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Gast

  • #61
Die Lösung ist ganz einfach:

Männer schauen sich in der Kennenlernphase Frau ganz genau mit allen Eigenschaften, Macken, unangenehmen Verhaltensweisen an. Und entscheiden dann "ob sie damit leben können", wenn sie eine Beziehung eingehen.

Nach dem simplen Motto; Love it, or leave it

Wenn ja, ist Frau mit allem was dazu gehört akzeptiert und respektiert, da wird nicht dran "rumgetuned" und verändert.

Ende, Aus - Frau darf so bleiben wie sie ist und genau das ist das, was wir Männer auch im Gegenzug erwarten.
Da stimme ich zu:
Männer nehmen eine Frau davor sehr genau unter die Lupe und wenn alles passt dann passt das auch ohne Vorbehalt.
Wenn Frauen "nur" mit den Männern eine Beziehung eingehen würden bei denen ALLES passt würden sie ein Leben lang Single bleiben da die Vorstellungen fiktiv sind. Deshalb gehen sie eine Beziehung mit einem Mann ein der "im Großen und Ganzen" passt und nehmen sich fest vor das feintuning später noch zu erledigen (meist wenn der Mann durch Ehe oder Kinder richtig fest gebunden ist) vielen gefällt das Ergebnis aber schlussendlich nicht wirklich
 
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Gast

  • #62
man sollte nur in den Bereichen aufeinander zugehen und Kompromisse machen, die den anderen wirklich direkt mitbetreffen. z.B., Ordnung halten in der Wohnung, Sauberkeit in der Wohnung - sofern man zusammen wohnt! Wohnt man getrennt, kann Jede/r machen was er/sie will. Oder: Sich pflegen, damit man appetitlich ist - sofern man Sex hat! Hat man keinen, ist das ebenfalls nicht anpassungsbedürftig. Ich finde auch, dass so etwas wie der Kleidungsstil, Hobbies, politische Ansichten absolut nicht für eine andere Person geändert werden sollten. Auch nicht, was man/frau gerne isst. Man muss dem anderen soviel Freiheit lassen wie nur irgend möglich. Das sage ich als Frau. Nun, ich bin vielleicht nicht das typische Beispiel. Bin selbst sehr individualistisch, selbstbestimmt, und habe absolut keine Lust, ein anderes Wesen zu "erziehen" (übrigens, nur nebenbei dazu: hatte auch niemals einen Kinderwunsch).
Mein Mann "darf" Fußball gucken, sich mit Kumpels alleine treffen wann immer und solange er will. Er darf auch Fleisch essen (ich bin seit Jahrzehnten Vegetarierin). Ich finde das alles ganz easy und kein Problem. Er "darf" auch alleine in den Urlaub fahren (wir fahren aber gelegentlich auch zusammen).
Schwierigkeiten gibt es bei all den Dingen, die mich wirklich direkt mitbetreffen, die das Zusammenwohnen betreffen zum Beispiel. Leider hat man aber da gar keine Möglichkeit, jemanden zu verändern. Man kann niemanden verändern, auch nicht da, wo es wirklich nötig wäre.
W43
 
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Gast

  • #63
aber das heisst nicht dass man der Partnerin nicht GERNE entgegenkommt und ihr viele Gefallen tut solange das ganze mit den eigenen Werten in Einklang liegt
Genau das ist der Punkt. So lange ein Mann sein Verhalten freiwillig ändert, weil er seine Liebste damit ein Stück glücklicher machen will, ist alles in Ordnung. Nicht aber, wenn sie ihn dauerhaft gegen seinen Willen einengt. Beispiel Bergtour: wenn ihr die Tour zu anstrengend ist, bleiben eben beide im Tal. Morgen auch. Und übermorgen auch. Spätestens am dritten Tag muß aber von ihr kommen: "ich geh dann mal heute alleine zum See, damit du deine große Tour machen kannst."
 
