verbogen.

Nicht umsonst spricht man übrigens von "Zuneigung".
 
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Gast

  • #41
Jetzt sind wir beim Kernproblem zwischen Mann und Frau angelangt.

Männer heiraten eine Frau weil sie glauben sie wird immer so bleiben wie beim Kennenlernen und Frauen heiraten Männer weil sie fest daran glauben das sie sie ändern können!
 
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Gast

  • #42
Jetzt sind wir beim Kernproblem zwischen Mann und Frau angelangt.

Männer heiraten eine Frau weil sie glauben sie wird immer so bleiben wie beim Kennenlernen und Frauen heiraten Männer weil sie fest daran glauben das sie sie ändern können!
Nee, die Männer haben sich die falschen Frauen ausgesucht. Da scheint ja vieles von Anfang an nicht gepasst zu haben, oder die Männer haben von Anfang an geschwiegen, anstatt von Anfang an, gleich beim ersten Versucht der Frau mit Charme zu sagen, dass ihm sein Motorradfahren sehr wichtig ist und er ihr im Gegenzug gerne auch eine "Marotte" lässt, die er eigentlich nervend findet.

Ich kann ja die Männer irgendwie verstehen, aber mit schweigen löst man nicht das Problem.

Ich denke auch, wer dieses Problem zu sehr kommuniziert, in seinem Profil oder wo auch immer, zeigt eigentlich damit, dass er der Problemstellung nicht gewachsen ist und immer noch Angst hat, das man es wieder schafft, ihn zu verbiegen.

w
 
M

Mooseba

  • #43
Da kann ich nur meinen Vater "beneiden". Der stellt sich auf den höchsten moralischen Standpunkt und wer was kritisiert, wird wochenlang durch Ignoranz gestraft, zusätzlich mit einem Blick, als wäre man für alles Böse verantwortlich. Außerdem hat - nicht nur durch seinen Beruf - füllt er sein Leben mit allerhand guten Taten und wahnsinnig viel Arbeit - ist bei uns der Familie das Wichtigste und Höchste und nicht kritisierbar - um ja nicht angreifbar zu sein. Da prallt alles ab zu eigenem Schaden. Man muss nur fest überzeugt sein von seiner eigenen Dominanz und sich immer sicher sein, recht zu haben.
 
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Gast

  • #44
Jetzt sind wir beim Kernproblem zwischen Mann und Frau angelangt.

Männer heiraten eine Frau weil sie glauben sie wird immer so bleiben wie beim Kennenlernen und Frauen heiraten Männer weil sie fest daran glauben das sie sie ändern können!
Zum Glück sind nicht alle Frauen so. Ich habe noch keinen Mann verbogen. Ratschläge gebe ich - auch mal ungefragt. Gehe aber nicht davon aus, dass dieser auch angenommen werden muss, bzw. bin auch nicht beleidigt, wenn nicht. Ich lasse mich auch gerne umstimmen.

An alle Männer die sich verbiegen lassen: warum macht ihr das mit, wenn ihr das so hasst?

w,30
 
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Gast

  • #45
Solche "Ich-laß-mich-nicht verbiegen-Aussagen" kenne ich aus meiner Zeit bei Snglebörsen auch noch. Interessanterweise habe ich auch die Korrelation beobachten können, daß insbesondere diejenigen Männer, die am meisten auf dieser Aussage beharrten, zugleich auch diejenigen waren, die immer wieder nur kurze Beziehungen hatten und die gleichen Fehler (=stures, unreflektiertes Verhalten) mehrfach machten. Dies beobachte ich in meinem Freundes-/ Bekanntenkreis ebenfalls.