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  • #64
Das Verbiegen-wollen ist für die meisten Frauen kein Wunsch nach Änderung. Es ist ganz einfach ein Machtkampf.
Am Ende steht meist der Satz:
"Jetzt bist Du so, wie ich es wollte - jetzt kann ich gehen"
 
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Gast

  • #65
Ich würde mich nicht verbiegen, d.h. ich würde generelle Grundsätze nicht ändern.
Ich bin nun mal ordentlich, hasse Motorrad, habe Probleme mit Rauchern, mag keine Tiere im Bett und Sport ist mir wichtig.
Das heisst aber auch für mich dass ich mir keinen rauchenden Motorradfahrer suche um ihn dann zu verbiegen - das ist doch albern und geht sicher schief.
Wenn ich aber eine Beziehung habe und wir beide unseren Sport so haben dass jeden Abend einer unterwegs ist und es keine gemeinsame Zeit gibt so denke ich schon, dass ich z.B. mein Pilates auf einen anderen Tag schieben kann sodass Zeit ist. Dasselbe wünsche ich mir dann schon auch von ihm.
Aber was in meinen Augen auch nicht geht: Sie ist meine Freundin und hat einen neuen PArtner. Er prüft erst immer ob seine Fussballjungs, seine Kartenjungs usw. nichts am Wochenende vorhaben und erst, wenn dort nichts ist dann verabredet er sich mit ihr.
Will sie vorher Pläne machen mit ihm dann muss sie immer erst warten bis er bei seinen Kumpels geprüft hat ob sonst nichts läuft - und alles mit dem Argument: Für eine Frau schränke ich mich nicht mehr ein!
So einer kann mir gestohlen bleiben, dann lieber Single.
Verbiegen nein aber anpassen ja - sonst klappt das doch nicht mehr denn irgendwie haben wir in unserem Alter alle Marotten.
w, 41
 
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  • #66
Wenn ich das Bedürfniss habe meinen Partner/meine Partnerin verstärkt zu ändern, dann ist er/sie nicht der/die Richtige - so einfach ist das.

Der ein oder andere Kompromiss ist normal, verständlich und in jedem Lebensbereich (auch beruflich) üblich. Wer da bereits meint sich krass zu verbiegen hat offenbar eigene Probleme und sollte ein Leben als Einsiedler andenken.
 
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  • #67
Liebe Fs,

wer läßt sich schon gerne verbiegen? Du? Ich? Die Männer? Kaum einer in reifem Alter, der nicht behindert ist, und eigenständig denken und handeln kann, will sich verändern lassen. Das haben unsere Mütter schon jahrelang versucht. Und ich merke, bei Frauen ab 45+ greift solangsam das Mamagehabe durch. Der eigene Mann wird nicht mehr als Partner wahrgenommen sondern als kleiner Schuljunge behandelt, getäschelt oder ihm Vorschriften gemacht, dass er ja in 2 Stunden wieder daheim sein soll, oder ihm nachspioniert, hinterhergefahren, Sachen kontrolliert, Handys und Akten durchforstet. ...eben wie einem kleinen Schuljungen man das machen würde.

Ich möchte mich nicht verbiegen lassen. Ich bin ein Mensch mit Prinzipien, kein Waschlappen oder Weichei und kein Sklave einer anderen Person. Ich biete Toleranz, Akzeptanz, Liebe und alles was man für eine Beziehung benötigt. Ich brauche selbst auch keine Mama oder Papa als Partner, sondern eigene eigenständige Persönlichkeit, die ruhig auch Macken und Fehler haben darf. Ansonsten wäre mir das zu langweilig.

Ich mache meinem Partner auch keine Vorschriften. Diese Art habe ich mir schon ganz früh abgewöhnt, nachdem ich ein paar Mal auf die Nase gefallen bin.

Und wenn du keinen Raucher als Partner willst - dann überdenke deine eigenen Prinzipien besser und suche dir erst gar keinen Raucher, dann gibts auch gar keinen Stress. Aber Frauen haben generell die Eigenschaft immer erst hinterher zu meckern bzw. sich die wilden unbändigen Schönlinge zu suchen, die sie nicht ändern lassen.