Ich glaube, solche Menschen nehmen eine falsche "Güterabwägung" vor.
Diese sieht im groben so aus: MEIN Verhalten ist toll, das der anderen nicht- daraus wird dann fälschlicherweise der Schluß gezogen, daß MAN(N) das Gesicht verliert, sofern von üblichen Mustern abgewichen wird. Das (Pseudo-) Selbstbewußtsein dieser Art Mensch definiert sich unter anderem aus der kompromisslosen Haltung.
Kommt nun eine Frau ins Spiel, wird das, was ein flexiblerer Mensch ohne weiteres probieren würde, zu einer Art "Bedrohung", weil von den bisherigen Verhaltensmustern abgewichen werden müßte.
Oftmals sind es zugleich Menschen, die von ihrem Freundeskreis oder der Familie keine "Korrektur" oder je Kritik erfahren haben, z.B. Muttis Liebling, der für jeden Unfug noch gelobt wurde... Sie empfinden jegliche Spiegelung der eigenen Verhaltensweise als Angriff.

Diese Charaktäre gibt es sicher bei Männern und Frauen gleichermaßen... Eines erscheint mir jedoch klar: die Beziehungsfähigkeit solcher Leute ist eingeschränkt.

Auf jeden Fall leidet die Leichtigkeit einer Beziehung unter solchem Verhalten enorm. Ein bißchen mehr Flexibilität wäre da doch schon Gold wert;-)
 
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Gast

  • #46
"Lass' mich Dein Geheimnis sein" sang Anke Lautenbach vor ein paar Jahren und "lieb' mich so wie ich bin". Das ganze Lied strotzt nur so vor Imperativen. Das fällt mir dazu ein! m39
 
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Gast

  • #47
An alle Männer die sich verbiegen lassen: warum macht ihr das mit, wenn ihr das so hasst?

w,30
Naja - hier steht viel Schwarz-Weiss Malerei. Selbstverstaendlich aendere ich mich um zu wachsen und besser zu werden. Aber mit einer gesunden Prise Vernunft und Eigeninteresse.

Man(n) verbiegt sich oft, wenn man(n) noch nicht beziehungserfahren ist. So meine Einschaetzung.

Ich denke, man geht mit Mitte 30 anders in eine Beziehung ein wie mit Mitte 20. Es ist eine Illusion einen Mann in diesem Alter "umerziehen" zu koennen - dazu ist sein Charakter viel zu gefestigt.

m34
 
G

Gast

  • #48
Verbiegen muss sich niemand. Aber ich erwarte von einem Mann, dass er sein Verhalten selbstkritisch sieht und auch bereit ist, einige Dinge zu ändern um ein harmonisches, partnerschaftliches Leben führen zu können.
Wenn Männer sagen, sie wollen sich nicht verbiegen lassen, dann ist damit meist gemeint, dass sie genau so weiterleben möchten wie bisher, dass sich die Frau aber dann gefälligst anzupassen hat. Sie wollen weiterhin:

- im Stehen pinkeln
- mit den Freunden um die Häuser ziehen
- den Frauen hinterher pfeifen
- unrasiert und in Jogginghose am Sofa sitzen, Bier trinken und rülpsen
- das Fernsehprogramm bestimmen
usw., usw., da gibt es noch viele, sehr individuelle Eigenarten.

Alles ok, nur müsste man(n) dann auch akzeptieren, dass die Frau das dann ähnlich durchzieht. also z.B.
- das Bad eine ganze Stunde für sich blockieren
- mit den Mädels um die Häuser zieht
- sich von fremden Männern einen Drink ausgeben lassen
- die gemeinsame Wohnung in rosa und pink dekorieren
- das Fernsehprogramm bestimmen

Wenn das dann beide machen, kann es ja nur zu Problemen führen. Also wäre es vielleicht sinnvoll, beide würden Kompromisse eingehen und Jeder würde für den Anderen etwas zurückstecken. Was ist so schlimm daran?
Sowohl Männer als auch Frauen sind ganz fest der Meinung, dass nur sie zurückstecken und der Andere setzt alle seine Dinge durch.
 
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Gast

  • #49
Verbiegen/verändern muss Mann sich nicht lassen - da soll frau dann besser einen Mann wählen der passender ist. Allerdings würde ich erwarten, dass beide sich in der Beziehung entwickeln können und wollen und zwar dauerhaft, weil das Leben immer in Bewegung ist.

w, 55
 
G

Gast

  • #50
- das Fernsehprogramm bestimmen

Wenn das dann beide machen, kann es ja nur zu Problemen führen. Also wäre es vielleicht sinnvoll, beide würden Kompromisse eingehen und Jeder würde für den Anderen etwas zurückstecken. Was ist so schlimm daran?
Sowohl Männer als auch Frauen sind ganz fest der Meinung, dass nur sie zurückstecken und der Andere setzt alle seine Dinge durch.
Seltsam. Gerade beim Fernsehprogramm zeigt sich doch das ganze Ausmaß des Verbiegens, man braucht ja nur abzuzählen, wessen Interessen häufiger nachgegeben wird. Objektiv. Denn es versteht sich von allein, daß das eine Mal, bei dem der Mann sich durchgesetzt hat, für die Frau mindestens hundert Fälle aufwiegt, in denen es umgekehrt war.
 
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Gast

  • #51
Seltsam. Gerade beim Fernsehprogramm zeigt sich doch das ganze Ausmaß des Verbiegens, man braucht ja nur abzuzählen, wessen Interessen häufiger nachgegeben wird. Objektiv. Denn es versteht sich von allein, daß das eine Mal, bei dem der Mann sich durchgesetzt hat, für die Frau mindestens hundert Fälle aufwiegt, in denen es umgekehrt war.
Das war vielleicht bei dir so. Bei mir war das ganz anders. Die Gewalt über die Fernbedienung nahm sich immer mein Mann. Wirklich immer!! Alles, was ich anschauen wollte, war Blödsinn, Weiberkram usw. . Es ging sogar soweit, dass er sich die Fernbedienung an der Seite in den Sessel schob und wenn er dann vor dem Fernseher eingeschalfen war, musste ich sie mir ganz vorsichtig wieder da rausholen. Und dabei ist er dann wieder aufgewacht und hat sich beschwert, dass er doch nur mal kurz eingenickt war aber trotzdem alles mitbekommen hat.
Dann hab ich mir einen TV fürs Schlafzimmer gekauft und er hat gemeckert, dass ich mich ständig zurückziehe.
Also das mit dem Bestimmen des Fernsehprogramms ist ganz sicher nicht geschlechtsspezifisch, glaub mir. Und genau da sieht man dann, wer kompromissbereit ist und wer sich auf teufelkommraus nicht verbiegen möchte.
 
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Gast

  • #52
Mit der Einstellung wird das nichts! Niemand verlangt ein Verbiegen, aber warum äußert jemand sowas dann überhaupt? Das heißt zu deutsch: Ich bin ein Egoist, ich mache, was ICH will und dankt basta! Die Frage stellt sich doch gar nicht, also warum wird überhaupt darauf hingewiesen vom "Partner"? Lauf so schnell Du kannst! Wer sowas von sich gibt, taugt nicht für eine Partnerschaft, denn diese Aussage ist überflüssig!
 
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Gast

  • #53
Das war vielleicht bei dir so. Bei mir war das ganz anders. Die Gewalt über die Fernbedienung nahm sich immer mein Mann. Wirklich immer!! Alles, was ich anschauen wollte, war Blödsinn, Weiberkram usw. . Es ging sogar soweit, dass er sich die Fernbedienung an der Seite in den Sessel schob und wenn er dann vor dem Fernseher eingeschalfen war, musste ich sie mir ganz vorsichtig wieder da rausholen. Und dabei ist er dann wieder aufgewacht und hat sich beschwert, dass er doch nur mal kurz eingenickt war aber trotzdem alles mitbekommen hat.
Dann hab ich mir einen TV fürs Schlafzimmer gekauft und er hat gemeckert, dass ich mich ständig zurückziehe.
Also das mit dem Bestimmen des Fernsehprogramms ist ganz sicher nicht geschlechtsspezifisch, glaub mir. Und genau da sieht man dann, wer kompromissbereit ist und wer sich auf teufelkommraus nicht verbiegen möchte.
Toll, das ist ja mal echter Familiensinn. Wenn "sich verbiegen" schon bedeutet, dass man sich um die Fernbedienung streitet. Ich staune.
 