Die Frage klingt eher so, als suchst du absichtlich Männer, die eine Herausforderung für dich darstellen und dir klar sagen, dass sie darauf kein Bock haben.

Aber ich weiß, ich hab eh keine Ahnung, ich bin "erst" 31, musst mich nicht ernst nehmen.

w31
 
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  • #68
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, meine Partner verbiegen zu wollen. Aber wenn es dann gar nicht mehr passte, habe ich die Beziehung eben beendet. Ich sehe mich weder als Mama noch als Dragoner oder emotionale Erpresserin, und Sexentzug geht auch nicht, da mir der selbst wichtig ist;)
Komischerweise haben meine Expartner jetzt sehr dominante / rigide Frauen und jammern leise. Und ich lebe jetzt lieber allein und besuche meine Partner oder Affärenmänner.
Wie das Leben so spielt:))
(W/ 44)
 
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  • #69
Und ich merke, bei Frauen ab 45+ greift solangsam das Mamagehabe durch. Der eigene Mann wird nicht mehr als Partner wahrgenommen sondern als kleiner Schuljunge behandelt, getäschelt oder ihm Vorschriften gemacht, dass er ja in 2 Stunden wieder daheim sein soll, oder ihm nachspioniert, hinterhergefahren, Sachen kontrolliert, Handys und Akten durchforstet. ...eben wie einem kleinen Schuljungen man das machen würde.
w31
Ich bin erstaunt wie eine junge Frau mit 31 Jahren das verallgemeinerd beurteilen und abwertend kann und darf.

w 49, die nicht so ist
 
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  • #70
Ich habe nochmal nachgedacht, was mich an "Ich verbiege mich nicht für ..." eine Frau/einen Mann stört und denke, dass es vielleicht einfach nur die Ausdrucksweise ist, die mich doch ein wenig an pubertären "Halbstarken-Jargon" erinnert, auch weil es ein wenig zu demonstrativ nach "Selbstversicherung der eigenen Stärke" klingt.
Würden wir stattdessen sagen, "Es gibt Dinge in meinem Leben/an mir, die sind mir so wichtig, dass sie auch in einer Liebesbeziehung nicht zur Disposition stehen.", dann würde das ganz anders klingen und viele von uns, könnten sich darin eher wiederfinden. Es hätte auch den Vorteil darüber nachzudenken, was uns wirklich enorm wichtig ist und worauf wir unter keinen Umständen verzichten können. Dies dann in der Anbahnungsphase zu kommunizieren, wäre für eine evtl. spätere Partnerschaft meiner Meinung nach hilfreich.

w/50
 
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  • #72
Also ich möchte auf keinen Fall einen Mann der sich verbiegt und ich hatte auch noch nie einen Mann den ich verbiegen wollte.

Meine beste Freundin ist seit mehreren Jahren mit ihrem Partner zusammen. Sie hat ihm noch nie irgendetwas verboten oder ihn versucht zu verbiegen. Die beiden haben eine ausgeglichene Beziehung und nicht nur sie sagt es, er auch.
Doch seine Freunde meinen sogar dann wenn er mal nicht mit in die Sauna kann das sie ihn ja gut im Griff hat. Was wirklich totalen Blödsinn ist und von ihm vor seinen Freunden auch klar gestellt wird. Aber daran sieht man das auch viel von aussen gelabert wird, sobald Mann was für Frau tut, auch wenn es freiwillig war das er nachgesagt bekommt er hätte sich ja verbogen und Frau hat den Daumen drauf.

Mein Kollege zum Beispiel hat freiwillig mit dem Motorrad fahren aufgehört als das erste Kind kam. Für die Familie. Und natürlich haben da seine Frau und er drüber gesprochen, aber sie hat ihn dadurch ja nicht verbogen sondern er hats freiwillig gemacht. Sie hat ihn auch nicht dazu gezwungen. Aber was ist wenn er verunglückt und lässt seine Frau mit jetzt 3 Kindern allein?,

In meiner Clique wäre er jetzt als Weichei verschrien was totaler Blödsinn ist.
 