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Gast

  • #54
Zum Stehpinkeln: Man sieht vielleicht keine Tropfen. Aber dennoch riecht es auf Dauer mehr als wenn kein Stehpinkler zugegen ist. Dies kann ich aus WG-Erfahrung mit wechselnden Mitbewohnern mit absoluter Sicherheit sagen. Ich habe fast nie Tropfen gesehen, ich glaube auch nicht, dass man Tropfen mit Millimeterdurchmesser findet. Aber es roch, wenn ein Stehpinkler zugegen war. Definitiv. Vielleicht nicht, wenn man sehr häufig putzt. Aber wieso sollte man, wenn bei Sitzpinklern alles länger rein bleibt und einmal die Woche ausreicht zum Putzen.

Ich finde das Beispiel gar nicht so schlecht, und zwar deshalb, weil fast alle einen selbstständigen Haushalt führenden Männer in den 20ern im Sitzen pinkeln. Die, die es nicht tun in dem Alter, legen meist auch insgesamt weniger Wert auf Sauberkeit und putzen auch seltener.

Auch die anderen Beispiele, die hier angeführt werden, habe ich bei jungen Männern noch nie so extrem erlebt. Anscheinend haben die Männer früher eine andere Sozialisation erlebt, dass sie sich so aufführen. Manches hier finde ich gruselig. Ich hoffe nicht, dass jeder Mann mit steigendem Alter so stur wird.

Es kommt ohnehin auf die gesamte Beziehung an. Bei einem sehr attraktiven und aktiven Mann, der in vieler Hinsicht auf mich einging, ohne dass ich den Mund aufmachen musste, habe ich mich auf manches bockiges "Nein" schmunzelnd zurückgelehnt und ihn vergnügt gelassen, denn ich bekam ja genug von ihm, so dass er auch mal bockig sein durfte. Bei einem passiven, insgesamt eher mit Nettigkeiten und Empathie zurückhaltenden Mann dagegen habe ich nicht akzeptiert, wenn er auf Änderungsvorschläge zu zaghaft reagierte. Dann beginnen bereits früh Überlegungen, ob so jemand nicht besser alleine lebt, und es heißt "Tschüß".
 
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Gast

  • #55
Ein Freund von mir scheitert immer wieder an aufkeimenden Beziehungen. Es liegt nicht daran, dass die Frauen sich nicht für ihn interessieren würden. Nein, er hat durchaus Chancen. Ich konnte mir nie erklären, warum seine Begegnungen mit Frauen immer wieder im Nichts endeten, bis mir eine seiner "Interessentinnen" etwas anvertraute: Er trage (was man von ihm nicht vermutet) gruselige, vergilbte und teilweise sogar richtig verdreckte Unterwäsche. Darum wenden die Frauen sich nach kurzer Zeit voller Ekel ab.

Das habe ich ihm mal gesteckt. Und wisst Ihr, was er mir geantwortet hat: "Ich bin ich, und ich bleibe, wie ich bin." Das scheint ihm wichtiger zu sein, als sich etwas mehr zu pflegen und nicht ständig seine Chancen zu verspielen. Ich glaube, wer bei der Aussicht auf Weiterentwicklung ständig von "Verbiegen" spricht, verwechselt etwas.
 
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Gast

  • #56
Zu Gast 54. Genau so einen Typ hatte ich auch. Am Anfang der Beziehung merkte man es nicht, aber kurze Zeit später wunderte ich mich, wo denn die Waschmaschine bei ihm wär. Er hätte keine, er würde seine Sachen halt länger tragen. Und so sahen sie aus und so rochen sie auch. Das ist nur ein Teil davon. Als er verlangte, dass ich für ihn waschen und bügeln soll, sagte er nur: Was ich denn wolle, er würde sich für eine Frau doch nicht verbiegen!
Ich bin gegangen und die 3 Frauen, die er nach kürzester Zeit hatte, auch. Er sagt: Er bleibt wie er ist und lässt sich nicht verbiegen und das mit 44.
w
 
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Gast

  • #57
Wenn "sich verbiegen" schon bedeutet, dass man sich um die Fernbedienung streitet. Ich staune.
Streiten wäre in diesem Fall das Gegenteil von verbiegen. Richtig ist natürlich, daß einer von beiden nachgeben muß, und wenn das immer nur einer tut, um des lieben Friedens willen, dann spricht man von verbiegen. Oder wenn einer nicht mehr Motorrad fährt, weil er den Zank darum leid ist. Oder nicht mehr in die Berge geht, weil das ständige Gezeter um Höhendifferenzen und zu steinige Wege ihm die Freude vermiest und, und, und.
 
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Gast

  • #58
Man muss zweierlei unterscheiden:
Eine Beziehung gelingt nur, wenn beide den anderen so akzeptieren können, wie er ist.
Meistens verbirgt sich aber hinter dieser Aussage, dass mann erwartet, sein Leben ohne Veränderungen weiterführen zu können, dass die Frau sich einfügen soll, zumeist weil der Mann mit einer Verflossenen negative Erfahrungen gemacht hat. Dass er also letztlich erwartet, die Frau soll sich für ihn verbiegen. Und das funktioniert nicht. Denn:
Eine Beziehung gelingt nur, wenn...
 
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Gast

  • #59
Wenn ich so etwas lese oder höre, sehe ich immer meine Großmutter mütterlicherseits vor mir, wie sie schmunzelt und sagt: "Hach, Kindchen, da ist wohl Trotzköpfchens dritte Jugend" ;)
Mit einer Kampfansage auf Partnersuche zu gehen verrät das Feingefühl eines Fleischerhundes und dürfte nur bei extrem jungen, attraktiven und interessanten Männern trotzdem-und nicht deswegen-von Erfolg gekrönt sein (da ist es sowieso egal, was sie von sich geben).
Aber immer wieder sehr amüsant, so..spätpubertär :))
w.
 
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Gast

  • #60
Will (noch) nicht heiraten -> unreif
Will (noch) keine Kinder -> unreif
Pinkelt im Stehen -> unreif
Will mit den Kumpels mal ne Herrentour machen -> unreif
Will Fußball spielen/gucken -> unreif
Fährt mit 30 noch Motorrad -> unreif
Hat Spaß an Modelleisenbahn/Carrera-Bahn/Tip-Kick/PC-Spielen -> unreif
Will auch mal ne Currywurst/Burger, statt nur Veggizeug -> unreif
Läßt am Strand mal den Blick schweifen -> unreif
usw.usf.. Liste läßt sich beliebig verlängern

Wenn dagegen die Frau:
Esoterik/Kartenlegen/Wahrsagen/Horoskope/Astrologie liebt -> reif
Jeden Tag mind. 2h über die Beziehung "reden" -> reif
Nicht vorhandene Probleme wälzt -> reif
Die 30.te Vase töpfert -> reif
Irgendeinen abstrakten Kram malt -> reif
usw.usf.. Liste läßt sich auch beliebig verlängern
Einfach nur GENIAL, Du sprichst hier bestimmt dutzenden Männern aus der Seele :-D :-D :-D

Zum Thema:
Es ist leider so dass wirklich der Großteil der Frauen (nicht alle) versuchen einen Mann nach ihren Vorlieben zu verbiegen und wenn man das als Mann mal erlebt hat will man das NICHT nochmal. Es ist halt so dass die Frau eher die ist die will dass sich beide verändern, der Mann ist meist der der will dass beides so bleibt wie man sich kennengelernt hat. Das sage ich jetzt absolut wertfrei, was da besser ist muss jeder für sich entscheiden aber es ist verständlich dass man nicht glücklich wird wenn man gegen sein naturell handelt. Falls du FS eine der Frauen bist die einen Mann nicht verbiegen wollen dann bin ich mir sicher wird er das auch merken und wird dir selbstverständlich näher kommen.
Ich bin auch ein "nicht verbiegen lasser" aber das heisst nicht dass man der Partnerin nicht GERNE entgegenkommt und ihr viele Gefallen tut solange das ganze mit den eigenen Werten in Einklang liegt und auch ab und an was zurück kommt

M28