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  • #73
Ich finde das Kompromisse machen nichts mit verbiegen zu tun hat.

Wenn ich Single bin kann es schon mal sein das meine Wohnung etwas unordentlicher aussieht und hier und da mal Klamotten rum liegen. Auch sieht meine Küche vielleicht nicht so aus wie sie es sollte.

Hab ich einen Partner mache ich diese Dinge freiwillig und sage nicht das ich mich nicht verbiege und nunmal unordentlich bin. Ich möchte doch das sich mein Partner wohlfühlt, auch wenn ich mich auch in der Unordnung wohl fühle.

Und ich finde auch das dreckige Unterwäsche oder muffige Klamotten gehört doch nicht zur Persönlichkeit. Man ändert damit doch keinen Menschen nur weil man nicht gern nen Muffkopp neben sich hat.

Ich glaube, liebe Herren, die Frauen sind irgendwie flexibler als ihr!
 
  • #74
Wenn sich ein Mann für mich verbiegen würde, würde ich mich mit ihm zu Tode langweilen! Und Langeweile kann ich absolut nicht leiden....jeder mag sich jetzt meinen Beitrag allein zu Ende denken!
 
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  • #75
Liebe FS,
bei dir gehen 2 Dinge durcheinander. "Verbiegen", was bedeutet, das man etwas tut, was man eigentlich nicht will und "Horizont erweitern", was auf der Grundlage des bereits Vorhandenen eine wie auch immer geartete Erweiterung darstellt. Verbiegen lassen möchtest sicher auch du dich nicht.

Mir ist es - als Frau wohlgemerkt - ohnehin ein ständiges Rätsel, warum so viele Damen in einem Mann ein gewisses "Potenzial" oder "Rohmaterial" sehen und dann anfangen nach ihren Vorstellungen herumzuschleifen anstatt den Menschen einfach zu zu akzeptieren wie er vor einem steht....
 
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  • #76
Es wird wohl kaum einer das gegenseitige nehmen und geben einer Partnerschaft auf Augenhöhe als "verbiegen " bezeichnen ...
... außer er ist von der Situation bereits gezeichnet, wie sie diejenigen erfahren haben, die dem ins Auge geblickt und festgestellt haben, dass Beziehung als undefiniertes globales Gut eben das erfolgte Verbiegen nicht wert ist und mann einsam aber frei gegenüber solchen Fällen besser dran ist, insbesondere gegenüber den Fällen, wo vom Olymp ihrer Jugend gestürzte Halbgöttinnen von der Not getrieben und barmherzig überlegen, bei entsprechender Anbetung und Opfergaben auch einen der sonst und im Original verschmähten Minderpartner vielleicht in Erwägung zu ziehen.

Als Beweis führe ich an, wie schnell diese guten Vorsätze über Bord geworfen werden, wenn eine Partie plötzlich echte, menschliche Vorzüge zu haben scheint und nicht nur die Beteuerung "ich bin eine gut und jünger aussehende Powerfrau ".
 
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  • #77
Folgender Ablauf ist ja häufig zu beobachten:

Eine Frau verliebt sich, der Kerl ist unglaublich toll
Dann muss sie ihm doch noch Einiges "lernen, was er anders machen muss"
Anschließend findet sie es eine Zeit lang ganz angenehm, "alle Probleme in den Griff bekommen zu haben, er macht jetzt ja alles, was sie sagt, es läuft alles ganz wunderbar
Dann werden die Freundinnen zum Kaffee eingeladen und gemeinsam überlegt, warum die Beziehung so leidenschaftlos dahinplätschert
Zum Schluss eröffnet sie ihm, sie sei nicht mehr verliebt, er hätte sich sooo verändert, seit sie sich kennengelernt haben.

Das Theater könnten sich Frauen auch ersparen;-), ich w,35 tu es mir nicht an. Vergeudete Mühe und Zeit.